Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

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„Das Wohnen inmitten von Büchern …

… gleicht dem all­nächt­li­chen Schlaf zar auf stets der­sel­ben Lager­stätt, – doch ent­fernt man sich träu­mend in bizar­re, noch unge­se­he­ne Räu­me; Wüs­ten zu bös­ar­ti­gen u wun­der­vol­len Gefil­den tun sich auf – am Sel­ben­ort das immer Ander­e­le­ben, dar­in die Men­schen weit­aus weni­ger auto­ma­ten­haft erschei­nen, als in der Wachen-Welt Aldi-lebenden=Toten. Daher die tie­fe Sehn-Sucht nach Büchern, eine Sucht die alles Bloß=Bildfertige bei wei­tem über­dau­ert. Aller­dings fällt die Ent­täu­schung ange­sichts schlech­ter Bücher dan­na uch grö­ßer aus, als etwa bei schlech­ten FIl­men. Der-Film ist 1 Pro­dukt der Auto­ma­ten­welt, & jegt­li­cher Auto­mat, ob Maschi­ne od Mensch, zer­stört irgend­wann sich selbst od wird von Sei­nes­glei­chen zer­bro­chen. Des­halb sind schlech­te Bücher schlim­mer als schlech­te Bil­der u noch schlim­mer als heim­tü­cki­scher Mord. -“—Rein­hard Jirgl, Die Stil­le, 125

„die zeit, vor sich betrachtet, …

kann es nicht wir­ken, son­dern die din­ge, die in der zeit sind.“—Zedler, Art. Volck (1740)

„wache auf und lies, …

… ist die bes­te maxi­me zur hei­lung der vor­ur­tei­le wider natio­nen, die man nicht kennt“—johann georg zim­mer­mann, vom natio­nal­stol­ze (1758)

„quält der gedanke …

… dich, dann denk ihn weg.“—christoph schlin­gen­sief, so schön wie hier kanns im him­mel doch gar nicht sein!, 15

„die sprache …

… bleibt ein rei­ner Himmelshauch,
Emp­fun­den nur von stil­len Erdensöhnen“—j. w. von goe­the, etymologie

„was machte ich …

… mit dem gel­de, wenn ich nicht bücher kaufte?“—gotthold eph­ra­mim les­sing an nico­lais frau

„ich war technisch …

… in der lage und hat­te kei­ne gegen­ar­gu­men­te, und so bin ich free­jazz-schlag­zeu­ger gewor­den.“ —jaki lie­be­zeit, jazzt­hing 1/​2009

„dass musik zunächst …

… dem ver­gnü­gen der aus­füh­ren­den dient, den ver­dacht habe ich öfters…“—r. ditt­mann, bad alche­my 60, 89

„ich sage dir:

… es ist nicht hei­li­ges, was nicht ent­hei­ligt, nicht zum ärm­li­chen behelf her­ab­ge­wür­digt ist bei die­sem volk, und was selbst unter wil­den gött­lich­rein sich meist erhält, das trei­ben die­se all­be­rech­nen­den bar­ba­ren, wie man so ein hand­werk treibt, und kön­nen es nicht anders, denn wo ein­mal ein mensch­lich wesen abge­rich­tet ist, da dient es sei­nem zwik, da sucht es sei­nen nuzen, es schwärmt nicht mehr, bewah­re gott! es bleibt gesezt, und wenn es fei­ert und wenn es liebt und wenn es betet und sel­ber, wenn des früh­lings hohes fest, wenn die ver­söh­nungs­zeit der welt die sor­gen alle löst, und unschuld zau­bert in ein schul­dig herz, wenn von der son­ne war­mem stra­le berauscht, der scla­ve sei­ne ket­ten froh ver­gisst und von der gott­be­seel­ten luft besänf­ti­get, die men­schen­fein­de fried­lich, wie die kin­der, sind—wenn selbst die rau­pe sich beflü­gelt und die bie­ne schwärmt, so bleibt der deut­sche doch in sei­nem fach’ und küm­mert sich nicht viel ums wetter!“—friedrich höl­der­lin, hype­ri­on oder der ere­mit in grie­chen­land (2. buch), 114

ich bringe mich …

… mit mühe zu wor­ten. man spricht wohl ger­ne, man plau­dert, wie die vögel, so lan­ge die welt, wie mai­luft, einen anweht; aber zwi­sch­ne mit­tag und abend kann es anders wer­den, und was ist ver­lo­ren am ende?“—friedrich höl­der­lin, hype­ri­on oder der ere­mit in grie­chen­land (2. buch), 47

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