Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: urlaub Seite 1 von 2

Ins Netz gegangen (7.12.)

Ins Netz gegan­gen am 7.12.:

  • Mehrsprachigkeit : Ein Kind, drei Sprachen | ZEIT — mar­tin spiewak hat für die “Zeit” aufgeschrieben, wie kinder mit mehrsprachigkeit umge­hen — näm­lich in der regel pos­i­tiv.
  • Dichter und Com­put­er im radikalen Zwiege­spräch | FAZ.net — elke heine­mann geht in der FAZ der frage nach, wie dig­i­tal­isierung (die hier vor allem com­put­er­isierung meint) die lyrik verän­dert bzw. verän­dern kann/könnte/wird …

    Viele Lit­er­atur­gat­tun­gen näh­ern sich vor­sichtig den Maschi­nen an, nur die Lyrik hat Berührungsäng­ste. Wie dig­i­tal kann ein Gedicht sein?

  • Mar­lene Streeruwitz: Die Stunde der Wahrheit des Geldes | derStandard.at — mar­lene streeruwitz über die auflö­sung der demokratis­chen gesellschaft ins lachen, am beispiel der usa & don­ald trump: “Die Entwer­tung demokratis­chen Ver­han­delns in der Gesellschaft erfol­gt über die Entwer­tung von Min­der­heit­en.”

    So wird das Prinzip der Geschwis­ter­lichkeit aus der poli­tis­chen Kul­tur ent­fer­nt. Demokratie war geschwis­ter­lich gedacht. Ver­ant­wor­tung füreinan­der sollte das Prinzip sein. Die Über­nahme von Pflicht­en und die gerechte Verteilung der Rechte waren vorge­se­hen. Das bedeutete je neues Ver­han­deln der Aufteilung der Rechte und der Über­nahme von Pflicht­en. Denn. Die Grun­drechte der Per­son acht­end kann es keine endgültige Regelung dieser Verteilung geben. Es muss stets neu ver­han­delt wer­den. Kein­er und keine soll über den anderen ste­hen. Und. Um das leben zu kön­nen, müssen alle daran Beteiligten sich ihrer Grun­drechte bewusst sein. Alle müssen den Wert der Per­son an den Grun­drecht­en messen und daraus auf ihren eige­nen Wert und den der anderen schließen. Der Wert muss bewusst sein.
    […] Das Grun­drecht der Per­son auf Würde ist im Lachen der anderen aufgelöst.

    Das ist dann ziem­lich unwieder­bringlich. Denn. Es bleibt der Entschei­dung der Lachens­bes­tim­mer über­lassen, wer wie ernst genom­men wird. Die Lachen­den sind nur noch Gefol­gschaft. Im Fall von Don­ald Trump geht es genau darum. Die demokratis­che Ver­hand­lung soll durch Führung erset­zt wer­den. Der Kap­i­tal­ist will aber nicht ins Patri­ar­chat zurück­kehren. Vater zu sein. Das hieße ja auch wieder nur die Über­nahme von Ver­ant­wor­tung. Der Postkap­i­tal­ist Trump will die Welt ja nur für den Geld­fluss in seine Tasche zuricht­en. Denn. In der Logik unser­er ver­wirtschaftlicht­en Welt der frag­men­tierten Dien­stleis­tungswirtschaft gibt es als möglich­es Ziel ein­er Poli­tik ohne­hin nur die Weit­er­fül­lung der Taschen des einen Prozents der Alles­be­sitzen­den. Es ist darin dann wieder logisch, dass ein­er aus diesem Besitz­s­tand her­aus die Rhetorik der Schmähung der Anderen so authen­tisch liefern und sich so in den Besitz des Lachens der Mitschmähen­den set­zen kann.

  • Ver­hü­tung — Antibabyp­ille — hüb­sch riskant | Süddeutsche.de — ein inter­es­san­ter text von wern­er bartens, der aufzeigt, wie man leute dazu bringt, völ­lig gegen jede logik medika­mente zu bevorzu­gen, die unsicher­er sind als andere

    Unter jun­gen Frauen nimmt der Mark­tan­teil der Pillen der 3. und 4. Gen­er­a­tion trotz­dem stetig zu. Das ist einiger­maßen rät­sel­haft, denn die Risikobe­w­er­tung der Europäis­chen Arzneimit­tel­be­hörde hat ein­deutig ergeben, dass die Prä­parate zu einem deut­lich höheren Embolie- und Throm­boserisiko führen. Das Bun­desin­sti­tut für Arzneimit­tel und Medi­z­in­pro­duk­te hat im Früh­jahr 2014 entsch­ieden, dass in immer mehr Beipackzetteln auf die erhöhte Gefahr hingewiesen wer­den muss. Son­stige Kon­se­quen­zen bish­er: keine.

    die ärzte — die das ja ver­schreiben müssen — bekom­men auch ihr fett weg …

  • Leg­endäre Seleuki­den-Fes­tung Acra in Jerusalem ent­deckt -

    Die Wis­senschafter ent­deck­ten kür­zlich bei Aus­grabun­gen unter dem früheren Givati-Park­platz südlich des Tem­pel­berges Über­reste der leg­endären Fes­tung Acra. Die Zitadelle war vor etwa 2.150 Jahren unter dem Seleuki­den-König Anti­ochus IV. Epiphanes gebaut wor­den.

  • Städtebeschimp­fun­gen — auch cool: thomas bern­hards städtebeschimp­fun­gen, auf der karte verord­net und mit zitat­en gar­niert …
  • Jan Böh­mer­mann : Ich hab Kul­turkri­tik | ZEIT ONLINE@davidhug in der Zeit über jan böh­mer­mann, sein “ich hab polizei” und die kri­tik daran …

    Dabei ist Gang­ster­rap inzwis­chen Main­stream, ähn­lich wie Peter Maf­fay oder Xavier Naidoo es schon lange sind. Das tut vielle­icht weh, aber da müssen wir alle eben durch.

  • Überwachung für mehr Sicher­heit? Ein fataler Trend — Lobo-Kolumne — SPIEGEL ONLINE — muss man immer wieder empfehlen: sascha lobos spiegel-kolumne …

    Die Evi­denz ist tot, es lebe das medi­al insze­nierte Gefühl der Evi­denz.

  • Peter Kurzeck — ein Getrieben­er der Sprache | Frank­furter Rund­schau — claus-jür­gen göpfert berichtet in der FR über peter kurzeck, sein schreiben, seinen nach­lass und die arbeit des stroem­feld-ver­lages (und der lek­toren deu­ble & loss), den in eine pub­lika­tions­fähige form zu brin­gen:

    Im Gespräch mit seinem Fre­und Rudi Deu­ble erscheint Kurzeck als ein Getrieben­er. „Zu Ruhe kam der nie!“ Sehr früh sei er stets aufge­s­tanden in sein­er zweit­en Heimat Uzés, habe gear­beit­et bis zum Mit­tag. Dann fol­gte ein aus­gedehn­ter Spazier­gang durch die son­nen­durchglühte Land­schaft, danach ein Mit­tagessen und ein kurz­er Schlaf. Am Nach­mit­tag habe er dann wieder zu schreiben begonnen, bis etwa um 22 Uhr.

    Mit der Schreib­mas­chine: Die Seit­en waren stets nur zu einem Drit­tel bis zu ein­er Hälfte beschrieben, in ganz engem Zeilen­ab­stand, dazwis­chen hat­te der Autor noch hand­schriftliche Kor­rek­turen einge­tra­gen. Die untere Manuskripthälfte war weit­eren Anmerkun­gen gewid­met. Sym­bole wie Dreiecke und Kreuze struk­turi­erten den Text. Die Arbeit der Lek­toren glich der von Archäolo­gen.

  • Frem­den­hass : “Ich halte das für hochge­fährlich” | ZEIT ONLINE — gutes inter­view mit nor­bert frei über die aktuellen gefahren für die deutsche demokratie

    Was wir derzeit erleben, ist etwas anderes, näm­lich eine zunehmende, fun­da­men­tale Ver­ach­tung für die Demokratie, für das “Sys­tem” und die “Sys­tem­parteien”. Ich halte das für hochge­fährlich, ger­ade auch weil sich solche Stim­mungen über die dig­i­tal­en Kom­mu­nika­tion­skanäle so leicht ver­bre­it­en lassen. Dadurch ist eine Par­al­lelöf­fentlichkeit ent­standen, die sich für die “bürg­er­liche Öffentlichkeit” kaum mehr inter­essiert.

  • Jus­tiz : Das soll Recht sein? | ZEIT ONLINE — die Zeit gibt dem strafvertei­di­ger schwenn möglichkeit, auf prob­leme (wie u.a. das fehlende pro­tokoll) der deutschen strafgerichtsver­fahren aufmerk­sam zu machen

    Die größte Gefahr für den Unschuldigen lauert in den Vorentschei­dun­gen. An ihnen sind oft diesel­ben Beruf­s­richter beteiligt, die später an der Hauptver­hand­lung mitwirken und das Urteil fällen. […] Auch ein Haft­be­fehl darf nur erge­hen, wenn der Tatver­dacht drin­gend, die spätere Verurteilung eines Angeklagten also hochwahrschein­lich ist. Und da lauert die zweite Falle. Denn hat der Richter den Haft­be­fehl selb­st erlassen oder aufrechter­hal­ten, so wird es ihm später schw­er­fall­en, von der eige­nen Verurteilung­sprog­nose abzurück­en.

  • Touris­mus : “Der deutsche Urlauber hat ein aus­ge­sproch­enes Struk­turbedürf­nis” | ZEIT ONLINE — die Zeit hat mit drei sehr unter­schiedlichen reise­leit­ern darüber gesprochen, wie sie “die deutschen” im urlaub wahrnehmen und empfind­en. sehr vergnüglich
  • Wir ver­lieren täglich Tausende Daten­punk­te Zeit- und Medi­engeschichte — kon­rad lis­ch­ka weist auf ein echt­es prob­lem hin: die fehlende archivierung von online-medi­en/-nachricht­en

    Zwei Jahrzehnte Online­jour­nal­is­mus sind vor­beige­zo­gen, ohne dass jemand die Daten­ba­sis für die Erforschung dieser Grün­derzeit geschaf­fen hat. All das ist für immer ver­loren, wir haben heute dank Brew­ster Kahle immer­hin Bruch­stücke und Momen­tauf­nah­men. Enorm wichtige Dat­en für die Erforschung von The­menkar­ri­eren und verän­derten Nutzungs­ge­wohn­heit­en in den 20 Jahren Online­jour­nal­is­mus wäre die Abrufzahlen der archivierten Werke. All diese Dat­en lagen ein­mal dig­i­tal in irgendwelchen Daten­banken vor. Vielle­icht sind sie noch irgend­wo da draußen. Aber wenn heute jemand die Onlineberichter­stat­tung über den 11.9.2001 mit der über den 13.11.2015 ver­gle­ichen will, hat er noch viel weniger Mate­r­i­al als ein His­torik­er, der die archivierten Zeitungsaus­gaben aus dem 19. Jahrhun­dert für seinen Bergar­beit­er­streik unter­sucht.

Ins Netz gegangen (24.2.)

Ins Netz gegan­gen am 24.2.:

  • Das MoMa New York erwirbt Alvin Luciers “I am sit­ting in a room” « Kul­turtech­no
  • Hochschwarzwald: Ab ins gemachte Nest! | ZEIT ONLINE — die zeit macht ein biss­chen wer­bung für mod­ernisierte (teure) ferien­woh­nung im schwarzwald, die mit schick­em design über­nach­tungs­gäste anlock­en wollen, dafür aber die wertschöp­fung schön zen­tral­isieren und konzen­tri­eren (und eben nur noch einen bruchteil bei den besitzern vor ort lassen)

    Im Hochschwarzwald hat die Touris­mus GmbH vorhan­dene Ferien­woh­nun­gen mod­ernisiert. Ein Gewinn für alle Seit­en?

  • If Our Sons Were Treat­ed Like Our Daugh­ters | Lori Day — sehr schönes gedanken­spiel …

    Come with me. Let’s open the door to a par­al­lel uni­verse. Here in this par­al­lel world, the rules are dif­fer­ent because gen­der roles are flipped. Lov­ing par­ents and teach­ers accept this strange cul­ture as if it’s not so bad, or per­haps even good.…

  • Edi­tion: Hitlers “Mein Kampf” kommt 2016 rund 2000 Seit­en dick — DIE WELT — sven felix keller­hoff war bei der vorstel­lung der kom­men­tierten aus­gabe von hitlers “mein kampf”, die er sehr begrüßt:

    Das IfZ und sein Vizechef Mag­nus Brechtken jeden­falls sind den richti­gen Weg in ein­er offe­nen Gesellschaft gegan­gen: Sie suchen gegen den offen­sichtlich beschränk­ten Hor­i­zont von Beamten und (eini­gen) Poli­tik­ern in München die Unter­stützung der Öffentlichkeit. Denn jede Fort­set­zung des absur­den Tanzes um Hitlers “Mein Kampf” führt nur in die Irre.

  • Ver­bot für Brechts Stück „Baal“: In Grabesruhe — taz.de — es ist ganz ein­fach mit dem brecht-the­ater:

    Es zählt zur pos­tu­men Ironie von Brechts Leben, dass der große Zertrüm­mer­er des Klas­sik­erthe­aters schlussendlich selb­st zum Klas­sik­er gewor­den ist. Pos­tum wer­den Brechts Ideen in Stein gemeißelt, wofür sie der Autor nie vorge­se­hen hat­te.

  • Kiel­er Matrose­nauf­s­tand 1918 : Berühmtes Foto ent­pup­pt sich nach fast 100 Jahren als Irrtum — quel­lenkri­tik bei fotografien ist eine schwierige und aufwändi­ge sache:

    Erstaunlich­er Erken­nt­nis im Bun­des­bil­darchiv: Das bekan­nteste Foto, mit dem seit fast 100 Jahren der Kiel­er Matrose­nauf­s­tand von 1918 illus­tri­ert wurde, ist in Wahrheit in Berlin ent­standen.

    hier war es die “orig­i­nalvor­lage” (was auch immer das genau ist …), die durch ihre beschrif­tung eine kor­rek­tur erzwang

  • Alte Schriften — wahnsin­nig umfan­gre­ich, auch mit eini­gen ttf-fonts für aus­ge­fal­l­enes wie die merowingis­che minuskel …

    Auf diesen Seit­en find­en Sie eine Samm­lung alter Schriftze­ichen aller Völk­er und Kul­turen von Abur bis Zapotekisch.

Ins Netz gegangen (18.5.)

Ins Netz gegan­gen (18.5.):

  • Ein Gespräch mit dem Diri­gen­ten Thomas Hen­gel­brock: Anders gespielt, neu gehört — Richard Wag­n­er Nachricht­en — NZZ.ch -

    Let­ztlich ist Harnon­court der Diri­gent, der im 20. Jahrhun­dert die grössten Impulse geset­zt hat.

    Schön­er Schlusssatz im Inter­view mit Thomas Hen­gel­brock, in dem es eigentlich um etwas ganz anderes geht: um Instru­men­ta­tiona, Tem­po und Klang bei Wag­n­er, v.a. im “Par­si­fal”:

    Ich habe Wag­n­ers Anweisun­gen befol­gt. Wenn Sie lesen, was er zur Auf­führung sein­er Werke geschrieben hat, kön­nen Sie gar nicht anders als zur Erken­nt­nis kom­men, dass der Text deut­lich und klar zu hören sein muss, son­st ver­fehlt man ein­fach den Sinn. […] Ich finde die Klanggestalt beim «Par­si­fal» ganz entschei­dend. Sie macht das Werk ger­adezu aus, sie hat sym­bol­is­chen, ja meta­ph­ysis­chen Charak­ter. Wenn zum Beispiel die alten Holzflöten mit ihrem azur­blauen Klang ver­wen­det wer­den, dann ergibt sich für mich diese meta­ph­ysis­che Verbindung zum Him­mel; mit der mod­er­nen Met­all­flöte geht das nicht. Auch diese dun­kle, warme, san­fte Farbe der Blech­bläs­er – das war auch für mich eine Über­raschung.

  • Prof. Dr. Dunkel­munkel: Ist die Zeit reif für Grufti-Profs? — cspan­nagel, dunkel­munkel & friends (via Pub­lished arti­cles)
  • Lyrik als Form für die Gegen­wart — Digital/Pausen — Hans Ulrich Gum­brecht erk­lärt die Fasz­i­na­tion der Gegen­wart an der Lyrik bzw. lyrischen For­men — und fängt dafür, wie immer weit aus­holend, in der Antike an. Aber entschei­dend ist dann doch nur der let­zte Absatz:

    Wer die Zeit auf­bringt, sich auf einen — sprach­lich ja meist kom­plex­en – lyrischen Text zu konzen­tri­eren, der unter­bricht die heute eben­so end­los wie ziel­los ver­laufende Zeitlichkeit des All­t­ags. Und ein solch­er Ansatz zur Aufmerk­samkeit wird beim Lesen oder Rez­i­tieren eines Gedichts zu jen­er anderen, sozusagen archais­chen Aufmerk­samkeit, welche zum Aus­set­zen der fließen­den Zeit führt und zum Her­auf­beschwören von vorher abwe­senden Din­gen und Stim­mungen. Lyrik als Form ist eine Sig­natur unser­er Gegen­wart, weii sie für Momente das erhält und an das erin­nert, was dieser Gegen­wart am meis­ten fehlt, näm­lich Form, Ruhe, Konzen­tra­tion und wohl auch Gelassen­heit

  • Schnäp­pchen­reise in die Türkei: Lan­destyp­is­che Getränke sind im Preis inbe­grif­f­en — FAZ — Thomas Stein­mark war für die FAZ eine Woche in der Türkei für den Preis von 199 Euro — und kommt mit einem schö­nen Faz­it zurück:

    … wer sich die ökonomis­chen Bed­ingth­eit­en dieser Art von Reisen bewusst macht und diese zu akzep­tieren bere­it ist, wer sich stark genug fühlt, den oft­mals mas­siv vor­ge­tra­ge­nen Verkauf­sange­boten erfol­gre­ich Wider­stand zu leis­ten, der wird am Ende nicht ent­täuscht sein.

  • Das Rät­sel Merkel — Da hat Michael Spreng lei­der recht:

    Merkel ist eine Macht­tech­nikerin mit schwachem ide­al­is­tis­chen Hin­ter­grund. Sie ist keine Gestal­terin, außer der Gestal­tung ihrer poli­tis­chen Kar­riere und ihrer Macht. Sie macht sich – zumin­d­est öffentlich – keine Gedanken über Deutsch­land in zehn Jahren.

    Ihm selb­st scheint wie mir auch eher unbe­grei­flich, warum sie deshalb/trotzdem so beliebt ist und immer wieder gewählt wird …

  • Flur­na­me­nat­las-Blog — Der Flur­na­me­nat­las Baden-Würt­tem­bergs (?) blog­gt auf tum­blr

Auf einem Ski, Ausgabe 2012

Es war alles dabei, was für einen großar­ti­gen Ski­urlaub notwendig war: Viele nette Leute, guter Schnee auf und neben den Pis­ten, eine Menge Spaß …

Aber im Detail: Geplant habe ich erst recht spät — nur sich­er, dass ich zum Jubiläum­str­e­f­fen der mono-Ski.Org nach Galtür fahren wollte, war ich schon früh. Irgend­wann war dann aber doch alles geregelt: Ein Zim­mer gebucht, die Fahrkarte für den Zug nach und von Lan­deck-Zams gekauft (erstaunlich bil­lig war das, dafür, dass ich erst 10 Tage vorher reserviert habe) und die Pack­liste für Ski­urlaube her­vorge­sucht. Und der Mono­ski wurde endgültig prä­pari­ert …

Fre­itags ging es dann los, gegen 8 Uhr ver­ließ mein Zug den Mainz­er Haupt­bahn­hof. Das war aber auch früh genug, meinen Weck­er habe ich näm­lich etwas knapp gestellt, um noch eine kleine Laufrunde unterzubekom­men. Aber es hat noch gere­icht … Über Stuttgart, Lin­dau und Bre­genz erre­ichte ich auf die Minute pünk­tlich Lan­deck-Zams, wartete auf den Bus, der mich nach Galtür brachte. Das Stück von Feld­kirch auf den Arl­berg ist immer wieder schön zu fahren: Wie der Zug — dieses Mal ein neuer, sehr beque­mer Rail­Jet, sich langsam in die Höhe schraubt, wie die Schneewände neben dem Gleis immer höher wer­den, bis der Zug hin­ter St. Anton wieder im Tun­nel ver­schwindet und in Rich­tung Lan­deck noch ein­mal eine Menge Höhe ver­liert. “Meine” Pen­sion kan­nte ich schon, das Haus Val­lüla, für diesen Fall strate­gisch sehr gün­stig — näm­lich in unmit­tel­bar­er Nach­barschaft zum Hotel Cas­sa­da, wo der Großteil der anderen logierte — gele­gen. Nach neun Stun­den Fahrt (inklu­sive unge­fährt 90 Minuten Aufen­thalt auf den diversen Bahn­höfen) war ich angekom­men, bezog mein Zim­mer (klein, aber aus­re­ichend) und schaute wenig später bei den anderen vor­bei, für die erste Runde Mono-Fach­sim­peln. Und merk­te schon, dass ich doch falsch gepackt hat­te: Für das Handy hat­te ich das falsche Ladek­a­bel mitgenom­men. Aber Axel war so nett, mir auszuhelfen.

Am näch­sten Tag, dem Sam­stag, klin­gelte mein Weck­er zwar erst kurz vor acht, das hell­hörige Haus mit qui­etschen­den Wasser­leitun­gen weck­te mich allerd­ings schon eine halbe Stunde zuvor. So hat­te ich viel Zeit, mich in aller Ruhe auf die ersten Mono-Schwünge vorzu­bere­it­en. Nach dem Früh­stück ging es dann auch gle­ich auf die Piste — fast gle­ich, bis sich alle ver­sam­melt und den Skipass gelöst hat­ten war es doch schon näher an halb zehn als an neun Uhr. Aber für den Auf­takt war das noch ver­schmerzbar. Die ersten Bögen waren — natür­lich — noch etwas steif, aber schon bald fühlte der Ski sich an meinen Füßen wieder ganz nor­mal an. Dann wurde aber erst ein­mal das “Test­cen­ter” an der Faulbrun­nalm aufge­baut und die ersten Ski­er getauscht. Auch wenn ich eigentlich nicht groß aus­pro­bieren wollte — ein paar Ski nahm ich dann doch in Augen­schein. Zum Beispiel den Snow­shark Pow­der­shark von Tom, der vor allem außer­halb der Piste sehr viel Freude macht. Und weil Mar­tin meinen TT Ham­mer aus­pro­bieren wollte, bin ich auch noch mal aufs Monoblade gestiegen. Natür­lich blieben wir auch am ersten Tag nicht auf der Piste (vor­wiegend Birkhahn­bahn und Bal­lun­spitze waren unser Revi­er), son­dern mussten auch wieder die Lift­trasse der Birkhahn­bahn fahren: Schön, aber doch anstren­gend in den steilen Stück­en auf der engen Trasse mit dem etwas schw­eren Schnee. Und trotz­dem ein­fach immer wieder schön …

So kam doch gle­ich am ersten Tag einiges zusam­men, bevor ich mich noch ein­mal zum Laufen auf­machte (nur eine kleine Runde im Ort und in Rich­tung Wirl, das Seit­en­tal war dieses Mal lei­der über­haupt nicht gespurt). Abends gab das natür­lich wieder eine nette, gemütliche Runde im Cas­sa­da.

Am Son­ntag ging das, bei allerd­ings ziem­lich nebligem Wet­ter mit sehr beschei­den­er Sicht, genau­so weit­er: Zunächst — vor allem wegen der schlecht­en Sicht — auf der Piste, auch unter der Alp­ko­gel­bahn, dann ab ca. 11 Uhr auf der Bre­it­spitz­seite in der her­rlich­sten Sonne — der Rest des Skige­bi­etes, also der Haupteil, lag weit­er­him im Nebel. Und an dem Zweier-Ses­sel war auch nichts los. Natür­lich hielt es uns hier nicht auf der Piste — mit dem Neben­ef­fekt, dass ich direkt unter dem Lift einen “Matthias-Krater” anlegte: Beim Abbiegen aus einem Steil­stück hat­te ich eine kleine Boden­welle nicht gese­hen, die mir dann den Garaus machte. Aber Tief­schnee ist ja weich … So weich allerd­ings, dass es eine Weile dauern kann, bis man sich da wieder her­aus gear­beit­et hat. Auch am zweit­en Tag stand nach dem Ski­fahren trotz müder Beine natür­lich noch das Laufen auf dem Pro­gramm — ganz ein­fall­s­los wieder auf dem Win­ter­wan­der­weg nach Wirl und etwas darüber hin­aus. Im Cas­sa­da gab es dann im dicht­est beset­zen Spielz­im­mer die ersten Videos der ersten bei­den Tage zu bestaunen, Tilo und Mar­tin hat­ten Helmkam­eras dabei. Und Tile kon­nte gle­ich einen Sturz inklu­sive Schlit­ten­fahrt mit dem Duret Mon­stre aus der Ego-Per­spek­tive zeigen …

Am Mon­tag über­raschte uns nicht nur her­rlich­ster Son­nen­schein, son­dern auch die Ankun­ft von Franz & Jörg. Nach ganz wenig Piste blieb der Tag dem Tief­schnee-Fahren vor­be­hal­ten. Nur vor­mit­tags nicht ganz: Ein lokales Fernse­hteam hat­te sich angemeldet, die uns Exoten fil­men woll­ten. Nur so richtig in den Tief­schnee woll­ten sie lei­der nicht, es blieb bei kurzen Off-Piste-Momenten. Ab unge­fähr 11.30 Uhr waren wir dann aber — endlich — an der Bre­it­spitzbahn, wo uns — ganz außen — noch unver­spurter Schnee und einige richtig grandiose Stücke abseits der Pis­ten erwartete. Langsam kroch der Nebel aber wieder aus dem Monta­fon her­an, immer höher, erre­ichte die Stau­mauer des Koppsees, bedeck­te den See, zog weit­er die Hänge hin­auf. Deswe­gen wech­sel­ten wir gegen halb drei noch ein­mal an die Birkhahn­bahn, um dort unter dem Lift herumzu­to­ben — um zu bestaunen, wie Bruno seinen Ski den hal­ben Hang vorauss­chickt und ein­fach hin­ter­her läuft …: Ein­fach wun­der­bar, dieser Skitag! Auch wenn das Laufen dann doch hart wurde, mit aus­ge­sprochen kraft­losen Beinen — schon mit­tags hat­ten sich Ermü­dungser­schei­n­un­gen der Ober­schenkel bemerk­bar gemacht, bei den let­zten Abfahrten bran­nten die Ober­schenkel. Im Cas­sa­da gab es dann noch ein­mal einige Videos, auch von Mar­ti­na, zu sehen — so dass man vieles gle­ich noch ein­mal erleben kon­nte.

Am Dien­stag wurde es kalt. Eigentlich war eine “Ski-Safari” geplant — die fiel aber wegen schlechtem Wet­ter und Law­inenge­fahr aus. Auch am Mittwoch, der als Auswe­ichter­min für dieses Vergnü­gen geplant war, kon­nte sie deshalb nicht stat­tfind­en. Trotz des Nebels war ich um kurz vor Neun am Lift, über der ersten Abfahrt an der Birkhahn­bahn hing noch dick­er Nebel. Mit Bruno ver­zog ich mich dann gle­ich wieder zur Bre­it­spitzbahn — und dort war das Wet­ter wun­der­bar und die Pis­ten per­fekt prä­pari­ert, so dass wir erst ein­mal in den Speed-Modus schal­teten und die Hänge hin­unter ras­ten wie zwei Bek­loppte — auch wenn die Ober­schenkel am Lift jedes­mal zu platzen dro­ht­en ;-). Im Lift wurde es dann freilich saukalt — zumal diese Bahn ja auch eine Weile unter­wegs ist. Gegen Mit­tag ver­lagerten wir — mit immer mehr Leuten — unsere Aktiv­itäten zunehmend wieder von den Pis­ten in den Tief­schnee und fan­den dort aber nur noch wenige Reste unz­er­fahren­er Stellen. Aber das Wet­ter wurde dann wieder schlechter, der Nebel stieg auf, die obere Wolken­schicht sank herunter, so dass wir schon gegen drei Uhr den Skitag been­de­ten: Das Licht wurde so dif­fus, dass es immer schwieriger wurde. Dann noch schnell das gesam­melte Test­ma­te­r­i­al gepackt und mit der Raupe zum Park­platz trans­portiert: Es waren doch eine ganz schöne Menge Ski­er zum Aus­pro­bieren vorhan­den. Nach dem Laufen ging es dann — es war schließlich Dien­stag — noch zum Fass­dauben­ren­nen, wo uns Mar­tin zün­ftig ver­trat und auf den vierten Platz schlit­terte. Nicht deshalb, aber wegen sein­er akro­batis­chen Kün­ste auf dem Ki-Mo-No-Carv­er und dem Crash mit einem Baum bekam er anschließend auch noch den Drop­man-Award über­re­icht.

Mittwochs klin­gelte mein Weck­er etwas früher, das war ja schon wieder mein let­zter Tag und ich musste noch eini­gen Kram zusam­men­pack­en. Und vor dem Früh­stück noch eine kleine (eine sehr kleine …) Laufrunde erledi­gen, weil ich von der Piste sozusagen direkt nach Hause wollte. Der Skibus set­zte mich trotz­dem wieder kum 8:49 Uhr an der Birkhahn­bahn ab — von den anderen war noch nie­mand zu sehen. Aber das ver­dross mich nicht. Auf der (fast) per­fekt prä­pari­erten Piste sauste ich einige Male hinab und bestaunte aus dem Lift meine schöne Schwünge, die auf der Piste wun­der­bar zu erken­nen waren. Dann waren inzwis­chen auch die anderen eingetrudelt und wir ver­trieben uns noch etwas die Zeit bis zum zweit­en Dehter­min für die Fernseh-Crew von topdestination.tv, weil die beim Über­spie­len von der Kam­era die Auf­nah­men ver­nichtet hat­ten. Beson­ders inspiri­ert kam es mir nicht vor, weil wir vor­wiegend auf der Piste rum­rutscht­en. Aber das Endergeb­nis ist immer­hin ganz pass­abel gewor­den. Dann ging es — natür­lich — wieder an den Hang unter und neben der Bre­it­spitzbahn: Das Wet­ter war dort wieder etwas bess­er, unter der Bal­lun­spitze zogen nach dem son­ni­gen — aber kalten — Mor­gen wieder die Wolken auf. Abseits der Piste war nicht mehr viel zu holen: Alle inter­es­san­ten und halb­wegs erre­ich­baren Hänge hat­ten wir jet­zt schon zer­fahren und die durch­pflügten Hänge waren in den Steil­stück­en, ger­ade weil der Schnee teil­weise auch etwas harschig war, ziem­lich schw­er und anstren­gend zu fahren. Nur noch ein paar flache Mulden und unzugängliche (oder zumidnest so scheinen­den bzw. den Anfahrt­saufwand nicht lohnende) Eck­en hat­ten noch frischen Schnee. Auch heute wieder verkürzte die tiefe, aufziehende Bewölkung den Skitag etwas — die let­zten Ver­suche von Jörg und mir an der Alp­ko­gel­bahn bracht­en mir noch einen Beina­he-Crash mit einem Pis­ten­schild ein … So ließen wir den Tag — und das 10. Tre­f­fen der mono-Ski.Org — in der Faulbrun­nalm ausklin­gen.

Nach dem frühen Schluss machte ich mich dann gemütlich auf die Rück­reise. Achim und Jörg nah­men mich net­ter­weise im Auto bis München mit, dann fuhr mich die Bahn — mit nur noch einem Umstieg in Frank­furt — wieder ganz entspan­nt nach Hause. Und schon wieder voller Vor­freude auf das näch­ste Mal — inzwis­chen bin ich auch wieder erholt von den Stra­pazen des Urlaubs …

Auf einem Ski in Arosa

Das diesjährige Tre­f­fen der Mono­ski­fahrer begann für mich am Don­ner­stag: Vor­mit­tags schnell noch mein Kram fer­tig gepackt — eine große Tasche vollgestopft mit Schuhen (zum Ski­fahren und Laufen), jed­er Menge Klam­ot­ten und ein paar Müs­liriegeln. Dann den Ski unter den Arm gek­lemmt und ab zum Bahn­hof — der Zug brachte mich näm­lich nach Schif­fer­stadt, zu Tilo. Der war noch nicht ganz so weit, aber das war nicht weit­er schlimm, weil sich auch bei Andreas die Abfahrt etwas verzögert hat­te. Gegen 17 Uhr waren wir dann unter­wegs: Andreas mit Tochter Ari­ane, Tilo und ich — so ging es nach Arosa. Die Fahrt ver­lief denn auch ohne Prob­leme, beson­ders das let­zte Stück von Chur, die 360 Kur­ven, auf die Arosa so stolz ist (und für die man sog­ar eine Paten­schaft erwer­ben kann …), sog­ar in aus­ge­sprochen ras­an­tem Tem­po. Nur in Arosa braucht­en wir einen Moment, unsere Unterkun­ft für die erste Nacht zu find­en: Das Back­pack­ers Moun­tain­lodge. Das ist offen­bar ein ehe­ma­liges San­to­ri­um. Zumin­d­est sehen die Räume — kleine Zim­mer mit Jugend­her­berg­sein­rich­tung inklu­sive Stock­bet­ten — die Flure und die Balkons sehr danach aus. Da es mit­tler­weile schon 22.15 Uhr war, fan­den wir nur noch eine unbe­set­zte Rezep­tion vor — aber immer­hin mit einem Zettel, welche Zim­mer unsere waren. Die waren schnell bezo­gen, die Bet­ten gemacht — und das war’s dann auch schon eigentlich, die Nachtruhe rief. Das Moun­tain­lodge war zwar recht ordentlich und sehr sauber, aber über den Preis kann man geteil­ter Mei­n­ung sein. Für Leute aus dem Euro-Gebi­et wie uns war das — angesichts des beschei­de­nen Kom­forts und der ein­fachen Verpflege­gung — eigentlch unver­schämt teuer. Obwohl die bei­den Back­pack­ers — von den Berg­bah­nen betrieben — die bil­lig­sten Unterkün­fte in Arosa sind: Preis­gün­stig sind sie keineswegs …

Denn am Fre­itag sollte es richtig los­ge­hen. Trotz des zeit­i­gen Auf­ste­hens hat zwar nicht das Früh­stück­en, aber doch das Bezahlen, Auto pack­en und Auscheck­en eine gute Weile gedauert. Auf dem Weg zur Seil­bahn-Tal­sta­tion trafen wir dann gle­ich die Leute von Duret sowie Remy und Otto. Allerd­ings mussten wir noch das Auto loswer­den — in Arosa nie eine ein­fache Sache, dies­mal bedeutete es einen ordentlichen Fuß­marsch für Andreas. Gegen 10 Uhr war dann aber alles erledigt und wir oben auf dem Berg. Und das heißt wirk­lich, oben: Auf der Spitze des Weißhorns, wo uns die große Gondeln der Seibahn (eine ziem­lich zeitaufwändi­ge Fahrt) hin­be­förderten. Zum Ein­fahren musste erst ein­mal die rote Abfahrt zur Mit­tel­sta­tion her­hal­ten (die schwarze von oben musste ja nicht gle­ich bei den ersten Schwün­gen dieses Win­ters sein …). Und dann ging es vor allem auf die Pis­ten am Hörn­li — da waren wir einen Großteil dieser drei Tage unter­wegs, die Pis­ten dort, die der eine Vier­er-Ses­sel bedi­ent, bieten wun­der­bare Möglichkeit­en: Rote und Schwarze gle­icher­maßen, solche mit eher gle­ich­mäßigem Gefälle und welche mit schö­nen Absätzen und Stufen — vor allem viele Kom­bi­na­tion­s­möglichkeit­en … Sehr schöne Möglichkeit­en bot aber auch der Car­men­na-Ses­sel­lift (natür­lich von ganz oben, nicht schon ab der Mit­tel­sta­tion): Entwed­er über die schwarze Piste, die vom Weis­shorn herunter kommt oder direkt am Lift hin­unter: Das begin­nt gle­ich richtig steil — und weil oben am Ein­stieg eine Schneekanone in Betrieb war, waren ger­ade die ersten Meter davon ziem­lich heftig. Aber dann ging es richtig schön hin­unter — auch eine klasse Piste. Nur unten vielle­icht einen Tick lang­weilig.

Der Schnee in Arosa: Aus­re­ichend, aber uralt (let­zter Neuschnee im Jan­u­ar, da hat’s den ganzen Monat aber auch nur 30 Zen­time­ter geschneit) und entsprechend hart. Neben der Piste — vor allem am Weis­shorn — war schon fast kein Schnee mehr. Und wo noch mehr oder weniger genü­gend war, war er der­maßen stein­hart, dass es kaum fahrbar war — wir haben es am Hörn­li natür­lich sofort aus­pro­biert. Zumin­d­est Spaß macht das Abseits­fahren bei solchem Schnee nicht.

Abgeschlossen haben wir den Skitag mit ein­er gemein­samen Tal­ab­fahrt — nach­dem wir alle auf der richti­gen Piste waren, war das auch ganz nett und noch erstaunlich gut zu fahren. Danach ging es dann erst ein­mal in die neue Unterkun­ft, das andere Back­pack­ers in Arosa, Down­town genan­nt, weil es im Gegen­satz zum Moun­tain­lodge nicht am Ort­srand bei der Piste liegt, son­dern mit­ten in der unteren Hälfte des Ortes. Anson­sten unter­schied es sich nicht groß vom ersten Back­pack­ers — die An- und Abmel­dung ist bei bei­den furcht­bar kom­pliziert, aufwändig und umständlich gewe­sen. Irgend­wann war das aber alles erledigt und wir waren auf unseren Zim­mern. Inzwis­chen schon reich­lich spät, denn für 17 Uhr war ein erstes offizielles Tre­f­fen im nahegele­ge­nen Sun­star-Hotel ange­set­zt. Ich ging aber erst ein­mal wenig­stens ein biss­chen Laufen — viel war es nicht, ich und meine Beine waren müde. Und in Arosa gibt es noch weniger Möglichkeit­en, ohne große Stei­gun­gen zu laufen, als in anderen Skiorten. Mein Fore­run­ner hat­te sich dum­mer­weise in der Tasche irgend­wann von selb­st angeschal­tet und war deshalb inzwis­chen ohne Strom. Geschätzt war ich ca. 20 Minuten für unge­fähr drei Kilo­me­ter unter­wegs, in Rich­tung Hörn­li, ab dem Camp­ing­platz auf der “Piste” Nr. 1.

Nach dem Begrüßungstr­e­f­fen gin­ge wir dann gemein­sam (fast) alle zum Aben­dessen ins Chaman­na — sehr nett und leck­er, aber wie alles in diesem Ort nicht ger­ade preiswert … Das hat seine Zeit gedauert — erst gegen 23 Uhr waren wir zurück im Back­pack­ers und hörten auf den Ruf der Bet­ten …

Der Sam­stag begrüßte uns schon mor­gens mit her­rlichem Wet­ter: Blauer Him­mel ohne das kle­in­ste Wölkchen. Heute beschlossen wir, das Auto ste­hen zu lassen und zu Fuß zur Berg­bahn zu marschieren. Das war dann doch etwas länger als gedacht, zum Glück hat­ten wir die Skischuhe noch nicht an. Tilo und ich waren etwas früher aufge­brochen, er wollte den Duret-Leuten helfen beim Auf­bauen des Test­standes für deren Mono­ski­er an der Mit­tel­sta­tion. Da angekom­men, trafen wir zufäl­lig auf Bruno, Kurt und Rodol­fo. Mit denen war ich dann fast den ganzen Tag unter­wegs — und wie. Die hatten’s näm­lich ziem­lich eilig. Und man merkt, dass sie öfters auf dem Ski ste­hen als ich — mithal­ten kon­nte ich, mit etwas Mühe, ger­ade so. Das hohe Tem­po machte aber wirk­lich irrsin­nig Spaß: Die Sonne schien strahlend, der Schnee war okay, die Pis­ten gut prä­pari­ert. Da machte es auch wenig, dass ich schon auf der ersten Abfahrt meine rechte Kon­tak­tlinse ver­lor — die war wohl nicht richtig drin. Sehr selt­sam war das, wie ich während dem Fahren merk­te, dass sie aus dem Auge rutschte, im Augen­winkel hän­gen­blieb und vom Fahrtwind dann endgültig her­aus­ge­drückt wurde und auf Nim­mer­wieder­sehn ver­schwand. Gegen Mit­tag wurde es zwar etwas voller, aber dafür, dass ganz Arosa aus­ge­bucht sein sollte, war noch erstaunlich viel Platz auf den Pis­ten. Gut, am Hörn­li-Ses­sel­lift musste man zwis­chen­durch mal (ganz) kurz anste­hen — aber auf der Piste war das immer noch in Ord­nung mit dem Betrieb. Unter­dessen lief wieder — wie sich das für ein Mono­skitr­e­f­fen gehört — der große Ski­tausch: Die Durets (und einige andere, wie das Monoblade, der Monocross, das Yam­a­tool/Coda) wur­den eifrig pro­biert — von mir allerd­ings nicht, ich blieb diese drei Tage lieber bei meinem mir ver­traut­en TT Ham­mer. Die Grup­pen wech­sel­ten über den Tag öfter, der Spaß blieb der­selbe. So war es ruck­zuck schon 16.30 Uhr, als ich mit Bruno die let­zte Abfahrt vom Weis­shorn anging. Dann saßen wir noch kurz alle bei der Schirm­bar an der Mit­tel­sta­tion (Hüt­ten- & Aprés­ki-tech­nisch ist Arosa übri­gens extrem zurück­hal­tend), bevor wir die gemein­same Tal­bafahrt antrat­en. Bis wir dann endlich wieder auf unserem Zim­mer waren, zeigte die Uhr schon sechs an — und ich ging erst spät laufen. Dies­mal ging es etwas weit­er, zwar ähn­lich wie am Fre­itag (wieder auf die “Piste”), aber mit eini­gen kleinen Schleifen zusät­zlich: ca. vier Kilo­me­ter in ein­er hal­ben Stunde). Nach dem Duschen wid­mete ich mich noch kurz meinem Mono: Vor allem am Nach­mit­tag hat­te ich auf den harten Pis­ten gemerkt, dass meine Kan­ten etwas nach­ließen — das wurde schnell behoben. Und dann war es auch schon Zeit für das große Fon­due Chi­noise, wieder im Chaman­na, das ja prak­tis­cher­weise recht nahe lag — gut vor allem für Andreas, der nach seinem Sturz am Fre­itag mit­tag doch beim Laufen sehr gehand­i­capt war.

Am Son­ntag war wieder alles anders. Schon beim Aufwachen wurde klar: Das schöne Wet­ter war ver­schwun­den, die einzel­nen dun­klen Wolken vom Sam­stag abend waren nicht mehr allein, son­dern hin­gen dicht über dem Ort und also voll im Skige­bi­et den ganzen Him­mel bedeck­end. Also ließen wir uns mit dem Früh­stück etwas mehr Zeit — es war ja auch Son­ntag … Weil wir nach dem Ski­fahren sofort nach Hause woll­ten, war ich extra schon um 7 Uhr aufge­s­tanden, um vor dem Früh­stück einen kleinen Lauf zu absolvieren. Dieses Mal blieb ich auf der Straße, das war am ein­fach­sten. Bei ger­ade ein­mal 0 °C war ich wieder eine knappe halbe Stunde unter­wegs — mit schreck­lich steifen Beinen …

Auf der Piste war es heute zwar aus­ge­sprochen leer, aber auch etwas schwierig. Ich brauchte ein bis zwei Abfahrten, mich daran zu gewöh­nen: Durch die dichte Bewölkung und den leicht grieseli­gen Schneefall war das Licht zu dif­fus, das man nicht sah, wo die Piste auf- oder abging und entsprechend etwas vor­sichtiger und zurück­hal­tender unter­wegs sein sollte. Mit der Zeit und der Gewöh­nung nahm aber unser Tem­po auch wieder zu. Bald war ich näm­lich wieder mit den schnellen Flitzern Bruno, Kurt und Rodol­fo unter­wegs. Und die Pis­ten am Hörn­li kan­nten wir ja inzwis­chen. Tat­säch­lich kam am späten Vor­mit­tag auch für kurze Zeit etwas Besserung auf: Die Wolk­endecke dün­nte stel­len­weise etwas aus, so dass die Sonne etwas stärk­er hin­durch kam — und sofort machte das Fahren mit deut­lich mehr Sicht erhe­blich mehr Spaß. Mit­tags trafen wir uns alle an der Mit­tel­sta­tion für eine kurze Pause. Und dann ging es noch mal in der großen Gruppe aufs Weis­shorn. Peter wollte ja auch noch den Ki-Mono-Car-Ver pro­bieren — und tat das gle­ich auf der lan­gen Abfahrt. Weit kam er damit allerd­ings nicht, dieser Minis­ki ist wohl doch sehr speziell. Auf­grund der momen­tan extrem schlecht­en Sicht war diese Abfahrt allerd­ings für den Rest der Gruppe auch nicht sehr leicht- dafür hat­ten wir die kom­plette Piste für uns. Heute war eh’ kaum jemand utner­wegs, nur so ein paar Unen­twegte wie wir. Und ein ein­heimis­ch­er Mono­ski­fahrer, Vik­tor, der seit Jahrzehn­ten seinem Mono­turm treu geblieben ist. Nach­mit­tags waren wir dann wieder in ver­schiede­nen Grup­pierun­gen (mit eigentlich fast allen noch fahren­den Teil­nehmern) am Hörn­li unter­wegs — allerd­ings auch nicht mehr beson­ders lange. Andreas und Ari­ane macht­en bald Schluss, ich hing noch zwei schnelle Abfahrten an, bevor ich ihnen eben­falls fol­gte — und bei der let­zten Tal­ab­fahrt noch eine falsche Abzwei­gung machte, die mich — auf dem Weg zur Hörn­li-Express-Tal­sta­tion, wo das Auto stand — auf die Piste 1 führte: Eine Katas­tro­phe, das Ende dieser Piste ist ein Weg, der zum Schluss noch bergauf führt und bei gutem Schnee vielle­icht ger­ade noch so fahrbar ist, bei langsamen Bedin­gun­gen wie an diesem Tag aber Fußweg bedeutet …

Genau um 16 Uhr hat­ten wir dann im Schnee­treiben das Auto gepackt und starteten in Rich­tung Heimat. Die Fahrt ver­lief wieder sehr glatt, bis Chur braucht­en wir unge­fähr eine Stunde und dann für den Rest nach Schif­fer­stadt nochmal vier — genau um 21 Uhr waren wir am Bahn­hof, wo ich meinen Zug noch wun­der­bar bequem erre­ichte und kurz nach zehn dann wieder in Mainz war — müde und erschöpft, aber zufrieden.

Denn die Organ­i­sa­tioren Remy und Tilo haben sich wieder viel Mühe gegeben — auch wenn wir nicht immer alles mit­gemacht haben, was sie sich aus­gedacht haben. Vor allem auf das Mond­sche­in­fahren am Fre­itag (auf unbeleuchteter Piste bei Voll­mond) hat­te irgend­wie kein­er Lust, alle waren den ganzen Tag gefahren und entsprechend aus­ge­pow­ert …
Arosa selb­st fand ich ganz nett, für mich allerd­ings auch aus­ge­sprochen teuer. Das Skige­bi­et ist nicht super anspruchsvoll (wirk­lich ein­fache Pis­ten gibt es aber auch fast keine), und fällt auch son­st nicht beson­ders auf: Alles sehr ordentlich, aber irgend­wie nichts her­aus­ra­gen­des. Aber einige Pis­ten — vor allem die rote 3 am Hörn­li, aber auch die schwarze 8 am Weis­shorn, macht­en eine Menge Spaß — ger­ade weil sie nicht zu anspruchsvoll und schwierig waren, kon­nte man/ich sie wun­der­bar aus­fahren und auch mal ordentlich Tem­po riskieren. Für die eher über­schaubare Größe (eigentlich sind es ja nur zwei Berge) gibt es recht viele geschickt angelegte Abfahrten, allerd­ings auch erstaunlich viele Wege, die zudem sehr oft aus­ge­sprochen flach waren und dem Mono daher nicht so sehr ent­ge­genka­men. Lei­der waren die Pis­ten am Brüg­ger­horn, dem soge­nan­nten “Entspan­nungs­berg” nicht offen — bei vernün­ftigem Schnee hätte das wohl einige schöne Vari­anten gegeben. Über­haupt lässt die Topogra­phie erah­nen, dass bei aus­re­ichen­dem Schnee in Arosa viel neben der Piste möglich ist — da hat­ten wir halt ein­fach Pech mit dem Wet­ter in diesem Win­ter — wobei die Berg­bah­nen den weni­gen Schnee gut im Griff hat­ten und ordentlich prä­pari­erten. Also, wieder ein­mal ein schöne Tre­f­fen der mono-ski.org: Ein­fach drei schöne Tage des Ski­fahrens — wie immer, wenn sich die Mono­ski­fahrer tre­f­fen …

skifoarn 2010: obergurgl & sölden

nach dem kurzen abstech­er nach venedig stand ende jan­u­ar wieder das alljährliche skivergnü­gen in meinem kalen­der. dies­mal hat­te ich mir ober­gur­gl aus­geguckt: ein offen­bar recht nettes skige­bi­et mit­tlerer größe mit wenig betrieb. die unterkun­ft­suche hat­te sich etwas müh­sam gestal­tet, in dem dorf — immer­hin schon auf 1900 m höhe — gibt es offen­bar nur hotels. das sieht auch wirk­lich so aus, wenn man da hineinkommt, stellte ich dann fest. ich fand dann aber doch noch ein zim­mer, direkt an der skibushal­testelle. das ist ja für mich als bah­n­fahrer nicht ganz unwichtig ;-)

die anreise: ins ötz­tal ist es schon ein gutes stück fahrt von mainz aus. es gibt aber eine wun­der­bare verbindung: ein ic von mün­ster nach inns­bruck, der sam­stags ein­mal fährt und auch in mainz halt macht. also habe ich mich hier am rhein in den zug geset­zt — erst um kurz nach 11 ging es los — und meinen platz bis ötz­tal bahn­hof (wirk­lich kaum mehr als ein bahn­hof am ein­gang des ötz­tales) nicht mehr hergegeben. betrieb war ziem­lich viel, doch so einige ski­fahrer, aber auch ohne reservierung hat­te ich glück. die späte abfahrt in mainz führte dann nur dazu, dass ich erst recht spät und im dunkeln ankam. denn vom bahn­hof muss man noch ein­mal mehr als eine stunde, ca. 80 minuten sog­ar, mit dem bus rech­nen, bis man in ober­gur­gl ist. schließlich kommt danach ja auch nix mehr. so bekam ich also über­haupt nicht mit, wo ich eigentlich gelandet war. die unterkun­ft lag aber nicht nur sehr prak­tisch an der bushal­testelle, son­dern auch nur ca. 500 m von der tal­sta­tion der hochgur­glbahn ent­fer­nt und direkt an loipe und win­ter­wan­der­weg. dem sport stand also nichts mehr im weg.

und damit ging es am son­ntag gle­ich los: mit dem ersten lift zur gondel­bahn und hinein ins vergnü­gen. das war es, vom ersten moment an. auch wenn ich schon etwas merk­te, dass der let­zte skitag doch einige zeit zurück­lag. zunächst fing ich mal mit dem nahe­liegen­den pis­ten an, dem wurmkogl und dem scher­mer. zu let­zterem führt übri­gens eine neue, lux­u­riöse 8‑per­so­n­en-gondel­bahn hin­auf: offen­bar ist es dort oft so kalt, dass die berg­bah­nge­sellschaft hier ihre prof­ite mit so ein­er überdi­men­sion­ierten anlage loswer­den musste … zum glück war sie nie voll (ist sie wohl auch bei voll aus­ge­bucht­en hotels nie) — über­haupt war für einen son­ntag angenehm wenig betrieb. wartezeit­en gab es nie — also auch keine pausen. ich bin, wie auch jeden weit­eren tag also von kurz nach neun bis vier uhr durchge­fahren. zum aus­ruhen gibt es ja lifte. nun ja. in hochgur­gl gibt es näm­lich tat­säch­lich auch noch schlep­plifte — fast ein anachro­nis­mus. und zumin­d­est ein­er davon ist alles andere als geruh­sam. doch dazu später mehr. am son­ntag machte ich mich also erst ein­mal auf, mit dem gebi­et ver­traut zu wer­den, alles abzuk­lap­pern. oder fast alles. zumin­d­est in hochgur­gl. also war auch der etwas län­gere schlep­per am kirchenkar mit der ganz net­ten roten abfahrt und schö­nen kleinen vari­anten dran. abseits der piste machte sich aber sehr bemerk­bar, dass es schon lange nicht mehr vernün­ftig geschneit hat­te: das war alles eher hart und sehr, sehr zer­fahren. aber trotz­dem schön, dort.
auch die große kar­bahn mit der lei­der nicht mehr allzu üppig mit schnee bedeck­ten schwarzen abfahrt direkt am lift hin­unter kam an die rei­he. diese abfahrt zog mich irgend­wie immer wieder an. zum einen eine der weni­gen nicht so super­bre­it­en abfahrten. zum anderen durch drei querende wege, die ziem­lich heftige stufen in den schö­nen steil­hang schnei­den, nicht ganz ein­fach fließend zu befahren.
auch die höch­ste stelle, der wurmkogl II mit sein­er kleinen aus­sicht­srestau­ra­tion (im mar­ket­ingslang des ötz­tals (eine ziem­lich schlimme sache) “top moun­tain star” genan­nt, war auf dem pro­gramm. dort oben gibt es eine nette, knack­ige schwarze abfahrt mit zwar sehr hartem, aber schön steilem ein­stieg. und natür­lich einen tollen aus­blick von dieser höhe aus. und neben­bei führt von dort oben auch eine gemütliche blaue abfahrt hin­unter, die an mehreren stellen schöne vari­anten ermöglicht, die jet­zt aber durch die vie­len vorgänger schon sehr zer­fahren, meist schon zur ordentlichen buck­elpiste gewor­den war.
die tal­ab­fahrt von hochgur­gl war zwar nicht beson­ders span­nend (sehr typ­is­che tal­ab­fahrt mit aus­ge­baut­en wegen etc.), dafür aber typ­isch eisig im unteren teil. und erstaunlich leer für kurz vor vier an einem son­ntag nach­mit­tag. dem ski­fahren fol­gte dann — natür­lich — noch das laufen, auf den gewalzten win­ter­wan­der­wegn bzw. der skat­in­gloipe sehr schön möglich.

am mon­tag ging es eben­falls wider um kurz nach neun los. dies­mal allerd­ings mit dem bus in die ander­er rich­tung, zur fes­tkoglbahn am ort­sein­gang von ober­gur­gl. da noch nix (wirk­lich, nix!) los war, stürzte ich mich gle­ich mal wieder in die tal­ab­fahrt. am fes­tkogl gibt es zwei davon: eine nor­male rote und eine sehr schöne, auch land­schaftlich reizvolle und gar nicht so schwere schwarze vari­ante. später ging es dann mit den auch sehr schö­nen, abwech­slungsre­ichen pis­ten an der roßkar­bahn (mit net­ter, ein­fach­er vari­a­tion­s­möglichkeit direkt unterm lift) und vor allem der plat­tach­bahn weit­er. bei­des übri­gens ses­sel­lifte mit mit­tel­sta­tio­nen. gegen mit­tag wech­selte ich dann noch zur hohen mut. die rote abfahrt von der bergsta­tion der neuen gondel­bahn fand ich aber nicht so span­nend: da merkt man doch zu sehr, dass sie sehr kün­stlich in den berg hinein gebaut wurde. unten ging es dann naht­los an der stein­mannbahn weit­er, wo es immer­hin einige buck­lige vari­anten durch die ver­streut ste­hen­den bäume auszupro­bieren gab. an der hohen mut oben habe ich aber, es kaum glaubend, tat­säch­lich her­bert heck­ers, dem autor des einzi­gen deutschen buch­es über den mono­ski, den ich schon von einem der monoski.org-tre­f­fen kan­nte, getrof­fen. er und seine frau hat­ten mich schon am son­ntag gese­hen und sofort am fahrstil erkan­nt und wir liefen uns noch öfters über den weg … bei ein­er der let­zten abfahrten von der hohen mut nahm ich dann noch die äußere pis­ten­vari­ante — keine beson­ders gute idee. im schön­sten tem­po sah ich dann eine boden­welle zu spät, flog ein stück und versem­melte die lan­dung etwas. über roßkar­bahn und die schöne schwarze tal­ab­fahrt ging es zurück zur fes­tkog­bahn und weit­er zum laufen — das wurde aber nur sehr wenig, weil ich mich nach zwei anstren­gen­den skita­gen recht schlapp fühlte.

der dien­stag präsen­tierte sich nach zwei sehr son­ni­gen tagen mit eher schwierigem ski­wet­ter: fast lück­en­losen wolken. und kurz vor 3000 m ist das ziem­lich schnell nebel ;-). zumal es bald ganz zuzog und leicht zu schneien anf­ing — lei­der nicht sehr ergiebig. zunächst trieb ich mich wieder in hochgur­gl rum: der schlep­plift am vorderen wurmkogl wollte mich noch ken­nen­ler­nen. dort gab es, bei diesem wet­ter nicht sehr ide­al, nur eine vol­lkom­men unmarkierte piste (über­haupt ist die pis­ten­markierung und ‑beschilderung in ober­gur­gl extrem spar­tanisch), die teil­weise kaum zu find­en war: dafür aber eine sehr schöne, im unteren drit­tel unprä­pari­erte enge & steile schwarze piste. nur lei­der war der schlep­per auch enst­prechend: steil, ohne lift­spur (ein­mal auch quer durch die buck­elpiste) — beim drit­ten mal hat’s mich raus­ge­hauen. das forderte natür­lich spätere revanche. zunächst beließ ich es aber dabei, denn der schwere, schnelle, steile schlep­per und die abfahrt waren doch eine anstren­gende kom­bi­na­tion mit dem mono. bis mit­tag war ich dann wieder an der großen kar­bahn und am kirchenkar unter­wegs, bevor ich noch mal den dieses mal sehr schö­nen oberen teil des wurmkogls und des scher­m­ers (mit aus­flü­gen neben die piste) unter den ski nahm. nach­dem es gegen mit­tag etwas heller gewor­den war, ver­schlecherte sich die sicht mit dem ver­schwinden der sonne hin­ter den bergen gegen 15 uhr wieder deut­lich, so dass ich etwas früher schluss machte und schon um 15:40 wieder an der tal­sta­tion stand. danach noch schöne, aber sehr langsame sieben laufk­ilo­me­ter im leicht­en schneegestöber und der tag war vol­len­det.

mittwochs zog es mich nach sölden. nicht nur mich: aus­gerech­net an diesem tag war der skibus so voll, dass ich um zehn vor neun ger­ade noch so ein­steigen kon­nte. in sölden, an der gais­lachkoglbahn, die auf gut 3000 m hin­auf führt, durfte ich auch das erste mal anste­hen. über­haupt war in sölden doch deut­lich mehr betrieb — auch wenn es für die dor­ti­gen ver­hält­nisse wohl sehr leer war. zumin­d­est schien mir das so, wenn ich mir die riesi­gen, lan­gen ein­gangs­gat­ter und ‑zäune an den liften ansah. da muss wohl öfters mal ziem­lich viel los sein. das skige­bi­et ist um einiges größer als ober­gur­gl, vor allem recht weitläu­fig. alles habe ich an einem tag gar nicht geschafft (und auch nicht gewollt), die gletsch­er sparte ich mir gle­ich. son­st blieben aber recht wenig lück­en: zunächst vom gais­lachkogl hinüber zum gig­gi­joch (wo ein ziem­lich­er rum­mel herrscht), dort gibt es an der roßkir­plbahn eine schöne schwarze piste und neben­dran eine aus­gewiesene buck­elpiste (etwas schw­er & steil für mich …), auch einige nette rote abfahrten. und vor allem eine sehr schöne schwarze tal­ab­fahrt, die am späten vor­mit­tag natür­lich men­schen­leer war. die gig­gi­jochbahn brachte mich wieder zurück ins skige­bi­et, wo ich mich in rich­tung gletsch­er weit­er machte und an der genialen piste am schwarzkogl eine weile hän­gen­blieb: die kon­nte ich wun­der­bar am äußer­sten rand im kurz­schwung schön rhyth­misch abfahren — ein­fach her­rlich, genau die richtige mis­chung aus gefälle und losem, weichen schnee, den die anderen an den rand geschoben hat­ten. über einige zwis­chen­sta­tio­nen, u.a. die hei­de­bahn ganz außen, nahm ich dann die rote tal­ab­fahrt und wurde erneut über­rascht — dies­mal von einem anderen mono­ski­fahrer, der lange keinen gle­ich­gesin­nten mehr getrof­fen hat­te. zusam­men sind wir dann wieder auf den gais­lachkogl hoch und zusam­men in rich­tung ret­ten­bach­tal abge­fahren. dort tren­nten sich unsere wege wieder: ich nahm die schwarze tal­ab­fahrt zurück in den ort, er kehrte noch ein­mal ein. zurück in gur­gl bin ich dann mit dem ruck­sack nach ober­gur­gl gelaufen, etwas lebens­mit­tel-nach­schub einkaufen — das gab immer­hin etwas mehr als sieben kilo­me­ter lauf­strecke.

am don­ner­stag blieb ich mor­gens der piste zunächst ein­mal fern: die sicht war nahe null, das schien mir sinn­los. gegen elf uhr hielt es mich dann doch nicht mehr im zim­mer: inzwis­chen hat­te der mäßige wind die wolk­endecke etwas ver­schoben und aufge­lock­ert, so dass zumidnest hoff­nung best­nad. ich startete in hochgur­gl mit eini­gen tal­ab­fahrten und den nicht so hoch gele­ge­nen pis­ten an der großen kar­bahn und dem kirchenkar­lift. gegen 13 uhr, als mit­tagspause, trans­ferierte ich mich dann mit dem top-express hinüber nach ober­gur­gl, um haupt­säch­lich die tal­ab­fahrten, ins­beson­dere die schöne schwarze ver­sion, hin­un­terzubrausen. viel mehr war dann auch nicht mehr möglich: nach und nach wur­den immer mehr lifte abgestellt — der wind wurde recht frisch und stel­len­weise stür­misch, ski­fahrer waren sowieso kaum welche unter­wegs. auch die fes­tkoglbahn lief nur noch in langamer geschwindigkeit — aber sie lief immer­hin. gegen halb vier reichte es mir dann doch, nach­dem ich mich nochmal in den weichen schneean­we­hun­gen beim sturz über bei­de kör­per­ach­sen über­schla­gen hat­te und ich ging laufen. den abend ver­brachte ich dann noch sehr gemütlich im jagdhof bei her­bert und gabriele.

und dann war auch schon wieder fre­itag und damit schon fast schluss. also stand ich natür­lich wieder um neun uhr an der tal­sta­tion, dies­mal wieder am fes­tkogl. mit­tags wech­selte ich wieder nach hochgur­gl hinüber, der vordere wurmkogl reizte mich noch ein­mal. dies­mal flog ich gle­ich beim ersten mal schon recht weit unten aus dem lift — sog­ar der liftwärter merk­te es … aber die restlichen male ging es dann. und die piste belohnte die mühe aufs her­rlich­ste: der leichte schneefall und der wind hat­ten sie wun­der­bar gemach — ein­fach her­rlich. auch wenn sich ger­ade im unteren teil einige anfänger herumtrieben, die da wenig spaß hat­ten ;-). da mir das auf die dauer aber doch zu anstren­gend wurde, wech­selte ich wieder an den wurmkogl, der oben blödsin­nig hart gefroren war und keinen spaß machte und an den wesentlich angenehmeren scher­mer. später, am kirchenkar­lift, als es schon wieder anf­ing kalt zu wer­den, ver­lor ich dann auch noch meine rechte kon­tak­tlinse — ein­fach so. und als die sicht dann auch noch nach­ließ, wurde mir das in den fehlen­den kon­trasten zu blöd und ich machte mich wieder auf den weg ins tal — immer­hin, es war doch wieder kurz vor 16 uhr bis ich unten war. zum abschluss lief ich dann die straße noch hochgur­gl und bis zur maut­sta­tion in rich­tung tim­mel­sjoch hin­auf: der wohl langsam­ste der let­zten jahre für mich: lang und erstaunlich steil ging es da hoch (auch runter keine reine freude mit so aus­ge­pow­erten ober­schenkeln nach ein­er woche ski­fahren und laufen …).

die heim­reise am sam­stag ver­lief dann nicht ganz so glatt wie der hin­weg. mor­gens hat­te wieder leichter schneefall einge­set­zt. und für den post­bus war das offen­bar der­maßen über­raschend, dass er erst mit fast zwanzig minuten ver­spä­tung abfuhr. bis ötz­tal bahn­hof hat­te er zwar einiges wieder her­aus­ge­fahren, aber es reichte trotz­dem nur dazu, dass ich den ic, der mich ohne umsteigen nach mainz gebracht hätte, ger­ade noch abfahren sah. also durfte ich über inns­bruck — münchen — stuttgart reisen — was ger­ade ein­mal eine halbe stunde länger dauerte als die eigentlich geplante verbindung und auch tadel­los klappte.

venedig: erste eindrücke

übers woch­enende (von don­ner­stag nach­mit­tag bis mon­tag mit­tag — also ein sehr großzügiges woch­enende) war ich in venedig — dank daniel und sein­er gast­fre­und­schaft im deutschen stu­dien­zen­trum dort eine sehr kostengün­stige bil­dun­greise.

heute nur ein paar erste ein­drücke, der kom­plette bericht kommt später.

die reisezeit war opti­mal: für venezian­is­che ver­hält­nisse war die stadt aus­gestor­ben. bis auf den absoluten kern­bere­ich war es wirk­lich sehr leer — über­all. am mon­tag freilich nicht mehr ganz so sehr wie am fre­itag zuvor. die tem­per­a­turen waren zwar nicht aus­ge­sprochen angenehm, aber dur­chaus erträglich. zumin­d­est für einen heißblütler wie mich. und das wet­ter war wun­der­bar: ganz viel son­nen­schein, ein biss­chen leichte bewölkung, über­haupt kein nieder­schlag. so kon­nten wir die stadt und ihre schätze her­rlich erlaufen.

ach ja, das laufen: natür­lich bin ich auch in venedig jeden tag gelaufen. aber das ist dafür eine unbarmherzige stadt. gle­ich dreifach: der boden ist immer nur stein. und wirk­lich nur. (na gut, eine winzige ecke garderinie gibt es. viel weich­er ist’s da aber auch nicht). und es gibt ein­fach keine ger­ade streck­en: eck­en, kan­ten, scharfe knicke — die gassen sind schw­er zu ren­nen. und dann nochdie kanäle. d.h. die brück­en darüber. die stören den rhyth­mus auch nochmal gewaltig. und wenn dann noch leute unter­wegs sind, wird es wirk­lich fast zum par­cour, das lauf­train­ing.

aber deswe­gen war ich ja nicht dort. son­dern um venedig zu erleben und ken­nen­zuler­nen. das ist die stadt: ver­rückt. der reich­tum der ver­gan­gen­heit. und auch noch der gegen­wart. und dann zugle­ich auch der ver­fall: schon immer — zumin­d­est aber lange (man lese nur thomas mann) eine mor­bide stadt: liebt den tod. das ende. das verge­hen. das ver­fall­en. so sieht es da auch aus: über­all bröck­elt es. über­all ste­hen halbe ruinen rum, die noch bewohnt wer­den. sehr selt­sam. und dann daneben oder darin die prächtig­sten kul­turschätze.
die geschichte: wahnsinn. dieses selb­st­be­wusst­sein. bzw. die grandiose selb­stüber­he­bung und ‑ver­her­rlichung. da ist jede konz­ernzen­trale heute dreck dage­gen. und auch in dubai kann das nur schw­er zu top­pen sein. und die dichte an kun­st — das ist ein­fach über­wälti­gend. mir brummt jet­zt immer noch der kopf von den ganzen ein­drück­en. das muss ich jet­zt erst ein­mal alles noch men­tal sortieren. und hof­fentlich bin ich noch halb­wegs in der lage, das auseinan­derzuhal­ten …

skiurlaub 2009, #3

aller guten dinge sind ja bekan­ntlich drei. also habe ich mir in dieser sai­son den luxus gegön­nt, drei mal ski­fahren zu gehen. gut, das dritte mal war etwas kurz und teil­weise spar­tanisch. aber luxus trotz­dem. nach den ersten bei­den trips ins ziller­tal und nach ser­faus ging es jet­zt zum diesjähri­gen mono­ski-tre­f­fen — eigentlich ein pflicht­ter­min. dieses jahr auch im ziller­tal, allerd­ings gle­ich im ersten “richti­gen” skige­bi­et, dem hochziller­tal. und zwar von kaltenbach aus. das hotel der anderen lag natür­lich weit jen­seits mein­er finanziellen schmerz­gren­ze, aber ein zim­mer mit früh­stück kon­nte ich prob­lem­los organ­isieren. also fuhr ich am sam­stag gemütlich mit der bahn nach öster­re­ich. das war wirk­lich bequem: in mainz in den euroc­i­ty steigen, bis rosen­heim sitzen bleiben, noch ein­mal ein stück region­alzug bis jen­bach und dann mit der ziller­tal­bahn bis nach kaltenbach — ein­fach­er geht es kaum. und dank des lidl-tick­ets auch gar nicht teuer. das war ja auch nötig, denn der skipass schlägt natür­lich immer gut zu: 133 euro kosten vier tage. dafür gilt er dann auch im gesamten ziller­tal — was ich ja über­haupt nicht wollte. streng genom­men hätte ich noch nicht ein­mal das gesamte hochzillertal/hochfügen benötigt, das tat­säch­liche ski­fahren spielte sich an ganz weni­gen liften ab …

aber schön der rei­he nach: am sam­stag abend dann gle­ich noch das erste tre­f­fen mit den zahlre­ichen anderen mono­ski-begeis­terten. dank der franzö­sis­chen del­e­ga­tion um jean-philippe von duret waren wir dieses mal über zwanzig ver­rück­te. gut, viele ver­schwan­den in den näch­sten tagen wieder. aber trotz­dem, das war schon eine beachtliche truppe. am son­ntag ging es dann natür­lich früh los: um halb neun habe ich den ersten skibus (fast vor der haustür) genom­men, der mich im nu zur tal­sta­tion der gondel­bah­nen brachte. dort holte mich die real­ität dann erst­mal ein: der park­platz war schon ziem­lich voll für die frühe mor­gen­stunde. vor allem eine menge grup­pen standen da herum. aber es sollte dann im skige­bi­et doch nicht so schlimm wer­den, die leute haben sich wohl ganz gut verteilt. schon oben traf ich den ersten ver­sprengten — die masse der mono­ski­er wür­den erst später mit den test­skis von duret oben ein­tr­e­f­fen. das war auch die hauptbeschäf­ti­gung an den ersten bei­den tagen sozusagen: das heftige aus­pro­bieren der ver­schiede­nen ski­er. ver­bun­den natür­lich mit der üblichen schrauberei und kom­plizierten tauschak­tio­nen über mehrer glieder. irgend­wie hat­te aber immer jemand einen ski unter den füßen. und mehr ist ja nicht nötig, um glück­lich zu wer­den. zumal das wet­ter mit­spielte und uns neben reich­lich wun­der­barem weichen, grif­fi­gen schnee auch eine menge sonne bescherte. ich selb­st hielt mich mit dem testen zurück — momen­tan ste­ht eh’ keine neuan­schaf­fung an. der erste tag sieht dann auf dem dia­gramm so aus: skiline 22.3.2009. und abends war natür­lich — nach­dem ich zumin­d­est eine kleine laufrunde gedreht hat­te — gemütlich­es beisam­men­sein im hotel ange­sagt. schließlich mussten die test­s­ki für den näch­sten tag verteilt wer­den.

den mon­tag begann ich auf dem mono-cross, einem miniatur-mono­ski mit extremer tail­lierung (und vor allem hyper­bre­it­er schaufel). ein ganz lustiges, nettes gerät, bei dem mir (und nicht nur mir) aber nicht so ganz klar wurde, wofür das gut sein soll. gut, man kann schon ein biss­chen car­ven damit — aber auch nur, wenn man in ziem­lich heftiger rück­lage unter­wegs ist, son­st stört die bre­ite schaufel. aber die kürze macht sich dann doch ger­ade bei höheren geschwindigkeit­en, wie ich sie gerne fahre, eher unan­genehm bemerk­bar. irgend­wie hin­ter­ließ er mcih ein wenig rat­los. nach­mit­tags war ich dann auch noch kurz mit dem all-moun­tain 187 von duret unter­wegs, der mir auf der schaufel aber ein wenig träge war (die große fläche vor den füßen, die er in dieser länge hat, kommt meinem fahrstil nicht ent­ge­gen. der 177 hat sich mir da bess­er präsen­tiert). und zum schluss fuhr ich auch den esprit de glisse noch ein wenig über piste und abseits davon. auch kein schlechter ski, sehr treu und spursta­bil. aber auch nix, was mich gle­ich begeis­tert hätte. vielle­icht war ich aber auch inzwis­chen schon ein wenig müde (das merk­te ich ger­ade bein den abfahrten beim schnee-express zwis­chen den bäu­men mit peter, franz und kalle ziem­lich …). der mon­tag präsern­tiert sich dann so: skiline 23.3.2009. eigentlich hätte ich ja gerne auch noch den micro von iksonom aus­pro­biert, weil der so abso­lut unfahrbar aussieht — aber ihm ist lei­der kurz vor der mit­tagspause die bindung angeris­sen. er selb­st fuhr dann zum schluss — und auch die tal­ab­fahrt — einen alten tur­m­mono — aber so ele­gant und gekon­nt, als hätte er nie etwas anderes unter den füßen gehabt. und wer so ein ding mal gese­hen hat — ein nor­maler, klas­sis­ch­er ski mti einem gestell, auf dem so ca. 10 cm über dem ski bei­de füße nebeneinan­der (wie bei einem “nor­malen” mono) ste­hen — kann sich vorstellen, was das heißt …

dien­stag ver­ringerte sich die grup­pen­größe dann deut­lich. die fran­zosen waren nicht mehr da, auch son­st fehlten inzwis­chen einige. das machte aber immer­hin die koor­di­na­tion zwis­chen den fahrern ein­fach­er … über nacht hat­te es oben im skige­bi­et ca. 10–15 cm geschneit. und das bedeutet natür­lich, das wir wieder in die hänge der neben piste mussten — schließlich waren jet­zt alle spuren der vortage weg. und ein ger­ade in den oberen lagen heftiger wind sorgte dafür, dass das auch immer wieder wie frisch gepud­ert aus­sah (naja, fast immer­hin). mit der übung der let­zten tage ging das auch mit meinem eige­nen ski, der ja kein spezial­ist für so etwas ist, ziem­lich gut. und es machte ein­fach wahnsin­ni­gen spaß, so weich und lock­er durch den schnee zu gleit­en — einen spaß, den ich so beim ski­fahren sel­ten erlebt hat. das grandiose wet­ter — die früh­mor­gens noch herumhän­gen­den wolken hat­te der wind schnell ver­trieben — nutzen wir auch gle­ich noch für einige video-auf­nah­men im tief­schnee. und da musste ich natür­lich gle­ich mal einen spek­takulären sturz zeigen. aus­gelöst durch das ver­graben mein­er schaufel über­schlug ich mich sehr foto­gen, bei­de bindun­gen lösten aus und der tt ham­mer hing nur am sicher­heits­gurt (und schlug mir ein wenig gegen die beine, was für ein paar kleinere prel­lun­gen sorgte). das ein­steigen im tief­schnee am nicht ger­ade flachen hang dauerte dann ein biss­chen, vor allem weil peter mir meinen ski, ger­ade als ich ihn schön bere­it gelegt hat­te, noch ein­mal ein­staubte …
pün­klicht zur mit­tagspause ver­schlechterte sich das wet­ter zuse­hends, nach­mit­tags schneite es und war vor allem auf­grund der tiefliegen­den wolken sehr nebe­lig. da wir keine bessserung sahen und nichts gescheites mehr zum fahren fan­den, macht­en wir früh schluss — immer­hin hat­ten wir einen grandiosen vor­mit­tag gehabt:  skiline 24.3.2009. dafür bin ich dann zum aus­gle­ich etwas mehr gelaufen (wieder teil­weise trail hochziller­tal, den ich am mon­tag kom­plett (inklu­sive klet­ter­par­tie über die piste der tal­ab­fahrt) gelaufen war.)

der mittwoch. schon wieder der let­zte tag des urlaubs. und noch ein­mal neuschnee, dies­mal allerd­ings erhe­blich mehr als am dien­stag — so um die 50 cm dürften es zumin­d­est stel­len­weise gewe­sen sein. dafür war der schnee jet­zt aber schw­er­er und etwas nass­er als am dien­stag — und dadurch auch wieder ganz anders zu fahren. wir waren wieed­er vor­wiegend am neuhüt­ten­lift unter­wegs — die hänge unter und neben dem lift waren ein­fach zu ver­lock­end. und sie boten den gesamten vor­mit­tag genü­gend möglichkeit­en, frei stelle zu find­en. so sind wir ein­fach  immer hoch und gle­ich wieder runter (mit eini­gen kurzen video-inter­mezzi) gebret­tert. und wieder wie am dien­stag kam es auch mittwochs nach­mit­tags zu ein­er deut­lichen wet­ter­ver­schlechterung — die sicht wurde allerd­ings nicht ganz so schlecht wie am dien­stag. inzwis­chen waren wir aber so ziem­lich alle müde in den beinen — auch auf der piste war es anstren­gend, der viele lose, recht schwere schnee (trotz der not­prä­pa­ra­tion am mor­gen, die einige lifte erst verzöger starten ließ), der sich zu haufen türmte, sorgte für ordentliche anstre­gun­gen beim abfahren — mehr als im tief­schnee … nach drei abfahrten bis zur mit­tel­sta­tion waren kalle, eve­lyn und ich dann so fer­tig, dass wir es gut sein ließen und noch ein wenig in der wedel­stube den tag bzw. urlaub ausklin­gen ließen: skiline 25.3.2009

ich holte dann mein gepäck, lief zum bahn­hof, ver­sorgte mich dabei noch schnell im super­markt und machte mich auf den heimweg. super­pünk­tlich spuck­te mich der ice dann um 0:44 in mainz aus — zuhause bin ich dann nur noch ein­fach müde ins bett gefall­en (immer­hin war ich schon kurz nach sechs aufge­s­tanden, weil ich vor dem früh­stück gelaufen bin — danach war ja den ganzen tag keine zeit mehr), das aus­pack­en ver­schob ich auf den näch­sten tag. also ein toller urlaub beim mono­skitr­e­f­fen wieder ein­mal, bei dem ich einiges gel­ernt habe, vor allem abseits der pis­ten. und natür­lich auch und vor allem viel spaß mit den anderen “ver­rück­ten” gehabt, mit dem aus­tausch und der fach­sim­pelei über tech­nik und mate­r­i­al …

ergänzung: hier gibt es ein kleines video von mir im tief­schnee (inklu­sive sturz …)

skiurlaub 2009, #2

dies­mal ging es zwar wieder nach tiro, aber nach ser­faus. für mich eine neue erfahrung — in diesem skige­bi­et war ich vorher noch nie. aber es war bes­timmt nicht das let­zte mal. zwar ist der ort ziem­lich teuer — vor allem die unterkün­fte kosten eine menge geld — aber das skige­bi­et ist große klasse. schöne, eher schmale pis­ten. eine schöne gegend. wun­der­bare verbindun­gen zwis­chen den teilen (also vor allem zwis­chen ser­faus, fiss und ladis, aber auch inner­halb des recht aus­gedehn­ten ser­fauser teils).

die anreise am sam­stag war allerd­ings eher müh­sam. die auto­bah­nen waren in deutsch­land natür­lich wieder sehr voll, der übliche rei­sev­erkehr mit den üblichen staus — etwa vor & am albanstieg — eben. und der fer­n­pass war auch so voll, dass es nur noch im stop und go hoch und wieder runter ging. in imst sucht­en wir verge­blich den hofer, um unsere lebens­mit­telvor­räte für die woche zu ergänzen, bis joachim auf die idee kam, dass der in lan­deck doch viel prak­tis­ch­er liegt … den hat­ten wir dann tat­säch­lich schnell gefun­den und die autos noch ein wenig voller geladen. ab dort ging es dann weit­er ins inntal hin­auf, bis zum abzweig nach ser­faus. die straße führt dann am tal­hang in 12 (durch­num­merierten) kehren auf kurze strecke fast 1000 höhen­meter hin­auf auf das terassen­plateau, auf dem ser­faus, fiss und ladis (in umgekehrter rei­hen­folge) liegen — mit prächtigem aus­blick über das tal. in ser­faus war ger­ade ziem­lich viel betrieb — die ski­fahrer kamen von der piste zurück, die let­zten urlauber ver­schwan­den, neue kamen … unsere unterkun­ft fan­den wir sofort, sie lag ja auch super zen­tral am kirch­platz. und damit direkt an der u‑bahn-sta­tion. denn so ver­rückt es klingt, ser­faus hat eine miniatur-u-bahn unter der haupt­straße, die vom großen park­platz am ort­sein­gang über zwei sta­tio­nen zur seil­bahn-tal­sta­tion am anderen dor­fende führt — eine wun­der­bar prak­tis­che und schnelle möglichkeit, mor­gens ins skige­bi­et zu kom­men und abends zurück. aber auf dem rück­weg war sie nur bed­ingt nötig, weil man eine tal­ab­fahrt prob­lem­los bis zur dorfmitte ver­längern kon­nte und dann nur noch wenige meter zu gehen hat­te. laufen musste ich an diesem tag nicht mehr, das hat­te ich mor­gens in darm­stadt erledigt, um für den ersten skitag am son­ntag so aus­geruht wie möglich zu sein ;-).

der erste tag auf der piste also. es sollte einiges passieren … wir schafften es trotz kartenkauf etc., ziem­lich genau um 9 uhr in die erste gondel­bahn einzusteigen. schnell ori­en­tierten wir uns in rich­tung pezid­bahn. dort gibt es zwei sehr schöne und teil­weise ordentlich steile schwarze pis­ten. bei her­rlich­stem wet­ter — viel sonne vor allem — stürzten wir uns also mehr oder weniger schnell die pis­ten hin­unter. und ich zusam­men mit markus und heike, die schon sam­stags in ser­faus unter­wegs gewe­sen waren, auch in die unprä­pari­erten hänge neben der piste. das ging vom ersten moment an erstaunlich gut und machte eine menge spaß — so langsam werde ich mit dem mono auch dort immer sicher­er. ich tum­melte mich ger­ade dort, etwas abseits, als joachim schein­bar unfrei­willig beschloss, den geschwindigkeit­sreko­rd auf der pezid­ab­fahrt zu brechen. bei ein­er welle kam er dann ordentlich ins fliegen, hat­te nach der lan­dung enor­men speed. und beim näch­sten bogen zer­fet­zte es ihn dann. oder bess­er gesagt: seine bindung. und zwar so ziem­lich total: an bei­den skiern waren nur noch trüm­mer übrig — die eine fersen­back fehlte kom­plett, das vordere gehäuse an mehreren stellen gebrochen. und am anderen ski hat­te sich der vordere bindung­steil kom­plett vom ski gelöst — die kun­st­stof­fverbindung war gebrochen. so etwas habe ich noch nie gese­hen … ihm selb­st ist dabei zum glück nichts passiert und nach einigem hin und her glit­ten thorsten und er auf jew­eils einem ski zur tal­sta­tion der pezid­bahn hin­unter. dort wurde er dann von einem ski­bob abge­holt — ohne ski­er kommt man von dort näm­lich eigentlich nicht weg. und der näch­ste ver­leih war an der mit­tel­sta­tion der kom­perdell-lazid-bahn … anson­sten war der son­ntag aber ein wun­der­bar­er skitag. der schnee war grif­fig, die pis­ten prä­pari­ert, das wet­ter gut — wie meist in dieser woche eher warm, eigentlich nie unter 0 °C.

auch der mon­tag bot eher wenig über­raschun­gen. wir erkun­de­ten weit­er das skige­bi­et, fan­den noch eine schöne vari­ante zwis­chen pezid und arrezjoch. die carv­er schossen sich schon ein wenig auf die pis­ten am plansegg ein — da bot sich ein schönes spielfeld für sie. der dien­stag zeigte sich dann mit deut­lich wech­sel­hafterem wet­ter. nach­dem es den ganzen tag bewölkt und leicht nebe­lig war, set­zte gegen mit­tag noch recht ordentlich­er schneefall ein, der uns dann schon recht früh, gegen 14 uhr, von der piste nach hause trieb. das bot mir immer­hin gele­gen­heit, mal etwas mehr zeit zum laufen zu haben. die ersten bei­den tage war da noch nicht viel bei herumgekom­men — ich suchte noch passende wege und ver­suchte mich an die steilen hänge zu gewöh­nen. am dien­stag brachte ich dann immer­hin knapp 10 kilo­me­ter zusam­men. und fand einige schöne stellen. es macht näm­lich trotz der anstren­gung und selb­st bei ver­gle­ich­sweise schlechtem wet­ter eine menge spaß, in ver­schneit­en bergen und wälder zu laufen — so lange man wege hat, die planiert wur­den und man nicht durch tief­schnee stapfen muss. das propierte ich für ziem­lich genau fünf schritte — jew­eils inklu­sive einsinken im schnee bis fast an den schritt: das war der­maßen erschöpfend, dass ich schnell wieder halb­wegs fes­ten boden unter den füßen suchte.

der mittwoch bescherte uns dann schon wieder ganz anderes wet­ter: föhn war ange­sagt. und der brachte ziem­lich starke winde mit sich, so dass vor allem vor­mit­tags der seil­bahn- und lift­be­trieb doch einiges eingeschränkt wurde. aber ein gutes hat­ten die kräfti­gen winde: sie bliesen die wolken hin­weg. mor­gens war alles noch ziem­lich ver­hangen. aber spätestens ab mit­tag über­wog wieder der blaue him­mel und die strahlende sonne. das machte dann so viel spaß, dass wir bis zum endgülti­gen schluss der lifte auf den pis­ten blieben und deshalb erst nach 16 uhr auf die tal­ab­fahrt kamen.  da kon­nte der don­ner­stag dann über­haupt nicht mithal­ten: wieder war das wet­ter verän­dert. allerd­ings nicht zum besten. denn dick­er und ziem­lich beständi­ger nebel hing in den bergen. wenn man glück hat­te, war man zur richti­gen zeit am richti­gen ort und kon­nte kurze, min­i­male auflockerun­gen genießen. da aber die wolk­endecke ins­ge­samt aus­ge­sprochen niedrig hing, war die sicht durch das extrem dif­fuse licht aus­ge­sprochen gewöh­nungs­bedürftig, um nicht zu sagen schlecht. dazwis­chen kam immer wieder leichter schneefall, der sich zum abend hin noch ver­stärk­te. die pis­ten waren zwar in sehr gutem zus­tand und es war ziem­lich wenig betrieb, aber auf­grund der eingeschränk­ten sicht war das fahren doch recht anstren­gend. auch am fre­itag blieb uns der nebel und der schneefall weit­ge­hend erhal­ten. trotz­dem war auf den pis­ten noch eine menge spaß zu haben. und auch auf der einen skiroute, die ich dann doch noch gefahren bin, der schleif­plat­ten­route an der oberen schei­d­bahn. die war zwar im ober­sten stück nicht nur sakrisch steil, son­dern auch sehr unan­genehm ungle­ich­mäßig ver­buck­elt. da ver­lor ich dann endgültig noch einen teller mein­er skistöcke, die eh schon stark in mitlei­den­schaft gezo­gen waren. und ohne teller macht das fahren abseits der piste doch erstaunlich wenig spaß ;-). aber die schwarzen pis­ten waren noch ziem­lich gut zu fahren, vor allem die an der oberen schei­d­bahn und am pezid. und auch die wald­ab­fahrt vom alp­kopf hin­unter hat­te noch ihren reiz. zwar war die rote piste ziem­lich zer­fahren. aber am rand blieben so ander­halb meter, wo sich der schöne lose und weiche schnee sam­melte — da stürzte ich mich noch einige male herab. aber irgend­wann — lei­der schon vor 16 uhr — waren meine ober­schenkel dann ein­fach hinüber. das viele fahren auf schw­eren, steilen pis­ten und die nicht ger­ade leicht­en lauf­streck­en macht­en sich bemerk­bar. zur krö­nung ver­längerte ich meine laufrunde dann am fre­itag auch zu ein­er richti­gen runde auf über 11 kilo­me­ter: über den beutelkopfweg zur bergsta­tion des sun­lin­ers, von dort über den panora­ma-genuss-wan­der­weg hinüber zum kom­perdell und nach eini­gen stück­en skip­iste quer zum hang zurück nach ser­faus — mit abstand die schön­ste strecke der woche, her­rliche aus­blicke trotz mit­tel­prächti­gen schneefalls …

die heim­reise ver­lief dann eher unspek­takulär — da wir rel­a­tiv früh starteten, waren wir zwar im dicht­en verkehr und schneefall unter­wegs, blieben aber wenig­stens von größeren staus ver­schont. und schon wieder war eine woche ski­fahren vorüber …

fotos habe ich natür­lich doch wieder nur sehr wenige gemacht — das aus­pack­en etc. ist immer zu umständlich … aber ein paar sind hier immer­hin:

skiurlaub 2009, #1

am mon­tag, den 5.1., ging es also los. der bus war schon am son­ntag abend gepackt (und die frage, wem welche ski­er gehören, war auch gek­lärt), mein mono­ski ruhte san­ft in dem haufen der duo-lat­ten der anderen. früh­mor­gens sam­melten wir uns also um den bus — christoph, christoph, maike, volk­er und ich. und etwas ganz außergewöhn­lich­es in erbach: richtiger schnee. der machte das fahren dann ein wenig unlustig, denn geräumt war noch erstaunlich wenig. bis neckar­sulm tuck­erten wir also recht vor­sichtig unseres weges. auf der auto­bahn lief es dann aber prächtig, so dass wir doch schon nach ziem­lich genau sechs stun­den am ende des ziller­tals in das tux­er tal hin­auf­fuhren und auch ganz prob­lem­los unsere ferien­woh­nung auf dem hon­snhof in vorder­lan­ers­bach fan­den. die war mit zwei schlafräu­men und gemütlich­er wohnküche sehr angenehm aus­ges­tat­tet (und vor allem außeror­dentlich gut geheizt). schnell hat­ten wir uns ein­gerichtet und christoph auch schon die playsta­tion angeschlossen — der urlaub kon­nte also so richtig los­ge­hen. doch halt — vorher mussten wir für den anderen christoph noch ski­er und schuhe besor­gen. dafür stat­ten wir ste­fans skistall einen besuch ab, während der rest der gruppe schon ein­mal die liftkarten kaufte.
am näch­sten tag, heilige drei könige, ging es dann endlich auf die piste. zwar nicht ganz so früh, wie ich das gerne gehabt hätte ;-), aber noch zu ein­er annehm­baren zeit (und es wurde mit jedem tag bess­er …). endlich kon­nte mein snow­shark wieder schnee schnup­pern! schon die ersten schwünge macht­en klar: das funk­tion­iert trotz langer som­mer­pause noch bestens. gut, die pis­ten auf dem rastko­gel und penken, wo wir den ersten tag ver­bracht­en, waren auch ordentlich prä­pari­ert. schnee hat­te es allerd­ings eher wenig — 110 cm kon­nte ich da nir­gends ent­deck­en. an nicht weni­gen exponierten stellen kamen nach­mit­tags gras und steine zum vorschein. das lag vielle­icht aber auch daran, dass rel­a­tiv viel betrieb war auf den pis­ten. wir hat­ten aber trotz­dem eine menge spaß, gle­ich schon am ersten tag. die eher zurück­hal­tenden ski­fahrer der gruppe sorgten auch gut dafür, dass ich mich immer wieder aus­ruhen kon­nte …
so sah der erste tag also aus:  skiline 6.1.

nach dem recht frühen schluss auf der piste  zog ich mir erst ein­mal die lauf­schuhe an (viel wurde es am ersten tag nicht, dafür ein schönes stück auf einem wan­der­weg durch den wald am hang ober­halb unser­er ferien­woh­nung). und nach dem tafeln war natür­lich wieder arbeit ange­sagt (zumin­d­est für die män­ner): spueltrupp

auch am mittwoch starteten wir wieder am rastko­gel. nach eini­gen wun­der­schö­nen (und vor allem schnellen) abfahrten am hor­bergjoch — die pis­ten waren wieder schön hart und glatt prä­pari­ert, es war recht wenig betrieb — wan­derten wir wieder hinüber zu penken, zum nord­hang und knor­ren sowie ins schneekar, wo es eine nette schwarze piste gibt. mit­tagspause macht­en wir an der neuen hütte “check point”, eine sehr schön gele­gene, son­nige hütte. denn das wet­ter war nach der leicht­en bewölkung des ersten tages per­fekt: sonne pur, keine einzige ein­trübung, aber noch aus­re­ichend kalt, damit der schnee nicht allzu weich wurde und hin­weg schmolz.
so sahen wir am start zur panora­maab­fahrt (wirk­lich eine der schön­sten pis­ten dort, nicht nur der aus­sicht wegen, son­dern auch ihrer hänge wegen):

gruppenbild

so, das war also schon fast der zweite tag (die harakiri-piste sind wir natür­lich auch hin­unter gebraust. das war aber kein beson­der­er spaß, weil auch die ger­ade oben, wo sie eh’ nicht so ein­fahc ist, bru­tal hart gefroren war. da rutschen selb­st die ski­fahrer mit ihren zwei lat­ten ganz schön hin und her). denn danach macht­en wir uns schon bald wieder auf in rich­tung tal. dies­mal über die skiroute (die eigentlich keine ist, son­dern ein durch­weg prä­pari­ert­er verbindungsweg) auf die eggalm, weil nur von dort eine tal­ab­fahrt nach vorder­lan­ers­bach führt. auch für diesen tag wieder die dat­en: skiline 7.1.

am don­ner­stag wech­sel­ten wir das skige­bi­et und erkun­de­ten den tux­er gletsch­er. hier war es zwar ein kleines biss­chen käl­ter, aber dafür auch garantiert weiß … und auch hier gibt es dur­chaus einige schöne abfahrten. vor allem weil ich bei dem her­rlich­sten son­nen­schein volk­er und christoph dies­mal den schlegeis-lift schmack­haft machen kon­nte — daneben war auch mal ein kleines biss­chen off-piste ange­sagt, obwohl der schnee auch dort schon sehr hart, fast schon so fest wie auf der piste, und bere­its reich­lich zer­fahren war. nach dem skitag (die ski­line zeigt nicht alle lift­fahrten, weil auf dem gletsch­er einige lifte ohne kon­trolle laufen: skiline 8.1.) auch am don­ner­stag war nach dem ski­fahren für mich natür­lich laufen ange­sagt. christoph kam mit und hat­te dann lei­der ziem­liche prob­leme mit ein­er alten kniev­er­let­zung, die wed­er den unruhi­gen unter­grund des win­ter­wan­der­weges noch die stärk­eren stei­gun­gen hin­auf und hinab gut vertrug — und ihn dann lei­der auch am let­zten tag beim ski­fahren noch ein­schränk­te.

der let­zte tag führte uns ein weit­eres mal auf den rastko­gel — wieder starteten wir am hor­bergjoch, zogen dann über die wan­glspitz weit­er zu knor­ren und schneekar. da hat es mich dann auf der schwarzen piste beim zweit­en mal tat­säch­lich noch hin­gelegt: auf­grund eines ziem­lich blödsin­nig und unaufmerk­sam falsch platzierten stock­ein­satzes kippte ich im steil­hang ein­fach schön nach vornüber, rutsche dann ein gutes stück bäuch­lings mit dem kopf voran die piste hin­unter, bis ich endlich den ski wieder nach unten bekam. das war bes­timmt ein nettes spek­takel für die leute im lift, der natür­lich just in diesem moment still­stand … unten, am ende der piste, hat­te ich dann aber trotz­dem noch genü­gend zeit, mich vom schnee zu säu­bern, bevor die anderen wieder zu mir stießen. auf unserem nach­mit­täglichen weg zur eggalm wur­den wir dann lei­der von ein­er lift­panne am eggalm-nord-ses­sel aufge­hal­ten, die das ganze ziem­lich verzögerte und auch ein wenig die lust nahm, den tag bis zum schluss auszureizen. deshalb sieht die ski­line so aus: skiline 9.1.

dafür war der sport an diesem tag noch nicht erledigt — ich ging selb­stver­ständlich auch wieder laufen. vor allem aber aßen wir auf der gri­eralm zu abend und rodel­ten dann die knapp fünf kilo­me­ter nach lan­ers­bach hin­unter. ein ziem­lich rup­piges und ras­antes vergnü­gen, aber nicht so ganz mein fall …: rodeln

die rück­reise ging dann so prob­lem­los von­stat­ten (sieht man mal von dem zunächst aus­ge­fal­l­enen niveauaus­gle­ich der hin­ter­radfederung des busses ab), dass wir auf­grund der frühen abfahrt­szeit (6.30) tat­säch­lich schon pünk­tlich zum mit­tagessen wieder daheim waren.

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