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abendlied

abend­lied, lago di como

herbst, wenn die kas­ta­ni­en die waf­fen stecken,
mor­gen­ster­ne rings­um ver­streut am boden
lie­gen. in den zwei­gen die vogelbeeren
             prah­len mit ihrem 

gift. nun ruhen sie, all die angelhaken
auf dem grund, die holz­boo­te in den schuppen
wäh­rend sich die blät­ter in rauch verwandeln,
             ruhen die villen

aus von ihrem prunk, und ein saum laternen
trennt die pro­me­na­de vom see. die leere
auto­fäh­re trägt eine letz­te ladung
             licht übers wasser. 

- – Jan Wag­ner, Aus­tra­li­en, 21

Veröffentlicht in literatur

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