Ins Netz gegangen (22.4.)

Ins Netz gegan­gen am 22.4.:

  • Das Netzwerkdurchsetzungs­gesetz: Im Zwei­fel gegen die Mei­nungs­frei­heit? | Ver­fas­sungs­blog → lukas ger­har­din­ger hat im ver­fas­sungs­blog gro­ße zwei­fel am „netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz“ (das allein wegen dem völ­lig bescheu­er­ten, fal­schen namen unsinn ist …):

    Es zeigt sich, dass das Vor­ha­ben der Bun­des­re­gie­rung ein erheb­li­ches Gefah­ren­po­ten­ti­al für das Recht der frei­en Rede birgt. Ins­be­son­de­re das vor­ge­ge­be­ne Lösch­ver­fah­ren, wel­ches rasche, nicht aber recht­mä­ßi­ge Ent­schei­dun­gen bezweckt, lässt eine Viel­zahl an feh­ler­haf­ten Ent­schei­dun­gen befürch­ten. Die dro­hen­den Geld­bu­ßen set­zen zudem einen gefähr­li­chen Anreiz. Denn neben den offen­kun­di­gen Fäl­len wird es unzäh­li­ge Zwei­fels­fäl­le geben. Und im Zwei­fel wird sich wohl kei­ne wirt­schaft­li­ch den­ken­de Platt­form für die Mei­nungs­frei­heit stark machen und dabei ein spür­ba­res Buß­geld ris­kie­ren. Es ist daher zu befürch­ten, dass die sozia­len Netz­wer­ke in gro­ßer Zahl Inhal­te löschen wer­den, die zwar unlieb­s­am sein mögen, aber gera­de des­we­gen von der Mei­nungs­frei­heit gedeckt sind. Das geplan­te Netz­werk­durch­set­zungs­ge­setz ver­kehrt damit die Frei­heits­ver­mu­tung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts in das Gegen­teil. In den sozia­len Netz­wer­ken droht nun­mehr der Grund­satz zu gel­ten: Im Zwei­fel gegen die Mei­nungs­frei­heit.

  • Kleist-Hand­schrif­ten­ge­ne­ra­tor| kleist-digi­tal → sehr cool: ein kleist-hand­schrif­ten-gene­ra­tor, mit kleist-hand­schrif­ten zum down­load als font-datei­en!
  • Wel­chen Platz sieht so jemand für Frau­en in der Gesell­schaft?“ | Zeit → über wer­bung, sexis­mus, öffent­licht­keits­gei­le spin­ner und jour­na­lis­ten …
  • Opening of UN files on Holo­caust will ‚rewri­te chap­ters of his­to­ry‘ | Guar­di­an → Archi­ve used in pro­se­cu­ti­on of Nazis reveals detai­led evi­den­ce of death camps and geno­ci­de pre­vious­ly unse­en by public

Ins Netz gegangen (13.4.)

netzgebilde (unsplash.com)Clint Adair

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  • Märchenstunde am Main | NZZ → jürgen tietz spart nicht mit deutlichen Worten über den Unsinn einer (scheinbaren) Rekonstruktion einer historischen Altstadt

    Dort, wo nach den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs nur noch rauchende Trümmer lagen, manifestiert sich heute ein gebauter Aufschrei nach verlorener Heimeligkeit und einstiger städtischer Bedeutung. Dafür musste das zu Beginn der siebziger Jahre gebaute Technische Rathaus verschwinden, nach nur 35 Jahren. So kurzatmig ist die hessische Geschichte. Was aber ist der Sinn dieser gebauten Frankfurter Märchenwelt? Leistet sie einen Beitrag, um die drängenden Fragen der Zukunft der Städte zu lösen? Wohl kaum, denn auf dem historisierenden neuen Herzstück Frankfurts entsteht gerade einmal die bescheidene Zahl von sechzig Wohnungen – mit einer Fläche von insgesamt 7000 Quadratmetern. Sonst gibt sich das Quartier als architektonisch verdichtete Seelenmassage, ein Gegenmodell zu den Hochhäusern der globalisierten Stadt.
    ...
    Der grosse Irrtum einer derart fiktionalen Stadtarchitektur ist es, dass sie wie eine gebaute Zeitmaschine wirkt. Doch sie ist nur ein Abziehbild einer deutschen Seelenlandschaft, in der die Verwundungen der Kriegs- und Nachkriegszeit bis in die nach-nachfolgende Generation andauern. So entsteht eine weinerliche Mischung aus Verlust und Verdrängung, aus romantischer Sehnsucht und einer Unfähigkeit zu trauern.

  • Werben mit Google: Ist die taz Schmuddelkram? | taz-hausblog → die taz nut googles adsense und berichtet hier von schwierigkeiten bei der "richtlinien"-einhaltung und kommunikation mit dem unternehmen
  • Wollen alle Autoren sein? Alles schreibt, keiner liest | NZZ → jochen hörisch über das sich verändernde verständnis von schreiben und lesen, den zusammenhang von sein und schreiben, welt und text

    Alles schreibt, aber kaum einer liest mehr so gründlich, konzentriert und hingebungsvoll wie der Leser in Rilkes gleichnamigem Gedicht oder der Buch-Enthusiast in Michael Endes «Unendlicher Geschichte». ... Es ist offenbar, dass Gott nicht im Sinne logischer Evidenz offenbar ist, dass auch er ein schwächelnder Autor ist, der die Kluft, die die Welt von den Worten trennt, nicht ein für alle Mal überwinden kann. ... Das Wort wird Fleisch, Bits werden Atome, die Idee der Transsubstantiation ist heute mehr als ein faszinierendes religiöses Phantasma, nämlich ein Schreibprogramm für ambitionierte Ingenieure. Wer diese Wandlung von Lese- in Schreibprogramme im Blick hat, wird sowohl das Comeback militanter Religiosität als auch die Inflation der Schreiblust heute mit anderen Augen sehen. ... Man vergisst gerne, dass die verpflichtende Alphabetisierung ein kultureller Sonderweg einer seltsamen Weltecke in einer exzentrischen Epoche ist bzw. war. Heute können, wenn sie denn Zugriff auf Zauberwerke der Ingenieurs- und Informatikerkunst haben, alle lesen und schreiben – paradoxerweise eben auch diejenigen, die nicht lesen und schreiben können. Gemeinsam ist ihnen der Wunsch, nicht nur ein Wort mitzureden, sondern Autoren zu werden, die von der Pflicht dispensiert sind, lesen zu müssen.

  • NS-Filme: Vorbehaltsvorbehalte| Freitag → dirk alt und friedemann beyer über die zunehmend unnötige, aus der zeit gefallene "vorbehalts"-lösung, die ns-propagandafilme (bzw. manche davon) unter halbverschluss hält

    Vor diesem Hintergrund mutet die hiesige Kontroverse um eine offizielle Zugänglichmachung der Vorbehaltsfilme kurios an, zumal sie nicht nur die längst unwiderrufliche Verfügbarkeit der Filme ignoriert, sondern darüber hinaus von Dämonisierung und reflexartiger Betroffenheit geprägt ist.

  • Index, A celebration of the | TLS → ein lob der indices und ihres klugheit/ihres wissens, anlässlich des sechzigjährigen bestehens der "Society of Indexers"
  • a href="http://blogs.faz.net/pop-anthologie/2017/03/18/alte-mythen-in-honig-351/">Genesis: „The Musical Box“ | Pop-Anthologie → hervorragende würdigung des großartigen "the musical box" (auf "nursery cryme") von genesis in der pop-anthologie der faz:

    Dass die Karrieren von Collins und Rutherford in Hits wie „Dance Into the Light“ oder „All I Need is a Miracle“ gipfelten, die von einer erschütternden Belanglosigkeit sind, ist das traurige Ende dieser Entwicklung. „The Musical Box“ aber darf nicht im Kuriositätenkabinett der Musikgeschichte abgelegt werden. Es gehört zum Kanon der besten britischen Popmusik.

Ins Netz gegangen (4.12.)

netz mit fisch (unsplash.com)Vikas Kanwal

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Ins Netz gegangen (30.5.)

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  • Kleist-Edi­ti­on: Ein trau­ri­ges Ende | Süd­deut­sche → kleist-exper­te und -her­aus­ge­ber klaus mül­ler-sal­get berich­tet vom sehr unrühm­li­chen umgang des han­ser-ver­la­ges mit der offen­bar grot­ten­schlech­ten, aber als ulti­ma­ti­ven ange­prie­se­nen kleist-lese­aus­ga­be von roland reuß und peter sta­en­gle – nach­dem der ver­lag eine revi­si­on ver­sprach, die feh­ler­haf­te aus­ga­be aber mun­ter wei­ter ver­kauf­te, stellt er sie nun gänz­li­ch ein (das sind übri­gens die ver­la­ge, die über die vg wort geld von den urhe­bern haben wol­len – für ihre uner­setz­li­chen leis­tun­gen …)
  • re:publica 2016 – Thors­ten Schrö­der & Frank Rie­ger: Ad-Wars → span­nen­der vor­trag von frank rie­ger & thors­ten schrö­der über adblo­cker, mal­wa­re und gefah­ren­ab­wehr im netz (mit lösung­vor­schlä­gen!)
  • Muse­ums­di­rek­tor Köh­ne im Gespräch: Wir müs­sen es wagen! | FAZ → eck­art kröh­ne, direk­tor des badi­schen lan­des­mu­se­ums, will sein muse­um öff­nen – die faz spricht im inter­view von einer „revo­lu­ti­on von unten“:

    Muse­en sind eigent­li­ch so ange­legt, dass sie die wis­sen­schaft­li­ch fach­li­che Deu­tungs­ho­heit für ihre Inhal­te haben. Wir ver­su­chen, neben die­sem kura­to­ri­schen Strang einen zwei­ten Strang zu ent­wi­ckeln, bei dem wir sel­ber nicht mehr deu­ten, son­dern die Nut­zer und Nut­ze­rin­nen des Muse­ums das tun.

  • Kri­se des Libe­ra­lis­mus: Ein auto­ri­tä­res Ange­bot | Zeit → tho­mas ass­heu­ser ver­sucht sich in der „zeit“ an einer ana­ly­se der situa­ti­on des libe­ra­lis­mus – und so viel er rich­tig beob­ach­tet, fra­ge ich mich doch, ob sein aus­gangs­punkt – dass näm­li­ch „unse­re“ moder­ne libe­ra­le gesell­schaft so eng mit dem libe­ra­lis­mus zusam­men­hängt, wirk­li­ch rich­tig ist. ich ten­die­re ja eher zur annah­me, dass die poli­tik der letz­ten jahre/jahrzehnte gen­au das – näm­li­ch den libe­ra­lis­mus – ver­lo­ren hat, auch ohne in das auto­ri­tä­re geham­pel der rech­ten zu ver­fal­len.

    Man kann sich leicht aus­ma­len, wel­ch kleb­ri­ge Attrak­ti­vi­tät eine sol­che Apart­heid­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt, wenn Bür­ger das Gefühl haben, sie sei­en Moder­ni­sie­rungs­ver­lie­rer und könn­ten sich für ihre libe­ra­le Frei­heit nichts kau­fen. Die rech­te Alter­na­ti­ve ver­spricht dage­gen die Befrei­ung von der Befrei­ung und den Abschied von Euro­pa sowie­so. Sie malt die Nati­on als gute Stu­be mit Hirsch­ge­weih und kugel­si­che­ren But­zen­schei­ben, als Trutz­burg gegen Ter­ror, Kli­ma­ka­ta­stro­phe und Flücht­lin­ge, kurz: als wet­ter­fes­ten Herr­gotts­win­kel für Men­schen mit apo­ka­lyp­ti­schen Vor­ge­füh­len, die nicht zu Unrecht fürch­ten, die „Welt drau­ßen“ kön­ne über ihren Köp­fen zusam­men­bre­chen. Das auto­ri­tä­re Ange­bot ver­fängt.

  • Exzel­lenz­in­itia­ti­ve: Pri­vat ein Las­ter, öffent­li­ch eine Tugend | FAZ → jochen höri­sch über den „dou­ble­speak“ in bezug auf die exzellenziniative,die auch vie­le (betei­lig­te) wis­sen­schaft­ler für sub­op­ti­mal bis unsinn hal­ten, das aber selten/kaum öffent­li­ch sagen

    Man muss kein appro­bier­ter Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler sein, um die all­täg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on an den Uni­ver­si­tä­ten über die alte wie die neu auf­ge­leg­te Exzel­lenz­in­itia­ti­ve auf­fal­lend und ana­ly­se­be­dürf­tig zu fin­den. Denn immer wie­der macht sich ein pro­fa­nes Dilem­ma bemerk­bar. Im ältes­ten Medi­um, der face-to-face-com­mu­ni­ca­ti­on, wird noch sehr viel stär­ker als son­st gänz­li­ch anders über die Exzel­lenz­in­itia­ti­ve gespro­chen als in der publi­zier­ten Schrift­form. Antrags­pro­sa oder Ver­laut­ba­run­gen von offi­ziö­sen Uni­ver­si­täts­zeit­schrif­ten begrü­ßen die Erneue­rung der Exzel­lenz­in­itia­ti­ve, ansons­ten aber hört man zumeist läs­ter­li­che Reden.

  • Corporate’s Child | text­dump → zur lage der poli­tik eini­ge schar­fe beob­ach­tun­gen und anmer­kun­gen in guen­ter hacks text­dump:

    Der Staat gibt vor, alles sehen zu kön­nen (sie­he Punkt 2), wenn er aber han­deln soll, tut er so, als sei­en ihm die Hän­de gebun­den, von der bösen EU, durch inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge, durch Res­sour­cen­man­gel, durch die all­ge­mei­ne Wirt­schafts­lo­gik, die halt nun mal so ist. Wenn der Staat agiert, dann nur mit noch mehr Repres­si­on nach unten, weil das halt ein­fa­cher ist, als Steu­ern von Ama­zon zu ver­lan­gen. Die­se Dis­kre­panz führt zu einer Art Theo­di­ze­e­ge­fühl, die schon ziem­li­ch mas­si­ve Welt­re­li­gio­nen hat abschmel­zen las­sen.

    Die neo­na­tio­na­lis­ti­schen Par­tei­en sind nicht des­we­gen so erfolg­reich, weil sie dis­rup­tiv wären, son­dern weil sie bestehen­de Leit­li­ni­en der Main­stream-Poli­tik der letz­ten 30 Jah­re kon­se­quen­ter und skru­pel­lo­ser wei­ter­den­ken als die Cor­po­ra­te-Poli­ti­ker selbst.

Ins Netz gegangen (14.4.)

Ins Netz gegan­gen am 14.4.:

  • Farm to Fable | Tam­pa Bay Times → ein inter­es­san­ter und auf­wen­dig recher­chier­ter, aber sehr lan­ger (und bis­wei­len arg lang­at­mi­ger) text der restau­rant­kri­ti­ke­rin der „tam­pa bay times“ in flo­ri­da über die lügen der gas­tro­no­mie, was „local“ (in deutsch­land eher: regio­nal) zuta­ten (und her­kunfts­an­ga­ben über­haupt) angeht. auf den punkt gebracht:

    If you eat food, you are being lied to every day.

    (es gibt aber auch posi­ti­ve bei­spie­le …)

  • Bil­ler unre­ad | der Frei­tag → micha­el ange­le vom „frei­tag“ schreibt eine sam­mel­re­zen­sen­si­on der kri­ti­ken von bil­lers „bio­gra­fie“

    So bil­de­te sich mir beim Lesen ein eige­ner klei­ner Roman über einen Kri­ti­ker, was will man mehr.

  • Exit-Stra­te­gie: Herrn­dorfs Revol­ver | FAS → julia encke hat sich im lite­ra­tur­ar­chiv mar­bach die waf­fe von wolf­gang herrn­dorf zei­gen las­sen und erzählt für die „fas“ die geschich­te, wie sie dort­hin kam

    Doch ist die eigent­li­che Poin­te viel­leicht eine ganz ande­re. Denn von Wolf­gang Herrn­dorf liegt hier in Mar­bach jetzt nur der Revol­ver und kein Manu­skript, kei­ne Skiz­ze, kei­ne hand­schrift­li­chen Noti­zen. Nur die Reli­quie sozu­sa­gen, aber nicht die Schrift. Wer „Arbeit und Struk­tur“ liest – die­ses über­wäl­ti­gen­de Buch mit zwei Prot­ago­nis­ten: Wolf­gang Herrn­dorf und sei­ne Waf­fe -, der kennt auch die Pas­sa­gen, in denen der Autor sei­ne Abnei­gung gegen­über Ger­ma­nis­ten ziem­li­ch deut­li­ch zum Aus­druck bringt. Dass die Ger­ma­nis­ten jetzt nur das Werk­zeug der Been­di­gung des Schrei­bens in die Hän­de bekom­men und nicht den Text selbst, das hät­te ihm mög­li­cher­wei­se gefal­len. Es passt jeden­falls zu der Art von Scher­zen, die Wolf­gang Herrn­dorf moch­te.

  • Unge­wöhn­li­cher Klang­poet: Zum Tod des Kom­po­nis­ten Josef Anton Riedl | BR-Klas­sik → heu­te erst erfah­ren: josef anton riedl ist gestor­ben. für br-klas­sik hat hel­mut rohm einen guten nach­ruf geschrie­ben.

    Sein eige­nes mul­ti­me­dia­les, Gat­tungs­gren­zen spren­gen­des Schaf­fen aber lässt sich kaum auf den Punkt brin­gen. Jeden­falls hat er – wie sein Freund Die­t­er Schne­bel es tref­fend sag­te – nie „nor­ma­le“ Musik geschrie­ben.

  • Aldis final Dis­count­down | Kraut­re­por­ter → peer scha­der über den „stra­te­gie­wech­sel“ bei aldi und die damit ein­her­ge­hen­den pro­ble­me für händ­ler, her­stel­ler und kun­den
  • A Smart Black­let­ter Font: 7 Ques­ti­ons for Ger­rit Ans­mann | Typography.Guru → war­um – und vor allem wie – ein deut­scher phy­si­ker eine frak­tur-schrift für das 21. jahr­hun­dert aufbereitet/aktualisiert
  • How an inter­net map­ping glit­ch tur­ned a ran­dom Kan­sas farm into a digi­tal hell | Fusi­on → cra­zy sto­ry, was pas­siert, wenn eine/mehrere ip-loca­ti­ons-fir­ma beschlie­ßen, ips, deren adres­se sie nicht gen­au ken­nen, der „mit­te“ eines lan­des zuord­nen – da wohnt unter umstän­den näm­li­ch jemand …
  • Natur­schutz: Was ist nur aus uns gewor­den? | Zeit → har­al wel­zer ist etwas rat­los – all das grü­ne leben, das bemü­hen um nach­hal­tig­keit und öko­lo­gie – es scheint nichts zu nut­zen, weil das „immer mehr“ aus dem kapi­ta­lis­ten sys­tem offen­bar nicht weg­zu­be­kom­men ist …

    Der Preis für das so per­fekt funk­tio­nie­ren­de Bünd­nis zwi­schen Öko­be­sorg­nis und Nor­mal­wirt­schaft ist hoch: Nicht nur klafft heu­te zwi­schen der aus­ge­bau­ten Exper­to­kra­tie in Minis­te­ri­en, Uni­ver­si­tä­ten, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Umwelt­ver­bän­den und -räten aller Art und der bun­ten, aber eher staats­fer­nen und ent­po­li­ti­sier­ten Gras­wur­zel­ak­ti­vis­ten-Sze­ne eine gro­ße gesell­schafts­po­li­ti­sche Lücke, auch ist den Grü­nen ihr Mar­ken­kern abhan­den­ge­kom­men, seit die gan­ze Gesell­schaft sym­bo­li­sch ergrünt ist.

    Das wirkt sich umso dra­ma­ti­scher aus, als die Fol­gen einer fort­ge­setz­ten Natur­zer­stö­rung heu­te immer deut­li­cher wer­den – bis hin zu den sozia­len Fol­gen in Gestalt von Flucht und Ver­trei­bung. Eine Wei­le lang hat die Öko­be­we­gung als Moder­ni­sie­rungs­im­puls für eine moder­ne Gesell­schaft gewirkt, die so etwas regel­mä­ßig braucht, um neue Märk­te, Pro­duk­te und Bedürf­nis­se zu erschlie­ßen. Aber in die­ser Moder­ni­sie­rung hat sie sich selbst weit­ge­hend ver­lo­ren. Ivan Illi­ch hat­te auf Selbst­be­gren­zung bestan­den, weil es kei­ner noch so effi­zi­enz­ge­schärf­ten Pro­duk­ti­vi­tät jemals gelin­gen kön­ne, „die nach Belie­ben geschaf­fe­nen und mul­ti­pli­zier­ten Bedürf­nis­se zu befrie­di­gen“. Wohl wahr. Aber Selbst­be­gren­zung ist einem Sys­tem wesens­fremd, des­sen Erfolgs­re­zept gera­de dar­in liegt, unab­läs­sig natür­li­che Gren­zen zu über­schrei­ten.

  • wör­ter­buch­kri­tik an einer wer­be­an­zei­ge | lexi­ko­gra­phieb­log → schön: wer sei­ne anzei­ge als lexi­ko­nein­trag gestal­tet, muss auch damit rech­nen, dass ein lexi­ko­gra­ph sie lexi­ko­gra­phi­sch kri­ti­siert …

Ins Netz gegangen (30.3.)

Ins Netz gegan­gen am 30.3.:

  • Wel­che Ursa­chen das Töten im Namen Got­tes hat | FAZ – ein sehr guter gast­bei­trag von fried­rich wil­helm graf (der ja meis­tens sehr klu­ge din­ge sagt …) in der „faz“ über ursa­chen des reli­giö­sen ter­rors

    Es dient nicht der Ent­schul­di­gung der der­zeit im Namen Allahs aus­ge­üb­ten Ver­bre­chen, mög­li­che his­to­ri­sche Par­al­le­len sicht­bar und auf die Gewalt­po­ten­tia­le in allen Reli­gio­nen auf­merk­sam zu machen. Aber es ver­hin­dert eine fal­sche, essen­tia­lis­ti­sche Sicht auf den Islam, den es so wenig wie das Chris­ten­tum gibt. Die mus­li­mi­schen Reli­gi­ons­kul­tu­ren in Euro­pa sind in sich höchst viel­fäl­tig und durch ganz unter­schied­li­che kol­lek­ti­ve Erfah­run­gen geprägt. Mus­li­me in Kreuz­berg, deren Eltern oder Groß­el­tern ein­st aus der Tür­kei kamen, tei­len nicht die trau­ma­ti­sie­ren­den Erin­ne­run­gen an kolo­nia­le Fremd­herr­schaft, die für vie­le fran­zö­si­sche, noch vom Alge­ri­en-Krieg gepräg­te Mus­li­me kenn­zeich­nend sind.

    Nach den Anschlä­gen von Paris und nun auch Brüs­sel ließ sich im poli­ti­schen Betrieb eine Reak­ti­on beob­ach­ten, die nur als fal­sches seman­ti­sches Invest­ment bezeich­net wer­den kann: Staats­prä­si­den­ten, Regie­rungs­chefs und Par­tei­vor­sit­zen­de beschwo­ren ein­hel­lig „die Wer­te Euro­pas“ oder „des Wes­tens“, die man gegen alle ter­ro­ris­ti­schen Angrif­fe ver­tei­di­gen wer­de.
    […] Aber mit Wer­te-Rhe­to­rik ist nie­man­dem gehol­fen.

    Wert“ war ursprüng­li­ch ein Begriff der öko­no­mi­schen Spra­che, und sei­ne Ein­wan­de­rung in ethi­sche Debat­ten und juris­ti­sche Dis­kur­se hat nur dazu geführt, die frei­heits­dien­li­che Unter­schei­dung von gesetz­li­ch kodi­fi­zier­ten Rechts­nor­men und mora­li­schen Ver­bind­lich­kei­ten zu unter­lau­fen. Des­halb ist es fatal, wenn Ver­tre­ter des Rechts­staa­tes die­sen im Kampf gegen den Ter­ro­ris­mus nun als eine „Wer­te­ge­mein­schaft“ deu­ten.

    für einen theo­lo­gen auch fast über­ra­schend, aber natür­li­ch abso­lut rich­tig und ein punkt, der immer wie­der gestärkt und ver­deut­licht wer­den muss (weil er so ger­ne ver­ges­sen wird): 

    Für wirk­li­ch alle gilt allein das Recht, und des­halb sind Rechts­bre­cher zu ver­fol­gen und zu bestra­fen.

  • Aus dem Tage­buch eines Bene­dik­ti­ner­pa­ters: Wie man 1684 im Dom in Mainz den Oster­sonn­tags­got­tes­dienst fei­er­te | All­ge­mei­ne Zei­tung – die main­zer „all­ge­mei­ne zei­tung“ bringt eine moder­ni­sier­te fas­sung eines tage­buch­be­richts über die oster­fei­er 1684 in mainz, ver­fasst von einem rei­sen­den bene­dik­ti­ner­pa­ter jose­ph diet­rich aus dem klos­ter ein­sie­deln in der schweiz
  • My Heroic and Lazy Stand Again­st IFTTT | Pin­board Blog – der pinboard-gründer/betreiber maciej cegłow­ski erklärt, war­um es sei­nen (übri­gens sehr emp­feh­lens­wer­ten) ser­vice nicht mehr bei ifttt gibt. die kurz­fas­sung: deren unver­schäm­ten, erpres­se­ri­schen bedin­gun­gen für ent­wick­ler
  • Wer­bung – für 6 Euro | Über­me­di­en – peter breu­er blät­tert sich auf „über­me­di­en“ durch die vogue – und ist wenig ange­tan

    Das The­ma der „Vogue“ ist: „Lan­ge­wei­le“. Sowohl in den Anzei­gen als auch in der Foto­stre­cke. „Komm Baby, stell Dich mal so hin und schau so pikiert, als wür­dest Du an einen völ­lig ver­koch­ten Grün­kohl den­ken.“ Die Mäd­chen sind dünn, die Gesich­ter leer, die Kla­mot­ten teu­er. In den Sech­zi­gern gab es einen Dr. Oet­ker-Spot, in dem eine Frau am Herd steht, ein Fer­tig­ge­richt zau­bert und ein Spre­cher sagt: „Eine Frau hat zwei Lebens­fra­gen: Was soll ich anzie­hen? Und was soll ich kochen?“ Die Frau­en der „Vogue“ haben sogar nur eine Lebens­fra­ge, und selbst die macht ihnen offen­sicht­li­ch kei­nen Spaß.

  • Inge­borg Bach­mann: „In mir ist die Höl­le los“ | ZEIT ONLINE – der ger­ma­nist Jose­ph McVeigh durf­te frü­he brie­fe von inge­borg bach­mann benut­zen und zitie­ren und ist nun sicher, dass man das werk der auto­rin nur bio­gra­phi­sch ver­ste­hen kann. zum glück ist die „zeit“ gegen­über sol­chem metho­di­schen unsinn etwas skep­ti­scher …

    Ich habe kei­ne Matrat­zen­schnüf­fe­lei betrei­ben wol­len“, sagt Bio­graf McVeigh, „aber wenn man die zer­stö­re­ri­sche Wir­kung der bei­den kata­stro­phal geschei­ter­ten Bezie­hun­gen auf das Leben von Inge­borg Bach­mann nicht berück­sich­tigt, kann man ihr spä­te­res Werk kaum ver­ste­hen.“

  • Pres­se­mit­tei­lun­gen als Gen­re: Ein-Bli­ck in die uni­ver­si­tä­re Akten­kun­de der Neu­zeit | Uni­BloggT – was eine sehr knap­pe und schnö­de pres­se­mit­tei­lung einer uni­ver­si­tät dem akten­kund­li­ch ver­sier­ten his­to­ri­ker alles ver­ra­ten kann …

Ins Netz gegangen (17.3.)

Ins Netz gegan­gen am 17.3.:

  • Flücht­lings­de­bat­te: Slo­ter­di­jks intel­lek­tu­el­le Selbst­de­mon­ta­ge | Frank­fur­ter Rund­schau – der phi­lo­so­ph tho­mas grund­mann über sei­nen kol­le­gen slo­ter­di­jk, die zurück­hal­tung der eige­nen zunft in aktu­el­len poli­ti­schen fra­gen (oder „der“ poli­ti­schen fra­ge …) und mög­li­che alter­na­ti­ven zu zurück­hal­tung, schwei­gen oder intel­lek­tu­ell unred­li­chem gepol­ter à la slo­ter­di­jk …

    Slo­ter­di­jk geht sei­nen Weg der intel­lek­tu­el­len Selbst­de­mon­ta­ge offen­bar unbe­irr­bar und lust­voll wei­ter.
    […] Was müs­sen wir also bes­ser machen? Ers­tens scheint es klar, dass Intel­lek­tu­el­le auch ange­sichts mas­si­ver Unge­wiss­hei­ten über die Fol­gen poli­ti­schen Han­delns nor­ma­ti­ve Ori­en­tie­rungs­hil­fe geben müs­sen. Was wäre denn die Alter­na­ti­ve? Dass Poli­ti­kern der­art wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen ganz allein über­las­sen wer­den? Das kann nie­mand ernst­haft wol­len. Zwei­tens kön­nen wir auch unter Unge­wiss­heit die Wahr­schein­lich­kei­ten von Sze­na­ri­en abwä­gen und die Kon­se­quen­zen ver­schie­de­ner Ver­läu­fe durch­spie­len. Das ist in der Ethik und poli­ti­schen Phi­lo­so­phie durch­aus nichts Neu­es. Drit­tens soll­te man von Intel­lek­tu­el­len und Phi­lo­so­phen zum jet­zi­gen Zeit­punkt kei­ne kon­kre­ten Hand­lungs­an­wei­sun­gen erwar­ten, son­dern Ori­en­tie­rung in grund­le­gen­den Wer­te­fra­gen.

  • Power­ed by Pep­si: Der Trend zum Nati­ve Adver­ti­sing | tori­al Blog – tobi­as len­artz im „tori­al blog“ über nati­ve adver­ti­sing, sei­ne mög­lich­kei­ten und die (momen­ta­ne) pra­xis
  • Stra­te­ge Frank Stauss über den Wahl­kampf in Rhein­land-Pfalz | FAZ – die „faz“ hat ein sehr inter­es­san­tes inter­view mit dem (auch blog­gen­den) wahl­kampf­ma­na­ger der spd in rhein­land-pfalz, frank stauss, geführt

    Wenn Sie einen Kan­di­da­ten mit Hal­tung haben, erge­ben sich vie­le Ent­schei­dun­gen im Wahl­kampf von selbst.
    […] Ent­schei­dend ist aber, dass man die Par­tei, die Spit­zen­kan­di­da­tin und auch wir Bera­ter vom eige­nen Weg über­zeugt sind. Dann muss man ein­fach auch dran glau­ben, dass man mit die­sem Weg eine Mehr­heit der Men­schen errei­chen wird. Man darf die­sen Weg nicht ver­las­sen. Son­st erge­ben sich ganz neben­bei neue Kon­flik­te mit der Par­tei selbst oder den han­deln­den Per­so­nen. Kurs hal­ten, das ist ent­schei­dend. Man darf um Got­tes wil­len nicht anfan­gen, in einem Wahl­kampf Schlan­gen­li­ni­en zu fah­ren. Inso­fern bleibt auch gar nichts ande­res übrig: Wenn man glaubt, dass es der rich­ti­ge Weg ist, dann strahlt man die Über­zeu­gung aus. Wenn man nicht gewon­nen hat, kann man wenigs­tens in den Spie­gel schau­en. Vie­le ver­lie­ren auf den letz­ten Metern die Ner­ven und ver­ges­sen ihre eige­nen Über­zeu­gun­gen. In dem Fall ging es Julia Klöck­ner so und nicht uns. Obwohl – eigent­li­ch weiß ich ich bis heu­te nicht, wovon sie eigent­li­ch über­zeugt ist.

  • a list of Free Soft­ware net­work ser­vices and web app­li­ca­ti­ons which can be hosted local­ly | Git­hub – groß­ar­ti­ge lis­te mit self-hosted open-sour­ce-soft­ware für (fast) alle zwecke …
  • Über die Pflicht des Leh­rers zur Kri­tik am Schul­sys­tem -

    Aus­ge­hend von die­ser Dia­gno­se, muss ich mich als Päd­ago­ge selbst in Fra­ge stel­len. Ich habe Ver­ant­wor­tung für die Bil­dung der mir anver­trau­ten SuS. Es ist aus mei­ner Sicht die Pflicht eines jeden Päd­ago­gen sich im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten für das Wohl der SuS zu enga­gie­ren. Vor die­sem Hin­ter­grund muss ich tat­säch­li­ch immer wie­der mein Tun und mei­ne Hal­tung hin­ter­fra­gen.

    Eine kri­ti­sche Per­spek­ti­ve der Päd­ago­gen auf sich selbst genügt aber nicht, um zu ver­ste­hen, was faul ist im Schul­sys­tem. Denn der Bli­ck auf die Ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen ver­stellt die Per­spek­ti­ve auf die Zwän­ge des Schul­sys­tems. Vie­les was aus Sicht der Schü­ler schief läuft, ist eben nicht auf per­sön­li­ches Ver­sa­gen, son­dern auf sys­te­ma­ti­sche Män­gel zurück­zu­füh­ren.

    […]

    Das Sys­tem schränkt LuL in Ihrem Schaf­fen und SuS in ihrem Ler­nen ein. Mir ist des­halb voll­kom­men unklar, wie­so ich mich wie im Kom­men­tar gefor­dert mit dem Sys­tem abfin­den soll­te. Im Gegen­teil: Wer ein wirk­li­ch guter Leh­rer wer­den will, muss das Sys­tem ver­än­dern wol­len, damit er ein guter Leh­rer wer­den kann.

Ins Netz gegangen (22.9.)

Ins Netz gegan­gen am 22.9.:

Ins Netz gegangen (17.2.)

Ins Netz gegan­gen am 17.2.:

  • Was man als klei­ner Ver­lag so alles mit dem Buch­han­del erlebt | Sei­ten­flü­gel – ein (sehr) klei­ner ver­lag über sei­ne erfah­run­gen mit dem hohen „kul­tur­gut“ des deut­schen buch­han­dels (und ama­zon zum ver­gleich):

    Vie­le klei­ne Buch­händ­ler haben kei­nes­wegs erkenn­bar mehr Ver­ständ­nis für klei­ne Ver­la­ge. Sie wet­tern zwar herz­li­ch gern gegen Kon­zer­ne und Mono­po­lis­ten, aber wenn man mit ihnen zu tun hat, ist ihr geschäft­li­cher Ego­is­mus oft kei­nen Deut gerin­ger als bei den Groß­un­ter­neh­men.

  • Theo­lo­ge Fried­rich Wil­helm Graf – „Wir haben Reli­gi­on noto­ri­sch unter­schätzt“ – graf, wie meis­tens sehr ver­stän­dig und klug, in einem sehr lesen-/hörenswerten inter­view mit deutsch­land­ra­dio über reli­gio­nen, moder­ne und ihre bedeu­tung:

    Ich weiß nicht, war­um Belie­big­keit so etwas Schlim­mes oder Schlech­tes sein soll. Wir müs­sen ein­fach mit der Tat­sa­che klar­kom­men und dies akzep­tie­ren ler­nen, dass in den ent­schei­den­den Fra­gen unse­res Lebens jeder für sich selbst oder jede für sich selbst ver­ant­wort­li­ch ist.

  • René Jacobs: „Ich bestehe auf mei­nem Recht, krea­tiv zu sein“ – Thea­ter an der Wien – derStandard.at › Kul­tur – rené jacobs über sei­ne arbeit, den „bar­bie­re“ von gio­van­ni pai­si­el­lo heu­te auf­zu­füh­ren und dem kom­po­nis­ten gerecht zu wer­den:

    Es ist natür­li­ch gut, wenn man weiß, was ein Auto­graf ent­hält. Aber Oper war immer ein Work in Pro­gress. Und ich bestehe auf mei­nem Recht, auch krea­tiv sein zu dür­fen.

  • Equa­ti­on Group: Spio­na­ge­soft­ware der Super­la­ti­ve ent­deckt | ZEIT ONLINE – es ist kaum zu glau­ben: aber es geht immer noch etwas grau­si­ger, wenn nsa & co. im spiel sind

    Sie ver­steckt sich unlösch­bar auf Fest­plat­ten und spio­niert hoch­ran­gi­ge Zie­le aus: Anti­vi­ren­spe­zia­lis­ten ent­de­cken extrem aus­ge­feil­te Mal­wa­re mit Par­al­le­len zu Stux­net.

  • SZ-Leaks: Schleich­wer­bung für Steu­er­hin­ter­zie­hung | klar und deut­li­ch -

    Off­shore-Leaks, Lux-Leaks und jetzt Swiss-Leaks: Die Süd­deut­sche Zei­tung ist das Sturm­ge­schütz des Finanz­amts. Die Redak­ti­on ver­öf­fent­licht regel­mä­ßig Infor­ma­tio­nen aus inter­nen Bank­un­ter­la­gen, an die sie durch Whist­leb­lo­wer kommt. Was die Zei­tung nie erwähnt: Dass sie selbst ihre Leser auf die Steu­er­hin­ter­zie­hung im Aus­land hin­ge­wie­sen hat und sich dafür von den Ban­ken bezah­len ließ. Ich war damals in der Redak­ti­on dafür zustän­dig. Es war das Jahr 2007, es war mein ers­ter Job nach d…

  • Sam Tay­lor-John­sons „50 Shades of Grey“ in der Kri­tik – ha! (diet­mar dath war im kino):

    Dass frei­li­ch das sexu­ell Anre­gends­te an einem Sado­ma­so-Film von 2015 die Kunst eines seit sieb­zehn Jah­ren toten Mafia-Unter­hal­ters ist, spricht Bän­de über die Tal­soh­le der ent­hemmt-ver­klemm­ten Dau­er­lust­si­mu­la­ti­on, in der sich die Mas­sen­kul­tur der­zeit täg­li­ch laut­stark ver­si­chert, dass heu­te ja zum Glück so gut wie nichts mehr ver­bo­ten ist.

  • Klaus The­we­leit: „2000 Light Years from Home“ (Vor­trag zur Pop­ge­schich­te) -

    Vor­trag von Klaus The­we­leit unter dem Titel „So tun als gäbe es kein Mor­gen oder: 2000 Light Years from Home“,gehalten am 3. Novem­ber 2011 

    – eine art pop­ge­schich­te

  • Die Ober­schen­kel der Nati­on | Blog Maga­zin – michè­le bins­wan­ger über sport­re­por­ter, frau­en­sport und sexis­mus

    Man kann dem Sport­re­por­ter wohl kaum einen Vor­wurf machen. Schliess­li­ch besteht die Haupt­qua­li­fi­ka­ti­on für die­sen Beruf vor­nehm­li­ch dar­in, schwit­zen­de Men­schen dana­ch zu fra­gen, wie sie sich jetzt füh­len.

  • Inter­view mit Opern-Gram­my-Gewin­ner Burk­hard Schmil­gun – das (eher klei­ne) osna­brü­ck­er label hat einen gram­my gewon­nen – für die ein­spie­lung einer weit­ge­hend ver­ges­se­nen char­pen­tier-oper:

    Nie­mand hat uns Bescheid gesagt. Auch der Diri­gent und der Künst­ler nicht, die die Aus­zeich­nung offen­bar in klei­ner Grup­pe in Los Ange­les ent­ge­gen genom­men haben.

  • Die Inte­gra­ti­on läuft deut­li­ch bes­ser als ver­mu­tet – Süddeutsche.de – felix ste­phan in der sz:

    Inte­gra­ti­on wird immer noch dann als geschei­tert betrach­tet, wenn am Ende etwas ande­res als ein zwei­tes Müns­ter her­aus­kommt.[…] In den moder­nen Metro­po­len gebe es eigent­li­ch nur eine Grup­pe, die sich eine eth­ni­sche Segre­ga­ti­on leis­ten kön­ne, so El-Maf­aa­la­ni: die Wohl­ha­ben­den.

  • Fast­nacht in Mainz: Frau­en sind auf den när­ri­schen Büh­nen Man­gel­wa­re – Ver­ei­ne wagen sich an Erklä­rungs­ver­su­che – All­ge­mei­ne Zei­tung – die main­zer az über die rol­le der frau­en in der main­zer fast­nacht – und die zähig­keit, mit der sie sich im schne­cken­tem­po ändert:

    Nach­dem der MCC sei­ne Komi­tee­te­rin prä­sen­tiert habe, sei­en die Frau­en eines ande­ren gro­ßen Ver­eins auf die Bar­ri­ka­den gegan­gen, da die­se dort auch im Komi­tee sit­zen woll­ten. „Wor­auf­hin uns die Män­ner die­ses Ver­eins ver­är­gert gefragt haben, wie wir damit nur anfan­gen konn­ten“, berich­tet er.

    (gibt noch mehr schö­ne bei­spie­le für sexis­mus im text .…

  • Open Access? Ver­öf­fent­li­chen unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit – Taschwer forscht nach – derStandard.at -

    So wird open access zum finan­ci­al excess: Um sich als Autor einer Buch­be­spre­chung für eine Fach­zeit­schrift das Recht zu erwir­ken, die Rezen­si­on online stel­len zu dür­fen, ver­langt Wiley-VCH schlan­ke 2500 Euro vom Rezen­sen­ten.

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