Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: neue musik Seite 3 von 8

klavierkunst für eine bessere welt

 

Er scheint ein ganz nor­ma­ler jun­ger Pia­nist zu sein, so wie er in Jeans und schwar­zem Hemd auf die Büh­ne des Frank­fur­ter Hofes kommt. Aber in Kai Schu­ma­cher steckt mehr. Denn wer „The Peo­p­le United Will Never Be Defea­ted“ auf­nimmt (für das Main­zer Label Wergo) und auch noch live spielt, der muss etwa Beson­de­res sein. Schließ­lich ist Fre­de­ric Rzew­skis rie­si­ger Varia­tio­nen­zy­klus nicht irgend ein Werk.

Zum einen sind da die tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten: In die­sen gut sech­zig Minu­ten ist eine Men­ge ver­packt – rasen­de Läu­fe, don­nern­de Akkor­de, wil­de Sprün­ge, bru­ta­le Laut­stär­ke und sub­ti­le Fein­hei­ten wech­seln stän­dig. Und die musi­ka­li­schen Anfor­de­run­gen sind auch nicht gering: Die­se 36 Varia­tio­nen erfor­dern viel Gestal­tungs­kraft, viel Über­sicht und gleich­zei­tig enor­me Kon­zen­tra­ti­on im Detail.

Es geht aber noch wei­ter: Wer die­se Musik spielt, bezieht immer auch irgend eine poli­ti­sche Posi­ti­on. Schließ­lich ist das Musik, die etwas ver­än­dern will. Denn Rzew­ski hat nicht irgend eine Melo­die als Grund­la­ge genom­men, son­dern das chi­le­ni­sche „El pue­blo uni­do jamás será ven­ci­do“, das Anfang der 1970er Jah­re zum musi­ka­li­schen Sym­bol des Wider­stands gegen Pino­chet wurde.

Kai Schu­ma­cher macht das im Frank­fur­ter Hof über­deut­lich, er lässt näm­lich erst ein­mal das Ori­gi­nal ein­spie­len – gleich ein ers­ter Gän­se­haut-Moment. Davon wird es noch eine gan­ze Men­ge geben. Denn was Rzew­ski kom­po­niert hat, das ist nicht nur hoch­vir­tu­os und viel­fäl­tig, arti­fi­zi­ell und natür­lich zugleich. Son­dern auch so vol­ler Ideen, Sti­le, Anklän­ge, dass es unge­heu­er viel zu ent­de­cken gibt. Und Kai Schu­ma­cher scheint das alles im Blick zu haben. Sei­ne Inter­pre­ta­ti­on die­ses auf­grund sei­ner hohen Schwie­rig­keit nahe­zu nie gespiel­ten Wer­kes ist gera­de dadurch aus­ge­zeich­net, die kunst­vol­le Gestalt der Musik beson­ders in den Fokus zu holen.

Ande­rer­seits ver­liert der Zyklus dadurch an Schär­fe – und auch die Gewiss­heit, dass das geein­te Volk wirk­lich nie­mals besiegt wer­den wird. Viel­leicht ist das zwangs­läu­fig so, die welt­ge­schicht­li­che Ent­wick­lung seit 1975, als Rzew­ski das Mam­mut­werk kom­po­nier­te, ist ja kei­ne rei­ne Erfolgs­ge­schich­te der Befrei­ung unter­drück­ter Völ­ker. Gera­de die­se Span­nung zwi­schen Opti­mis­mus und dem Bewusst­sein um Nie­der­la­ge und Unter­drü­ckung auf der ande­ren Sei­te führt Schu­ma­cher immer wie­der ganz beson­ders hervor.

So rea­li­siert er mit elas­ti­schem Ton, mit federn­der Kraft ein sehr offe­nes Kunst­werk: Das hier ist eine Auf­füh­rung, die gera­de die sti­lis­ti­sche Viel­falt der Varia­tio­nen, von den ana­ly­tisch die Melo­die zer­split­tern­den Sät­zen über vir­tuo­se Tas­ten­don­ner­mo­men­te bis zu Jazz- und Blues-Impres­sio­nen, beson­ders deut­lich macht. Die­se Kon­tras­te arbei­tet Schu­ma­cher sehr stark her­aus – und ist doch immer wie­der dann beson­ders über­zeu­gend, wenn er sich ganz in die Musik ver­sen­ken kann, wenn die zar­ten und zer­brech­li­chen Momen­te auch ihn selbst neu ergrei­fen und berühren.

„Alte Musik, die Kunst …

… des vor­letz­ten und vor­vor­letz­ten Jahr­hun­derts. O je. Wie kam man als gesun­der Mensch dazu, sich das anzu­hö­ren? Man muss­te doch neu­es­te, neue Musik hören!“ (moritz von uslar, wald­stein oder der tod des wal­ter gie­se­king am 6. juni 2005, 69)

angebissen: der don-camillo-chor auf cd

Musik dazu ver­wen­den, jeman­den zu ver­füh­ren, ist kei­ne neue Idee. Das Opfer mit der Musik als Köder zur Musik zu begeh­ren, ist schon etwas unge­wöhn­li­cher. Und wenn ein Chor das dann auch noch so offen und direkt unter­nimmt wie der „Don-Camil­lo-Chor“ aus dem Münch­ner Umland, dann gehen jeder Ziel­per­son schnell die Argu­men­te für den Wider­stand aus.

Das liegt, wie ihre neu­es­te (und ers­te) CD mit dem pas­sen­den Titel „Good Bait“ beweist, zu gro­ßem Teil an der jugend­li­chen Fri­sche und dem unbän­di­gen Über­schwang, mit dem der gesam­te Chor sich auf sein Reper­toire vor­wie­gend aus Jazz und Pop stürzt. So eine frei­zü­gi­ge Freu­de teilt sich dem Hörer in jedem Moment mit, dass er mit dem größ­ten Ver­gnü­gen anbeißt.

Das Ver­gnü­gen ist aller­dings nicht nur ein Ver­dienst der Sän­ger und ihres Chor­lei­ters, der sie immer wie­der kna­ckig auf den Punkt fokus­siert. Es liegt zu einem gro­ßen Teil auch an den ange­nehm ein­falls­rei­chen Arran­ge­ments, die mehr­heit­lich vom Diri­gen­ten selbst oder aus der bewähr­ten Feder des um kei­ne Poin­te ver­le­ge­nen Oli­ver Gies stammen.

Das reicht vom feu­ri­gen „Chi­li con Car­ne“ aus dem Fun­dus der „Real Group“ über auf­ge­fri­sche Swing-Klas­si­ker bis zu – in ihren kom­ple­xen Arran­ge­ments kaum noch erkenn­ba­ren – Pop-Hits der letz­ten Jahr­zehn­te. Mit einer recht frei­en Bear­bei­tung von Brahms‘ „Guten Abend, gut‘ Nacht“ beweist der Don-Camil­lo-Chor dann neben­bei auch noch, dass er mehr als nur rei­ner Jazz-Pop-Chor ist: Die­se jun­gen Sän­ger und Sän­ge­rin­nen füh­len sich in vie­len Gefil­den zu Hau­se. Mit Recht. Denn „Good Bait“ ist nicht nur eine schö­ne, gelun­ge­ne Leis­tungs­schau, son­dern auch ein­fach gute Unterhaltung.

Don Camil­lo Chor: Good Bait. Spek­tral SRL4-09049, 2009.

(geschrie­ben für die neue chorzeit)

orff, bartók und gershwin glücklich vereint

Béla Bar­tók, Geor­ge Gershwin und Carl Orff haben wenig gemein. Und doch pas­sen sie alle in das Kon­zert des Bach­cho­res in der Chris­tus­kir­che. Denn klei­ne Über­ein­stim­mun­gen fin­den sich doch. Zum Bei­spiel, um ganz prag­ma­tisch anzu­fan­gen, es gibt von jedem Musik für zwei Kla­vie­re – wenn man schon zwei hoch­klas­si­ge Pia­nis­ten wie die Brü­der Para­to­re zur Ver­fü­gung hat, muss man das ja auch nut­zen. Und sie kom­po­nier­ten (fast) zur glei­chen Zeit: Gershwins „Rhap­so­dy in Blue“ war 1924 erst­mals zu hören, Bar­tóks Sona­te für zwei Kla­vie­re und Schlag­zeug im Janu­ar 1938 und Orffs „Car­mi­na burana“ ent­stand ab 1934. Das hört man ihnen aber kaum an, denn trotz der zeit­li­chen Nähe bleibt die­se Tri­as grundverschieden.

Bar­tóks Sona­te zum Bei­spiel ist ein eher sprö­des, auch nur sel­ten auf­ge­führ­tes Werk. Und eigent­lich klingt es auch nicht so harm­los, wie hier in der Chris­tus­kir­che. Da trägt der Raum gro­ße Mit­schuld, der vie­les weich­zeich­net und ver­schwim­men lässt. Antho­ny und Joseph Para­to­re ver­su­chen zwar, durch kna­cki­ge Poin­tie­run­gen dem etwas ent­ge­gen­zu­set­zen. Aber so rich­tig weit kom­men sie damit nicht. So bleibt die Sona­te mit der unge­wöhn­li­chen Beset­zung für zwei Kla­vie­re und zwei Schlag­wer­ker (die aus dem Ensem­ble Babet­te Haag kamen) für die­ses Mal fast eine ver­wun­sche­ne Feen­mu­sik, deren weich flie­ßen­de, stel­len­wei­se sogar ins rausch­haft tau­meln­de Klang­wel­ten aber durch­aus auch bedroh­li­che­re Sze­na­ri­en her­bei­zau­bert. Doch noch bleibt alles Rohe und Wil­de in siche­rer Distanz und fest eingezäunt.

Gershwins Musik kennt sol­che Gefah­ren nicht. Rou­ti­niert arbei­ten sich die Pia­nis­ten mit jahr­zehn­te­lan­ger Erfah­rung durch die Rhap­so­dy in Blue. Das Schlag­werk bleibt hier aber eher ras­seln­der und schep­pern­der Fremd­kör­per, was dem Zau­ber aber nicht wei­ter schadet.

Dafür dür­fen die Per­cus­sio­nis­ten danach noch ein­mal alles geben: Die „Car­mi­na burana“, die der Bach­chor in der vom Orff-Schü­ler Wil­helm Kill­may­er ange­fer­tig­ten Fas­sung für zwei Kla­vier und Schlag­werk prä­sen­tier­te, bie­tet ja nicht nur dem Chor reich­lich Mög­lich­kei­ten zum Bril­lie­ren. Dem aber unge­dingt auch – und der Bach­chor nutzt die wie immer ganz selbst­ver­ständ­lich. Unter Ralf Ottos beseel­ter Lei­tung ergibt sich orga­nisch eines aus dem ande­ren, lau­fen Chor­sät­ze naht­los in Soli und umge­kehrt, ver­bin­den sich Humo­res­ke und Folk­lo­re, Lie­bes­leid und Freu­den­tau­mel zu einer mäch­ti­gen, klan­ge­wal­ti­gen Ein­heit. Beson­ders aus­zeich­nend dabei: Die uner­schütt­li­che Prä­zi­si­on – nicht nur tech­nisch, son­dern auch klang­lich und emo­tio­nal tref­fen Otto und sei­ne Sän­ger immer genau auf den Punkt. Auch die Solis­ten pas­sen gut dazu: Dani­el Sans gefällt mit beherrsch­ter Sicher­heit, der komö­di­an­tisch begab­te Klaus Häger mit sei­nem unkom­pli­zier­tem Bass und die Sopra­nis­tin Valen­ti­na Far­cas fügt sich mit selbst in gro­ßer Höhe kla­rer Stim­me wun­der­bar ins Gesamt­bild. Kein Wun­der, dass die aus­ver­kauf­te Chris­tus­kir­che rest­los begeis­tert ist.

(geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung)

mal wieder: jazz und sinfonik gemixt (oder auch nicht)

Sin­fo­nie­or­ches­ter und Jazz – das sind zwei Wel­ten, die sich oft sehr fremd sind. Und wenn es dann doch zu einem Ren­dez­vous kommt, darf natür­lich Geor­ge Gershwins „Rhap­so­dy in Blue“ auf kei­nen Fall feh­len. Aber der Klas­si­ker ist wohl nie so zu hören wie beim Kon­zert des Phil­har­mo­ni­schen Staats­or­ches­ters in der Phö­nix­hal­le. Doch schon in der ers­ten Hälf­te war eine Men­ge guter Musik auf der Gren­ze zwi­schen Jazz und Sin­fo­nik zu hören. Ohne gro­ßes Vor­ge­plän­kel stie­gen das Orches­ter mit der Unter­stüt­zung eini­ger Jazz-Solis­ten sofot in Ear­le Hagens „Har­lem Noc­turne“ ein. Und schon waren sie und das Publi­kum mit­ten­drin im Hör­ki­no, das direkt nach New York führ­te – einer Stadt, der die Musi­ker an die­sem Abend noch öfters einen Besuch abstat­ten wür­den. Zunächst also Har­lem bei Nacht, zu erle­ben beim ele­gan­ten Crui­sen durch mehr oder weni­ger beleb­te Stra­ßen. Rei­che Bil­der zie­hen hier vorm inne­ren Auge vor­bei. Und das liegt nicht nur am Kom­po­nis­ten, son­dern vor allem an zwei Din­gen: Den Arran­ge­ments von Sebas­ti­an Her­nan­dez-Laver­ny, die die Ima­gi­na­ti­on mit ihrer ver­schwen­de­ri­schen Ideen­fül­le immer wie­der zu Höchst­leis­tung anfeu­ern. Und an den Musi­kern. Nicht nur das Orches­ter spielt enga­giert swin­gend auf, auch Saxo­pho­nis Oleg Ber­lin sorgt mit glas­kla­rem Ton und prä­gnan­ter Phra­sie­rung für Jazz­fee­ling und Kurz­weil. Drum­mer Ger­hard Stütz und Bas­sist Götz Ommert lie­fern der­weil ein soli­des Fun­da­ment und Her­nan­dez-Laver­ny springt zwi­schen Diri­gen­ten­pult und Kla­vier flink hin und her, ergänzt sein Arran­ge­ment immer wie­der durch kur­ze pia­nis­ti­sche Einwürfe.

Für mehr beson­de­re Momen­te sorgt auch Mal­te Schä­fer bei den Stan­dards „Come, fly with me“ und „Fly me to the moon“. Der Brat­scher ist dies­mal aus­schließ­lich als Sän­ger im Ein­satz – aber dass dies nicht sein Haupt­be­ruf ist, merkt man ihm nicht an: Locker und geschmei­dig bringt er die Stim­mung wun­der­bar auf den Punkt. Genau wie der Main­zer Kla­ri­net­tist Ates Yil­maz, der bei Jor­ge Caland­rel­lis vir­tuo­sem „Solfeggietto/​Metamorphosis“ nach einer Vor­la­ge von Carl Phil­ipp Ema­nu­el Bach ein ech­tes Heim­spiel hat.

Apro­pos Heim­spiel: Das hat auch Nick Ben­ja­min, der mit lau­ni­gen Mode­ra­tio­nen dafür sorgt, dass Publi­kum ent­spannt und gut gelaunt bleibt – was ange­sichts der Men­ge guter Musik gar nicht nötig gewe­sen wäre. Das gan­ze kulu­mi­niert schließ­lich in Gershwins „Rhap­so­dy in Blue“. Die allei­ne wäre Her­nan­dez-Laver­ny aber offen­bar zu lang­wei­lig gewe­sen. Des­we­gen unter­bricht er das Ori­gi­nal immer wie­der, um gemein­sam mit Ommert und Stütz mit weit aus­ho­len­den Impro­vi­sa­tio­nen über Gershwins The­men dem gan­zen noch mehr Jazz ein­zu­ver­lei­ben. Ein sehr sympha­ti­scher Ein­fall, der – vor allem durch die phan­ta­sie­rei­che, ener­gi­sche und kon­zen­trier­te Impro­vi­sa­ti­ons­kunst der drei Musi­ker – das Publi­kum zu Recht zu stan­dig ova­tions hinreißt.

(geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung.)

brittens „war requiem“ – politik und/​oder musik

Es hat sich eini­ges wun­der­bar gefügt für die­ses Kon­zert: Zum Pro­log für den dies­jäh­ri­gen Kul­tur­som­mer Rhein­land-Pfalz zeig­te sich die Son­ne schon som­mer­lich. Und es gab noch dazu eini­ge Über­ein­stim­mun­gen zur Urauf­füh­rung des „War Requi­em“, die Ben­ja­min Brit­ten sicher­lich gefreut hät­ten. Genau wie die euro­päi­sche Zusam­men­set­zung der Musi­ker: Chö­re aus Frank­reich, Deutsch­land und Polen neh­men sich gemein­sam mit dem Lan­des­ju­gend­or­ches­ter Rhein­land-Pfalz unter Klaus Arp des Requi­ems an.

Genau wie 1962 in Coven­try fand auch die Main­zer Auf­füh­rung im Rah­men der klei­nen Tour­nee die­ses Pro­jek­tes, die von Frank­reich über Rhein­land-Pfalz nach Polen führt, in einem im Zwei­ten Welt­krieg zer­stör­ten Got­tes­haus, der Chris­tus­kir­che, statt. Und genau wie damals stam­men die Solis­ten aus ver­schie­de­nen Län­dern – gut, statt aus Russ­land kommt die Sopra­nis­tin Jus­ty­na Bachows­ka aus Polen. Aber der Bari­ton Jens Hamann ist Deut­scher, der Tenor Deryck Huw Webb Bri­te – genau wie vor über vier­zig Jaren. Die Vor­aus­set­zun­gen waren also ziem­lich gut und bereits sehr syb­mo­lisch auf­ge­la­den. Nur der Raum erwies sich, trotz sei­ner sym­bo­li­schen Kraft, als nur mäßig geeig­net. Akus­tisch war die Rie­sen­be­set­zung in der Chris­tus­kir­che näm­lich nicht beson­ders gut aufgehoben.

Klaus Arp tat aber trotz­dem sein Bes­tes, aus Orches­ter und Chö­ren eine klang­li­che Ein­heit zu for­men. Und das Ergeb­nis konn­te sich durch­aus hören las­sen. Das Jugend­or­ches­ter spiel­te aus­ge­spro­chen dis­zi­pli­niert und genau. Frei­lich ließ Arp auch nie­mand aus dem Blick: Sei­ne Argus­au­gen und sein for­dern­der Diri­gen­ten­stab hat­ten die Musi­ker per­ma­nent voll unter Kon­trol­le. Auch die jugend­lich klin­gen­den Chö­re: Neben dem hei­mi­schen Lan­des­ju­gend­chor und dem Kin­der­chor Maî­tri­se de Dijon, der sich stimm­lich schon sehr erwach­sen prä­sen­tier­te, war noch der Kam­mer­chor der Musik­aka­de­mie aus Kat­to­witz dabei. Doch trotz der star­ken Beset­zung blieb der Chor lei­der an Durch­schlags­kraft hin­ter den Erwar­tun­gen zurück – die Sän­ger hat­ten es oft schwer, gegen den sat­ten Orches­ter­klang anzu­kom­men. Dafür ent­schä­dig­ten sie mit aus­ge­spro­chen deli­ka­ten Fein­hei­ten und zar­ten Pianissimi.

Zusam­men mit den sehr sicher und über­zeu­gend agie­ren­den Solis­ten enstand so in der Chris­tus­kir­che eine inten­siv mah­nen­de, von der Rich­tig­keit ihres Anlie­gens sehr über­zeug­te Auf­füh­rung des „War Requi­ems“. Und die ließ sowohl die klei­nen Unzu­läng­lich­kei­ten als auch die sym­bo­li­sche Über­hö­hung des Kon­zer­tes ver­ges­sen: Denn egal wer und wo und war­um das „War Requi­em“ auf­führt – die­se Kom­po­si­ti­on setzt ihr Pro­gramm des Pazi­fi­mus, der Trau­er über allem Kriegs­leid unbe­dingt durch. Erst recht, wenn sie mit so viel Enga­ge­ment und Sach­ver­stand musi­ziert wird wie hier.

(gechrie­ben für die main­zer rhein-zeitung.)

passionsmusik aus siebenbürgen

Sie­ben­bür­gen ist nicht gera­de ein Zen­trum deut­scher Kir­chen­mu­sik. Genau­er gesagt, ist es eher ein Zen­trum von gar nichts. Manch­mal sind aber die Rän­der durch­aus inter­es­san­ter als die Mit­te. Etwa, wenn dort bestimm­te Tra­di­tio­nen über­le­ben, wie zum Bei­spiel die über lan­ge Zeit wei­ter­ge­ge­be­nen loka­len Pas­si­ons­mu­si­ken. Das soll­te man wis­sen, wenn man sich die „Sie­ben­bür­gi­sche Pas­si­ons­mu­sik“ für Chor, Solis­ten und Orgel von Hans Peter Türk anhört. Denn Türk ist ein sie­ben­bür­gi­scher Komponist.

Eine neue Mat­thä­us-Pas­si­on also, als Fort­füh­rung noch erhal­te­ner Bräu­che – aber den­noch über­haupt nicht bloß bewah­rend, son­dern eben wei­ter­füh­rend. Denn Türk ist zwar kein Avant­gar­dist, aber doch – trotz sei­ner geo­gra­phi­schen Rand­la­ge – als Kom­po­si­ti­ons­pro­fes­sor ein Ken­ner der Ent­wick­lun­gen und Tech­ni­ken in der Musik. Und zwar nicht nur der Musik der letz­ten Jah­re. Denn sei­ne „Sie­ben­bür­gi­sche Pas­si­ons­mu­sik“ bedient sich bei For­men und Tech­ni­ken aus eigent­lich der gan­zen abend­län­di­schen Musik­ge­schich­te. Das führt zu eini­gen eigen­ar­ti­gen und bemer­kens­wer­ten Ergeb­nis­sen, die die Ein­spie­lung mit der Meiß­ner Kan­to­rei 1961 unter Christ­fried Brö­del und mit Ursu­la Phil­ip­pi an der Orgel ein­drück­lich vorführt.
Denn wie immer, wenn sich Bekann­tes mit Frem­dem, Ver­trau­tes mit Exo­ti­schem mischt, ent­deckt man rei­lich Neu­es und Inter­es­san­tes – in Bei­dem. Der Text bleibt ganz auf ver­trau­tem Boden, in der Musik ent­wi­ckelt der 1940 gebo­re­ne Sie­ben­bür­ge aber einen eige­nen Ton. Dabei ver­traut Türk auf die Wor­te – und zwar sehr stark. Dar­aus und damit ent­wi­ckelt er eine Musik, die sich dem Hörer unmit­tel­bar unmit­teilt. Und sie zeigt deut­lich: Hier geht es nicht dar­um, um jeden Preis außer­ge­wöhn­li­che Musik zu fin­den. Türk strebt offen­bar viel mehr danach, der Pas­si­ons­er­zäh­lung ein zeit­ge­mä­ßes musi­ka­li­sches Gewand zu geben, sie aber zual­ler­erst als Erzäh­lung zu ver­ste­hen. Und das kann dann eben auch hei­ßen, sich als Kom­po­nist extrem zurück­zu­neh­men. Auch in die­ser kon­zen­trier­ten Form, mit weni­gen Ein­wür­fen, behut­sam unter­ma­len­den Tönen der Orgel etwa gelingt es ihm ohne Wei­te­res, star­ke Kon­tras­te und nahe­ge­hen­de Stim­mun­gen zu ver­mit­teln, span­nen­de Rezi­ta­ti­ve zu schrei­ben, die natür­lich und kunst­voll zugleich wir­ken. Und vor allem hoch­gra­dig ein­fühl­sa­me, inten­siv vibrie­ren­de Cho­rä­le, die den wah­ren Kern die­ser Pas­si­ons­mu­sik bilden.

Das ist dann in der Sum­me eine durch­aus moder­ne Musik, die ver­ständ­lich und unbe­dingt zugäng­lich auch für Nicht-Ken­ner der zeit­ge­nös­si­schen Musik ist. Und eigent­lich sogar für deren Ver­äch­ter zu ertra­gen. Gut funk­tio­nie­ren­de Kir­chen­mu­sik also.

Hans Peter Türk: Sie­ben­bür­gi­sche Pas­si­ons­mu­sik für den Kar­frei­tag nach dem Evan­ge­lis­ten Mat­thä­us für Chor, Solis­ten und Orgel. Ursu­la Phil­ip­pi, Orgel. Meiß­ner Kan­to­rei 1961, Christ­fried Brö­del. Musik­pro­duk­ti­on Dabring­haus und Grimm 2009. MDG 902 1554–6.

(geschrie­ben für die neue chorzeit)

beethoven und das motorrad

so, erst­ein­mal der „offi­zi­el­le” text, den ich für die main­zer rhein-zei­tung geschrie­ben habe:

Motor­rä­der kom­men im klas­si­schen Kon­zert­le­ben recht sel­ten vor. Aber ande­rer­seits sind auch Posau­nen­kon­zer­te im tra­di­tio­nel­len Reper­toire eher dürf­tig gesät. Was liegt also näher, als die­se bei­den Sel­ten­hei­ten zur poten­zier­ten Unwahr­schein­lich­keit zu kombinieren?
Der Posau­nist Chris­ti­an Lind­berg hat kei­nen Hin­de­rungs­grund gefun­den. Er geht sogar noch einen Schritt wei­ter: Um das „Motor­bike Con­cer­to” von Jan Sand­ström so rich­tig authen­tisch auf­zu­füh­ren – schließ­lich ist es eigens für ihn kom­po­niert wor­den – schlüpft er sogar in eine pas­sen­de Motor­rad­kluft. Nur das Motor­rad fehlt also noch in der Rhein­gold­hal­le. Aber zusam­men mit der Staats­phil­har­mo­nie Rhein­land-Pfalz und deren Diri­gen­ten Ari Rasi­lai­nen ent­fal­te­te Lind­berg immer­hin eine täu­schend ech­te Geräuschkulisse.Das Motor­rad, das Lind­berg hier elo­quent und mit vol­lem Ein­satz ver­kör­pert, dröhnt und röhrt, quietscht und braust durch die diver­sen Land­schaf­ten. Sehr pit­to­resk ist das alles, ser­viert immer mit einem gehö­ri­gen Schuss Komik. Denn Sand­ström hat hier Pro­gramm­mu­sik reins­ten Was­sers geschrie­ben. Bekann­ter­ma­ßen ist ja ein Motor­rad mehr als ein blo­ßes Fort­be­we­gungs­mit­tel, son­dern ein regel­rech­ter Lebens­stil. Und auf Tour bekommt so eini­ges mit – so viel, dass auch das „Motor­bike Con­cer­to” noch nach allen Sei­ten von Ein­drü­cken und Ein­fäl­len über­quillt.1
Ganz im Gegen­satz dazu dann der Klas­si­ker über­haupt, Beet­ho­ven. Und gleich noch sei­ne „Über&”-Sinfonie, die Fünf­te. Hoch­tra­ben­de und gewich­ti­ge Deu­tun­gen umran­ken und über­wu­chern das Werk seit der Urauf­füh­rung vor ziem­lich genau zwei­hun­dert Jah­ren. Aber das schein Rasi­lai­nen gar nicht so sehr zu beküm­mern. Ohne beson­ders über­eif­ri­ge Über­hö­hung nimmt er sie erst ein­mal ein­fach als das, was sie schließ­lich ist: Musik. Und so offen blei­bend, ohne der Vag­heit anheim zu fal­len, ent­wi­ckel­te die Staats­phil­har­mo­nie ein sehr geschlos­se­nes Klang­bild. Der Diri­gent pro­fi­lier­te sich als flie­ßen­der Erzäh­ler, der gan­ze Lebens­ent­wür­fe und Geschich­ten ent­fal­tet.2 Ohne Zwei­fel oder auch nur das lei­ses­te Zögern über­ste­hen die selbst die har­ten Kon­fron­ta­tio­nen mit der Rea­li­tät im drit­ten Satz. Und immer wie­der über­wäl­ti­gend ist natür­lich die Wucht die­ses unzer­stör­ten Glau­bens an die Kraft des Indi­vi­du­ums, die das Fina­le unter der her­risch gebie­ten­den Hand des Diri­gen­ten ent­fal­tet. Und auch wenn die Staats­phil­har­mo­nie aus­ge­rech­net auf der Ziel­ge­ra­den, in den letz­ten Tak­ten, das Ende schon vor­weg­nimmt und deut­lich an Prä­zi­si­on und Klar­heit ver­liert, bleibt das Zusam­men­wir­ken aller Kräf­te selbst­ver­ständ­lich immer noch tri­um­phal – anders kann Beet­ho­vens Fünf­te gar nicht enden.3

Show 3 footnotes

  1. und da haben wir auch schon eines der zen­tra­len pro­ble­me: im prin­zip hat sand­ström die form näm­lich über­haupt nicht bewäl­tigt. das ist bloß eine ein­falls­lo­se anein­an­der­rei­hung von epi­so­den. ande­rer pro­ble­me sind aber gra­vie­ren­der: die aus­sa­ge die­ser musik näm­lich gleich null. eigent­lich ist das nur ein sehr auf­wän­di­ger kin­der­gar­ten: sand­ström erfuhr, was lind­berg auf der posau­ne so alles anstel­len kann. und was er schon gehört hat. das hat er dann – weit­ge­hend tra­di­tio­nell (das moderns­te moment ist die eman­zi­pa­ti­on des geräu­sches (aber nur als geräusch, nicht als musi­ka­li­scher fak­tor), die aber auch schon seit hun­dert jah­ren geges­sen ist) – hin­ge­schrie­ben. tech­nisch mag das ziem­lich bis sehr anspruchs­voll sein, der posau­nist muss so eini­ges tun für sein geld. aber das meis­te sind eben mätz­chen. und die sind musi­ka­lisch so über­haupt nicht moti­viert. das schlimms­te dar­an ist ja fast, dass so etwas natür­lich gro­ßen erfolg beim publi­kum hat: die ober­flä­che ist halt nett, nicht so arg kom­pli­ziert und vor allem sehr sehr pit­to­resk. den­ken muss man nicht dabei. das ist wahr­schein­lich der größ­te erfolgs­fak­tor die­ser musik, dass sie den­ke­ri­schen mit­voll­zug eigent­lich sogar unter­bin­det, nicht nur nicht för­dert oder for­dert.
  2. nur so neben­bei: der unter­schied zur erzähl­wei­se sand­ströms ist enorm: denn beet­ho­ven hat inhal­te – so unspe­zi­fisch sie im musi­ka­li­schen aus­drucks­ver­fah­ren blei­ben mögen. sand­ström hat nur eine blo­ße bil­der­fol­ge, kei­ne nar­ra­ti­on, kei­ne – inhalt­lich gefüll­te – erzäh­lung. und das ist ein wesent­li­cher unter­schied. im prin­zip näm­lich schon die dif­fe­renz zwi­schen kunst­hand­werk und kunst. oder halt zwi­schen unter­hal­tungs­mu­sik und kunst. oder wie auch immer …
  3. nicht bespro­chen habe ich jetzt die das kon­zert eröff­nen­den „egmont-ouver­tü­re” von beet­ho­ven und schließ­lich fer­di­nand davis „con­cer­ti­no für posa­nue” op. 4. letz­te­res muss man aber eigent­lich auch nicht groß erwäh­nen – ein vir­tuo­sen­stück­chen halt, dass lind­berg mit tech­ni­scher sou­ve­rä­ni­tät sehr gelas­sen her­un­ter­spielt. beson­ders nach­hal­tig ist die wir­kung die­ser musik nicht gera­de. so eine dut­zend­wa­re aus dem 19. jahr­hun­dert halt – ganz nett, aber nicht sehr ein­drucks­voll. die egmont-ouver­tü­re hat rasi­lai­nen auch eher noch zum warm­ma­chen genutzt. auch das ist ja so eine unsit­te des kon­zert­we­sens, sich wäh­rend dem kon­zert noch ein­zu­spie­len, auf­ein­an­der ein­zu­stel­len. pas­siert aber sehr häu­fig. und wird oft genug auch ent­spre­chend geplant mit so kur­zen füll­stü­cken, damit wesent­lich nix wich­ti­ges ver­saut wird. nagut, so schlimm war’s auch nicht. aber halt auch nicht beson­der oder bemer­kens­wert.

lieder aus der fremde = gute unterhaltung?

Gefühl ist Trumpf, ohne Gefühl geht hier gar nichts. Salo­me Kam­mer kann sich das aber auch leis­ten. Denn die Sopra­nis­tin – den meis­ten eher als Schau­spie­le­rin aus den „Heimat“-Filmen bekannt – ist ohne wei­te­res in der Lage, zwei Stun­den über und mit Gefühl zu sin­gen, ohne der Lan­ge­wei­le oder der Ein­tö­nig­keit den Hauch einer Chan­ce zu geben.
Lie­der auf Tex­te von Brecht hat sie sich aus­ge­sucht, von Kurt Weill und Hanns Eis­ler. Der Abend steht, als Teil des Begleit­pro­gramms zur Aus­tel­lung „Das vedäch­ti­ge Saxo­fon – ‚Ent­ar­te­te Musik‘ im NS-Staat“, unter dem Titel „Lie­der aus der Hei­mat – Lie­der in der Frem­de“. Aber dar­um geht es gar nicht so sehr. Das erzwun­ge­ne Exil von Dich­ter und Kom­po­nis­ten, die Erfah­rung der Frem­de und der Unsi­cher­heit – all das steht für Kam­mer und ihren Beglei­ter Rudi Spring gar nicht unbe­dingt im Zen­trum des Pro­gramm. Denn den Mit­tel­punkt hat ganz ein­deu­tig die Unter­hal­tung besetzt. Das ist zwar ein klei­ner Eti­ket­ten­schwin­del. Aber kein schlim­mer – denn wer so gut unter­hal­ten kann wie die­se bei­den Musi­ker, der soll­te das auf jeden Fall mög­lichst häu­fig tun. Wesent­li­che Ingre­di­enz für den Erfolg ist die gro­ße Viel­falt. Und zwar in jeder Hin­sicht: Von der Aus­wahl der Lie­der bis zur stimm­li­chen Umset­zung und ange­deu­te­ten sze­ni­schen und mimi­schen Prä­sen­ta­ti­on – Lang­wei­le hat hier im Rat­saal über­haupt kei­ne Chance.
Aber auch die Sen­ti­men­ta­li­tät nicht. Denn Salo­me Kam­mer wird nie gefühls­du­se­lig. Auch bei den gro­ßen Hits von Brecht/​Weill, der See­räu­ber-Jen­ny etwa oder „Und was bekam des Sol­da­ten Weib“ zeich­net sich die Sän­ge­rin vor allem durch die cha­mä­loen­haf­ti­ge Ver­wand­lun­gen ihrer Stim­mun­gen aus, die sehr genau treffen.
Noch etwas kon­zen­trier­ter, fokus­sier­ter – und des­halb auch wir­kungs­stär­ker – sang sie die Eis­ler-Lie­der. Vor allem bei der Aus­wahl aus dem Hol­ly­wood-Lie­der­buch konn­te sie die knap­pen, trotz ihrer kunst­vol­len Form sehr aufs Wesent­li­che redu­zier­ten Lie­der stark machen, sie vital und char­mant vibrie­ren lassen.
Hier war das Duo ohne Zwei­fel am stärks­ten. Aber gera­de hier stell­te sich manch­mal doch die Fra­ge: Nimmt Salo­me Kam­mer das nicht alles ein wenig locker? So anre­gend es immer wie­der ist, ihr zuzu­hö­ren und zuzu­schau­en – man­ches Lied hat kom­ple­xe­re Inhal­te und mehr zu ent­de­cken, als sie ihm zuge­ste­hen will. Denn bei allem Witz und bei aller Raf­fi­nes­se, die Brecht und sowohl Weill als auch Eis­ler immer wie­der ver­sprü­hen: Alle die­se Lie­der sind bis auf ihren Kern geprägt von den tra­gi­schen Erfah­run­gen des 20. Jahr­hun­derts, wie sie ihre Schöp­fer mit­er­leb­ten. Doch die­ses Stim­mung und die­ses Gefühl woll­ten Kam­mer und Spring nicht mit ihrem Publi­kum teilen. 

geschrie­ben für die main­zer rhein-zei­tung.

gestern gestorben: mauricio kagel

mau­ricio kagel – einer der weni­gen kom­po­nis­ten, die das (neue) musik­thea­ter und das (neue) hör­spiel in den letz­ten jahr­zehn­ten wirk­lich berei­chert, ver­än­dert und beein­flusst hat. und natür­lich über­haupt ein groß­ar­ti­ger kom­po­nist mit viel humor – („er lieb­te die musik durch die mas­ke des har­le­kins“ – schreibt die frank­fur­ter rund­schau) aber nie flach, immer auch künst­le­risch auf der höhe der zeit.

ges­tern starb er nach mehr als 75 jah­ren leben und kom­po­nie­ren und lan­ger krankheit.

nach­ruf von hart­mut lück (frank­fur­ter rund­schau), gespräch mit wer­ner klüp­pel­holz (bei deutsch­land­ra­dio kul­tur, die selt­sa­mer­wei­se kagel mal mau­ricio, mal mau­ri­ziod schreiben)

und noch mehr nach­ru­fe: wolf­gang sand­ner auf faz​.net, elmar kre­ke­l­er bei welt​.de und ein rich­tig guter text von max nyf­fe­l­er für die nzz.

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