bingen – mainz: das sind genau diese 31,17 km. für mich sind das 2:41:03 laufen – laufen, laufen, laufen ohne ende. naja, zwei kleine pausen gab es schon, zum pinkeln in der nähe von budenheim und dann leider ein ampelstopp in mainz. da war so etwas nämlich schon etwas schmerzhaft. aber der reihe nach. zuerst die karte mit route:
und jetzt der text: ich bin mit dem zug nach bingen gefahren – 30 minuten, fährt jede stunde, einfacher geht es kaum. in bingen-stadt bin ich dann losgezogen: immer direkt am rhein entlang (also nicht den ausgeschilderten fahrradweg, den hatte ich nur sehr kurzzeitig), den wirtschaftsweg des wasser-dingsbums-amtes. der hat den vorteil, nicht gepflastert oder geteert zu sein. heute war er allerdings stellenweise auch etwas matschig. und an einer stelle von baumfällarbeitern blockiert (gesperrt war natürlich nur die andere richtung …), aber über den deich konnte ich mich gerade noch so durchschlängeln. an zwei oder drei stellen lagen auch noch bäume auf dem weg, aber irgendwie kam man immer vorbei. mein plan war, möglichst konstant zwischen 5er und 5:30er schnitt zu bleiben. und wenn ich mir die aufzeichnung meiner timex so anschaue, hat das (von wenigen ausreißern abgesehen), auch ganz gut geklappt. am auffälligsten ist noch, dass die varianz auf den letzten kilometern doch etwas größer wurde. gemerkt hab’ ich das beim laufen nicht so sehr.
so lief ich denn also am rhein entlang, immer schön im traben bleiben. pausen hab’ ich keine gemacht, das liegt mir nicht so, danach komme ich meist nur schlecht wieder in den rhythmus. ich hatte meinen camelbak dabei, der vor allem auf den letzten kilometern, so ab der 20er marke, immer schneller leer wurde, aber gut gereicht hat. meine power-bars habe ich lange in der tasche gelassen (waren ja auch nur als notverpflegung dabei), beim mombacher kreisel habe ich dann aber doch den banane-riegel mal angeknappert. das ging aber gar nicht gut, der war von der kälte (so ca. 5–6° C, manchmal auch kälter gefühlt) dermaßen hart. aber er hat sowieso schnell sehr eklig geschmeckt, das meiste ist im mülleimer gelandet. aber gegen das flaue gefühl im magen hat er immerhin geholfen.
zum glück hatte ich doch langes shirt und jacke angezogen. das erschien mir beim bahnfahren zwar etwas warm, auf der strecke war es aber angenehm – ok, in’s schwitzen bin ich doch recht ordentlich gekommen, aber viel weniger hätte ich nicht gerne anhaben mögen.
tja, und wie lief’s? überraschend problemlos. bis km 20 keine besonderen vorkommnisse (außer das mir die ersten 10 sehr lange vorkamen). so gegen km 25 fingen sich die beine dann schon an, bemerkbar zu machen. und die letzten zwei bis drei kilometer auf der rheinallee haben dann noch ein bisschen weh getan. interessanterweise waren es vor allem die oberschenkel (innen und außen, weniger die vorderseiten), die mir leichten kummer bereiteten. gut, die waden waren danach natürlich auch ordentlich verkürzt, dehnen ging überhaupt nicht gut, haben auch gar nicht geschmerzt. diese muskeln scheinen das laufen inzwischen doch geübt zu sein. wohingegen die oberschenkel bei mir sonst, bei den kurzen oder mittellangen läufen gerade in mainz, ohne jeden berg, nicht besonders gefordert werden. wahrscheinlich lag es daran, dass sie – zusammen mit den zwischenzeitlich etwas nervenden knöcheln (aber das ist bei mir eigentlich bisher bei jedem längeren lauf so gewesen) die haupt-beschwerdestelle waren. insgesamt war ich aber selbst überrascht, wie gut das alles lief, wie spät ich überhaupt erst ermüdungserscheinungen bemerkte. die trepppen in meine wohnung im vierten stock waren natürlich die letzte qual – aber das kenne ich ja schon …
und so nebenbei: gewundert hat mich, wie wenig läufer auf der strecke unterwegs waren. auch in der nähe der orte, wo die hundebesitzer massiv auftraten – kein einziger läufer. erst in mainz, beim zollhafen, habe ich zwei oder drei sichten können. allerdings waren auch die radfahrer kaum vertreten – fastnachtdienstag nachmittag ist wohl für die meisten alkohlabbau und nicht sport angesagt.



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