oder besser gesagt umgekehrt: skifahren und laufen. das ist eine anstrengende kombination. das habe ich dieses jahr in galtür wieder sehr gemerkt: nach sieben stunden auch nicht gerade purer entspannung auf den skiern noch gut anderthalb stunden laufen zu gehen – und das in den alpen – ist kein leichtes unterfangen. nach drei tagen hatte ich mich aber so halbwegs daran gewöhnt. ich meinte freilich, den einfluss der höhenluft bereits zu spüren (gestartet bin ich auf ca. 1600 m, es ging hinauf bis knapp 2000 m): ich kam öfters ganz schön ins hecheln und der puls war viel zu schnell viel zu weit oben – da bin ich dann doch lieber vorsichtig geworden. unterwegs war ich vor allem auf der silvretta-hochalpenstraßen, die von wirl aus durch das kleinvermunt-tal zur bieler höhe (wo der silvretta-stausee liegt) hinaufführt. die wird ja nicht geräumt, sondern nur von pistenbullys und scootern verdichtet. dennoch lässt es sich darauf ziemlich gut laufen. weniger gut war die andere idee, der versuch, das jamtal hinauf zu laufen: dort hatte die pistenwalz den schnee so weich gelockert, dass ich unentwegt einsank und beim abstoßen keinen festen halt hatte, also unendlich viel kraft benötigte. deshalb beließ ich es dann bei dem einen versuch, obwohl auch diees seitental sehr sehr schön ist. überhaupt ist die trainingswirkung dieser läufe so eine sache: ich meine zu beobachten, dass ich enorm an geschwindigkeit und schnellkraft verloren habe. dafür aber auch noch eine erhebliche portion ausdauer dazugewonnen habe. naja, schaun mer mal, wie sich das jetzt weiter entwickelt …
Schlagwort: urlaub
ein wahnsinniger spaß war es wieder, das diesjährige treffen der monoisten von mono-ski.org in galtür.
sonntags war meine anreise – zum haus vallüla, fast unmittelbar neben dem hotel cassada, wo die meisten anderen logierten. sehr bequem, sonntags sind die züge nämlich ziemlich leer – und ich hatte eine direktverbindung von mainz nach landeck-zams, wo ich in den bus nach galtür umstieg.
am montag ging es dann endlich los: skifahrn!! gleich vorm haus traf ich auf kalle & evelyn. zusammen sind wir dann schon kurz vor neun an den liften gewesen. und es war ein einstieg bei traumwetter: sonne pur. leere pisten, herrliche fahrten – so muss ein skiurlaub beginnen. später stießen dann noch peter und birgit sowie herbert und gabriele dazu. später sammelten wir dann auch noch tilo und stefan ein. kreuz und quer jagten wir so durch’s ja eigentlich recht überschaubare galtüre skigebiet peter zog mich gleich am ersten tag mit in die varianten – aber es lief auch sehr gut, ich musste mich eigentlich überhaupt nicht eingewöhnen. irgendwann am nachmittag stieg peter dann auf seinen abgesägten mini-monoski um – und baute ihn ziemlich schnell im tiefschnee-hang zum faltmono um: bei einem sturz nach vorne schaffte er es, den ski vor der bindung abzuknicken. da er das nicht merkte, ging es danach natürlich auch nicht besonders gut weiter. er versuchte dann zwar noch ganz tapfer, mit dem lädierten ski zum lift zu kommen, gab aber doch bei der nächsten hütte erschöpft auf und ließ sich von kalle einen ersatzski bringen. immerhin kam er so zum dropman-award – und es gibt sogar videoaufnahmen davon!. den abschluss suchten wir neben der piste an der breitspitzbahn – erstaunlich, wie die anderen sich durch die bäume schlängelten …
auch am dienstag herrschte von morgens an immer noch herrlichster sonnenschein. wieder waren wir früh auf der piste und viel und ausgesprochen zügig unterwegs. mittags habe ich dann kalles geschoss, den mountain gun, ausprobiert: ein verdammt schneller ski, der gerade bei hohen tempi aber wie auf schienen läuft, ungeheuer sicher zu fahren ist. da kam ich dann richtig in einen geschwindigkeitsrausch … nach kurzer rückgewöhnung an den tt hammer ging es dann mit kalle in die skiroute 1, eine böse buckelpiste. gerade in den wirklich steilen passagen wurde ich aber nicht so recht glücklich. nachmittags tummelten wir uns dann wieder an der breitspitzbahn – auf und neben den pisten.
am mittwoch – noch einmal sonne pur, meine nasenspitze hat’s nicht so gefreut, den rest von mir aber umso mehr – wurde es dann langsam voll. ralf und berit kamen noch hinzu, fred und annemarie und patric und auch – leider nur kurz – jürgen. vormittags waren die pisten nicht so klasse wie am dienstag, dafür haben wir dann so einige videos gedreht. leider hatte kalles helmkamera einen aussetzer, sonst hätten wir schönes material mit geschwindigkeiten von über 80 km/h (gps-messung) gehabt … nachmittags musste dann noch eine folge für dropman’s world mit einem do-it-yourself-mono gedreht und noch schnell kurz vor schluss an der breitspitzbahn den klassischen nachmittagsabschluss gefahren. am abend ging es dann wieder weiter: von 19.30 an startete der nachskilauf – diesmal recht gut besucht, was sich aber auch allmählich relativierte. spaß gemacht hat es aber auf jeden fall wieder eine menge.
am donnerstag war das wetter leider schlecht bzw. vor allem die sicht: morgens fiel noch ein wenig nasser schnee, der wind blies recht ordentlich bei durchaus warmen temperaturen. leider war meine lieblingspiste, die schwarze 1, nicht präpariert worden – das war dann doch nicht so lustig. allmählich klarte es aber auf und wir sind noch ein wenig in die buckelpiste gefahren. mit dem mako von berit ging das doch ein wenig leichter – leider hatten wir beim umstellen nur vergessen, den z‑wert anzupassen. das führte dann zu dem blöden fall, dass er auf einmal fast vom fuß fiel und ein gutes stück den berg hinab ratterte. durch die vielen skiwechsel war der tag etwas chaotisch – ständig wurde irgendwo geschraubt und angepasst. es waren eben so einige polygame monoisten da. gefahren bin ich: snowshark von mako, andreas’ duret mountain sl 177 (ein toller, leichter allround-ski), kalles mountain gun (ein 1,94 langes geschoss von snowshark), noch ein wenig nordicboard und dann das yamatool. abgeschlossen haben wir dann mit den höllisch schweren monoski-prüfungen für dropman’s world im skikindergarten.
am freitag lief es sehr rund – ein schöner skitag bei mittelmäßigem wetter. dafür war der samstag dann noch einmal so richtig klasse: mit franz und andreas sowie tilo vor allem über die pisten gebrettert. und dann haben wir auch noch die lifttrasse der birkhahnbahn unter die skier genommen. das war schon ziemlich geil: dicker, tiefer weicher schnee, der auch im steilsten hang noch sehr gut hielt und das ganze etwas verlangsamte – was mir sehr entgegenkam … etwas blöd und unangenehm war nur, dass eine gewaltige ladung bustouristen angekommen war: allein 8 busse aus offenburg in schwaben, von irgend einem radiosender. das hat das publikum auf der piste total verändert: nicht nur, dass dadurch auffällig viele mittelmäßige und schlechte skifahrer als lebendende (und gemütlich sich bewegende) slalomstangen unterwegs waren. natürlich waren das auch solche grüppchen, die morgens um halb zehn vor der ersten liftfahrt erst mal den großen flachmann aus der tasche kramten – da krieg’ ich ja schon immer genug. denn schließlich ist skifahren sport – auch wenn man es vielleicht nicht so fordernd betreibt wie wir. aber das vergessen ja immer wieder viele. kein wunder war es dann auch, dass der krankenwagen mehrmals benötigt wurde. und auch die hubschrauber hatten am samstag viel zu tun (wenn auch nicht in galtür)
daztu kam dann natürlich noch jeden nachmittag – nach kurzem einkehrschwung – das laufen (doch dazu habe ich einen eigenen eintrag geschrieben): meist auf der silvretta-hochalpenstraße (d.h. auf festem schneegrund). dadurch war ich dann fast gar nicht in meinem zimmer – denn abends haben wir uns natürlich auch noch einmal zusammengesetzt. das gehört nämlich unbedingt dazu beim monoskitreffen: das gemütliche zusammensitzen mit mehr oder minder hitzigen diskussionen und gesprächen rund um den mono oder auch nicht … mit so viel netten leuten zusammen macht das fast so viel spaß wie das skifahren tagsüber …
eine komplette umrundung des schwäbischen meeres sollte es sein, meine diesjährige große (und einzige) tour mit dem kajak. angelehnt an den vorschlag des bodensee-kanu-rings hatte ich dafür acht paddel-etappen vorgesehen. los ging es aber ganz pragmatisch am montag mit vorbereitungen und anreise: in darmstadt den bus abgeholt, nach mainz getuckert und den ganzen krempel eingeladen – das ist doch eine ganze menge zeugs, was ich da mitgenommen habe. dann beim bootshaus vorbei, den serenus aufs dach geschnallt und ab auf die autobahn – wieder zurück in richtung darmstadt, dann über die a5 bis karlsruhe, die a8 zum stuttgarter kreuz und von dort die a81 bis kurz vor radolfzell. da war es dann gerade einmal 16 uhr – nach knapp vier stunden fahrtzeit (ohne staus), so dass ich zunächst einmal in aller ruhe den startpunkt besichtigte, das gelände des kanu-clubs radolfzell. dann bin ich erst einmal zu michael nach möggingen hinaufgefahren, wo ich nach einem gemeinsamen lauf um den mindelsee auch übernachtete. das hatte den „nachteil”, dass ich schon gegen sechs uhr aufgestanden bin … weil ich so früh wach war, schaffte ich es dann tatsächlich trotz der ersten großen packerei, bereits um 8:45 in radolfzell auf dem wasser zu sein. der bus parkte derweil schön auf dem herzenparkplatz ganz in der nähe des kanu-club-geländes – sehr praktisch. um halb elf war ich dann auch schon an mettnauspitze und liebesinsel vorbeigepaddelt und an der schiffslände reichenau, gegen 11:15 schon fast am ende der insel. dort machte ich dann erst einmal gegenüber von ermatingen gemütliche mittagspause. nach der stärkung ging es bei weiterhin ordentlichen, aber nicht gerade übewältigendem wetter (dunstig, mit einzelnen lücken recht bewölkt) hinüber über den spiegelglatten see an schweizer ufer bei ermatingen. demufer dort, sehr flach und recht langweilig, folgte ich bis in den seerhein, der mich mit leicht spürbarer gegenströmung empfing. passend frischte auch der wind, der mir nun genau ins gesicht blies, etwas auf. bis zum ende (aus meiner sicht) von konstanz, also an der brück zum konstanzer trichter, steigerte sich das zu einem überraschend kräftigen gegenstrom und auch durchaus bewegten wasser – erstaunlich, was sich hier an stehenden wellen ansammelte. die strömung machte sich auch tatsächlich bis kurz vor dem konstanzer horn immer noch bemerkbar. dort umrundete ich auch das ewig lange strandbad und fand schließlich das schild des dkv-zeltplatzes. der ist, typisch für diesen verband, ausgesprochen paddlerunfreundlich. zunächst einmal schwer zu finden und ein gutes stück weg vom ufer. vor allem aber ganz ohne vernünftige landemöglichkeit – kein steg, kein slip, gar nichts. nur eine kleine treppe – aber jeder paddler, der mal ein boot mit gepäck für acht tage transportiert hat, kann über so einen witz nur lachen. und wie heißt es so schön auf der dkv-homepage: „Seit 1995 verfügt der DKV in Konstanz am Fohrenbühl über einen neuen, modernen, hervorragend gelegenen Platz. Er bietet sich für Kanufahrten im Bereich Bodensee”. nunja. der platz selbst ist auch nicht gerade der schönste: vorwiegend schräge, bucklige wiesen, kreuz und quer vollgestellt (aber fast keine paddler darunter), spärliche sanitäranlagen mit ausgesprochen primitiven gemeinschaftsduschen – nirgendswo sonst am bodensee habe ich so unkomfortabel übernachtet. kaum war ich vom laufen zurück – meine serie des täglichen laufens wollte ich auch während der bodensee-umrundung fortsetzen – fing es an zu regnen – gerade wollte ich den kocher in gang setzen. zum glück gab es einige halbwegs trockene pausen, so dass ich mein essen noch warmmachen konnte. geregnet hat es aber mit unterbrechungen die ganze nacht.
und es wollte auch am nächsten morgen nicht aufhören. nachdem ich mir das also eine weile angeschaut hatte, baute ich eben im regen ab und packte mein boot. kaum war das geschehen, hörte es natürlich auf zu regnen – aber nur kurz. denn kaum war ich auf dem wasser, fing es wieder an. und hörte so schnell nicht mehr auf. dafür war ich, von der kursschifffahrt abgesehen, ganz alleine auf dem see. heute führte meine route mich zurück in den konstanzer trichter, den ich wegen des ungemütlichen wetters aber etwas abkürzte, nach kreuzlingen. von dort ging es immer schön unter land am schweizer ufer weiter. gegen mittag ließ der regen nach und hörte sogar auf – so kam ich immerhin zu einer halbwegs gemütlichen mittagsrast in kesswil. gegen 14:30 war ich dann aber auch schon in arbon am campingplatz – zum rumdümpeln und rumlungern am strand war es einfach zu untemütlich heute. der (private) campingplatz (am buchhorn, nach dem großen arboner strandbad) empfing mich mit einer der steilsten rampen, die ich bisher gesehen habe. dafür aber mit ausgesprochen netten betreibern. nur wiesen die mir leider den falschen platz auf der zeltwiese an. denn auch heute ging es wieder so: kaum vom laufen zurück und unter die dusche gesprungen, hörte ich schon wieder das unverkennbare geräusch des prasselnden regens auf dem dach. diesmal aber richtig: die reinsten stürzbäche waren das. nachdem ich vergeblich lange auf ein nachlassen des unwetters gewartetet hatte, rannte ich schnell zum zelt. das stand dummerweise mittlerweile schon in einem kleinen see: der teil der wiese hatte inzwischen 5–10 cm hohes wasser. also habe ich wenig später mein aufgebautes zelt mit dem ganzen krempel umgezogen, an das andere ende, unter einen baum, wo ich wenigstens nicht wegschwamm. das zelt hat das alles erstaunlich gut überstanden. am nächsten morgen freilich – der regen ließ mir keine pause – schüttete es immer noch. mittlerweile war so ziemlich alles feucht: zweimal im regen ein- und ausgepackt, nichts trocknete mehr. und der wind blies an diesem morgen recht ordentlich – natürlich genau aus der falschen richtung. ich schaute mir das eine weile so an und beschloss dann doch, lieber nicht ins wasser zu steigen. im rückblick ärgert mich das immer noch, aber an dem morgen hatte ich einfach keine lust. die etappe arbon-bregenz-lindau bin ich also nicht gepaddelt. immerhin klarte es gegen abend etwas auf, so dass ich in lindau trockenen fußes zweimal um die insel rennen konnte.
am freitag ging es dann von lindau nach friedrichshafen. und der morgen begrüßte mich mit so schönem wetter, dass ich erst einmal eine runde um die lindauer insel paddeln musste: die sonne kam jetzt, kurz vor neune, herade aus den letzten wolken heraus und es wurde sogar ein wenig klarer. das gute wetter nützte ich zu einigen fotos (siehe unten). trotzdem ich mich also nicht gerade beeilte, war ich wieder ruckzuck in wasserburg, wo die erste kurze toilettenpause anstand. und dann ging es auch schon wieder weiter zum nonnenhorn und nach langenargen, wo ich eine ausgedehnte mittagspause einlegte. bei weiterhin immer besser werdendem wetter war das letzte stück am eriskircher ried (naturschutzgebiet) vorbei nach friedrichshafen auch nur noch ein katzensprung. von friedrichshafen zog es sich allerdings noch ein wenig bis zum bootshaus des ortsansässigen kanu-clubs. das lag auch an dem ausgesprochen flachen ufer, dass ab dem friedrichshafener schloss auch eine seltsame leichte gegenströmung hatte. beim friedrichshafener kanu-club (sehr rennsport-orientiert) hatte ich dann noch einen herrlichen ruhigen abend mit wunderbarem seeblick und lichtergeflimmer am schweizer ufer …
am nächsten morgen war ich wieder früh auf den beinen. mittlerweile war mir ja auch klar, warum ich so „schlecht” schlief: wenn man um neun oder halb zehn in den schlafsack kriecht, muss man eben nicht unbedingt bis 7 uhr schlafen … die routine machte inzwischen auch das abbauen und boot-packen leichter und schneller. morgens war der see wieder herrlich glatt und still. aber das änderte sich bald: nacht der ersten bucht kam zunehmend wind auf, der das wasser in bewegung brachte und mich dazu nötigte, viel aufwand zu betreiben, um nicht allzuviel wasser ins boot zu bekommen, denn ich war ohne spritzdecke unterwegs. das wetter wusste zwar noch nicht so recht was es will: dicke wolken, kaum sonne, aber auch kein regen). bei hagnau reichte es mir dann endgültig, ich landete kurz an und zog mich richtig an: paddeljacke und spritzdecke – und ab ging’s durch die wellen, so macht das gleich wieder doppelt so viel spaß. bis meersburg blieb es frisch. ab dem eingang zum überlinger see wurde es merklich ruhiger und es ging wieder ohne übermäßige anstrengungen zügig voran. so war ich also schon wieder gegen 14 uhr in überlingen, beim sehr schönen platz des paddel-clubs (direkt am strandbad ost). die abendlichen läufe werden inzwischen immer kürzer: die blase an der rechten ferse wird zunehmend tiefer und schmerzhafter.
der sonntag bescherte mir dann herrlichstes paddelwetter: fast kein wölkchen trübte den blauen himmel. da heute nur eine rundfahrt um den überlinger see auf dem plan stand, war ich ohne gepäck unterwegs. morgens, so gegen halb neun, hatte ich den see noch fast für mich alleine: ein paar angler und die ersten kursschiffe, sonst ist niemand auf dem wasser. das änderte sich später erheblich, bei dem schönen wetter waren alle die sonnenanbeter mit motor- und segelboot natürlich auch auf dem see. wieder ist der see spiegelglatt, heute sollte er es auch den ganzen tag bleiben. zunächst stand die seequerung nach dingelsdorf an, dann ging es dart immer dicht unter land am schönsten uferstück des bodensees entlang nach bodman – heute im gemütlichen sonntagstempo. da war es erst 11 uhr, so dass ich noch viel, viel zeit hatte, nach ludwigshafen zu paddeln, wo ich michael und anke traf, die mit den fahrrädern unterwegs waren. die gelegenheit nutze ich gleich zu gemütlicher mittagspause, bevor ich mich auf den trödelweg zurück nach überlingen machte. obwohl ich den ganzen tag nur locker herumgondelte, war ich auch heute schon um halb drei wieder am zelt. den rest des tages lag ich dann nach einem kurzen streak-erhaltungslauf und dem erfrischenden bad im bodensse faul mit thomas berhards auslöschung am see.
auch am montag klingelte mein wecker wieder um 7 uhr. nach dem üblichen gemütlichen frühstück, abbauen und boot packen ging es kurz vor neun wieder hinüber nach dingelsdorf. diesmal dann allerdings in die andere richtung weiter: vorbei an der insel mainau über staad und das konstanzer horn in den trichter. kaum um die hornspitze gebogen, traf mich der wind voll. natürlich war ich wieder einmal ohne spritzdecke unterwegs (das letzte mal, das mir das passieren sollte!) und hatte also wieder genug zu tun, das überkommende wasser in grenzen zu halten. der gegenwind war inzwischen recht kräftig, das vorankommen schon ziemlich beschwerlich. und es wurde auch im seerhein nur unwesentlich leichter: der floss heute einfach in die falsche richtung. zwischen konstanz und gottlieben immerhin etwas geschützt vor der vollen wucht des windes, so dass ich mich ein wenig erholen konnte – anstrengend war das paddeln heute aber immer. in gottlieben, bei der mittagspause, rüstete ich dann kleidungsmäßig wieder alles auf – gerade noch rechtzeitig. denn am wöllmatinger ried war der wind inzwischen mehr als frisch: eine steife brise mit recht ordentlichen böen war das inzwischen. nach einer weile wurde mir dann auch klar, was da in ermatingen die ganze zeit blinkte: das waren die sturmwarnleuchten. da ich aber – noch – immer ein ufer in der nähe hatte, paddelte ich unverdrossen gegen den wind ankämpfend weiter. auf der gnadensee-seite der insel reichenau war dann immerhin ein wenig windschatten, so dass ich noch einmal etwas kraft sparen konnte. denn das war mir mittlerweile klar: der rest der strecke würde hart werden. vor allem das freie stück zwischen der reichenau und der mettnau, wo der wind ordentlich kraft sammeln konnte und ich auf schützendes ufer verzichten musste. es war auch ein hartes stück arbeit, dieser abschnitt. immerhin war ich nicht alleine, einige segler waren noch unterwegs und preschten hin und her vor meinem kleinen boot. das wurde in den inzwischen recht beachtlichten wellen irgendwie immer kleiner. und der wind zerrte und drückte immer stärker an meinem paddeln. schlag für schlag näherte ich mich aber unbeirrbar und fast unmerklich der mettnau – voran ging es kaum noch, jetzt ging es allmählich an die reserven. doch auch das war irgendwann geschafft. von ausruhen war aber noch lange nicht zu reden: im zeller see war weiterhin kräftiger gegenwind, der meine letzten kraftreserven forderte. und natürlich fing es auch noch an zu regnen. zum glück konnte ich aber mein gepäck halbwegs trocken ins auto schaffen – und mich total zerschlagen erst einmal ausstrecken und von den strapazen des gegen den wind ankämpfens erholen.
am dienstag ging es gegen halb acht los zur letzten etappe: zunächst brachte ich das auto nach schaffhausen, parkte es am salzstadel und fuhr mit dem zug zurück. bis ich dann endlich im wasser war, zeigte die uhr schon nach 10 an. lange überlegte ich, was ich heute zum paddeln anziehen sollte. das t‑shirt stellte sich schon nach wenigen minuten als fehler heraus. also nutzte ich die letzte chance und zog im boot auf dem wasser schnell noch jacke und spritzdecke an – gerade rechtzeitig, bevor es mal wieder zu regnen begann. der schauer blieb dann zum glück der einzige, aber bewölkt und ausgesprochen kalt war es den ganzen tag. meine heutige route führte mich durch den untersee, vorbei an wangen nach stein am rhein, wo ich gegen 13 uhr endlich meine besichtigungs- und mittagspause einlegte. eigentlich sollte es jetzt leichter gehen – das ging es auch, strömung war da, aber so richtig flüssig lief es heute nicht mehr. wahrscheinlich die erschöfpung vom montag auch noch. aber schön ist das dennoch, wie der rhein hier, ein ganz flacher und breiter fluss, vor sich hin mäandert, noch ganz gemütlich und ohne seine spätere macht und kraft. gegen 16 uhr war ich dann in schaffhausen und beeilte mich, mein gepäck und boot ins und aufs auto zu bringen, denn es fing schon wieder an zu tröpfeln. viel mehr wurde es dieses mal nicht, so dass ich trockenen fußes nach einem kleinen stadtrundgang und einem ausflug zum munot laufen gehen konnte. abends traf ich dann am schloss laufen beim rheinfall nach kurz martin vom streakrunner-forum, der mich für den nächsten tag auch noch zum mittagessen einlud. das war ein sehr schöner abschluss meiner rundreise, nach dem ich mich dann frisch gestärkt und erholt ins auto setzte, um wieder nach mainz zu tuckern. das ging erheblich zäher als bei der hinreise, aber so schlimm war das auch nicht …
ausrüstung
- boot: lettmann combi 2000 – hat sich ein weiteres mal wunderbar bewährt, in jeder lage… perfekt auszutarieren in jeder gewichtsklasse mit ein bis zwei 1,5‑liter-pet-flaschen.
- paddel: kober exkursion – das kleine gewicht hat sich sehr positiv bemerkbar gemacht. auch sonst ein solides, zuverlässiges paddel
- schwimmwest: hiko salty dog – angenehm zu tragen. praktisch durch einerseits die tasche für die trinkblase zwischen den schultern (v.a. bei fahrten mit geschlossener spritzdecke), andererseits die fronttaschen (für „not”-nahrung, mütze und dergleichen)
- zelt: vaude taurus ultralight – die ersten wirklichen regennächte und ‑tage unbeschadet überstanden. lässt sich auch im regen ziemlich trocken auf- und abbauen
- schlafsack: deuter dreamlite 500 – auch mit inlet stößt er zu dieser jahreszeit deutlich an seine grenzen: morgens wirds halt schon ziemlich kalt
- kochker: primus multifuel – wunderbar, wie schnell das alles geht – auch wenns laut und dreckig ist …
- verpflegung: das abpacken der täglichen müsli-portion mit zugehörigem milchpulver ist sehr praktisch. die fertiggerichte für den abend auch – zwar kein kulinarischer hochgenuss, aber ausreichend
tourplanung
benutzt habe ich die seiten des bodensee-kanu-rings, die dkv-führer (fluss-wanderbuch, deutschland südwest), die aber kaum informationen bieten, und dieses buch: hans georg allgöwer: kanuwandern am bodensse. kajak- und urlaubsführer. oberschleißheim: pollner-verlag 2006. das ist zwar in einem spezialverlag erschienen, aber ausgesprochener mist: voller fehler (selbst in den karten sind orte falsch geschrieben), total inkonsequent aufgebaut, fast keine informationen zu den touren, zu dem gebiet, zu sehenswürdigkeiten – nur leeres geblubber und nette fotos. weder als urlaubsführer noch als kajakführer wirklich brauchbar. die routen sind – nunja, einfallslos, um es mal so zu sagen. zudem so schlecht entwickelt, dass sie alle nur als tagestouren fahrbar sind. und wenn ich dann noch die irrelevanten abziehe (z.b. die bodenseequerung in zwei tagen à 65 km oder die eisfahrt, die wohl nur für spezialisten interessant sind, die dafür wiederum nicht dieses büchlein brauchen), dann bleibt außer der umfangreichen werbung nichts mehr übrig. zumindest nichts mehr, was den preis rechtfertigen würde.
gemerkt habe ich auch: meine tourenplanung war recht konservativ (in der regel um die 30 km am tag). die strecken hätten ruhig ein wenig länger sein können …
hier gibt es die gps-daten der strecken: tag 1, tag 2, tag 4, tag 5, tag 6, tag 7, tag 8
bilder
es war das erste mal für mich, das fünfte insgesamt: das diesjährige treffen der mono-ski.org in galtür. ich war übrigens nicht der einzige, der zum ersten mal dabei war. aber die meisten dieser ausgeprochen netten truppe (d.h. streng genommen sogar alle) fahren schon länger monoski als ich. so konnte ich mir noch einiges an- und abschauen.
die anreise am 3.3.nach galtür war zwar langwierig (v.a. der bus ab dem bahnhof landeck-zams braucht eine ziemliche weile – das paznauntal ist halt einfach ewig lang), aber vollkommen unproblematisch. auch mein zimmer habe ich schnell gefunden – sehr schön, geräumig, nett eingerichtet mit couch …
am nächsten tag ging es dann gleich um 9 uhr auf die piste – schließlich wollte ich die anderen monoisten treffen. und es war ein herrlicher skitag: wunderbar sonniges wetter (was sich in meinem gesicht deutlich bemerkbar machte, da ich morgens vergessen hatte, die sonnencreme aufzutragen), frischer schnee, schön locker und leicht, trotz sonntag ausgesprochen wenig betrieb auf den pisten – also alles, was das skifahrerherz begehrt. unterwegs war ich vor allem an der breitspitzbahn, wo es eine sehr schöne schwarze abfahrt hat. dort traf ich auch die anderen gegen mittag, worauf wir unsere kräfte vereinten und die pisten unsicher machten.
auch am montag, 5.3., war das wetter zunächst wieder wunderbar. ab mittag zogen allerdings zunehmend wolken auf, die die gipfel des skigebiets in nebel hüllten. es war ein weitgehend gemütliches skifahren an diesem tag: selbst morgens waren die pisten wunderbar, überhaupt nicht hart – kein wunder bei den frühlingshaften temperaturen. nachmittags haben wir dann die schwarze piste an der birkhahnbahn für uns entdeckt – sehr schöne, kräftige steilstücke mit flachem auslauf am ende.
am dienstag, 6.3., ging es selbstverständlich auch gleich morgens auf die piste. wieder hatten wir schönes wetter mit wechselnder bewölkung und weichem, nassen schnee, den wir für ausgesprochen angenehme abfahrten (vor allem an der breitspitzbahn) nutzten. dort habe ich dann auch die ersten versuche im unpräparierten gelände gemacht, die aber fast alle früher oder später scheiterten (was allerdings auch kaum anders zu erwarten war, bei meiner reichhaltigen erfahrung auf diesem gebiet ;-)). doch nachdem ich gesehen hatte, das selbst für schleibi an den ersten beiden tagen jede (aber auch wirklich jede) fahrt in den tiefschnee mit einem sturz endete (oder ihren höhepunkt fand – je nach standpunkt halt – für uns war das immer eine mordsgaudi, weshalb er ja auch zu recht den dropman-award erhielt), konnte ich wohl kaum hintenanstehen. und irgendwann muss ich es ja auch mal lernen. und dass geht halt nicht ohne übung und die entsprechenden misserfolge. zum abschluss gab es dann noch zwei sehr harmonische abfahrten auf der roten piste von der ballunspitze bis in die almhof-tenne. die runde löste sich dann nur sehr kurzzeitig auf, um sich im kleinen kreis zum gemeinsamen ski-präparieren im hotel wieder zu treffen. und abends gab es dann noch das außerordentlich amüsante (zumindest für die zuschauer) fassdaubenrennen.
am 7.3., mittwoch, war das wetter dann nicht mehr so gut. zwar war es immer noch ausgesprochen mild, aber sehr neblig und vormittags schneite es auch noch ein wenig. deshalb fuhren wir meistens unten an der alpkogelbahn, mit kurzen abstechern bei kleinen aufheiterungen hoch zur ballunspitze. nachmittags lockerte die niedrig hängende bewölkung zeitweise etwas auf und wir konnten die wunderbare piste an der breitspitze noch einige male fahren. und wir konnten dort schon einmal anfangen, das formationsfahren für die ski-show im rahmen des nachtskifahrens zu üben. das hat bei ingo und mir erstaunlich (zumindest für mich erstaunlich, ich hab so etwas ja noch nie gemacht) schnell ganz gut geklappt, nur schleibi und malcolm hatten einige probleme bei der synchronisation, ihre fahrweise war zu unterschiedlich. mit markus als ersatz für malcolm klappte das dann aber auch. dummerweise konnten wir das dann gar nicht vorführen, denn die skishow wurde – wohl wegen der um 19 uhr wieder kastastrophalen sicht – abgesagt. zum nachtskilauf sind wir aber natürlich trotzdem – schließlich hatte tilo die karten organisiert. und es war auch ein großer spaß. bei der ersten abfahrt lag die gelb-orange beleuchtete piste noch ganz im nebel. im sessellift sah man kaum bis zum vorhergehenden sessel. aber inzwischen kannten wir die abfahrt ja schon und so fuhren wir unverdrossen los. aber der zweiten abfahrt riss die bewölkung allerdings rasant auf, die sicht wurde immer besser. und die pisten waren herrlich leer – frisch präpariert, noch wunderbar weich. und so sind wir immer schneller und schneller die piste hinuntergedüst – bis wir nach zwei stunden die notbremse zogen und in die tenne abbogen (das letzte stück auch ohne licht kein problem). nur alex und baro, die beide erst am abend angekommen waren, nutzten noch die letzte halbe stunde. auf jeden fall war’s eine mords-gaudi, so im dunkeln (naja, richtig dunkel war es nicht einmal auf den unbeleuchteten pisten) ski zu fahren.
der donnerstag war dann entsprechend anstrengend, die zwei zusätzlichen stunden raserei machten sich in den oberschenkeln bemerkbar. außerdem war das wetter noch einmal extrem neblig, meist auch noch mit leichtem schneefall. deswegen waren wir fast ausschließlich an der alpkogelbahn unterwegs. dort hatte es zwar ausgesprochen weichen schnee, allerdings gar keine sicht. und es wurde eher schlimmer als besser. kurz habe ich in dieser suppe auch noch den tigershark von schleibi getestet (siehe unten). aber so im blindflug strengt das skifahren doch deutlich mehr an, weshalb wir schon gegen halb drei schluss machten.
dafür hat uns dann der freitag, 9.3., aber wieder vollkommen entschädigt: strahlender sonnenschein von morgens bis abends, nicht mehr so sehr warm (morgens um minus 5 grad). entsprechend hart waren denn auch die pisten, besonders dort, wo die sonne morgens (noch) nicht hinkam, wir aber fahren wollten: an der breitspitzbahn. ausgerechnet eine der besten stellen der schwarzen piste, die schmale rinne in der unteren hälfte, war heute ausgesprochen schlecht präpariert: fast nur dicke, gefrorene schneebrocken. dafür habe ich mich nun, nach einer weiteren woche der zunehmenden vertrautheit mit dem monoski, mehr aus den pisten ins unpräparierte gelände gewagt. und das ging auch immer besser – bis ich meinen tt hammer beinahe den tiefschnee-göttern geopfert hätte: irgendwann blieb er mir nämlich auf einmal im schnee stecken, katapultierte mich mirnix dirnix aus der bindung und machte sich dann allein auf den weg. als ich mich gerade aus dem schnee aufrappelte, sah ich in richtung piste und stausee losziehen und schrie nur noch „mein ski!“. zum glück hörte baro, der weiter unten auf der seite des tiefschneefeldes stand das, und stoppte meinen ski (wobei er es zum ersten mal schaffte, seine bindungen zu lösen …). das hat mir dann erst einmal gereicht, nachmittags habe ich monoblade und nordicboard getestet (und bin mit vor allem mit dem monoblade noch sehr schön abseits der piste unterwegs gewesen). abends konnten wir uns dann im hotel noch so einige groß- und schandtaten auf video und foto anschauen – sehr interessant, die unterschiedlichen fahrstile mal so direkt im vergleich zu sehen.
das skigebiet galtür war eine angenehme überraschung für mich. gemütlich trifft es ganz gut: kein halli-galli, sehr zurückhaltendes aprés-ski. keinerlei wartezeiten an liften. wenig betrieb auf den pisten. allerdings auch keine extremen pisten, keine ausgesprochen steile hänge etwa. dafür wiederum viele möglichkeiten, mal eben von der piste wegzukommen. und, was mich auch überrascht hat: die pisten sind wirklich (fast) alle sehr gut und schön, es gibt lange nicht so viele ausfälle, langweiler, wie in anderen, größeren skigebieten. die präparierung war auch in ordnung, nur an wenigen stellen manchmal etwas schlampig (und am letzten tag, da hatten sie es zu eilig und hinterließen zu viele klumpige, morgens sehr hart gefrorene stellen).
gefahren bin ich – neben meinem tt hammer von snowshark – in dieser woche dank der vielen netten leute, die mir ihre ski geliehen haben, unter anderem folgende monoskier:
- duret best off: ein angehmer carver. nicht zu sehr auf die gecarvten bögen fixiert, lässt er sich doch recht leicht auf die kante setzen und ist dort nicht so extrem wie monoblade oder nordicboard. dafür lässt er sich auch recht angenehm und unproblematisch mit kurzschwüngen fahren, ohne je bösartig zu werden – dafür ist das brett einfach viel zu weich abgestimmt.
- snowshark tigershark: kommt nicht ganz an meinen tt hammer heran. zumindest für meine fahrweise nicht. weil er etwas härter und (in schleibis version) länger ist. das merkt man nämlich recht deutlich: wesentlich weniger agil, braucht mehr schub, vor allem die front hing mir immer schwer auf dem schnee, die musste ich immer kräftig herumschieben. dafür schluckt er mehr unebenheiten – was ich nicht unbedingt mag, ich bevorzuge den direkteren zugang zur piste.
- monoblade: ein lustiges gerät. als einziger ski freilich nicht zu gebrauchen, weil er auf der piste für zügiges, schnelles, nach unten orientiertes gerät überhaupt nicht funktioniert. auf hartem untergrund leitet er jede unebenheit bis in den rücken weiter, was nach einer weile ziemlich anstrengend wird. dafür lässt sich das, wofür er gemacht ist, aber gut verwirklichen: rumspielen. und off-pist fand ich ihn ausgesprochen leicht und gutmütig. wegen der großen flexibilität und der symmetrie von front und heck verzeiht er unheimlich viel, insbesondere unbeabsichtigte wechsel von front- in rücklage (oder umgekehrt). als zweit- oder drittski könnte ich ihn mir schon vorstellen. dann müsste ich mich freilich an die festen bindungen ohne auslösemöglichkeit gewöhnen – so ganz behagt mir das nicht.
- nordicboard: nicht mein ski (und das nicht nur wegen des leider viel zu hohen preises). aber deswegen nicht unbedingt schlecht: sehr drehfreudig, denoch äußerst stabil, sehr guter kantengriff – aber in erster linie ein carver. und das will ich (zumindest im moment noch) nicht. beim kurzen test off-pist hat er mich auch nicht besonders überzeugt, da hat er viel kraft zum drehen ge/verbraucht. ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob der enorme aufwand mit der verbindung von einer sicherheitsbindung und den zwei festen bindungen wirklich notwendig ist. und ob die konstruktion, wie es otto eder wohl beabsichtig hat (wenn ich richtig verstanden hab), dem monoski zu neuer popularität verhilft, scheint mir auch eher fraglich. aber das ist ja eine andere baustelle.
mein diesjähriger skiurlaub – zugleich test- und eingewöhnungswoche mit dem neuen monoski – führte mich ins montafon in vorarlberg. gewohnt habe ich in tschagguns. oder besser gesagt, leicht oberhalb des eigentlichen ortes, mit skibushaltestelle direkt vor der haustür. das war auch wichtig, denn die skigebiete des montafon (vier große und noch ein paar pille-palle-lifte) liegen recht verteilt, so dass man ohne bus oder pkw ziemlich aufgeschmissen ist.
am ersten tag, 28–1, ging es auf die golm, das lag praktisch direkt vor der haustür (5 minuten mit dem bus). die erste enttäuschung stellte sich allerdings schon gleich am beginn heraus: das berührungslose ticketsystem im montafon ist ausgesprochen schlecht. gleich an der ersten schranke zur golmerbahn, die mich auf den berg bringen sollte, hab‘ ich ewig rumgezoppelt, bis der mein skipass, der in der jackentasche steckte, endlich mal gelesen hatte. und das ging den ganzen tag so weiter … aber so etwas ist irgendwie typisch, service-mäßig reißen die im montafon sich überhaupt kein bein aus. die lifttypen etwa hocken, oft genug auch noch zu zweit, schön bequem in ihren abgeschirmten kabäuzchen, bewegen sich möglichst wenig. die ein- und ausstiege waren, obwohl es gar nicht so wahnsinnig voll war, ziemlich schnell ziemlich schlecht – das blieb die ganze woche so. auch etwa die gitter an den einstiegen waren immer wieder nicht ordentlich aufgestellt, man blieb ständig irgendwo hängen. die pisten waren auf der golm schlecht präpariert – es hatte über nacht geschneit. das war für den ersten tag nicht gerade optimal, zumal die pisten – fast nur rotes, die schwarze diabolo war mitsamt dem außergolm-lift geschlossen – doch ziemlich heftige steilstücke drin hatten, bei denen – oder bevorzugt nach denen – ich ziemlich oft hingeknallt bin. denn auf der harten (kunst-)schnee grundlage bildete der trockene neuschnee ziemlich schnell die schönsten buckelpisten mit wandernden buckeln.
vormittags war ich vor allem an der rätikonbahn, neben der die sogenannte „weltcup-abfahrt“ verläuft – schön schmal und sakrisch steil. später bin ich vor allem an der matschwitzbahn unterwegs gewesen, da war weniger los. die blaue piste dort allerdings ist sehr langweilig, die rote aber hat auch anspruchsvolle seiten. kurz war ich auch am 2er-sessel der hüttenkopfbahn, doch die rote piste dort war schon in sehr schlechtem zustand: oben eisig, unten kein schnee, sondern steine.
am zweiten tag, 29–1, ging es dann auf die andere talseite ins hochjoch. morgens war ich noch ziemlich kaputt gewesen, aber auf dem ski ging’s dann doch sehr ordentlich. ich bin über die zamangbahn hochgefahren (das war bustechnisch am einfachsten), die war um kurz nach neun noch ganz leer – auch auf der piste noch nix los – hier kommen die leute erst später … leider war das kreuzjoch geschlossen – der verbindungslift hatte einen getriebeschaden. deshalb war ich fast den ganzen tag am seebliga-sesellift. der hat zwei sehr schöne rote varianten, deren eine oben einen supersteilen, tiefschwarzen einstieg hat: direkt am lift herunter. das erste mal bin ich wieder umgekehrt … später dann aber doch einige male da runter, bis es zu glatt wurde. einen ausflug hab‘ ich auch zum kropfen-sessellift gemacht. eine lange blaue abfahrt führt dahin (zur mittelstation der hochjoch-bahn), die offensichtlich am abend zuvor präpariert wurde, auf der dann aber wohl die ganze nacht schnee gemacht wurde, der nicht mehr befestigt worden ist – mit den entsprechenden ergebnissen. und der lift braucht ewig, bis er oben ist …
am 30–1 hatte ich dann einen herrlichen skitag an der silvretta nova: sonne pur, nur viel zu warm, gute pisten: vor allem viele carver-autobahnen. denn hier in der silvretta ist eindeutig am meisten planiert worden. schön anzusehen ist das nicht. aber die leute verteilen sich so ganz gut. morgens zunächst am älpli unterwegs gewesen, auch zur mittelstation der valiserabahn (aber das war nicht sehr schön: die blaue biste erstaunlich schmal und erstaunlich steil). nicht sehr interessant auch der ausflug auf die nova, wo ich für diesen tag allerdings die schwarzen pisten ausgelassen habe. auch die rückseite von der rinderhütte (dort eine ganz nette abfahrt, oben leider erste ein stück weg), die heimspitzbahn, konnte mich nicht begeistern: ein ewig langer ziehweg für eine kurze, unspektakuläre piste.
gargellen hieß das ziel am wiederum wunderbar sonnigen 31–1. das ist von tschagguns noch ein ganzes stück (liegt aber auch doppelt so hoch, nämlich auf über 1400 m), der skibus braucht mit umsteigen fast eine stunde dahin. dafür war ich dann vom eigentlichen skigebiet, das sonst immer so hoch gelobt wird, eher enttäuscht. zwar war sehr wenig los, aber viel auswahl gibt es nicht und vor allem nur wenig spannendes für mich. die rote piste neben dem vierersessel, dem hauptlift dort, ist im oberen teil sehr sehr schräg, dafür aber ziemlich flach. erst unterhalb des sesselliftes, zum schlepper hin, wird es knackiger. sonst gibt es da oben vorwiegend blaue, flache und breite bisten (und einige skirouten, die ich aber nicht erkundet habe). die talabfahrt war vormittags noch in ordnung, aber auch ziemlich langweilig. und obwohl ich schon ziemlich gebrettert bin, musste ich dann doch noch ein stücken schieben. nachmittags war ich dann öfters zwischen den pisten unterwegs – wenn ich schon einen monoski hab … und kurz vor schluss, als kaum noch jemand auf der piste war, hab‘ ich den ski auch noch zum carven gebracht – saugeil, super schnell und anstrengend …
am 1–2 war ich noch einmal in der silvretta, diesmal bei weitesgehend bedecktem himmel (warm war’s trotzdem). es war kaum jemand da. diesmal noch ausgiebiger den nova-teil erkundet – aber dort ist nur kurzes rotes oder lahmes blaues mit vielen wegen zu finden – also nix für mich. dafür bin ich mehrmals die schwarze piste direkt am sessellift hinunter – die ist nicht übermäßig schwer, hatte allerdings etwas viel steinzeug im schnee, was dann doch für abwechselung sorgte. nachmittags war ich vor allem wieder an madrisella und dem 3er-sessel nebendran ind allen varianten.
zum schluss, am 2–2, bin ich noch einmal ins hochjoch. schließlich warteten kreuz- und grasjoch noch auf die erkundung. dazu muss man zunächst über den sennigrät-lift, der ganz seltsam schräg über den hang läuft, hinauf. und bis man endlich drüben ist, sitzt man eine gute weile im lift. dafür gibt es dann aber gar nicht so viel so erkunden: da hinten nur blaue pisten, lauter sehr hügelige, wellige bänder, die immer wieder schussfahrten benötigen – das macht mit dem monoski nicht so sehr viel spaß. deshalb bin ich dann nach einer weile doch wieder zum seebliga-lift und hab mich da vergnügt – im steten wechsel zwischen harten, kurzen bögen und weiten, sehr temporeichen schwüngen. immer mehr kam allerdings das eis raus – und immer mehr unterschied sich die spreu vom weizen: einige sehr gute fahrer bretterten über die piste, andere rutschten ziemlich seltsam herum oder landeten im akia und hubschrauber, den ich in dieser woche jeden tag mindestens einmal gesehen hab. schnee war halt doch sehr wenig – im tal wurden die hänge von tag zu tag immer grüner.
so, immerhin zwei tage wanderpaddeln habe ich dieses jahr noch geschafft. gestern und vorgestern mal wieder, nach längerer paddeltechnischer abstinenz, auf der lahn gewesen. um diese jahreszeit ist es da herrlich ruhig – und wir hatten traumhaftes wetter, herrlichsten sonnenschein, fast noch zu warm. denn wir sind ja auch recht zügig gepaddelt. die 31,5 km von wetzlar bis kurz hinter weilburg am ersten tag haben wir mit schleusen/wehren und mittagspause in 6 stunden hinter uns gebracht. und auch am zweiten tag waren wir noch ganz gut dabei, schließlich fließt die lahn dann inzwischen wesentlich langsamer. mehr zum fluss im meinem tourenbuch.
