Zu Beginn steht gleich etwas ganz Beson­de­res auf dem Pro­gramm: Das Som­mer­se­mes­ter eröff­net die Hoch­schu­le für Musik am Mitt­woch mit dem Ora­to­ri­um „Il mar­ti­rio di San­ta Ceci­lia“ von Ales­san­dro Scar­lat­ti. Unter der Lei­tung von Mar­tin Lutz wer­den aktu­el­le und ehe­ma­li­ge Stu­die­ren­de gemein­sam mit dem Ensem­ble „Parn­as­si musi­ci“ das erst kürz­lich wie­der­ent­deck­te und ver­leg­te Werk in der Augus­ti­ner­kir­che auf­füh­ren. Damit knüpft die Hoch­schu­le naht­los an das ver­gan­ge­ne Semes­ter an. Da hat­ten sie in einer Kopro­duk­ti­on mit dem Staats­thea­ter „La Giudit­ta“ von Scar­lat­ti sehr erfolg­reich auf die Büh­ne gebracht. Auch sonst bemüht sich die Hoch­schu­le um viel Kon­ti­nui­tät. Das klei­ne Fes­ti­val „Mainz-Musik“ wird mit fünf Kon­zer­ten im Juni wie­der viel neue und aktu­el­le Musik vor­stel­len. Die Inter­na­tio­na­le Som­mer­schu­le „Sin­ging Sum­mer“ wird im Sep­tem­ber nun schon zum fünf­ten Mal voka­le Kunst­fer­tig­kei­ten ver­mit­teln und auch vorführen.

Neu dage­gen ist die Aus­wei­tung der Koope­ra­ti­on zwi­schen Hoch­schu­le und der Stif­tung Vil­la Musi­ca, die unter dem Titel „Spek­trum“ neben ande­rem auch alte und neue Gesän­ge zu Dan­tes Gött­li­cher Komö­die mit Video­pro­jek­tio­nen zusam­men­füh­ren wird.

Wei­te­re Höhe­punk­te im Som­mer sind der „Tanz in den Mai“ – zwar ohne Tanz, dafür aber mit viel tän­ze­ri­scher und fil­mi­scher Musik, gespielt vom Hoch­schul­or­ches­ter unter der Lei­tung von Wol­ram Kolo­seus im Licht­hof Hand­werks­kam­mer Rhein­hes­sen. Und der Bari­ton Chris­toph Bege­mann wird den 175. Geburts­tag von Johan­nes Brahms mit einer erle­se­nen Aus­wahl eher sel­ten gesun­ge­ner Lie­der fei­ern. Doch der gro­ße Umbruch wird erst im Herbst kom­men: Dann zieht die Musik­hoch­schu­le end­lich in ihr neu­es Domi­zil auf dem Cam­pus. Rek­tor Jür­gen Blu­me und sei­ne Ver­tre­te­rin Clau­dia Eder sind frei­lich schon jetzt vol­ler Vor­freu­de. Die musi­ka­li­sche Nut­zung des Neu­baus hat dann frei­lich schon längst begon­nen. Denn Peter Kie­fer fängt schon vor der offi­zi­el­len Ein­wei­hung an, dort zu arbei­ten und das Gebäu­de – auch in unvoll­ende­tem Zustand – musi­ka­lisch zu nut­zen. Mit sei­nem Pro­jekt „Klang-Bau-Stel­le“ wird er am 14. Mai mit sei­nen Stu­den­ten und min­des­tens einer Beton-Misch­ma­schi­ne den Bau akus­tisch erfor­schen und einweihen.

(geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung)