Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

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„Vermutlich kann er …

„Ver­mut­lich kann er mit sei­nen Hirn­win­dun­gen nur irgend­wel­che For­meln in den Rech­ner pro­gram­mie­ren und sich teu­re Autos und Frau­en besor­gen, aber sich erin­nern, das kann er nicht.“ (Tho­mas Klupp, Paradi­so, 19)

„Es beginnt immer mit den Worten …

„Es beginnt immer mit den Wor­ten, die Wor­te sind das reins­te Gift, sie wer­den immer zu Fleisch, und das steht schon in der Bibel so. Irgend­wann wer­de ich mir die Zun­ge raus­schnei­den müs­sen oder als Ein­sied­ler in die Wäl­der gehen, das ist die ein­zi­ge Ret­tung, die es für mich gibt.“ (Tho­mas Klupp, Paradi­so, 85)

Ver­öf­fent­licht via web auf mein sammelbecken 

„ ‚Bindschädler, ich glaube, …

… daß uns heu­te weni­ger das Gesell­schaft­li­che zu schaf­fen macht als viel­mehr die­ses Vaku­um an Spi­ri­tua­li­tät, das uns sozu­sa­gen an den Rand eines kos­mi­schen Abgrun­des saugt’, sag­te Baur, lächelnd.“ (Ger­hard Mei­er, Boro­di­no, 114)

„Marcel Proust …

… hat Unsag­ba­res – sag­bar gemacht. Dar­an mes­se ich einen Autor. Unsag­ba­res begreif­bar machen, das tut nicht die Gesell­schaft. Und die Wirt­schaft schafft’s auch nicht.“ (Ger­hard Mei­er, Boro­di­no, 94)

„Wer Angst hat, irrt.“

(Rai­nald Goetz, Kla­ge, 352)

„Das Interessante …

.. am ästhe­ti­schen Urteil ist nicht das Resul­tat, son­dern die geis­ti­gen Ener­gien, die frei wer­den beim Ver­such, es zu begrün­den. Es geht nicht dar­um, recht zu haben. Der Streit im Ästhe­ti­schen ist eine Kon­kur­renz um Tie­fe und Trif­tig­keit der geis­ti­gen Aneig­nung.“ (Rai­nald Goetz, Kla­ge, 146)

„… das Denken.

Es ist unüb­lich im Kunst­kon­text, die Leu­te haben Angst davor, zurecht. Den­ken ist destruk­tiv, es hemmt, es lähmt, es macht die Din­ge kom­pli­ziert und aus­weg­los, es wider­spricht der Kunst, die blind, glück­lich und naiv her­vor­spru­deln möch­te, fun­da­men­tal.“ (Rai­nald Goetz, Kla­ge, 136)

„Im Geist der Schrift …

… auf­zu­ge­hen und als Kör­per aus der Real­welt zu ver­schwin­den: solan­ge das eine Sehn­sucht ist, kann es den kunst­ad­äqua­ten Fun­da­men­ta­lis­mus der Schö­fung mit pro­duk­ti­ven, hys­te­risch abs­trak­ten Ener­gien ver­sor­gen und vita­sie­ren.“ (Rai­nald Goetz, Kla­ge, 178)

„Ich war froh, …

… dass ich nicht dem Zwang unter­lag, einem Bild ent­spre­chen zu müs­sen, das ich mir von mir gemacht hat­te.“ (Sibyl­le Berg, Der Mann schläft, 10)

„Aber man kommt …

… an den inne­ren Herz­kern des Erle­bens der Vor­fah­ren nicht wirk­lich her­an, und das liegt nicht an Defi­zi­ten der his­to­ri­schen Wis­sen­schaft, son­dern an der maß­lo­sen Radi­ka­li­tät des Ver­schwun­den­seins von Ver­gan­gen­heit.“ (Rai­nald Goetz, Kla­ge, 34)

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