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Taglied 3.3.2012

Ges­tern live (aller­dings mit Orgel) gese­hen und gehört: Nos­fe­ra­tu von Mur­nau, mit Musik von Ste­phan Graf von Both­mer. So etwas ungefähr:

Trai­ler Both­mer Nos­fe­ra­tu Chor

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Taglied 2.3.2012

Now only an expert can deal with the problem
Becau­se half the pro­blem is see­ing the problem
And only an expert can deal with the problem
Only an expert can deal with the problem

So if there’s no expert deal­ing with the problem
It’s real­ly actual­ly twice the problem
Cau­se only an expert can deal with the problem
Only an expert can deal with the problem

Lau­rie Ander­son, Only An Expert /​May­be if I Fall

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Taglied 1.3.2012

Pas­send zur CD von heu­te noch etwas ent­spre­chen­de Musik:

Simon Naba­tov spielt Her­bie Nichols:

Simon Naba­tov plays „The Spin­ning Song“ by Her­bie Nichols

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(The Spin­ning Song)
Simon Naba­tov plays „Lady Sings The Blues“ by Her­bie Nichols

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(Lady Sings The Blues)

Und Her­bie Nichols spielt Her­bie Nichols:


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(The Spin­ning Song)

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(Lady Sings The Blues)

Spinning: Simon Nabatov spielt Herbie Nichols

Wer immer (noch) Zwei­fel hat, dass Jazz eine Kunst ist, der höre sich mal Simon Naba­tovs neu­es­te Solo-CD an. Da spielt der rus­sisch­stäm­mi­ge Pia­nist – einer der größ­ten Ken­ner und Kön­ner im zeit­ge­nös­si­schen Jazz (und nicht nur unter den Pia­nis­ten, auch wenn er über eine aus­ge­spro­chen for­mi­da­ble Tech­nik ver­fügt), auch wenn er viel­leicht nicht der krea­tivs­te Musi­ker ist. Das merkt man schon an der Viel­falt sei­ne Pro­jek­te – und der FIn­ger­fer­tig­keit, mit der er sich den ver­schie­dens­ten Sti­len und Aus­druck­wei­sen anpasst (allein schon die ver­schie­de­nen Unter­neh­mun­gen in wech­seln­den Kon­stel­la­tio­nen mit Nils Wogram, von sei­nen Solo­pro­jek­ten ganz zu schweigen). 

Jetzt hat er sich die Musik des eher ver­ges­se­nen Pia­nis­ten Her­bie Nichols (hier eine klei­ne Wür­di­gung von Hans-Jür­gen Schaal)vor­ge­nom­men: „Spin­ning Songs“ heißt die bei Leo-Records erschie­ne­ne Auf­nah­me. Und zeigt wie­der ein­drück­lich, was Naba­tov drauf hat: Das ist eine der kunst­volls­ten Pia­no-Jazz-Plat­ten nicht nur der letz­ten Zeit, son­dern über­haupt. Hier tref­fen zwei Grö­ßen auf­ein­an­der: Ein genia­ler Kom­po­nist und ein schöp­fe­ri­scher Pia­nist. Denn Naba­tov führt vor, was in der Musik Her­bie Nichols drin steckt. Und was ihm dazu ein­fällt – die Gren­zen sind sehr, sehr fließend. 

Viel­leicht liegt es an der Ähn­lich­keit der bei­den Musi­ker, dass das hier so toll funk­tio­niert: Bei­des sind Jazz-Musi­ker, die sich stark der „klas­si­schen“ Musik des 20. Jahr­hun­derts öffne(te)n und das auch in ihrer Musik hören las­sen. Das pas­siert bei Naba­tov sowie­so öfters, bei Nichols liegt es nahe, da auch er sich von zeit­ge­nös­si­chen Kom­po­nis­ten wie Bar­tók und Satie beein­flus­sen ließ. Jetzt kom­men noch Debus­sy, Lige­ti und vie­les ande­re hin­zu. Und es bleibt doch Jazz: Ein gar nicht so klei­ner Rest Unfer­tig­keit, eine deut­li­che Pri­se Spon­ta­nei­tät ist immer zu hören. Die­se Offen­heit und Jetz­ge­bun­den­heit bei gleich­zei­ti­ger Dich­te des Kla­vier­sat­zes und Fül­le der Ideen – die­se Kom­bi­na­ti­on ist typisch für Simon Naba­tov (und ziem­lich einzigartig).

Gleich die ers­ten bei­den Stü­cke der CD las­sen das schon sehr deut­lich hören: Die in man­cher Hin­sicht etü­den­haf­te (Lige­ti!) wir­ken­de „2300 Skid­doo“ und vor allem das weit aus­grei­fen­de, sich manch­mal auch etwas ver­lie­ren­de, hin und her wen­den­de Moment des „Spin­ning Song“ zei­gen Naba­tov auf der Höhe sei­ner Kunst, sei­ner pia­ni­sti­chen Fer­tig­keit und sei­nes Ein­falls­reich­tums. Und wie hin­ge­bungs­voll er sich dann „Lady Sings the Blues“, Nicols bekann­tes­ter Kom­po­si­ti­on (weil Bil­lie Holi­day sie sang), wid­met, wie fein und dann auch wie­der kraft­voll er das aus­lo­tet – ein­fach wun­der­bar, ein ech­ter Hör­ge­nuss, der in sei­ner Viel­schich­tig­keit vie­les ent­de­cken lässt.

Immer aber gilt dabei: Naba­tov pflegt einen sehr frei­en Umgang mit der Musik Her­bie Nichols. Er denkt sie wei­ter, enti­ckelt sie spie­lend wei­ter – so dass das am Ende eben durch­aus eine ech­te Naba­tov-CD ist. Er macht das hier auch nicht zum ers­ten Mal, 2009 hat er schon einen Video-Mit­schnitt eines Kon­zer­tes mit die­sem Mate­ri­al ver­öf­fent­licht. Und trotz­dem ist das auch auf die­ser CD noch (wie­der?) frisch, noch sprü­hend vor Ent­de­cker­geist, manch­mal auch so sprü­hend vor Ein­fäl­len und Idee, die alle unter­ge­bracht wer­den (müs­sen), dass es leicht etwas über­la­den wir­ken könn­te. Aber Naba­tov ist dann doch Pia­nist und Musi­ker genug, das gera­de noch zu bän­di­gen – so weit, dass der Über­fluss ganz rich­tig erscheint und die Wild­heit nur so weit gezähmt wird, dass es Ohren­kom­pa­ti­bel wird. Zumin­dest so eini­ger­ma­ßen – aber garan­tiert für offe­ne, spaß­freu­di­ge Ohren.

Simon Naba­tov: Spin­ning Songs of Her­bie Nichols. Leo Records LR 632, 2012.

Taglied 29.2.2012

Bei desti­na­ti­on-out habe ich heu­te etwas groß­ar­ti­ges ent­deckt: Hans Rei­chel & sein Daxo­phon. Das klingt etwa so:

Shang­hai­ed on Tor Road by HANS REICHEL

Liebe, Götter und Musik: Händels „Semele“

Kom­pli­zier­ter geht es kaum noch. Da ist Seme­le, die Toch­ter des Königs von The­ben. Sie soll eigent­lich Atha­mus hei­ra­ten, hat ins­ge­heim aber ein Ver­hält­nis mit dem Gott Jupi­ter. Dafür ist ihre Schwes­ter Ino in den Bräu­ti­gam ver­liebt. Auch Juno, Apol­lo und eini­ge ande­re Figu­ren aus Göt­ter- und Men­schen­welt mischen noch mit, bis Seme­le am Ende beim Ver­such, selbst gött­lich zu wer­den, stirbt und die rest­li­chen Betei­lig­ten ohne sie ihr Hap­py End erle­ben und fei­ern kön­ne. Das Pro­gramm­heft benö­tigt fünf Sei­ten für eine ver­ständ­li­che und hin­rei­chend aus­führ­lich Inhalts­zu­sam­men­fas­sung. Und dabei ist das noch nicht ein­mal eine Oper – Hän­del hat sei­ne „Seme­le“ aus­drück­lich als Ora­to­ri­um ver­stan­den und auch so kom­po­niert, trotz des Libret­tis. Das ist schon den Zeit­ge­nos­sen auf­ge­fal­len, bei der Urauf­füh­rung bemerkt ein Freund Hän­dels wenig freund­lich: „Das ist kein Ora­to­ri­um, son­dern eine zoten­haf­te Oper, eine eng­li­sche Oper, die Nar­ren als Ora­to­ri­um bezeich­nen.“ Zum Glück hat sich die­se Mei­nung nicht durch­ge­setzt. Oft zu hören ist die „Seme­le“ aber trotz­dem nicht. Dank des Kol­legs für Alte Musik, Barock vokal, das an der Main­zer Musik­hoch­schu­le ein Wei­ter­bil­dungs­pro­gramm für jun­ge Sän­ger und Sän­ge­rin­nen anbie­tet, war die Geschich­te von Seme­le jetzt in der Chris­tus­kir­che zu erle­ben. Vor allem war die Musik zu hören – das es nicht um Hand­lung ging, macht schon ein ers­ter Blick deut­lich: Alle Betei­lig­ten in stren­gem schwarz, in klas­si­scher Ora­to­ri­en­form: Vorn die Solis­ten von Barock vokal, hin­ten der Chor der Musik­hoch­schu­le, dazwi­schen das mit stu­den­ti­scher Ver­stär­kung famos leicht und durch­sich­tig spie­len­de Main­zer Bach­or­ches­ter. Aber was den Augen fehlt, kön­nen die Ohren leicht aus­glei­chen. Denn alle der immer­hin zehn Sän­ger und Sän­ge­rin­nen um Eli­sa­beth Scholl, die eine wun­der­bar kla­re, kon­trol­lier­te Seme­le singt, haben sich ihre Rol­le genau erarbeitet.
Zusam­men­ge­hal­ten und mit bewun­ders­wer­ter Prä­zi­si­on in allen Details aus­ge­malt wird das von Ralf Otto, der aus dem künst­li­chen Beginn ein immer packen­de­res und mit­rei­ßen­de­res Dra­ma ent­wi­ckelt, das erst mit dem Schluss­chor und Hap­py End Erleich­te­rung bie­tet. Und das macht er so deut­lich und so über­zeu­gend schön, dass man dazu nicht ein­mal der Hand­lung in jedem Detail fol­gen kön­nen muss. 

mrz.

Taglied 28.2.2012

Laps­lap, hoch­wer­ti­ges Impro­vi­sa­ti­ons-Trio mit viel, ganz viel Elek­tro­nik (also genau das rich­ti­ge für mich …) aus Schott­land, bei Leo-Records ihre CDs ver­öf­fent­li­chend (das garan­tiert ja auch schon eine gewis­sen Qua­li­tät – und Offen­heit, die Pro­gramm die­ses rüh­ri­gen Labels ist). Die vier­te CD, „gra­ni­ta“, der drei Frick­ler lag heu­te in mei­nem Brief­kas­ten (für weni­ge Euros zu erwer­ben bei Leo direkt, vor allem wenn man die Rabatt-Akti­on ausnutzt …).

Ein paar kur­ze Aus­schnit­te aus der Ensem­ble-Home­page:

[wpau­dio url=„http://www.michael-edwards.org/lapslap/mp3/hungry-taster.mp3“ text=„Lapslap: hun­gry (Aus­schnitt)“ dl=„0“] [wpau­dio url=„http://www.michael-edwards.org/lapslap/mp3/rhapsody-taster.mp3“ text=„Lapslap: rhap­so­dy in light yel­low (Aus­schnitt)“ dl=„0“]

und noch ein län­ge­res Stück aus dem Lap­Cast:

[wpau­dio url=„http://www.lapslap.co.uk/wp-content/uploads/2009/04/stutter.mp3“ text=„Lapslap: stut­ter“ dl=„0“]

Taglied 27.2.2012

Heu­te ist schon wie­der eine Intakt-CD bei mir ein­ge­tru­delt, „Cami­no Cie­lo Echo“ des fan­tas­ti­schen Tom Rai­ney Tri­os (mit Mary Hal­vor­son & der gran­dio­sen Saxo­pho­nis­tin Ingrid Lau­b­rock) – fas­zi­nie­ren­de Musik ist das, für alle Free-Jazz-Freun­de unbe­dingt zu emp­feh­len. Hier kann man sich ein Bild in sechs Tei­len machen:

Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 1

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Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 2

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Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 3

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Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 4

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Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 5

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Tom Rai­ney Trio (Ingrid Lau­b­rock, Mary Hal­vor­son) Cor­ne­lia Street Café (12−30−11) 6

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Taglied 26.2.2012

Zwei klit­ze­klei­ne Aus­schnit­te aus Hän­dels wirk­lich über­ra­schend schö­nem Ora­to­ri­um „Seme­le“:

Ceci­lia Bar­to­li – Seme­le – No no, I’ll take no less

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Ceci­lia Bar­to­li – Seme­le – End­less plea­su­re, end­less love

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Taglied 25.2.2012

Heu­te mal wie­der ein paar Plat­ten gehört … Dar­un­ter auch das schö­ne, berüh­ren­de Alters­werk von Gil Scott-Heron. Und dar­aus ist auch das hier: 

Gil Scott-Heron – ‚I’m New Here’ (offi­ci­al video)

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und noch das hier:

Gil Scott-Heron – ‚Me And The Devil’ (Offi­ci­al HD Video)

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