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Kategorie: freizeit Seite 4 von 6

„zum rhein, zum rhein, zum deutschen rhein!“

web: rhein­steig
stre­cke: rüdes­heim – lorch (24,5 km, 660 Höhen­me­ter hin­auf (und auch wie­der run­ter, denn wir kehr­ten ja zum rhein zurück))
kar­te: obe­res mit­tel­rhein­tal, 1:25000. isbn 3–89637-365‑x

der halb­ma­ra­thon (mit neu­er best­zeit) am sams­tag hat­te mich noch nicht genug gefor­dert: trotz rest-mus­kel­ka­ter ging es am mon­tag schon wie­der los. die­ses mal aber in erheb­lich gemüt­li­che­rem tem­po – näm­lich wan­dernd. weil das wet­ter gera­de so schön war, haben dani­el, ulrich und ich kur­zer­hand beschlos­sen, wenigs­tens einen tag am rhein­steig zu ver­brin­gen. unse­re tour begann in rüdes­heim. eigent­lich aber schon vor­her: um 6.45 uhr fuhr der zug in mainz ab, der dani­el und mich zunächst nach wies­ba­den brach­te, wo wir in den regio­nal­zug nach koblenz umstie­gen. in erbach (rhein­gau) nah­men wir dann noch ulrich an bord und konn­ten kurz vor acht bereits in rüdes­heim auf den zubrin­ger-weg zum rhein­steig losstiefeln.

zunächst ging es durch die rüdes­hei­mer wein­ber­ge (teil­wei­se mit dem brahms-pfad und sei­nen kryp­ti­schen tafeln) hin­auf zum nie­der­wald-denk­mal mit der ger­ma­nia, das um die­se tages­zeit noch voll­kom­men men­schen­leer war (und dadurch umso ange­neh­mer). zuvor aber noch kur­zer halt an der tem­pel­hal­le, um ein wenig schil­ler zu rezi­tie­ren (dani­el sprach „das glück“, ich die bei­den weni­ger inter­es­san­ten xeni­en zum rhein). dann gin­gen wir die paar meter wei­ter zur ger­ma­nia – natür­lich mit pathe­ti­schem vor­trag (sin­gen woll­ten wir es dann doch nicht) der dort auch ein­ge­schrie­be­nen „wacht am rhein” – so viel patrio­tis­mus muss sein ;-).

und schon gings wei­ter, durch den nie­der­wald mit immer wie­der schö­nen aus­bli­cken über das rhein­tal zum jagd­schloss ass­manns­hau­sen und dann auch gleich steil hin­un­ter nach ass­mans­hau­sen – immer­hin eini­ge weni­ge wan­de­rer begeg­ne­ten uns hier. auf der ande­ren sei­te des ortes mar­schier­ten wir sofort wie­der hoch, durch die wein­ber­ge am höl­ler­berg – bis zur ers­ten rast bzw. dem zwei­ten früh­stück mit herr­li­chem aus­blick über rhein­tal und die burg rhein­stein auf der ande­ren sei­te des flus­ses. lei­der war die fern­sicht vor­mit­tags noch nicht so toll, immer noch leicht duns­tig. und auch das wet­ter war noch ein wenig hin- und her­ge­ris­sen: ziem­lich wech­sel­haft bewölkt, immer wie­der blies ein küh­les lüft­chen ein wenig abküh­lung – vor allem natür­lich auf den hügeln oben.

wei­ter ging es dann aus dem wein­berg wie­der hin­aus und über den schma­len – und sehr idyl­li­schen – fel­sen­pfad und den pan­oram­weg, schließ­lich dann auf dem fels­weg am bann­wald (dem zukünf­ti­gen urwald) hin­über nach boden­tal, wo dann schon der frei­staat fla­schen­hals beginnt. und dann war es auch schon nicht mehr nach lorch. immer quer am hang ent­lang geht der weg, mit schö­nen bli­cken, die wir genau­so genos­sen wie die ruhe im wald: men­schen begeg­ne­ten wir nur sehr weni­gen. nach einer wei­te­ren kur­zen rast bei mitt­ler­wei­le ein­wand­frei strah­len­dem son­nen­schein lag dann auch schon der abstieg in den ort lorch vor uns, wo mit­tags gera­de kein offe­nes café zu fin­den war. ein kur­zer blick in die kir­che (mit schö­ne vor­hal­le) und wei­ter zum bahn­hof, der etwas außer­halb rhein­auf­wärt gele­gen ist. und kurz danach kam auch schon der zug, der uns wie­der das rhein­tal hin­auf beför­der­te. in erbach stie­gen wir dann alle aus und wan­del­ten gemüt­lich zum haus von ulrichs eltern, die uns noch mit einer lukul­li­schen ver­pfle­gung ver­wöhn­ten, bevor dani­el und ich uns dann am abend auf den rück­weg nach mainz machten.

noch mehr schö­ne bil­der (von dani­el) gibt es auf die­ser webseite.

getestet: mein neues paddel

so. heu­te war es soweit: mein neu­es pad­del muss­te sich dem pra­xis­test unter­zie­hen. das kober exkur­si­on war ges­tern mit ups gelie­fert wor­den. dank eines son­der­an­ge­bo­tes von kanu­to­tal (d.i. sport rader­ma­cher) in der län­ge 210 cm, 60° rechts-gedreht. ich hat­te zunächst beden­ken, dass das ein wenig kurz sein könn­te. aber mein altes pad­del, das mara­thon von moll, ist auch nur 215 cm lang. und im was­ser war der unter­schied nicht zu mer­ken. dafür doch eini­ges ande­res. zunächst ist das exkur­si­on sozu­sa­gen feder­leicht: laut her­stel­ler wiegt es gera­de ein­mal 900 gramm. und das macht sich sehr ange­nehm bemerk­bar. auch das durch­zug­ver­hal­ten ist sehr schön: zügig auf tem­po, kein spür­ba­res flat­tern – kein pro­blem. es lässt sich auch viel­sei­tig, flach oder steil, mit viel oder wenig druck, hoch- oder nied­rig­fre­quent pad­deln. trotz der recht gro­ßen pad­del­flä­che scheint es mei­ne spär­li­chen arm­mus­keln nicht zu über­stra­pa­zie­ren. bis­her macht das alles also einen wun­der­ba­ren ein­druck. mal sehen, wie es bei lan­gen tou­ren wird… außer­dem konn­te ich gleicht noch fest­stel­len, dass das exkur­si­on im ver­gleich zu mei­nem alten pad­del auch wesent­lich weni­ger wind­an­fäl­lig ist. erstaun­lich auch, wie leicht und lei­se das pad­del ein­taucht, wie wenig es spritzt – da las­sen sich doch deut­li­che unter­schie­de zu dem alten feststellen.

heute: mal wieder ein sporttag

das muss­te ein­fach sein: das wet­ter war so schön – herr­lich blau strah­len­der him­mel, nur ganz sel­ten ein ver­wisch­tes wol­ken­fetz­lein, dau­ern­der son­nen­schein bei ange­neh­men 25 „C und ein fri­scher Wind dazu – und der ter­min­ka­len­der für heu­te nach­mit­tag leer. also habe ich mich nach dem mit­tag­essen schnell auf­ge­macht zum mkv-boots­haus und war um 13.50 Uhr auf dem was­ser. und ich war nicht allei­ne auf dem rhein. vom mkv waren schon eini­ge aus­ge­flo­gen, auch sonst waren etli­che padd­ler heu­te unter­wegs. vor allem im gins­hei­mer alt­rhein sind sie mir begeg­net bzw. von mir über­holt wor­den. lei­der waren auch wie­der eini­ge blö­de motor­boo­te unter­wegs – das lässt sich halt auf dem rhein kaum umge­hen. ich war auch recht zügig unter­wegs. der anfang bis zur eisen­bahn­brück und die fluss­que­rung zogen sich natür­lich wie­der mal, dann ging es aber doch recht flott den rhein hin­auf und ab in den alt­rhein. hin­ter gins­heim wur­de es dann rich­tig schön ruhig und gemüt­lich – bei fast spie­gel­glat­tem was­ser glitt ich aus­ge­spro­chen zügig dahin – allei­ne mit mir und dem geräusch mei­ner pad­del (und den blö­den flug­zeu­gen im lan­de­an­flug natür­lich …). beim umset­zen am stein­damm war es dann nicht der obli­ga­to­ri­sche ang­ler, son­dern des­sen beglei­tung, die mein­te, mich dar­auf hin­wei­sen zu müs­sen, dass die ande­ren padd­ler neben­an aus­stie­gen. das fand ich aber nicht so schön, weil enger und stei­ler. was solls, so lan­ge nur eine angel aus­liegt, kann man da noch pro­blem­los anlan­den. und ich bin ja gleich wie­der ver­schwun­den. nach einer kur­zen pau­se – mein rech­tes bein war heu­te ums knie her­um recht kramp­fig – ging es gleich wie­der den rhein hin­ab. der war da oben auf dem ers­ten kilo­me­ter aus­ge­spro­chen unru­hig, mit ziem­lich vie­len ste­hen­den wel­len (eini­ge locker 70–80 zen­ti­me­ter hoch). doch das gab sich bald wie­der … und dann war ich auch schon gleich wie­der in mainz zurück: 2 stun­den 35 minu­ten pad­del­zeit waren es heu­te nur. dafür gab es außer­ge­wöhn­lich vie­le bla­sen an den hän­den: mehr als ein hal­bes dut­zend, und an den ver­rück­tes­ten stel­len. wie ich etwas die bla­se an der sei­te der kup­pe des rech­ten zei­ge­fin­gers hin­be­kom­men habe, ist mir völ­lig schlei­er­haft. lus­tig sehen jetzt auch mei­ne ober­schen­kel aus: bis­her kaum son­ne gese­hen (wegen den lauf-tights), haben sie jetzt selt­sa­me mus­ter und schrä­ge lini­en – dort näm­lich, wo der rand der luke verlief.

und weil mir das noch nicht reich­te, bin ich dann gleich im anschluss noch lau­fen gegan­gen: eine halb­wegs gemüt­li­che drei­brü­cken­run­de stand auf dem plan, mit ein­ge­streu­ten stei­ge­run­gen. das war heu­te aber nicht so opti­mal: irgend­wie fand ich nie ein gleich­mä­ßi­ges tem­po, das hat­te immer wie­der bewuss­tes anzie­hen nötig. und die stei­ge­run­gen brach­ten mich dann immer wie­der aus dem rhyth­mus – auch der lauf­stil war heu­te sehr unru­hig. naja, kann ja nicht immer so klas­se lau­fen wie am mon­tag
 

der fußball und der comedian sixpack

- eine hei­ße liai­son. spä­tes­tens seit unse­rer teil­nah­me im letz­ten jahr beim schop­pen­tur­nier des 1. fc rim­horn (dem heim­ver­ein von vol­ker, der natür­lich wie­der mal an allem schuld ist). kab­bes hat­te ruck­zuck wun­der­schö­ne weiß-gol­de­ne fuß­ball-schu­he. gehol­ten hat­te es bei unse­rer ers­ten teil­nah­me wenig – wir waren die letz­ten. aber die­ses jahr war das dann doch ein wenig anders. zwar ist aus den vie­len trai­nings­la­gern und mann­schafts­sit­zun­gen kaum etwas gewor­den. und das ers­te spiel haben wir auch gleich ver­lo­ren. aber dann wur­den wir immer bes­ser. und konn­ten uns nach sogar bis in das spiel um den drit­ten platz hin­auf­ar­bei­ten. da muss­ten wir uns dann aller­dings 1:2 geschla­gen geben – nun­ja, immer­hin haben wir den hal­ben weg zum tur­nier­sieg schon geschafft. und da sta­tis­tik und mathe­ma­tik bekannt­lich nicht lügen, steht also ein­deu­tig fest, dass wir nächs­tes jahr ganz klar gewin­nen wer­den – zur not wer­den eben camil­lo und/​oder noah zwangs­ver­pflich­tet … hier gibt’s die offi­zi­el­len fotos: schoppenturnier-galerie.
und noch zwei schnappschüsse: 

die petersaue auf dem wasser

lau­fend habe ich die peter­saue über die kai­ser­brü­cke unter­halb von mainz ja schon öfters über­quert. heu­te habe ich sie zum ers­ten mal mit dem kajak umrun­det. dazu bin ich ein­fach vom mkv-boots­haus den rhein hin­un­ter, unter der theo­dor-heuss-brück hin­durch und dann halb nach links, um auf dem haupt­strom bis zum unte­ren ende der peter­saue zu pad­deln. so habe ich auch den zoll- und bin­nen­ha­fen mit sei­nen schö­nen con­tai­ner-sta­peln auch mal vom was­ser aus gese­hen. nach genau fünf kilo­me­tern ist die unte­re spit­ze erreicht und es ging wie­der fluss­auf­wärts: durch die dycker­hoff-anla­gen (auch nciht gera­de sehr schön) immer wei­ter, unter der kai­ser­brü­cke durch bis kurz vor die theo­dor-heuss-brü­cke. dort habe ich dann kurz über­legt: soll ich noch ein­mal auf die wies­ba­de­ner rhein­sei­te hin­über? ich war gera­de ziem­lich in der mit­te… da der rhein gera­de frei von last­schif­fen war, habe ich mich dann ent­schlos­sen, schon hier auf die main­zer sei­te zu wech­seln. das war dann aber ein recht anstren­gen­dens unter­fan­gen: der wind blies ziem­lich ordent­lich und direkt unter­halt der theo­dor-heuss-brü­cke ist der rhein nciht nur ziem­lich geschwind, son­dern auch sehr unru­hig. lang­sam und zäh kämpf­te ich mich durch, kurz nach der brü­cke, etwa ab dem pegel mainz (heu­te: 322) ging es dann etwas leich­ter. wegen der doo­fen anle­ge­stel­len für die pas­sa­gier­boo­te muss­te ich aber recht weit im rhein pad­deln, was die sache ziem­lich lang­sam gemacht hat. so schub ich mich stück für stück an das boots­haus – und muss­te wie­der ein­mal fest­stel­len, dass unser anlie­ger offen­bar zu leicht­ge­wich­tig ist: der tanzt auf dem was­ser ziem­lich hef­tig her­um … und wenn ich dann da drauf ste­he und mir etwa die schu­he anzie­hen will, wer­de ich schon fast see­krank – das ist ziem­lich hef­tig für mich – viel schlim­mer jeden­falls als ich es je im kajak erlebt habe. für die 10 kilo­me­ter habe ich dann 1 stun­de und 45 minu­ten gebraucht – das hat aber auch gereicht, denn inzwi­schen waren die wol­ken ziem­lich dun­kel gewor­den, das licht sah sehr geblich-gewitt­rig aus – eine ver­hei­ßung, die sich aber lei­der doch nciht erfüll­te. denn ein wenig abküh­lung wäre schon gut gewesen.

hessentag 2007

ges­tern, an fron­leich­nam, war ich schon wie­der mit der hans-von-der-au-grup­pe unter­wegs: nach der zvo­len-fahrt haben sie mich gleich wie­der in beschlag genom­men – und ich habe mich ger­ne in beschlag neh­men las­sen. die­ses mal ging es nach butz­bach zum dies­jäh­ri­gen hes­sen­tag. die fahrt war ein wenig umständ­lich und bescher­te uns eine klei­ne rund­tour durch den oden­wald: von erbach ging es erst ein­mal nach zell, wei­te­re leu­te ein­sam­meln. und dann noch über rei­chels­heim nach bens­heim, um für die bezirk­s­tanz­grup­pe hes­sen-süd der hvt noch tän­zer abzu­ho­len – das pas­sier­te dann auch noch in mör­fel­den. von dort dann aber die auto­bahn hoch nach butz­bach. aber der abfahrt stau­te es natür­lich. aber wir waren noch recht­zei­tig am zelt „tra­ch­ent­land hes­sen” der hvt. dort, in der reins­ten sau­na, muss­ten wir uns dann erst ein­mal in die tracht wer­fen, um auf der büh­ne so rich­tig schön ins schwit­zen zu kom­men. wir musi­ker hat­ten außer­dem noch die schö­ne auf­ga­be, für die tän­zer der hvt-bezirk­s­tanz­grup­pe eine spe­zi­al-ver­si­on der kerb-suite zu beglei­ten. immer­hin hat­te ina noch noten auf­trei­ben kön­nen – sonst hat das bei uns eigent­lich immer rai­ner mehr oder weni­ger allei­ne gemacht. die noten stimm­ten natür­lich nur halb, ein ewi­ges hin- und her­ge­sprin­ge. beim ers­ten mal hat der auf­marsch dann auch nciht so ganz rei­bungs­los geklappt. aber wir durf­ten das gan­ze pro­gramm ja spä­ter noch ein zwei­tes mal auf­füh­ren – und da lief es dann doch ganz gut. inzwi­schen waren wir auch vom musi­zie­ren schön nass­ge­schwitzt – das able­gen der tracht hat­te höchs­te prio­ri­tät nach dem auf­tritt … dann hat­ten wir immer­hin noch genü­gend zeit, den hes­sen­tag schlen­dernd zu erkun­den. da war – immer­hin war fei­er­tag und herr­li­ches som­mer­wet­ter – eine men­ge los. aber so ganz kapie­re ich das prin­zip hes­sen­tag immer noch nicht: irgend­wie fehlt mir da der cha­rak­ter – das ist bloß eine ziem­lich lan­ge rei­hung von stän­den mit essen und trin­ken und ein wenig krims­krams. aber wie­so und wes­halb? irgend­wie scheint es mir schon, als hät­te sich die idee hes­sen­tag so lang­sam erle­digt – das geld lie­ße sich doch sicher­lich ver­nünf­ti­ger ein­set­zen. aber viel­leicht ent­geht mir da ja auch etwas wesent­li­ches … immer­hin hat­ten wir auf der rück­fahrt kei­nen stau, so dass wir – natür­lich wie­der mit umwe­gen – halb­wegs pün­kltich um vier­tel nach neun in erbach anka­men. und das war dann eine schö­ne zeit für eine drei­se­en­tal-run­de in der däm­me­rung – warm genug war’s lei­der immer noch.

zvolen mit der hans-von-der-au-gruppe

nach lan­ger zeit kam vor eini­gen wochen ein anruf von klaus rip­per: ob ich nicht mit der hans-von-der-au-grup­pe in die slo­wa­kei nach zvo­len fah­ren möch­te – so drin­gend brauch­ten sie offen­bar einen akkor­deo­nis­ten, dass sie mich frag­ten ;-). denn mein akkor­de­on hat in der letz­ten zeit doch recht ordent­lich staub ange­setzt. glück­li­cher­wei­se war es gera­de die woche nach pfings­ten und damit vor­le­sungs­freie zeit in mainz – das pass­te also bes­tens. und ruck­zuck war ich enga­giert. schnell noch den pfingst­sonn­tag frei­ge­schau­felt – das war dann zwar unnö­tig (wes­halb ich kurz­fris­tig noch in erbach geor­gelt habe) und dann kam auch schon die span­nen­de ers­te pro­be. schließ­lich stand eini­ges neu­es (nord­deut­sches vor allem) auf dem pro­gramm, vie­les war mir aber auch von frü­her noch bekannt – und vor allem nach ein oder zwei mal durch­spie­len wie­der ganz klar im gedächt­nis. es ist schon ver­rückt, was im hinrstüb­chen alles die jah­re über­dau­ert … die musik war auch mit mir noch eine spar­be­set­zung der musik (kla­ri­net­te, gitar­re und mein akkor­de­on, spä­ter kam noch die zwei­te kla­ri­net­te hin­zu), lief aber doch ziem­lich gut. ok, wie sich dann hier und da zei­gen soll­te: die rou­ti­ne im zusam­men­spiel mit den tän­zern war halt nicht mehr da – kam im lau­fe des auf­en­hal­tes in zvo­len aller­dings auch wie­der zurück.

doch der rei­he nach, noch ste­hen wir am 28.5. in erbach auf dem park­platz am park­deck und war­ten auf den bus. der wird gera­de noch in der mar­tin-luther-stra­ße mit den schließ­kör­ben, dem bän­der­tanz-kranz und den bän­ken für den ban­kerl­tanz bela­den. der rest des gepäcks der 27 leu­te (inkl. eini­ger akkor­de­ons – allei­ne von mir schon zwei: eines für die „nor­ma­len” auf­trit­te und eines für den geplan­ten umzug) und die ver­pfle­gung ging dann auch noch gera­de so in den bus. ziem­lich pünkt­lich um 1.00 (also wirk­lich mit­ten in der nacht) setz­te sich der bus dann in bewe­gung. in wall­dürn sam­mel­ten wir dann noch marei­ke ein und dann ging es end­gül­tig und unauf­halt­sam gen wien. nun­ja, so ganz unauf­halt­sam lei­der doch nicht: wir mach­ten ziem­lich viel pau­se. zum schla­fen kam ich natür­lich im bus über­haupt nicht – eini­ge minu­ten kur­zes weg­däm­mern waren da schon das höchs­te der gefüh­le. bei der letz­ten pau­se kurz vor wien kam dann die ein­ge­pack­te ver­pfle­gung ins spiel und ermög­lich­te uns ein wahr­haft fürst­li­ches rei­se-früh­stück. so gestärkt kurv­ten wir dann noch fast eine hal­be stun­den quer durch wien zum jugend­gäs­te­haus wien-bri­git­ten­au (am fried­rich-engels-platz, fast direkt an der donau). da war es aller­dings erst halb zwölf – und vor 13 uhr konn­ten wir die zim­mer nicht bezie­hen. also lie­ßen wir den bus gera­de da ste­hen und ver­zo­gen uns erst ein­mal in den pra­ter – als gäs­te der stadt wien, denn der auto­mat in der tram kann­te kei­ne grup­pen­kar­te und für alle reich­te unser klein­geld nicht. im pra­ter habe ich mich dann bald vom rest der grup­pe getrennt, um mich mit simon zu tref­fen, der, welch über­ra­schung, ver­spä­tet zum treff­punkt kam. zusam­men sind wir dann gemüt­lich ins kaf­fee­haus gegan­gen und haben den nach­mit­tag ver­quatscht. zum schluss noch eine gemein­sa­me rund­fahrt durch wien mit tram und s‑bahn, über her­nals – wo simon gera­de wohnt – zurück zum han­dels­kai, von wo aus ich zurück zum jugend­gäs­te­haus geeilt bin. und dort war ich gera­de noch recht­zei­tig, um die ande­ren auf dem weg vom haupt­haus zur depen­dance, wo wir unter­ge­bracht waren, zu tref­fen. nach dem abend­essen ver­schwan­den die kids dann ruck­zuck in den bet­ten – und eine unge­wöhn­li­che (und sel­te­ne) ruhe kehr­te ein. nicht aber auf unse­rem zim­mer. dort brach­te näm­lich mann clau­dia mas­sie­rend zum schrei­en – wor­auf ich mich aus dem staub mach­te, um am donau­ufer erst ein­mal eine run­de zu lau­fen. bei mei­ner rück­kehr herrsch­ten dann wie­der nor­ma­le zustän­de auf unse­rem zimmer …

am 29.5. ging es nach dem mit­tel­mä­ßi­gen früh­stück dann um 10 uhr wei­ter in die slo­wa­kei. auf der auto­bahn woll­ten die kin­der dann im bus tat­säch­lich „die wol­ke” schau­en – nun gut, wir hat­ten sie gewarnt … tat­säch­lich kehr­te so ruhe ein – und alle wur­den gehö­rig depri­miert. dabei fand ich den film noch wesent­lich weni­ger schlimm als das buch – gut, damals war ich noch erheb­lich jün­ger. aber mir schien doch, dass der film viel stär­ker auf han­nah und elmar kon­zen­triert war als das buch: das ist eher ein first-love-dra­ma als ein gesell­schafts- /​energiepolitisches dra­ma wie die lite­ra­ri­sche vor­la­ge. unter­des­sen ende­te die auto­bahn nahe der gren­ze in einer gigan­ti­schen bau­stel­le – das ist auch unbe­dingt nötig, denn momen­tan quält sich der nicht gera­de weni­ge ver­kehr (vor allem natür­lich unmen­gen an last­wa­gen) durch die land­stra­ßen und klei­ne dör­fer. die gren­ze war schnell pas­siert, kon­trol­liert wur­de über­haupt nicht. war es um bra­tis­la­va her­um aus­ge­spro­chen flach, tauch­ten immer mehr hügel auf, je näher wir nitra kamen. dort mach­ten wir dann auf einem park­platz unse­re mit­tags­pau­sen und lab­ten uns an den res­ten aus den uner­schöpf­li­chen tie­fen der ver­pfle­gungs­kis­ten. die fahrt nach zvo­len ging dann ohne pro­ble­me wei­ter, die schnell­stra­ße 50 führ­te uns fast ohne unter­bre­chung direkt dort­hin, in die nun deut­lich hüg­li­ge­re und stark bewal­de­tet gegend.
in zvo­len selbst waren dann nach eini­gem kud­del­mud­del die zim­mer im inter­nat schnell bezo­gen. nur der bus­fah­rer wei­ger­te sich, bei uns zu über­nach­ten – ok, wirk­lich viel ruhe war da auch nicht oft. aber dass der auch die bei­den alter­na­tiv­an­ge­bo­te aus­schlug – die immer­hin für die ande­ren bus­fah­rer gut genug waren – was soll’s. das hotel muss­te er dann ja auch noch wech­seln, das ers­te war nicht gut genug. ner­vi­ger fand ich frei­lich, dass er aus­ge­rech­net in zvo­len auch noch sei­ne 24 stun­den ruhe­zeit abfei­ern muss­te: wenn ich einen bus mit fah­rer für sechs tage mie­te, erwar­te ich eigent­lich, dass ich den auch zur ver­fü­gung habe. und nicht nur fünf tage den bus nut­zen kann. gut, der fah­rer muss natür­lich auf sei­ne lenk­zei­ten ach­ten. aber von sei­ten des unter­neh­mers wiss­mül­ler fin­de ich so etwas recht unver­schämt – es ist ja schließ­lich nicht unse­re sache, dass er direkt nacht unse­rer rück­kehr wie­der sofort zur nächs­ten fahrt auf­bre­chen muss. schließ­lich bekommt das unter­neh­men ja eine men­ge geld dafür – da wür­de ich schon eine ent­spre­chen­de leis­tung erwarten.
lan­ge konn­ten wir frei­lich nicht im inter­nat blei­ben, es war noch ein ers­ter auf­tritt in einer art kur­kli­nik zu absol­vie­ren. der klapp­te sogar halb­wegs gut (ok, mei­ne idee, den rhein­län­der aus hetz­bach zu spie­len, war viel­leicht nicht der bes­te ein­fall ;-)). und danach stürz­ten sich die slo­wa­ki­schen mäd­chen auch noch auf unse­re jungs, was die­se fast uner­träg­lich stolz mach­te … nach dem abend­essen im inter­nat war dann natür­lich noch hef­ti­ge gau­di mit und ohne musik auf den zimmern.

auch der 30.5. begann für mich natür­lich lau­fend (mehr zu mei­nen ver­su­chen, bei so einer fahrt die täg­lich-lau­fen-serie am leben zu erhal­ten, steht unter lau­fen im aus­land). dann gabe es ein frü­hes und aus­ge­spro­chen mage­res früh­stück – vor allem ganz ohne auf­put­schen­de geträn­ke: kaf­fee oder tee gab es mor­gens über­haupt nicht. danach ging es dann auch schon gleich wei­ter im engen ter­min­plan: zunächst zur pro­be im kul­tur­haus. dort wur­de auf­marsch und fina­le des auf­tritts bzw. der auf­trit­te an die­sem vor­mit­tag geprobt. das ging dann auch eini­ger­ma­ßen zügig über die büh­ne. die auf­trit­te selbst (beim ers­ten: fischer- und weber­tanz; beim zwei­ten dann hohen­buck­oer sprin­ger und bay­ri­sche pol­ka mit ban­kerl­tanz) waren dann zwar etwas stres­sig, aber sonst in ord­nung. und schon ging es auch wie­der wei­ter: zunächst zum mit­tag­essen, dann über­ra­schend drei gan­ze stun­den ohne pro­gramm: ruhe pur. eigent­lich war ja noch der umzug und auf­tritt auf dem markt­platz geplant, aber das fiel im wahrs­ten sin­ne des wor­tes ins was­ser: schon vor­mit­tags waren die ers­ten schau­er auf­ge­zo­gen, die jetzt jede frei­luft­ver­an­stal­tung unmög­lich mach­ten. das kur­zer hand auf die bei­ne gestell­te alter­na­tiv­pro­gramm führ­te uns nach bans­ka bystri­ca, ca. 20 kilo­me­ter von zvo­len, zum gro­ßen „euro­pa-cen­ter”, einem neu­zeit­li­chen kon­sum­tem­pel der extra­klas­se: ein ein­zi­ge, fast unun­ter­bro­che­ne ket­te kla­mot­ten­lä­den – wahn­sinn, so viel kann man gar nicht anzie­hen … zum glück konn­ten wir auch alle wie­der mit zurück ins inter­nat neh­men. dort waren wir wie­der nur kurz zum essen, es ging noch ein zwei­tes mal ins kul­tur­haus, zur „dis­co­thé­que für die kin­der”. das war eine recht lus­ti­ge sache. vor allem der gran­di­os mit­mach-tanz, der zum gesang von zwei sich stän­dig wie­der­ho­len­den wör­ter weit über zwan­zig minu­ten andau­er­te – der dj muss­te dem schließ­lich gewalt­sam ein­halt bieten.

am 31.5. ging es wie­der gleich nach dem früh­stück los: zunächst war der foto­ter­min am schloss zvolen, schloss zu absol­vie­ren. dann stand für den rest des vor­mit­tags der besuch einer schu­le, eine ein­heits­schu­le für die ers­ten acht klas­sen, im slo­wa­ki­schen grund­schu­le genannt, auf dem pro­gramm. etwas über­ra­schend wur­den wir nach einer füh­rung durch die ziem­lich bau­fäl­li­gen gebäu­de auch noch in den deutsch­un­ter­richt inte­griert – die leh­rer hat­ten sich vie­le mühe gege­ben mit der vor­be­rei­tung, die unse­re kin­der nicht so recht erwi­dern moch­ten. das span­nends­te, was sie zu erzäh­len wuss­ten, war der groß­ar­ti­ge ein­kauf in bans­ka bystri­ca: 20 liter cola. für vier leute.
danach ging es dann in die turn­hal­le, zum tan­zen für die gesam­te schu­le. der bän­der­tanz klapp­te zwar nicht rich­tig (und mir fiel erst danach wie­der ein, wass ich beim zusam­men­bre­chen­den geflecht zu tun gehabt hät­te), doch sonst war auch das in ord­nung. und so ganz neben­bei lös­te sich auch noch das mys­te­ri­um der ver­schwun­de­nen schwar­zen wes­te: ilo­na fiel nun näm­lich auf, dass acht wes­ten für neun jun­gen immer einen ohne übrig las­sen – in bad könig war es offen­bar der fal­sche, der kei­ne mehr abbe­kom­men hat und des­halb alarm schlug … nach dem mit­tag­essen in der schul­kan­ti­ne durf­ten wir dann noch eine wei­le auf klaus war­ten, der ncoh schnell zum rek­tor ent­führt wor­den war. und nach knapp zwei stun­den fau­len nichts­tun ging das nach­mit­tags­pro­gramm wei­ter. der auf­tritt auf dem markt­platz war zwar inzwi­schen wie­der dem all­täg­lich, nach­mit­täg­li­chen regen zum opfer gefal­len. aber im schloss gab es noch eini­ges zu tun: wäh­rend die tän­zer sich in tanz- und volks­kunst-work­shops ver­gnüg­ten (bei denen die zeit aber offen­bar sehr knapp bemes­sen war), muss­ten die musi­ker mit klaus zum offi­zi­el­len emp­fang beim bür­ger­meis­ter. der tauch­te dann zwar gar nicht auf, schick­te aber sei­ne ver­tre­te­rin, die sogar deutsch konn­te und somit unse­ren über­set­zer über­flüs­sig mach­te. den beginn der ver­an­stal­tung hät­ten wir bei­na­he noch ver­passt: es hieß zunächst, der ein­marsch zur natio­nal­hym­ne sol­le noch geprobt wer­den – bevor das geschah, ging es dann aber schon gleich rich­tig los. und dann durf­te jeder sein geschenk über­rei­chen, ein paar wor­te sagen und eine kur­ze vor­füh­rung ablie­fern. wir spiel­ten die „bau­ern­hoch­zeit” und den „braut­wal­zer” – das geht immer und kommt gut an. für uns schloss sich dann ein express-rund­gang durch die schloss-gale­rie an, an deren aus­gang wir auch den rest der grup­pe wie­der tra­fen. zurück im inter­nat stand dann die ers­te pack­or­gie an: der bus soll­te noch schnell, bevor sei­ne zwangs­pau­se anfing, mit den schließ­kör­ben und instru­men­ten und sons­ti­gem gerät bela­den werden.

der 1.6. bescher­te uns einen frei­en vor­mit­tag, den wir mit einem rund­gang durch zvo­len ver­brach­ten. viel zu sehen gibt es da aller­dings nicht. eine fuß­gän­ger­zo­ne (am platz des slo­wa­ki­schen natio­nal­auf­stan­des, der nicht mehr als das übli­che sozia­lis­ti­sche hel­den-monu­ment ist), die gera­de auf­wen­dig neu gestal­tet wird. eine klei­ne katho­li­sche kir­che mit eini­gen beten­den frau­en. eine grö­ße­re evan­ge­li­sche kir­che, erbaut 1921, die lei­der ver­schlos­sen war. aber nicht für uns: denn als wir ver­such­ten, durch die fens­ter einen blick ins inne­re zu erha­schen, sah uns offen­bar die küs­te­rin und öff­net uns die tür. innen ein schlich­ter, klas­si­zis­tisch ange­hauch­ter kir­chen­raum mit einem schö­nen altar, der von einer gro­ßen, gütig drein­bli­cken­den jesus­fi­gur über­ragt wird, die aus­nahms­wei­se ein­mal nicht am kreuz hängt. nach dem mit­tag­essen ging es dann zum gro­ßen fina­le: das „gala­kon­cert”, wie die slo­wa­ken so etwas nen­nen, im städ­ti­schen thea­ter. dafür muss­te aber zunächst ein­mal ordent­lich geprobt wer­den. die ein­zel­nen grup­pen waren recht schnell fer­tig. aber der ein­zug und vor allem das fina­le erfor­der­te eine men­ge arbeit – und vie­le, vie­le wie­der­ho­lun­gen. eini­ge davon gin­gen aller­dings auf das kon­to der grup­pen­lei­ter, ins­be­son­de­re der rus­si­sche und der ser­bi­sche stell­ten sich nicht beson­ders geschickt an bei dem sehr aus­ge­klü­gel­ten zere­mo­ni­ell. das pro­gramm lief dann aber auch am schnür­chen – nur haben wir lei­der nix davon mit­be­kom­men, weil der zuschau­er­raum aus­ver­kauft und die sei­ten­büh­nen uns ver­bo­ten waren. unser teil lief auch sehr zufrie­den­stel­lend: der het­lin­ger bandri­ter und der ban­kerl­tanz kamen auch bei die­sem etwas älte­ren publi­kum gut an. danach gab es dann wie­der ein schnel­les abend­essen und ganz, ganz eili­ge vor­be­rei­tun­gen für die dis­co zum abschluss. die ging natür­lich nicht ohne eine erneu­te run­de des mit­mach-tan­zes ab – aber immer­hin war die­ses mal etwas frü­her schluss. und die tsche­schi­chen musi­ker hat­ten im foy­er um ihr zym­bal her­um eine impro­vi­sier­te gegen­ver­an­stal­tung eröff­net. um halb zwölf waren dann auch fast alle schon im bett, denn

am 2.6. ging es wie­der sehr früh los: um halb sie­ben wur­de der bus gepackt (davor war ich natür­lich wie­der lau­fen – nur kurz, das war schon sakrisch früh …). dann noch ein­mal das früh­stück ohne kaf­fee (den es immer­hin spä­ter im bus in genü­gen­den men­gen gab) und ab gings rich­tung hei­mat. ein klei­nen zwi­schen­stopp gab es aber noch ein­mal beim schloss, wo wir noch eine dvd mit auf­zeich­nun­gen des fes­ti­vals über­reicht beka­men (und wer­ner noch vom auto ange­fah­ren wur­de, was zum glück glimpf­lich ablief) die­se dvd woll­te klaus aber im bus nicht zei­gen. doch immer­hin gab es auf die­ser fahrt etwas unter­halt­sa­me­res als bei der hin­fahrt: shrek 2. die rück­fahrt schien dann auch ange­neh­mer als die hin­fahrt. das lag viel­leicht auch dar­an, dass wir nur die abso­lut nöti­gen pau­sen mach­ten. und so schaff­ten wir es, mit dem in würz­burg gewech­sel­ten fah­rer, sogar vor den anvi­sier­ten 22 uhr wie­der in erbach zu sein.

die­se fotos hat mir freund­li­cher­wei­se der foto­graph der rus­si­schen grup­pe, garm­ony­ia, zur ver­fü­gung gestellt:

p.s.: wie wenig man vom slo­wa­ki­schen ver­steht, mag ein aus­schnitt aus dem fes­ti­val-pro­spekt illustrieren:

mal wieder paddeln

nach der abs­ti­nenz der letz­ten wochen (der mara­thon war erst ein­mal wich­ti­ger …) bin ich heu­te mal wie­der ins kajak gestie­gen. es ging auch noch ganz gut ;-). aber viel kraft in den armen habe ich im moment nicht gera­de. gepad­delt bin ich die klas­si­sche nach­mit­tags-rou­te: vom boots­haus den rhein hin­auf, in den gins­hei­mer alt­rhein bis zum stein­damm, dort umset­zen in den rhein und mit der strö­mung wie­der zurück nach mainz. obwohl es mir zunächst gar nicht so warm vor­kam, war das doch eine recht schweiß­trei­ben­de ange­le­gen­heit – nun gut, ca. 27 °C sind auch nicht gera­de wenig. und obwohl es mir eigent­lich recht bewölkt vor­kam, habe ich doch recht viel son­ne abbe­kom­men in den drei stun­den pad­deln: die umris­se der uhr und des gps-emp­fän­gers sind recht deut­lich zu erken­nen auf mei­nem lin­ken arm. dabei war ich vor­her ja auch schon nicht mehr ganz weiß …

Paddelstrecke 23.5.2007

Pad­del­stre­cke 23.5.2007

es ist angepaddelt.

ja, tat­säch­lich, es ist schon wie­der so weit. pünkt­lich zum früh­jahrs­an­fang und der zeit­um­stel­lung hat heu­te das ofi­zi­el­le anpad­deln des main­zer kanu-ver­eins und des kanu­ver­bands rhein­hes­sen statt­ge­fun­den: von gun­ters­blum nach mainz ging es. und es war zum glück auch ein schö­ner tag. der regen hat­te glück­li­cher­wei­se in der nacht auf­ge­hört, ab und an kam sogar die son­ne her­aus. der wind blies zwar recht ordent­lich, aber das macht ja nix – dafür gibt es ja pad­del­ja­cken. ich war – zum ers­ten mal in mei­nem leben – im 7er kana­di­er unter­wegs. ganz inter­es­sant, so ein pott – erstaun­lich, wie flüs­sig und doch recht leicht sich so ein schiff bewe­gen und steu­ern lässt. aber so ein einer-kajak ist mir doch ange­neh­mer. sehr sport­lich waren wir damit aber auch nicht unter­wegs. zunächst hieß es zwar früh auf­ste­hen – der zug ver­ließ mainz bereits um 7.52 uhr – aber dann pas­sier­te eigent­lich erst ein­mal recht wenig. in gun­ters­blum muss­ten wir natür­lich noch vom bahn­hof zum rhein kom­men, das meis­te davon sind wir gelau­fen. dann gab es erst ein­mal früh­stück – eine recht lang­wie­ri­ge sache. um punkt 10.30 uhr – und auch ja kei­ne minu­te frü­her – ging es dann los, den rhein hin­ab. nach knapp andert­halb stun­den waren wir bereits in nacken­heim, wo wir für die mit­tags­pau­se ein­kehr­ten. danach ging es dann auf die rest­li­chen 11 km – immer kreuz und quer über den rhein, inklu­si­ve des einen oder ande­ren kehr­was­sers und dem kur­zen sur­fen auf einer ste­hen­den wel­le. als wir über die blei­aue in den acker ein­ge­fah­ren sind, hat­ten wir noch eine kur­ze, uner­freu­lich begeg­nung mit der was­ser­po­li­zei, die plötz­lich wis­sen woll­te, dass wir nicht hät­ten in die blei­aue ein­fah­ren dür­fen, weil das schild „a1” dies uns ver­weh­ren soll­te. immer­hin konn­ten wir noch in erfah­rung brin­gen, dass „a1” das üblich „einfahrt-verboten”-schild ist. aber gese­hen hat es von uns auch kei­ner. abge­se­hen davon wuss­te auch im mkv nie­mand davon – nur von dem ver­bot der ein­fahrt für moto­ri­sier­te boo­te – aber selbst ein c7er hat halt kei­nen motor, son­dern nur sie­ben padd­ler (im unse­ren fall sogar nur sechs). nun­ja, die was­ser­po­li­zei ließ uns dann gnä­dig von dan­nen ziehen …

endlich: die rolle klappt!

nun ist die win­ter­sai­son ja (fast) vor­über, das eski­mo­tier­trai­ning im hal­len­bad been­det. und pünkt­lich im letz­ten trai­ning hab’ ich es end­lich gepackt: die eski­mo­rol­le klappt jetzt halb­wegs sicher. das heißt, eigent­lich ist es bis jetzt nur die stütz­rol­le rechts, die wirk­lich funk­tio­niert. aber das ist ja immer­hin schon ein­mal ein anfang … der größ­te witz dabei: irgend­wann hat’s ein­fach klick gemacht und es ging – ohne dass ich wüss­te, was ich wesent­lich anders gemacht habe als zuvor, wo es immer wie­der nur fast zum hoch­rol­len gereicht hat und ich immer wie­der schön zurück­ge­kippt bin. wahr­schein­lich lag’s vor allem an der posi­tio­nie­rung des pad­dels, das ich noch ein wenig näher an die was­ser­ober­flä­che gebracht habe – und das war dann die men­ge an stüt­ze, die mir vor­her ein­fach immer wie­der gefehlt hat.

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