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Die Monos erobern Galtür

Beim größ­ten Tref­fen der mono-ski.org aller Zei­ten mit unge­fähr 35 Mono­ski­fah­re­rin­nen (wenn ich rich­tig gezählt habe) in Gal­tür war viel los. Vor allem wur­de viel Ski gefah­ren. Mehr zu den vier Tagen habe ich aus mei­ner Sicht drü­ben im Bewe­gungs­blog auf­ge­schrie­ben: klick.

Zillertalarena – eine Rundfahrt

Weil ich es eh‘ schon geschrie­ben habe, für das Monoski-​Forum, kommt es hier auch noch ein­mal hin: Eine kur­ze Beschrei­bung der Zil­ler­tala­re­na. Los geht’s:

Die Zillertal-​Arena, ein klei­ner Teil des Ski­ver­gnü­gens im Zil­ler­tal, zer­fällt eigent­lich noch ein­mal in meh­re­re klei­ne­re Teil­ge­bie­te: Ger­los, Ger­los­plat­te, Königs­lei­ten­spit­ze und Kar­spit­ze. Aber die sind nahe bei­ein­an­der und (fast) per­fekt durch Lif­te und Pis­ten mit­ein­an­der ver­bun­den, so dass man das gar nicht beson­ders mer­ken muss. (Hier gibt es auch einen Plan: klick)

Ich stel­le sie trotz­dem mal getrennt vor, weil ich sie auch ein­zeln wahr­ge­nom­men und gefah­ren bin. Also, Start ist in Ger­los. Das ist ein­fach, da gibt es nur eine Mög­lich­keit: Die Iss­ko­gel­bahn am Dorf­en­de führt auf den Berg. Und bie­tet auch eine bzw. zwei net­te Tal­ab­fahr­ten: Im obe­ren Bereich ist die schwar­ze Vari­an­te für Monos schö­ner, weil sie weni­ger Weg hat. Und beson­ders schwarz ist sie auch über­haupt nicht. Die bei­den Pis­ten ver­ei­nen sich aber sowie­so bald zu einer roten Abfahrt, die mor­gens eine wun­der­ba­re Speed­pis­te war.
Auf dem Iss­ko­gel, im „Are­na Cen­ter“ ist in der Regel viel Betrieb. Zwei Ses­sel (Ebenfeld-​X-​Press und Sto­amandl) sor­gen zusam­men mit dem Vorkogel-​Schlepper (der vor allem für den groß aus­ge­bau­ten Fun­park läuft) für die nöti­ge Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät (und ein biss­chen mehr). Auch der Krummbach-​X-​Press füllt die eher unspek­ta­ku­lä­ren, fast lang­wei­lig brei­ten blau­en Pis­ten im Are­na Cen­ter noch zusätzlich. 

Nicht wun­dern muss man sich, wenn man Ski­fah­rer in genau die­sem Krummbach-​X-​Press berg­ab fah­ren sieht: Die ein­zi­ge Pis­ten­ver­bin­dung zur Ger­los­plat­te und zur Königs­lei­ten­spit­ze ist schwarz mar­kiert. Das ist durch­aus sinn­voll, weil der Hang oben doch recht steil ist. Da die Pis­te aber irr­sin­nig breit ist und – wie über­all im Zil­ler­tal – ihr Unter­grund erschöp­fend pla­niert wur­de, ist das kei­ne beson­de­re Her­aus­for­de­rung. Unten trifft man auf zwei kur­ze, hin­ter­ein­an­der geschal­te­te Ses­sel­lif­te, die hin­auf in Rich­tung Königs­lei­ten­spit­ze für Anschluss sor­gen. Der zwei­te, der Fussalm-​X-​Press, bie­tet auch noch eine net­te rote Car­ving­pis­te. Inter­es­san­ter wird es, wenn man oben zur Falschbach-​Bahn quert. Die Gon­del­bahn führt ganz hoch auf die Königs­lei­ten­spit­ze. Dort hat man die Aus­wahl: außen führt eine schwar­ze Power­ab­fahrt, wie­der unsin­nig breit, ein­fach den Hang run­ter zur Tal­sta­ti­on der Falschbach-​Gondel: Da kann man aus­ge­spro­chen ordent­lich Tem­po machen. Und neben­dran, direkt unter der Gon­del, ist ein schö­ner Freeride-​Hang (auch mit Buckeln …). Die Alter­na­ti­ve auf der ande­ren Sei­te der Bahn ist eben­falls schwarz mar­kiert, aber nicht so steil und hängt in der ers­ten Hälf­te sehr deut­lich zur Sei­te ab (wes­halb sie mir nicht zusag­te). Die drit­te Vari­an­te ist eine rote Abfahrt – das ist eine sehr schö­ne Fahrt, vor allem wenn man sie bis ganz unten abfährt (wo man damit wie­der an der Tal­sta­ti­on des Krummbach-​X-​Presses ist, also zum Arena-​Center zurück­keh­ren kann oder wie­der den Fussalm-​X-​Press zur Königs­lei­ten­spit­ze nimmt. 

Von der Königs­lei­ten­spit­ze ganz oben gibt es noch mehr Mög­lich­kei­ten, da dort nicht nur die Falschbach-​Gondel ankommt, son­dern – von den ande­ren Sei­ten des Ber­ges – auch die Lar­mach­bahn und die Gip­fel­bahn. Die Lar­mach­bahn, ein Vie­rer­ses­sel, hat eine schö­ne schnel­le rote Abfahrt mit kna­ckig stei­lem Ein­stieg direkt an der Berg­sta­ti­on, die nach unten sehr schön ausläuft.
Die Gip­fel­bahn quert unter­wegs die Dorf­bahn (die von Königs­lei­ten, der künst­li­chen Feri­en­sied­lung am Hang) hin­auf kommt. Zusam­men mit dem Hochalmkar-​Schlepper und dem Mitterleger-​Sessel erschlie­ßen sie die Sei­te der Königs­lei­ten­spit­ze mit roten und blau­en Pis­ten – und viel Betrieb, ähn­lich wie am Arena-​Center. Das liegt auch dar­an, dass sich die Pis­ten teil­wei­se kreuzen …

Schö­ner ist es, die Königs­lei­ten­spit­ze wie­der zu ver­las­sen, die­ses Mal in Rich­tung Ger­los­plat­te. Dafür muss man an der Tal­sta­ti­on der Lar­mach­bahn vor­bei, ent­we­der auf der roten oder der blau­en Pis­te hin­un­ter zum Ger­los­pass. Bei mir war die rote – wohl auf­grund der dün­nen bis löch­ri­gen Schnee­de­cke – nicht prä­pa­riert und in die­sem Zustand etwas ner­vig zu fahren …

Vom Ger­los­pass füh­ren der Plattenkogel-​X-​Press 1 & 2 auf den Plat­ten­ko­gel, von wo aus sich das Teil­ge­biet der Ger­los­plat­te erschließt: Die Pis­ten unter den Plattenkogel-​Sesseln sind eher lang­wei­lig. Inter­es­san­ter ist es auf der ande­ren Sei­te: Dort bie­tet der Schlep­per Handlalm eine schö­ne, abwechs­lungs­rei­che kna­cki­ge schwar­ze Pis­te. Und auf den roten Abfahr­ten zwi­schen Spee­dy (ja, der heißt wirk­lich so) und Duxeralm­bahn kann man ordent­lich Gas geben …

Am Nach­mit­tag muss man sich dann aller­dings recht­zei­tig wie­der auf den Rück­weg machen, denn nach Ger­los führt der Weg zunächst über Ger­los­plat­te und Königs­lei­ten­spit­ze sowie Krumm­bach­tal – das zieht sich.

Auch die Ver­bin­dung vom Arena-​Center in die ande­re Rich­tung, dem von Zell aus erreich­ba­ren Gebiet zwi­schen Kar­spit­ze und Rosen- bzw. Wie­sen­alm, zieht sich etwas: Vom Sto­amandl am Iss­ko­gel geht es hin­un­ter ins Teu­fel­tal, wo es teuf­lich zieht … Dann mit dem Krimml-​X-​Press auf das Über­gangs­joch – und der Lift scheint kein Ende zu neh­men. Dabei kann man in Ruhe die rote Pis­te unter ihm in Augen­schein neh­men, die man auf dem Rück­weg nut­zen muss, weil es die ein­zi­ge Ver­bin­dung ist. Das ist auch die Pis­te, wo man am deut­lichs­ten sieht, wie mas­siv so ein Ski­ge­biet in das Gebir­ge ein­greift – sie ist näm­lich fast durch­weg in den Fels gesprengt (und ent­spre­chend – für Zil­ler­ta­ler Ver­hält­nis­se – schmal). 

Auf der Zel­ler Sei­te erwar­ten einen dann eini­ge schö­ne Abfahr­ten, mehr oder weni­ger par­al­lel am Hang ver­teilt bei den Ses­seln Hanser-​X-​Press und Karspitz-​X-​Press. Sehr schön ist auch die Abfahrt beim abge­le­ge­nen Kapauns (der noch ein alter Zwei­er­ses­sel ist). Neben der Kar­spitz­bahn, einer der bei­den Gon­del­bah­nen, die von Zell her­auf kom­men, führt die „Sport­ab­fahrt“ genann­te rote Pis­te zur Mit­tel­sta­ti­on – wo Schluss ist, weil Zell kei­ne Tal­ab­fahrt hat (bei einer Höhe von nicht ein­mal 600 Metern ist das auch ver­ständ­lich …). Beson­ders sport­lich fand ich sie nicht, dafür war hier mit Abstand die höchs­te Kunst­schnee­kon­zen­tra­ti­on des gan­zen Ski­ge­bie­tes – und nicht wenig Betrieb. Da bin ich doch lie­ber an den Rän­dern geblie­ben – eben am Kapauns oder bei der auch ganz net­ten Kreuzwiesenbahn. 

Von dem Zel­ler Teil der Zil­ler­tala­re­na kommt man, wie bereits ange­deu­tet, nur über das Teu­fel­tal zurück nach Ger­los. Oder von Zell aus mit dem Bus, der aber nicht ein­mal stünd­lich ver­kehrt und bis Ger­los 45 Minu­ten unter­wegs ist (also kei­ne wirk­li­che Alter­na­ti­ve bietet).

Ein rasender Ski: Kurzbesuch beim Monoski-Treffen

Die­ses Jahr war es ein kur­zer Besuch für mich beim Monoski-​Treffen, denn ich konn­te mich nur schwer aus Mainz los­ei­sen. Des­we­gen war ich eigent­lich nur am Frei­tag dabei – weil sich ein Tag aber über­haupt nicht lohnt, bliebt ich noch bis Sonn­tag in Ger­los, wo das 11. Monoski-​Treffen die­ses Jahr stattfand. 

Skipass

Ski­pass (Vor­der­sei­te)

Am Don­ners­tag star­te­te ich nicht gleich am frü­hen Mor­gen, son­dern erst nach 10 Uhr. Von Mainz aus ging es mit dem EC nach Mün­chen, wo ich zunächst mal mehr als eine Stun­de war­ten muss­te. Das konn­te ich nut­zen, in Ruhe einen Kaf­fee zu trin­ken und mei­ne Vor­rä­te zu ergän­zen: In Mainz hat­te ich näm­lich ver­ges­sen, Obst mit­zu­neh­men. Spä­ter, am nächs­ten Tag, merk­te ich dann erst, dass ein paar Müs­li­rie­gel für die Ver­pfle­gung auf der Pis­te auch nicht schlecht gewe­sen wären … Von Mün­chen ging es dann wie­der mit einem EC bis nach Jen­bach, wo ich in die Zil­ler­tal­bahn umstieg. Auch ohne Platz­re­ser­vie­rung hat das wun­der­bar geklappt, für mich und mei­ne Aus­rüs­tung war in allen Zügen noch genü­gend Platz. In Jen­bach hieß es erst ein­mal wie­der war­ten: Der Bus nach Ger­los hin­auf fährt recht sel­ten, und ohne auf den Zug­fahr­plan abge­stimmt zu sein. Gegen halb acht war ich dann aber in Ger­los ange­kom­men und schritt die letz­ten Meter von der Bus­hal­te­stel­le den stei­len Hang hin­auf zum Haus Wald­ruh, wo ich ein Zim­mer mit Früh­stück gebucht hat­te. Nach­dem ich mich in dem schö­nen und ver­hält­nis­mä­ßig groß­zü­gig geschnit­te­nem Zim­mer etwas ein­ge­rich­tet hat­te, spa­zier­te ich an das ande­re Ende des Dor­fes, hin­ter die Tal­sta­ti­on der Seil­bahn, wo der Rest der Mono­ski­fah­rer im Grumbach-​Hof unter­ge­kom­men war (der mit aber etwas teu­er war und offen­bar auch nicht wirk­lich über­zeu­gen konn­te). Das war ein schö­nes Wie­der­se­hen mit den Jungs und Mädels von mono-ski.org bezie­hungs­wei­se ein ers­tes Ken­nen­ler­nen – die meis­ten kann­te ich schon aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren, aber es tau­chen immer wie­der neue Gesich­ter auf.

Der Frei­tag bescher­te mir mor­gens gleich mal zwei Tal­ab­fahr­ten an der Iss­ko­gel­bahn, bis die ande­ren ein­tru­del­ten – das kann­te ich ja schon von ver­gan­ge­nen Tref­fen, das nicht unbe­dingt alle um vier­tel vor neun am Lift ste­hen, auch wenn sie es sich vor­neh­men. Das Wet­ter war und blieb eher mäßig: Dich­te, wech­sel­haf­te Bewöl­kung, die teil­wei­se auf Höhe der Pis­ten hing – wenigs­tens schnei­te es nicht (mehr) wie am Abend zuvor, das setz­te erst am Nach­mit­tag wie­der ein. Mit­tags unter­nahm ich dann mei­ne ers­ten Schwün­ge mit mei­nem selbst­ge­bau­ten Mini-​Mono und dann einen Test des Bohê­me.

Nutzloser Mono

Nutz­lo­ser Mono: Der Bohê­me nach dem Unglück

Der ging aber kräf­tig in die Hose: Mit dem schö­nen und elegant-​geschmeidigen Test­ski unter den Füßen mach­ten wir uns auf in Rich­tung des Zel­ler Ski­ge­bie­tes. Dazu muss man ein gan­zes Stück ohne schö­ne Pis­te hin­ter sich brin­gen. Und durch das Teu­fel­tal, wo es rich­tig kalt war und der Wind böse zog, so dass wir alle mäch­tig durch­ge­fro­ren waren. Als wir an der Kreuz­wie­sen­alm zum Ein­keh­ren halt mach­ten pas­sier­te es: Beim Aus­stei­gen aus der Skib­in­dung fiel die lin­ke hin­te­re Bin­dung ein­fach vom Ski. Das war nicht das ers­te Mal, dass der Bohê­me in die­ser Hin­sicht Schwie­rig­kei­ten mach­te: Genau die­ser Fer­sen­au­to­mat war eini­ge Tage vor­her einem ande­ren Tes­ter schon aus dem Ski geris­sen und in der Werk­statt mit zusätz­li­chen Inserts wie­der befes­tigt wor­den. Das Pro­blem ist wohl, dass der Bohê­me voll­stän­dig aus Holz besteht. Das bedingt offen­bar sei­ne über­ra­gen­den Fahr­ei­gen­schaf­ten. Aber ganz offen­sicht­lich ist das Holz im Bereich der Bin­dung nicht hart genug, um den Belas­tun­gen stand zu hal­ten, oder die Bin­dung war so schlecht mon­tiert, dass das Holz Pro­ble­me bekam. Dabei war ich jetzt noch nicht ein­mal über­trie­ben hef­tig unter­wegs. Jeden­falls stand ich da nun, mit einem nicht mehr funk­ti­ons­tüch­ti­gen Ski, an der Pis­te. Immer­hin war es nicht mehr weit zur Tal­sta­ti­on kdes Kreuzwiesen-​X-​Presses (die Ski­lif­te haben da fast alle so bescheu­er­te Namen mit „X‑Press“, auch wenn sie nur vor sich hin bum­meln …). Der Lift­wär­ter schick­te mich erst ein­mal hin­auf. Der Auf­se­her am Aus­stieg war dann immer­hin so nett, mir eine Fahr­ge­le­gen­heit zur nächs­ten Gon­del­bahn, die mich ins Tal brin­gen konn­te, zu orga­ni­sie­ren. Das dau­er­te zwar ein biss­chen, bis das Schnee­mo­bil kam, war aber alle­mal ange­neh­mer, als mit Ski in der Hand die Pis­te hin­un­ter zu stapfen. 
Ausgerissener Fersenautomat

Aus­ge­ris­se­ner Fer­sen­au­to­mat am Bohê­me (Detail)

Ohne rech­te Über­zeu­gung oder Erwar­tung ging ich mit dem Ski noch in die Werk­statt, die ihn eini­ge Tage zuvor schon repa­riert hat­te. Der Chef wuss­te nicht, ob er lachen oder flu­chen soll­te, als er micht mit dem Ski ankom­men sah – ent­schied sich dann aber vor allem fürs Flu­chen und wei­ger­te sich, wie ich es schon fast erwar­tet hat­te, den Ski noch ein­mal anzu­fas­sen und emp­fahl mir die Ent­sor­gung über den Häcks­ler. Das war nun natür­lich kei­ne wirk­li­che Opti­on. Unter­des­sen hat­te ich aller­dings, wie ich kurz dar­auf fest­stel­len muss­te, den Bus nach Ger­los hin­auf ver­passt. Und auf den nächs­ten muss­te ich dann erst ein­mal eine Wei­le war­ten. Zum Glück gab es an der Tal­sta­ti­on der Rosen­alm­bahn, wo der Bus abfuhr, wenigs­tens WLAN, so dass ich mir mit den Han­dy die Zeit etwas ver­kür­zen konn­te. Bis der Bus mich dann aber in Ger­los abge­setzt hat­te, war der Ski­tag aller­dings schon gelau­fen – blöd und ver­dammt ärger­lich, dass ich dadurch so wenig Gele­gen­heit hat­te, mit den ande­ren auf oder neben der Pis­te zu sein. Denn am Abend waren die schon eini­ge abge­reist und der Rest ver­ließ Ger­los dann am Sams­tag früh.
Süßer Mono

Süßer Mono (ohne Bin­dung, weil von Jörg …)

Das war aber ihr Pech. Denn der Sams­tag war ein genia­ler Ski­tag: Guter Schnee und herr­li­ches Wet­ter – strah­len­der Son­nen­schein ohne eine ein­zi­ge Wol­ke bei Tem­pe­ra­tu­ren um den Gefrier­punkt. Da gab es für mich kein Hal­ten mehr: Um 8:45 war ich mit dem ers­ten Ski­bus an der Tal­sta­ti­on der Iss­ko­gel­bahn. Und dann ging es los, auf grif­fi­gen Pis­ten und mit viel Platz – noch war es ganz und gar leer und wur­de am Sams­tag auch nicht so beson­ders voll. Pau­se habe ich an die­sem Tag nur im Lift gemacht. Das hat zwar am Ende ganz schön geschmerzt, aber die­se idea­len Bedin­gun­gen konn­te ich nicht so ein­fach ver­säu­men. In den letz­ten Stun­den des Nach­mi­taggs muss­te dann auch noch der Mini-​Mono dran glau­ben: Auch auf dem Bonsai-​Mono kam ich gut vor­an – obwohl das Fah­ren auf Dau­er doch etwas anstren­gen­der ist als auf einem „nor­ma­len“ Mono. Über 13.000 Höhen­me­ter und 100 Kilo­me­ter gefah­re­ne Pis­ten weist Ski­li­ne für die­sen Tag aus (damit bin ich bei Ski­li­ne auf Platz 15 für die an einem Tag in Ger­los gefah­re­nen Höhenmeter):


Und so sieht das auf der Kar­te aus:

Pistenplan Samstag

Die benutz­ten Lif­te am Samstag

Und nach so einem Tag, nach sie­ben Stun­den Ski­fah­ren auf schnel­len und sehr schnel­len schwar­zen und roten Pis­ten ging es dann noch lau­fen – aber da war natür­lich nicht mehr viel zu holen.

Genau damit fing dann auch der Sonn­tag an: Ein kur­zer Mor­gen­lauf um kurz nach sechs Uhr, als der gan­ze Ort noch still und ver­schla­fen träum­te. Nach dem Packen und Früh­stü­cken war ich wie­der um vier­tel vor neun an der Seil­bahn. Heu­te war nicht viel Zeit, mein Ski­tag reich­te nur bis ca. 14:30 Uhr. Da ich am Sams­tag vor­wie­gend auf der Ger­los­plat­te und an der Königs­lei­ten­spit­ze unter­wegs war, woll­te ich heu­te die ande­re Ecke rund um die Kar­spit­ze (das ist der zu Zell gehö­ri­ge Teil der Zillertal-​Arena) erkun­den. Aber die lee­ren und ordent­lich prä­pa­rier­ten Pis­ten lock­ten mich doch noch ein­mal an die Königs­lei­ten­spit­ze. Zum einen war da wie­der die schwar­ze Pis­te am Falsch­bach, zum ande­ren hat­te ich am Sams­tag die Lar­mach­bahn aus­ge­las­sen und woll­te das noch nach­ho­len. Genau die war aber eine Ent­täu­schung, da die dazu­ge­hö­ri­ge Pis­te ver­dammt schlecht prä­pa­riert war: Vol­ler Löcher, rie­si­ger Schne­bro­cken, hohe Absät­ze zwi­schen den Pis­ten­wal­zen­spu­ren – da ist so ziem­lich alles schief gegan­gen was schief gehen kann bei der Pis­ten­prä­pa­ra­ti­on. Dabei ist das eigent­lich eine schö­ne Pis­te, auf der man sehr gut Gas geben könn­te. Ich habe es ver­sucht, aber es wur­de mir dann zu ris­kant. Und all­mäh­lich füll­ten sich die Pis­ten hier auch erheb­lich. Also mach­te ich mich auf den lan­gen Weg mit den ewi­gen Ses­sel­lif­ten, um an die Kar­spit­ze zu kom­men. Da habe ich noch ein paar schö­ne Power­pis­ten gefun­den – aber auch schon viel ganz schön zer­fah­re­nes und weni­ger span­nen­des. Vor allem die „Sport­ab­fahrt“ an die Mit­tel­sta­ti­on fand ich wenig über­zeu­gend. Das lag aber auch dar­an, dass ihre Auf­la­ge fast aus­schließ­lich aus Kunst­schnee zu bestehen schien. Und das war deut­lich unan­ge­neh­mer zu fah­ren als auf den ande­ren Pis­ten. Das blieb also bei einem Ver­such. Auch der Rück­weg über das Teu­fel­tal nahm wie­der eini­ge Zeit in Anspruch. Und da ich mit der Gon­del­bahn hin­un­ter muss­te, um bei­de Ski­er wie­der auf den Heim­weg zu brin­gen, war der Tag auch schon gelau­fen. Denn der Ski­bus muss­te mich wie­der ans ande­re Orts­en­de brin­gen, ich muss­te mich noch umzie­hen und mei­nen Ruck­sack mit den Ski­schu­hen neu packen sowie die Skie trans­port­fer­tig machen. 

Dem­entspre­chend war der Sonn­tag auf der Pis­te etwas kürzer:

Skipass

Ski­pass (Rück­sei­te)

Dann war es auch schon wie­der so weit: Adieu Ger­los. Nett war es hier, auch wenn mich das Ski­ge­biet nur halb über­zeug­te und vor allem wenig begeis­tern­de Pis­ten für mich bereit hielt. Der Lini­en­bus nach Zell war dann schon in Ger­los über­voll – ich stand dann mit mei­nem gesam­ten Gepäck die gut vier­zig Minu­ten dau­ern­de Fahrt über die Alpen­stra­ße hin­ab nach Zell. Da wird man ordent­lich durch­ge­schau­kelt, von einer Sei­te auf die ande­ren, von vorn nach hin­ten und zurück geschleu­dert … Ab Zell ging es dann wie­der mit der klapp­ri­gen Zil­ler­tal­bahn nach Jen­bach, wo ich lan­ge Auf­ent­halt hat­te, bevor mich der EC nach Mün­chen fuhr. Obwohl der Zug gut gefüllt war, habe ich auch Sonn­tag Abend pro­blem­los einen Platz gefun­den, auch ohne Reser­vie­rung. Auch der ICE von Mün­chen nach Frank­furt war zwar gut besetzt, hat­te aber noch viel Platz für mich, mei­nen gro­ßen Ruck­sack und mei­ne ander­t­alb Ski­er. Der ICE, der mich von Frank­furt nach Mainz brach­te, war­te­te net­ter­wei­se, obwohl wir aus irgend einem Grund deut­lich ver­spä­tet am Main anka­men. Und er war leer – in mei­nem Wagen waren ins­ge­samt drei Rei­sen­de … Mainz dann Fuß­weg – und um kurz nach ein Uhr glück­lich zu Hau­se, wo ich bald ins Bett fiel: Um sechs Uhr klin­gel­te der Wecker schon wie­der und der schnel­le Aus­flug mit einem und einem hal­be Ski war end­gül­tig zu Ende …

Mini-​Mono: Erster Fahrbericht mit dem Bonsai

Am Frei­tag fuhr ich zum ers­ten Mal mit zwei eige­nen Skis auf den Berg: Dem TT Ham­mer von Snow­shark und dem Mini-​Mono „Bon­sai“ aus der eige­nen Werk­statt. Der kur­ze Ski hat­te erst ein­mal Pau­se, aber am spä­ten Vor­mit­tag schnall­te ich ihn mir dann zum ers­ten Mal über­haupt an die Füße. Und die ande­ren Mono­is­tas schau­ten sehr genau – und mit lau­fen­der Kame­ra, denn kaum einer glaub­te, dass ich die­ses selt­sa­me Ding unbe­scha­det die Pis­te hin­un­ter oder aus dem Ses­sel­lift hin­aus brin­gen wür­de. Und sie hat­ten alle unrecht …

Der Ein­stieg ist ein biss­chen fum­me­lig, weil die Non-​release-​Bindung in die­ser Hin­sicht nicht ganz so kom­for­ta­bel ist wie eine „nor­ma­le“ Skib­in­dung und einer mei­ner Fer­sen­bü­gel immer wie­der nach unten klapp­te. Mit etwas Nach­hil­fe durch den Ski­stock ging das aber doch. Die V‑Stellung der Bin­dun­gen merkt man aber nicht, wenn man auf dem Ski steht: Obwohl der Win­kel schon deut­lich sicht­bar ist, stört das beim Drauf­ste­hen über­haupt nicht bezie­hungs­wei­se fällt gar nicht erst auf.

IMG_20130129_140145Und dann die ers­ten Schwün­ge: Ganz schön wack­lig, das Ding. Da ich ja fast am Heck des Skis ste­he (der Abstand von der Bin­dung bis zur hin­te­ren Ski­kan­te beträgt nur 2,5 Zen­ti­me­ter) bin ich erst­mal ganz bewusst mit star­ker Vor­la­ge gestar­tet. Dafür dreht der kur­ze Mini-​Mono erwar­tungs­ge­mäß unge­mein leicht und schnell. Aber so posi­tiv die Kür­ze beim Schwung­ein­lei­ten ist: Sta­bi­li­tät hat der Ski eben nicht viel. Die Schau­fel fängt ganz schön schnell an zu flat­tern. Das Pro­blem ist näm­lich auch: Wenn man zu viel Druck auf der Schau­fel hat, also zu weit vor­ne steht, glei­tet er nicht (mehr) gut und geht auch deut­lich schlech­ter in die Kur­ve. Gerät man aller­dings zu weit nach hin­ten, ver­liert der Ski sozu­sa­gen die Haf­tung: Dann wird die Ange­le­gen­heit aus­ge­spro­chen ner­vös, weil man immer auf die hin­te­re Kan­te zu kip­pen droht. Es gilt also, die Mit­te zu wah­ren. Das ist auch die eigent­li­che Her­aus­for­de­rung am Mini-​Mono. Gemerkt habe ich das dann vor allem am nächs­ten Tag, als ich nach­mit­tags unge­fähr zwei Stun­den damit unter­wegs war. Man kann so ziem­lich alles damit fah­ren. Ech­ten Tief­schnee hat­te ich lei­der nicht zur Ver­fü­gung, das wird auch weni­ger Spaß machen, ver­mu­te ich, weil da ein­fach die Gleit­flä­che zu klein ist. Off-​Piste geht aber ganz gut, weil er eben so wen­dig und leicht ist. Pis­ten sind sowie­so kein Pro­blem, auch Steil­hän­ge nicht. Dort zeigt sich ein net­ter oder inter­es­san­ter Neben­en­f­fekt: Schwingt man stei­le­re Pas­sa­gen in Kurz­schwün­gen hin­un­ter, kann sich der Mini-​Mono mit den hin­te­ren Ecken ganz schön tief und hef­tig in die Pis­te frä­sen. Das gibt selbst in zer­fah­re­nen Pis­ten am Nach­mit­tag noch eine deut­lich erkenn­ba­re Spur. Für den direk­ten Nach­fah­rer hin­ter mir ist das sicher­lich weni­ger schön …

So nett das gan­ze ist: Die Balan­cie­re­rei kos­tet, so scheint es mir, doch etwas Kraft – etwas mehr, als bei einem „nor­ma­len“ Ski, den man auch mal ent­spann­ter lau­fen las­sen kann. Das ist mit dem Mini-​Mono weni­ger gut mög­lich, da muss man öfter sei­ne eige­ne Posi­ti­on über dem Ski kor­ri­gie­ren – oder eben zumin­dest immer dazu bereit sein. Und gro­ße Eis­flä­chen mag er auch weni­ger – das über­rascht kaum. Denn mit den kur­zen Kan­ten bekommt man da eben kei­nen Grip mehr. Har­ter, kom­pri­mier­ter Schnee wie die Unter­la­ge der prä­pa­rier­ten Pis­ten ist dage­gen kein Pro­blem. Im Gegen­teil: Durch die Mög­lich­keit, den Ski sozu­sa­gen auf die hin­te­re Ecke zu set­zen, kann man sich da rich­tig hineinbeißen. 

Lus­tig ist übri­gens auch das Sprin­gen mit dem Mini-​Mono. Mir ist das ein­mal eher unfrei­wil­lig pas­siert – und die Lan­dung war span­nend. Auf­ge­kom­men bin ich näm­lich nur mit der äußers­ten hin­te­ren Kan­te. Ein net­tes knir­schen­des Geräusch gibt das, wenn man kurz­zei­tig allein auf der Kan­te über die Pis­te rutscht. Zum Glück war der Über­gang zum „gan­zen“ Ski dann nicht so plötz­lich, dass es mich nach vor­ne kata­pul­tiert hätte. 

Also: So ein Mini-​Mono ist eine net­te Ergän­zung für den Mono­park. Als ein­zi­gen Ski stel­le ich mir ihn aber etwas anstren­gend vor. Zumal man auch nicht wirk­lich hohes Tem­po mit fah­ren wird. Ich bin zwar flott unter­wegs gewe­sen, aber einem Ski wie dem TT Ham­mer traue ich dann doch deut­lich mehr zu (oder mir auf ihm …). Wer die­sen Mono fah­ren kann, behaup­te ich, kommt mit so ziem­lich jedem ande­ren Mono auch zurecht. Bei Ski­fah­rern, die ger­ne etwas Rück­la­ge haben, könn­te das aber pro­ble­ma­tisch wer­den. Aller­dings hat der Mini-​Mono einen aus­ge­spro­chen ange­neh­men Neben­ef­fekt: Das ist ein unge­heu­er kom­mu­ni­ka­ti­ver Ski. Wird man schon mit dem „nor­ma­len“ Mono oft auf den unge­wöhn­li­chen Unter­satz ange­spro­chen, poten­ziert sich das mit dem Mini-​Mono noch ein­mal deutlich …

Mono­Mi­ni in Ger­los 2013 /​ mer­der­ein für die Mono-Ski.org

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Mini-​Mono: Ein Umbau

Mit dem Gedan­ken spie­le ich schon län­ger: Einen alten Mono­ski zu kür­zen und zu einem Art „Micro­board“ umzu­bau­en, ohne viel Geld aus­ge­ben zu müs­sen und trotz­dem einen Spaß­ski zusätz­lich zu haben. Den alten Mono­ski zu besor­gen, das war kein Pro­blem: Die wer­den auf Ebay öfters ange­bo­ten. Bei mir war es ein Ros­si­gnol Bon­sai (der Name prä­de­sti­niert ihn ja gera­de­zu für so einen Umbau!), ziem­lich weich und aus­ge­lutscht, den ich auch mal noch gefah­ren bin – in über 190 Zen­ti­me­ter Län­ge, wie es sich für einen klas­si­schen Pin­tail gehört …

Die Bin­dun­gen waren schwie­ri­ger. Peter, der so einen Umbau auch schon mal gemacht hat, emp­fahl mir die sogen­n­ann­ten „non-release“-Bindungen zu nut­zen, weil die dem gan­zen mehr Sta­bi­li­tät ver­lei­hen. Denn der Ski – der ja an die­ser Stel­le nicht für eine Bin­dungs­mon­ta­ge aus­ge­legt ist – wird durch die durch­ge­hen­de Bin­dung etwas gefes­tigt. Ein­zeln habe ich die­se Bin­dun­gen aber nur neu und in höhe­ren Qua­li­tä­ten und mit ent­spre­chen­den Prei­sen gefun­den – jen­seits mei­nes Bud­gets für so einen Ver­such, bei dem ich ja noch gar nicht weiß, ob ich das fer­ti­ge Objekt dann oft benut­zen wer­de. Aller­dings kann man z.B. auf Ebay Snow­blades (wie die frü­her Firn­glei­ter genann­ten Kurz­skis von 90–100 cm Län­ge heu­te hei­ßen) recht güngs­tig erstei­gern, die mit sol­chen Bin­dun­gen aus­ge­rüs­tet sind. Das habe ich dann auch getan und den gan­zen Krem­pel zu mei­nem Bru­der in die Werk­statt verbracht. 

Lei­der habe ich zu spät mit dem Foto­gra­fie­ren ange­fan­gen, des­we­gen gibt es von den ers­ten Schrit­ten des Umbaus kei­ne Bilder …

Das Ers­te war zunächst, den alten Mono von sei­nen Bin­dun­gen zu befrei­en – kein Pro­blem, das geht ruck-​zuck. Dann erfolg­te die Kür­zung: Etwas vor der vor­de­ren Bin­dung haben wir die Säge ange­setzt. Zunächst muss­ten die bei­den Stahl­kan­ten dran glau­ben, dann ging es quer durch den gan­zen Ski: 82 Zen­ti­me­ter ist das Stück lang, von der ori­gi­na­len Schau­fel bis kurz vor die alten Bin­dun­gen reicht der Ski. Dabei ent­wi­ckel­te sich ein präch­ti­ger Gestank: Der Bon­sai ist näm­lich ein Kevlar-​Mono, der kom­plett aus Kunst­stoff gebaut ist. Und an der Säge­stel­le waren auch gera­de noch die Res­te der Inlays für die ursprüng­li­che Bin­dungs­mon­ta­ge, deren Kunst­stoff dem gan­zen noch eine zusätz­li­che Duft­no­te gab. Da die Inlays aller­dings nicht wei­ter nach vor­ne reich­ten, deck­ten sie die neue Bin­dung natür­lich nicht ab. Die Bin­dun­gen dann ein­fach im „nor­ma­len“ Ski zu ver­an­kern schien mir zu unsi­cher, des­we­gen haben wir sie von unten durchgeschraubt. 

Dazu wur­den zunächst die Löcher ange­zeich­net, mit einer Stand­bohr­ma­schi­ne schnell 16 mal der Boh­rer durch den Ski gejagt und auf der Unter­sei­te noch ganz fach­recht mit einem Sen­ker die Boh­run­gen so vor­be­rei­tet, dass die Schrau­ben voll­stän­dig im Belag ver­schwin­den. Wie sich spä­ter zei­gen soll­te, waren wir da etwas zu eif­rig: Die Ski­un­ter­sei­te ist doch rela­tiv weich, so dass die Schrau­ben sich beim Fest­dre­hen noch etwas selbst ver­sen­ken – wir hät­ten als gar nicht so viel vor­be­rei­ten müssen.

Dann erfolg­te natür­lich die eigent­lich Mon­ta­ge: Pro Bin­dung 8 M5er-​Senkkopfschrauben von unten durch den Ski und die Bin­dung, von oben mit selbst­si­cher­nen Mut­tern gehal­ten. Ganz so ein­fach war es aller­dings nicht, weil die Bin­dung an den Löchern unter­schied­lich dick ist. Des­halb muss­te die Hälf­te der Schrau­ben noch etwas gekürzt wer­den. Aber dafür hat ein ordent­li­cher Metal­ler wie mein Bru­der ja das Sägen gelernt ;-)

Die Bin­dun­gen wur­den an den Außen­kan­ten aus­ge­rich­tet, ste­hen also schon sicht­bar schräg. Bei­de Bin­dun­gen sind ziem­lich nahe an den Kan­ten posi­tio­niert, damit auf jeden Fall genug Platz für die Ski­schu­he bleibt – bei den alten Pin­tails hat­te ich da manch­mal Pro­ble­me mit mei­nen nicht so beson­ders schma­len Schu­hen. Der Abstand der Bin­dun­gen zum hin­te­ren Ende beträgt cir­ca 2,5 Zen­ti­me­ter – also wirk­lich kurz vor Schluss.

Tja, und das war es dann auch schon, nach einer knap­pen Stun­de war der Pintail-​Monoski zu einem Micro­board gewor­den. Zum Schluss kam noch etwas Wachs auf den Belag, natür­lich vor allem auf die Schrau­ben­köp­fe (obwohl ich ver­mu­te, dass es von da beim Abfah­ren ganz schnell wie­der ver­schwin­det …). Und so habe ich jetzt einen Mono­ski mehr – den wer­de ich in Ger­los beim Mono­ski­tref­fen gleich mal ausprobieren …

Die ers­ten Ein­drü­cke von den Fahr­ei­gen­schaf­ten die­ses Expe­ri­ments habe ich hier notiert: klick.

Auf einem Ski, Ausgabe 2012

Es war alles dabei, was für einen groß­ar­ti­gen Ski­ur­laub not­wen­dig war: Vie­le net­te Leu­te, guter Schnee auf und neben den Pis­ten, eine Men­ge Spaß …

Aber im Detail: Geplant habe ich erst recht spät – nur sicher, dass ich zum Jubi­lä­ums­tref­fen der mono-Ski.Org nach Gal­tür fah­ren woll­te, war ich schon früh. Irgend­wann war dann aber doch alles gere­gelt: Ein Zim­mer gebucht, die Fahr­kar­te für den Zug nach und von Landeck-​Zams gekauft (erstaun­lich bil­lig war das, dafür, dass ich erst 10 Tage vor­her reser­viert habe) und die Pack­lis­te für Ski­ur­lau­be her­vor­ge­sucht. Und der Mono­ski wur­de end­gül­tig präpariert …

Frei­tags ging es dann los, gegen 8 Uhr ver­ließ mein Zug den Main­zer Haupt­bahn­hof. Das war aber auch früh genug, mei­nen Wecker habe ich näm­lich etwas knapp gestellt, um noch eine klei­ne Lauf­run­de unter­zu­be­kom­men. Aber es hat noch gereicht … Über Stutt­gart, Lin­dau und Bre­genz erreich­te ich auf die Minu­te pünkt­lich Landeck-​Zams, war­te­te auf den Bus, der mich nach Gal­tür brach­te. Das Stück von Feld­kirch auf den Arl­berg ist immer wie­der schön zu fah­ren: Wie der Zug – die­ses Mal ein neu­er, sehr beque­mer Rail­Jet, sich lang­sam in die Höhe schraubt, wie die Schnee­wän­de neben dem Gleis immer höher wer­den, bis der Zug hin­ter St. Anton wie­der im Tun­nel ver­schwin­det und in Rich­tung Lan­deck noch ein­mal eine Men­ge Höhe ver­liert. „Mei­ne“ Pen­si­on kann­te ich schon, das Haus Val­lü­la, für die­sen Fall stra­te­gisch sehr güns­tig – näm­lich in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Hotel Cassa­da, wo der Groß­teil der ande­ren logier­te – gele­gen. Nach neun Stun­den Fahrt (inklu­si­ve unge­fährt 90 Minu­ten Auf­ent­halt auf den diver­sen Bahn­hö­fen) war ich ange­kom­men, bezog mein Zim­mer (klein, aber aus­rei­chend) und schau­te wenig spä­ter bei den ande­ren vor­bei, für die ers­te Run­de Mono-​Fachsimpeln. Und merk­te schon, dass ich doch falsch gepackt hat­te: Für das Han­dy hat­te ich das fal­sche Lade­ka­bel mit­ge­nom­men. Aber Axel war so nett, mir auszuhelfen.

Am nächs­ten Tag, dem Sams­tag, klin­gel­te mein Wecker zwar erst kurz vor acht, das hell­hö­ri­ge Haus mit quiet­schen­den Was­ser­lei­tun­gen weck­te mich aller­dings schon eine hal­be Stun­de zuvor. So hat­te ich viel Zeit, mich in aller Ruhe auf die ers­ten Mono-​Schwünge vor­zu­be­rei­ten. Nach dem Früh­stück ging es dann auch gleich auf die Pis­te – fast gleich, bis sich alle ver­sam­melt und den Ski­pass gelöst hat­ten war es doch schon näher an halb zehn als an neun Uhr. Aber für den Auf­takt war das noch ver­schmerz­bar. Die ers­ten Bögen waren – natür­lich – noch etwas steif, aber schon bald fühl­te der Ski sich an mei­nen Füßen wie­der ganz nor­mal an. Dann wur­de aber erst ein­mal das „Test­cen­ter“ an der Faul­brun­nalm auf­ge­baut und die ers­ten Ski­er getauscht. Auch wenn ich eigent­lich nicht groß aus­pro­bie­ren woll­te – ein paar Ski nahm ich dann doch in Augen­schein. Zum Bei­spiel den Snow­shark Pow­dershark von Tom, der vor allem außer­halb der Pis­te sehr viel Freu­de macht. Und weil Mar­tin mei­nen TT Ham­mer aus­pro­bie­ren woll­te, bin ich auch noch mal aufs Monobla­de gestie­gen. Natür­lich blie­ben wir auch am ers­ten Tag nicht auf der Pis­te (vor­wie­gend Birk­hahn­bahn und Ball­un­spit­ze waren unser Revier), son­dern muss­ten auch wie­der die Lift­tras­se der Birk­hahn­bahn fah­ren: Schön, aber doch anstren­gend in den stei­len Stü­cken auf der engen Tras­se mit dem etwas schwe­ren Schnee. Und trotz­dem ein­fach immer wie­der schön …

So kam doch gleich am ers­ten Tag eini­ges zusam­men, bevor ich mich noch ein­mal zum Lau­fen auf­mach­te (nur eine klei­ne Run­de im Ort und in Rich­tung Wirl, das Sei­ten­tal war die­ses Mal lei­der über­haupt nicht gespurt). Abends gab das natür­lich wie­der eine net­te, gemüt­li­che Run­de im Cassada.

Am Sonn­tag ging das, bei aller­dings ziem­lich neb­li­gem Wet­ter mit sehr beschei­de­ner Sicht, genau­so wei­ter: Zunächst – vor allem wegen der schlech­ten Sicht – auf der Pis­te, auch unter der Alp­ko­gel­bahn, dann ab ca. 11 Uhr auf der Breit­spitz­sei­te in der herr­lichs­ten Son­ne – der Rest des Ski­ge­bie­tes, also der Haupt­eil, lag wei­ter­him im Nebel. Und an dem Zweier-​Sessel war auch nichts los. Natür­lich hielt es uns hier nicht auf der Pis­te – mit dem Neben­ef­fekt, dass ich direkt unter dem Lift einen „Matthias-​Krater“ anleg­te: Beim Abbie­gen aus einem Steil­stück hat­te ich eine klei­ne Boden­wel­le nicht gese­hen, die mir dann den Gar­aus mach­te. Aber Tief­schnee ist ja weich … So weich aller­dings, dass es eine Wei­le dau­ern kann, bis man sich da wie­der her­aus gear­bei­tet hat. Auch am zwei­ten Tag stand nach dem Ski­fah­ren trotz müder Bei­ne natür­lich noch das Lau­fen auf dem Pro­gramm – ganz ein­falls­los wie­der auf dem Win­ter­wan­der­weg nach Wirl und etwas dar­über hin­aus. Im Cassa­da gab es dann im dich­test beset­zen Spiel­zim­mer die ers­ten Vide­os der ers­ten bei­den Tage zu bestau­nen, Tilo und Mar­tin hat­ten Helm­ka­me­ras dabei. Und Tile konn­te gleich einen Sturz inklu­si­ve Schlit­ten­fahrt mit dem Duret Mons­t­re aus der Ego-​Perspektive zeigen …

Am Mon­tag über­rasch­te uns nicht nur herr­lichs­ter Son­nen­schein, son­dern auch die Ankunft von Franz & Jörg. Nach ganz wenig Pis­te blieb der Tag dem Tiefschnee-​Fahren vor­be­hal­ten. Nur vor­mit­tags nicht ganz: Ein loka­les Fern­seh­team hat­te sich ange­mel­det, die uns Exo­ten fil­men woll­ten. Nur so rich­tig in den Tief­schnee woll­ten sie lei­der nicht, es blieb bei kur­zen Off-​Piste-​Momenten. Ab unge­fähr 11.30 Uhr waren wir dann aber – end­lich – an der Breit­spitz­bahn, wo uns – ganz außen – noch unver­spur­ter Schnee und eini­ge rich­tig gran­dio­se Stü­cke abseits der Pis­ten erwar­te­te. Lang­sam kroch der Nebel aber wie­der aus dem Mon­ta­fon her­an, immer höher, erreich­te die Stau­mau­er des Kopp­sees, bedeck­te den See, zog wei­ter die Hän­ge hin­auf. Des­we­gen wech­sel­ten wir gegen halb drei noch ein­mal an die Birk­hahn­bahn, um dort unter dem Lift her­um­zu­to­ben – um zu bestau­nen, wie Bru­no sei­nen Ski den hal­ben Hang vor­aus­schickt und ein­fach hin­ter­her läuft …: Ein­fach wun­der­bar, die­ser Ski­tag! Auch wenn das Lau­fen dann doch hart wur­de, mit aus­ge­spro­chen kraft­lo­sen Bei­nen – schon mit­tags hat­ten sich Ermü­dungs­er­schei­nun­gen der Ober­schen­kel bemerk­bar gemacht, bei den letz­ten Abfahr­ten brann­ten die Ober­schen­kel. Im Cassa­da gab es dann noch ein­mal eini­ge Vide­os, auch von Mar­ti­na, zu sehen – so dass man vie­les gleich noch ein­mal erle­ben konnte.

Am Diens­tag wur­de es kalt. Eigent­lich war eine „Ski-​Safari“ geplant – die fiel aber wegen schlech­tem Wet­ter und Lawi­nen­ge­fahr aus. Auch am Mitt­woch, der als Aus­weich­ter­min für die­ses Ver­gnü­gen geplant war, konn­te sie des­halb nicht statt­fin­den. Trotz des Nebels war ich um kurz vor Neun am Lift, über der ers­ten Abfahrt an der Birk­hahn­bahn hing noch dicker Nebel. Mit Bru­no ver­zog ich mich dann gleich wie­der zur Breit­spitz­bahn – und dort war das Wet­ter wun­der­bar und die Pis­ten per­fekt prä­pa­riert, so dass wir erst ein­mal in den Speed-​Modus schal­te­ten und die Hän­ge hin­un­ter ras­ten wie zwei Beklopp­te – auch wenn die Ober­schen­kel am Lift jedes­mal zu plat­zen droh­ten ;-). Im Lift wur­de es dann frei­lich sau­kalt – zumal die­se Bahn ja auch eine Wei­le unter­wegs ist. Gegen Mit­tag ver­la­ger­ten wir – mit immer mehr Leu­ten – unse­re Akti­vi­tä­ten zuneh­mend wie­der von den Pis­ten in den Tief­schnee und fan­den dort aber nur noch weni­ge Res­te unzer­fah­re­ner Stel­len. Aber das Wet­ter wur­de dann wie­der schlech­ter, der Nebel stieg auf, die obe­re Wol­ken­schicht sank her­un­ter, so dass wir schon gegen drei Uhr den Ski­tag been­de­ten: Das Licht wur­de so dif­fus, dass es immer schwie­ri­ger wur­de. Dann noch schnell das gesam­mel­te Test­ma­te­ri­al gepackt und mit der Rau­pe zum Park­platz trans­por­tiert: Es waren doch eine ganz schö­ne Men­ge Ski­er zum Aus­pro­bie­ren vor­han­den. Nach dem Lau­fen ging es dann – es war schließ­lich Diens­tag – noch zum Fass­dau­ben­ren­nen, wo uns Mar­tin zünf­tig ver­trat und auf den vier­ten Platz schlit­ter­te. Nicht des­halb, aber wegen sei­ner akro­ba­ti­schen Küns­te auf dem Ki-​Mo-​No-​Carver und dem Crash mit einem Baum bekam er anschlie­ßend auch noch den Dropman-​Award überreicht.

Mitt­wochs klin­gel­te mein Wecker etwas frü­her, das war ja schon wie­der mein letz­ter Tag und ich muss­te noch eini­gen Kram zusam­men­pa­cken. Und vor dem Früh­stück noch eine klei­ne (eine sehr klei­ne …) Lauf­run­de erle­di­gen, weil ich von der Pis­te sozu­sa­gen direkt nach Hau­se woll­te. Der Ski­bus setz­te mich trotz­dem wie­der kum 8:49 Uhr an der Birk­hahn­bahn ab – von den ande­ren war noch nie­mand zu sehen. Aber das ver­dross mich nicht. Auf der (fast) per­fekt prä­pa­rier­ten Pis­te saus­te ich eini­ge Male hin­ab und bestaun­te aus dem Lift mei­ne schö­ne Schwün­ge, die auf der Pis­te wun­der­bar zu erken­nen waren. Dann waren inzwi­schen auch die ande­ren ein­ge­tru­delt und wir ver­trie­ben uns noch etwas die Zeit bis zum zwei­ten Deh­ter­min für die Fernseh-​Crew von topdestination.tv, weil die beim Über­spie­len von der Kame­ra die Auf­nah­men ver­nich­tet hat­ten. Beson­ders inspi­riert kam es mir nicht vor, weil wir vor­wie­gend auf der Pis­te rum­rutsch­ten. Aber das End­ergeb­nis ist immer­hin ganz pas­sa­bel gewor­den. Dann ging es – natür­lich – wie­der an den Hang unter und neben der Breit­spitz­bahn: Das Wet­ter war dort wie­der etwas bes­ser, unter der Ball­un­spit­ze zogen nach dem son­ni­gen – aber kal­ten – Mor­gen wie­der die Wol­ken auf. Abseits der Pis­te war nicht mehr viel zu holen: Alle inter­es­san­ten und halb­wegs erreich­ba­ren Hän­ge hat­ten wir jetzt schon zer­fah­ren und die durch­pflüg­ten Hän­ge waren in den Steil­stü­cken, gera­de weil der Schnee teil­wei­se auch etwas har­schig war, ziem­lich schwer und anstren­gend zu fah­ren. Nur noch ein paar fla­che Mul­den und unzu­gäng­li­che (oder zumid­nest so schei­nen­den bzw. den Anfahrt­s­auf­wand nicht loh­nen­de) Ecken hat­ten noch fri­schen Schnee. Auch heu­te wie­der ver­kürz­te die tie­fe, auf­zie­hen­de Bewöl­kung den Ski­tag etwas – die letz­ten Ver­su­che von Jörg und mir an der Alp­ko­gel­bahn brach­ten mir noch einen Beinahe-​Crash mit einem Pis­ten­schild ein … So lie­ßen wir den Tag – und das 10. Tref­fen der mono-Ski.Org – in der Faul­brun­nalm ausklingen.

Nach dem frü­hen Schluss mach­te ich mich dann gemüt­lich auf die Rück­rei­se. Achim und Jörg nah­men mich net­ter­wei­se im Auto bis Mün­chen mit, dann fuhr mich die Bahn – mit nur noch einem Umstieg in Frank­furt – wie­der ganz ent­spannt nach Hau­se. Und schon wie­der vol­ler Vor­freu­de auf das nächs­te Mal – inzwi­schen bin ich auch wie­der erholt von den Stra­pa­zen des Urlaubs …

Auf einem Ski in Arosa

Das dies­jäh­ri­ge Tref­fen der Mono­ski­fah­rer begann für mich am Don­ners­tag: Vor­mit­tags schnell noch mein Kram fer­tig gepackt – eine gro­ße Tasche voll­ge­stopft mit Schu­hen (zum Ski­fah­ren und Lau­fen), jeder Men­ge Kla­mot­ten und ein paar Müs­li­rie­geln. Dann den Ski unter den Arm geklemmt und ab zum Bahn­hof – der Zug brach­te mich näm­lich nach Schif­fer­stadt, zu Tilo. Der war noch nicht ganz so weit, aber das war nicht wei­ter schlimm, weil sich auch bei Andre­as die Abfahrt etwas ver­zö­gert hat­te. Gegen 17 Uhr waren wir dann unter­wegs: Andre­as mit Toch­ter Aria­ne, Tilo und ich – so ging es nach Aro­sa. Die Fahrt ver­lief denn auch ohne Pro­ble­me, beson­ders das letz­te Stück von Chur, die 360 Kur­ven, auf die Aro­sa so stolz ist (und für die man sogar eine Paten­schaft erwer­ben kann …), sogar in aus­ge­spro­chen rasan­tem Tem­po. Nur in Aro­sa brauch­ten wir einen Moment, unse­re Unter­kunft für die ers­te Nacht zu fin­den: Das Back­pa­ckers Moun­tain­lodge. Das ist offen­bar ein ehe­ma­li­ges San­to­ri­um. Zumin­dest sehen die Räu­me – klei­ne Zim­mer mit Jugend­her­bergs­ein­rich­tung inklu­si­ve Stock­bet­ten – die Flu­re und die Bal­kons sehr danach aus. Da es mitt­ler­wei­le schon 22.15 Uhr war, fan­den wir nur noch eine unbe­setz­te Rezep­ti­on vor – aber immer­hin mit einem Zet­tel, wel­che Zim­mer unse­re waren. Die waren schnell bezo­gen, die Bet­ten gemacht – und das war’s dann auch schon eigent­lich, die Nacht­ru­he rief. Das Moun­tain­lodge war zwar recht ordent­lich und sehr sau­ber, aber über den Preis kann man geteil­ter Mei­nung sein. Für Leu­te aus dem Euro-​Gebiet wie uns war das – ange­sichts des beschei­de­nen Kom­forts und der ein­fa­chen Ver­pfle­ge­gung – eigentlch unver­schämt teu­er. Obwohl die bei­den Back­pa­ckers – von den Berg­bah­nen betrie­ben – die bil­ligs­ten Unter­künf­te in Aro­sa sind: Preis­güns­tig sind sie keineswegs …

Denn am Frei­tag soll­te es rich­tig los­ge­hen. Trotz des zei­ti­gen Auf­ste­hens hat zwar nicht das Früh­stü­cken, aber doch das Bezah­len, Auto packen und Aus­che­cken eine gute Wei­le gedau­ert. Auf dem Weg zur Seilbahn-​Talstation tra­fen wir dann gleich die Leu­te von Duret sowie Remy und Otto. Aller­dings muss­ten wir noch das Auto los­wer­den – in Aro­sa nie eine ein­fa­che Sache, dies­mal bedeu­te­te es einen ordent­li­chen Fuß­marsch für Andre­as. Gegen 10 Uhr war dann aber alles erle­digt und wir oben auf dem Berg. Und das heißt wirk­lich, oben: Auf der Spit­ze des Weiß­horns, wo uns die gro­ße Gon­deln der Sei­bahn (eine ziem­lich zeit­auf­wän­di­ge Fahrt) hin­be­för­der­ten. Zum Ein­fah­ren muss­te erst ein­mal die rote Abfahrt zur Mit­tel­sta­ti­on her­hal­ten (die schwar­ze von oben muss­te ja nicht gleich bei den ers­ten Schwün­gen die­ses Win­ters sein …). Und dann ging es vor allem auf die Pis­ten am Hörn­li – da waren wir einen Groß­teil die­ser drei Tage unter­wegs, die Pis­ten dort, die der eine Vierer-​Sessel bedient, bie­ten wun­der­ba­re Mög­lich­kei­ten: Rote und Schwar­ze glei­cher­ma­ßen, sol­che mit eher gleich­mä­ßi­gem Gefäl­le und wel­che mit schö­nen Absät­zen und Stu­fen – vor allem vie­le Kom­bi­na­ti­ons­mög­lich­kei­ten … Sehr schö­ne Mög­lich­kei­ten bot aber auch der Carmenna-​Sessellift (natür­lich von ganz oben, nicht schon ab der Mit­tel­sta­ti­on): Ent­we­der über die schwar­ze Pis­te, die vom Weiss­horn her­un­ter kommt oder direkt am Lift hin­un­ter: Das beginnt gleich rich­tig steil – und weil oben am Ein­stieg eine Schnee­ka­no­ne in Betrieb war, waren gera­de die ers­ten Meter davon ziem­lich hef­tig. Aber dann ging es rich­tig schön hin­un­ter – auch eine klas­se Pis­te. Nur unten viel­leicht einen Tick langweilig.

Der Schnee in Aro­sa: Aus­rei­chend, aber uralt (letz­ter Neu­schnee im Janu­ar, da hat’s den gan­zen Monat aber auch nur 30 Zen­ti­me­ter geschneit) und ent­spre­chend hart. Neben der Pis­te – vor allem am Weiss­horn – war schon fast kein Schnee mehr. Und wo noch mehr oder weni­ger genü­gend war, war er der­ma­ßen stein­hart, dass es kaum fahr­bar war – wir haben es am Hörn­li natür­lich sofort aus­pro­biert. Zumin­dest Spaß macht das Abseits­fah­ren bei sol­chem Schnee nicht.

Abge­schlos­sen haben wir den Ski­tag mit einer gemein­sa­men Tal­ab­fahrt – nach­dem wir alle auf der rich­ti­gen Pis­te waren, war das auch ganz nett und noch erstaun­lich gut zu fah­ren. Danach ging es dann erst ein­mal in die neue Unter­kunft, das ande­re Back­pa­ckers in Aro­sa, Down­town genannt, weil es im Gegen­satz zum Moun­tain­lodge nicht am Orts­rand bei der Pis­te liegt, son­dern mit­ten in der unte­ren Hälf­te des Ortes. Ansons­ten unter­schied es sich nicht groß vom ers­ten Back­pa­ckers – die An- und Abmel­dung ist bei bei­den furcht­bar kom­pli­ziert, auf­wän­dig und umständ­lich gewe­sen. Irgend­wann war das aber alles erle­digt und wir waren auf unse­ren Zim­mern. Inzwi­schen schon reich­lich spät, denn für 17 Uhr war ein ers­tes offi­zi­el­les Tref­fen im nahe­ge­le­ge­nen Sunstar-​Hotel ange­setzt. Ich ging aber erst ein­mal wenigs­tens ein biss­chen Lau­fen – viel war es nicht, ich und mei­ne Bei­ne waren müde. Und in Aro­sa gibt es noch weni­ger Mög­lich­kei­ten, ohne gro­ße Stei­gun­gen zu lau­fen, als in ande­ren Ski­or­ten. Mein Forerun­ner hat­te sich dum­mer­wei­se in der Tasche irgend­wann von selbst ange­schal­tet und war des­halb inzwi­schen ohne Strom. Geschätzt war ich ca. 20 Minu­ten für unge­fähr drei Kilo­me­ter unter­wegs, in Rich­tung Hörn­li, ab dem Cam­ping­platz auf der „Pis­te“ Nr. 1.

Nach dem Begrü­ßungs­tref­fen gin­ge wir dann gemein­sam (fast) alle zum Abend­essen ins Cha­man­na – sehr nett und lecker, aber wie alles in die­sem Ort nicht gera­de preis­wert … Das hat sei­ne Zeit gedau­ert – erst gegen 23 Uhr waren wir zurück im Back­pa­ckers und hör­ten auf den Ruf der Betten …

Der Sams­tag begrüß­te uns schon mor­gens mit herr­li­chem Wet­ter: Blau­er Him­mel ohne das kleins­te Wölk­chen. Heu­te beschlos­sen wir, das Auto ste­hen zu las­sen und zu Fuß zur Berg­bahn zu mar­schie­ren. Das war dann doch etwas län­ger als gedacht, zum Glück hat­ten wir die Ski­schu­he noch nicht an. Tilo und ich waren etwas frü­her auf­ge­bro­chen, er woll­te den Duret-​Leuten hel­fen beim Auf­bau­en des Test­stan­des für deren Mono­skier an der Mit­tel­sta­ti­on. Da ange­kom­men, tra­fen wir zufäl­lig auf Bru­no, Kurt und Rodol­fo. Mit denen war ich dann fast den gan­zen Tag unter­wegs – und wie. Die hatten’s näm­lich ziem­lich eilig. Und man merkt, dass sie öfters auf dem Ski ste­hen als ich – mit­hal­ten konn­te ich, mit etwas Mühe, gera­de so. Das hohe Tem­po mach­te aber wirk­lich irr­sin­nig Spaß: Die Son­ne schien strah­lend, der Schnee war okay, die Pis­ten gut prä­pa­riert. Da mach­te es auch wenig, dass ich schon auf der ers­ten Abfahrt mei­ne rech­te Kon­takt­lin­se ver­lor – die war wohl nicht rich­tig drin. Sehr selt­sam war das, wie ich wäh­rend dem Fah­ren merk­te, dass sie aus dem Auge rutsch­te, im Augen­win­kel hän­gen­blieb und vom Fahrt­wind dann end­gül­tig her­aus­ge­drückt wur­de und auf Nim­mer­wie­der­sehn ver­schwand. Gegen Mit­tag wur­de es zwar etwas vol­ler, aber dafür, dass ganz Aro­sa aus­ge­bucht sein soll­te, war noch erstaun­lich viel Platz auf den Pis­ten. Gut, am Hörnli-​Sessellift muss­te man zwi­schen­durch mal (ganz) kurz anste­hen – aber auf der Pis­te war das immer noch in Ord­nung mit dem Betrieb. Unter­des­sen lief wie­der – wie sich das für ein Mono­ski­tref­fen gehört – der gro­ße Ski­tausch: Die Durets (und eini­ge ande­re, wie das Monobla­de, der Mono­cross, das Yama­tool/​Coda) wur­den eif­rig pro­biert – von mir aller­dings nicht, ich blieb die­se drei Tage lie­ber bei mei­nem mir ver­trau­ten TT Ham­mer. Die Grup­pen wech­sel­ten über den Tag öfter, der Spaß blieb der­sel­be. So war es ruck­zuck schon 16.30 Uhr, als ich mit Bru­no die letz­te Abfahrt vom Weiss­horn anging. Dann saßen wir noch kurz alle bei der Schirm­bar an der Mit­tel­sta­ti­on (Hütten- & Apréski-​technisch ist Aro­sa übri­gens extrem zurück­hal­tend), bevor wir die gemein­sa­me Talbafahrt antra­ten. Bis wir dann end­lich wie­der auf unse­rem Zim­mer waren, zeig­te die Uhr schon sechs an – und ich ging erst spät lau­fen. Dies­mal ging es etwas wei­ter, zwar ähn­lich wie am Frei­tag (wie­der auf die „Pis­te“), aber mit eini­gen klei­nen Schlei­fen zusätz­lich: ca. vier Kilo­me­ter in einer hal­ben Stun­de). Nach dem Duschen wid­me­te ich mich noch kurz mei­nem Mono: Vor allem am Nach­mit­tag hat­te ich auf den har­ten Pis­ten gemerkt, dass mei­ne Kan­ten etwas nach­lie­ßen – das wur­de schnell beho­ben. Und dann war es auch schon Zeit für das gro­ße Fon­due Chi­noi­se, wie­der im Cha­man­na, das ja prak­ti­scher­wei­se recht nahe lag – gut vor allem für Andre­as, der nach sei­nem Sturz am Frei­tag mit­tag doch beim Lau­fen sehr gehan­di­capt war.

Am Sonn­tag war wie­der alles anders. Schon beim Auf­wa­chen wur­de klar: Das schö­ne Wet­ter war ver­schwun­den, die ein­zel­nen dunk­len Wol­ken vom Sams­tag abend waren nicht mehr allein, son­dern hin­gen dicht über dem Ort und also voll im Ski­ge­biet den gan­zen Him­mel bede­ckend. Also lie­ßen wir uns mit dem Früh­stück etwas mehr Zeit – es war ja auch Sonn­tag … Weil wir nach dem Ski­fah­ren sofort nach Hau­se woll­ten, war ich extra schon um 7 Uhr auf­ge­stan­den, um vor dem Früh­stück einen klei­nen Lauf zu absol­vie­ren. Die­ses Mal blieb ich auf der Stra­ße, das war am ein­fachs­ten. Bei gera­de ein­mal 0 °C war ich wie­der eine knap­pe hal­be Stun­de unter­wegs – mit schreck­lich stei­fen Beinen …

Auf der Pis­te war es heu­te zwar aus­ge­spro­chen leer, aber auch etwas schwie­rig. Ich brauch­te ein bis zwei Abfahr­ten, mich dar­an zu gewöh­nen: Durch die dich­te Bewöl­kung und den leicht grie­se­li­gen Schnee­fall war das Licht zu dif­fus, das man nicht sah, wo die Pis­te auf- oder abging und ent­spre­chend etwas vor­sich­ti­ger und zurück­hal­ten­der unter­wegs sein soll­te. Mit der Zeit und der Gewöh­nung nahm aber unser Tem­po auch wie­der zu. Bald war ich näm­lich wie­der mit den schnel­len Flit­zern Bru­no, Kurt und Rodol­fo unter­wegs. Und die Pis­ten am Hörn­li kann­ten wir ja inzwi­schen. Tat­säch­lich kam am spä­ten Vor­mit­tag auch für kur­ze Zeit etwas Bes­se­rung auf: Die Wol­ken­de­cke dünn­te stel­len­wei­se etwas aus, so dass die Son­ne etwas stär­ker hin­durch kam – und sofort mach­te das Fah­ren mit deut­lich mehr Sicht erheb­lich mehr Spaß. Mit­tags tra­fen wir uns alle an der Mit­tel­sta­ti­on für eine kur­ze Pau­se. Und dann ging es noch mal in der gro­ßen Grup­pe aufs Weiss­horn. Peter woll­te ja auch noch den Ki-​Mono-​Car-​Ver pro­bie­ren – und tat das gleich auf der lan­gen Abfahrt. Weit kam er damit aller­dings nicht, die­ser Mini­ski ist wohl doch sehr spe­zi­ell. Auf­grund der momen­tan extrem schlech­ten Sicht war die­se Abfahrt aller­dings für den Rest der Grup­pe auch nicht sehr leicht- dafür hat­ten wir die kom­plet­te Pis­te für uns. Heu­te war eh‘ kaum jemand utner­wegs, nur so ein paar Unent­weg­te wie wir. Und ein ein­hei­mi­scher Mono­ski­fah­rer, Vik­tor, der seit Jahr­zehn­ten sei­nem Mono­turm treu geblie­ben ist. Nach­mit­tags waren wir dann wie­der in ver­schie­de­nen Grup­pie­run­gen (mit eigent­lich fast allen noch fah­ren­den Teil­neh­mern) am Hörn­li unter­wegs – aller­dings auch nicht mehr beson­ders lan­ge. Andre­as und Aria­ne mach­ten bald Schluss, ich hing noch zwei schnel­le Abfahr­ten an, bevor ich ihnen eben­falls folg­te – und bei der letz­ten Tal­ab­fahrt noch eine fal­sche Abzwei­gung mach­te, die mich – auf dem Weg zur Hörnli-​Express-​Talstation, wo das Auto stand – auf die Pis­te 1 führ­te: Eine Kata­stro­phe, das Ende die­ser Pis­te ist ein Weg, der zum Schluss noch berg­auf führt und bei gutem Schnee viel­leicht gera­de noch so fahr­bar ist, bei lang­sa­men Bedin­gun­gen wie an die­sem Tag aber Fuß­weg bedeutet …

Genau um 16 Uhr hat­ten wir dann im Schnee­trei­ben das Auto gepackt und star­te­ten in Rich­tung Hei­mat. Die Fahrt ver­lief wie­der sehr glatt, bis Chur brauch­ten wir unge­fähr eine Stun­de und dann für den Rest nach Schif­fer­stadt noch­mal vier – genau um 21 Uhr waren wir am Bahn­hof, wo ich mei­nen Zug noch wun­der­bar bequem erreich­te und kurz nach zehn dann wie­der in Mainz war – müde und erschöpft, aber zufrieden.

Denn die Orga­ni­sa­tio­ren Remy und Tilo haben sich wie­der viel Mühe gege­ben – auch wenn wir nicht immer alles mit­ge­macht haben, was sie sich aus­ge­dacht haben. Vor allem auf das Mond­schein­fah­ren am Frei­tag (auf unbe­leuch­te­ter Pis­te bei Voll­mond) hat­te irgend­wie kei­ner Lust, alle waren den gan­zen Tag gefah­ren und ent­spre­chend ausgepowert …
Aro­sa selbst fand ich ganz nett, für mich aller­dings auch aus­ge­spro­chen teu­er. Das Ski­ge­biet ist nicht super anspruchs­voll (wirk­lich ein­fa­che Pis­ten gibt es aber auch fast kei­ne), und fällt auch sonst nicht beson­ders auf: Alles sehr ordent­lich, aber irgend­wie nichts her­aus­ra­gen­des. Aber eini­ge Pis­ten – vor allem die rote 3 am Hörn­li, aber auch die schwar­ze 8 am Weiss­horn, mach­ten eine Men­ge Spaß – gera­de weil sie nicht zu anspruchs­voll und schwie­rig waren, konn­te man/​ich sie wun­der­bar aus­fah­ren und auch mal ordent­lich Tem­po ris­kie­ren. Für die eher über­schau­ba­re Grö­ße (eigent­lich sind es ja nur zwei Ber­ge) gibt es recht vie­le geschickt ange­leg­te Abfahr­ten, aller­dings auch erstaun­lich vie­le Wege, die zudem sehr oft aus­ge­spro­chen flach waren und dem Mono daher nicht so sehr ent­ge­gen­ka­men. Lei­der waren die Pis­ten am Brüg­ger­horn, dem soge­nann­ten „Ent­span­nungs­berg“ nicht offen – bei ver­nünf­ti­gem Schnee hät­te das wohl eini­ge schö­ne Vari­an­ten gege­ben. Über­haupt lässt die Topo­gra­phie erah­nen, dass bei aus­rei­chen­dem Schnee in Aro­sa viel neben der Pis­te mög­lich ist – da hat­ten wir halt ein­fach Pech mit dem Wet­ter in die­sem Win­ter – wobei die Berg­bah­nen den weni­gen Schnee gut im Griff hat­ten und ordent­lich prä­pa­rier­ten. Also, wie­der ein­mal ein schö­ne Tref­fen der mono-ski.org: Ein­fach drei schö­ne Tage des Ski­fah­rens – wie immer, wenn sich die Mono­ski­fah­rer treffen …

skifoarn 2010: obergurgl & sölden

nach dem kur­zen abste­cher nach vene­dig stand ende janu­ar wie­der das all­jähr­li­che ski­ver­gnü­gen in mei­nem kalen­der. dies­mal hat­te ich mir ober­gurgl aus­ge­guckt: ein offen­bar recht net­tes ski­ge­biet mitt­le­rer grö­ße mit wenig betrieb. die unter­kunft­su­che hat­te sich etwas müh­sam gestal­tet, in dem dorf – immer­hin schon auf 1900 m höhe – gibt es offen­bar nur hotels. das sieht auch wirk­lich so aus, wenn man da hin­ein­kommt, stell­te ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zim­mer, direkt an der ski­bus­hal­te­stel­le. das ist ja für mich als bahn­fah­rer nicht ganz unwichtig ;-)

die anrei­se: ins ötz­tal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wun­der­ba­re ver­bin­dung: ein ic von müns­ter nach inns­bruck, der sams­tags ein­mal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug gesetzt – erst um kurz nach 11 ging es los – und mei­nen platz bis ötz­tal bahn­hof (wirk­lich kaum mehr als ein bahn­hof am ein­gang des ötz­ta­les) nicht mehr her­ge­ge­ben. betrieb war ziem­lich viel, doch so eini­ge ski­fah­rer, aber auch ohne reser­vie­rung hat­te ich glück. die spä­te abfahrt in mainz führ­te dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dun­keln ankam. denn vom bahn­hof muss man noch ein­mal mehr als eine stun­de, ca. 80 minu­ten sogar, mit dem bus rech­nen, bis man in ober­gurgl ist. schließ­lich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also über­haupt nicht mit, wo ich eigent­lich gelan­det war. die unter­kunft lag aber nicht nur sehr prak­tisch an der bus­hal­te­stel­le, son­dern auch nur ca. 500 m von der tal­sta­ti­on der hoch­gurgl­bahn ent­fernt und direkt an loi­pe und win­ter­wan­der­weg. dem sport stand also nichts mehr im weg.

und damit ging es am sonn­tag gleich los: mit dem ers­ten lift zur gon­del­bahn und hin­ein ins ver­gnü­gen. das war es, vom ers­ten moment an. auch wenn ich schon etwas merk­te, dass der letz­te ski­tag doch eini­ge zeit zurück­lag. zunächst fing ich mal mit dem nahe­lie­gen­den pis­ten an, dem wurm­kogl und dem scher­mer. zu letz­te­rem führt übri­gens eine neue, luxu­riö­se 8‑personen-​gondelbahn hin­auf: offen­bar ist es dort oft so kalt, dass die berg­bahn­ge­sell­schaft hier ihre pro­fi­te mit so einer über­di­men­sio­nier­ten anla­ge los­wer­den muss­te … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll aus­ge­buch­ten hotels nie) – über­haupt war für einen sonn­tag ange­nehm wenig betrieb. war­te­zei­ten gab es nie – also auch kei­ne pau­sen. ich bin, wie auch jeden wei­te­ren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durch­ge­fah­ren. zum aus­ru­hen gibt es ja lif­te. nun ja. in hoch­gurgl gibt es näm­lich tat­säch­lich auch noch schlepp­lif­te – fast ein ana­chro­nis­mus. und zumin­dest einer davon ist alles ande­re als geruh­sam. doch dazu spä­ter mehr. am sonn­tag mach­te ich mich also erst ein­mal auf, mit dem gebiet ver­traut zu wer­den, alles abzu­klap­pern. oder fast alles. zumin­dest in hoch­gurgl. also war auch der etwas län­ge­re schlep­per am kir­chen­kar mit der ganz net­ten roten abfahrt und schö­nen klei­nen vari­an­ten dran. abseits der pis­te mach­te sich aber sehr bemerk­bar, dass es schon lan­ge nicht mehr ver­nünf­tig geschneit hat­te: das war alles eher hart und sehr, sehr zer­fah­ren. aber trotz­dem schön, dort.
auch die gro­ße kar­bahn mit der lei­der nicht mehr all­zu üppig mit schnee bedeck­ten schwar­zen abfahrt direkt am lift hin­un­ter kam an die rei­he. die­se abfahrt zog mich irgend­wie immer wie­der an. zum einen eine der weni­gen nicht so super­brei­ten abfahr­ten. zum ande­ren durch drei que­ren­de wege, die ziem­lich hef­ti­ge stu­fen in den schö­nen steil­hang schnei­den, nicht ganz ein­fach flie­ßend zu befahren.
auch die höchs­te stel­le, der wurm­kogl II mit sei­ner klei­nen aus­sichts­re­stau­ra­ti­on (im mar­ke­ting­s­lang des ötz­tals (eine ziem­lich schlim­me sache) „top moun­tain star“ genannt, war auf dem pro­gramm. dort oben gibt es eine net­te, kna­cki­ge schwar­ze abfahrt mit zwar sehr har­tem, aber schön stei­lem ein­stieg. und natür­lich einen tol­len aus­blick von die­ser höhe aus. und neben­bei führt von dort oben auch eine gemüt­li­che blaue abfahrt hin­un­ter, die an meh­re­ren stel­len schö­ne vari­an­ten ermög­licht, die jetzt aber durch die vie­len vor­gän­ger schon sehr zer­fah­ren, meist schon zur ordent­li­chen buckel­pis­te gewor­den war.
die tal­ab­fahrt von hoch­gurgl war zwar nicht beson­ders span­nend (sehr typi­sche tal­ab­fahrt mit aus­ge­bau­ten wegen etc.), dafür aber typisch eisig im unte­ren teil. und erstaun­lich leer für kurz vor vier an einem sonn­tag nach­mit­tag. dem ski­fah­ren folg­te dann – natür­lich – noch das lau­fen, auf den gewalz­ten win­ter­wan­der­wegn bzw. der ska­ting­loi­pe sehr schön möglich.

am mon­tag ging es eben­falls wider um kurz nach neun los. dies­mal aller­dings mit dem bus in die ande­rer rich­tung, zur fest­kogl­bahn am orts­ein­gang von ober­gurgl. da noch nix (wirk­lich, nix!) los war, stürz­te ich mich gleich mal wie­der in die tal­ab­fahrt. am fest­kogl gibt es zwei davon: eine nor­ma­le rote und eine sehr schö­ne, auch land­schaft­lich reiz­vol­le und gar nicht so schwe­re schwar­ze vari­an­te. spä­ter ging es dann mit den auch sehr schö­nen, abwechs­lungs­rei­chen pis­ten an der roß­kar­bahn (mit net­ter, ein­fa­cher varia­ti­ons­mög­lich­keit direkt unterm lift) und vor allem der plat­tach­bahn wei­ter. bei­des übri­gens ses­sel­lif­te mit mit­tel­sta­tio­nen. gegen mit­tag wech­sel­te ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der berg­sta­ti­on der neu­en gon­del­bahn fand ich aber nicht so span­nend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr künst­lich in den berg hin­ein gebaut wur­de. unten ging es dann naht­los an der stein­mann­bahn wei­ter, wo es immer­hin eini­ge buck­li­ge vari­an­ten durch die ver­streut ste­hen­den bäu­me aus­zu­pro­bie­ren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glau­bend, tat­säch­lich her­bert heckers, dem autor des ein­zi­gen deut­schen buches über den mono­ski, den ich schon von einem der monoski.org-tref­fen kann­te, getrof­fen. er und sei­ne frau hat­ten mich schon am sonn­tag gese­hen und sofort am fahr­stil erkannt und wir lie­fen uns noch öfters über den weg … bei einer der letz­ten abfahr­ten von der hohen mut nahm ich dann noch die äuße­re pis­ten­va­ri­an­te – kei­ne beson­ders gute idee. im schöns­ten tem­po sah ich dann eine boden­wel­le zu spät, flog ein stück und ver­sem­mel­te die lan­dung etwas. über roß­kar­bahn und die schö­ne schwar­ze tal­ab­fahrt ging es zurück zur fest­kog­bahn und wei­ter zum lau­fen – das wur­de aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstren­gen­den ski­ta­gen recht schlapp fühlte.

der diens­tag prä­sen­tier­te sich nach zwei sehr son­ni­gen tagen mit eher schwie­ri­gem ski­wet­ter: fast lücken­lo­sen wol­ken. und kurz vor 3000 m ist das ziem­lich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schnei­en anfing – lei­der nicht sehr ergie­big. zunächst trieb ich mich wie­der in hoch­gurgl rum: der schlepp­lift am vor­de­ren wurm­kogl woll­te mich noch ken­nen­ler­nen. dort gab es, bei die­sem wet­ter nicht sehr ide­al, nur eine voll­kom­men unmar­kier­te pis­te (über­haupt ist die pis­ten­mar­kie­rung und ‑beschil­de­rung in ober­gurgl extrem spar­ta­nisch), die teil­wei­se kaum zu fin­den war: dafür aber eine sehr schö­ne, im unte­ren drit­tel unprä­pa­rier­te enge & stei­le schwar­ze pis­te. nur lei­der war der schlep­per auch enst­pre­chend: steil, ohne lift­spur (ein­mal auch quer durch die buckel­pis­te) – beim drit­ten mal hat’s mich raus­ge­hau­en. das for­der­te natür­lich spä­te­re revan­che. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwe­re, schnel­le, stei­le schlep­per und die abfahrt waren doch eine anstren­gen­de kom­bi­na­ti­on mit dem mono. bis mit­tag war ich dann wie­der an der gro­ßen kar­bahn und am kir­chen­kar unter­wegs, bevor ich noch mal den die­ses mal sehr schö­nen obe­ren teil des wurm­kogls und des scher­mers (mit aus­flü­gen neben die pis­te) unter den ski nahm. nach­dem es gegen mit­tag etwas hel­ler gewor­den war, ver­schle­cher­te sich die sicht mit dem ver­schwin­den der son­ne hin­ter den ber­gen gegen 15 uhr wie­der deut­lich, so dass ich etwas frü­her schluss mach­te und schon um 15:40 wie­der an der tal­sta­ti­on stand. danach noch schö­ne, aber sehr lang­sa­me sie­ben lauf­ki­lo­me­ter im leich­ten schnee­ge­stö­ber und der tag war vollendet.

mitt­wochs zog es mich nach söl­den. nicht nur mich: aus­ge­rech­net an die­sem tag war der ski­bus so voll, dass ich um zehn vor neun gera­de noch so ein­stei­gen konn­te. in söl­den, an der gais­lach­kogl­bahn, die auf gut 3000 m hin­auf führt, durf­te ich auch das ers­te mal anste­hen. über­haupt war in söl­den doch deut­lich mehr betrieb – auch wenn es für die dor­ti­gen ver­hält­nis­se wohl sehr leer war. zumin­dest schien mir das so, wenn ich mir die rie­si­gen, lan­gen ein­gangs­gat­ter und ‑zäu­ne an den lif­ten ansah. da muss wohl öfters mal ziem­lich viel los sein. das ski­ge­biet ist um eini­ges grö­ßer als ober­gurgl, vor allem recht weit­läu­fig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die glet­scher spar­te ich mir gleich. sonst blie­ben aber recht wenig lücken: zunächst vom gais­lach­kogl hin­über zum gig­gi­joch (wo ein ziem­li­cher rum­mel herrscht), dort gibt es an der roß­kir­plbahn eine schö­ne schwar­ze pis­te und neben­dran eine aus­ge­wie­se­ne buckel­pis­te (etwas schwer & steil für mich …), auch eini­ge net­te rote abfahr­ten. und vor allem eine sehr schö­ne schwar­ze tal­ab­fahrt, die am spä­ten vor­mit­tag natür­lich men­schen­leer war. die gig­gi­joch­bahn brach­te mich wie­der zurück ins ski­ge­biet, wo ich mich in rich­tung glet­scher wei­ter mach­te und an der genia­len pis­te am schwarz­kogl eine wei­le hän­gen­blieb: die konn­te ich wun­der­bar am äußers­ten rand im kurz­schwung schön rhyth­misch abfah­ren – ein­fach herr­lich, genau die rich­ti­ge mischung aus gefäl­le und losem, wei­chen schnee, den die ande­ren an den rand gescho­ben hat­ten. über eini­ge zwi­schen­sta­tio­nen, u.a. die hei­de­bahn ganz außen, nahm ich dann die rote tal­ab­fahrt und wur­de erneut über­rascht – dies­mal von einem ande­ren mono­ski­fah­rer, der lan­ge kei­nen gleich­ge­sinn­ten mehr getrof­fen hat­te. zusam­men sind wir dann wie­der auf den gais­lach­kogl hoch und zusam­men in rich­tung ret­ten­bach­tal abge­fah­ren. dort trenn­ten sich unse­re wege wie­der: ich nahm die schwar­ze tal­ab­fahrt zurück in den ort, er kehr­te noch ein­mal ein. zurück in gurgl bin ich dann mit dem ruck­sack nach ober­gurgl gelau­fen, etwas lebensmittel-​nachschub ein­kau­fen – das gab immer­hin etwas mehr als sie­ben kilo­me­ter laufstrecke.

am don­ners­tag blieb ich mor­gens der pis­te zunächst ein­mal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinn­los. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zim­mer: inzwi­schen hat­te der mäßi­ge wind die wol­ken­de­cke etwas ver­scho­ben und auf­ge­lo­ckert, so dass zumid­nest hoff­nung best­nad. ich star­te­te in hoch­gurgl mit eini­gen tal­ab­fahr­ten und den nicht so hoch gele­ge­nen pis­ten an der gro­ßen kar­bahn und dem kir­chen­kar­lift. gegen 13 uhr, als mit­tags­pau­se, trans­fe­rier­te ich mich dann mit dem top-​express hin­über nach ober­gurgl, um haupt­säch­lich die tal­ab­fahr­ten, ins­be­son­de­re die schö­ne schwar­ze ver­si­on, hin­un­ter­zu­brau­sen. viel mehr war dann auch nicht mehr mög­lich: nach und nach wur­den immer mehr lif­te abge­stellt – der wind wur­de recht frisch und stel­len­wei­se stür­misch, ski­fah­rer waren sowie­so kaum wel­che unter­wegs. auch die fest­kogl­bahn lief nur noch in lan­g­amer geschwin­dig­keit – aber sie lief immer­hin. gegen halb vier reich­te es mir dann doch, nach­dem ich mich noch­mal in den wei­chen schnee­an­we­hun­gen beim sturz über bei­de kör­per­ach­sen über­schla­gen hat­te und ich ging lau­fen. den abend ver­brach­te ich dann noch sehr gemüt­lich im jagd­hof bei her­bert und gabriele.

und dann war auch schon wie­der frei­tag und damit schon fast schluss. also stand ich natür­lich wie­der um neun uhr an der tal­sta­ti­on, dies­mal wie­der am fest­kogl. mit­tags wech­sel­te ich wie­der nach hoch­gurgl hin­über, der vor­de­re wurm­kogl reiz­te mich noch ein­mal. dies­mal flog ich gleich beim ers­ten mal schon recht weit unten aus dem lift – sogar der lift­wär­ter merk­te es … aber die rest­li­chen male ging es dann. und die pis­te belohn­te die mühe aufs herr­lichs­te: der leich­te schnee­fall und der wind hat­ten sie wun­der­bar gemach – ein­fach herr­lich. auch wenn sich gera­de im unte­ren teil eini­ge anfän­ger her­um­trie­ben, die da wenig spaß hat­ten ;-). da mir das auf die dau­er aber doch zu anstren­gend wur­de, wech­sel­te ich wie­der an den wurm­kogl, der oben blöd­sin­nig hart gefro­ren war und kei­nen spaß mach­te und an den wesent­lich ange­neh­me­ren scher­mer. spä­ter, am kir­chen­kar­lift, als es schon wie­der anfing kalt zu wer­den, ver­lor ich dann auch noch mei­ne rech­te kon­takt­lin­se – ein­fach so. und als die sicht dann auch noch nach­ließ, wur­de mir das in den feh­len­den kon­tras­ten zu blöd und ich mach­te mich wie­der auf den weg ins tal – immer­hin, es war doch wie­der kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die stra­ße noch hoch­gurgl und bis zur maut­sta­ti­on in rich­tung tim­mels­joch hin­auf: der wohl lang­sams­te der letz­ten jah­re für mich: lang und erstaun­lich steil ging es da hoch (auch run­ter kei­ne rei­ne freu­de mit so aus­ge­power­ten ober­schen­keln nach einer woche ski­fah­ren und laufen …).

die heim­rei­se am sams­tag ver­lief dann nicht ganz so glatt wie der hin­weg. mor­gens hat­te wie­der leich­ter schnee­fall ein­ge­setzt. und für den post­bus war das offen­bar der­ma­ßen über­ra­schend, dass er erst mit fast zwan­zig minu­ten ver­spä­tung abfuhr. bis ötz­tal bahn­hof hat­te er zwar eini­ges wie­der her­aus­ge­fah­ren, aber es reich­te trotz­dem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umstei­gen nach mainz gebracht hät­te, gera­de noch abfah­ren sah. also durf­te ich über inns­bruck – mün­chen – stutt­gart rei­sen – was gera­de ein­mal eine hal­be stun­de län­ger dau­er­te als die eigent­lich geplan­te ver­bin­dung und auch tadel­los klappte.

skiurlaub 2009, #3

aller guten din­ge sind ja bekannt­lich drei. also habe ich mir in die­ser sai­son den luxus gegönnt, drei mal ski­fah­ren zu gehen. gut, das drit­te mal war etwas kurz und teil­wei­se spar­ta­nisch. aber luxus trotz­dem. nach den ers­ten bei­den trips ins zil­ler­tal und nach ser­faus ging es jetzt zum dies­jäh­ri­gen monoski-​treffen – eigent­lich ein pflicht­ter­min. die­ses jahr auch im zil­ler­tal, aller­dings gleich im ers­ten „rich­ti­gen“ ski­ge­biet, dem hoch­zil­ler­tal. und zwar von kal­ten­bach aus. das hotel der ande­ren lag natür­lich weit jen­seits mei­ner finan­zi­el­len schmerz­gren­ze, aber ein zim­mer mit früh­stück konn­te ich pro­blem­los orga­ni­sie­ren. also fuhr ich am sams­tag gemüt­lich mit der bahn nach öster­reich. das war wirk­lich bequem: in mainz in den euro­ci­ty stei­gen, bis rosen­heim sit­zen blei­ben, noch ein­mal ein stück regio­nal­zug bis jen­bach und dann mit der zil­ler­tal­bahn bis nach kal­ten­bach – ein­fa­cher geht es kaum. und dank des lidl-​tickets auch gar nicht teu­er. das war ja auch nötig, denn der ski­pass schlägt natür­lich immer gut zu: 133 euro kos­ten vier tage. dafür gilt er dann auch im gesam­ten zil­ler­tal – was ich ja über­haupt nicht woll­te. streng genom­men hät­te ich noch nicht ein­mal das gesam­te hochzillertal/​hochfügen benö­tigt, das tat­säch­li­che ski­fah­ren spiel­te sich an ganz weni­gen lif­ten ab …

aber schön der rei­he nach: am sams­tag abend dann gleich noch das ers­te tref­fen mit den zahl­rei­chen ande­ren monoski-​begeisterten. dank der fran­zö­si­schen dele­ga­ti­on um jean-​philippe von duret waren wir die­ses mal über zwan­zig ver­rück­te. gut, vie­le ver­schwan­den in den nächs­ten tagen wie­der. aber trotz­dem, das war schon eine beacht­li­che trup­pe. am sonn­tag ging es dann natür­lich früh los: um halb neun habe ich den ers­ten ski­bus (fast vor der haus­tür) genom­men, der mich im nu zur tal­sta­ti­on der gon­del­bah­nen brach­te. dort hol­te mich die rea­li­tät dann erst­mal ein: der park­platz war schon ziem­lich voll für die frü­he mor­gen­stun­de. vor allem eine men­ge grup­pen stan­den da her­um. aber es soll­te dann im ski­ge­biet doch nicht so schlimm wer­den, die leu­te haben sich wohl ganz gut ver­teilt. schon oben traf ich den ers­ten ver­spreng­ten – die mas­se der mono­skier wür­den erst spä­ter mit den test­skis von duret oben ein­tref­fen. das war auch die haupt­be­schäf­ti­gung an den ers­ten bei­den tagen sozu­sa­gen: das hef­ti­ge aus­pro­bie­ren der ver­schie­de­nen ski­er. ver­bun­den natür­lich mit der übli­chen schrau­berei und kom­pli­zier­ten tausch­ak­tio­nen über meh­rer glie­der. irgend­wie hat­te aber immer jemand einen ski unter den füßen. und mehr ist ja nicht nötig, um glück­lich zu wer­den. zumal das wet­ter mit­spiel­te und uns neben reich­lich wun­der­ba­rem wei­chen, grif­fi­gen schnee auch eine men­ge son­ne bescher­te. ich selbst hielt mich mit dem tes­ten zurück – momen­tan steht eh‘ kei­ne neu­an­schaf­fung an. der ers­te tag sieht dann auf dem dia­gramm so aus: skiline 22.3.2009. und abends war natür­lich – nach­dem ich zumin­dest eine klei­ne lauf­run­de gedreht hat­te – gemüt­li­ches bei­sam­men­sein im hotel ange­sagt. schließ­lich muss­ten die test­ski für den nächs­ten tag ver­teilt werden.

den mon­tag begann ich auf dem mono-​cross, einem miniatur-​monoski mit extre­mer tail­lie­rung (und vor allem hyper­brei­ter schau­fel). ein ganz lus­ti­ges, net­tes gerät, bei dem mir (und nicht nur mir) aber nicht so ganz klar wur­de, wofür das gut sein soll. gut, man kann schon ein biss­chen car­ven damit – aber auch nur, wenn man in ziem­lich hef­ti­ger rück­la­ge unter­wegs ist, sonst stört die brei­te schau­fel. aber die kür­ze macht sich dann doch gera­de bei höhe­ren geschwin­dig­kei­ten, wie ich sie ger­ne fah­re, eher unan­ge­nehm bemerk­bar. irgend­wie hin­ter­ließ er mcih ein wenig rat­los. nach­mit­tags war ich dann auch noch kurz mit dem all-​mountain 187 von duret unter­wegs, der mir auf der schau­fel aber ein wenig trä­ge war (die gro­ße flä­che vor den füßen, die er in die­ser län­ge hat, kommt mei­nem fahr­stil nicht ent­ge­gen. der 177 hat sich mir da bes­ser prä­sen­tiert). und zum schluss fuhr ich auch den esprit de glis­se noch ein wenig über pis­te und abseits davon. auch kein schlech­ter ski, sehr treu und spur­sta­bil. aber auch nix, was mich gleich begeis­tert hät­te. viel­leicht war ich aber auch inzwi­schen schon ein wenig müde (das merk­te ich gera­de bein den abfahr­ten beim schnee-​express zwi­schen den bäu­men mit peter, franz und kal­le ziem­lich …). der mon­tag prä­sern­tiert sich dann so: skiline 23.3.2009. eigent­lich hät­te ich ja ger­ne auch noch den micro von ikso­nom aus­pro­biert, weil der so abso­lut unfahr­bar aus­sieht – aber ihm ist lei­der kurz vor der mit­tags­pau­se die bin­dung ange­ris­sen. er selbst fuhr dann zum schluss – und auch die tal­ab­fahrt – einen alten turm­mo­no – aber so ele­gant und gekonnt, als hät­te er nie etwas ande­res unter den füßen gehabt. und wer so ein ding mal gese­hen hat – ein nor­ma­ler, klas­si­scher ski mti einem gestell, auf dem so ca. 10 cm über dem ski bei­de füße neben­ein­an­der (wie bei einem „nor­ma­len“ mono) ste­hen – kann sich vor­stel­len, was das heißt …

diens­tag ver­rin­ger­te sich die grup­pen­grö­ße dann deut­lich. die fran­zo­sen waren nicht mehr da, auch sonst fehl­ten inzwi­schen eini­ge. das mach­te aber immer­hin die koor­di­na­ti­on zwi­schen den fah­rern ein­fa­cher … über nacht hat­te es oben im ski­ge­biet ca. 10–15 cm geschneit. und das bedeu­tet natür­lich, das wir wie­der in die hän­ge der neben pis­te muss­ten – schließ­lich waren jetzt alle spu­ren der vor­ta­ge weg. und ein gera­de in den obe­ren lagen hef­ti­ger wind sorg­te dafür, dass das auch immer wie­der wie frisch gepu­dert aus­sah (naja, fast immer­hin). mit der übung der letz­ten tage ging das auch mit mei­nem eige­nen ski, der ja kein spe­zia­list für so etwas ist, ziem­lich gut. und es mach­te ein­fach wahn­sin­ni­gen spaß, so weich und locker durch den schnee zu glei­ten – einen spaß, den ich so beim ski­fah­ren sel­ten erlebt hat. das gran­dio­se wet­ter – die früh­mor­gens noch her­um­hän­gen­den wol­ken hat­te der wind schnell ver­trie­ben – nut­zen wir auch gleich noch für eini­ge video-​aufnahmen im tief­schnee. und da muss­te ich natür­lich gleich mal einen spek­ta­ku­lä­ren sturz zei­gen. aus­ge­löst durch das ver­gra­ben mei­ner schau­fel über­schlug ich mich sehr foto­gen, bei­de bin­dun­gen lös­ten aus und der tt ham­mer hing nur am sicher­heits­gurt (und schlug mir ein wenig gegen die bei­ne, was für ein paar klei­ne­re prel­lun­gen sorg­te). das ein­stei­gen im tief­schnee am nicht gera­de fla­chen hang dau­er­te dann ein biss­chen, vor allem weil peter mir mei­nen ski, gera­de als ich ihn schön bereit gelegt hat­te, noch ein­mal einstaubte …
pünk­licht zur mit­tags­pau­se ver­schlech­ter­te sich das wet­ter zuse­hends, nach­mit­tags schnei­te es und war vor allem auf­grund der tief­lie­gen­den wol­ken sehr nebe­lig. da wir kei­ne bess­se­rung sahen und nichts geschei­tes mehr zum fah­ren fan­den, mach­ten wir früh schluss – immer­hin hat­ten wir einen gran­dio­sen vor­mit­tag gehabt:  skiline 24.3.2009. dafür bin ich dann zum aus­gleich etwas mehr gelau­fen (wie­der teil­wei­se trail hoch­zil­ler­tal, den ich am mon­tag kom­plett (inklu­si­ve klet­ter­par­tie über die pis­te der tal­ab­fahrt) gelau­fen war.)

der mitt­woch. schon wie­der der letz­te tag des urlaubs. und noch ein­mal neu­schnee, dies­mal aller­dings erheb­lich mehr als am diens­tag – so um die 50 cm dürf­ten es zumin­dest stel­len­wei­se gewe­sen sein. dafür war der schnee jetzt aber schwe­rer und etwas nas­ser als am diens­tag – und dadurch auch wie­der ganz anders zu fah­ren. wir waren wie­eder vor­wie­gend am neu­hüt­ten­lift unter­wegs – die hän­ge unter und neben dem lift waren ein­fach zu ver­lo­ckend. und sie boten den gesam­ten vor­mit­tag genü­gend mög­lich­kei­ten, frei stel­le zu fin­den. so sind wir ein­fach  immer hoch und gleich wie­der run­ter (mit eini­gen kur­zen video-​intermezzi) gebret­tert. und wie­der wie am diens­tag kam es auch mitt­wochs nach­mit­tags zu einer deut­li­chen wet­ter­ver­schlech­te­rung – die sicht wur­de aller­dings nicht ganz so schlecht wie am diens­tag. inzwi­schen waren wir aber so ziem­lich alle müde in den bei­nen – auch auf der pis­te war es anstren­gend, der vie­le lose, recht schwe­re schnee (trotz der not­prä­pa­ra­ti­on am mor­gen, die eini­ge lif­te erst ver­zö­ger star­ten ließ), der sich zu hau­fen türm­te, sorg­te für ordent­li­che anst­re­gun­gen beim abfah­ren – mehr als im tief­schnee … nach drei abfahr­ten bis zur mit­tel­sta­ti­on waren kal­le, eve­lyn und ich dann so fer­tig, dass wir es gut sein lie­ßen und noch ein wenig in der wedel­stu­be den tag bzw. urlaub aus­klin­gen ließen: skiline 25.3.2009

ich hol­te dann mein gepäck, lief zum bahn­hof, ver­sorg­te mich dabei noch schnell im super­markt und mach­te mich auf den heim­weg. super­pünkt­lich spuck­te mich der ice dann um 0:44 in mainz aus – zuhau­se bin ich dann nur noch ein­fach müde ins bett gefal­len (immer­hin war ich schon kurz nach sechs auf­ge­stan­den, weil ich vor dem früh­stück gelau­fen bin – danach war ja den gan­zen tag kei­ne zeit mehr), das aus­pa­cken ver­schob ich auf den nächs­ten tag. also ein tol­ler urlaub beim mono­ski­tref­fen wie­der ein­mal, bei dem ich eini­ges gelernt habe, vor allem abseits der pis­ten. und natür­lich auch und vor allem viel spaß mit den ande­ren „ver­rück­ten“ gehabt, mit dem aus­tausch und der fach­sim­pe­lei über tech­nik und material …

ergän­zung: hier gibt es ein klei­nes video von mir im tief­schnee (inklu­si­ve sturz …)

skiurlaub 2009, #2

dies­mal ging es zwar wie­der nach tiro, aber nach ser­faus. für mich eine neue erfah­rung – in die­sem ski­ge­biet war ich vor­her noch nie. aber es war bestimmt nicht das letz­te mal. zwar ist der ort ziem­lich teu­er – vor allem die unter­künf­te kos­ten eine men­ge geld – aber das ski­ge­biet ist gro­ße klas­se. schö­ne, eher schma­le pis­ten. eine schö­ne gegend. wun­der­ba­re ver­bin­dun­gen zwi­schen den tei­len (also vor allem zwi­schen ser­faus, fiss und ladis, aber auch inner­halb des recht aus­ge­dehn­ten ser­fau­ser teils).

die anrei­se am sams­tag war aller­dings eher müh­sam. die auto­bah­nen waren in deutsch­land natür­lich wie­der sehr voll, der übli­che rei­se­ver­kehr mit den übli­chen staus – etwa vor & am alb­an­stieg – eben. und der fern­pass war auch so voll, dass es nur noch im stop und go hoch und wie­der run­ter ging. in imst such­ten wir ver­geb­lich den hofer, um unse­re lebens­mit­tel­vor­rä­te für die woche zu ergän­zen, bis joa­chim auf die idee kam, dass der in lan­deck doch viel prak­ti­scher liegt … den hat­ten wir dann tat­säch­lich schnell gefun­den und die autos noch ein wenig vol­ler gela­den. ab dort ging es dann wei­ter ins inn­tal hin­auf, bis zum abzweig nach ser­faus. die stra­ße führt dann am tal­hang in 12 (durch­num­me­rier­ten) keh­ren auf kur­ze stre­cke fast 1000 höhen­me­ter hin­auf auf das ter­as­sen­pla­teau, auf dem ser­faus, fiss und ladis (in umge­kehr­ter rei­hen­fol­ge) lie­gen – mit präch­ti­gem aus­blick über das tal. in ser­faus war gera­de ziem­lich viel betrieb – die ski­fah­rer kamen von der pis­te zurück, die letz­ten urlau­ber ver­schwan­den, neue kamen … unse­re unter­kunft fan­den wir sofort, sie lag ja auch super zen­tral am kirch­platz. und damit direkt an der u‑bahn-​station. denn so ver­rückt es klingt, ser­faus hat eine miniatur-​u-​bahn unter der haupt­stra­ße, die vom gro­ßen park­platz am orts­ein­gang über zwei sta­tio­nen zur seilbahn-​talstation am ande­ren dorf­en­de führt – eine wun­der­bar prak­ti­sche und schnel­le mög­lich­keit, mor­gens ins ski­ge­biet zu kom­men und abends zurück. aber auf dem rück­weg war sie nur bedingt nötig, weil man eine tal­ab­fahrt pro­blem­los bis zur dorf­mit­te ver­län­gern konn­te und dann nur noch weni­ge meter zu gehen hat­te. lau­fen muss­te ich an die­sem tag nicht mehr, das hat­te ich mor­gens in darm­stadt erle­digt, um für den ers­ten ski­tag am sonn­tag so aus­ge­ruht wie mög­lich zu sein ;-).

der ers­te tag auf der pis­te also. es soll­te eini­ges pas­sie­ren … wir schaff­ten es trotz kar­ten­kauf etc., ziem­lich genau um 9 uhr in die ers­te gon­del­bahn ein­zu­stei­gen. schnell ori­en­tier­ten wir uns in rich­tung pezid­bahn. dort gibt es zwei sehr schö­ne und teil­wei­se ordent­lich stei­le schwar­ze pis­ten. bei herr­lichs­tem wet­ter – viel son­ne vor allem – stürz­ten wir uns also mehr oder weni­ger schnell die pis­ten hin­un­ter. und ich zusam­men mit mar­kus und hei­ke, die schon sams­tags in ser­faus unter­wegs gewe­sen waren, auch in die unprä­pa­rier­ten hän­ge neben der pis­te. das ging vom ers­ten moment an erstaun­lich gut und mach­te eine men­ge spaß – so lang­sam wer­de ich mit dem mono auch dort immer siche­rer. ich tum­mel­te mich gera­de dort, etwas abseits, als joa­chim schein­bar unfrei­wil­lig beschloss, den geschwin­dig­keits­re­kord auf der pezid­ab­fahrt zu bre­chen. bei einer wel­le kam er dann ordent­lich ins flie­gen, hat­te nach der lan­dung enor­men speed. und beim nächs­ten bogen zer­fetz­te es ihn dann. oder bes­ser gesagt: sei­ne bin­dung. und zwar so ziem­lich total: an bei­den ski­ern waren nur noch trüm­mer übrig – die eine fer­sen­back fehl­te kom­plett, das vor­de­re gehäu­se an meh­re­ren stel­len gebro­chen. und am ande­ren ski hat­te sich der vor­de­re bin­dungs­teil kom­plett vom ski gelöst – die kunst­stoff­ver­bin­dung war gebro­chen. so etwas habe ich noch nie gese­hen … ihm selbst ist dabei zum glück nichts pas­siert und nach eini­gem hin und her glit­ten thors­ten und er auf jeweils einem ski zur tal­sta­ti­on der pezid­bahn hin­un­ter. dort wur­de er dann von einem ski­bob abge­holt – ohne ski­er kommt man von dort näm­lich eigent­lich nicht weg. und der nächs­te ver­leih war an der mit­tel­sta­ti­on der komperdell-​lazid-​bahn … ansons­ten war der sonn­tag aber ein wun­der­ba­rer ski­tag. der schnee war grif­fig, die pis­ten prä­pa­riert, das wet­ter gut – wie meist in die­ser woche eher warm, eigent­lich nie unter 0 °C.

auch der mon­tag bot eher wenig über­ra­schun­gen. wir erkun­de­ten wei­ter das ski­ge­biet, fan­den noch eine schö­ne vari­an­te zwi­schen pezid und arrez­joch. die car­ver schos­sen sich schon ein wenig auf die pis­ten am plan­segg ein – da bot sich ein schö­nes spiel­feld für sie. der diens­tag zeig­te sich dann mit deut­lich wech­sel­haf­te­rem wet­ter. nach­dem es den gan­zen tag bewölkt und leicht nebe­lig war, setz­te gegen mit­tag noch recht ordent­li­cher schnee­fall ein, der uns dann schon recht früh, gegen 14 uhr, von der pis­te nach hau­se trieb. das bot mir immer­hin gele­gen­heit, mal etwas mehr zeit zum lau­fen zu haben. die ers­ten bei­den tage war da noch nicht viel bei her­um­ge­kom­men – ich such­te noch pas­sen­de wege und ver­such­te mich an die stei­len hän­ge zu gewöh­nen. am diens­tag brach­te ich dann immer­hin knapp 10 kilo­me­ter zusam­men. und fand eini­ge schö­ne stel­len. es macht näm­lich trotz der anstren­gung und selbst bei ver­gleichs­wei­se schlech­tem wet­ter eine men­ge spaß, in ver­schnei­ten ber­gen und wäl­der zu lau­fen – so lan­ge man wege hat, die pla­niert wur­den und man nicht durch tief­schnee stap­fen muss. das pro­pier­te ich für ziem­lich genau fünf schrit­te – jeweils inklu­si­ve ein­sin­ken im schnee bis fast an den schritt: das war der­ma­ßen erschöp­fend, dass ich schnell wie­der halb­wegs fes­ten boden unter den füßen suchte.

der mitt­woch bescher­te uns dann schon wie­der ganz ande­res wet­ter: föhn war ange­sagt. und der brach­te ziem­lich star­ke win­de mit sich, so dass vor allem vor­mit­tags der seilbahn- und lift­be­trieb doch eini­ges ein­ge­schränkt wur­de. aber ein gutes hat­ten die kräf­ti­gen win­de: sie blie­sen die wol­ken hin­weg. mor­gens war alles noch ziem­lich ver­han­gen. aber spä­tes­tens ab mit­tag über­wog wie­der der blaue him­mel und die strah­len­de son­ne. das mach­te dann so viel spaß, dass wir bis zum end­gül­ti­gen schluss der lif­te auf den pis­ten blie­ben und des­halb erst nach 16 uhr auf die tal­ab­fahrt kamen.  da konn­te der don­ners­tag dann über­haupt nicht mit­hal­ten: wie­der war das wet­ter ver­än­dert. aller­dings nicht zum bes­ten. denn dicker und ziem­lich bestän­di­ger nebel hing in den ber­gen. wenn man glück hat­te, war man zur rich­ti­gen zeit am rich­ti­gen ort und konn­te kur­ze, mini­ma­le auf­lo­cke­run­gen genie­ßen. da aber die wol­ken­de­cke ins­ge­samt aus­ge­spro­chen nied­rig hing, war die sicht durch das extrem dif­fu­se licht aus­ge­spro­chen gewöh­nungs­be­dürf­tig, um nicht zu sagen schlecht. dazwi­schen kam immer wie­der leich­ter schnee­fall, der sich zum abend hin noch ver­stärk­te. die pis­ten waren zwar in sehr gutem zustand und es war ziem­lich wenig betrieb, aber auf­grund der ein­ge­schränk­ten sicht war das fah­ren doch recht anstren­gend. auch am frei­tag blieb uns der nebel und der schnee­fall weit­ge­hend erhal­ten. trotz­dem war auf den pis­ten noch eine men­ge spaß zu haben. und auch auf der einen ski­rou­te, die ich dann doch noch gefah­ren bin, der schleif­plat­ten­rou­te an der obe­ren scheid­bahn. die war zwar im obers­ten stück nicht nur sakrisch steil, son­dern auch sehr unan­ge­nehm ungleich­mä­ßig ver­bu­ckelt. da ver­lor ich dann end­gül­tig noch einen tel­ler mei­ner ski­stö­cke, die eh schon stark in mit­lei­den­schaft gezo­gen waren. und ohne tel­ler macht das fah­ren abseits der pis­te doch erstaun­lich wenig spaß ;-). aber die schwar­zen pis­ten waren noch ziem­lich gut zu fah­ren, vor allem die an der obe­ren scheid­bahn und am pezid. und auch die wald­ab­fahrt vom alp­kopf hin­un­ter hat­te noch ihren reiz. zwar war die rote pis­te ziem­lich zer­fah­ren. aber am rand blie­ben so ander­halb meter, wo sich der schö­ne lose und wei­che schnee sam­mel­te – da stürz­te ich mich noch eini­ge male her­ab. aber irgend­wann – lei­der schon vor 16 uhr – waren mei­ne ober­schen­kel dann ein­fach hin­über. das vie­le fah­ren auf schwe­ren, stei­len pis­ten und die nicht gera­de leich­ten lauf­stre­cken mach­ten sich bemerk­bar. zur krö­nung ver­län­ger­te ich mei­ne lauf­run­de dann am frei­tag auch zu einer rich­ti­gen run­de auf über 11 kilo­me­ter: über den beu­tel­kopf­weg zur berg­sta­ti­on des sun­li­ners, von dort über den panorama-​genuss-​wanderweg hin­über zum kom­per­dell und nach eini­gen stü­cken ski­pis­te quer zum hang zurück nach ser­faus – mit abstand die schöns­te stre­cke der woche, herr­li­che aus­bli­cke trotz mit­tel­präch­ti­gen schneefalls …

die heim­rei­se ver­lief dann eher unspek­ta­ku­lär – da wir rela­tiv früh star­te­ten, waren wir zwar im dich­ten ver­kehr und schnee­fall unter­wegs, blie­ben aber wenigs­tens von grö­ße­ren staus ver­schont. und schon wie­der war eine woche ski­fah­ren vorüber …

fotos habe ich natür­lich doch wie­der nur sehr weni­ge gemacht – das aus­pa­cken etc. ist immer zu umständ­lich … aber ein paar sind hier immerhin:

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