Ins Netz gegangen (27.8.)

Ins Netz gegan­gen am 27.8.:

  • Kein neu­er Wind im DHM: Ein Fall von Geschichts­ver­ges­sen­heit – FAZ – Andre­as Kilb ist mit dem DHM in Ber­lin nicht zufrie­den:

    Geschichts­bil­der“ will die Aus­stel­lung ver­mit­teln, aber man sieht vor allem Geschichts­ma­te­ri­al: Objek­te statt Ori­en­tie­rung. […] Koch, scheint es, möch­te Euro­pa wie­der an den Rand und die Nati­on, das „Erbe“, in den Mit­tel­punkt rücken.

    Inter­es­sant auch mal wie­der der Bli­ck in die Kom­men­ta­re: Die Leser der FAZ schei­nen (immer noch) viel natio­nal­kon­ser­va­ti­ver zu sein als die Auto­ren …

  • Abschied von ges­tern (5): Der Schön­heit wohnt der Schre­cken inne – FAZ – Jakob Stro­bel y Ser­r­ra nimmt kein Blatt vor den Mund, dass er sich auf sei­ner Mosel­rei­se nur sehr sel­ten wohl­ge­fühlt hat:

    Die Mosel hängt an ihrer Geschich­te – kein Wun­der, denn die tou­ris­ti­sche Ver­gan­gen­heit der sieb­zi­ger Jah­re ist hier quietsch­fi­del. Inzwi­schen aber begrei­fen die Mosela­ner, dass die Zeit selbst an ihrem zeit­los schö­nen Fluss nicht still­steht.

    Selt­sam und typi­sch aber auch, dass er sich über die Bier­trin­ker im Mosel­tal lus­tig macht, weil die die regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten – den Wein – nicht gou­tie­ren, er selbst dann aber nur zufrie­den ist, wenn er Fri­cas­sée von bre­to­ni­schen (!) Hum­mer auf dem Tel­ler hat …

  • It’s Left-wing prats who are defen­ding our free­doms – Tele­gra­phRT @wortfeld: Kom­men­ta­to­rin des kon­ser­va­ti­ven Tele­gra­ph stellt sich wider­wil­lig an die Sei­te der »left-wing prats« in Sachen NSA:

Ins Netz gegangen (24.8.)

Ins Netz gegan­gen am 24.8.:

  • The Deal That Brought Dvor­ak to New York – NYTimes.com – The con­tract that brought Dvor­ak to the new world — six pages of grace­ful­ly hand­writ­ten clau­ses, bound by green rib­bon …
    eini­ge Aus­zü­ge davon hat die NYT auch online gestellt: http://www.nytimes.com/2013/08/24/arts/music/the-fine-print-of-dvoraks-contract.html
  • Pro­ble­ma­ti­sche Wahl­kampf­pla­ka­te XII | Rep­ti­li­en­fonds – Aus dem Rep­ti­li­en­fonds:

    Und wäh­rend “der Euro geret­tet wird”, Deut­sche den Hit­ler­gruß zei­gen, der Ver­fas­sungs­schutz so bleibt, wie er ist, um die nächs­te Neo­na­zi-Kader­or­ga­ni­sa­ti­on auf­zu­bau­en, Frau­en mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund zuhau­se blei­ben müs­sen, weil ihnen die CSU dafür einen Hun­ni in die Schür­ze steckt, die Zusam­men­ar­beit mit den Ent­wick­lungs­län­dern zu einer Art Neo-Kolo­ni­sa­ti­on umge­baut wird, die Arbeits­lo­sig­keit in pre­kä­ren Jobs ver­steckt ist und die deut­sche Außen­po­li­tik zur Belang­lo­sig­keit wird, wäh­rend all das pas­siert, soll man eines Sep­tem­ber­mor­gens auf­ste­hen und sagen: “Dann geh’ ich mal die Mut­ti wäh­len.”

  • Tot oder leben­dig im Gangs­ta-Kapi­ta­lis­mus – taz.de – Klaus Wal­ter zum 50jäh­ri­gen Jubi­lä­um von Mar­tin Luther Kings „I have a dream“-Rede, zu deren (fal­scher) Ver­ein­nah­mung und der Wen­de der schwar­zen Bür­ger­rechts­be­we­gung:

    Ego-Politics erset­zen Bür­ger­rechts­be­we­gung. Fünf­zig Jah­re nach „I have a dream“ sind die Ido­le des schwar­zen Ame­ri­ka Rap­per wie Jay-Z und Kanye West. Sie haben sich durch­ge­boxt

  • Kolum­ne von Sibyl­le Berg über das Ende der Lite­ra­tur­kri­tik – SPIEGEL ONLINE – Sibyl­le Berg mal wie­der, voll im Recht:

    Jubelnd äußern sich die Leser über ein neu­es drol­li­ges Hit­ler- oder Pfer­de­buch. Wun­der­bar, dass man es kann – grau­en­haft, wenn Ver­brau­cher­mei­nun­gen das ein­zi­ge Kor­rek­tiv in der Kul­tur wer­den. Hat­te ich mir mit mei­ner Aus­sa­ge, zeit­ge­nös­si­sche Kunst wür­de von Exper­ten in den Kanon beför­dert, schon vie­le Freun­de gemacht, gilt es doch auch in allen ande­ren Berei­chen unse­res Lebens. […] Kei­ner muss den Emp­feh­lun­gen eines Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­lers fol­gen, aber als Gegen­ent­wurf zur eige­nen Mei­nung war sie ab und zu hilf­reich.

    Und natür­li­ch brin­gen die Kom­men­ta­re gleich die ach-so-wert­vol­len Gegen­bei­spiel aus der Welt der Lite­ra­tur­blogs. Und die gibt es ja durch­aus. Nur ohne die Schlag­kraft der „alten“ Kul­tur­kri­tik. Und das darf man durch­aus ver­mis­sen, ohne gleich als ewig Gest­ri­ge abge­stem­pelt wer­den zu müs­sen. Und auch, ohne direkt davon etwas zu haben.

  • Pan­zer­faust | Das Maga­zin – Ein schwei­zer Wehr­pflich­ti­ger berich­tet – vom Grau­en, Unsinn und Cha­os des Mili­tärs:

    Und dass man auch noch gehorcht! Und die­se gott­ver­damm­ten Lie­der! (springt auf, geht her­um, ruft aus­ser sich) Ich habe ein­fach so über­haupt kei­nen Bock her­um­zu­bal­lern, mich von Gleich­alt­ri­gen fig­gen zu las­sen und per­ver­se Lie­der zu sin­gen! Muss aber! (stösst die Luft aus, setzt sich, sagt lei­se) Kann­st du mir erklä­ren, war­um das jemand geil fin­det? Manch­mal ist es – ziem­li­ch unheim­li­ch.

  • Jill Peters Pho­to­gra­phy – Sworn Virg­ins of Alba­nia – ein inter­es­san­tes Pro­jekt der Pho­to­gra­phin Jill Peters: In Alba­ni­en gibt es eine Tra­di­ti­on, nach der Frau­en als Män­ner leben kön­nen – aller­dings unter der Bedin­gung der Jung­fräu­lich­keit & Keusch­heit:

    Sworn Vir­gin“ is the term given to a bio­lo­gi­cal fema­le in the Bal­kans who has cho­sen, usual­ly at an ear­ly age, to take on the soci­al iden­ti­ty of a man for life. As a tra­di­ti­on dating back hund­reds of years, this was some­ti­mes necessa­ry in a socie­ty that lived wit­hin tri­bal clans, fol­lo­wed the Kanun, an archaic code of law, and main­tai­ned an oppres­si­ve rule over the fema­le gen­der. […] As an alter­na­ti­ve, beco­m­ing a Sworn Vir­gin, or ‚bur­nes­ha“ ele­va­ted a woman to the sta­tus of a man and gran­ted her all the rights and pri­vi­le­ges of the male popu­la­ti­on. In order to mani­fest the tran­si­ti­on such a woman cut her hair, don­ned male clot­hing and some­ti­mes even chan­ged her name. Male gestu­res and swag­gers were prac­ticed until they beca­me second natu­re. Most import­ant­ly of all, she took a vow of celi­ba­cy to remain chas­te for life. She beca­me a „he“.

  • The Heart of the Mat­ter: David Miran­da and the Pre­clu­si­on of Pri­va­cyRT @jayrosen_nyu: This post by @barryeisler (ex-CIA) explains bet­ter than any­thing I’ve read why they stop­ped David Miran­da at Heathrow

Ins Netz gegangen (21.8.)

Ins Netz gegan­gen am 21.8.:

  • 1628 Wert­heim | ein his­to­rio­gra­phi­sches Blog – Robert Mei­er, Archi­var im Staats­ar­chiv Wert­heim, schreibt aus den Quel­len über die Ereig­nis­se in Wert­heim in den Jah­ren 1628 und 1629
  • Som­mer­loch­ta­ge­buch. Bad Blog goes dai­ly. | Bad Blog Of Musi­ck – Moritz Eggert kotzt sich in das Som­mer­loch ein biss­chen aus. Lei­der ist da trotz des wun­der­ba­ren Zynis­mus viel Wah­res dran an dem, was er über Kul­tur­ab­bau, –kür­zun­gen und –ein­spa­run­gen schreibt.

    So unrea­lis­ti­sch ist das gar nicht. Nach neu­es­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen wird die gesam­te klas­si­sche und zeit­ge­nös­si­sche Musik im Jahr 2100 nur noch aus einem ein­zi­gen Stück bestehen: Ravels „Bole­ro“. Die­ser läuft äußer­st erfolg­reich auf der gan­zen Welt in soge­nann­ten „Bei­schlaf­au­di­to­ri­en“ (denn allein die Musik zu hören ist den Men­schen dann zu lang­wei­lig). Fol­ge­rich­tig gibt es in Deutsch­land nur noch eine ein­zi­ge Musik­hoch­schu­le (in War­ne­mün­de) in der die ca. 80 Stu­den­ten ler­nen, wie man den „Bole­ro“ spielt. Die ande­ren 80 spie­len ihn, im letz­ten ver­blie­be­nen deut­schen Orches­ter (Gevels­ber­ger Phil­lies).

  • Rüs­tungs­pro­jekt Euro Hawk: Ein Traum von einer Droh­ne | ZEIT ONLINE – Die „Zeit“ hat die Unter­la­gen der Unter­su­chungs­aus­schus­ses zum Droh­nen-Fias­ko aus­ge­wer­tet (alle 372 Akten­ord­ner lie­gen ihr vor … – und wur­den als (schlech­te) Scans in der­do­cu­ment­cloud teil­wei­se schon ver­öf­fent­licht: http://preview.tinyurl.com/drohnendok) und fängt an, die gan­ze Geschich­te zu beschrei­ben. Das geht heu­te so los:

    Das Desas­ter um die Auf­klä­rungs­droh­ne Euro Hawk war von Anfang an abseh­bar. Schon vor zehn Jah­ren kann­ten die Ver­ant­wort­li­chen alle Pro­ble­me. Doch sie woll­ten die Droh­ne.

    … und sie soll­ten sie bekom­men – nur halt, ohne damit etwas anfan­gen zu kön­nen. Und klar ist auch jetzt schon: Das Sys­tem der Beschaf­fung und das Minis­te­ri­um sind offen­bar poli­ti­sch nicht mehr zu steu­ern und zu kon­trol­lie­ren …

  • Über­wa­chung: NSA kann drei von vier E-Mails mit­le­sen | ZEIT ONLINE – Die „Zeit“ weist auf einen im Wall Street Jour­nal erschie­nen Arti­kel hin, der deut­li­ch macht, wie weit die Mög­lich­kei­ten der NSA wirk­li­ch gehen:

    Die NSA kann bis zu 75 Pro­zent des Inter­net­ver­kehrs über­wa­chen, der durch die USA läuft.

Ins Netz gegangen (17.8.)

Ins Netz gegan­gen am 17.8.:

Ins Netz gegangen (14.7.)

Ins Netz gegan­gen (12.7.-14.7.):

Ins Netz gegangen (12.7.)

Ins Netz gegan­gen (10.7.-12.7.):

  • Hans-Peter Fried­rich und die NSA-Affä­re: Geheim­dien­st­ar­beit regelt kein Natur­ge­setz – FAZ – Con­stan­ze Kurz:

    Doch was wird sein [Fried­richs] Anlie­gen sein? Wird er mit erns­tem Bli­ck die For­de­rung der Kanz­le­rin nach mehr „Balan­ce“ über­brin­gen? Hat er über­haupt eine Ahnung, was die Armee von acht­hun­dert­fünf­zig­tau­send Ana­lys­ten im geheim­dienst­li­chen Nie­mands­land tech­ni­sch treibt? Gemes­sen an den Ver­harm­lo­sun­gen und Beschwich­ti­gun­gen, die er in den letz­ten Tagen ver­laut­bart hat, kann als gesi­chert gel­ten, dass er die­se Ahnung nicht hat. 

  • Exper­te: Schrö­ders Zah­len pas­sen nicht zur Rea­li­tät – Rhein-Zei­tung – Der Direk­tor des Insti­tuts für Bil­dungs- und Sozi­al­po­li­tik der Hoch­schu­le Koblenz, Ste­fan Sell, im Inter­view mit der Rhein-Zei­tung zu den Zah­len der Kita­plät­ze, die das Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um ver­brei­tet:

    Ehr­li­ch gesagt, ich habe in mei­ner gan­zen Kar­rie­re noch nie einen sol­chen Zah­len­sa­lat gese­hen, wie ihn das Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um prä­sen­tiert hat.

  • Juli Zeh: Was heu­te stimmt, kann mor­gen schon fal­sch sein -

    Ich woll­te her­aus­ar­bei­ten, dass der Pro­zess des Schrei­bens, des Schaf­fens von Lite­ra­tur, sehr wenig mit dem zu tun hat, was man im Rück­bli­ck über Lite­ra­tur sagt, und dass das auch für den Autor gilt. Vie­le den­ken ja, der Autor habe, weil er den Text geschrie­ben hat, eine beson­de­re Bezie­hung zum Text. Aber in dem Moment, in dem er ver­öf­fent­licht wird, fin­det man nicht mehr zurück in den Zustand, in dem man war, als man ihn geschrie­ben hat.

  • law blog » War was? – Udo Vet­ter zum ZEIT-Mer­kel-Inter­view:

    Die Äuße­run­gen der Kanz­le­rin offen­ba­ren unfrei­wil­lig, wie ern­st die Lage ist.

Ins Netz gegangen (4.7.)

Ins Netz gegan­gen (3.7.-4.7.):

  • Gut­ten­berg, Scha­van und die Fol­gen: Maul­korb bei Pla­gi­ats­ver­dacht – Tages­spie­gel -

    Die Hoch­schul­rek­to­ren­kon­fe­renz (HRK) und die Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft (DFG) pla­nen einen Maul­korb für For­scher, die wis­sen­schaft­li­ches Fehl­ver­hal­ten öffent­li­ch machen wol­len – das befürch­ten zumin­dest Wis­sen­schaft­ler, die jetzt einen offe­nen Brief im Inter­net ver­öf­fent­licht haben.

  • Inter­net-Sicher­heits­ex­per­te Felix von Leit­ner : Der Über­wa­chung ent­ge­hen? Das macht rich­tig viel Arbeit! – FAZ – fefe im FAZ-Inter­view bringt’s auf den Punkt:

    Ter­ro­ris­mus ist ja defi­niert als Ein­schüch­te­rung, als Angriff, der nicht mich direkt angreift, son­dern mir Angst macht und ich so mei­ne Lebens­art ände­re. Das ist doch gen­au, was hier gera­de pas­siert! Nur dass eben nicht „die Ter­ro­ris­ten“ die­sen Angriff durch­füh­ren, son­dern die Geheim­diens­te. Die­ses ewi­ge „aber die Ter­ro­ris­ten“ ist doch gen­au so hohl wie der Hin­weis auf die angeb­li­che par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le. Im öffent­li­chen Dis­kurs muss mal jemand die Fra­ge stel­len, ob der real erleb­te Ter­ror nicht eher von den Diens­ten aus­geht, anstatt dass sie uns vor ihm schüt­zen.

  • law blog» Beweg­te Zei­ten -

    Die Ver­wei­ge­rung von Über­flug­rech­ten ist zwar grund­sätz­li­ch zuläs­sig, da jeder Staat auch sei­nen Luft­raum als Hoheits­ge­biet betrach­tet. Aller­dings ist nicht mal ansatz­wei­se erkenn­bar, wel­che nach­voll­zieh­ba­ren eige­nen Inter­es­sen Frank­reich und Por­tu­gal mit der Ver­wei­ge­rung der Über­flug­rech­te ver­fol­gen könn­ten. Von der Maschine des boli­via­ni­schen Prä­si­den­ten ging kei­ner­lei Gefahr für die bei­den Län­der aus – selbst wenn Snow­den sich an Bord befun­den hät­te.
    Von daher ist das schon ein höchst unge­wöhn­li­cher Vor­gang.

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