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Kategorie: laufen Seite 8 von 9

laufen im ausland

die zvo­len-fahrt der hans-von-der-au-grup­pe brach­te es mit sich, dass ich zur erhal­tung mei­ner serie täg­li­chen lau­fens (so kurz vor der 200-tage-schwel­le war an ein auf­ge­ben über­haupt nicht zu den­ken), letz­te woche eini­ge opfer und ver­ren­kun­gen in kauf neh­men muss­te. es lief ja noch recht gut an: nach der nacht­fahrt bis wien bin ich dann nach dem abend­essen im jugend­gäs­te­haus an der donau ent­lang locker und ent­spannt gerannt (ca. 5 km in 26 minu­ten). am nächs­ten mor­gen aller­dings gleich wie­der auf die pis­te zu gehen, war dann schon etwas här­ter und for­der­te um 7 uhr zunächst etwas über­win­dung. dann habe ich das aber auch geschafft und ein wenig tem­po zuge­legt, so dass – dies­mal auf der donau­in­sel – 7,2 km in 34 minu­ten dabei her­aus­ka­men. die wirk­li­che her­aus­for­de­rung war aller­dings der auf­en­halt in zvo­len selbst. denn hier war es zunächst etwas schwie­ri­ger, eine ver­nünf­ti­ge stre­cke zu fin­den. klar, lau­fen geht über­all und gott­lob ver­fü­ge ich ja über einen eini­ger­ma­ßen guten ori­en­tie­rungs­sinn, der mich immer wie­der zurück fin­den lässt. aber am ers­ten mor­gen in zvo­len bin ich dann – es war immer­hin erst 6 uhr – nach nicht ein­mal fünf stun­den schlaf von dem inter­nat, in dem wir unter­ge­bracht waren, nur eine klei­ne 2,6 km-run­de durch die stadt gerannt (in 12 minu­ten). am nächs­ten mor­gen – schon wie­der ging es um 6 uhr los, das früh­stück war aller­dings spä­ter, so dass ich mehr zeit hat­te -, bin ich dann in eine ande­re rich­tung gelau­fen. und das war dann auch bes­ser. zwar war der beginn – am schloss vor­bei über eisen­bahn und schnell­stra­ße – eher trist, doch kurz dar­auf fand ich den beginn eines wan­der­we­ges. der ging dann aller­dings unver­mu­tet ziem­lich steil einen der um zvo­len äußerst zahl­rei­chen hügel hin­auf, so dass ich doch recht bald wie­der kehrt mach­te. ins­ge­samt waren dass jetzt immer­hin mal 7,2 km in 38 minu­ten. schon nicht ganz ver­kehrt. aber der hügel ließ mir natür­lich kei­ne ruhe. also am nächs­ten mor­gen wie­der zum wan­der­weg – dies­mal bewustt locker und lang­sam ange­gan­gen. und beim anstieg muss­te ich dann etwas über­rascht fest­stel­len, dass ich am tag zuvor genau an der rich­ti­gen stel­le umge­kehrt war: erst danach kam näm­lich das steils­te stück. aber ich konn­te durch­hal­ten und kam so die gut 300 höhen­me­ter lau­fend hin­auf. da es gera­de so gut ging, bin ich dann ein­fach wei­ter und wei­ter gerannt – vor­bei an einer kürz­lich gero­de­ten lich­tung und einen immer schma­ler und ver­wach­se­neren pfad ent­lang. bei 4,7 km bin ich dann umge­kehrt und den weg gera­de wie­der zurück gelau­fen: berg­ab war der hügel fast noch schlim­mer als berg­auf, das war gar nicht ein­fach, mit mei­nen new-balan­ce-schu­hen auf dem feuch­ten asphalt… der nächs­te und letz­te mor­gen vor der frü­hen abfahrt aus zvo­len war dann noch ein­mal eine beson­de­re her­aus­for­de­rung: um 5:30 uhr auf­ste­hen und gleich los­lau­fen. es waren dann auch nur 2,5 km durch die innen­stadt (sofern man bei zvo­len davon spre­chen kann) in knapp 11 minu­ten. aber immer­hin: die serie ist auch unter die­sen umstän­den nicht gerissen.

die ers­ten tage nach mei­nem ers­ten mara­thon waren ja eher von „erhol­sa­men” läu­fen (und zwei tage mus­kel­ka­ter) geprägt. aber seit ges­tern ist das tem­po zurück – und nicht nur zurück, son­dern noch ver­bes­sert. in erbach war es ges­tern ein fahrt­spiel mit sehr hohem grund­tem­po, das ich erstaun­lich lan­ge durch­hielt. und heu­te hier in mainz war ich so schnell wie noch nie auf der win­ter­ha­fen­run­de. gebraucht habe ich gera­de ein­mal 25:59 für die 6,5 km – das ist ein 3:59er-schnitt. irgend­wie war ich von anfang an mit einer für mich außer­ge­wöhn­lich hohen schritt­fre­quenz unter­wegs. zunächst glaub­te ich ja nicht, das lan­ge durch­hal­ten zu kön­nen. aber irgend­wie ging es. zum glück waren auf dem rück­weg auch bei­de ampeln rot, sonst hät­te die kraft wohl nicht ganz gereicht. und das atmen war bei der hohen fre­quenz auch ziem­lich anstren­gend, ich habe recht bald ganz ordent­lich gekeucht. aber naja, ein wenig quä­le­rei muss ja auch sein …

das erste mal 42,195 km

Das ers­te Mal ist ja immer etwas Beson­de­res. Ner­vös war ich also schon, als es heu­te mor­gen um 9.30 Uhr zu mei­nem ers­ten Mara­thon losging.

Die Vor­ge­schich­te:
Ange­mel­det hat­te ich mich zum Halb­ma­ra­thon. Mei­ne Ziel­zeit damals, im Sep­tem­ber 2006: 1:45:00 (war da schon eher vor­sich­tig). Also fand ich mich im zwei­ten Start­block wie­der. Seit ich am 1. Dezem­ber mit dem täg­li­chen Lau­fen begon­nen habe, hat sich die form wun­der­bar ent­wi­ckelt. Und bald kam die Idee auf: Wenn ich schon das vie­le Geld bezah­le, könn­te ich doch auch einen rich­ti­gen Mara­thon pro­bie­ren. Bis Mit­te Febru­ar habe ich mir Bedenk­zeit ein­ge­räumt und dann ent­schie­den, die Vor­be­rei­tung anzu­ge­hen, d.h. das Wochen­pen­sum auf geplan­te 70 bis 80 km zu erhö­hen und vor allem die enst­pre­chen­den lan­gen Läu­fe ein­zu­füh­ren. Das hat so mehr schlecht als recht geklappt, irgend­was kam ziem­lich oft dazwi­schen (der Ski­ur­laub, eine Woche mit leich­tem Tibia-Kan­ten-Syn­drom und ent­spre­chend ein­ge­schränk­ter Lauff­fä­hig­keit, Ter­mi­ne …). Ich habe ja auch immer vor­sich­tig betont, dass ich nur dann den Mara­thon lau­fe, wenn es mir gut geht und die Umstän­de enst­pre­chend sind ;-). In den letz­ten zwei, drei Wochen schien sich mei­ne Form dann eher zu ver­schlech­tern. Offen­bar zeig­ten sich auch die ers­ten Anzei­chen einer All­er­gie (jeden­falls habe ich die letz­ten 10 Tage wesent­lich mehr als sonst geniest und geschnupft). Aber es soll­te dann halt doch sein – so viel zeit der Vor­be­rei­tung, die anstren­gen­de lan­gen Läu­fe, das soll­te sich ja auch lohnen …

So stand ich also heu­te mor­gen um 9:15 Uhr im Start­feld und ärger­te mich kurz dar­auf, nicht noch ein­mal die Toi­let­ten auf­ge­sucht zu haben – aber jetzt waren mir die Schlan­gen vor den Dixies doch zu lang gewor­den. Die 8589 Teil­neh­mer (bei 10000 Anmel­dun­gen) hat­ten wohl ähn­li­che Bedürf­nis­se (Für die Freun­de der Sta­tis­tik: Mara­thon: 1653 Män­ner + 279 Frau­en (=1931 (inkl. der Deut­schen Mara­thon­meis­ter­schaft), d.h. noch weni­ger als 2006, wenn ich die Sta­tis­tik recht im Kopf habe, ich fin­de sie gera­de nicht – das hät­te ich nicht erwar­tet, die­sen gro­ßen Unter­schied zwi­schen den Geschlech­tern); Halb­ma­ra­thon: 3931 + 1868 (=5799); 2/​3‑Marathon: 654 + 205 (=859); Hand­bi­ker (vor den Läu­fern): 59 + 6; und außer­dem noch Schü­ler-Staf­feln – die sind teil­wei­se recht unver­schämt kreuz und quer durch die ande­ren Läu­fer hin­durch­ge­flitzt – sie waren halt viel schnel­ler auf ihren kur­zen Teil­stü­cken).) Die Stre­cke: Zwei Run­den, die sich teil­wei­se unter­schie­den, fast aus­schließ­lich auf Asphalt (2,x % Pflas­ter in der Alt­stadt). Das Wet­ter: Blau­er Him­mel, also Son­ne pur, am Ende ca. 25 °C, ganz leich­ter Wind.

Die Stim­mung an der Stre­cke war schon beein­dru­ckend: Für mich als Neu­ling bei so gro­ßen Ver­an­stal­tun­gen gera­de­zu übewäl­ti­gend. Vor allem in der ers­ten Run­de war sie fast zu gut: So viel Anfeue­rung, schmis­si­ge Musik von den unzäh­li­gen Spiel­manns­zü­gen, viel Publi­kum – da muss­te ich mich wirk­lich stän­dig brem­sen. Ab der zwei­ten Run­de, schon ab Kost­heim, wur­de das doch erheb­lich weni­ger – mit deut­li­chen Hot­spots in Mom­bach und natür­lich in der Alt­stadt aber immer noch toll.

Der Start also: Das ist schon ein Wahn­sinn, die­se mas­sen an Läu­fern. Und alle wäl­zen sich die sel­be Stre­cke ent­lang, ein ziem­lich beein­dru­cken­der Lind­wurd. So ab km 15 enst­spann­te es sich aber schon deut­lich, nach dem Halb­ma­ra­thon war es sogar außer­or­dent­lich leer.

Der Lauf:
Von Anfang an lief es gleich super, trotz des Gedrän­ges war ich gut im Tem­po unter­wegs – genau­er gesagt: Ich war zu schnell, und ich war von Kilo­me­ter zu Kilo­me­ter mit stän­dig wech­seln­den Tem­pi unter­wegs. Auch die zwei­te Run­de lief zunächst super, mit aus­ge­spro­chen schnel­lem Anfang. Bis km 32 war das auch über­haupt kein Pro­blem, ab dort wur­de die Belas­tung aber all­mäh­lich spür­bar. Und bei ca. km 36 kamen dann recht über­ra­schend die ers­ten Magen­krämp­fe, die mich zusam­men mit den Ein­druck eines etwas ange­spann­ten Kreis­laufs in den Kilo­me­ter 38–41 zu meh­re­ren kur­zen Geh­pau­sen nötigten. 
Aber es ging noch, und die Zeit auf mei­ner Uhr ver­hieß immer noch die Mög­lich­keit, unter vier Stun­den zu blei­ben. Also raff­te ich für die letz­ten zwei Kilo­me­ter alle Kräf­te zusam­men und kam tat­säch­lich lau­fend durch das Ziel – mit einer Traum­zeit von 3:56:58.

Danach:
So fer­tig war ich aller­dings noch nie, der Heim­weg war eine ech­te Qual. Nicht nur, dass die Waden­mus­keln böse zogen (den Ober­schen­keln ging es erstaun­lich gut: Die fla­che Stre­cke war da doch sehr ent­las­tend): Das war ein­fach tota­le Erschöp­fung der Mus­keln und des Kreis­laufs. Also stell­te sich doch die Fra­ge: Wie tan­ke ich jetzt am bes­ten Ener­gie? Cola wäre viel­leicht nicht schlecht gewe­sen – hat­te ich aber ver­ges­sen und bei der Ziel­ver­pfle­gung nicht gefun­den. Dort gabe es zwar Was­ser, Bana­nen und Äpfel – aber schon beim Gedan­ken an fes­te Nah­rung wur­de mir schlecht. Ich habe es dann mit Red Bull pro­biert, aber das war ein­fach zu eklig. Also habe ich mich schnell nach Hau­se geret­tet, erst ein­mal ein Vier­tel­stünd­chen hin­ge­legt und dann mit Bio­na­de nachgetankt. 
Getrun­ken habe ich wohl wäh­rend dem Lauf eh‘ zuviel. Dafür haben die Gels kraft­mä­ßig sehr gut funk­tio­niert. Nur die Kom­bi­na­ti­on von 2 Ham­mer­gels (bei km 16 und 24) und Power­bar-Gel bei km 30 und – geplant 36) ver­trug ich offen­bar nicht, wes­halb ich das letz­te dann aus­ge­las­sen und ent­spre­chen­den Ener­gie- und Kon­di­ti­ons­ver­lust ab km 38 sehr zu spü­ren bekom­men habe. 
Und obwohl es im letz­ten Teil nicht gera­de per­fekt lief – aber das wäre beim ers­ten Mal ja auch arg viel erwar­tet – kam trotz­dem eine Super­zeit her­aus: Brut­to knapp unter 4 Stun­den, net­to also genau 3:56:58, wie mir die offi­zi­el­le Ergeb­nis­lis­te ver­riet (Mei­ne Uhr habe ich wie­der ver­ges­sen anzu­hal­ten, vor lau­ter Erleich­te­rung und Freu­de über das Ende der Stra­pa­zen). Das ist immer­hin Platz 63 der alters­klas­se (MH) – und Platz 925 ins­ge­samt – womit ich immer­hin eini­ge Teil­neh­mer der Deut­schen Meis­ter­schaft hin­ter mir gelas­sen habe. Und mir gelang tat­säch­lich, trotz der aus­ge­spro­chen chao­ti­schen Splits, ein nega­ti­ver Gesamt­split – aber knapp: Der Halb­ma­ra­thon 1 dau­ert 01:58:40,der zwei­te nur 1:58:19.

Und noch die ein­zel­nen Splits:
1/​2: 11:45 (mit kur­zer Pau­se im Gebüsch – ich war zu früh in die Start­auf­stel­lung gegan­gen und die Dixies waren eh alle sehr bela­gert beim Start)
3: 5:50
4; 5:41 (bei 5:45 woll­te ich anfangen)
5: 5:34
6: 5:36
7: 5:24 (so schnell soll­te eigent­lich über­haupt kein kilo­me­ter werden …)
8: 5:46
9/​10 :11:28
11: 5:34
12: 5:34
13: 5:22 (und noch schneller …)
14: 5:41
15: 5:23 (ab km 15 woll­te ich auf 5:35 steigern)
16: 5:46
17: 5:45
18: 5:32
19: 5:27
20: 5:11 (ich glau­be, spä­ter kommt ein noch schnel­le­rer – hier macht sich das Ham­mer­gel sehr bemerkbar)
21: 5:44 (da hab‘ ich dann zu stark abgebremst)
21,1 1:58:40
22: 5:10 (die Brü­cke hoch hat so Spaß gemacht – etwas Abwechs­lung in der fla­chen Ein­öde von Mainz)
23: 5:16
24: 5:21
25: 5:02 (der schnells­te Kilo­me­ter – da lief‘s wirk­lich wun­der­bar, in Kostheim)
26: 5:22
27: 5:29
28: 5:18 (ab 28 soll­te sich das Tem­po auf 5:28 erhö­hen (bis zum Schluss eigentlich!))
29/​30: 10:41
31: 5:42
32: 6:22 (das hab‘ ich nicht kapiert, kam mir über­haupt nicht lang­sam vor)
33: 4:41 (offen­sicht­lich war da doch das 32er Schild zu weit hin­ten (ich glau­be, das war wegen der Ver­pfle­gungs­stel­le von Coca Cola))
34: 5:15
35: 5:31
36: 5:36
37: 5:32
38: 6:07 (die ers­te kur­ze Gehpause)
39: 6:29 (und noch mehr davon …)
40: 6:05
41: 6:43 (da haben auch die Zuschau­er nicht gehol­fen – inzwi­schen war mir die Bla­ma­ge des Gehens eh egal, es ging gera­de ein­fach nicht)
42: 5:55 (die letzt Kräf­te mobi­li­sie­ren für die lan­ge Zielgerade)

gesamt: 3:56:58

Von der Orga­ni­sa­ti­on des Mara­thons war ich fast ein wenig ent­täuscht. Bei einer Ver­an­stal­tung die­ser Grö­ßen­ord­nung hät­te ich mehr erwar­tet. Z.B. ordent­li­che km-Schil­der, die man auch sieht, wenn man von Läu­fern umge­ben ist. Oder eine ordent­li­che Start­auf­stel­lung, die war doch reich­lich chao­tisch. Und vor allem bes­ser Ver­pfle­gung im Ziel, Auch ein geschei­ter Stre­cken­plan mit mehr als unge­fäh­rer Kenn­zeich­nung der Ver­pfle­gungs­stel­len wäre hilf­reich gewe­sen. Und Fru­bi­a­se Sport Plus hal­te ich nicht gera­de für beson­ders geeig­net wäh­rend des Wett­kampfs (ich habe auch eher den Ein­druck, das ist pri­mär als Nah­rungs­er­gän­zung ent­wi­ckelt) – es schmeckt ein­fach nicht und als Ener­gie­lie­fe­rant ist es eh‘ zu schwach. So wie ich das gese­hen habe, wur­de es auch nur sehr wenig getrun­ken – ich habe mal ein paar Schlu­cke pro­biert, weil ich das Was­ser leid war, aber gemocht habe ich es in dem Moment über­haupt nicht.

Immer­hin hat sich mei­ne eige­ne Aus­rüs­tung sehr bewährt. Die Schu­he (mei­ne gelieb­ten New Balan­ce 766) funk­tio­nie­ren auch so lan­ge – nur ihren Haupt­nach­teil habe ich kurz gemerkt: die Rut­schig­keit der Soh­len auf nas­sem Asphalt, wie er bei den Ver­pfle­gungs­stel­len immer vor­zu­fin­den war – und bei einer woll­te ich noch schnell jemand aus­wei­chen und hab gera­de noch den Sturz ver­hin­dert – das war aber noch recht am Anfang. Die Hose und Unter­ho­se von Skin­fit war wun­der­bar, die Näs­se (trie­fend nass teil­wei­se, etwa bei dem wun­der­bar kräf­ti­gen Bereg­ner bei Schott in der zwei­ten Run­de) war gar nicht zu mer­ken, gerie­ben hat auch nix. das Ach­sel­shirt von Run­ners Point hat sich nass immer schön an die Haut gepappt (da konn­te es wenigs­tens nicht rei­ben) – das hat­te ich ganz ver­ges­sen. Nur in den Ach­seln hat es dum­mer­wei­se etwas gescheu­ert, aber das war nicht so schlimm. Und das Lau­fen mit Start­num­mern­band war auch sehr ange­nehm, die Num­mer hat­te ich meist hin­ten, da hab‘ ich sie gar nicht gemerkt. Und mein Gel­tä­schen konn­te ich dar­an auch noch befes­ti­gen – wunderbar.

Mei­ne Leh­ren aus dem ers­ten Mara­thon: (für das nächs­te Mal – falls es das gibt – dem­nächst jeden­falls nicht, jetzt wird erst­mal eine neue Best­zeit für den Halb­ma­ra­thon in Angriff genommen):

  • man kann durch­aus zuviel trinken;
  • mehr rich­tig lan­ge Läu­fe machen in der Vor­be­rei­tung (d.h. über 32 km)
  • ler­nen, ein bestimm­tes Tem­po halb­wegs sta­bil zu lau­fen – auch über meh­re­re Kilometer;
  • in die­ser Preis­klas­se ist Mara­thon eine gro­ße Gedulds­auf­ga­be: Man muss unge­heu­er lan­ge unge­heu­er über­legt und zurück­hal­tend lau­fen, um die letz­ten 6 Kilo­me­ter noch zu überstehen …;
  • das mit den Gels muss ich noch­mal tes­ten – viel­leicht ist es doch sinn­vol­ler, bei Ham­mer­gel zu blei­ben – auch wenn es kurz­fris­tig nicht ganz so stark puscht wie die Power­bar-Gels mit Kof­fe­in (dafür aber ver­träg­li­cher ist und auch län­ger anhält). Die Kom­bi­na­ti­on aus bei­den hat sich offen­bar nicht bewährt.

und noch ein paar bil­der (von spor­ton­line-foto):

heute war so ein herrliches laufwetter …

… da muss­te ich ein­fach lau­fen. und da es drau­ßen so herr­lich war (ca. 15 °C, kei­ne wol­ke am him­mel, leich­ter bis mitt­le­rer wind), bin ich etwas län­ger gelau­fen als ich eigent­lich geplant hat­te. es wur­den dann fast 27 km (laut gmap-pedo­me­ter, wo man sich die stre­cke auch anschau­en kann (mein gps hat­te ich näm­lich nicht dabei)). denn kurz ent­schlos­sen bin ich ein­fach immer wei­ter am rhein ent­lang gerannt, bis ich in nacken­heim ange­langt war (dort, wo wir ges­tern mit­tags­pau­se mach­ten). da reich­te es mir dann doch und ich bin gera­de­wegs umge­kehrt und den sel­ben weg zurück. der kam mir zunächst viel kür­zer vor. doch ab der wei­sen­au­er auto­bahn­brü­cke wur­de es dann ziem­lich plötz­lich aus­ge­spro­chen anstren­gend. die let­zen kilo­me­ter ab dem win­ter­ha­fen sogar rich­tig schwer. wahr­schein­lich lag das vor allem dar­an, dass ich wie­der ein­mal recht schnell unter­wegs war: 2:17:02 habe ich für die gesam­te stre­cke gebraucht – ein schnitt von ca. 5:10 und damit eigent­lich zu schnell. aber es hat, bis kurz vor schluss, ein­fach so viel spaß gemacht, dass ich mich kaum brem­sen konn­te. denn der weg ist eigent­lich sehr schön. nur lei­der lie­gen da immer noch sehr vie­le gefäll­te bäu­me. mehr­mals war der weg des­halb offi­zi­ell gesperrt, was aber offen­bar nie­mand küm­mert. denn um die absperr­git­ter und um die auf dem weg lie­gen­den bäu­me waren bereits rich­ti­ge klei­ne tram­pel­pfa­de. gegen ende merk­te ich dann auch die spon­ta­nei­tät ziem­lich: aus­ge­trock­net und aus­ge­hun­gert kam ich zuhau­se an und benö­tig­te eine wei­le, bis ich wie­der halb­wegs fit war.

der winter ist doch noch gekommen!

zumin­dest ganz kurz, aber immer­hin halb­wegs kna­ckig. in erbach hat­te es don­ners­tag und frei­tag ordent­lich geschneit. es war zwar viel zu warm, es tau­te und tropf­te an allen ecken und enden. aber für einen lauf im unbe­rühr­ten schnee hat es dann ges­tern doch noch gereicht. und das war wie­der ein­mal herr­lich. ich habe mir ein­fach die trail­füch­se ange­schnallt und bin den buch­wald­s­kopf hin­auf­ge­stürmt. da oben war dann zunächst noch ein jäger gewe­sen (natür­lich mit dem auto!), der hat aber nur den weg zu sei­nem hoch­sitz gebahnt. danach war unbe­rühr­ter, fri­scher schnee – immer­hin gut 10 zen­ti­me­ter. ok, an eini­gen stel­len, dort, wo die son­ne etwas stär­ker ein­ge­strahlt hat­te, war vom schnee nur noch der bis zum kinn sprit­zen­de matsch übrig. aber es war trotz­dem wun­der­bar, so ganz allein – unter­wegs war natür­lich auch über­haupt nie­mand – im ver­schnei­ten wald umher­zu­ren­nen. das gab es in die­sem win­ter ein­fach viel zu selten …

nun ja, der gan­ze oden­wald ist es noch nicht … aber immer­hin, einen gro­ßen teil des oden­wald­krei­ses habe ich am sams­tag lau­fend (d.h. ren­nend) umrun­det. die neu aus­ge­dach­te run­de star­tet natür­lich in erbach, führt über den buch­wald­s­kopf und son­nen­weg zum bullau­er bild hin­auf. von dort geht es dann zur geb­hardtshüt­te, vor­bei an den frei­lau­fen­den zie­gen wie­der in den wald in rich­tung kräh­berg. der wird knapp unter­halb des gip­fels (und des schlos­ses) halb umrun­det, um dann hin­ab zum reu­ßen­kreuz zu ren­nen. von dort führt der wan­der­weg über den ein­gang des sen­s­bach­tals zurück ins müm­ling­tal, wo der abstieg, der ganz schön lang und ganz schön tief wird, in rich­tung beer­fel­den beginnt. vor­bei am ski­lift geht es dann über die bun­des­stra­ße durch den ort zum metz­keil, den man noch ein stück hin­un­ter­lau­fen muss. dann führt der weg wie­der aus beer­fel­den hin­aus – die­ses mal aber auf der ande­ren sei­te, näm­lich in rich­tung etze­an. bis dort­hin sind es aber noch ein­mal ein paar höhen­me­ter. durch etze­an schnell hin­durch, geht es wei­ter in rich­tung mar­bach, vor­bei am hetz­bach­er golf­platz und dann wie­der steil hin­ab. ab der vil­la son­nen­schein die letz­ten meter bis zur mar­bach auf der bun­des­stra­ße, die dann über­quert wird, um auf der ande­ren sei­te wie­der den – ver­dammt stei­len – hang in rich­tung hais­ter­bach hin­auf­zu­klet­tern. oder zu gehen … der hügel ist dann doch wie­der recht hoch, aber man ist ja jetzt schon auf dem heim­weg … über hais­ter­bach geht es, in einer klei­nen schlei­fe, nach gün­ter­fürst. dort noch schnell durch den ort, am sport­platz vor­bei und damit wie­der auf die nächs­te kup­pe. die wird aber schnell wie­der ver­las­sen, denn es geht hin­ab nach lau­er­bach – wie­der­um ver­flixt steil hin­ab. dann wird’s aber ein­fach: nur noch die b45 durch erbach und fix nach hau­se. auf der kar­te sieht das so aus (die kar­te ist mit sport­tracks aus mei­nen gps-daten und dem kar­ten­ma­te­ri­al von goog­le-maps erstellt worden):

erbach-beerfelden-erbach-17032007.jpg

beim ers­ten ver­such für die­se 34 km habe ich am sams­tag 3:21:00 gebraucht – und war ganz schön geschafft. bis beer­fel­den lief es ziem­lich gut, der abstieg vom reu­ßen­kreuz hin­un­ter hat aller­dings schon ziem­lich genervt. über­haupt sind die berg­ab­pas­sa­gen ganz schön kräf­te­zeh­rend. ab etze­an hat es dann auch noch mehr oder weni­ger stark gereg­net, das war natür­lich kein beson­de­rer genuss. von hais­ter­bach aus wur­de es dann wirk­lich anstren­gend – nach gün­ter­fürst hin­über noch ein­mal kräf­ti­ger gegen­wind. durch erbach dann schwer gekämpft, um nicht kurz vom ziel doch auf­zu­ge­ben … gestört hat vor allem der lin­ke fuß: schon ab kurz vor bull­au hat­te ich näm­lich leich­te krämp­fe in der fuß­un­ter­sei­te. die haben das lau­fen zwar nicht ver­hin­dert, aber immer wie­der unan­gehm gemacht. heu­te habe ich auch gemerkt, was beson­ders unge­wohnt war: die an- und abstie­ge. denn mei­ne ober­schen­kel sind noch nicht wie­der ganz erholt von der tor­tur, die waden sind aller­dings bereits wie­der schön locker gewe­sen beim heu­ti­gen klei­nen lauf.

5. mono-ski.org-treffen in galtür

es war das ers­te mal für mich, das fünf­te ins­ge­samt: das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono​-ski​.org in gal­tür. ich war übri­gens nicht der ein­zi­ge, der zum ers­ten mal dabei war. aber die meis­ten die­ser aus­ge­pro­chen net­ten trup­pe (d.h. streng genom­men sogar alle) fah­ren schon län­ger mono­ski als ich. so konn­te ich mir noch eini­ges an- und abschauen.

die anrei­se am 3.3.nach gal­tür war zwar lang­wie­rig (v.a. der bus ab dem bahn­hof lan­deck-zams braucht eine ziem­li­che wei­le – das paz­naun­tal ist halt ein­fach ewig lang), aber voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch. auch mein zim­mer habe ich schnell gefun­den – sehr schön, geräu­mig, nett ein­ge­rich­tet mit couch …

am nächs­ten tag ging es dann gleich um 9 uhr auf die pis­te – schließ­lich woll­te ich die ande­ren mono­is­ten tref­fen. und es war ein herr­li­cher ski­tag: wun­der­bar son­ni­ges wet­ter (was sich in mei­nem gesicht deut­lich bemerk­bar mach­te, da ich mor­gens ver­ges­sen hat­te, die son­nen­creme auf­zu­tra­gen), fri­scher schnee, schön locker und leicht, trotz sonn­tag aus­ge­spro­chen wenig betrieb auf den pis­ten – also alles, was das ski­fah­rer­herz begehrt. unter­wegs war ich vor allem an der breit­spitz­bahn, wo es eine sehr schö­ne schwar­ze abfahrt hat. dort traf ich auch die ande­ren gegen mit­tag, wor­auf wir unse­re kräf­te ver­ein­ten und die pis­ten unsi­cher machten.

auch am mon­tag, 5.3., war das wet­ter zunächst wie­der wun­der­bar. ab mit­tag zogen aller­dings zuneh­mend wol­ken auf, die die gip­fel des ski­ge­biets in nebel hüll­ten. es war ein weit­ge­hend gemüt­li­ches ski­fah­ren an die­sem tag: selbst mor­gens waren die pis­ten wun­der­bar, über­haupt nicht hart – kein wun­der bei den früh­lings­haf­ten tem­pe­ra­tu­ren. nach­mit­tags haben wir dann die schwar­ze pis­te an der birk­hahn­bahn für uns ent­deckt – sehr schö­ne, kräf­ti­ge steil­stü­cke mit fla­chem aus­lauf am ende.

am diens­tag, 6.3., ging es selbst­ver­ständ­lich auch gleich mor­gens auf die pis­te. wie­der hat­ten wir schö­nes wet­ter mit wech­seln­der bewöl­kung und wei­chem, nas­sen schnee, den wir für aus­ge­spro­chen ange­neh­me abfahr­ten (vor allem an der breit­spitz­bahn) nutz­ten. dort habe ich dann auch die ers­ten ver­su­che im unprä­pa­rier­ten gelän­de gemacht, die aber fast alle frü­her oder spä­ter schei­ter­ten (was aller­dings auch kaum anders zu erwar­ten war, bei mei­ner reich­hal­ti­gen erfah­rung auf die­sem gebiet ;-)). doch nach­dem ich gese­hen hat­te, das selbst für schlei­bi an den ers­ten bei­den tagen jede (aber auch wirk­lich jede) fahrt in den tief­schnee mit einem sturz ende­te (oder ihren höhe­punkt fand – je nach stand­punkt halt – für uns war das immer eine mords­gau­di, wes­halb er ja auch zu recht den drop­man-award erhielt), konn­te ich wohl kaum hin­ten­an­ste­hen. und irgend­wann muss ich es ja auch mal ler­nen. und dass geht halt nicht ohne übung und die ent­spre­chen­den miss­erfol­ge. zum abschluss gab es dann noch zwei sehr har­mo­ni­sche abfahr­ten auf der roten pis­te von der ball­un­spit­ze bis in die alm­hof-ten­ne. die run­de lös­te sich dann nur sehr kurz­zei­tig auf, um sich im klei­nen kreis zum gemein­sa­men ski-prä­pa­rie­ren im hotel wie­der zu tref­fen. und abends gab es dann noch das außer­or­dent­lich amü­san­te (zumin­dest für die zuschau­er) fassdaubenrennen.

am 7.3., mitt­woch, war das wet­ter dann nicht mehr so gut. zwar war es immer noch aus­ge­spro­chen mild, aber sehr neb­lig und vor­mit­tags schnei­te es auch noch ein wenig. des­halb fuh­ren wir meis­tens unten an der alp­ko­gel­bahn, mit kur­zen abste­chern bei klei­nen auf­hei­te­run­gen hoch zur ball­un­spit­ze. nach­mit­tags locker­te die nied­rig hän­gen­de bewöl­kung zeit­wei­se etwas auf und wir konn­ten die wun­der­ba­re pis­te an der breit­spit­ze noch eini­ge male fah­ren. und wir konn­ten dort schon ein­mal anfan­gen, das for­ma­ti­ons­fah­ren für die ski-show im rah­men des nacht­s­ki­fah­rens zu üben. das hat bei ingo und mir erstaun­lich (zumin­dest für mich erstaun­lich, ich hab so etwas ja noch nie gemacht) schnell ganz gut geklappt, nur schlei­bi und mal­colm hat­ten eini­ge pro­ble­me bei der syn­chro­ni­sa­ti­on, ihre fahr­wei­se war zu unter­schied­lich. mit mar­kus als ersatz für mal­colm klapp­te das dann aber auch. dum­mer­wei­se konn­ten wir das dann gar nicht vor­füh­ren, denn die ski­show wur­de – wohl wegen der um 19 uhr wie­der kas­ta­stro­pha­len sicht – abge­sagt. zum nachts­ki­lauf sind wir aber natür­lich trotz­dem – schließ­lich hat­te tilo die kar­ten orga­ni­siert. und es war auch ein gro­ßer spaß. bei der ers­ten abfahrt lag die gelb-oran­ge beleuch­te­te pis­te noch ganz im nebel. im ses­sel­lift sah man kaum bis zum vor­her­ge­hen­den ses­sel. aber inzwi­schen kann­ten wir die abfahrt ja schon und so fuh­ren wir unver­dros­sen los. aber der zwei­ten abfahrt riss die bewöl­kung aller­dings rasant auf, die sicht wur­de immer bes­ser. und die pis­ten waren herr­lich leer – frisch prä­pa­riert, noch wun­der­bar weich. und so sind wir immer schnel­ler und schnel­ler die pis­te hin­un­ter­ge­düst – bis wir nach zwei stun­den die not­brem­se zogen und in die ten­ne abbo­gen (das letz­te stück auch ohne licht kein pro­blem). nur alex und baro, die bei­de erst am abend ange­kom­men waren, nutz­ten noch die letz­te hal­be stun­de. auf jeden fall war’s eine mords-gau­di, so im dun­keln (naja, rich­tig dun­kel war es nicht ein­mal auf den unbe­leuch­te­ten pis­ten) ski zu fahren.

der don­ners­tag war dann ent­spre­chend anstren­gend, die zwei zusätz­li­chen stun­den rase­rei mach­ten sich in den ober­schen­keln bemerk­bar. außer­dem war das wet­ter noch ein­mal extrem neb­lig, meist auch noch mit leich­tem schnee­fall. des­we­gen waren wir fast aus­schließ­lich an der alp­ko­gel­bahn unter­wegs. dort hat­te es zwar aus­ge­spro­chen wei­chen schnee, aller­dings gar kei­ne sicht. und es wur­de eher schlim­mer als bes­ser. kurz habe ich in die­ser sup­pe auch noch den tigershark von schlei­bi getes­tet (sie­he unten). aber so im blind­flug strengt das ski­fah­ren doch deut­lich mehr an, wes­halb wir schon gegen halb drei schluss machten.

dafür hat uns dann der frei­tag, 9.3., aber wie­der voll­kom­men ent­schä­digt: strah­len­der son­nen­schein von mor­gens bis abends, nicht mehr so sehr warm (mor­gens um minus 5 grad). ent­spre­chend hart waren denn auch die pis­ten, beson­ders dort, wo die son­ne mor­gens (noch) nicht hin­kam, wir aber fah­ren woll­ten: an der breit­spitz­bahn. aus­ge­rech­net eine der bes­ten stel­len der schwar­zen pis­te, die schma­le rin­ne in der unte­ren hälf­te, war heu­te aus­ge­spro­chen schlecht prä­pa­riert: fast nur dicke, gefro­re­ne schnee­bro­cken. dafür habe ich mich nun, nach einer wei­te­ren woche der zuneh­men­den ver­traut­heit mit dem mono­ski, mehr aus den pis­ten ins unprä­pa­rier­te gelän­de gewagt. und das ging auch immer bes­ser – bis ich mei­nen tt ham­mer bei­na­he den tief­schnee-göt­tern geop­fert hät­te: irgend­wann blieb er mir näm­lich auf ein­mal im schnee ste­cken, kata­pul­tier­te mich mir­nix dir­nix aus der bin­dung und mach­te sich dann allein auf den weg. als ich mich gera­de aus dem schnee auf­rap­pel­te, sah ich in rich­tung pis­te und stau­see los­zie­hen und schrie nur noch „mein ski!“. zum glück hör­te baro, der wei­ter unten auf der sei­te des tief­schnee­fel­des stand das, und stopp­te mei­nen ski (wobei er es zum ers­ten mal schaff­te, sei­ne bin­dun­gen zu lösen …). das hat mir dann erst ein­mal gereicht, nach­mit­tags habe ich monobla­de und nor­dic­board getes­tet (und bin mit vor allem mit dem monobla­de noch sehr schön abseits der pis­te unter­wegs gewe­sen). abends konn­ten wir uns dann im hotel noch so eini­ge groß- und schand­ta­ten auf video und foto anschau­en – sehr inter­es­sant, die unter­schied­li­chen fahr­sti­le mal so direkt im ver­gleich zu sehen.

das ski­ge­biet gal­tür war eine ange­neh­me über­ra­schung für mich. gemüt­lich trifft es ganz gut: kein hal­li-gal­li, sehr zurück­hal­ten­des aprés-ski. kei­ner­lei war­te­zei­ten an lif­ten. wenig betrieb auf den pis­ten. aller­dings auch kei­ne extre­men pis­ten, kei­ne aus­ge­spro­chen stei­le hän­ge etwa. dafür wie­der­um vie­le mög­lich­kei­ten, mal eben von der pis­te weg­zu­kom­men. und, was mich auch über­rascht hat: die pis­ten sind wirk­lich (fast) alle sehr gut und schön, es gibt lan­ge nicht so vie­le aus­fäl­le, lang­wei­ler, wie in ande­ren, grö­ße­ren ski­ge­bie­ten. die prä­pa­rie­rung war auch in ord­nung, nur an weni­gen stel­len manch­mal etwas schlam­pig (und am letz­ten tag, da hat­ten sie es zu eilig und hin­ter­lie­ßen zu vie­le klum­pi­ge, mor­gens sehr hart gefro­re­ne stellen).

gefah­ren bin ich – neben mei­nem tt ham­mer von snow­shark – in die­ser woche dank der vie­len net­ten leu­te, die mir ihre ski gelie­hen haben, unter ande­rem fol­gen­de mono­skier:

  • duret best off: ein angeh­mer car­ver. nicht zu sehr auf die gecarv­ten bögen fixiert, lässt er sich doch recht leicht auf die kan­te set­zen und ist dort nicht so extrem wie monobla­de oder nor­dic­board. dafür lässt er sich auch recht ange­nehm und unpro­ble­ma­tisch mit kurz­schwün­gen fah­ren, ohne je bös­ar­tig zu wer­den – dafür ist das brett ein­fach viel zu weich abgestimmt.
  • snow­shark tigershark: kommt nicht ganz an mei­nen tt ham­mer her­an. zumin­dest für mei­ne fahr­wei­se nicht. weil er etwas här­ter und (in schlei­bis ver­si­on) län­ger ist. das merkt man näm­lich recht deut­lich: wesent­lich weni­ger agil, braucht mehr schub, vor allem die front hing mir immer schwer auf dem schnee, die muss­te ich immer kräf­tig her­um­schie­ben. dafür schluckt er mehr uneben­hei­ten – was ich nicht unbe­dingt mag, ich bevor­zu­ge den direk­te­ren zugang zur piste.
  • monobla­de: ein lus­ti­ges gerät. als ein­zi­ger ski frei­lich nicht zu gebrau­chen, weil er auf der pis­te für zügi­ges, schnel­les, nach unten ori­en­tier­tes gerät über­haupt nicht funk­tio­niert. auf har­tem unter­grund lei­tet er jede uneben­heit bis in den rücken wei­ter, was nach einer wei­le ziem­lich anstren­gend wird. dafür lässt sich das, wofür er gemacht ist, aber gut ver­wirk­li­chen: rum­spie­len. und off-pist fand ich ihn aus­ge­spro­chen leicht und gut­mü­tig. wegen der gro­ßen fle­xi­bi­li­tät und der sym­me­trie von front und heck ver­zeiht er unheim­lich viel, ins­be­son­de­re unbe­ab­sich­tig­te wech­sel von front- in rück­la­ge (oder umge­kehrt). als zweit- oder dritt­ski könn­te ich ihn mir schon vor­stel­len. dann müss­te ich mich frei­lich an die fes­ten bin­dun­gen ohne aus­lö­se­mög­lich­keit gewöh­nen – so ganz behagt mir das nicht.
  • nor­dic­board: nicht mein ski (und das nicht nur wegen des lei­der viel zu hohen prei­ses). aber des­we­gen nicht unbe­dingt schlecht: sehr dreh­freu­dig, denoch äußerst sta­bil, sehr guter kan­ten­griff – aber in ers­ter linie ein car­ver. und das will ich (zumin­dest im moment noch) nicht. beim kur­zen test off-pist hat er mich auch nicht beson­ders über­zeugt, da hat er viel kraft zum dre­hen ge/​verbraucht. ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der enor­me auf­wand mit der ver­bin­dung von einer sicher­heits­bin­dung und den zwei fes­ten bin­dun­gen wirk­lich not­wen­dig ist. und ob die kon­struk­ti­on, wie es otto eder wohl beab­sich­tig hat (wenn ich rich­tig ver­stan­den hab), dem mono­ski zu neu­er popu­la­ri­tät ver­hilft, scheint mir auch eher frag­lich. aber das ist ja eine ande­re baustelle.
[VWKGJ]

Dies­mal habe ich sogar etwas … Also, eigent­lich woll­te ich ja die letz­te Woche für inten­si­ves Trai­ning in den Alpen nut­zen, um so rich­tig auf mei­nen ers­ten Berg­lauf vor­be­rei­tet zu sein. In Gal­tür habe ich aber schon mal gar kei­ne ordent­li­chen Stre­cken dafür gefun­den: Die weni­gen Pfa­de, die an den Sei­ten des Tals hoch­gin­gen, waren alle noch so tief ver­schneit oder unten so mat­schig, das ich da über­haupt kei­ne Lust drauf hat­te. Außer­dem kam noch dazu: Das Ski­fah­ren mit den ande­ren Mono­is­ten vom Mono­ski-Tref­fen hat natür­lich auch eini­ges an Kraft gekos­tet. Und beim Lau­fen hat­te ich dann selt­sa­mer­wei­se jeden Tag gro­ße Pro­ble­me mit der Atmung, ich bekam immer wie­der, selbst bei eigent­lich ganz gemüt­li­chem Tem­po, Sei­ten­ste­chen – das habe ich sonst nie. Ob das schon an der Höhen­luft lag? Und dann hat sich ges­tern auch noch ein leich­ter Schnup­fen ein­ge­schli­chen. Ich war also sehr skeptisch.

[Wett­kampf­tag]

Schon wie­der so früh auf­ste­hen … Dann habe ich noch so lan­ge über­legt, was ich zum Lau­fen anzie­he, das ich bei­na­he mei­ne S‑Bahn nach Wies­ba­den ver­passt hät­te. Denn die Son­ne scheint zwar vom wol­ken­lo­sen Him­mel, aber um 7 Uhr ist es doch noch ziem­lich frisch. Ich ent­schei­de mit für die dün­ne, 3/​4‑Hose und ein dün­nes lang­ärm­li­ges Shirt – nicht ganz ver­kehrt, ein T‑Shirt hät­te es aber auch getan. Die Anrei­se war dann gera­de noch so gesi­chert, der Bus war auch pünkt­lich und hat mich mit zwei Mit­läu­fern zur Tal­sta­ti­on der Ner­oberg­bahn gebracht. Dort dann das Mel­de­bü­ro gesucht – ein­fach den Mas­sen nach -, mein Start­geld bezahlt (für die 6 Euro gab’s im Ziel eine Tafel Scho­ko­la­de (die ich jetzt bis Ostern auf­he­ben muss …), schön süßen war­men Tee und Was­ser, lei­der nur mit Koh­len­säu­re, sowie den Trans­port des Klei­der­beu­tels ins Ziel und den Rück­trans­port der Läu­fer mit dem Bus in den Start­be­reich) und die Num­mer in Emp­fang genom­men. Selt­sa­mer­wei­se war ich 896 bei einem Teil­neh­mer­li­mit von 500 Läu­fern … Dann den Ruck­sack im Bus depo­niert, ein wenig (sehr wenig) ein­ge­lau­fen und lang­sam zum Start getrabt.

[Wett­kampf]

So, nun geht’s end­lich zur Haupt­sa­che ;-). Den Start hät­te ich bei­na­he ver­passt, weil ich vor­her schnell noch einen Baum bewäs­sern muss­te. Des­halb stand ich dann fast ganz hin­ten. Eigent­lich fan­ge ich ja ger­ne etwas lang­sa­mer an, hier war das aber nicht so prak­tisch. Denn nach einem kur­zen Stück abwärts ging es den engen Wald­weg in Ser­pen­ti­nen auf den Ner­oberg hoch. Und da war ich dann stän­dig am Über­ho­len, was zu eini­ger unnö­ti­ger Kraft­ver­schwen­dung führ­te. Aber bis­her ging es mir wun­der­bar: Der ers­te Berg war über­haupt nicht schlimm, ich bin ziem­lich flott und locker hoch­ge­kom­men. Lei­der habe ich erst bei Kilo­me­ter 4 gemerkt, dass ich ja eine Stopp­uhr am Arm habe und die Zwi­schen­zei­ten hät­te neh­men kön­nen – aber dann hab’ ich es halt ganz gelas­sen. Nach dem Ner­oberg geht es erst­ein­mal gemäch­lich und bald weni­ger gemäch­lich berg­ab – da wur­de ich natür­lich wie­der über­holt, weil ich mit mei­ne Knie mit mei­nem Über­ge­wicht beim Berg­ab­lau­fen nicht all­zu sehr belas­ten mag und des­halt immer etwas ver­hal­ten unter­wegs bin. Aber es kamen ja noch eini­ge Höhen­me­ter nach oben auf uns zu – bei jedem Kilo­me­ter­schild haben die freund­li­chen Hel­fer vom LC Olym­pia die noch zu erklim­men­den Meter notiert. Und die wur­den selt­sa­mer­wei­se nur sehr lang­sam weni­ger. Denn es ging erst­mal recht gemüt­lich und sanft berg­auf – bis kurz nach Kilo­me­ter 7. Da knickt die Stre­cke ab und wen­det sich dem End­spurt auf die Plat­te zu. Und da hängt noch ein net­tes Schild: „Jetzt geht’s los”. Los­geht näm­lich die so genann­te Rodel­bahn: Unter der Strom­lei­tung senk­recht den Hang hoch. Zum Glück war es nicht über­mä­ßig rut­schig (die Stre­cke war auch sonst fast ganz tro­cken, das war in den letz­ten Jah­ren wohl auch schon anders, mit Schnee und Eis und so …). Die ers­te Hälf­te bin ich noch gelau­fen, dann aber doch ins schnel­le Gehen über­ge­gan­gen. Das ist bei dem Stück, wie ich bald merk­te, auch sinn­vol­ler. Denn selbst gehend hab’ ich noch zwei unver­dros­sen den Steil­hang hin­auf­lau­fen­de Mit­kämp­fer über­holt. Oben ange­kom­men, geht es dann noch die letz­ten Meter bis auf die Kup­pe der Plat­te – für mich das schlimms­te Stück, weil nach sol­chen Steil­hän­gen mein Kreis­lauf immer erst ein­mal kräf­tig ein­sackt. So keuch­te ich dann noch schnell ins Ziel nach 8,2 km und ca. 450 Höhen­me­tern, wo ich selbst­ver­ständ­lich völ­lig ver­gaß, mei­ne Stopp­uhr anzu­hal­ten. Nun ja, dafür gibt es ja die offi­zi­el­le Zeit­mes­sung: 46:59. Mein Ziel war es, mög­lichst weit unter 50 Minu­ten zu blei­ben – das hat ja ganz gut hin­ge­hau­en. Und ganz beschei­den muss ich sagen: Ich hät­te durch­aus schnel­ler sein kön­nen – wenn ich die Stre­cke bes­ser im Kopf gehabt hät­te und mei­ner Form mehr getraut hät­te. Aber über­haupt schei­nen so „kur­ze” Stre­cken im Moment nicht so das rich­ti­ge für mich zu sein … Aber es war ein wun­der­ba­rer Lauf bei herr­li­chem Wetter.

31,17 km sind eine ganze menge

bin­gen – mainz: das sind genau die­se 31,17 km. für mich sind das 2:41:03 lau­fen – lau­fen, lau­fen, lau­fen ohne ende. naja, zwei klei­ne pau­sen gab es schon, zum pin­keln in der nähe von buden­heim und dann lei­der ein ampel­stopp in mainz. da war so etwas näm­lich schon etwas schmerz­haft. aber der rei­he nach. zuerst die kar­te mit route:

strecke bingen-mainz

und jetzt der text: ich bin mit dem zug nach bin­gen gefah­ren – 30 minu­ten, fährt jede stun­de, ein­fa­cher geht es kaum. in bin­gen-stadt bin ich dann los­ge­zo­gen: immer direkt am rhein ent­lang (also nicht den aus­ge­schil­der­ten fahr­rad­weg, den hat­te ich nur sehr kurz­zei­tig), den wirt­schafts­weg des was­ser-dings­bums-amtes. der hat den vor­teil, nicht gepflas­tert oder geteert zu sein. heu­te war er aller­dings stel­len­wei­se auch etwas mat­schig. und an einer stel­le von baum­fäll­ar­bei­tern blo­ckiert (gesperrt war natür­lich nur die ande­re rich­tung …), aber über den deich konn­te ich mich gera­de noch so durch­schlän­geln. an zwei oder drei stel­len lagen auch noch bäu­me auf dem weg, aber irgend­wie kam man immer vor­bei. mein plan war, mög­lichst kon­stant zwi­schen 5er und 5:30er schnitt zu blei­ben. und wenn ich mir die auf­zeich­nung mei­ner tim­ex so anschaue, hat das (von weni­gen aus­rei­ßern abge­se­hen), auch ganz gut geklappt. am auf­fäl­ligs­ten ist noch, dass die vari­anz auf den letz­ten kilo­me­tern doch etwas grö­ßer wur­de. gemerkt hab’ ich das beim lau­fen nicht so sehr.

tempodiagramm bingen-mainz

so lief ich denn also am rhein ent­lang, immer schön im tra­ben blei­ben. pau­sen hab’ ich kei­ne gemacht, das liegt mir nicht so, danach kom­me ich meist nur schlecht wie­der in den rhyth­mus. ich hat­te mei­nen camel­bak dabei, der vor allem auf den letz­ten kilo­me­tern, so ab der 20er mar­ke, immer schnel­ler leer wur­de, aber gut gereicht hat. mei­ne power-bars habe ich lan­ge in der tasche gelas­sen (waren ja auch nur als not­ver­pfle­gung dabei), beim mom­ba­cher krei­sel habe ich dann aber doch den bana­ne-rie­gel mal ange­knap­pert. das ging aber gar nicht gut, der war von der käl­te (so ca. 5–6° C, manch­mal auch käl­ter gefühlt) der­ma­ßen hart. aber er hat sowie­so schnell sehr eklig geschmeckt, das meis­te ist im müll­ei­mer gelan­det. aber gegen das flaue gefühl im magen hat er immer­hin geholfen.

zum glück hat­te ich doch lan­ges shirt und jacke ange­zo­gen. das erschien mir beim bahn­fah­ren zwar etwas warm, auf der stre­cke war es aber ange­nehm – ok, in’s schwit­zen bin ich doch recht ordent­lich gekom­men, aber viel weni­ger hät­te ich nicht ger­ne anha­ben mögen.

tja, und wie lief’s? über­ra­schend pro­blem­los. bis km 20 kei­ne beson­de­ren vor­komm­nis­se (außer das mir die ers­ten 10 sehr lan­ge vor­ka­men). so gegen km 25 fin­gen sich die bei­ne dann schon an, bemerk­bar zu machen. und die letz­ten zwei bis drei kilo­me­ter auf der rhein­al­lee haben dann noch ein biss­chen weh getan. inter­es­san­ter­wei­se waren es vor allem die ober­schen­kel (innen und außen, weni­ger die vor­der­sei­ten), die mir leich­ten kum­mer berei­te­ten. gut, die waden waren danach natür­lich auch ordent­lich ver­kürzt, deh­nen ging über­haupt nicht gut, haben auch gar nicht geschmerzt. die­se mus­keln schei­nen das lau­fen inzwi­schen doch geübt zu sein. wohin­ge­gen die ober­schen­kel bei mir sonst, bei den kur­zen oder mit­tel­lan­gen läu­fen gera­de in mainz, ohne jeden berg, nicht beson­ders gefor­dert wer­den. wahr­schein­lich lag es dar­an, dass sie – zusam­men mit den zwi­schen­zeit­lich etwas ner­ven­den knö­cheln (aber das ist bei mir eigent­lich bis­her bei jedem län­ge­ren lauf so gewe­sen) die haupt-beschwer­de­stel­le waren. ins­ge­samt war ich aber selbst über­rascht, wie gut das alles lief, wie spät ich über­haupt erst ermü­dungs­er­schei­nun­gen bemerk­te. die trepp­pen in mei­ne woh­nung im vier­ten stock waren natür­lich die letz­te qual – aber das ken­ne ich ja schon …

und so neben­bei: gewun­dert hat mich, wie wenig läu­fer auf der stre­cke unter­wegs waren. auch in der nähe der orte, wo die hun­de­be­sit­zer mas­siv auf­tra­ten – kein ein­zi­ger läu­fer. erst in mainz, beim zoll­ha­fen, habe ich zwei oder drei sich­ten kön­nen. aller­dings waren auch die rad­fah­rer kaum ver­tre­ten – fast­nacht­diens­tag nach­mit­tag ist wohl für die meis­ten alkohl­ab­bau und nicht sport angesagt.

im matsch spielen

dafür habe ich auch noch ein paar spe­zi­el­le schu­he: die puma trail­fox, die es vor kur­zem bei walm­art im son­der­an­ge­bot für 39 euro gab (120 hät­te ich halt nicht für einen rei­nen schlecht­wet­ter­schuh aus­ge­ge­ben). die pass­form ist nicht ganz 100%ig mei­ne sache, eigent­lich sind sie im vor­der­fuß ein wenig schmal. nach ein paar minu­ten hat­te ich mich aber ges­tern, bei mei­nem ers­ten test­lauf (gleich über 20 km) dar­an gewöhnt. das design ist dage­gen mal ohne tadel, zum glück auch nicht im obli­ga­to­ri­schen weiß – bei sol­chen schu­hen, die dezi­diert für matsch, schlamm und schnee gebaut sind, wäre das ja auch noch blöd­sin­ni­ger als es sowie­so schon ist. gekauft habe ich mir die füch­se vor allem, weil ich in die­sem win­ter im oden­wald, in den wäl­dern und auf den wie­sen, eini­ge male bös her­um­ge­schlit­tert bin – nicht weil so viel schnee gele­gen hät­te, son­dern weil es so mat­schig war. ges­tern durf­ten die neu­en schu­he dann ihre qua­li­tä­ten gleich viel­fäl­tig unter beweis stel­len: nach dem kur­zen anlauf bis zum krei­sel am kreuz­weg auf der stra­ße – mit die­sen schu­hen kein spaß, dafür ist die soh­le natür­lich viel zu sehr pro­fi­liert und die dämp­fung für mein geschmack auch ein wenig zu gering – ging es gleich über die wie­sen zum buch­wald­s­kopf. obwohl der boden nach den regen­fäl­len der let­zen tage/​wochen wirk­lich mehr als auf­ge­weicht war – über­haupt kein pro­blem, der grip mit die­sen schu­hen ist unwahr­schein­lich. im buch­wald­s­kopf und auf dem weg übers bullau­er bild nach würz­berg ging es dann wei­ter: downhill­spu­ren, rei­ter­pfa­de, rück­we­ge, ver­schlamm­te forst­we­ge und knö­chel­tie­fe matsch­lö­cher – alles über­haupt kein pro­blem. auch die dich­tig­keit ist über­ra­schend ange­nehm: beson­ders viel mehr als schonst schwitzt man nicht – und es ist schon etwas luxu­riö­ser zu lau­fen, wenn der fuß nicht bei jeder pfüt­ze zwangs­ge­kühlt wird. jetzt fehlt nur noch der schnee, um sie auch damit zu tes­ten – aber über­zeugt bin ich von dem trail­fox schon jetzt: für wirk­li­che schlecht­wet­ter-bedin­gun­gen bin ich noch kei­nen bes­se­ren schuh gelaufen.

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