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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Wirklichkeit

„Wirk­lich­keit ist ein ande­res Wort für das, wor­an Zeu­gen sich erin­nern.“ (Juli Zeh, Spieltrieb)

Mehr als Marathon: Das „Handbuch Ultralauf“

Da ist es also end­lich, das „Hand­buch Ultralauf“—dann soll­ten jetzt ja end­lich mal alle Fra­gen geklärt sein. Sie sind es natür­lich nicht, ganz im Gegen­teil. Und das ulti­ma­ti­ve Hand­buch erscheint auch noch in der Runner’s‑World-Reihe—ist Ultra­l­auf jetzt end­gül­tig Main­stream gewor­den? Nein, auch das nicht—das Hand­buch weist selbst auf die tlw. sta­gnie­ren­den, tlw. mini­mal stei­gen­den Zah­len der Läu­fer und Läu­fe­rin­nen hin.

Wolf­gang Olbrich, Sport­wart der DUV, ver­sucht sich hier also am Rund­um­schlag: Von der Geschich­te des Ultra­ma­ra­thon­laufs bis zu spe­zi­fi­schen Trai­nings­plä­nen ist über Trai­nings­grund­la­gen, Aus­rüs­tung, men­ta­les Trai­ning, Ernäh­rungs– und ortho­pä­di­sche Fra­gen so ziem­lich zu jedem „Pro­blem“ des Ultras hier etwas zu fin­den. So rich­tig begeis­tern konn­te mich das Buch aber trotz­dem nicht.

Das fängt schon am Anfang an: Die ers­ten 36 Sei­ten (kein unbe­trächt­li­cher Teil des Umfangs also) sind eigent­lich ver­schenkt. Da wird aus­führ­lich die Situa­ti­on der Ver­bän­de (inklu­si­ve ihrer Komit­tees und deren Vor­sit­zen­den) und der Meis­ter­schaf­ten auf natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Ebe­ne referiert—ist das wirk­lich nötig? Die DUV wird (natür­lich) sehr pro­mi­nent dar­ge­stellt (inklu­si­ve der „inter­nen Strei­tig­kei­ten“ …—den VFUM hät­te man, bei aller Anti­pa­thie, hier durch­aus auch mal erwäh­nen kön­nen). Auch die rest­li­chen Ver­bän­de wie DLV und IAU bekom­men viel Raum. Und das gleich am Anfang, direkt nach eini­gen kur­so­ri­schen Bemer­kun­gen zur Geschich­te des Ultra­l­aufs.1

Das Fazit nach dem ers­ten Fünf­tel also: Wenig hilf­reich bis­her. Doch dann geht’s los: Kapi­tel 6–8 zei­gen die Trai­nings­grund­la­gen für den Ultra­l­auf. Hier beschreibt Olbrich dann doch wie­der erst ein­mal die übli­chen Trainingsformen—extensive und inten­si­ve Dau­er­läu­fe, Inter­val­le, Fahrt­spie­le … -, aber wenigs­tens schön knapp, obwohl er mehr­mals dar­auf hin­weist, dass er genau das eigent­lich vor­aus­setzt (zusam­men mit mehr­jäh­ri­ger Mara­thon­erfah­rung). Vor allem tut er es aber mit spe­zi­el­ler Berück­sich­ti­gung der lan­gen Distan­zen und geht auch auf Aus­gleichs­trai­nings (Deh­nen, Kräf­ti­gungs­übun­gen) und Lauf-ABC jeweils knapp ein.

Dem fol­gen kur­ze (wirk­lich aus­führ­lich ist in dem Hand­buch eben nichts) Kapi­tel zur Ernäh­rung (Olaf Hüls­mann), zu Pro­ble­men des Magen-Darm-Trakts beim lan­gen Lau­fen (Ste­fan Hin­ze), zu ortho­pä­di­schen Aspek­te der lan­gen Belas­tung (Diet­mar Göbel), zu men­ta­len Aspek­ten des Ultras und schließ­lich noch 25 Sei­ten Trai­nings­plä­ne (50km, 100km, 24h, Etappenläufe).

Die abschlie­ßen­den 12 Sei­ten zur „Aus­rüs­tung“ waren wohl Pflicht für die Spon­so­ren,2 sind für den Läu­fer aber eher unnötig—schließlich ist das Hand­buch laut Ein­lei­tung doch aus­drück­lich für Ath­le­ten gedacht, die „bereits seit meh­re­ren Jah­ren im Lauf­be­reich trai­nie­ren“ (11)—was ja auch sinn­voll ist, bevor man den ers­ten Ultra angeht. Genau die­se Sport­ler wis­sen aber doch schon, was man beim Lau­fen anziehn soll­te, das es Puls­mes­ser und GPS-Uhren gibt …

Ganz zum Schluss kommt noch ein kur­zer Lite­ra­tur-Anhang mit sehr aus­g­wähl­ten Titeln: (Basis-)Literatur zum Lau­fen all­ge­mein und zur Trai­nings­leh­re fehlt kom­plett (obwohl z.B. beim Noa­kes doch auch was zum Ultra­l­auf drin steht), die Lis­te führt fast aus­schließ­lich medi­zi­ni­sche (gas­tro-ente­ro­lo­gi­sche und ortho­pä­di­sche, auch psy­cho­lo­gi­sche) Untersuchungen/​Artikel an.3

Also: Den Titel „Hand­buch“ hal­te ich für etwas über­trie­ben, sowohl hin­sicht­lich des Inhalts als auch des Umfangs von 192 sei­ten (inkl. ver­schie­de­ner Lauf­be­rich­te, die mir teil­wei­se schon bekannt vor­ka­men, aus der UM oder den ent­spre­chen­den Inter­net­quel­len?, und kur­zen Läu­fer­por­träts, die aber sehr sche­ma­tisch gera­ten sind und die Per­so­nen kaum vor­stel­len. Es blei­ben dabei 180 Sei­ten eigent­li­cher Text der Kapi­tel 1–18 (mit vie­len, nicht immer aus­sa­ge­kräf­ti­gen Fotos). Wenn man die Ver­an­stal­tungs­be­rich­te und Por­träts raus­nimmt, sind es noch 136 Sei­ten, davon aber auch 25 Sei­ten Defin­in­ti­on, Ultra-Geschich­te, die Dar­stel­lung der Ver­bän­de, Meis­ter­schaf­ten und gro­ßer Ver­an­stal­tun­gen (kurz beschrie­ben wer­den: Com­ra­des, Biel, Bad­wa­ter, Spar­t­ath­lon, Rod­gau, Kien­baum und Renn­steig)—letzt­lich blei­ben also nur noch gut 100 Sei­ten für den eigent­li­chen Inhalt übrig—kein Wun­der, dass mir vie­les etwas ober­fläch­lich dar­ge­stellt schien.

Ohne Zwei­fel wer­den alle wich­ti­gen Aspek­te abge­han­delt, aber zum Teil eben nur beschrei­bend, ohne ver­nünf­ti­ge, d.h. wirk­lich hel­fen­de Hand­lungs­emp­feh­lun­gen (ins­be­son­de­re im Bereicht der Ernäh­rung und Ver­dau­ung, zum Teil auch ein­fach nur seh abs­trakt und wenig konkret.

Das Pro­blem, wes­we­gen das Hand­buch mir so unbe­frie­di­gend scheint, ist wohl fol­gen­des: Ers­tens ist Vie­les, gera­de das grund­le­gen­de Wis­sen, in den gro­ßen Büchern zum (Marathon-)Laufen auch schon in den ver­schie­dens­ten Aus­prä­gung aus­rei­chend erklärt und beschrie­ben. Und zwei­tens gibt es zum Ultra­l­auf kei­ne bzw. nur weni­ge wirk­lich all­ge­mein gel­ten­den Ver­fah­rens­wei­sen, was die Aus­ge­stal­tung des Trai­nings im Detail z.B. betrifft, oder was die Ernäh­rung wäh­rend des Wett­kamp­fes angeht—und das muss Olbrich, der ja ohne Zwei­fel Ahnung und aus­rei­chen­de Erfah­rung hat und auch vie­le Läu­fer und Ver­an­stal­tun­gen gut kennt, eben immer wie­der kon­sta­tie­ren. Mich hat das ein wenig unbe­frie­digt hin­ter­las­sen, bei der Lektüre.

Dazu kommt noch (wie­der ein­mal) ein unzu­rei­chen­des Lektorat—sprachlich mit­tel­mä­ßig, wech­selt der Text z.B. zwi­schen Duzen und Sie­zen, Satz­feh­ler etc.—das ärgert mich immer ein biss­chen. Das geht schon damit los, dass Umschlag und Titel sich nicht einig sind, wie das Buch über­haupt heißt. Und das setzt sich im Text eben fort­wäh­rend fort. Das ist für Hob­by­pu­bli­ka­tio­nen o.k., ent­spricht aber nicht mei­nem Anspruch an offi­zi­el­le Verlagsveröffentlichtungen.

Viel Geme­cker also hier. Trotz­dem für den Ein­stei­ger sicher­lich nett und hilf­reich. Es geht aber eben auch besser—behaupte (und den­ke) ich. Ich ver­mu­te, es war den Autoren ein­fach nicht klar genug, was das werden/​sein soll: Ein Hand­buch für Ultra­l­äu­fer? Für am Ultra­ma­ra­thon Inter­es­sier­te? Soll es den Ultra­l­auf populär(er) machen oder dem Ultra­l­äu­fer, ob Anfän­ger oder Fort­ge­schrit­te­ner, als Nach­schla­ge­werk zur Sei­te ste­hen? Es will dann irgen­de­wie alles—und schafft dann nichts rich­tig befriedigend.

Wolf­gang Olbrich: Hand­buch Ultra­l­auf [Mehr als Mara­thon! Trai­nings­plä­ne für 50 Km und mehr, Men­tal­trai­ning, Ernäh­rungs­tipps]. Aachen: Mey­er & Mey­er 2011 (Runner’s World). 192 Sei­ten. ISBN 978–3–89899–657–0. 19,95 Euro.

Show 3 footnotes

  1. Die­se Geschich­te müss­te man wohl eigent­lich noch/​mal schrei­ben, aus Sicht des His­to­ri­kers ist das alles sehr unbe­frie­di­gend. Denn in der Geschichts­wis­sen­schaft pas­siert da ja durch­aus eini­ges, v.a. im Bereich der Kör­per­ge­schich­te und der Kul­tur­ge­schich­te über­haupt, was hier hin­pas­sen könn­te. Aber das nur so neben­bei. ↩
  2. Das ist ja eine ech­te Unsit­te der Sport­bü­cher, gera­de im Bereich Aus­rüs­tung, so etwas immer wie­der heranzuziehen—das ärgert mich immer wie­der. Das „Hand­buch Ultra­l­auf“ ist, wie vie­le ande­re solch Bücher, trotz­dem nicht bil­lig, zudem auch noch mit „Runner’s World“-Kooperation (die sind ja auch kein Fach­blatt für Ultra­di­stan­zen …)—muss die­se Wer­bung für Polar (die angeb­lich das bes­te Com­pu­ter­pro­gramm zur Aus­wer­tung haben—SportTracks als Alter­na­ti­ve wird nicht ein­mal erwähnt) und Gore wirk­lich sein? ↩
  3. Und den kurio­sen Ein­trag „Wiki­pe­dia“ fin­det man noch: Unge­nau­er geht es ja eigent­lich nicht mehr—Was und Wann war das denn, in wel­cher Sprach­ver­si­on?, da fehlt wirk­lich nur noch die Quel­len­an­ga­be „Inter­net“. ↩

Gedanken

„Gedan­ken sind gefähr­lich. Sie gra­ben sich Gän­ge, vie­le Gän­ge, in denen man sich auf­hal­ten kann, ohne mehr das Gesamt­ge­bil­de zu erfas­sen.“ (Nico­le Kegan, Schwimmen)

Reinraummusik: Die King’s Singers in St. Stephan

So rich­tig begeis­tern konn­te ich mich beim Auf­tritt der King’s Sin­gers in Mainz nicht: Per­fekt into­niert, ohne Fra­ge – aber alles auch per­fekt rou­ti­niert, vom Auf-die-Büh­ne-Schrei­ten bis zur Hand­hal­tung alles minu­ti­ös ein­stu­diert: Raum für Spon­ta­nei­tät, für Begeis­te­rung (der Musi­ker selbst) gibt es hier nicht. Des­we­gen wird’s auch mal lang­wei­lig. Denn auch ein wahn­sin­nig pro­fes­sio­nel­ler, nahe­zu per­fek­ter Ensem­ble­klang ist allei­ne auf Dau­er nur mäßig befrie­di­gend. Aber trotz­dem schön anzuhören ;-)

Wenn es so etwas wie könig­li­che Rein­heit gäbe – hier wäre es zu hören. Denn wenn die King’s Sin­gers etwas beherr­schen, dann ist es die mühe­lo­se Per­fek­ti­on der rei­nen Into­na­ti­on. Eine naht­lo­se, unzer­brech­li­che Ein­heit bil­den die­se sechs Sän­ger, vom ers­ten Ein­at­men bis zum letz­ten­Ver­klin­gen. Und selbst die Hand­hal­tung und das pro­fes­sio­nel­le Lächeln sind bei allen gleich – Unter­schie­de gibt es nur in der Haartracht.

Mit unwi­der­steh­li­cher Rou­ti­ne pro­du­zie­ren die King’s Sin­gers einen Ver­schmel­zungs­klang, der wahn­sin­nig machen kann. Zusam­men bil­den sie etwas ganz Ein­zig­ar­ti­ges, bei dem es fast egal ist, was sie sin­gen. In St. Ste­phan, wo sie im Rah­men des Rhein­gau Musik­fest­vals gas­tier­ten, war das zunächst ein Grün­don­ners­tags-Pro­gramm rund um den gre­go­ria­ni­schen Cho­ral „Pan­ge lin­gua“. Da macht es auch nichts, das die Kar­wo­che schon eini­ge Zeit zurück liegt: Hier geht es nur um die Musik, und da vor allem um den puren Klang – die Tex­te und Inhal­te spie­len nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. In St. Ste­phan waren die Wor­te nur aus­nahms­wei­se zu erah­nen, ver­ste­hen konn­te man die Text schon gar nicht.

Schön ist die­se Musik trotz­dem. Und das ist die Haupt­sa­che, egal ob es um Motet­ten von Car­lo Gesu­al­do oder von Anton Bruck­ner geht, ob Mau­rice Duru­flés „Tan­tum ergo“ oder Tomas Luis de Vic­to­ri­as „Popu­le meus“ erklingt. Die Dif­fe­renz zwi­schen 16. und 20. Jahr­hun­dert wird mühe­los über­brückt, die Unter­schie­de ver­schwim­men: Das sind ein­fach die King’s Sing­rs – fer­tig. Und das heißt: Wohl­klang pur, immer wie­der, egal, wel­che Noten gera­de auf dem Pult lie­gen. Schon das lang­sa­me Aus­klin­gen der Schluss­ak­kor­de allein ist dabei jedes Mal wie­der bezau­bernd, wie sie immer wei­cher wer­den und sich im Raum auf­lö­sen – sol­che Fein­hei­ten bie­tet kaum ein ande­res Ensem­ble so über­zeu­gend. Aber beson­ders span­nend ist das nicht, weil außer dem extrem gleich­mä­ßig, unge­mein rein aus­ge­form­ten Wohl­klang für die sechs Eng­län­der wenig ande­res zählt. Ein klei­nes Cre­scen­do ist da schon fast eine Sen­sa­ti­on. Denn die zar­te Zer­brech­lich­keit des per­fek­ten Vokal­klangs ist eben immer in Gefahr – da wür­de über­mä­ßi­ge Expres­si­vi­tät nur scha­den. Und scha­de wäre es wirk­lich, wür­de die­ser Wohl­laut zer­stört. Doch das pas­siert den King’s Sin­gers nie, ihr ein­zig­ar­ti­ger a‑cap­pel­la-Klang bleibt auch an die­sem Abend ungebrochen.

Nomen est omen. Titel und Namen

War­um? War­um nur? War­um ist es nach über 90 Jah­ren nicht in den Köp­fen ange­langt, dass es in Deutsch­land kei­nen Adel mehr gibt? Und dass es dem­entspre­chend auch kei­ne Adels­ti­tel mehr geben kann?
Johan Schloe­mann schreibt in der heu­ti­gen Süd­deut­schen Zei­tung einen net­te klei­nen Text über die Unnö­tig­keit und Kon­tra­pro­duk­ti­vi­tät der deut­schen Pra­xis, den Dok­tor­grad in den Per­so­nal­aus­weis ein­tra­gen las­sen zu kön­nen. Und dann, nach­dem er durch­aus tref­fend und schön dar­ge­stellt hat, wie unnö­tig das alles ist, wie es den Dok­tor vom aka­de­mi­schen Titel zum Protz­werk und (angeb­li­chen) Kar­rier­boos­ter macht, kommt wie­der der blö­des­tes Feh­ler von allen, der in Deutsch­land seit fast 100 Jah­ren unend­lich per­p­etu­iert wird: Frei­herr wird zum Titel, der im Aus­weis steht: „… anders als ein ererb­ter Titel wie ‚Frei­herr’.“ Inzwi­schen bin ich ja dafür, allen, die sich öffent­lich bemerk­bar machen, eine Zwangs­schu­lung in Gschich­te und Gegen­wart zukom­men zu las­sen. Da soll­ten sie unter ande­rem ler­nen: In Deutsch­land gibt es kei­nen Adel. Die Adels­ti­tel sind seit der Wei­ma­rer Repu­blik abge­schafft – per Gesetz.1 Das gan­ze Gelump mit Frei­herr, Graf, Fürst, was weiß ich – das sind nur Namens­be­stand­tei­le (eben aus­nahms­wei­se dekli­nier­te Tei­le) von groß­ko­zer­ten Hoch­stap­lern, deren Gel­tungs­sucht durch die fort­wäh­ren­de Wei­ter­füh­rung des gan­zen als „Adel“ nur wei­ter bedient wird. Denn wenn der Adel und sei­ne Titel legit­la­tiv abge­schafft wur­de, bekommt der ehe­ma­li­ge Titl als Namen nur durch die Zuschrei­bung in der Per­for­manz über­haupt einen Wert. Denn Adel heißt: Vor­rech­te kraft Geburt. Das gibt es in der BRD nicht, das ver­hin­dern Grund­ge­setz und Gleich­heits­grund­satz – schon mal gehört? Des­halb soll­te man so einen abso­lu­ten hane­büch­nen Blöd­sinn nicht mehr ver­brei­ten. Auch in einer „Qua­li­täts­zei­tung“ nicht – haben die inzwi­schen nie­man­den mehr, der ein biss­chen Ahnung hat? Und das fast per­ver­se dar­an ist: Schloe­mann ist pro­mo­viert – so weit ich weiß, in klas­si­scher Phi­lo­lo­gie. Er soll­te also doch eigent­lich so etwas wis­sen, so bana­le Din­ge wie Adel und Gleich­heit begrif­fen haben … Aber er – und sei­ne Zei­tung tut das per­ma­nent eben­so – ent­schei­den sich offen­bar dafür, in die­sen Fäl­len immer wie­der, immer noch ein­mal alle hoch­ge­lob­ten ehren­vol­le Idea­le des Jour­na­lis­mus in den Wind zu schrei­ben. Trau­rig, die­ses Land und sei­ne Medien …

Show 1 footnote

  1. Offen­bar war das nicht radi­kal genug. Viel­leicht hät­te die öster­rei­chi­sche Vari­an­te, die auch die Titel ersatz­los abschaff­te, bes­ser funk­tio­nier? ↩

Neu und alt, friedlich vereint – im Gedenken

Es war wie bei der Urauf­füh­rung: Das Publi­kum war von Béla Bar­tóks „Musik für Sai­ten­in­stru­men­te, Schlag­werk und Celes­ta“ so begeis­tert, dass das Orches­ter den letz­ten Satz wie­der­ho­len muss­te. Damals, vor fast 75 Jah­ren in Basel genau so wie jetzt im Kur­fürst­li­chen Schloss. Das Orches­ter der Main­zer Musik­hoch­schu­le unter Wolf­ram Kolo­seus war schuld an die­ser Par­al­le­li­tät. Denn beim Abschluss der dies­jäh­ri­gen „MainzMusik“-Konzertreihe bot es ein span­nen­des und über­ra­schen­des Pro­gramm, bei dem der Schluss­ap­plaus voll­kom­men gerecht­fer­tigt war.

Der Beginn des Kon­zer­tes war aber etwas aktu­el­ler, mit der Strei­cher­mu­sik „Der Opfer Hiro­shi­mas geden­kend“. Uwe Lohr­mann – gebo­ren im Jahr der Urauf­füh­rung der Bar­tók-Musik – schrieb die­ses Stück für dop­pel­tes Streich­or­ches­ter und Solo­vio­li­ne zur Erin­ne­rung an und aus Anlass des 60. Jah­res­ta­ges des ers­ten Atom­bom­ben­ein­satz. Dich­te, kom­ple­xe Akkor­de der vie­len Strei­cher­stim­men sind das, die das schreck­li­che Gesche­hen sehr bild­haft ein­fan­gen. Vor allem aber ist es eine Musik der Trau­er, des Schmer­zes und des Ver­lus­tes – und dar­in ganz unmit­tel­bar. Genau dar­auf legt es auch Kolo­seus, der 2005 schon die Urauf­füh­rung diri­gier­te, an. Und auch Ben­ja­min Berg­mann als Solist, der aber als sol­cher gar nicht sehr her­aus­sticht, son­dern sich eng in das Orches­ter­ge­sche­hen inte­griert, folgt ihm eng. Zusam­men wid­men sie sich Lohr­manns Musik sehr effek­tiv und kon­trol­liert: Sie machen bewe­gen­de, emo­tio­na­le Musik, ohne sich in Sen­ti­men­ta­li­tä­ten zu verlieren.
Der Trau­er­mu­sik folgt dann ein uner­war­te­ter Abste­cher in die Wie­ner Klas­sik: Mozarts gro­ße g‑Moll-Sin­fo­nie. Und es funk­tio­nier­te. Denn Mozarts vor­letz­te Sin­fo­nie erweist sich im Schloss als wun­der­ba­re Ergän­zung, wie ein Kom­men­tar aus der Ver­gan­gen­heit. In gewis­ser Wei­se ist das ein biss­chen wie ein Rück­kehr in die Nor­ma­li­tät, die aber auch nie eine hei­le Welt war – denn Kolo­seus führt auch die Abgrün­de und Brü­che die­ser Musik vor, ohne sich dar­in zu ver­lie­ren. Geschmei­dig und für ein Stu­den­ten­or­ches­ter sehr klang­kul­ti­viert navi­giert er sicher durch Mozarts Spätwerk.

Wie über­haupt vie­les klapp­te an die­sem Abend. Selbst die klei­nen Unge­nau­ig­kei­ten, die sich in Bar­tóks „Musik für Sai­ten­in­stru­men­te, Schlag­werk und Celes­ta“ hin und wie­der ein­schli­chen, gehö­ren dazu: Denn Kolo­seus wirft sich und das Hoch­schul­or­ches­ter betont unge­stüm in die kul­ti­vier­te Wild­heit Bar­tóks, ihre ewig drän­gen­den Unru­he und rast­lo­sen Bewe­gung, die nur kur­ze Momen­te des Inne­hal­tens, der idyl­li­schen Inseln der Har­mo­nie im Meer der Unrast erlaubt. Und das ist so mit­rei­ßend, dass selbst der Diri­gent auf­pas­sen muss, auf der Büh­ne nicht ein­fach loszutanzen.

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.)

Poppiger Barock: Händels Hallelujah aufgepeppt

Der ers­te Blick ist rich­tig erschre­ckend: „ss-p-t-pow“, „dang-dang-tsch-gang-g-dah-dab“ – das soll jetzt Hän­dels Hal­le­lu­jah sein? Die­ses will­kür­li­che Durch­ein­an­der von Pau­sen und Noten, von Punk­tie­run­gen und Syn­ko­pen? Und die­se sinn­ent­leer­ten Laute?

Ja, hin­ter dem schein­ba­ren Cha­os steckt tat­säch­lich „das“ Hal­le­lu­jah aus Hän­dels „Mes­siah“. Aller­ding ganz leicht über­ar­tei­tet: Eine Reno­vie­rung könn­te man die Bemü­hun­gen Bern­hard Hof­manns nen­nen. Denn sei­ne Bear­bei­tung soll den Klas­si­ker mal wie­der auf­fri­schen: Er macht Pop, was schon immer Pop war und ist – nur dass es sich jetzt auch für das 21. Jahr­hun­dert so anhört. Und in die­ser Hin­sicht fin­det dann plötz­lich alles sei­nen Platz, steht jede Note und jede Pau­se ganz rich­tig und fängt – mit ein biss­chem Durch­blick und Übung – auch wirk­lich leicht zu groo­ven an. Vor allem rhyth­mi­sche Sicher­heit und Fes­tig­keit der Sän­ger sind dafür aller­dings unab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung, sonst wird es schwie­rig, das leben­dig wer­den zu las­sen. Auch ein klang­kräf­ti­ges, siche­res Bass­grun­die­rung ist unab­läss­lich. Aber das ist bei Hän­del ja auch nicht viel anders. Jeden­falls hat Hof­mann für sei­nen sech­stim­mi­gen Satz die wesent­li­chen Momen­te des Ori­gi­nals – etwa die Uni­so­ni bei „For the Lord God“ – bewahrt und ziem­lich geschickt in sein Arra­gen­ment ein­ge­baut, der zugleich klas­si­scher Chor­satz und Pop­song sein will.

Eine durch­aus vor­sich­ti­ge, ja sehr behut­sa­me Reno­vie­rung ist das also: Ein fri­scher Anstrich für ein altes Haus – die Sub­stanz ist die glei­che, an man­chen Stel­len sieht es trotz­dem auf ein­mal ganz anders und neu aus, bie­tet der wahr­schein­lich bekann­tes­te Chor­satz der Musik­ge­schich­te wie­der ein neu­es Hör­erleb­nis. Ohne Zwei­fel ist das eine ange­neh­me Über­ra­schung – und ein wun­der­ba­res Zugabenstück.

(geschrie­ben für die Neue Chorzeit.)

Singende Seelen

Wenn ein A‑Cap­pel­la-Ensem­ble sich den Namen „Sja­el­la“, für „See­le“ gibt, kann man von der ers­ten CD schon eini­ges erwar­ten. Beson­ders beseelt sin­gen die sechs jun­gen Sän­ge­rin­nen auf ihrer Debüt-Auf­nah­me aller­dings eher sel­ten. Ein biss­chen scha­de ist das, die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten dazu hät­te die Grup­pe, die trotz der Jugend ihrer Mit­glie­der schön sechs Jah­re gemein­sam singt, näm­lich durch­aus. Der wil­de Stil­mix, das kun­ter­bun­te Sam­mel­su­ri­um die­ser CD zeigt das deut­lich: Into­na­ti­ons­si­cher und klar aus­ba­lan­ciert sin­gen sie immer, ob die Musik von Knut Nystedt stammt oder von Sting, ob gera­de die Noten von Duru­flés „Tota pulchra es“ oder ein Volks­lied­satz an der Rei­he sind: Immer wie­der singt Sja­el­la ohne Zwei­fel sau­ber – man könn­te pro­blem­los mit­schrei­ben. Aber Charme, Inspi­ra­ti­on oder Esprit – das ver­mit­telt die Auf­nah­me lei­der kaum. Des­we­gen hän­gen selbst Beat­les-Hits wie „Dri­ve my car“ oder Stings „Val­pa­rai­so“ etwas glanz­los im lee­ren Raum. Dabei gelingt Sja­el­la durch­aus eini­ges, Dia­mons are a girl’s best fri­end etwa – das hat in sei­ner nai­ven Unschuld schon sei­nen Reinz … Aber ob das wirk­lich so tief ins Inne­re der Teen­ager-See­len bli­cken lässt, wie das Book­let behauptet?

Sja­el­la: Sja­el­la. Quer­stand VKJK 1009. 2011. 48:52 Minuten.

(geschrie­ben für die Neue Chorzeit.)

An den Grenzen des Klangs

Die Ener­gie im Roten Saal der Musik­hoch­schu­le ist fast mit den Hän­den zu grei­fen. Dabei sind es bloß die Fin­ger der kana­di­schen Pia­nis­tin Cathe­ri­ne Vickers, die die­se Ener­gie frei­set­zen. Und eigent­lich war es ganz harm­los als „Kla­vier­abend“ ange­kün­digt, in der Mit­te des dies­jäh­ri­gen Mainz­Mu­sik-Fes­ti­vals, das die Musik­hoch­schu­le mit Unter­stüt­zung der Stre­cker-Dae­len-Stif­tung aus­rich­tet. Aber es ist viel mehr als ein „nor­ma­les“ Kon­zert gewor­den: Vickers unter­nimmt – mit gera­de einemal drei Kom­po­si­tio­nen – eine Welt­rei­se, eine Expe­di­ti­on in die unzähl­ba­ren Mög­lich­kei­ten des Kla­vier­klangs und sei­ner kom­po­si­to­ri­schen Gestal­tung im 20. Jahr­hun­dert. Sie ist mehr als gut vor­be­rei­tet für die­se Ent­de­ckungs­fahrt. Mit makel­lo­ser Prä­zi­si­on und unnach­gie­bi­ger Aus­dau­er, unbe­ding­ter Kon­zen­tra­ti­on und höchs­ter Sorg­falt macht sie sich auf den Weg. Aus­gangs­punkt ist das Ame­ri­ka kurz nach 1900, in der Sona­ta No. 1 von Charles Ives, dem fast hun­dert Jah­re alte Klas­si­ker der moder­nen Kla­vier­mu­sik. Für die­sen Abend bleibt das noch die „tra­di­tio­nells­te“ Form – aber auch die ist bei Ives nur noch in Res­ten, in Bruch­stü­cken erkenn­bar. Ein gro­ßes Pan­ora­ma vol­ler Dring­lich­kei­ten, gespickt mit rhyth­mi­schen und melo­di­schen Ver­satz­stü­cken sowie Anklän­gen macht Vickers dar­aus. Schon vom ers­ten Beginn an war dabei vor allem die Prä­zi­si­on – und die Begeis­te­rung der Pia­nis­tin für die­se Musik – zu spü­ren. Und sie soll­te bis in den Schluss der Zuga­be, dem Wal­zer aus Schön­bergs op. 23, zu hören sein.

Auch bei Lui­gi Nonos „… sof­fer­te onde ser­e­ne …“ bleibt sie ein wesent­li­ches Moment von Vickers Inter­pre­ta­ti­on. 1976 für Kla­vier und Ton­band mit im Ton­stu­dio bear­bei­te­ten Kla­vier­klän­gen kom­poi­n­ert, führt Nonos Kla­vier­stück die Klang­for­schung am Flü­gel mit enor­men Erre­gungs­po­ten­zi­al in die Wei­te des Raums.

Die­sen Weg schlägt auch Nico­laus A. Hubers „Dis­ap­pearan­ces“ ein: Eine Stu­die, die das Ver­schwin­den unter­sucht, die Auf­lö­sung der Klän­ge in den Blick nimmt – und das auch tran­szen­diert. Ein fei­ner, hauch­zart ver­hal­len­der Beginn, in den ein­zel­ne Töne explo­die­ren, die sich zu Hau­fen ver­dich­ten, zuneh­mend mani­pu­lier­te Klän­ge, von insis­tie­rend häm­mern­den Repe­ti­tio­nen unter­bro­chen – damit lässt Cathe­ri­ne Vickers mit bren­nen­der Klar­heit eine ganz unmit­tel­bar auf­wüh­len­de und ver­schre­cken­de Musik ent­ste­hen. Bei all dem ver­bis­se­nen Boh­ren in Details und Klang­nu­an­cen schafft sie es aber tat­säch­lic auch noch, die­ser Musik Offen­heit und vor­sich­ti­ge Unbe­stimmt­heit mit­zu­ge­ben: Eine wun­der­bar ener­gie­rei­che, kom­ple­xe Viel­falt – und alles mit ledig­lich zehn Fin­gern aus dem Flü­gel entlockt.

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.)

Trommeln, Glocken und anderes Geklöppel

Gran­di­os: Die Eröff­nung des die­jäh­ri­gen Mainz­Mu­sik-Fes­ti­vals der Main­zer Musik­hoch­schu­le. Ein Fest für ent­de­cken­de Ohren, für offe­ne Köp­fe und Sinne.

Banner am Gebäuder der Musikhochschule

Aus der ange­kün­dig­ten Eröff­nung mit dem Pau­ken­schlag wur­de dann doch nichts. Das Rady­an-Ensem­ble hat­te für das Eröff­nungs­kon­zert der dies­jäh­ri­gen Aus­ga­be von Mainz­Mu­sik näm­lich über­haupt kei­ne Pau­ke mit­ge­bracht. Dafür waren auf der Büh­ne im Roten Saal der Musik­hoch­schu­le aber jede Men­ge ande­re mehr oder weni­ge unge­wöhn­li­che Schlag­in­stru­men­te. Und ja, ein paar Trom­meln waren auch dabei. Aber die spiel­ten gar kei­ne so gro­ße Rolle.

Schon beim Auf­takt, einem Teil von Guo Wen­jings „Dra­ma“, kam das Per­cus­sion-Quar­tett ganz ohne Trom­mel aus: Nur mit drei Paa­ren des chi­ne­si­schen Beckens, wie es eigent­lich aus­schließ­lich in der Volks­oper Chi­nas ver­wen­det wird, arbei­te­ten die Musi­ker. Das reich­te aber, um eine fas­zi­nie­ren­de Viel­falt des dra­ma­ti­schen Aus­drucks, des genau struk­tu­rier­ten Auf und Ab her­zu­stel­len. Das schep­per­te durch­aus mal kräf­tig, dröhn­te dumpf in den Ohren oder klirr­te flir­rend durch den Saal.

Ein viel­ver­spre­chen­der Beginn. Und das Rady­an-Ensem­ble lös­te das Ver­spre­chen den Rest des Abend ein: Ein genau geplan­ter Ablauf, der nichts dem Zufall über­lässt, und naht­lo­se Über­gän­ge machen aus der Rei­hung ver­schie­dens­ter Kom­po­si­tio­nen machen ihren Auf­tritt zu einem Ereig­nis, einer wun­der­ba­ren Ent­de­ckungs­rei­se in die Welt der kom­ple­xen Rhythmen.

Sicher tau­chen da auch Sku­ri­li­tä­ten auf: Ob Vito Zura­js „Top Spin“, das hier urauf­ge­führt wur­de, wirk­lich dadurch gewinnt, dass die drei Spie­ler am run­den Tisch mit den aus­ge­leg­ten Instru­men­ten immer mal wie­der ihre Plät­ze wech­seln und die Stim­me des ande­ren fort­set­zen? Beim ers­ten Hören zumin­dest nicht. Es scheint, so der Klang­ein­druck, jeden­falls eine irr­sin­nig kom­pli­zier­te Par­ti­tur zu sein. Immer mal wie­der schält sich aber aus dem ver­meint­li­chen Cha­os so etwas wie Ord­nung her­aus – aber viel­leicht istauch das nur eine Täu­schung, eine Illu­si­on des Zuhörers.

Doch genau dar­um geht es hier ja: Neue Klän­ge ent­de­cken, neue Kom­bi­na­tio­nen erspü­ren, die Offen­heit des Hörens zu erfah­ren. Das kön­nen etwa die Uchi­wa Taikos sein, chi­ne­si­sche Trom­meln ohne Zar­ge, die fast nur aus dem Schlag­fell bestehen. Jar­rod Cagwin, der auch selbst mit­spielt, hat für die­se Instru­ment mit „Mut­te­kopf“ eine Art Natur­schil­de­rung geschrie­ben – zumin­dest hat er sich bei der Kom­po­si­ton von der Berg­welt um den Mut­te­kopf inspi­rie­ren las­sen. Mit mini­ma­len Ton­hö­hen­ver­schie­bun­gen, erzeugt durch wan­dern­de Schlag­punk­te auf den fächer­ar­ti­gen Trom­meln, und mit über­la­gern­den Rhyth­men erzeugt er fas­zi­nie­ren­de Mus­ter, aus denen man dann wirk­lich den Was­ser­fall, den hin­ab­stür­zen­den Stein oder den schnel­len Abstieg ins Tal her­auzu­hö­ren meint.

Und sol­che Fas­zi­na­tio­nen gibt es immer wie­der eine Men­ge an die­sem Abend – etwa Sal­va­to­re Sciar­ri­nos klei­nes Glo­cken­stück „Appen­di­ce alla per­fe­zio­ne“ oder das gro­ße „Psap­p­ha“ von Ian­nis Xena­kis. Genau sol­che Ent­de­ckun­gen sind ja das Ziel von Mainz­Mu­sik – und des­halb war das Rady­an-Ensem­ble ein wun­der­ba­rer Griff für das Eröffnungskonzert.

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.)

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