Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Kategorie: literatur Seite 1 von 38

Buchregal in einer Buchhandlung

Lektüren 2025

Das war mein Lese­jahr 2025, aus­weis­lich mei­nes Tagebuchs: 

  • Kniep, Mat­thi­as & Fell­ner, Karin (Hrsg.): Jahr­buch der Lyrik 2024/​25
  • Con­rad, Joseph: Herz der Finsternis
  • Jaeg­gy, Fleur: Die seli­gen Jah­re der Züchtigung
  • Roth, Ger­hard: Jenseitsreise
  • Jaeg­gy, Fleur: Die Angst vor dem Himmel
  • Mann, Tho­mas: Der Zauberberg
  • Kie­ser, Luca: manch­mal ist eine tra­gi­sche Liebe
  • Jan­ner, Mar­tin: Der Wald der Zukunft
  • Strunk, Heinz: Zau­ber­berg 2
  • Ade, San­dra: An man­chen Tagen steht die Erde kurz still
  • Leh­ner, Ange­la: 2001
  • Zapf, Nora: No notizen
  • Ott, Karl-Heinz: End­lich Stille
  • Schim­mang, Jochen: Laborschläfer
  • Brand­stet­ter, Alo­is: Die Burg
  • Fri­cke, Lucy: Das Fest
  • Jesch­ke; Mathi­as: Es tra­ten Wäl­der aus mir heraus
  • Kränz­ler, Lisa: Noon
  • Gos­mann, Uta: Rei­se durchs Nimmerich
  • Stangl, Tho­mas: Quecksilberlicht
  • Schnick­mann, Alex­an­der: requiem
  • Wun­ni­cke, Chris­tia­ne: Naga­sa­ki, ca. 1642
  • Klöp­fer, Hubert; Weiß, Tho­mas (Hrsg.): Gesprä­che über Bäume
  • Rakusa, Ilma: Mein Alphabet
  • Stein­weg, Mar­cus: Splitter
  • Wink­ler, Ron: Unter­wegs in der Verformung
  • Water­mann, Paul: Mosko­vi­an Kinder
  • Nawrat, Mat­thi­as: Rei­se nach Maine
  • Flamm, Peter: Ich?
  • Muel­ler, Rai­ner René; Mat­thi­as Maaß: Les très bel­les heures
  • Gava, Gabrie­le; Ves­per, Achim: Kants Philosophie
  • Jäck­le, Nina: Verschlungen
  • Noë, Hein­rich: Baye­ri­sches Seenbuch
  • Jong, Eri­ca: Angst vorm Fliegen
  • Kra­mer, Samu­el: end­lich regen
  • Gold­stein, Jür­gen: Menschlichkeit
  • Küchen­meis­ter, Nad­ja: Der Gro­ße Wagen
  • Nagy, Simon: Zeit abschaffen
  • Stru­bel, Ant­je Rávik: Der Ein­fluss der Fasane
  • Thie­le­mann, Mar­kus: Vom Nor­den rollt ein Donner
  • Mpei, Ele­na: das gril­len­zir­pen zwi­schen den rippen
  • Paris, Frie­da: Nachwasser
  • Zie­britz­ki, Hen­ning: Brand
  • Por­te­ro, Ala­na S.: Die schlech­te Gewohnheit
  • Rinck, Moni­ka: Höl­len­fahrt & Entenstaat
  • Kemp­ker, Bir­git: Sweet Delight
  • Weber, Mar­kus R.: Vor Augen
  • Zim­mer­mann, Ruben: War­um weni­ger gut sein kann
  • Fla­ke, Otto: Hor­ten­se oder die Rück­kehr nach Baden
  • Bey­er, Mar­cel: Graphit
  • Zie­britz­ki, Hen­ning: Vogelwerk
  • Volk­mann, Jana: Investitionsruinen
  • Mar­kard, Nora; Ronen Stein­ke: Jura not alone
  • Alle­mann, Urs: In Sepps Welt
  • Mey­er, Tho­mas: Han­nah Arendt
  • Leu­en­ber­ger, Eva Maria: Die Spinne
  • Christ, Lena: Die Rumplhanni
  • Zei­ner, Moni­ka: Vil­la Sternbald
  • Hui­zin­ga, Johan: Das Spiel­ele­ment der Kultur
  • Meckel, Chris­toph: Für Clarisse
  • Buß­mann, Nina: Drei Wochen im August
  • Schil­ling, Heinz: 1517
  • Hill­ger, Andre­as: glä­ser­ne zeit
  • Flor, Olga: Ein kur­zes Buch zum fröh­li­chen Untergang
  • Lüscher, Jonas: Ver­zau­ber­te Vorbestimmung
  • Musil, Robert: Mann ohne Eigenschaften
  • Sel­ge, Albrecht: Silence
  • Krau­se, Thi­lo: Dass uns fin­det, wer will
  • Kin­sky, Esther: Sommerfrische
  • Kin­sky, Esther: Morârs – Amôrs Maulbeerzeilen
  • Kaley­ta, Timon Karl: Die Geschich­te eines ein­fa­chen Mannes
  • Wei­den­hol­zer, Anna: Fin­de einem Schwan ein Boot
  • Caill­oux, Bernd: Auf Abruf
  • Höl­ler, Kris­tin: Leu­te von früher
  • Steub, Lud­wig: Alpenreisen
  • Zel­ter, Joa­chim: Staffellauf
  • Ver­to­vec, Ste­ven: Superdiversität
  • Ber­wing, Ines: zer­tanz­te schuhe
  • Steenfatt, Jan­na: Mit den Jahren
  • Mar­tin, Anne: sollbruchstellen
  • Setz, Cle­mens J.: Das All im eig­nen Fell
  • Frie­se, Julia: Delu­lu: Der Roman
  • Feich­ter, Isa­bel: Boden­schät­ze: über Ver­wer­tung und Vergesellschaftung
  • Oes­ter­le, Gün­ter (Hg.): Orte des Erzählens
  • Klemm, Ger­traud: Abschied vom Phallozän
  • Bay­erstor­fer, Dani­el: Neu­lich starb Antigone
  • Hava, Mina: Für Seka
  • Kin­sky, Esther: Am kal­ten Hang
  • Seidl­ho­fer, Wal­traud: stil­le flaneure
  • Bartsch, Wil­helm: Hohe See und nie­mands Land
  • Metz, Mar­kus; Seeß­len, Georg: Blödmaschinen
  • Roth, Ger­hard: Grund­riss eines Rätsels
  • Jahnn, Hans Hen­ny: Die Fra­ge nach dem Anlass
  • Dur­del, Patrick et al. (Hg.): Lite­ra­tur­theo­rie nach 2001
  • Offen­bach, Judith (d.i. Pusch, Lui­se): Sonja
  • Cot­ten, Ann: Verbannt!
  • Küchen­meis­ter, Nad­ja: Unter dem Wacholder
  • Köh­ler, Bar­ba­ra: Schriftstellen
  • Blick­le, Peter: Das Alte Europa
  • Goldt, Max: Aber?
  • Klemm, Ger­traud: Einzeller
  • Elspaß, Sir­ka: hun­gern beten heu­len schwimmen
  • Kege­le, Nadi­ne: Bei Schlecht­wet­ter blei­ben Eidech­sen zu Hause
  • Wag­ner, Kat­ja; Hau­er, Maxi­mi­li­an; Nehauss, Maria: Kli­ma und Kapitalismus
  • Bong, Jörg (Hrsg.): For­de­run­gen des Volkes
  • Roschal, Sla­ta: Ich brau­che einen Waf­fen­schein, ein neu­es bit­te­res Par­füm, ein Haus in dem mich kei­ner kennt
  • Bleut­ge, Nico: schlafbaum-variationen
  • War­zecha, Saskia: Farbleib
  • James, Lisa: Wenn wa weg sind, sind wa weg
  • Bro­cke, Son­ja vom: Mush
  • Thill, Hans: Neue Dörfer
  • Bulucz, Alex­an­dru: Stundenholz
  • Sachs, Nel­ly: Gedichte
  • Kla­ges, Lud­wig: Mensch und Erde – ein Denkanstoß
  • Rim­be­reid, Øyvind: Orgelsee
  • Berg, Sibyl­le: La Bel­la Vita
  • Wun­ni­cke, Chris­ti­ne: Selig & Boggs
  • Rich­artz, Wal­ter E.: Büroroman
  • Enge­mann, Chris­toph: Die Zukunft des Lesens
  • Peter­Licht: Wir wer­den alle ganz schön viel aus­ge­hal­ten haben müssen
  • Bach, Kath­rin: Lebensversicherung
  • Bie­der­mann, Nelio: Lázár
  • Nis­kate, Niklas L.: Ent­wick­lung der Knoten
  • Münt­zer, Tho­mas: Die Gewal­ti­gen vom Stuhl stoßen
  • Frisch, Max: Stiller

Ziem­lich kreuz und quer, so sieht das in die­sem Jahr aus: Lyrik, Roma­ne und Sach­bü­cher, dicke und dün­ne, neue und alte (davon nur zwei Relek­tü­ren), gute und weni­ger gute, begeis­tern­de und ent­täu­schen­de Bücher – es war alles dabei …

(Und über kei­nes der gele­se­nen Bücher habe ich gebloggt – das muss sich wie­der ändern!)

Weihnachtslied, chemisch gereinigt

Mor­gen, Kin­der, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mut­ter schenk­te Euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Ein­mal kommt auch eure Zeit.
Mor­gen ist’s noch nicht soweit.

Doch ihr dürft nicht trau­rig werden.
Rei­che haben Armut gern.
Gän­se­bra­ten macht Beschwerden.
Pup­pen sind nicht mehr modern.
Mor­gen kommt der Weihnachtsmann.
Aller­dings nur nebenan.

Lauft ein biß­chen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weih­nachts­fest genug.
Chris­ten­tum, vom Turm geblasen,
macht die kleins­ten Kin­der klug.
Kopf gut schüt­teln vor Gebrauch!
Ohne Christ­baum geht es auch.

Tan­nen­grün mit Osrambirnen –
Lernt drauf pfei­fen! Wer­det stolz!
Reißt die Bret­ter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stil­le Nacht und heil’ge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Son­dern lacht!

Mor­gen, Kin­der, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Mor­gen, Kin­der, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Got­tes Güte reicht so weit …
Ach, du lie­be Weihnachtszeit!
Erich Käst­ner (1928)

nachsommer

die letz­ten war­men tage im sep­tem­ber. noch ist die son­ne nicht
über die höhen und eine dun­kel­heit streicht um die fens­ter, als ob
sie sie zu sich nach drau­ßen rie­fe: weni­ge lau­te, kei­ne vögel.

die blau­en fer­nen der schwä­bi­schen alb. es rauscht der traum
ver­wir­rend aus der tie­fe. im ers­ten mor­gen­licht die könig­stra­ße lang
und hoch zum markt, zum schwar­zen tor, vor­bei am kapu­zi­ner und

der gäns­brun­nen­gas­se, und erst am hoch­turm ruht sie auf der bank
wo sich schon ein­ge­färb­te blät­ter um die schu­he ran­ken. und
stil­le, wecke nicht, es war, als schlie­fe in der hoch­turm­gas­se noch

der geist der stadt. im kon­fek­ti­ons­haus bal­le steht die stun­de still.
geht dort ein mäd­chen durch die wald­tor­stra­ße, vor­bei am schild
von vik­tor hezin­ger fla­sch­ner, vor­bei am pflug­bräu, alte post, und

nur der grü­ne heiß­luft­bal­lon grüßt, als schwe­be er nie­mals davon.
sie schlägt den weg zjm müns­ter ein. kurz vor lau­des, kei­ne stim­men
hat sie die orgel ganz für sich allein und kann kein kreuz im mor­gen

schla­gen, aber das lech­ten­de rot der gewän­der strahlt von den
hohen kir­chen­fens­tern und schiebt sie in die lorenz­gas­se vor
zur kapel­le an die neckar­schlei­fe und weckt den lei­sen strom

von zau­ber­klän­gen, als ob die blei­chen und die müh­len sän­gen
rings von der alten schö­nen zeit. vom via­dukt ein kur­zer blick.
die letz­ten war­men tage im sep­tem­ber. es rauscht der traum

ver­wir­rend aus der tie­fe und von den vögeln tönt jetzt ein gesang
im ers­ten mor­gen­licht die könig­stra­ße lang: es ist, als ob die son­ne
sie aus ihrem innern rie­fe. sie kehrt ins zim­mer unterm dach zurück. 

Nad­ja Küchen­meis­ter (in: Unter dem Wachol­der. Frank­furt am Main: Schöff­ling 2020, S. 91.)

Trauer auf dem Wäschedraht im Januar

Ein Stück Draht, krumm
aus­ge­spannt, zwi­schen zwei
kah­len Bäu­men, die

bald wie­der Blätter
trei­ben, früh am Morgen
hängt dar­an eine

frisch gewa­sche­ne
schwar­ze Strumpfhose
aus den verwickelten

lan­gen Bei­nen tropft
das Was­ser in dem hellen
frü­hen Licht auf die Steine.

Rolf Die­ter Brinkmann

Tor August

schwer­fäl­li­ger mahlt
der gros­se motor som­mer
gedan­ken kau­en­der tor
zum abend geneigt
steht mit­tag im feld
prackt­voll sinkt rot
unterm wol­ken­bro­kat
schon am herbst­saum
trei­ben die wie­sen
das tor in den tag
ange­lehnt
du ich zwi­schen
tür und angel

Ste­fan Döring (aus: Mona­te Jah­re (in: WENN WELT. Ber­lin, Schupf­art 2024 (rough­books 064), S. 83.))

#20books Book Challenge

Ich bin wie­der mal hoff­nungs­los late to the par­ty, dafür gibt es gleich alles auf einen Streich und hier, nicht auf Mast­o­don, wo die Chall­enge her­kommt: „20 Bücher, die dich geprägt haben. Ein Buch pro Tag, 20 Tage lang.“. 

Die Aus­wahl war gar nicht so ein­fach: Man­che Bücher waren sehr schnell klar, bei ande­ren war es schwie­ri­ger, sich auf ein kon­kre­tes Buch fest­zu­le­gen – oft ist es dann doch eher ein Autor/​eine Autorin oder eine Grup­pe von Tex­ten, die mich beson­ders beein­fluss­ten. Nichts­des­to­trotz, das ist die Lis­te, die nach eini­gem Über­le­gen raus­kam (ohne beson­de­re Reihenfolge):

  1. Judith Kerr, Als Hit­ler das rosa Kanin­chen stahl
  2. Gud­run Pau­se­wang, Die Wolke
  3. Micha­el Ende, Momo
  4. Tho­mas Mann, Der Zauberberg
  5. Peter Weiss, Ästhe­tik des Widerstands
  6. Peter Kurz­eck, Der Nuß­baum gegen­über vom Laden, in dem du dein Brot kaufst. Die Idyl­le wird bald ein Ende haben!
  7. Fried­rich Höl­der­lin, Hype­ri­on oder der Ere­mit in Griechenland
  8. Max Horkheimer/​Theodor W. Adorn, Dia­lek­tik der Auf­klä­rung. Phi­lo­so­phi­sche Fragmente
  9. Tho­mas Bern­hard, Aus­lö­schung. Ein Zerfall
  10. Georg Büch­ner, Lenz
  11. Georg Büch­ner, Der Hes­si­sche Landbote
  12. Georg Fried­rich Wil­helm Hegel, Ästhetik
  13. Rai­nald Goetz, Irre
  14. Tho­mas Mann, Dok­tor Faustus
  15. Judith Buth­ler, Das Unbe­ha­gen der Geschlechter
  16. Fried­rich Schil­ler, Über die ästhe­ti­scher Erzie­hung des Menschen
  17. Michel de Mon­tai­gne, Essais
  18. Car­lo Ginz­burg, Der Käse und die Würmer
  19. Tho­mas Meine­cke, Tomboy
  20. Tho­mas Kling, Erpro­bung herz­stär­ken­der Mit­tel, Geschmacks­ver­stär­ker, Brenn­stabm, Nacht.Sicht.Gerät. Aus­ge­wähl­te Gedich­te 1981 – 1993

Juniverse

him­mel­wärts gezo­gen
die stri­che der grä­ser
mit lüf­ten ver­floch­ten
unter feder­wol­ke gesang
flug auf unli­nier­tem blatt
samen gefie­dert steigt
hin­ge­sun­ke­ne feder
getaucht in holun­der­schat­ten
schreibt

Ste­fan Döring (aus: Mona­te Jah­re (in: WENN WELT. Ber­lin, Schupf­art 2024 (rough­books 064), S. 81.))

Das Nicht-Erin­ner­te ist Tag-gerecht,
Irdi­sche Into­na­ti­on und hand­vol­le
Blü­te, nicht Nach­ah­mung.
Bild mehr!

Petra Gangl­bau­er (aus: Was­ser im Gespräch, 2016, S. 39, Kar­ger Lämmermond)

Frühlingsbeginn

Die Wein­berg­schne­cke ist fort
gekro­chen, den zar­ten Deckel aus
Kalk oder Elfen­bein ließ
sie auf der Mau­er zurück.

Micha­el Busel­mei­er (aus: In den San­den bei Mau­er. Letz­te Gedich­te, 2023, S. 14)

Schweigen

Was sie sagen,
die Vor­fah­ren,
geht uns viel­leicht gar nichts an.
Wir sehen, was sie tun, was sie taten,
aber ob es sie waren?

Ich könn­te in die Biblio­thek gehen
und lesen, was eigent­lich gemeint war,
und schrei­en.
Ich könn­te die Blöd­heit im Schnitt der Stei­ne,
ver­mer­gelt mit Weis­heit, erken­nen
und schrei­en,
ein­ge­mau­ert in die­se Geschichte.

Es muss Geschwis­ter geben (alle so Schwesta, Bru­da, Cou­sin)
unter­schied­lich reagie­rend auf den glei­chen Schas,
gleich (gemein­sam) im Unterschiedlichen,

und ich bin blö­de zu mei­nem Glück
wie ein Göt­ter­baum ein, zwei Meter wach­send im Jahr,
das kann ich,
mit dem gan­zen Kör­per in die Bewe­gung lehnen.

Die Anlei­tun­gen: Was sagen sie, was – wohin fal­len sie,
dahin fal­len wir auch und dann sagen wirs nicht.
Schau mich an,
wir sind die Rui­nen
für alle Idyl­len,
wir sind die Minen
für Iro­nie

Ann Cot­ten (aus: Die Anlei­tung der Vor­fah­ren. Ber­lin: Suhr­kamp 2023, s. 138)

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