Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: urlaub

laufen und skifahren

oder bes­ser gesagt umge­kehrt: ski­fah­ren und lau­fen. das ist eine anstren­gen­de kom­bi­na­ti­on. das habe ich die­ses jahr in gal­tür wie­der sehr gemerkt: nach sie­ben stun­den auch nicht gera­de purer ent­span­nung auf den ski­ern noch gut andert­halb stun­den lau­fen zu gehen – und das in den alpen – ist kein leich­tes unter­fan­gen. nach drei tagen hat­te ich mich aber so halb­wegs dar­an gewöhnt. ich mein­te frei­lich, den ein­fluss der höhen­luft bereits zu spü­ren (gestar­tet bin ich auf ca. 1600 m, es ging hin­auf bis knapp 2000 m): ich kam öfters ganz schön ins hecheln und der puls war viel zu schnell viel zu weit oben – da bin ich dann doch lie­ber vor­sich­tig gewor­den. unter­wegs war ich vor allem auf der sil­vret­ta-hoch­al­pen­stra­ßen, die von wirl aus durch das klein­ver­munt-tal zur bie­ler höhe (wo der sil­vret­ta-stau­see liegt) hin­auf­führt. die wird ja nicht geräumt, son­dern nur von pis­ten­bul­lys und scoo­tern ver­dich­tet. den­noch lässt es sich dar­auf ziem­lich gut lau­fen. weni­ger gut war die ande­re idee, der ver­such, das jamt­al hin­auf zu lau­fen: dort hat­te die pis­ten­walz den schnee so weich gelo­ckert, dass ich unent­wegt ein­sank und beim absto­ßen kei­nen fes­ten halt hat­te, also unend­lich viel kraft benö­tig­te. des­halb beließ ich es dann bei dem einen ver­such, obwohl auch die­es sei­ten­tal sehr sehr schön ist. über­haupt ist die trai­nings­wir­kung die­ser läu­fe so eine sache: ich mei­ne zu beob­ach­ten, dass ich enorm an geschwin­dig­keit und schnell­kraft ver­lo­ren habe. dafür aber auch noch eine erheb­li­che por­ti­on aus­dau­er dazu­ge­won­nen habe. naja, schaun mer mal, wie sich das jetzt wei­ter entwickelt …

Monoskitreffen in Galtür

ein wahn­sin­ni­ger spaß war es wie­der, das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono­is­ten von mono​-ski​.org in galtür.

sonn­tags war mei­ne anrei­se – zum haus val­lü­la, fast unmit­tel­bar neben dem hotel cassa­da, wo die meis­ten ande­ren logier­ten. sehr bequem, sonn­tags sind die züge näm­lich ziem­lich leer – und ich hat­te eine direkt­ver­bin­dung von mainz nach lan­deck-zams, wo ich in den bus nach gal­tür umstieg.

am mon­tag ging es dann end­lich los: ski­fahrn!! gleich vorm haus traf ich auf kal­le & eve­lyn. zusam­men sind wir dann schon kurz vor neun an den lif­ten gewe­sen. und es war ein ein­stieg bei traum­wet­ter: son­ne pur. lee­re pis­ten, herr­li­che fahr­ten – so muss ein ski­ur­laub begin­nen. spä­ter stie­ßen dann noch peter und bir­git sowie her­bert und gabrie­le dazu. spä­ter sam­mel­ten wir dann auch noch tilo und ste­fan ein. kreuz und quer jag­ten wir so durch’s ja eigent­lich recht über­schau­ba­re gal­tü­re ski­ge­biet peter zog mich gleich am ers­ten tag mit in die vari­an­ten – aber es lief auch sehr gut, ich muss­te mich eigent­lich über­haupt nicht ein­ge­wöh­nen. irgend­wann am nach­mit­tag stieg peter dann auf sei­nen abge­säg­ten mini-mono­ski um – und bau­te ihn ziem­lich schnell im tief­schnee-hang zum falt­mo­no um: bei einem sturz nach vor­ne schaff­te er es, den ski vor der bin­dung abzu­kni­cken. da er das nicht merk­te, ging es danach natür­lich auch nicht beson­ders gut wei­ter. er ver­such­te dann zwar noch ganz tap­fer, mit dem lädier­ten ski zum lift zu kom­men, gab aber doch bei der nächs­ten hüt­te erschöpft auf und ließ sich von kal­le einen ersatz­ski brin­gen. immer­hin kam er so zum drop­man-award – und es gibt sogar video­auf­nah­men davon!. den abschluss such­ten wir neben der pis­te an der breit­spitz­bahn – erstaun­lich, wie die ande­ren sich durch die bäu­me schlängelten …

auch am diens­tag herrsch­te von mor­gens an immer noch herr­lichs­ter son­nen­schein. wie­der waren wir früh auf der pis­te und viel und aus­ge­spro­chen zügig unter­wegs. mit­tags habe ich dann kal­les geschoss, den moun­tain gun, aus­pro­biert: ein ver­dammt schnel­ler ski, der gera­de bei hohen tem­pi aber wie auf schie­nen läuft, unge­heu­er sicher zu fah­ren ist. da kam ich dann rich­tig in einen geschwin­dig­keits­rausch … nach kur­zer rück­ge­wöh­nung an den tt ham­mer ging es dann mit kal­le in die ski­rou­te 1, eine böse buckel­pis­te. gera­de in den wirk­lich stei­len pas­sa­gen wur­de ich aber nicht so recht glück­lich. nach­mit­tags tum­mel­ten wir uns dann wie­der an der breit­spitz­bahn – auf und neben den pisten.

am mitt­woch – noch ein­mal son­ne pur, mei­ne nasen­spit­ze hat’s nicht so gefreut, den rest von mir aber umso mehr – wur­de es dann lang­sam voll. ralf und berit kamen noch hin­zu, fred und anne­ma­rie und patric und auch – lei­der nur kurz – jür­gen. vor­mit­tags waren die pis­ten nicht so klas­se wie am diens­tag, dafür haben wir dann so eini­ge vide­os gedreht. lei­der hat­te kal­les helm­ka­me­ra einen aus­set­zer, sonst hät­ten wir schö­nes mate­ri­al mit geschwin­dig­kei­ten von über 80 km/​h (gps-mes­sung) gehabt … nach­mit­tags muss­te dann noch eine fol­ge für dropman’s world mit einem do-it-yours­elf-mono gedreht und noch schnell kurz vor schluss an der breit­spitz­bahn den klas­si­schen nach­mit­tags­ab­schluss gefah­ren. am abend ging es dann wie­der wei­ter: von 19.30 an star­te­te der nach­ski­lauf – dies­mal recht gut besucht, was sich aber auch all­mäh­lich rela­ti­vier­te. spaß gemacht hat es aber auf jeden fall wie­der eine menge.

am don­ners­tag war das wet­ter lei­der schlecht bzw. vor allem die sicht: mor­gens fiel noch ein wenig nas­ser schnee, der wind blies recht ordent­lich bei durch­aus war­men tem­pe­ra­tu­ren. lei­der war mei­ne lieb­lings­pis­te, die schwar­ze 1, nicht prä­pa­riert wor­den – das war dann doch nicht so lus­tig. all­mäh­lich klar­te es aber auf und wir sind noch ein wenig in die buckel­pis­te gefah­ren. mit dem mako von berit ging das doch ein wenig leich­ter – lei­der hat­ten wir beim umstel­len nur ver­ges­sen, den z‑wert anzu­pas­sen. das führ­te dann zu dem blö­den fall, dass er auf ein­mal fast vom fuß fiel und ein gutes stück den berg hin­ab rat­ter­te. durch die vie­len ski­wech­sel war der tag etwas chao­tisch – stän­dig wur­de irgend­wo geschraubt und ange­passt. es waren eben so eini­ge poly­ga­me mono­is­ten da. gefah­ren bin ich: snow­shark von mako, andre­as’ duret moun­tain sl 177 (ein tol­ler, leich­ter all­round-ski), kal­les moun­tain gun (ein 1,94 lan­ges geschoss von snow­shark), noch ein wenig nor­dic­board und dann das yama­tool. abge­schlos­sen haben wir dann mit den höl­lisch schwe­ren mono­ski-prü­fun­gen für dropman’s world im skikindergarten.

am frei­tag lief es sehr rund – ein schö­ner ski­tag bei mit­tel­mä­ßi­gem wet­ter. dafür war der sams­tag dann noch ein­mal so rich­tig klas­se: mit franz und andre­as sowie tilo vor allem über die pis­ten gebret­tert. und dann haben wir auch noch die lift­tras­se der birk­hahn­bahn unter die ski­er genom­men. das war schon ziem­lich geil: dicker, tie­fer wei­cher schnee, der auch im steils­ten hang noch sehr gut hielt und das gan­ze etwas ver­lang­sam­te – was mir sehr ent­ge­gen­kam … etwas blöd und unan­ge­nehm war nur, dass eine gewal­ti­ge ladung bus­tou­ris­ten ange­kom­men war: allein 8 bus­se aus offen­burg in schwa­ben, von irgend einem radio­sen­der. das hat das publi­kum auf der pis­te total ver­än­dert: nicht nur, dass dadurch auf­fäl­lig vie­le mit­tel­mä­ßi­ge und schlech­te ski­fah­rer als leben­dende (und gemüt­lich sich bewe­gen­de) sla­lom­stan­gen unter­wegs waren. natür­lich waren das auch sol­che grüpp­chen, die mor­gens um halb zehn vor der ers­ten lift­fahrt erst mal den gro­ßen flach­mann aus der tasche kram­ten – da krieg’ ich ja schon immer genug. denn schließ­lich ist ski­fah­ren sport – auch wenn man es viel­leicht nicht so for­dernd betreibt wie wir. aber das ver­ges­sen ja immer wie­der vie­le. kein wun­der war es dann auch, dass der kran­ken­wa­gen mehr­mals benö­tigt wur­de. und auch die hub­schrau­ber hat­ten am sams­tag viel zu tun (wenn auch nicht in galtür)

daz­tu kam dann natür­lich noch jeden nach­mit­tag – nach kur­zem ein­kehr­schwung – das lau­fen (doch dazu habe ich einen eige­nen ein­trag geschrie­ben): meist auf der sil­vret­ta-hoch­al­pen­stra­ße (d.h. auf fes­tem schnee­grund). dadurch war ich dann fast gar nicht in mei­nem zim­mer – denn abends haben wir uns natür­lich auch noch ein­mal zusam­men­ge­setzt. das gehört näm­lich unbe­dingt dazu beim mono­ski­tref­fen: das gemüt­li­che zusam­men­sit­zen mit mehr oder min­der hit­zi­gen dis­kus­sio­nen und gesprä­chen rund um den mono oder auch nicht … mit so viel net­ten leu­ten zusam­men macht das fast so viel spaß wie das ski­fah­ren tagsüber …

einmal rund um den bodensee

eine kom­plet­te umrun­dung des schwä­bi­schen mee­res soll­te es sein, mei­ne dies­jäh­ri­ge gro­ße (und ein­zi­ge) tour mit dem kajak. ange­lehnt an den vor­schlag des boden­see-kanu-rings hat­te ich dafür acht pad­del-etap­pen vor­ge­se­hen. los ging es aber ganz prag­ma­tisch am mon­tag mit vor­be­rei­tun­gen und anrei­se: in darm­stadt den bus abge­holt, nach mainz getu­ckert und den gan­zen krem­pel ein­ge­la­den – das ist doch eine gan­ze men­ge zeugs, was ich da mit­ge­nom­men habe. dann beim boots­haus vor­bei, den sere­nus aufs dach geschnallt und ab auf die auto­bahn – wie­der zurück in rich­tung darm­stadt, dann über die a5 bis karls­ru­he, die a8 zum stutt­gar­ter kreuz und von dort die a81 bis kurz vor radolf­zell. da war es dann gera­de ein­mal 16 uhr – nach knapp vier stun­den fahrt­zeit (ohne staus), so dass ich zunächst ein­mal in aller ruhe den start­punkt besich­tig­te, das gelän­de des kanu-clubs radolf­zell. dann bin ich erst ein­mal zu micha­el nach mög­gin­gen hin­auf­ge­fah­ren, wo ich nach einem gemein­sa­men lauf um den min­del­see auch über­nach­te­te. das hat­te den „nach­teil”, dass ich schon gegen sechs uhr auf­ge­stan­den bin … weil ich so früh wach war, schaff­te ich es dann tat­säch­lich trotz der ers­ten gro­ßen packe­rei, bereits um 8:45 in radolf­zell auf dem was­ser zu sein. der bus park­te der­weil schön auf dem her­zen­park­platz ganz in der nähe des kanu-club-gelän­des – sehr prak­tisch. um halb elf war ich dann auch schon an mett­nau­spit­ze und lie­bes­in­sel vor­bei­ge­pad­delt und an der schiffs­län­de rei­chen­au, gegen 11:15 schon fast am ende der insel. dort mach­te ich dann erst ein­mal gegen­über von erma­tin­gen gemüt­li­che mit­tags­pau­se. nach der stär­kung ging es bei wei­ter­hin ordent­li­chen, aber nicht gera­de übewäl­ti­gen­dem wet­ter (duns­tig, mit ein­zel­nen lücken recht bewölkt) hin­über über den spie­gel­glat­ten see an schwei­zer ufer bei erma­tin­gen. demufer dort, sehr flach und recht lang­wei­lig, folg­te ich bis in den see­rhein, der mich mit leicht spür­ba­rer gegen­strö­mung emp­fing. pas­send frisch­te auch der wind, der mir nun genau ins gesicht blies, etwas auf. bis zum ende (aus mei­ner sicht) von kon­stanz, also an der brück zum kon­stan­zer trich­ter, stei­ger­te sich das zu einem über­ra­schend kräf­ti­gen gegen­strom und auch durch­aus beweg­ten was­ser – erstaun­lich, was sich hier an ste­hen­den wel­len ansam­mel­te. die strö­mung mach­te sich auch tat­säch­lich bis kurz vor dem kon­stan­zer horn immer noch bemerk­bar. dort umrun­de­te ich auch das ewig lan­ge strand­bad und fand schließ­lich das schild des dkv-zelt­plat­zes. der ist, typisch für die­sen ver­band, aus­ge­spro­chen padd­ler­un­freund­lich. zunächst ein­mal schwer zu fin­den und ein gutes stück weg vom ufer. vor allem aber ganz ohne ver­nünf­ti­ge lan­de­mög­lich­keit – kein steg, kein slip, gar nichts. nur eine klei­ne trep­pe – aber jeder padd­ler, der mal ein boot mit gepäck für acht tage trans­por­tiert hat, kann über so einen witz nur lachen. und wie heißt es so schön auf der dkv-home­page: Seit 1995 ver­fügt der DKV in Kon­stanz am Foh­ren­bühl über einen neuen, moder­nen, her­vor­ra­gend gele­ge­nen Platz. Er bie­tet sich für Kanu­fahr­ten im Bereich Boden­see”. nun­ja. der platz selbst ist auch nicht gera­de der schöns­te: vor­wie­gend schrä­ge, buck­li­ge wie­sen, kreuz und quer voll­ge­stellt (aber fast kei­ne padd­ler dar­un­ter), spär­li­che sani­tär­an­la­gen mit aus­ge­spro­chen pri­mi­ti­ven gemein­schafts­du­schen – nir­gends­wo sonst am boden­see habe ich so unkom­for­ta­bel über­nach­tet. kaum war ich vom lau­fen zurück – mei­ne serie des täg­li­chen lau­fens woll­te ich auch wäh­rend der boden­see-umrun­dung fort­set­zen – fing es an zu reg­nen – gera­de woll­te ich den kocher in gang set­zen. zum glück gab es eini­ge halb­wegs tro­cke­ne pau­sen, so dass ich mein essen noch warm­ma­chen konn­te. gereg­net hat es aber mit unter­bre­chun­gen die gan­ze nacht.

und es woll­te auch am nächs­ten mor­gen nicht auf­hö­ren. nach­dem ich mir das also eine wei­le ange­schaut hat­te, bau­te ich eben im regen ab und pack­te mein boot. kaum war das gesche­hen, hör­te es natür­lich auf zu reg­nen – aber nur kurz. denn kaum war ich auf dem was­ser, fing es wie­der an. und hör­te so schnell nicht mehr auf. dafür war ich, von der kurs­schiff­fahrt abge­se­hen, ganz allei­ne auf dem see. heu­te führ­te mei­ne rou­te mich zurück in den kon­stan­zer trich­ter, den ich wegen des unge­müt­li­chen wet­ters aber etwas abkürz­te, nach kreuz­lin­gen. von dort ging es immer schön unter land am schwei­zer ufer wei­ter. gegen mit­tag ließ der regen nach und hör­te sogar auf – so kam ich immer­hin zu einer halb­wegs gemüt­li­chen mit­tags­rast in kess­wil. gegen 14:30 war ich dann aber auch schon in arbon am cam­ping­platz – zum rum­düm­peln und rum­lun­gern am strand war es ein­fach zu unte­müt­lich heu­te. der (pri­va­te) cam­ping­platz (am buch­horn, nach dem gro­ßen arboner strand­bad) emp­fing mich mit einer der steils­ten ram­pen, die ich bis­her gese­hen habe. dafür aber mit aus­ge­spro­chen net­ten betrei­bern. nur wie­sen die mir lei­der den fal­schen platz auf der zelt­wie­se an. denn auch heu­te ging es wie­der so: kaum vom lau­fen zurück und unter die dusche gesprun­gen, hör­te ich schon wie­der das unver­kenn­ba­re geräusch des pras­seln­den regens auf dem dach. dies­mal aber rich­tig: die reins­ten stürz­bä­che waren das. nach­dem ich ver­geb­lich lan­ge auf ein nach­las­sen des unwet­ters gewar­te­tet hat­te, rann­te ich schnell zum zelt. das stand dum­mer­wei­se mitt­ler­wei­le schon in einem klei­nen see: der teil der wie­se hat­te inzwi­schen 5–10 cm hohes was­ser. also habe ich wenig spä­ter mein auf­ge­bau­tes zelt mit dem gan­zen krem­pel umge­zo­gen, an das ande­re ende, unter einen baum, wo ich wenigs­tens nicht weg­schwamm. das zelt hat das alles erstaun­lich gut über­stan­den. am nächs­ten mor­gen frei­lich – der regen ließ mir kei­ne pau­se – schüt­te­te es immer noch. mitt­ler­wei­le war so ziem­lich alles feucht: zwei­mal im regen ein- und aus­ge­packt, nichts trock­ne­te mehr. und der wind blies an die­sem mor­gen recht ordent­lich – natür­lich genau aus der fal­schen rich­tung. ich schau­te mir das eine wei­le so an und beschloss dann doch, lie­ber nicht ins was­ser zu stei­gen. im rück­blick ärgert mich das immer noch, aber an dem mor­gen hat­te ich ein­fach kei­ne lust. die etap­pe arbon-bre­genz-lin­dau bin ich also nicht gepad­delt. immer­hin klar­te es gegen abend etwas auf, so dass ich in lin­dau tro­cke­nen fußes zwei­mal um die insel ren­nen konnte.

am frei­tag ging es dann von lin­dau nach fried­richs­ha­fen. und der mor­gen begrüß­te mich mit so schö­nem wet­ter, dass ich erst ein­mal eine run­de um die lin­dau­er insel pad­deln muss­te: die son­ne kam jetzt, kurz vor neu­ne, hera­de aus den letz­ten wol­ken her­aus und es wur­de sogar ein wenig kla­rer. das gute wet­ter nütz­te ich zu eini­gen fotos (sie­he unten). trotz­dem ich mich also nicht gera­de beeil­te, war ich wie­der ruck­zuck in was­ser­burg, wo die ers­te kur­ze toi­let­ten­pau­se anstand. und dann ging es auch schon wie­der wei­ter zum non­nen­horn und nach lan­genar­gen, wo ich eine aus­ge­dehn­te mit­tags­pau­se ein­leg­te. bei wei­ter­hin immer bes­ser wer­den­dem wet­ter war das letz­te stück am eris­kir­cher ried (natur­schutz­ge­biet) vor­bei nach fried­richs­ha­fen auch nur noch ein kat­zen­sprung. von fried­richs­ha­fen zog es sich aller­dings noch ein wenig bis zum boots­haus des orts­an­säs­si­gen kanu-clubs. das lag auch an dem aus­ge­spro­chen fla­chen ufer, dass ab dem fried­richs­ha­fe­ner schloss auch eine selt­sa­me leich­te gegen­strö­mung hat­te. beim fried­richs­ha­fe­ner kanu-club (sehr renn­sport-ori­en­tiert) hat­te ich dann noch einen herr­li­chen ruhi­gen abend mit wun­der­ba­rem see­blick und lich­ter­ge­flim­mer am schwei­zer ufer …

am nächs­ten mor­gen war ich wie­der früh auf den bei­nen. mitt­ler­wei­le war mir ja auch klar, war­um ich so „schlecht” schlief: wenn man um neun oder halb zehn in den schlaf­sack kriecht, muss man eben nicht unbe­dingt bis 7 uhr schla­fen … die rou­ti­ne mach­te inzwi­schen auch das abbau­en und boot-packen leich­ter und schnel­ler. mor­gens war der see wie­der herr­lich glatt und still. aber das änder­te sich bald: nacht der ers­ten bucht kam zuneh­mend wind auf, der das was­ser in bewe­gung brach­te und mich dazu nötig­te, viel auf­wand zu betrei­ben, um nicht all­zu­viel was­ser ins boot zu bekom­men, denn ich war ohne spritz­de­cke unter­wegs. das wet­ter wuss­te zwar noch nicht so recht was es will: dicke wol­ken, kaum son­ne, aber auch kein regen). bei hag­nau reich­te es mir dann end­gül­tig, ich lan­de­te kurz an und zog mich rich­tig an: pad­del­ja­cke und spritz­de­cke – und ab ging’s durch die wel­len, so macht das gleich wie­der dop­pelt so viel spaß. bis meers­burg blieb es frisch. ab dem ein­gang zum über­lin­ger see wur­de es merk­lich ruhi­ger und es ging wie­der ohne über­mä­ßi­ge anstren­gun­gen zügig vor­an. so war ich also schon wie­der gegen 14 uhr in über­lin­gen, beim sehr schö­nen platz des pad­del-clubs (direkt am strand­bad ost). die abend­li­chen läu­fe wer­den inzwi­schen immer kür­zer: die bla­se an der rech­ten fer­se wird zuneh­mend tie­fer und schmerzhafter.

der sonn­tag bescher­te mir dann herr­lichs­tes pad­del­wet­ter: fast kein wölk­chen trüb­te den blau­en him­mel. da heu­te nur eine rund­fahrt um den über­lin­ger see auf dem plan stand, war ich ohne gepäck unter­wegs. mor­gens, so gegen halb neun, hat­te ich den see noch fast für mich allei­ne: ein paar ang­ler und die ers­ten kurs­schif­fe, sonst ist nie­mand auf dem was­ser. das änder­te sich spä­ter erheb­lich, bei dem schö­nen wet­ter waren alle die son­nen­an­be­ter mit motor- und segel­boot natür­lich auch auf dem see. wie­der ist der see spie­gel­glatt, heu­te soll­te er es auch den gan­zen tag blei­ben. zunächst stand die see­que­rung nach din­gels­dorf an, dann ging es dart immer dicht unter land am schöns­ten ufer­stück des boden­sees ent­lang nach bod­man – heu­te im gemüt­li­chen sonn­tags­tem­po. da war es erst 11 uhr, so dass ich noch viel, viel zeit hat­te, nach lud­wigs­ha­fen zu pad­deln, wo ich micha­el und anke traf, die mit den fahr­rä­dern unter­wegs waren. die gele­gen­heit nut­ze ich gleich zu gemüt­li­cher mit­tags­pau­se, bevor ich mich auf den trö­del­weg zurück nach über­lin­gen mach­te. obwohl ich den gan­zen tag nur locker her­um­gon­del­te, war ich auch heu­te schon um halb drei wie­der am zelt. den rest des tages lag ich dann nach einem kur­zen streak-erhal­tungs­lauf und dem erfri­schen­den bad im boden­s­se faul mit tho­mas ber­hards aus­lö­schung am see.

auch am mon­tag klin­gel­te mein wecker wie­der um 7 uhr. nach dem übli­chen gemüt­li­chen früh­stück, abbau­en und boot packen ging es kurz vor neun wie­der hin­über nach din­gels­dorf. dies­mal dann aller­dings in die ande­re rich­tung wei­ter: vor­bei an der insel main­au über staad und das kon­stan­zer horn in den trich­ter. kaum um die horn­spit­ze gebo­gen, traf mich der wind voll. natür­lich war ich wie­der ein­mal ohne spritz­de­cke unter­wegs (das letz­te mal, das mir das pas­sie­ren soll­te!) und hat­te also wie­der genug zu tun, das über­kom­men­de was­ser in gren­zen zu hal­ten. der gegen­wind war inzwi­schen recht kräf­tig, das vor­an­kom­men schon ziem­lich beschwer­lich. und es wur­de auch im see­rhein nur unwe­sent­lich leich­ter: der floss heu­te ein­fach in die fal­sche rich­tung. zwi­schen kon­stanz und gott­lie­ben immer­hin etwas geschützt vor der vol­len wucht des win­des, so dass ich mich ein wenig erho­len konn­te – anstren­gend war das pad­deln heu­te aber immer. in gott­lie­ben, bei der mit­tags­pau­se, rüs­te­te ich dann klei­dungs­mä­ßig wie­der alles auf – gera­de noch recht­zei­tig. denn am wöll­ma­tin­ger ried war der wind inzwi­schen mehr als frisch: eine stei­fe bri­se mit recht ordent­li­chen böen war das inzwi­schen. nach einer wei­le wur­de mir dann auch klar, was da in erma­tin­gen die gan­ze zeit blink­te: das waren die sturm­warn­leuch­ten. da ich aber – noch – immer ein ufer in der nähe hat­te, pad­del­te ich unver­dros­sen gegen den wind ankämp­fend wei­ter. auf der gna­densee-sei­te der insel rei­chen­au war dann immer­hin ein wenig wind­schat­ten, so dass ich noch ein­mal etwas kraft spa­ren konn­te. denn das war mir mitt­ler­wei­le klar: der rest der stre­cke wür­de hart wer­den. vor allem das freie stück zwi­schen der rei­chen­au und der mett­nau, wo der wind ordent­lich kraft sam­meln konn­te und ich auf schüt­zen­des ufer ver­zich­ten muss­te. es war auch ein har­tes stück arbeit, die­ser abschnitt. immer­hin war ich nicht allei­ne, eini­ge seg­ler waren noch unter­wegs und presch­ten hin und her vor mei­nem klei­nen boot. das wur­de in den inzwi­schen recht beacht­lich­ten wel­len irgend­wie immer klei­ner. und der wind zerr­te und drück­te immer stär­ker an mei­nem pad­deln. schlag für schlag näher­te ich mich aber unbe­irr­bar und fast unmerk­lich der mett­nau – vor­an ging es kaum noch, jetzt ging es all­mäh­lich an die reser­ven. doch auch das war irgend­wann geschafft. von aus­ru­hen war aber noch lan­ge nicht zu reden: im zel­ler see war wei­ter­hin kräf­ti­ger gegen­wind, der mei­ne letz­ten kraft­re­ser­ven for­der­te. und natür­lich fing es auch noch an zu reg­nen. zum glück konn­te ich aber mein gepäck halb­wegs tro­cken ins auto schaf­fen – und mich total zer­schla­gen erst ein­mal aus­stre­cken und von den stra­pa­zen des gegen den wind ankämp­fens erholen.

am diens­tag ging es gegen halb acht los zur letz­ten etap­pe: zunächst brach­te ich das auto nach schaff­hau­sen, park­te es am salz­sta­del und fuhr mit dem zug zurück. bis ich dann end­lich im was­ser war, zeig­te die uhr schon nach 10 an. lan­ge über­leg­te ich, was ich heu­te zum pad­deln anzie­hen soll­te. das t‑shirt stell­te sich schon nach weni­gen minu­ten als feh­ler her­aus. also nutz­te ich die letz­te chan­ce und zog im boot auf dem was­ser schnell noch jacke und spritz­de­cke an – gera­de recht­zei­tig, bevor es mal wie­der zu reg­nen begann. der schau­er blieb dann zum glück der ein­zi­ge, aber bewölkt und aus­ge­spro­chen kalt war es den gan­zen tag. mei­ne heu­ti­ge rou­te führ­te mich durch den unter­see, vor­bei an wan­gen nach stein am rhein, wo ich gegen 13 uhr end­lich mei­ne besich­ti­gungs- und mit­tags­pau­se ein­leg­te. eigent­lich soll­te es jetzt leich­ter gehen – das ging es auch, strö­mung war da, aber so rich­tig flüs­sig lief es heu­te nicht mehr. wahr­schein­lich die erschöf­pung vom mon­tag auch noch. aber schön ist das den­noch, wie der rhein hier, ein ganz fla­cher und brei­ter fluss, vor sich hin mäan­dert, noch ganz gemüt­lich und ohne sei­ne spä­te­re macht und kraft. gegen 16 uhr war ich dann in schaff­hau­sen und beeil­te mich, mein gepäck und boot ins und aufs auto zu brin­gen, denn es fing schon wie­der an zu tröp­feln. viel mehr wur­de es die­ses mal nicht, so dass ich tro­cke­nen fußes nach einem klei­nen stadt­rund­gang und einem aus­flug zum munot lau­fen gehen konn­te. abends traf ich dann am schloss lau­fen beim rhein­fall nach kurz mar­tin vom streak­run­ner-forum, der mich für den nächs­ten tag auch noch zum mit­tag­essen ein­lud. das war ein sehr schö­ner abschluss mei­ner rund­rei­se, nach dem ich mich dann frisch gestärkt und erholt ins auto setz­te, um wie­der nach mainz zu tuckern. das ging erheb­lich zäher als bei der hin­rei­se, aber so schlimm war das auch nicht …

aus­rüs­tung

  • boot: lett­mann com­bi 2000 – hat sich ein wei­te­res mal wun­der­bar bewährt, in jeder lage… per­fekt aus­zu­ta­rie­ren in jeder gewichts­klas­se mit ein bis zwei 1,5‑liter-pet-flaschen.
  • pad­del: kober exkur­si­on – das klei­ne gewicht hat sich sehr posi­tiv bemerk­bar gemacht. auch sonst ein soli­des, zuver­läs­si­ges paddel
  • schwimm­west: hiko sal­ty dog – ange­nehm zu tra­gen. prak­tisch durch einer­seits die tasche für die trink­bla­se zwi­schen den schul­tern (v.a. bei fahr­ten mit geschlos­se­ner spritz­de­cke), ande­rer­seits die front­ta­schen (für „not”-nahrung, müt­ze und dergleichen)
  • zelt: vau­de tau­rus ultra­light – die ers­ten wirk­li­chen regen­näch­te und ‑tage unbe­scha­det über­stan­den. lässt sich auch im regen ziem­lich tro­cken auf- und abbauen
  • schlaf­sack: deu­ter dream­li­te 500 – auch mit inlet stößt er zu die­ser jah­res­zeit deut­lich an sei­ne gren­zen: mor­gens wirds halt schon ziem­lich kalt
  • koch­ker: pri­mus mul­ti­fuel – wun­der­bar, wie schnell das alles geht – auch wenns laut und dre­ckig ist …
  • ver­pfle­gung: das abpa­cken der täg­li­chen müs­li-por­ti­on mit zuge­hö­ri­gem milch­pul­ver ist sehr prak­tisch. die fer­tig­ge­rich­te für den abend auch – zwar kein kuli­na­ri­scher hoch­ge­nuss, aber ausreichend

tour­pla­nung
benutzt habe ich die sei­ten des boden­see-kanu-rings, die dkv-füh­rer (fluss-wan­der­buch, deutsch­land süd­west), die aber kaum infor­ma­tio­nen bie­ten, und die­ses buch: hans georg all­gö­wer: kanu­wan­dern am boden­s­se. kajak- und urlaubs­füh­rer. ober­schleiß­heim: poll­ner-ver­lag 2006. das ist zwar in einem spe­zi­al­ver­lag erschie­nen, aber aus­ge­spro­che­ner mist: vol­ler feh­ler (selbst in den kar­ten sind orte falsch geschrie­ben), total inkon­se­quent auf­ge­baut, fast kei­ne infor­ma­tio­nen zu den tou­ren, zu dem gebiet, zu sehens­wür­dig­kei­ten – nur lee­res geblub­ber und net­te fotos. weder als urlaubs­füh­rer noch als kajak­füh­rer wirk­lich brauch­bar. die rou­ten sind – nun­ja, ein­falls­los, um es mal so zu sagen. zudem so schlecht ent­wi­ckelt, dass sie alle nur als tages­tou­ren fahr­bar sind. und wenn ich dann noch die irrele­van­ten abzie­he (z.b. die boden­see­que­rung in zwei tagen à 65 km oder die eis­fahrt, die wohl nur für spe­zia­lis­ten inter­es­sant sind, die dafür wie­der­um nicht die­ses büch­lein brau­chen), dann bleibt außer der umfang­rei­chen wer­bung nichts mehr übrig. zumin­dest nichts mehr, was den preis recht­fer­ti­gen würde.
gemerkt habe ich auch: mei­ne tou­ren­pla­nung war recht kon­ser­va­tiv (in der regel um die 30 km am tag). die stre­cken hät­ten ruhig ein wenig län­ger sein können …
hier gibt es die gps-daten der stre­cken: tag 1, tag 2, tag 4, tag 5, tag 6, tag 7, tag 8

bil­der

5. mono-ski.org-treffen in galtür

es war das ers­te mal für mich, das fünf­te ins­ge­samt: das dies­jäh­ri­ge tref­fen der mono​-ski​.org in gal­tür. ich war übri­gens nicht der ein­zi­ge, der zum ers­ten mal dabei war. aber die meis­ten die­ser aus­ge­pro­chen net­ten trup­pe (d.h. streng genom­men sogar alle) fah­ren schon län­ger mono­ski als ich. so konn­te ich mir noch eini­ges an- und abschauen.

die anrei­se am 3.3.nach gal­tür war zwar lang­wie­rig (v.a. der bus ab dem bahn­hof lan­deck-zams braucht eine ziem­li­che wei­le – das paz­naun­tal ist halt ein­fach ewig lang), aber voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch. auch mein zim­mer habe ich schnell gefun­den – sehr schön, geräu­mig, nett ein­ge­rich­tet mit couch …

am nächs­ten tag ging es dann gleich um 9 uhr auf die pis­te – schließ­lich woll­te ich die ande­ren mono­is­ten tref­fen. und es war ein herr­li­cher ski­tag: wun­der­bar son­ni­ges wet­ter (was sich in mei­nem gesicht deut­lich bemerk­bar mach­te, da ich mor­gens ver­ges­sen hat­te, die son­nen­creme auf­zu­tra­gen), fri­scher schnee, schön locker und leicht, trotz sonn­tag aus­ge­spro­chen wenig betrieb auf den pis­ten – also alles, was das ski­fah­rer­herz begehrt. unter­wegs war ich vor allem an der breit­spitz­bahn, wo es eine sehr schö­ne schwar­ze abfahrt hat. dort traf ich auch die ande­ren gegen mit­tag, wor­auf wir unse­re kräf­te ver­ein­ten und die pis­ten unsi­cher machten.

auch am mon­tag, 5.3., war das wet­ter zunächst wie­der wun­der­bar. ab mit­tag zogen aller­dings zuneh­mend wol­ken auf, die die gip­fel des ski­ge­biets in nebel hüll­ten. es war ein weit­ge­hend gemüt­li­ches ski­fah­ren an die­sem tag: selbst mor­gens waren die pis­ten wun­der­bar, über­haupt nicht hart – kein wun­der bei den früh­lings­haf­ten tem­pe­ra­tu­ren. nach­mit­tags haben wir dann die schwar­ze pis­te an der birk­hahn­bahn für uns ent­deckt – sehr schö­ne, kräf­ti­ge steil­stü­cke mit fla­chem aus­lauf am ende.

am diens­tag, 6.3., ging es selbst­ver­ständ­lich auch gleich mor­gens auf die pis­te. wie­der hat­ten wir schö­nes wet­ter mit wech­seln­der bewöl­kung und wei­chem, nas­sen schnee, den wir für aus­ge­spro­chen ange­neh­me abfahr­ten (vor allem an der breit­spitz­bahn) nutz­ten. dort habe ich dann auch die ers­ten ver­su­che im unprä­pa­rier­ten gelän­de gemacht, die aber fast alle frü­her oder spä­ter schei­ter­ten (was aller­dings auch kaum anders zu erwar­ten war, bei mei­ner reich­hal­ti­gen erfah­rung auf die­sem gebiet ;-)). doch nach­dem ich gese­hen hat­te, das selbst für schlei­bi an den ers­ten bei­den tagen jede (aber auch wirk­lich jede) fahrt in den tief­schnee mit einem sturz ende­te (oder ihren höhe­punkt fand – je nach stand­punkt halt – für uns war das immer eine mords­gau­di, wes­halb er ja auch zu recht den drop­man-award erhielt), konn­te ich wohl kaum hin­ten­an­ste­hen. und irgend­wann muss ich es ja auch mal ler­nen. und dass geht halt nicht ohne übung und die ent­spre­chen­den miss­erfol­ge. zum abschluss gab es dann noch zwei sehr har­mo­ni­sche abfahr­ten auf der roten pis­te von der ball­un­spit­ze bis in die alm­hof-ten­ne. die run­de lös­te sich dann nur sehr kurz­zei­tig auf, um sich im klei­nen kreis zum gemein­sa­men ski-prä­pa­rie­ren im hotel wie­der zu tref­fen. und abends gab es dann noch das außer­or­dent­lich amü­san­te (zumin­dest für die zuschau­er) fassdaubenrennen.

am 7.3., mitt­woch, war das wet­ter dann nicht mehr so gut. zwar war es immer noch aus­ge­spro­chen mild, aber sehr neb­lig und vor­mit­tags schnei­te es auch noch ein wenig. des­halb fuh­ren wir meis­tens unten an der alp­ko­gel­bahn, mit kur­zen abste­chern bei klei­nen auf­hei­te­run­gen hoch zur ball­un­spit­ze. nach­mit­tags locker­te die nied­rig hän­gen­de bewöl­kung zeit­wei­se etwas auf und wir konn­ten die wun­der­ba­re pis­te an der breit­spit­ze noch eini­ge male fah­ren. und wir konn­ten dort schon ein­mal anfan­gen, das for­ma­ti­ons­fah­ren für die ski-show im rah­men des nacht­s­ki­fah­rens zu üben. das hat bei ingo und mir erstaun­lich (zumin­dest für mich erstaun­lich, ich hab so etwas ja noch nie gemacht) schnell ganz gut geklappt, nur schlei­bi und mal­colm hat­ten eini­ge pro­ble­me bei der syn­chro­ni­sa­ti­on, ihre fahr­wei­se war zu unter­schied­lich. mit mar­kus als ersatz für mal­colm klapp­te das dann aber auch. dum­mer­wei­se konn­ten wir das dann gar nicht vor­füh­ren, denn die ski­show wur­de – wohl wegen der um 19 uhr wie­der kas­ta­stro­pha­len sicht – abge­sagt. zum nachts­ki­lauf sind wir aber natür­lich trotz­dem – schließ­lich hat­te tilo die kar­ten orga­ni­siert. und es war auch ein gro­ßer spaß. bei der ers­ten abfahrt lag die gelb-oran­ge beleuch­te­te pis­te noch ganz im nebel. im ses­sel­lift sah man kaum bis zum vor­her­ge­hen­den ses­sel. aber inzwi­schen kann­ten wir die abfahrt ja schon und so fuh­ren wir unver­dros­sen los. aber der zwei­ten abfahrt riss die bewöl­kung aller­dings rasant auf, die sicht wur­de immer bes­ser. und die pis­ten waren herr­lich leer – frisch prä­pa­riert, noch wun­der­bar weich. und so sind wir immer schnel­ler und schnel­ler die pis­te hin­un­ter­ge­düst – bis wir nach zwei stun­den die not­brem­se zogen und in die ten­ne abbo­gen (das letz­te stück auch ohne licht kein pro­blem). nur alex und baro, die bei­de erst am abend ange­kom­men waren, nutz­ten noch die letz­te hal­be stun­de. auf jeden fall war’s eine mords-gau­di, so im dun­keln (naja, rich­tig dun­kel war es nicht ein­mal auf den unbe­leuch­te­ten pis­ten) ski zu fahren.

der don­ners­tag war dann ent­spre­chend anstren­gend, die zwei zusätz­li­chen stun­den rase­rei mach­ten sich in den ober­schen­keln bemerk­bar. außer­dem war das wet­ter noch ein­mal extrem neb­lig, meist auch noch mit leich­tem schnee­fall. des­we­gen waren wir fast aus­schließ­lich an der alp­ko­gel­bahn unter­wegs. dort hat­te es zwar aus­ge­spro­chen wei­chen schnee, aller­dings gar kei­ne sicht. und es wur­de eher schlim­mer als bes­ser. kurz habe ich in die­ser sup­pe auch noch den tigershark von schlei­bi getes­tet (sie­he unten). aber so im blind­flug strengt das ski­fah­ren doch deut­lich mehr an, wes­halb wir schon gegen halb drei schluss machten.

dafür hat uns dann der frei­tag, 9.3., aber wie­der voll­kom­men ent­schä­digt: strah­len­der son­nen­schein von mor­gens bis abends, nicht mehr so sehr warm (mor­gens um minus 5 grad). ent­spre­chend hart waren denn auch die pis­ten, beson­ders dort, wo die son­ne mor­gens (noch) nicht hin­kam, wir aber fah­ren woll­ten: an der breit­spitz­bahn. aus­ge­rech­net eine der bes­ten stel­len der schwar­zen pis­te, die schma­le rin­ne in der unte­ren hälf­te, war heu­te aus­ge­spro­chen schlecht prä­pa­riert: fast nur dicke, gefro­re­ne schnee­bro­cken. dafür habe ich mich nun, nach einer wei­te­ren woche der zuneh­men­den ver­traut­heit mit dem mono­ski, mehr aus den pis­ten ins unprä­pa­rier­te gelän­de gewagt. und das ging auch immer bes­ser – bis ich mei­nen tt ham­mer bei­na­he den tief­schnee-göt­tern geop­fert hät­te: irgend­wann blieb er mir näm­lich auf ein­mal im schnee ste­cken, kata­pul­tier­te mich mir­nix dir­nix aus der bin­dung und mach­te sich dann allein auf den weg. als ich mich gera­de aus dem schnee auf­rap­pel­te, sah ich in rich­tung pis­te und stau­see los­zie­hen und schrie nur noch „mein ski!“. zum glück hör­te baro, der wei­ter unten auf der sei­te des tief­schnee­fel­des stand das, und stopp­te mei­nen ski (wobei er es zum ers­ten mal schaff­te, sei­ne bin­dun­gen zu lösen …). das hat mir dann erst ein­mal gereicht, nach­mit­tags habe ich monobla­de und nor­dic­board getes­tet (und bin mit vor allem mit dem monobla­de noch sehr schön abseits der pis­te unter­wegs gewe­sen). abends konn­ten wir uns dann im hotel noch so eini­ge groß- und schand­ta­ten auf video und foto anschau­en – sehr inter­es­sant, die unter­schied­li­chen fahr­sti­le mal so direkt im ver­gleich zu sehen.

das ski­ge­biet gal­tür war eine ange­neh­me über­ra­schung für mich. gemüt­lich trifft es ganz gut: kein hal­li-gal­li, sehr zurück­hal­ten­des aprés-ski. kei­ner­lei war­te­zei­ten an lif­ten. wenig betrieb auf den pis­ten. aller­dings auch kei­ne extre­men pis­ten, kei­ne aus­ge­spro­chen stei­le hän­ge etwa. dafür wie­der­um vie­le mög­lich­kei­ten, mal eben von der pis­te weg­zu­kom­men. und, was mich auch über­rascht hat: die pis­ten sind wirk­lich (fast) alle sehr gut und schön, es gibt lan­ge nicht so vie­le aus­fäl­le, lang­wei­ler, wie in ande­ren, grö­ße­ren ski­ge­bie­ten. die prä­pa­rie­rung war auch in ord­nung, nur an weni­gen stel­len manch­mal etwas schlam­pig (und am letz­ten tag, da hat­ten sie es zu eilig und hin­ter­lie­ßen zu vie­le klum­pi­ge, mor­gens sehr hart gefro­re­ne stellen).

gefah­ren bin ich – neben mei­nem tt ham­mer von snow­shark – in die­ser woche dank der vie­len net­ten leu­te, die mir ihre ski gelie­hen haben, unter ande­rem fol­gen­de mono­skier:

  • duret best off: ein angeh­mer car­ver. nicht zu sehr auf die gecarv­ten bögen fixiert, lässt er sich doch recht leicht auf die kan­te set­zen und ist dort nicht so extrem wie monobla­de oder nor­dic­board. dafür lässt er sich auch recht ange­nehm und unpro­ble­ma­tisch mit kurz­schwün­gen fah­ren, ohne je bös­ar­tig zu wer­den – dafür ist das brett ein­fach viel zu weich abgestimmt.
  • snow­shark tigershark: kommt nicht ganz an mei­nen tt ham­mer her­an. zumin­dest für mei­ne fahr­wei­se nicht. weil er etwas här­ter und (in schlei­bis ver­si­on) län­ger ist. das merkt man näm­lich recht deut­lich: wesent­lich weni­ger agil, braucht mehr schub, vor allem die front hing mir immer schwer auf dem schnee, die muss­te ich immer kräf­tig her­um­schie­ben. dafür schluckt er mehr uneben­hei­ten – was ich nicht unbe­dingt mag, ich bevor­zu­ge den direk­te­ren zugang zur piste.
  • monobla­de: ein lus­ti­ges gerät. als ein­zi­ger ski frei­lich nicht zu gebrau­chen, weil er auf der pis­te für zügi­ges, schnel­les, nach unten ori­en­tier­tes gerät über­haupt nicht funk­tio­niert. auf har­tem unter­grund lei­tet er jede uneben­heit bis in den rücken wei­ter, was nach einer wei­le ziem­lich anstren­gend wird. dafür lässt sich das, wofür er gemacht ist, aber gut ver­wirk­li­chen: rum­spie­len. und off-pist fand ich ihn aus­ge­spro­chen leicht und gut­mü­tig. wegen der gro­ßen fle­xi­bi­li­tät und der sym­me­trie von front und heck ver­zeiht er unheim­lich viel, ins­be­son­de­re unbe­ab­sich­tig­te wech­sel von front- in rück­la­ge (oder umge­kehrt). als zweit- oder dritt­ski könn­te ich ihn mir schon vor­stel­len. dann müss­te ich mich frei­lich an die fes­ten bin­dun­gen ohne aus­lö­se­mög­lich­keit gewöh­nen – so ganz behagt mir das nicht.
  • nor­dic­board: nicht mein ski (und das nicht nur wegen des lei­der viel zu hohen prei­ses). aber des­we­gen nicht unbe­dingt schlecht: sehr dreh­freu­dig, denoch äußerst sta­bil, sehr guter kan­ten­griff – aber in ers­ter linie ein car­ver. und das will ich (zumin­dest im moment noch) nicht. beim kur­zen test off-pist hat er mich auch nicht beson­ders über­zeugt, da hat er viel kraft zum dre­hen ge/​verbraucht. ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der enor­me auf­wand mit der ver­bin­dung von einer sicher­heits­bin­dung und den zwei fes­ten bin­dun­gen wirk­lich not­wen­dig ist. und ob die kon­struk­ti­on, wie es otto eder wohl beab­sich­tig hat (wenn ich rich­tig ver­stan­den hab), dem mono­ski zu neu­er popu­la­ri­tät ver­hilft, scheint mir auch eher frag­lich. aber das ist ja eine ande­re baustelle.

ski fahren im montafon 2007

mein dies­jäh­ri­ger ski­ur­laub – zugleich test- und ein­ge­wöh­nungs­wo­che mit dem neu­en mono­ski – führ­te mich ins mon­ta­fon in vor­arl­berg. gewohnt habe ich in tschag­guns. oder bes­ser gesagt, leicht ober­halb des eigent­li­chen ortes, mit ski­bus­hal­te­stel­le direkt vor der haus­tür. das war auch wich­tig, denn die ski­ge­bie­te des mon­ta­fon (vier gro­ße und noch ein paar pil­le-pal­le-lif­te) lie­gen recht ver­teilt, so dass man ohne bus oder pkw ziem­lich auf­ge­schmis­sen ist.

am ers­ten tag, 28–1, ging es auf die golm, das lag prak­tisch direkt vor der haus­tür (5 minu­ten mit dem bus). die ers­te ent­täu­schung stell­te sich aller­dings schon gleich am beginn her­aus: das berüh­rungs­lo­se ticket­sys­tem im mon­ta­fon ist aus­ge­spro­chen schlecht. gleich an der ers­ten schran­ke zur golm­erbahn, die mich auf den berg brin­gen soll­te, hab‘ ich ewig rum­ge­zop­pelt, bis der mein ski­pass, der in der jacken­ta­sche steck­te, end­lich mal gele­sen hat­te. und das ging den gan­zen tag so wei­ter … aber so etwas ist irgend­wie typisch, ser­vice-mäßig rei­ßen die im mon­ta­fon sich über­haupt kein bein aus. die lift­ty­pen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abge­schirm­ten kabäuz­chen, bewe­gen sich mög­lichst wenig. die ein- und aus­stie­ge waren, obwohl es gar nicht so wahn­sin­nig voll war, ziem­lich schnell ziem­lich schlecht – das blieb die gan­ze woche so. auch etwa die git­ter an den ein­stie­gen waren immer wie­der nicht ordent­lich auf­ge­stellt, man blieb stän­dig irgend­wo hän­gen. die pis­ten waren auf der golm schlecht prä­pa­riert – es hat­te über nacht geschneit. das war für den ers­ten tag nicht gera­de opti­mal, zumal die pis­ten – fast nur rotes, die schwar­ze dia­bo­lo war mit­samt dem außer­golm-lift geschlos­sen – doch ziem­lich hef­ti­ge steil­stü­cke drin hat­ten, bei denen – oder bevor­zugt nach denen – ich ziem­lich oft hin­ge­knallt bin. denn auf der har­ten (kunst-)schnee grund­la­ge bil­de­te der tro­cke­ne neu­schnee ziem­lich schnell die schöns­ten buckel­pis­ten mit wan­dern­den buckeln.

vor­mit­tags war ich vor allem an der räti­kon­bahn, neben der die soge­nann­te „welt­cup-abfahrt“ ver­läuft – schön schmal und sakrisch steil. spä­ter bin ich vor allem an der mat­schwitz­bahn unter­wegs gewe­sen, da war weni­ger los. die blaue pis­te dort aller­dings ist sehr lang­wei­lig, die rote aber hat auch anspruchs­vol­le sei­ten. kurz war ich auch am 2er-ses­sel der hüt­ten­kopf­bahn, doch die rote pis­te dort war schon in sehr schlech­tem zustand: oben eisig, unten kein schnee, son­dern steine.

am zwei­ten tag, 29–1, ging es dann auf die ande­re tal­sei­te ins hoch­joch. mor­gens war ich noch ziem­lich kaputt gewe­sen, aber auf dem ski ging’s dann doch sehr ordent­lich. ich bin über die zamang­bahn hoch­ge­fah­ren (das war bus­tech­nisch am ein­fachs­ten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der pis­te noch nix los – hier kom­men die leu­te erst spä­ter … lei­der war das kreuz­joch geschlos­sen – der ver­bin­dungs­lift hat­te einen getrie­be­scha­den. des­halb war ich fast den gan­zen tag am seebli­ga-sesel­lift. der hat zwei sehr schö­ne rote vari­an­ten, deren eine oben einen supers­tei­len, tief­schwar­zen ein­stieg hat: direkt am lift her­un­ter. das ers­te mal bin ich wie­der umge­kehrt … spä­ter dann aber doch eini­ge male da run­ter, bis es zu glatt wur­de. einen aus­flug hab‘ ich auch zum krop­fen-ses­sel­lift gemacht. eine lan­ge blaue abfahrt führt dahin (zur mit­tel­sta­ti­on der hoch­joch-bahn), die offen­sicht­lich am abend zuvor prä­pa­riert wur­de, auf der dann aber wohl die gan­ze nacht schnee gemacht wur­de, der nicht mehr befes­tigt wor­den ist – mit den ent­spre­chen­den ergeb­nis­sen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …

am 30–1 hat­te ich dann einen herr­li­chen ski­tag an der sil­vret­ta nova: son­ne pur, nur viel zu warm, gute pis­ten: vor allem vie­le car­ver-auto­bah­nen. denn hier in der sil­vret­ta ist ein­deu­tig am meis­ten pla­niert wor­den. schön anzu­se­hen ist das nicht. aber die leu­te ver­tei­len sich so ganz gut. mor­gens zunächst am älpli unter­wegs gewe­sen, auch zur mit­tel­sta­ti­on der vali­se­ra­bahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue bis­te erstaun­lich schmal und erstaun­lich steil). nicht sehr inter­es­sant auch der aus­flug auf die nova, wo ich für die­sen tag aller­dings die schwar­zen pis­ten aus­ge­las­sen habe. auch die rück­sei­te von der rin­der­hüt­te (dort eine ganz net­te abfahrt, oben lei­der ers­te ein stück weg), die heim­spitz­bahn, konn­te mich nicht begeis­tern: ein ewig lan­ger zieh­weg für eine kur­ze, unspek­ta­ku­lä­re piste.

gar­gel­len hieß das ziel am wie­der­um wun­der­bar son­ni­gen 31–1. das ist von tschag­guns noch ein gan­zes stück (liegt aber auch dop­pelt so hoch, näm­lich auf über 1400 m), der ski­bus braucht mit umstei­gen fast eine stun­de dahin. dafür war ich dann vom eigent­li­chen ski­ge­biet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher ent­täuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel aus­wahl gibt es nicht und vor allem nur wenig span­nen­des für mich. die rote pis­te neben dem vie­rer­ses­sel, dem haupt­lift dort, ist im obe­ren teil sehr sehr schräg, dafür aber ziem­lich flach. erst unter­halb des ses­sel­lif­tes, zum schlep­per hin, wird es kna­cki­ger. sonst gibt es da oben vor­wie­gend blaue, fla­che und brei­te bis­ten (und eini­ge ski­rou­ten, die ich aber nicht erkun­det habe). die tal­ab­fahrt war vor­mit­tags noch in ord­nung, aber auch ziem­lich lang­wei­lig. und obwohl ich schon ziem­lich gebret­tert bin, muss­te ich dann doch noch ein stü­cken schie­ben. nach­mit­tags war ich dann öfters zwi­schen den pis­ten unter­wegs – wenn ich schon einen mono­ski hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der pis­te war, hab‘ ich den ski auch noch zum car­ven gebracht – sau­geil, super schnell und anstrengend …

am 1–2 war ich noch ein­mal in der sil­vret­ta, dies­mal bei wei­tes­ge­hend bedeck­tem him­mel (warm war’s trotz­dem). es war kaum jemand da. dies­mal noch aus­gie­bi­ger den nova-teil erkun­det – aber dort ist nur kur­zes rotes oder lah­mes blau­es mit vie­len wegen zu fin­den – also nix für mich. dafür bin ich mehr­mals die schwar­ze pis­te direkt am ses­sel­lift hin­un­ter – die ist nicht über­mä­ßig schwer, hat­te aller­dings etwas viel stein­zeug im schnee, was dann doch für abwech­se­lung sorg­te. nach­mit­tags war ich vor allem wie­der an madri­sel­la und dem 3er-ses­sel neben­dran ind allen varianten.

zum schluss, am 2–2, bin ich noch ein­mal ins hoch­joch. schließ­lich war­te­ten kreuz- und gras­joch noch auf die erkun­dung. dazu muss man zunächst über den sen­ni­grät-lift, der ganz selt­sam schräg über den hang läuft, hin­auf. und bis man end­lich drü­ben ist, sitzt man eine gute wei­le im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkun­den: da hin­ten nur blaue pis­ten, lau­ter sehr hüge­li­ge, wel­li­ge bän­der, die immer wie­der schuss­fahr­ten benö­ti­gen – das macht mit dem mono­ski nicht so sehr viel spaß. des­halb bin ich dann nach einer wei­le doch wie­der zum seebli­ga-lift und hab mich da ver­gnügt – im ste­ten wech­sel zwi­schen har­ten, kur­zen bögen und wei­ten, sehr tem­po­rei­chen schwün­gen. immer mehr kam aller­dings das eis raus – und immer mehr unter­schied sich die spreu vom wei­zen: eini­ge sehr gute fah­rer bret­ter­ten über die pis­te, ande­re rutsch­ten ziem­lich selt­sam her­um oder lan­de­ten im akia und hub­schrau­ber, den ich in die­ser woche jeden tag min­des­tens ein­mal gese­hen hab. schnee war halt doch sehr wenig – im tal wur­den die hän­ge von tag zu tag immer grüner.

die mutter aller wanderflüsse: zwei tage an & auf der lahn

so, immer­hin zwei tage wan­der­pad­deln habe ich die­ses jahr noch geschafft. ges­tern und vor­ges­tern mal wie­der, nach län­ge­rer pad­del­tech­ni­scher abs­ti­nenz, auf der lahn gewe­sen. um die­se jah­res­zeit ist es da herr­lich ruhig – und wir hat­ten traum­haf­tes wet­ter, herr­lichs­ten son­nen­schein, fast noch zu warm. denn wir sind ja auch recht zügig gepad­delt. die 31,5 km von wetz­lar bis kurz hin­ter weil­burg am ers­ten tag haben wir mit schleusen/​wehren und mit­tags­pau­se in 6 stun­den hin­ter uns gebracht. und auch am zwei­ten tag waren wir noch ganz gut dabei, schließ­lich fließt die lahn dann inzwi­schen wesent­lich lang­sa­mer. mehr zum fluss im mei­nem tou­ren­buch.

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