Oxana Omelschuck, Gaunerlieder für gemischten Chor (die UA singt das SWR Vokalensemble unter Stephen Layton beim Éclat-Festival in Stuttgart):
Ich hasse Bücher oder Schriften, die mit einem Geburtsdatum anfangen. Überhaupt hasse ich Bücher oder Schriften, in welchen biografisch-chronologisch vorgegangen wird, das erscheint mir als die geschmackloseste, gleichzeitig die ungeistigste Methode.
—Thomas Bernhard
Ins Netz gegangen am 10.3.:
- EU-Datenschutzverordnung: Bundesregierung hofiert Lobbyisten | ZEIT ONLINE – grausam und beängstigend:
Das zuständige Bundesinnenministerium lässt sich massiv von Wirtschaftslobbyisten beeinflussen und versucht, die Datenschutzverordnung in deren Sinne zu gestalten.
- Last Week Tonight with John Oliver: Infrastructure (HBO) – YouTube – »Infrastructure«: Eine sehr sehenswerte Verbraucherinformation mit John Oliver/Last Week Tonight >
- „Critical Mass“: Flashmob auf Rädern radelt für Gleichberechtigung – Mainz& – „Flashmob auf Rädern radelt für Gleichberechtigung“: @Mainzund über die Critical-Mass (@cm_Mainz) in #Mainz >
- Der Müry Salzmann Verlag im Porträt » CULTurMAG – schönes porträt des jungen müry-salzmann-verlages, bei dem gute und schöne bücher erscheinen (u.a. auch der charmante kleine roman „mezzogiorno“ von patrick maisano)
- Interview mit Kristoffer Fynbo Thorning, Postyr | Vokalklang –
- Straßenbau in Deutschland: Noch ein Genosse der Bosse – taz.de – die taz über pläne gabriels, weiter große teile der infrakstruktur zu privatisieren – weil’s so toll klappt und den bürgern und dem staat so irre viel geld spart …
- Fritz J. Raddatz über die fünf Bücher seines Lebens – DIE WELT -
Kurz vor seinem Tod baten wir Fritz J. Raddatz, uns die fünf wichtigsten Bücher seines Lebens vorzustellen. Das Protokoll, das nun zum Vermächtnis eines großen Geistes geworden ist.
- Diskussion um Marihuana – So verlogen wir die Drogen – Kultur – Süddeutsche.de – Bernd Graf rantet in der @SZ herrlich über die irrationalen Verlogenheiten des Drogendiskurses
- Briefwechsel von Marcel Reich-Ranicki und Peter Rühmkorf – ein kleiner auszug aus dem briefwechsel von 1983
nicht in der Länge liegt hier die Enge, sondern in der merklich geschrumpften Brust der FAZ – die hat nicht mehr die schöne pluralistische Breite
- Terrorabwehr: Sagt doch, welche Bedrohung ihr seht! | ZEIT ONLINE – Terrorabwehr: Sagt doch, welche Bedrohung ihr seht!
- Die Stille nach dem Erbrechen – Freitext – Feridun Zaimoglu kommt nach #Mainz (am Aschermittwoch!) – und erlebt eine andere & fremde Welt >
- Fritz H. Raddatz gestorben | TITANIC – Das endgültige Satiremagazin – RT @giesbert: Titanic mit dem passenden Nachruf: „Fritz H. Raddatz gestorben“
- Streit um Heidegger-Lehrstuhl: Martin? Edmund! – Bei @kaube lernt man etwas. Z.B. das Wort „Innenseiter“: Streit um Heidegger-Lehrstuhl: Martin? Edmund!
- Wie linksextrem bist Du?| Polldaddy.com – Wie linksextrem bist Du?
- Der NSU-Komplex – Nachrichten – DIE WELT – das ist alles schon ganz schön unglaublich, was hier nach und nach zum vorschein kommt (und doch auch wieder nicht überraschend – wer erwartet von geheimdiensten denn etwas anderes als konspirativ am rande der legalität oder dahinter zu arbeiten? das das allerdings mit solcher chuzpe (und unfähigkeit) geschieht, ist schon erstaunlich …
Bisher unveröffentlichte Dokumente zu einem der größten und rätselhaftesten Kriminalfälle der Republik bringen den Verfassungsschutz in Not: Wie nah …
- LEAD digital: SMS von der Kuh: Wie die Bauern digital werden – über die (digitale) technisierung der landwirtschaft in deutschland im überblick
Drohnen über Getreidefeldern, satellitengesteuerte Mähdrescher, Handy-Nachrichten vom Milchvieh: Mit Internet und Datenbanken machen sich auch die Bauern an die digitale Wende. Doch nicht alle können und wollen durchstarten.
- Über Fotografie, Kommunikation, dämliches Grinsen und den öffentlichen Raum | Mario Sixtus – mario sixtus wird grundsätzlich ##blockquote## Wenn jeder einzelne Bürger seine Privatsphäre mit nach draußen nimmt und erwartet, dass sie dort unberührt bleibt, dann ist der öffentliche Raum nicht öffentlich, und dann ist es auch kein Raum, sondern allerhöchstens ein Strom aus einzelnen Privatschollen.##/blockquote
und natürlich hat er recht: öffentlicher raum ist etwas anderes als die privatsphäre. und wir sollten dafür geeignete regen finden – gerade in einer zeit, die die öffentlichen räume eh’ schon stark genug einschränkt und kontrolliert und überwacht … - Mittelschicht: Die Kassierer – ZEIT ONLINE mobil – laaanger text über die deutsche „mittelschicht“ und ihr anspruchsdenken:
Das Ehegattensplitting ist zu einem Running Gag der Sozialgeschichte geworden. Morgens geht die Sonne auf, abends geht sie unter, und das Ehegattensplitting bleibt. Sogar die Atomkraft war in Deutschland müheloser zu beseitigen.
[…]Es ist etwas zerbrochen, das lange Zeit als unzerstörbar galt: die Solidarität des aufstrebenden Bürgertums mit dem Staat. - 23.02.2015: Der Feind steht links (neues-deutschland.de) -
Wären die Autoren konsequent, müssten sie SPD und Papst als zumindest potenziell linksextrem bezeichnen. Und das zeigt, wie willkürlich und fragwürdig ihre L‑Skala ist. […] Letztendlich zeigt sich, dass es den Autoren, wie immer bei Extremismus- oder Totalitarismustheorien, um eines geht: um die Legitimation der herrschenden Ordnung aus Marktwirtschaft und freiheitlich-demokratischer Grundordnung.
Freundlich sein.
[…] Man sollte es mit allen Mitteln versuchen. Man sollte immer ein paar Melodien im Kopf haben, daß man einfallslosen Straßengeigern Vorschläge machen kann.
—Christoph Meckel, Freundlich sein (1961)
deine eignen knochen mußt du weiter denken, kommata
im satzbau dieser gegend
—Lutz Seiler, im felderlatein, 16
Nun also auch Masaaki Suzuki: Der Dirigent hat mit seinem Bach Collegium Japan jetzt auch den namensgebenden Bach und sein direktes Umfeld verlassen. Die großen Dirigenten der historisch informierten Aufführungspraxis machen das ja schon einige Zeit vor und sind inzwischen bereits im 20. Jahrhundert angelangt. Ganz so weit reist Suzuki in der Zeit nicht – aber bis Mozart hat er es inzwischen auch geschafft. Und sogar bis ganz an dessen Ende: Da steht das Requiem – so dicht am Tod, dass es unvollendet blieb.
Fertigstellungen des Fragments gibt es ohne Zahl, nur übertroffen von den Mythen, die sich um das Requiem und den Tod seines Schöpfers ranken. Masaaki Suzuki fügt dem für seine jetzt erschiene Aufnahme des Requiems eine eigene Vervollständigung hinzu – die aber wiederum sehr stark auf den bekannten Ergänzungen Franz Xaver Süßmayers beruht, sie hauptsächlich um kleine Änderungen in der Instrumentation fortschreibt sowie mit Joseph Eyblers Arbeiten ergänzt. Neu ist hier vor allem eine kurze Amen-Fuge am Ende der Sequenz, die Suzuki selbst auf der Basis einer Mozart-Skizze (die dem Requiem nicht eindeutig zugeordnet werden kann) gesetzt hat.
Und neu ist bei dieser Aufnahme vor allem der herrliche Klang des Bach Collegiums Japan, der Mozart bisher versagt blieb. Und da sie all ihre Vorzüge, zu denen an erster Stelle ihr disziplinierter, klarer und heller Klang mit deutlichster Artikulation gehört, auch bei Mozart einsetzen, wird das Requiem zu einem sehr reinen Vergnügen. Zumal Suzuki auch hier emotional sehr kontrolliert bleibt – es gibt zweifellos überschäumendere Aufnahmen – und auf pathetische Gesten oder aufsehen erregende Effekte ganz verzichtet. Die stringent leuchtende Klarheit, die er – und vor allem die Sänger des Bach Collegiums – dem Lacrimosa mitgeben: Das ist großartig. Denn die Hauptqualität seiner Aufnahme ist unbestreitbar: Man hört einfach alles, was in der Partitur passiert. Suzuki musiziert das Requiem mit einer schlanken Lebendigkeit und pointierter Platizität: Nichts scheint seiner Aufmerksamkeit zu entgehen, alle Teile erklingen in einer vibrierenden Ausgeglichenheit. Die Präzision der Artikulation und Phrasierung lassen auch die durchaus sehr zügigen Tempi ganz unproblematisch und natürlich erscheinen: Die Spannung bleibt über das gesamte Requiem hinweg hoch, ein Nachlassen kennt Suzuki kaum. Der feine, detailreiche Klang – an dem auch die um neutrale und genaue Abbildung bemühte Tontechnik von BIS großen Anteil hat – zeugt von akkurater Vorbereitung und präziser Ausführung, selbst in bewegten und turbulenten Sätzen wie dem Kyrie. Chor und Orchester – beides nicht sehr groß besetzt – befinden sich hier immer in wunderbarster Balance. In jedem Moment hat man den Eindruck, den ganzen, den reinen Mozart zu hören – und vergisst darüber gerne, dass hier gar nicht so viel vom Meister selbst erklingt. Auch die Solisten, allen voran die Sopranistin Carolyn Sampson, passen sich in dieses fein austarierte Klanggeschehen fugenlos ein, wie das fast opernhafte Recordare schon beim ersten Hören beweist. Ergänzt wird das formidable Requiem auf der vorliegenden SACD noch um eine energisch strahlende Aufnahme der „Vesperae solennes de confessore“ (KV 339) aus Mozarts Salzburger Zeit.
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d‑moll (KV 626), vervollständigt von Masaaki Suzuki; Vesperae solennes de confessore (KV 339). Carolyn Sampson, Marianne B. Kielland, Makoto Sakurada, Christian Immler, Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki. BIS 2091, 2014.
(zuerst erschienen in „Chorzeit – Das Vokalmagazin“, #13 Februar 2015)
ein netter song von den großartigen „postyr“ (die übrigens gerade einen „plattendeal“ für das zweite album, das im herbst erscheinen soll, abgeschlossen haben):
Beim Klicken auf das und beim Abspielen des von YouTube eingebetteten Videos werden (u. U. personenbezogene) Daten wie die IP-Adresse an YouTube übertragen.
http://twitter.com/stporombka/status/560814607078789121
http://twitter.com/guenterhack/status/561594714282262528
http://twitter.com/guenterhack/status/561893777175236608
music in the streets https://t.co/m3VpUAMnv6 #streetart pic.twitter.com/yVoW6OV02Q
— Street Art Buzz (@StreetArtBuzz) January 18, 2015
http://twitter.com/FJ_Murau/status/562577423678849024
Menschen, die Dinge „auf gut Deutsch“ sagen, tun es meistens in schlechtem.
— David Hugendick (@davidhug) February 4, 2015
http://twitter.com/Wondergirl/status/563030972833484801
http://twitter.com/Wondergirl/status/563339220279103488
„Floppy disks are like Jesus. They died to become the icon of saving.“
— Marina Weisband (@Afelia) February 9, 2015
You have to hope that bold people at Rolex are hard at work on an all-mechanical smart phone
— Pinboard (@Pinboard) February 20, 2015
http://twitter.com/historytoby/status/569251518907621376
http://twitter.com/ASchmidt_Zitate/status/569489347654909952
Trampende Roboter sind eine wichtige Zwischenstufe zu schwarzfahrenden Robotern.
— Süßwassermatrose (@HHerrnbrodt) February 22, 2015
Derrida war zweifellos ein großer Philosoph, aber der King war er im Herbert-von-Karajan-Ähnlichkeitswettbewerb.
— @kreidler.bsky.social (@_Kreidler) February 23, 2015
http://twitter.com/einheinser/status/570115663248957440
Beste Autorenbiographie ever:
Tilman Rammstedt war bis Ende 2013 CEO bei Tilman Rammstedt und ist seitdem dort als externer Berater tätig. Außerdem ist er amtierender deutscher Vizemeister im Nickerchenmachen.
(auch der Rest des Textes ist ziemlich großartig!)
Attwenger, Oida:
Beim Klicken auf das und beim Abspielen des von YouTube eingebetteten Videos werden (u. U. personenbezogene) Daten wie die IP-Adresse an YouTube übertragen.
ein vorgeschmack auf das neue album „spot“, das im märz erscheint
