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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Taglied 10.3.2012

Heu­te zum ers­ten Mal die fes­seln­den „Sankt Gerold Varia­ti­ons“ von Evan Par­ker, Paul Bley und Bar­re Phil­lips gehört, aber lei­der online nicht gefun­den. Des­halb das hier von den glei­chen drei alten Her­ren (aus dem sel­ben Jahr, aber von „Time Will Tell“):

Paul Bley Evan Par­ker Bar­re Phil­lips : Time Will Tell

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Taglied 9.3.2012

Heu­te muss es natür­lich Ornet­te Cole­man sein, zum 82. Geburts­tag. Die Aus­wahl ist natür­lich rie­sig, ich ver­zich­te mal auf das epo­cha­le „Free Jazz“ und neh­me etwas aus dem wesent­lich jün­ge­ren „Tone Dia­l­ing“ (von 1995). Zum Bei­spiel das „Bach Prelude“:

Ornet­te Cole­man & Prime Time – Bach Prelude

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Oder noch etwas aus dem noch neu­ren „Sound Grammar“, „Call to Duty“:

ornet­te cole­man – call to duty

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Darjeeling Oaks SFTGFOP1

Die fei­nen Blät­ter in First-Flush-Qua­li­tät rie­chen fast etwas uner­war­tet für einen Dar­jee­ling, näm­lich etwas in Rich­tung Kräu­ter oder (gutem) Wie­sen­heu – obwohl das kei­nes­wegs ein grü­ner Tee ist. In der recht kräf­tig gefärb­ten Tas­se ver­än­dert sich das, um im Bild zu blei­ben, hin zur fri­schen Blu­men­wie­se. Er schmeckt auch etwas blu­mig, recht frisch und ange­nehm fül­lig. Kurz gesagt: Ein soli­der Tee der obe­ren Mit­tel­klas­se (was sich natür­lich auch im Preis ange­nehm niederschlägt …) 

Tee: Dar­jee­ling Oaks von Kolod­ziej & Lieder
Zube­rei­tung: 16 Gramm für 1,5 Liter Was­ser bei knapp 100 °C 2:30 Minu­ten zie­hen lassen.

Taglied 8.3.2012

David Phil­ip Hef­ti, (T)raum-Ze(n)it, für zwei Bass­kla­ri­net­ten, gespielt von Petra Stump & Heinz-Peter Lins­halm:

David Phil­ip Hef­ti – (T)raum-Ze(n)it (Stump-Lins­halm)

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Taglied 7.3.2012

Wada­da Leo Smith, ein aus­ge­zeich­ne­ter Trom­pe­ter in vie­len Zusam­men­hän­gen, hier mit „sei­nem“ Gol­den Quar­tet in einem Kon­zert­aus­schnitt (die ers­ten zehn Minu­ten) vom Sep­tem­ber 2011:

Cross­cur­rent 3 – Wada­da Leo Smith Gol­den Quar­tet (extra­ct) – New York Sep­tem­ber 9th 2011

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Eine Auf­nah­me des gesam­ten Kon­zer­tes hat incon­stant sol bereit­ge­stellt: klick.

Taglied 6.3.2012

Sono­re ist wirk­lich eines der gro­ßen Ensem­bles des Jazz. Man muss sich das immer wie­der anhö­ren. Zum Bei­spiel das hier:

Sono­re – „Ele­ments of Refusal“.wmv

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China Nanyue Maofeng

Nanyue Maofeng, das trockene BlattTrotz des Namens „Maofeng“ hat der Tee mit die­sem dort über­haupt nichts zu tun – weder in Bezug auf sei­ne Her­kunft noch auf sein Geschmack. Die­ser hier, der Nanyue Maofeng (wie immer von Kolod­ziej & Lie­der) ist ein grü­ner Tee, der wei­che, hel­le Blät­ter hat, die im tro­cke­nen Zustand leicht ver­dreht und fuse­lig sind – fast wie Woll­schnip­sel … Vor dem Auf­guss duf­tet das frisch-wür­zig, nach dem Was­ser­kon­takt auch kommt eine deut­li­che Gras­no­te hin­zu und die Blät­ter zei­gen sich auch deut­lich grü­ner gefärbt.

Nanyue Maofeng, die TasseDie Tas­se, irgend­wo zwi­schen hel­lem Grün und sehr hel­lem Braun schwan­kend, duf­tet eher ver­hal­ten, aber fül­lig und inten­siv. Ab dem zwei­ten Auf­guss wen­det sich das zum einem gol­de­nen Braun und wird wesent­lich dunk­ler. Der Tee schmeckt dann auch so: Voll­mun­dig und stark, ohne streng zu sein, son­dern fast so flau­schig wie die Tee­blät­ter im tro­cke­nen Zustand. Das ist wun­der­bar har­mo­nisch und kul­ti­viert – genau so, wie Tee eben sein soll­te ;-). Die wür­zi­ge Note wird beim zwei­ten Auf­guss noch gestei­gert, so dass der Nanyue Maofeng dann wirk­lich eine sel­te­ne Inten­si­tät bie­ten kann.

Nanyue Maofeng nach derm ersten AufgussDer Tee, „mit der tao­is­ti­schen und bud­dhis­ti­schen Tra­di­ti­on der Regi­on ver­bun­den“ (was auch immer das heißt), wuchs an den Hän­gen der Hengs­han-Ber­ge im Hun­an-Distrikt und wur­de im Früh­ling gepflückt. Das könn­te jeden­falls mein neu­er Lieb­lings­tee werden …

Tee: Chi­na Nanyue Maofeng von Kolod­ziej & Lieder
Zube­rei­tung: ca. 4 Gramm Tee in der Sei­ten­griff­kan­ne mit 85 °C war­men Was­ser 20 Sekun­den zie­hen lassen.

Symphonie des Grauens: Klingender Stummfilm

Eine Sym­pho­nie des Grau­ens ohne Ton? Heu­te wäre das undenk­bar. Vor 90 Jah­ren war es das noch lan­ge nicht. Im Gegen­teil: Das „Nos­fe­ra­tu“ von Fried­rich Wil­helm Mur­nau, der ers­te Dra­cu­la-Film über­haupt, als Stumm­film ent­stand, war alles ande­re als ein bewusst gewähl­tes Stilmittel. 

Ste­phan Graf von Both­mer hat das neu ver­tont. Das „Nos­fe­ra­tur“ nicht der der ers­te Film ist, zu dem er, der sich auch ger­ne „Stumm­film­graf“ nen­nen lässt, eine neue Musik schöpft, hört man sofort. Both­mer weiß, was er macht – und was er machen muss, um dem Film sein Poten­ti­al aus­spie­len las­sen zu können.
Mit Orgel, Sopran und Chor steht im in der bis auf den letz­ten Platz besetz­ten Alt­müns­ter­kir­che ein brei­tees Klang­spek­trum zur Ver­fü­gung. Das nutzt er auch ger­ne aus: Dun­ja Kop­pen­hö­fer darf nicht nur äthe­ri­sche Voka­li­sen sin­gen, son­dern auch quiet­schen, äch­zen, schrei­en und mark­erschüt­ternd dämo­nisch lachen – schließ­lich ist das ja ein Vam­pir­film. Der Chor, ein eigens für die bei­den Auf­füh­run­gen in der Alt­müns­ter­kir­che zusam­men gestell­tes Ensem­ble „The silent voices“ unter der Lei­tung von Armin Rauch ergänzt das noch und sorgt für klang­li­che Tiefe. 

Both­mer an der Kir­chen­or­gel lie­fert unter­des­sen die Haupt­sa­che: eine unter­stüt­zen­de Ton­ku­lis­se, die sich qua­si non-stop in Bewe­gung befin­det und den Film mal sach­te, mal auch sehr deut­lich unter­stüzt, ohne auf der Selbst­stän­dig­keit des akus­ti­schen Moments zu ver­zich­ten. Er ist ein gro­ßer Freund der Sekund­be­we­gung und der har­mo­ni­schen Rückung. Vom Barock bis zur Mini­mal Music lässt Both­mer vie­les anklin­gen, ohne ein blo­ßes Sam­mel­su­ri­um zu bie­ten. Denn vor allem sei­ne Dis­po­si­ti­on über die Sze­nen hin­weg zeugt von der genau­en Beschäf­ti­gung mit dem Film. Und des­halb ist sei­ne Beglei­tung auch kei­ne blo­ße Unter­ma­lung, son­dern eine akus­ti­sche Unter­stüt­zung des Bil­des. Flä­chen­haf­te und beweg­te Klän­ge wech­seln ste­tig und dür­fen sich auch mal über­la­gern. Haupt­sa­che, die flie­ßen­de Musik hilft dabei, die Sze­nen­wir­kung ein­drück­lich zu ver­stär­ken. Tat­säch­lich trägt Both­mer wesent­lich dazu bei, dass die­ser Film wirk­lich eine „Sym­pho­nie des Grau­ens“ wird. Beson­ders die düs­te­ren Klän­ge des drit­ten Akts und ihre gran­dio­se sym­pho­nisch ange­leg­te Stei­ge­rung zei­gen, wie meis­ter­haft Both­mer als Film­mu­si­ker arbei­tet – auch wenn man durch­aus hört, dass er eher Pia­nist als Orga­nist ist. 

Und er gönnt sich und dem Publi­kum einen beson­de­ren Luxus, ein ech­tes offe­nes Ende: Ob das Opfer der Hel­din und der Tod des Vam­pirs wirk­lich die Erlö­sung ist? Die Musik ver­wei­gert eine kla­re Ant­wort. Das ist gut, denn sie war schon bis hier­her so viel­schich­tig wie der Film, ohne die­sen zu ver­eindeu­ti­gen. Und mehr kann und braucht eine Stumm­film­mu­sik gar nicht leisten. 

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.) 

Taglied 5.3.2012

Heu­te dank con­ti­nuo etwas neu­es ent­deckt, näm­lich die Orgel­mu­sik des schwe­di­schen Kom­po­nis­ten Sieg­fried Nau­mann, die dort auch her­un­ter­ge­la­den wer­den kann. Hier nur ein klei­nes Bei­spiel für Orgel & Per­cus­sion, „Bom­bar­de“:

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Taglied 4.3.2012

ein­fach mals so (weil ich mich gera­de durch die Opern-Gesamt-Edi­ti­on von Gar­di­ner höre …):

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