Radwege in Mainz – ein Dauer-Ärgernis

Die gesamte Baustelle ist eine Zumutung - auch für die Fußgänger.

Auch wenn die loka­le CDU das Gegen­teil meint: Die För­de­rung des Rad­ver­kehrs in Mainz geht selbst unter eine grü­nen Ver­kehrs­de­zer­nen­tin nur in mikro­sko­pi­sch klei­nen Schrit­ten vor­an. Immer wie­der pas­siert so etwas:

baustelle große bleiche, 1

An der Kla­ra­stra­ße ist die Bau­stel­le bereits erkenn­bar – der Rad­weg geht aber unver­dros­sen wei­ter …

Der Rad­weg an der Gro­ßen Blei­che dürf­te nach den ein­schlä­gi­gen Geset­zen und Ver­wal­tungs­vor­schrif­ten sowie­so nicht benut­zungs­pflich­tig sein (was das Ver­kehrs­de­zer­nat auch seit Jah­ren weiß, aber trotz­dem nicht ändert – doch das ist eine ande­re Geschich­te). Aber Bau­stel­len wie die­se sind eine Kata­stro­phe – übri­gens nicht nur für Rad­fah­re­rin­nen, son­dern auch für die­je­ni­gen, die das zu Fuß unter­wegs sind. Die Benut­zungs­pflicht an der Ein­mün­dung Kla­ra­stra­ße – kei­ne hun­dert Meter von der Bau­stel­le, die den Rad­weg voll­ends und den Fuß­weg teil­wei­se ver­sperrt, ent­fernt – wur­de nicht auf­ge­ho­ben. Schlim­mer noch: Nicht ein­mal an der Bau­stel­le selbst wird der Rad­weg been­det. Nur in der Gegen­rich­tung (!), in der die­ser Rad­weg nicht befah­ren wer­den darf, hängt ein Alibi-„Schild“, das weder ein ordent­li­ches Schild ist noch irgend­ei­ne gesetz­li­che Wir­kung für Fahr­rä­der hat. 

Ich fra­ge mich ja immer, wie so etwas wie­der und wie­der pas­sie­ren kann. Immer­hin hat Mainz eine Rad­ver­kehrs­be­auf­trag­te. Die hat aber offen­sicht­li­ch kei­ner­lei Inter­es­se dar­an, so etwas zu ver­mei­den – und das wäre ja ein­fach, weil es so schreck­li­ch abseh­bar und erwart­bar ist: Sie müss­te ja nur mal vor­bei­ra­deln und der Bau­fir­ma erklä­ren, wie das rich­tig geht … 

Nach­trag: Nach mei­nem Hinweis/Beschwerde und ein paar Tagen War­te­zeit ist die (momen­tan ruhen­de) Bau­stel­le nun sowohl für Fuß­gän­ger als auch für Rad­fah­re­rin­nen ver­nünf­tig pas­sier­bar – es geht also …

Ulrich Peltzer bekommt noch einen Literaturpreis

Ulrich Pelt­zer war ges­tern mal wie­der in Mainz – weil er den Ger­ty-Spies-Lite­ra­tur­preis der Lan­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung bekom­men hat. Die Preis­ver­lei­hung im Foy­er des SWR-Funk­hau­ses hat­te sogar inter­es­san­te Momen­te im vie­len Gere­de. Das liegt natür­li­ch an Pelt­zer, der mit sei­ner klu­gen, manch­mal zöger­li­chen Nach­denk­lich­keit immer wie­der eine inter­es­san­te und berei­chern­de Begeg­nung ist. Viel los war eigent­li­ch nicht: Wenn man die gan­zen Hono­ra­tio­ren und „Pflicht­be­su­cher“ abzieht, waren viel­leicht noch 10–20 ande­re (vor­wie­gend älte­re) Besu­cher übrig, die sich in der groß­zü­gi­gen Bestuh­lung etwas ver­lo­ren. Aber das ist ja eigent­li­ch immer so bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen, selbst beim Georg-Büch­ner-Preis blei­ben vie­le Sit­ze leer …

Und eigent­li­ch war der Abend ganz nett, mit ange­neh­mer musi­ka­li­scher Umrah­mung der Brü­der Nils und Nik­las Lie­pe (Kla­vier und Vio­li­ne), die mit dem Preis­trä­ger aller­dings eher nichts zu tun hat­te (wenn man sei­ne Bücher als Maß­stab nimmt, hät­te da ande­re Musik – am bes­ten von Vinyl – gespielt wer­den müs­sen …). Und die Reden und Gruß­wor­te schie­nen sogar ehr­li­ch gemein­te Freu­de und über den dies­jäh­ri­gen Preis­trä­ger aus­zu­drü­cken.

Die Lau­da­tio der Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Mei­ke Feß­mann hat mich nicht so sehr begeis­tert: Da ging es dann doch wie­der vor allem um Hand­lungs­strän­ge, Moti­ve und Sujets – also in ers­ter Linie um inhalt­li­che Fra­gen. Und über­haupt mag ich die super­la­ti­ve Lob­hu­de­lei (der „avan­cier­tes­te“ Erzäh­ler, die „legen­dä­re Ein­gangs­sze­ne“ und so wei­ter), die so man­che Lau­da­tio mit sich bringt, nicht so sehr. Zumal ein Autor wie Pelt­zer die eigent­li­ch gar nicht nötig hat. Natür­li­ch wird – das geht bei Pelt­zer offen­bar nicht anders – immer wie­der sei­ne „for­ma­le Avan­ciert­heit“, sein auf den „Metho­den und Errun­gen­schaf­ten des 20. Jahr­hun­derts“ auf­bau­en­des Erzäh­len, sei­ne „meis­ter­haf­te Beherr­schung der erleb­ten Rede“ und des fil­mi­schen Erzäh­len, beschwo­ren. Aber das sind oft lei­der nur Stich­wor­te, die halt inzwi­schen (nach immer­hin sechs Roma­nen in 30 Jah­ren – ein Viel­schrei­ber ist er ja über­haupt nicht) zu Pelt­zer gehö­ren. Inter­es­sant ist ja eher, dass Ulrich Pelt­zer hier­zu­lan­de fast als Spit­ze der lite­ra­ri­schen Avant­gar­de zählt. Denn so sehr ich ihn schät­ze: For­mal und nar­ra­to­lo­gi­sch ist das jetzt nicht so wahn­sin­nig avan­ciert – das scheint nur im Ver­gleich so, weil ein Groß­teil der deut­schen erzäh­len­den Lite­ra­tur (auch derer, die von den Kri­ti­kern und Jurys geprie­sen wird) in die­ser Hin­sicht halt immer noch im 19. Jahr­hun­dert steckt. Und bezeich­nend ist auch, dass schon der Ulys­ses von James Joy­ce als (nahe­zu) unles­ba­res moder­nes Kunst­werk gilt, des­sen Fin­ne­gans Wake aber nicht mal mehr erwähnt wird …

Doch das nur neben­bei. Eigent­li­ch ging es ja um Ulrich Pelt­zer – und der beruft sich eben unter ande­rem immer wie­der auf den Ulys­ses. Das tat er auch ges­tern in sei­ner knap­pen Dan­kes­re­de wie­der und stell­te ihn neben Ray­mond Feder­man und des­sen Die Nacht zum 21. Jahr­hun­dert oder aus dem Leben eines alten Man­nes. Der Ger­ty-Spies-Lite­ra­tur­preis ist ja eine Aus­zeich­nung, die aus­drück­li­ch die gesell­schaft­li­che Rol­le von Lite­ra­tur her­vor­hebt und wür­di­gend för­dern möch­te. Das passt durch­aus zu Pelt­zers Ästhe­tik, die, das beton­te er auch ges­tern ger­ne wie­der, wie alle Ästhe­tik über­haupt immer auch eine poli­ti­sche ist. Vor allem aber räson­nier­te er über sich und sein Tun – das beschreibt sei­ne Tätig­keit viel­leicht am bes­ten. Deut­li­ch wur­de das auch in der abschlie­ßen­den Gesprächs­run­de, die recht ergeb­nis­arm und kul­tur­pes­si­mis­ti­sch blieb (ja, „damals“, als „alle“ das glei­che Buch lasen und dar­über spra­chen …).

Ergie­bi­ger das Solo von Pelt­zer, dass sei­nen Stand­punkt und sei­ne Poe­tik zwar nicht – das wäre ja auch selt­sam … – ganz neu erschloss, aber schon ande­re Schwer­punk­te setz­te. Bei Pelt­zer habe ich stär­ker als bei ande­ren Auto­ren den Ein­druck, dass er in einem per­ma­nen­ten, unab­ge­schlos­se­nen (und wohl auch nicht zu Ende zu brin­gen­den) Rin­gen um die Posi­ti­on sei­ner Ästhe­tik und ihr Ver­hält­nis zur Welt steht. Ihm ging es aus­drück­li­ch um den Zusam­men­hang von Geschich­te und Schrei­ben und die Rol­le des Autors als mög­li­cher Für­spre­cher, sei­nen Ein­fluss auf die Gesell­schaft. Die Fra­ge, was denn Geschich­te sei, wie das Indi­vi­du­um in der Geschich­te mög­li­ch sei, hängt für Pelt­zer dabei eng zusam­men mit der Fra­ge nach der Mög­lich­keit der Lite­ra­tur, Wirk­lich­keit zu erzäh­len. Wie geht das über­haupt, „Wirk­lich­keit erzäh­len“? Damit beschäf­tigt er sich ja schon län­ger, auch bei der Main­zer Poe­tik­do­zen­tur sprach er dar­über … Und: Soll Lite­ra­tur das über­haupt? Soll sie Gegen­wart zei­gen und bewei­sen?

Wie geht das also, das Schrei­ben mit Geschich­te, mit der Unaus­weich­lich­keit, mit der wir – und alle Roman­fi­gu­ren – in der Geschich­te ver­haf­tet blei­ben? „Der Geschich­te, zumal der Welt­ge­schich­te, aus­zu­wei­chen ist unmög­li­ch.“ Er geht sogar noch wei­ter: Gefan­gen in der Geschich­te sind wir alle, ob „real“ oder „fik­tio­nal“ (und wie­der dien­te der Ulys­ses als Bei­spiel). Geschich­te heißt dabei nicht nur (aber auch) das Ver­gan­ge­ne, son­dern auch das Gegen­wär­ti­ge vor allem des poli­ti­schen Gesche­hen und Han­delns, das die Men­schen beein­flusst und unent­wegt beglei­tet.

Das lite­ra­ri­sche Schrei­ben beschreibt Pelt­zer dann als einen Beschrei­bungs- und Erkennt­nis­pro­zess. Denn: „Sich zur Gegen­wart ver­hal­ten, sich ver­hal­ten zu müs­sen, ist unhin­ter­geh­ba­re Bedin­gung des Schrei­bens.“ Aber: Nicht als Ermah­nung, nicht als pre­di­gen­de Bes­ser­wis­se­rei des Autors soll das gesche­hen. Son­dern es soll und muss sich im Hori­zont der Figu­ren mani­fes­tie­ren, in ihrem Wis­sen, ihren Erkennt­nis­mög­lich­kei­ten und ihren Erleb­nis­sen: Der Autor (und vor allem sein Wis­sen, sein Erkennt­nis­stand gera­de aus spä­te­rer Zeit, mit dem Wis­sen der geschicht­li­chen Ent­wick­lung) sei nicht gefragt (son­st ent­stün­de eine Pre­digt und kein Roman). Spä­ter prä­zi­sier­te er das noch: Auf­ga­be der Lite­ra­tur sei es nicht, Poli­tik und Geschich­te nach­zu­er­zäh­len. Geschich­te ist aber der immer prä­sen­te Rah­men, der die Roman­hand­lung beein­flusst.

Ob dann Zufall oder Not­wen­dig­keit in der Rea­li­tät wal­ten, ob plan­ba­re Hand­lun­gen oder Reak­tio­nen poli­ti­sches Gesche­hen und Geschich­te ermög­li­chen, ist eine wei­te­re Fra­ge, die er sich als Autor stellt. Aus der Sicht des Indi­vi­du­ums lässt sich das für Pelt­zer wohl nicht ent­schei­den, denn letzt­li­ch, das beton­te er sehr, ist „Geschich­te der Alb­traum eines ande­ren, aus dem es kei­nen Aus­gang gibt“. Davon aus­ge­hend ist lite­ra­ri­scher Rea­lis­mus für ihn dann aber nicht das sich Erge­ben des Autors in die Unab­ding­bar­keit (wenn ich ihn da rich­tig ver­stan­den habe). Im Gegen­teil: Der Wider­stand der Kunst liegt mög­li­cher­wei­se (wie so vie­les for­mu­lier­te Pelt­zer das als Fra­ge) dar­in, nicht auf­zu­ge­ben, son­dern wei­ter­zu­ma­chen: „Die Zukunft wird das sein, was wir uns erkämp­fen. Man muss damit anfan­ge – heu­te, jetzt. Son­st ist es zu spät.“ schloss Pelt­zer sein Plä­doy­er für die Ernst­haf­tig­keit und die Anstren­gung der Kunst im Umgang mit der Welt und der Gegen­wart ab. Dass es ihm bei all dem nicht pri­mär um Ant­wor­ten, son­dern vor allem um die rich­ti­gen Fra­gen an die so schnell Geschich­te wer­den­de Gegen­wart geht, wur­de auch an die­sem Abend wie­der deut­li­ch. Und die­se Art der ana­ly­ti­schen Schär­fe der Gegen­warts­be­trach­tung, die eine sehr spe­zi­fi­sche Art der Offen­heit gegen­über der Gegen­wart, ihrer Erkennt­nis und den Fol­gen dar­aus (also dem Han­deln und der Zukunft) mit sich bringt, sind es, die Pelt­zer in mei­nen Augen als Autor so inter­es­sant machen.

Nach­trag 19. Okto­ber: Im Ver­lags­blog Hun­dert­vier­zehn des Fischer-Ver­la­ges ist die Dan­kes­re­de Pelt­zers jetzt auch nach­zu­le­sen: kli­ck.

Critical Mass in Mainz, die Sommerausgabe

Logo der Critical MassAm Freitag - wie jeden ersten Freitag in jedem Monat - war in Mainz wieder die Critical Mass unterwegs. Und nach längerer Pause war ich auch wieder dabei. Die temporäre Abstinenz hatte kein besonderen Gründe - der Termin (freitags ab 18 Uhr) ist für mich nur etwas ungünstig, da habe ich oft andere Verpflichtungen oder verlasse Mainz gerade für das Wochenende ...

Aber im Juni hat es geklappt - ausgerechnet an einem Brückentag, nach dem im immer noch katholischen Rheinland-Pfalz (und Mainz) entsprechend begangenen Fronleichnamsfest). Ich hatte mich extra beeilt, weil ich bis kurz vor sechs auf dem Campus war. Und dann war es doch wieder umsonst ... Denn nicht zum ersten Mal startete die Critical Mass mit erheblicher Verzögerung - erst kurz vor halb Sieben setzte sich der Tross in Bewegung. Einen Grund dafür konnte ich nicht so recht erkennen - es war nicht gerade so, dass die Massen noch mit ihren Rädern zum Gutenbergplatz strömten. Mich nervt so etwas ja immer ungemein: Was soll das Rumgestehe und Warten auf dem Gutenbergplatz? Es muss ja nicht unbedingt um Punkt 18.00 losgehen. Aber knapp 30 Minuten Verzögerung müssen eben auch nicht sein.

Egal: trotz oder wegen herrlichstem Sommerwetter - etwa 32 Grad bei strahlendem Sonnenschein - waren knapp 90 Radlerinnen und Radler dabei. Leider war auch viel Bier mit im Spiel - schon vorher sammelten sich die Flaschen und Dosen auf den Treppen des Staatstheaters und auch während (!) des Fahrens wurde noch fleißig weiter gepichelt. Und das ist etwas, was ich gar nicht verstehen kann und will: Die Critical Mass bemüht sich darum, dass Fahrräder als Teil des Verkehrs ernst und wichtig genommen werden. Da passt so etwas doch nicht wirklich dazu, zumal ich durchaus der Meinung bin, dass Rauschmittel im Verkehr nichts zu suchen haben ... Aber zur Mainzer Critical Mass, vor allem zu der gestrigen, passte das wiederum durchaus. Die hat sich nämlich stark auf das Rheinufer konzentriert und kam mir eher wie eine Freizeitfahrt als eine verkehrspolitische Aktion vor. Blöd nur, dass man dann auch mal durch die Fußgängerzone radelt. Und vom regelwidrigen Abbiegen von der Theodor-Heuss-Brücke in die Große Bleiche will ich gar nicht reden, auch wenn ich das für total falsch halte, zumal die Rheinstraße eine viel sinnvollere Alternative böte. Aber warum die Critical Mass um den Winterhafen gurken muss? Um den grillenden Studenten zuzuwinken? Oder warum sie am Kasteler Rheinufer vorbeischauen muss? Ich hab's nicht verstanden.

Mir ist das alles jedenfalls zu viel Party und zu wenig Verkehrspolitik. Dazu passt auch, dass die Critical Mass jetzt in Mainz zwar etabliert ist, aber auch niemanden zu stören oder zu beschäftigen scheint: Das gehört nun offenbar einfach zur Folklore des städtischen Lebens dazu, dass ab und an Freitags abends ein Radfahrer-Kordon durch die Stadt zieht. Genau wie zu jeder Critical Mass ein Autofahrer gehört, der schimpfend und ausrastend sich über die Chaoten auf den Zweirädern aufregt. Aber ich sehe im Moment nicht, dass so eine Partyveranstaltung etwas anderes als ein netter Zeitvertreib und eine schöne Zeit für die Beteiligten ist ... Das ist ja wiederum an sich nicht verkehrt und auch nicht an sich anstößig, verfolgt aber eben doch einen anderen Zweck. Und ja, ich weiß, manches davon, was ich hier bemängele, ließe sich mit etwas mehr Engangement meinerseits vielleicht sogar ändern. Aber dazu bin ich dann doch zu zurückhaltend (oder zu passiv oder zu wenig engagiert ...). Also werde ich erst einmal wieder etwas Pause von der Mainzer Critical Mass machen und später mal wieder vorbeischauen ...

Ins Netz gegangen (7.4.)

Ins Netz gegan­gen am 7.4.:

  • chris­ti­an2 | Pro­jekt­be­schrei­bung – an der hab wol­fen­büt­tel wird ein fürst­li­ches tage­buch aus dem 17. jahr­hun­dert ediert:

    Die digi­ta­le Edi­ti­on der Tage­bü­cher des refor­mier­ten Fürs­ten Chris­ti­an II. von Anhalt-Bern­burg (1599–1656) aus dem Zeit­raum von 1621 bis 1656 erschließt einen quan­ti­ta­tiv wie qua­li­ta­tiv ganz ein­zig­ar­ti­gen Brenn­spie­gel der deut­schen und euro­päi­schen Geschich­te sowie der viel­fäl­tigs­ten Dis­kur­se wäh­rend der ers­ten Hälf­te des 17. Jahr­hun­derts. Dar­über hin­aus weist die Quel­le einen außer­ge­wöhn­li­ch hohen Anteil an ver­ba­li­sier­ter zeit­ge­nös­si­scher Sub­jek­ti­vi­tät auf, der dem Text stel­len­wei­se sogar lite­ra­ri­sche Qua­li­tät ver­leiht. Die trans­dis­zi­pli­nä­re Bedeu­tung des Wer­kes bet­tet sich in eine Viel­zahl von For­schungs­in­ter­es­sen und –kon­tex­ten ein. Dazu zäh­len nicht nur die jüngs­ten Unter­su­chun­gen zur klas­si­schen Poli­tik- und Mili­tär­ge­schich­te, zu früh­neu­zeit­li­chen Selbst­zeug­nis­sen, zur Sozi­al-, All­tags- und Geschlech­ter­ge­schich­te, zur Kon­fes­sio­na­li­sie­rung, zu ver­schie­de­nen Aspek­ten des Drei­ßig­jäh­ri­gen Krie­ges, zur Hof- und Adels­for­schung oder zur Sprach-, Lite­ra­tur- und all­ge­mei­nen Kul­tur­ge­schich­te, son­dern auch zu The­men wie der Geschich­te der Emo­tio­nen und des Trau­mes in jener Epo­che. Als eine den gegen­wär­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Stan­dards ent­spre­chen­de digi­ta­le Edi­ti­on wird sie den ver­schie­dens­ten For­schungs­per­spek­ti­ven eine Viel­zahl von Anknüp­fungs­punk­ten bie­ten kön­nen.
    Das in quan­ti­ta­ti­ver wie qua­li­ta­ti­ver Hin­sicht unüber­trof­fe­ne, im Lan­des­haupt­ar­chiv Des­sau-Roß­lau auf­be­wahr­te Dia­ri­um besteht aus 23 Bän­den mit unge­fähr 17.400 größ­ten­teils eigen­hän­dig in deut­scher (ca. 87%), fran­zö­si­scher (ca. 11%), ita­lie­ni­scher (ca. 1%), latei­ni­scher, spa­ni­scher und nie­der­län­di­scher Spra­che beschrie­be­nen Sei­ten.

    das ist ein ziem­li­ch auf­wen­di­ges, gro­ßes und lan­ges pro­jekt:

    Das auf 12 Jah­re ange­leg­te DFG-Pro­jekt beginnt mit einer drei­jäh­ri­gen Pilot­pha­se, inner­halb wel­cher zunächst die knapp 1.500 Sei­ten umfas­sen­de Peri­ode vom Janu­ar 1635 bis August 1637 tran­skri­biert und ver­öf­fent­licht wird. Deren beson­ders dich­te und viel­sei­ti­ge Nie­der­schrif­ten stel­len ein geeig­ne­tes Feld zur Bewäh­rung und Jus­tie­rung der edi­to­ri­schen Grund­satz­ent­schei­dun­gen hin­sicht­li­ch der Wie­der­ga­be und Kom­men­tie­rungs­tie­fe der Tex­te in den Gren­zen des zeit­li­ch Mög­li­chen dar. Außer­dem ver­spre­chen sie einen Ertrag, der para­dig­ma­ti­sch die wis­sen­schaft­li­che Bedeu­tung des gesam­ten Fürs­ten­ta­ge­bu­ches zeigt.

  • Ver­schol­le­ne Bücher zum Ers­ten Welt­krieg ent­deckt – georg giers­berg erzählt in der faz (etwas wirr) die geschich­te der offi­ziö­sen wirt­schafts­ge­schich­te des ers­ten welt­krie­ges aus den zwi­schen­kriegs­jah­ren nach, die offen­bar so bri­sant war, dass die ver­öf­fent­li­chung damals nach dem druck unter­sagt wur­de und die ent­spre­chen­den stu­di­en (fast) ver­schwun­den sind
  • Bruck­ner Online – das bruck­ner-archiv hat was online gestellt:

    bruckner-online.at ist ein umfang­reich ange­leg­tes Anton Bruck­ner-Inter­net­por­tal (Web­ar­chiv), in dem neben der elek­tro­ni­schen Doku­men­ta­ti­on hand­schriftlicher Quel­len auch Kom­po­si­tio­nen, rele­van­te Per­so­nen und Orte ent­hal­ten sind. Zudem wer­den von allen Hand­schrif­ten, Erst­dru­cken und der Alten Gesamt­aus­ga­be voll­stän­di­ge Digi­ta­li­sa­te zur Ver­fü­gung gestellt. 

  • David Gar­rett: Habt mich bit­te lieb! | ZEIT ONLINE – julia spi­no­la hat sich david gar­ret mit den brahms­so­na­ten ange­hört und war nicht begeis­tert. des­halb schreibt sie einen erst­klas­si­gen ver­riss:

    David Gar­rett will end­li­ch wie­der als seriö­ser Musi­ker ver­stan­den wer­den und geht mit den Vio­lin­so­na­ten von Johan­nes Brahms auf Tour­nee

    sehr amü­sant auch die lese­rin­nen­stim­men – unter den fan­boys und –girls fin­den sich so ziem­li­ch alle pseu­do­ar­gu­men­te gegen kri­tik, die seit jahr­hun­der­ten wider­legt sind … (und viel hass auf jeman­den, der ihr idol nicht ver­göt­tert) – sehr amü­sant …

  • Vom Mythos der tech­ni­schen Insti­tu­ti­on « Micha­lis Pan­te­lou­ris – micha­lis pan­te­lou­ris lie­fert ein paar hin­ter­grün­de zu legi­ti­ma­ti­on, zie­len und pro­ble­men (u.a. demo­kra­ti­e­theo­re­ti­sche, von den öko­no­mi­schen ganz abge­se­hen) der teil­neh­mer der „troi­ka“:

    Poli­ti­sche Insti­tu­tio­nen sind nie­mals ein­fach tech­ni­sch, aber die hier­zu­lan­de weit­ge­hend unkri­ti­sche Dar­stel­lung der Troi­ka-Insti­tu­tio­nen als sol­che, die ein­fach nur die Ein­hal­tung von bereits aus­ge­han­del­ten Ver­trä­gen über­wa­chen sorgt dafür, dass jeder ihr Wider­spre­chen­de auto­ma­ti­sch als Ver­trags­bre­cher wahr­ge­nom­men wer­den muss. Das ist es, was vie­le Medi­en mit der neu­en grie­chi­schen Regie­rung machen: Um eine Dis­kus­si­on um ihre Poli­tik zu ver­mei­den, zie­hen sie die Dis­kus­si­on ins Unpo­li­ti­sche, ins Tech­ni­sche: Ver­trä­ge sind ein­zu­hal­ten; Die Regie­rung ist inkom­pe­tent (was man poli­ti­sch ja kaum sein kann); Sie wol­len “Refor­men zurück­dre­hen”.
    Die Wahr­heit ist eine ande­re: Die Troi­ka hat eine Poli­tik ver­tre­ten, eine Ideo­lo­gie, die in Wahr­heit nir­gends in Euro­pa eine Mehr­heit hat. Es gibt auch in Deutsch­land kei­ne neo­li­be­ra­le Mehr­heit. Es sind zwei unter­schied­li­che Din­ge, ob man auf die Ein­hal­tung von Ver­trä­gen pocht, oder ob man einem ande­ren Land eine Poli­tik auf­zwingt, und dann eine, die ganz expli­zit von der Mehr­heit der Bevöl­ke­rung abge­lehnt wird. Mit dem Mythos der rein tech­ni­schen Ein­grif­fe wird die Abschaf­fung der Demo­kra­tie ver­schlei­ert.

  • Gra­bun­gen in der St. Johan­nis­kir­che in Mainz – mar­kus schug über die spek­ta­ku­lä­ren aus­gra­bun­gen unter der johan­nis­kir­che in mainz, wo schon zu mero­wi­ni­gi­scher zeit eine gro­ße kir­che stand …
  • Peti­tio­nen: Peti­ti­on 58168 – eine wun­der­ba­re peti­ti­on (die sicher erfolg­los blei­ben wird, aber trotz­dem – im sin­ne der bewusst­seins­bil­dung – not­wen­dig ist): Der Deut­sche Bun­des­tag möge beschlie­ßen, dass homöo­pa­thi­sche Behand­lungs­me­tho­den nicht mehr als Sat­zungs­leis­tung von gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen gezahlt wer­den dür­fen. – das ist übri­gens schon der gesam­te text der peti­ti­on.
  • Kla­ge gegen Kru­zi­fix-Pflicht in Bay­ern: Karls­ru­he ver­trö­delt heik­les Urteil – taz.de – hört sich sehr pein­li­ch & fei­ge an, wie das bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt unter voß­kuh­le & mül­ler mit die­ser kla­ge umgeht
  • Ein­füh­rung in den Fefis­mus. | H I E R – mspr0 erklärt fefe (und den „fefis­mus“) und rech­net gleicht mit ihm ab – und ver­ba­li­siert damit ziem­li­ch gen­au mein eige­nes unbe­ha­gen mit fefe …

    Fefe ist mehr als der Men­sch, es ist mehr als das Blog. Zusam­men mit sei­nem Leser­mob ist es eine Hass­ma­schine. Die­se Shits­torm­kul­tur gegen alles, was ihnen Fremd ist, ist kaum noch ohne Godwin­ge­pul­le zu beschrei­ben.[…] Die Nerd­sze­ne lei­det extrem unter dem Fefis­mus. Es wird Zeit, dass es in ihr zu einer Form der Selbst­auf­klä­rung kommt. Ne…

Ins Netz gegangen (10.3.)

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Ins Netz gegangen (17.2.)

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  • Was man als klei­ner Ver­lag so alles mit dem Buch­han­del erlebt | Sei­ten­flü­gel – ein (sehr) klei­ner ver­lag über sei­ne erfah­run­gen mit dem hohen „kul­tur­gut“ des deut­schen buch­han­dels (und ama­zon zum ver­gleich):

    Vie­le klei­ne Buch­händ­ler haben kei­nes­wegs erkenn­bar mehr Ver­ständ­nis für klei­ne Ver­la­ge. Sie wet­tern zwar herz­li­ch gern gegen Kon­zer­ne und Mono­po­lis­ten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäft­li­cher Ego­is­mus oft kei­nen Deut gerin­ger als bei den Groß­un­ter­neh­men.

  • Theo­lo­ge Fried­rich Wil­helm Graf – „Wir haben Reli­gi­on noto­ri­sch unter­schätzt“ – graf, wie meis­tens sehr ver­stän­dig und klug, in einem sehr lesen-/hörenswerten inter­view mit deutsch­land­ra­dio über reli­gio­nen, moder­ne und ihre bedeu­tung:

    Ich weiß nicht, war­um Belie­big­keit so etwas Schlim­mes oder Schlech­tes sein soll. Wir müs­sen ein­fach mit der Tat­sa­che klar­kom­men und dies akzep­tie­ren ler­nen, dass in den ent­schei­den­den Fra­gen unse­res Lebens jeder für sich selbst oder jede für sich selbst ver­ant­wort­li­ch ist.

  • René Jacobs: „Ich bestehe auf mei­nem Recht, krea­tiv zu sein“ – Thea­ter an der Wien – derStandard.at › Kul­tur – rené jacobs über sei­ne arbeit, den „bar­bie­re“ von gio­van­ni pai­si­el­lo heu­te auf­zu­füh­ren und dem kom­po­nis­ten gerecht zu wer­den:

    Es ist natür­li­ch gut, wenn man weiß, was ein Auto­graf ent­hält. Aber Oper war immer ein Work in Pro­gress. Und ich bestehe auf mei­nem Recht, auch krea­tiv sein zu dür­fen.

  • Equa­ti­on Group: Spio­na­ge­soft­ware der Super­la­ti­ve ent­deckt | ZEIT ONLINE – es ist kaum zu glau­ben: aber es geht immer noch etwas grau­si­ger, wenn nsa & co. im spiel sind

    Sie ver­steckt sich unlösch­bar auf Fest­plat­ten und spio­niert hoch­ran­gi­ge Zie­le aus: Anti­vi­ren­spe­zia­lis­ten ent­de­cken extrem aus­ge­feil­te Mal­wa­re mit Par­al­le­len zu Stux­net.

  • SZ-Leaks: Schleich­wer­bung für Steu­er­hin­ter­zie­hung | klar und deut­li­ch -

    Off­shore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süd­deut­sche Zei­tung ist das Sturm­ge­schütz des Finanz­amts. Die Redak­ti­on ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Infor­ma­tio­nen aus inter­nen Bank­un­ter­la­gen, an die sie durch Whist­leb­lo­wer kommt. Was die Zei­tung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steu­er­hin­ter­zie­hung im Aus­land hin­ge­wie­sen hat und sich dafür von den Ban­ken bezah­len ließ. Ich war damals in der Redak­ti­on dafür zustän­dig. Es war das Jahr 2007, es war mein ers­ter Job nach d…

  • Sam Tay­lor-John­sons „50 Shades of Grey“ in der Kri­tik – ha! (diet­mar dath war im kino):

    Dass frei­li­ch das sexu­ell Anre­gends­te an einem Sado­ma­so-Film von 2015 die Kunst eines seit sieb­zehn Jah­ren toten Mafia-Unter­hal­ters ist, spricht Bän­de über die Tal­soh­le der ent­hemmt-ver­klemm­ten Dau­er­lust­si­mu­la­ti­on, in der sich die Mas­sen­kul­tur der­zeit täg­li­ch laut­stark ver­si­chert, dass heu­te ja zum Glück so gut wie nichts mehr ver­bo­ten ist.

  • Klaus The­we­leit: „2000 Light Years from Home“ (Vor­trag zur Pop­ge­schich­te) -

    Vor­trag von Klaus The­we­leit unter dem Titel „So tun als gäbe es kein Mor­gen oder: 2000 Light Years from Home“,gehalten am 3. Novem­ber 2011 

    – eine art pop­ge­schich­te

  • Die Ober­schen­kel der Nati­on | Blog Maga­zin – michè­le bins­wan­ger über sport­re­por­ter, frau­en­sport und sexis­mus

    Man kann dem Sport­re­por­ter wohl kaum einen Vor­wurf machen. Schliess­li­ch besteht die Haupt­qua­li­fi­ka­ti­on für die­sen Beruf vor­nehm­li­ch dar­in, schwit­zen­de Men­schen dana­ch zu fra­gen, wie sie sich jetzt füh­len.

  • Inter­view mit Opern-Gram­my-Gewin­ner Burk­hard Schmil­gun – das (eher klei­ne) osna­brü­ck­er label hat einen gram­my gewon­nen – für die ein­spie­lung einer weit­ge­hend ver­ges­se­nen char­pen­tier-oper:

    Nie­mand hat uns Bescheid gesagt. Auch der Diri­gent und der Künst­ler nicht, die die Aus­zeich­nung offen­bar in klei­ner Grup­pe in Los Ange­les ent­ge­gen genom­men haben.

  • Die Inte­gra­ti­on läuft deut­li­ch bes­ser als ver­mu­tet – Süddeutsche.de – felix ste­phan in der sz:

    Inte­gra­ti­on wird immer noch dann als geschei­tert betrach­tet, wenn am Ende etwas ande­res als ein zwei­tes Müns­ter her­aus­kommt.[…] In den moder­nen Metro­po­len gebe es eigent­li­ch nur eine Grup­pe, die sich eine eth­ni­sche Segre­ga­ti­on leis­ten kön­ne, so El-Maf­aa­la­ni: die Wohl­ha­ben­den.

  • Fast­nacht in Mainz: Frau­en sind auf den när­ri­schen Büh­nen Man­gel­wa­re – Ver­ei­ne wagen sich an Erklä­rungs­ver­su­che – All­ge­mei­ne Zei­tung – die main­zer az über die rol­le der frau­en in der main­zer fast­nacht – und die zähig­keit, mit der sie sich im schne­cken­tem­po ändert:

    Nach­dem der MCC sei­ne Komi­tee­te­rin prä­sen­tiert habe, sei­en die Frau­en eines ande­ren gro­ßen Ver­eins auf die Bar­ri­ka­den gegan­gen, da die­se dort auch im Komi­tee sit­zen woll­ten. „Wor­auf­hin uns die Män­ner die­ses Ver­eins ver­är­gert gefragt haben, wie wir damit nur anfan­gen konn­ten“, berich­tet er.

    (gibt noch mehr schö­ne bei­spie­le für sexis­mus im text .…

  • Open Access? Ver­öf­fent­li­chen unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit – Taschwer forscht nach – derStandard.at -

    So wird open access zum finan­ci­al excess: Um sich als Autor einer Buch­be­spre­chung für eine Fach­zeit­schrift das Recht zu erwir­ken, die Rezen­si­on online stel­len zu dür­fen, ver­langt Wiley-VCH schlan­ke 2500 Euro vom Rezen­sen­ten.

Ins Netz gegangen (26.1.)

Ins Netz gegan­gen am 26.1.:

  • Pegi­da: Wie spricht das „Volk“? | ZEIT ONLINE – the­re­sia enzens­ber­ger wirft einen bli­ck auf spra­che und argu­men­ta­ti­ons­mus­ter der pegi­da-anhän­ger:

    Dis­kurs­ana­ly­se? Damit Pegi­da zu begeg­nen, wäre ver­geb­li­che Mühe. Man kann einen Pud­ding nicht an die Wand nageln. Die Spra­che der Wer­bung nimmt kei­ne Rück­sicht auf die Her­kunft ihrer Phra­sen. Ob ein Slo­gan aus der rech­ten oder lin­ken Ecke kommt, ob man sich bei Orwell oder bei Goeb­bels bedient, spielt kei­ne Rol­le. Haupt­sa­che, man stif­tet so viel Ver­wir­rung wie mög­li­ch, stei­gert die poten…

  • Phi­lo­so­ph Gebau­er über Sport-Spek­ta­kel: „Weit weg von der Erde“ – taz.de – gun­ter gebau­er im taz-inter­view mit eini­gen rich­ti­gen und guten ant­wor­ten:

    Ich glau­be, die gro­ßen Ver­bän­de tun gut dar­an, sich Län­der zu suchen, die sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen so orga­ni­sie­ren wol­len, dass sie nicht mehr gigan­ti­sch sind, son­dern dass sie für die Bür­ger eine Berei­che­rung dar­stel­len und für die Ent­wick­lung eines Lan­des posi­tiv sind. Geer­det wird der Sport hin­ge­gen nicht mehr – der Sport ist seit eini­ger Zeit weit weg von der Erde. Bestimm­te Din­ge wird man nicht mehr zurück­bau­en kön­nen, zum Bei­spiel die unglaub­li­che Medi­en­prä­senz. Damit lebt der Sport auch sehr gut, das macht sei­ne gewal­ti­ge Sym­bo­lik aus, und das muss man gar nicht nur bekla­gen. Sport ist bes­ser als Krieg und als Span­nun­gen zwi­schen den Län­dern, es gibt eine Art Welt­ge­spräch des Sports. Der Sport sel­ber ist in den Bereich von Show und Gla­mour gerutscht, vie­le schei­nen sich dort wohl zu füh­len. Der sport­li­che Wert selbst wird dadurch zurück­ge­drängt, aber nicht ent­wer­tet.

  • Jörg Sun­dermei­er: „Die Lite­ra­tur­kri­tik droht uns allein zurück zu las­sen“ – Das Sonn­tags­ge­spräch – News – BuchMarkt.de – jörg sun­dermei­er, chef des famo­sen ver­bre­cher-ver­lags, ist mit dem zustand der lite­ra­tur­kri­tik in deutsch­land über­haupt nicht zufrie­den:

    Alle mei­nen den gan­zen Tag irgend­was, Mei­nun­gen sind ja gera­de hoch im Kurs, in den Redak­tio­nen ist immer wie­der von der Mei­nungs­stär­ke von Tex­ten die Rede. Aber Hal­tung zei­gen weni­ge, denn das hie­ße ja die Ansich­ten von ges­tern auch jetzt noch zu ver­tre­ten. Oder aber sich selbst zu kri­ti­sie­ren, also sich infra­ge zu stel­len, sich angreif­bar zu machen…

  • Fre­quent­ly wrong @HistoryInPics com­pany gets $2 mil­lion from inves­torsRT @keithcalder: Here’s some more info on that shit­pi­le cal­led @HistoryInPics
  • Netz­neu­tra­li­tät: Freie Fahrt für ein Phan­tom | ZEIT ONLINE – Fried­helm Greis ver­sucht, die deut­sch-euro­päi­sche Debat­te um Netz­neu­tra­li­tät und „spe­zi­al­diens­te“ nach­zu­zeich­nen. So lan­ge man dabei auf Pro­ble­me wie deep packet inspec­tion ver­zich­tet, scheint mir das müßig
  • Archi­va­lia: Das Main­zer Evan­ge­li­ar der Hof­bi­blio­thek Aschaf­fen­burg (Ms. 13)
  • Pegi­da und das Abend­land – Per­ver­si­on mit Sys­tem – hein­rich august wink­ler ord­net den abend­land-bezug der „pegida“-truppe his­to­ri­sch ein – und spart mit nicht mit ver­wei­sen auf die ver­wand­schaft mit natio­nal­so­zio­alis­ti­schen ide­en und über­zeu­gun­gen und sprach­ge­brauch
  • Frau Mei­ke sagt: Kraut­re­por­ter und die Suche nach der Rele­vanz – noch jemand, der von den kraut­re­por­tern bis­her eher mäßig begeis­ter ist: „Von The­men­viel­falt war weit und breit kei­ne Spur“
  • Ver­bie­tet Han­dys an den Schu­len!- taz.de – die taz hält es für sinn­voll, ein total­ver­bot von han­dys an schu­len zu for­dern. ich fin­de ja, das reicht nicht. wenn die böse jugend in den pau­sen immer nur in bücher, zei­tun­gen und – hor­ri­bi­le dic­tu – comics (d.i. gra­phic novels) schaut, kom­mu­ni­ziert sie nicht mehr mit­ein­an­der. und der stress, wenn man nicht fer­tig wird und bis zur nächs­ten pau­se vol­ler span­nung war­ten muss, wie es wei­ter­geht im text! also weg mit dem gan­zen gedruck­ten unsinn!
  • James Rho­des on Twit­ter: „A black Bond? Total­ly unrea­li­s­tic.
    God bless Pri­va­te Eye… http://t.co/PWl2EnsaoG“
    RT @bomani_jones: well play­ed, i must say.

Ins Netz gegangen (22.11.)

Ins Netz gegan­gen am 22.11.:

  • Geschäfts­füh­rer des Insti­tus für Lan­des­kun­de will Main­zer für His­to­rie begeis­tern – All­ge­mei­ne Zei­tung – die AZ stellt anläss­li­ch des neu­en geschäfts­füh­rers kai-micha­el spren­gers ihn und das main­zer insti­tut für lan­des­kun­de vor.
  • aspek­te Gysi im Gespräch mit Schlin­gen­sief – YouTube – lus­tig: Chris­to­ph Schlin­gen­sief erklärt, wie das so war, den „Par­si­fal“ in Bay­reu­th zu insze­nie­ren
  • 29. His­tof­lo­xi­kon, Vier­te Lie­fe­rung | Geschich­te wird gemacht – achim land­wehr im his­tof­lo­xi­kon über his­to­ri­sche har­ken, schnee­flo­cken auf eis­ber­gen und enden
  • So lügt man mit Sta­tis­tik – Sprach­log – manch­mal ist es ja ganz ein­fach, die feh­ler der popu­lis­ten zu zei­gen:

    Krä­mer und der VDS redu­zie­ren mit erstaun­li­chem sta­tis­ti­schen Miss­ver­stand einen bun­ten Obst­sa­lat auf einen kar­gen Erd­nuss­krü­mel. Aber das mit der Typen-Token-Unter­schei­dung hat man beim VDS ja schon mit Angli­zis­men nicht ver­stan­den.

  • Pre­da­to­ry sci­en­ce jour­nal publis­hes paper tit­led: “Get me off your F**king mai­ling list” | Otta­wa Citi­zen – groß­ar­tig:

    An out­fit cal­ling its­elf the Inter­na­tio­nal Jour­nal of Advan­ced Com­pu­ter Tech­no­lo­gy is offe­ring to print “rese­ar­ch” that is just a rant full of very bad lan­gua­ge.

  • Geheim­dienst: BND möch­te sich vor Gesichts­er­ken­nung schüt­zen | ZEIT ONLINE – das nennt man wohl iro­nie: BND möch­te sich vor Gesichts­er­ken­nung schüt­zen
  • And­rea Voß­hoff ver­sagt als Daten­schutz­be­auf­trag­te – con­stan­ze kurz über and­rea voß­hoff, nomi­nell die deut­sche daten­schutz­be­auf­trag­te:

    Die Bilanz ihres ers­ten Amts­jah­res ist desas­trös: Sie blieb in allen Dis­kus­sio­nen zurück­hal­tend und konn­te in bald einem Jahr im Amt kei­ner­lei Akzen­te set­zen, was schon fast als Leis­tung anzu­se­hen ist, da doch jede Woche eine neue heik­le Daten­pro­blem­la­ge die Gemü­ter bewegt.

  • HTTPS und SSL Über­wa­chung – Was der BND wirk­li­ch will -

    Der ein­ge­bau­te Inter­es­sens­kon­flikt zwi­schen einem Schnüf­fel­dienst, der den ver­deck­ten Com­pu­ter­ein­bruch als selbst­ver­ständ­li­ches Mit­tel sei­ner Arbeit betrach­tet und dazu auf mög­lichst lan­ge unent­deck­te Schwach­stel­len ange­wie­sen ist, und dem kon­kre­ten Inter­es­se der Öffent­lich­keit, der Behör­den und der Wirt­schaft an siche­ren und funk­ti­ons­fä­hi­gen IT-Sys­te­men ist evi­dent. Die Fra­ge, ob das die rich­ti­ge Stra­te­gie ist, muss erör­tert wer­den und auf die Tages­ord­nung der Poli­tik: Soll ein Dienst, der nach dem, was bis­her im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss bekannt­ge­wor­den ist, kaum mehr als eine deut­sche Filia­le der NSA ist, sein offen­kun­dig ver­que­res Spiel wei­ter­trei­ben dür­fen und damit den berech­tig­ten Inter­es­sen aller, die mit den Net­zen arbei­ten und leben, zuwi­der­han­deln?

  • Über­wa­chung: Was der BND wirk­li­ch will – con­stan­ze kurz & frank rie­ger:

    Der ein­ge­bau­te Inter­es­sens­kon­flikt zwi­schen einem Schnüf­fel­dienst, der den ver­deck­ten Com­pu­ter­ein­bruch als selbst­ver­ständ­li­ches Mit­tel sei­ner Arbeit betrach­tet und dazu auf mög­lichst lan­ge unent­deck­te Schwach­stel­len ange­wie­sen ist, und dem kon­kre­ten Inter­es­se der Öffent­lich­keit, der Behör­den und der Wirt­schaft an siche­ren und funk­ti­ons­fä­hi­gen IT-Sys­te­men ist evi­dent. Die Fra­ge, ob das die rich­ti­ge Stra­te­gie ist, muss erör­tert wer­den und auf die Tages­ord­nung der Poli­tik: Soll ein Dienst, der nach dem, was bis­her im NSA-Unter­su­chungs­aus­schuss bekannt­ge­wor­den ist, kaum mehr als eine deut­sche Filia­le der NSA ist, sein offen­kun­dig ver­que­res Spiel wei­ter­trei­ben dür­fen und damit den berech­tig­ten Inter­es­sen aller, die mit den Net­zen arbei­ten und leben, zuwi­der­han­deln?

  • Die Hum­boldt-Uni lässt 50.000 Bücher ver­gam­meln – nicht nur eine tra­gö­die, son­dern auch eine unglaub­li­che schlam­pe­rei und dumm­heit:

    Die Ber­li­ner Hum­boldt-Uni­ver­si­tät lässt 50.000 wert­vol­le Bücher ver­gam­meln. Schuld ist ein Loch in der Decke. Die Bän­de sol­len jetzt ver­nich­tet wer­den. Eine biblio­phi­le Tra­gö­die.

  • Geheim­dienst: Die Anar­chos vom BND | ZEIT ONLINE – Geheim­dienst: Die Anar­chos vom BND 
  • Comet 67P Accom­pa­nies Orches­tra! by KOOSHA – Hear the world’s sounds – hat gern gehört: Comet 67P Accom­pa­nies Orches­tra! by @kooshamusic on #Sound­Cloud
  • Inter­na­tio­na­le Schieds­ge­rich­te: Unglei­che Geg­ner | ZEIT ONLINE – die @zeitonline über die absur­di­tä­ten dier pri­va­ti­sier­ten „Rechts­spre­chung“ vor inter­na­tio­na­len schieds­ge­rich­ten
  • Sie­ben Kin­der rei­sen allein durch Deutsch­land – ein Schul­ex­pe­ri­ment – Kin­der – das ist zwar weder so außer­ge­wöhn­li­ch noch so expe­ri­men­tell, wie die süd­deut­sche behaup­tet, aber trotz­dem ganz nett erzählt:

    Kin­der und Jugend­li­che wer­den heu­te so stark umsorgt wie kei­ne Gene­ra­ti­on vor ihnen. Was pas­siert, wenn sie mal völ­lig auf sich allein gestellt sind? Eine Ber­li­ner Schu­le wagt ein außer­ge­wöhn­li­ches Expe­ri­ment.

Ins Netz gegangen (21.10.)

Ins Netz gegan­gen am 21.10.:

  • Mathe­ma­tik: Aus­wen­dig ler­nen und wie­der ver­ges­sen | ZEIT ONLINE – ein fh-mathe­ma­tik-pro­fes­sor ver­zwei­felt an sei­nen inge­nieur­stu­den­ten …
  • Über Spra­che stol­pern – taz.de -

    Die Gedenk­stei­ne von Gun­ter Dem­nig erin­nern an NS-Opfer – teil­wei­se in Nazi-Jar­gon. Ange­hö­ri­ge sind empört, doch der Künst­ler zeigt sich unein­sich­tig

  • Neu in der Wiki­pe­dia: 48 Arti­kel zu „1848/49“ in Deutsch­land | Acht­und­vier­zig – ziko van dijk hat in die­sem jahr als eine art pro­jekt 48 wiki­pe­dia-arti­kel zur 1848er-revo­lu­ti­on geschrie­ben.

    Der Autor die­ses Bei­trags, Ziko van Dijk, hat von April bis Okto­ber 2014 acht­und­vier­zig Wiki­pe­dia-Arti­kel zur Revo­lu­ti­on von 1848/1849 geschrie­ben. Im Fol­gen­den beschreibt er die Her­aus­for­de­run­gen für einen Wiki­pe­dia-Autor und eini­ge Grund­ge­dan­ken sei­nes Pro­jekts.

  • Kom­men­tar Cri­ti­cal Mass: Der Ätsch-Fak­tor – Die Poli­zei macht die Rad­fah­rer zu Robin Hoods!
  • Attac ver­liert Sta­tus der Gemein­nüt­zig­keit | Poli­tik – Frank­fur­ter Rund­schau – das ist irgend­wie typi­sch deut­sch: wenn ver­ei­ne sich zu sehr um das gemein­we­sen bemü­hen und nicht nur um ihre kli­en­tel, sind sie nicht mehr gemein­nüt­zig, son­dern poli­ti­sch – als ob das ein wider­spruch wäre:

    Das Finanz­amt Frank­furts, wo der Bun­des­vor­stand des Ver­eins sitzt, hat beschlos­sen, dass die Zie­le von Attac nicht gemein­nüt­zig genug sei­en. Viel­mehr sei­en sie all­ge­mein­po­li­ti­sch und damit kei­ner öffent­li­chen För­de­rung wür­dig.

  • Wir leben von der Ver­drän­gung – Frei­text – ingo schul­ze über sei­ne per­spek­ti­ve auf oktober/november 1989 und die fol­gen­den ent­wick­lun­gen:

    Für mich war der Mau­er­fall eine Sen­sa­ti­on unter ande­ren. Und er hat­te nichts, abso­lut nichts mit natio­na­len Erwä­gun­gen zu tun. Ein Zusam­men­ge­hen, gar eine Ver­ei­ni­gung von DDR und BRD? Wie soll­te denn das gehen? Lach­haft!

  • CIA-Bericht: Waf­fen für Rebel­len sind laut Stu­die wir­kungs­los | ZEIT ONLINE – Was für eine Über­ra­schung! Das hät­te ja nie­mand geahnt!: CIA-Bericht: Waf­fen für Rebel­len sind wir­kungs­los
  • Pi-Top: Open-Sour­ce-Note­book zum Sel­ber­bau­en | ZEIT ONLINE – coo­le Idee: Pi-Top – aus einem Raspber­ry Pi einen Lap­top bas­teln
  • Zehn Jah­re nach Jac­ques Der­ri­das Tod: Rigo­ro­se, artis­ti­sche Gedan­ken­gän­ge – taz.de – klaus eng­lert zum 10. todes­tag jac­ques der­ri­das über des­sen bedeu­tung, das neue den­ken und die der­ri­da-rezep­ti­on heu­te:

    Heu­te, zehn Jah­re nach dem Tod Der­ri­das, der ein­mal der welt­weit meist­zi­tier­te Phi­lo­so­ph war, ist es in aka­de­mi­schen Gefil­den etwas still um ihn gewor­den. Das liegt vor­nehm­li­ch dar­an, dass sich heil­los ver­schul­te Stu­di­en­gän­ge unse­res Uni­ver­si­täts­sys­tems nur schlecht mit sei­nen rigo­ro­sen und artis­ti­schen Gedan­ken­gän­gen ver­tra­gen. Die Beschäf­ti­gung mit Jac­ques Der­ri­da fin­det nun eher außer­halb der uni­ver­si­tä­ren Ritua­le statt. 

    ich fin­de das ja eher scha­de, dass die dekon­struk­ti­on in den „prüf­fä­chern“ – wie er es nennt – nicht mehr vor­kommt. dar­an kann man näm­li­ch vor­züg­li­ch den­ken ler­nen.

  • Start | Mapi­re – His­to­ri­sche Kar­ten der Habs­bur­ger Mon­ar­chie – schön gemacht, die­se koope­ra­ti­on: Mapi­re ermög­licht das Navi­gie­ren durch his­to­ri­sches Kar­ten­ma­te­ri­al die aus der Habs­bur­ger Mon­ar­chie stam­men. Die Kar­ten wur­den voll­stän­dig digi­ta­li­siert und geo­re­fe­ren­ziert űund kön­nen so mit Hil­fe aktu­el­ler Tech­no­lo­gi­en wie Goo­gle Maps, Goo­gle Ear­th und Open­Street­Map im Inter­net dar­ge­stellt wer­den. Mapi­re hat zum Ziel das teil­wei­se sehr unter­schied­li­che Kar­ten­ma­te­ri­al über eine gemein­sa­me Schnitt­stel­le im Inter­net zur Ver­fü­gung zu stel­len.

Digitalisierung?

Natür­li­ch könn­te man sie [Urkun­den zur Main­zer Stadt­ge­schich­te von 1251 bis 1260] auch digi­ta­li­sie­ren – Vasil Bivo­la­rov, Mit­her­aus­ge­ber von der His­to­ri­schen Kom­mis­si­on Darm­stadt, hielt die­se Metho­de im Umgang mit den Jahr­hun­der­te alten Schrif­ten und Tex­ten aller­dings für unge­eig­net und war sich dar­in mit den ande­ren His­to­ri­kern einig.

Wenn er das wirk­li­ch so gesagt hat, wie ihn die All­ge­mei­ne Zei­tung Mainz anläss­li­ch der Vor­stel­lung eines Reges­ten-Ban­des (! – also nicht mal einer voll­stän­di­gen Edi­ti­on!) zitiert, dann bean­tra­ge ich, der Hes­si­schen His­to­ri­schen Kom­mis­si­on Darm­stadt sämt­li­che För­der­mit­tel zu ent­zie­hen. Denn offen­sicht­li­ch hat sie ja kein Inter­es­se dar­an, dass ihre Ergeb­nis­se auch gele­sen, genutzt, gekannt wer­den von denen, die dafür bezah­len. Denn die­se reflex­haf­te, unre­flek­tier­te Ableh­nung der Digi­ta­li­sie­rung wird ja lang­sam lächer­li­ch.

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