Es liegt der Schnee
—Julia Trompeter, in: Zum Begreifen nah, 101
so ausgeruht im Lichthof,
auf Grasnarben bleibt er
als weißende Spur.
Meine Haut is dünner,
ein Aggregat aus Sorge,
darin aber Lachen. Die
bleiben am Morgen
auch vom Schnee.
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Die Geschichte ist geschehen – ob sie gut war, ob sie besser unterblieben wäre, ob wir ihren „Sinn“ anerkennen mögen, dies ist ohne Bedeutung.
Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel. Versuch einer Lebensbeschreibung des Magister Ludi Josef Knecht, 17
Je mehr Energie für die Beseitigung von Ambiguität aufgewendet wird, desto mehr Ambiguität entsteht im Verhältnis zur jeweils beseitigten Ambiguität.
Thomas Bauer, Die Vereindeutigung der Welt, 94
Swer an rehte güete
—Hartmann von Aue, Iwein
wendet sîn gemüete,
dem volget sælde unde êre.
Reiten, reiten, reiten, durch den Tag, durch die Nacht, durch den Tag. Reiten, reiten, reiten.
—Rainer Maria Rilke, Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Die Kunst des Lebens bestand doch darin, zwar nach Höherem zu streben, sich aber klugerweise mit dem zu begnügen, was man kriegen konnte
—Brigitte Glaser, Bühlerhöhe, 432
immer stärkere lesergehirne bedrohen die wirkkraft der dichtung.—Ulf Stolterfoht, fachsprachen XXIV, dogma für dichtung, 2005
A word is dead, when it is said
Some say –
I say it just begins to live
That day
Emily Dickinson (1862)
Johann Sebastian Bach, Toccata & Fuge d‑moll BWV 565 – allerdings nicht auf der Orgel gespielt, sondern sehr schön auf einem Pedalcembalo:
Björk, Utopia:
