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Schlagwort: china Seite 2 von 3

china superior tian mu special grade

zart hell­gelb, kräf­tig schim­mern­de tas­se von vor­neh­mer bläs­se zugleich – ja, das geht. man muss es nur gese­hen haben … auch der duft ver­heißt schon gro­ßen genuss. und nicht zu unrecht wird die­ser tee von mei­nem lie­fe­ran­ten als ein „tee für lieb­ha­ber“ bezeich­net. der duft also lässt schon ange­neh­mes erwar­ten: eine leicht fruch­ti­ge noten, zart aber bestimmend.

und so schmeckt die­ser grü­ne tee auch:die zuvor hart und abwei­send stach­lig-dünn erschei­nen­den tee­blät­ter geben einen wun­der­ba­ren, fei­nen, zart fruch­tig schme­cken­den tee, der mit jeder tas­se (oder scha­le) neue nuan­cen offen­bart. der tian mu wird noch immer von hand zube­rei­tet auf den pfir­sich­blü­ten-inseln in der chi­ne­si­schen pro­vinz zhei­jiang.

Tee­an­bau

weni­ge tees sind im blatt so gleich­mä­ßig wie die­ser: die spit­zen, die aus einer frü­hen früh­jahrs­pflü­ckung stam­men, sind fast wie abge­mes­sen alle gleich lang. und die spe­zi­el­le, sehr scho­nen­de schnel­le zube­rei­tung ermög­licht die­sen luxu­riö­sen genuss.

zube­rei­tung: 15 gramm tee für 1.5 liter was­ser, bei 85 °C ca. 2:40 zie­hen lassen.

edit: die hel­le tas­sen­far­be des tees hat jetzt schon zum drit­ten mal dazu geführt, dass ich mei­ne tee­scha­le über­voll gefüllt habe ;-)

china oolong da hong pao 2008 „big red robe“

fan­tas­tisch. so lang­sam gehen mir die super­la­ti­ve aus.

sehr wür­zig. und jeder auf­guss hat sei­nen eige­nen cha­rak­ter – am anfang noch eher herb, wird der tee zuneh­mend mil­der und ausgewogener.

zube­rei­tung: ~4 gramm tee in mei­ner klei­nen sei­ten­griff­kann, mit 95 °C hei­ßem was­ser für 15 bis maxi­mal 20 sekun­den (!) zie­hen lassen.

china mao feng

weil mei­ne tee­vor­rä­te (vor allem bestimm­te sor­ten …) so lang­sam zur nei­ge gehen und ich für die nach­schub-order erst ein­mal die bestän­de kon­trol­lier­te, bin ich unver­hofft auf einen lan­gen über­se­he­nen tee in mei­ner kis­te gesto­ßen: mao feng heißt die sor­te und kommt aus chi­na. ein schwar­zer tee, den mir kolod­ziej & lie­der in recht gro­ßen blät­tern (lan­ge, leicht ein­ge­roll­te spit­zen) schick­te, die den vor­teil der waa­ge über das löf­fel­maß bei der zube­rei­tung wie­der ein­mal sehr deut­lich mach­ten ;-) der mao feng ist ein kee­mun-tee, kommt also aus der pro­vinz anhui, die für ihre hoch­wer­ti­gen tees bekannt ist.

schon der ers­te duft ist recht betö­rend, eine mischung aus kakao und nuss, die der ziem­lich dunk­le tee sehr inten­siv ver­strömt. der tee ist unge­heu­er mild und trotz­dem fül­lig mit einer leich­ten ten­denz zur süße. vor allem aber ganz weich und so gau­men­schmei­chelnd, dass die kan­ne ruck­zuck leer wird.

zube­rei­tung: 14 gramm für ca. 1,5 liter was­ser, 4 minu­ten zieh­zeit beim ers­ten versuch.

china oolong qi lan dan cong

um es gleich zu sagen: ein außer­or­dent­li­cher spit­zen­tee ist das! er kommt aus der pro­vinz guang­dong, wo die tee­meis­te­rin yu hui tse­ng die­se mit­tel­stark oxi­dier­te vari­an­te des dan-cong-tees pro­du­ziert. dan-cong-tees sind eigent­lich tee­sor­ten, die nur von einem ein­zi­gen tee­baum geern­tet wer­den. für die­sen sehr groß­blätt­ri­gen tee hier wur­de eine gan­ze plan­ta­ge aus den spröß­lin­gen eines tee­baums ange­legt – etwas öko­no­mi­scher also ;-)

der tee ist aus­ge­spro­chen raf­fi­niert und zivi­li­siert: die far­be sehr unschein­bar, fast etwas blass (beim ers­ten auf­guss). schon der duft ver­rät aber den exqui­si­ten geschmack: eine sehr fruch­ti­ge wür­zig­keit prägt die­sen sehr erfri­schen­den tee, der durch den sanf­ten anklang von pfir­sich­ge­schmack bestimmt wird.

zu bezie­hen ist die­se spe­zia­li­tät beim tee­händ­ler mei­nes ver­trau­en, kolod­ziej & lie­der, der auch vie­le ande­re schö­ne oolong-tees im ange­bot führt.

zube­rei­tung: ca. 3,5 gramm tee für eine klei­ne sei­ten­griff-kan­ne mit etwa 200 ml was­ser bei 95 °C 20 sekun­den (!) zie­hen las­sen. der tee ver­trägt, ohne gro­ße ver­lus­te, locker fünf auf­güs­se (was den nicht gera­de nied­ri­gen preis auch wie­der relativiert).

fujian long yuan golden pekoe

mal wie­der ein neu­er tee, natür­lich von mei­nem lieb­lings­la­den: chi­ne­si­scher tee aus der pro­vinz fuji­an: long yuan gol­den pekoe (need­le-leaf). ein ziem­lich inter­es­san­ter tee, das. schon die far­be der tee­blät­ter ist eher unge­wöhn­lich, so dun­kel sind sie eher sel­ten. und auch der fer­ti­ge tee ist nicht gewöhn­lich: ein tie­fes, dunk­les braun zeigt die tas­se, mit ver­füh­re­ri­schem duft. und auch der geschmack ist nicht von schlech­ten eltern: inten­siv und weich, anre­gend und erfri­schend, mit einer deut­lich aus­ge­präg­ten kakao-note – das hört sich selt­sam an, schmeckt aber sehr har­mo­nisch und bekömm­lich. sicher nicht jeder­manns geschmack. aber mir gefällts.

zube­rei­tung: 15 g tee auf knapp 1,5 liter was­ser, drei minu­ten zieh­zeit (aber der tee ver­trägt sicher auch ein wenig mehr …)

china jade oolong kuan yin

… ist ein grü­ner tee aus chi­na, aus den gär­ten der pro­vinz hubei/​bao kang, den ich von kolod­ziej & lie­der bezo­gen habe (klick für die aktu­el­le, stär­ke­re ver­si­on). ursprüng­lich kommt die­se sor­te aller­dings aus tai­wan. mit den vor­ge­schla­ge­ner zube­rei­tung (ca. 14 g tee für knapp 1,5 liter was­ser bei etwa 80 °C, 2:15 minu­ten zieh­zeit) ergibt das die hells­te tas­se, die ich je gese­hen habe: ein zar­ter oran­ge-gel­be­ner schim­mer färbt den sehr kla­ren tee. auch im geschmack ist der ers­te auf­guss sehr zurück­hal­tend, sehr viel under­state­ment ist da zu spü­ren: weich schmiegt er sich an die geschmacks­knos­pen, die fül­le und wür­ze ent­fal­ten sich fast etwas zöger­lich – eben sehr zurück­hal­tend. dabei gibt es dafür eigent­lich kei­nen grund, denn zu ver­ste­cken braucht sich die­ser klas­se tee über­haupt nicht.

china oolong qilan 1st grade

schon wie­der ein oolong-tee – die lau­fen den dar­jee­lings (mei­ner bis­he­ri­gen lieb­lings-sor­ten) in mei­ner inter­nen hit­pa­ra­de bald den rang ab … vor allem, weil man sie mehr­mals auf­gie­ßen kann (sogar muss, um den vol­len genuss zu ent­de­cken!). der hier (wie­der ein­mal von kolod­ziej & lie­der) ist ein genuss auf meh­re­ren ebe­nen. denn schon der duft, der aus der recht dunk­len, bron­ze­nen tas­se empor­steigt, ver­rät den cha­rak­ter: sehr fruch­tig umschmei­chelt er riech- und geschmacksin­ne. und so sanft und unauf­dring­lich trinkt er sich dann auch – mit viel klas­se, aber ohne anzu­ge­ben und mit irgend­wel­chen raf­fi­nier­ten tricks auf­zu­war­ten. ein wun­der­ba­rer tee für den ent­spann­ten abend, mit der rich­ti­gen musik (etwa, wie bei mir gera­de wie­der und wie­der: cecil tay­lor, wil­li­s­au con­cert (intakt)).

zube­rei­tung: 12g tee, 1,5 liter was­ser bei 90 °C, 4 minu­ten zie­hen lassen.

china jade oolong super fancy

wie der name schon ver­rät: ein grü­ner tee aus chi­na, aus der pro­vinz fujia, mit eg-bio-sie­gel von kolod­ziej & lie­der bezogen.

das ist ein kunst­voll ver­ar­bei­te­ter tee: er hat nur wenig anfer­men­tier­te blät­ter, die dabei zu offe­nen kugeln geformt wur­den. beim ers­ten auf­guss (ich mache in der regel min­des­tens zwei, meist drei) ent­fal­ten sie sich dann wun­der­schön und geben einen tee von wun­der­bar gold­gel­be­ner far­be, der duf­tet wie kaum ein ande­rer. den ers­ten auf­guss fin­de ich – der ich gene­rell gar kein gro­ßer fan von grü­nen tees bin – einen hauch zu gra­sig bzw. heu­ig. der zwei­te auf­guss ent­fal­tet dann die eigent­lich recht fri­schen und distin­gu­iert-zurück­hal­ten­den aro­men noch stär­ker und schmeckt mir eigent­lich etwas besser.

zube­rei­tung: 16g tee für 1,5 liter was­ser mit 90 °C und etwas über zwei minu­ten (beim drit­ten auf­guss eher drei minu­ten) zie­hen lassen.

china jasmine da zhang shan

ist ein grü­ner tee aus der chi­ne­si­schen pro­vinz jian­gxi. obwohl ich ja eigent­lich kein beson­de­rer fan von grün­tee bin – der hier hat es mir durch­aus ange­tan. ein sehr fruch­tig-blu­mi­ger jas­min tee ist das, eine gelun­ge­ne kom­bi­na­ti­on aus einer fri­schen jas­min-note und einem leicht her­ben, kräf­ti­gen grund­tee. genau das rich­ti­ge für trü­be novem­ber­nach­mit­ta­ge oder advents­sonn­ta­ge. mein händ­ler schreibt zur her­kunft die­ses tees:

Das Natur­schutz­ge­biet und Wild­tier­re­ser­vat Da Zhang Shan (Gro­ßes Bar­rie­ren­ge­bir­ge) liegt in der Pro­vinz Jian­gxi nahe der Kreis­stadt Wuyu­an. Hier gibt es Bam­bus und Kie­fern­wäl­der. Etwa 200 klei­ne Dör­fer lie­gen hier. Das Gebiet wird noch weit­ge­hend tra­di­tio­nell bewirt­schaf­tet und ist von einer Indus­tria­li­sie­rung ver­schont geblieben.

zube­rei­tung: 12g tee auf 1,5 liter was­ser bei 85 °C und einer zieh­zeit von 1,5 minuten.

china bai mu dan first grade superior

wei­ßer tee aus der chi­ne­si­schen pro­vinz zhe­jiang (je nach über­tra­gung manch­mal auch als pai mu tan gehan­delt). der name bedeu­tet so viel wie „wei­ße pfingst­ro­se”. die blät­ter sind sehr groß und flach, d.h. nicht ein­ge­rollt, silb­rig-grün in sehr hel­lem farb­ton – sieht fast wie kräu­ter­tee aus ;-)

der ers­te auf­guss geschah mit 1,5 liter was­ser bei ca. 80 °C und etwa 14 g tee, das gan­ze 2,5 minu­ten zie­hen las­sen: ein zar­ter, har­mo­nisch vol­ler und fri­scher tee­ge­nuss mit einem sanf­ten, wür­zi­gen unterton.

der zwei­te auf­guss (gleich­te tem­pe­ra­tur, etwas län­ge­re zieh­zeit, d.h. knapp 3 minu­ten) hat eine deut­lich inten­si­ve­re, dunk­le­re tas­se und schmeckt eini­ges kräf­ti­ger. dafür ver­liert er aller­dings auch ein wenig von der kom­ple­xi­tät der fei­nen nuan­cen, die der ers­te auf­guss aufwies.

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