Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Kategorie: literatur Seite 26 von 38

„Kunst soll …

… unver­ständ­lich sein, die Welt ist auch so.“ (Rai­nald Goetz, Kla­ge, 17)

sterne

die ster­ne lügen nicht. Sie sind bloß wahn­sin­nig gewor­den. Diet­mar Dath, Pho­non, 41

Markt

Das ein­zi­ge, was das freie Zusam­men­spiel von Ange­bot und Nach­fra­ge im Geis­ti­gen der­zeit behin­dert, ist der doo­fe Markt. Hof­fent­lich bricht er bald zusam­men, damit man wie­der zum Schrei­ben und Lesen kommt. Die­ter Dath, Heu­te kei­ne Kon­f­er­zen, 25

„Der Lauf der Dinge …

… ist ein hoff­nungs­lo­ser Roman­ti­ker und eng befreun­det mit der Bit­ter­keit.“ (Ben­ja­min Maack, Die Welt ist ein Park­platz und endet vor Dis­ney­land, 37)

„Das Gedächtnis ..

… ist ein hoff­nungs­lo­ser Roman­ti­ker und eng befreun­det mit dem Kli­schee.“ (Ben­ja­min Maack, Die Welt ist ein Park­platz und endet vor Dis­ney­land, 32)

„Der Mund …

… ist auch zum Schwei­gen da. Denn Das­wort ist der höchs­ten Güter nicht. Doch aller Ehr=Geiz, alles Stre­ber­tum ist im-Wort. So schla­gen die-Jah­re ihren Weg durch immer unbe­kann­te Wild­nis­se der-Leben­den, deren Fuß­spu­ren unbe­kannt blei­ben als sei­en sie durch Was­ser gelau­fen, u alles Schwei­gen wird unter­schätz. (Rein­hard Jirgl, Die Stil­le, 528)

„Wo Geschichte nach Atem ringt, …

… holt Natur !erstaun­lich schnell sich zurück, was lan­ge Menschen=Geschichte zuvor ihr geraubt.“ (Rein­hard Jirgl, Die Stil­le, 423)

„Ich höre keine Musik …

… mehr. Ich kann Musik nicht ertra­gen. Ich has­se Musik. Wenn man mich fragt, ist Musik einer der Grün­de, war­um alles zum Teu­fel geht. Jedes Mal, wenn ich Musik höre – als ich noch Musik hör­te -,war mir, als müss­te ich alles auf­ge­ben. […] Musik schafft hirn­lo­se Einig­keit, sonst nichts. Musik steht für Ver­ant­wor­tungs­ver­drän­gung. […] Musik ist Feig­heit. Wer Musik hört, ‚ver­gisst’ auf ein­mal die unum­stöß­li­che Tat­sa­che, dass er mut­ter­see­len­al­lein ist; und er wird es immer sein. […] 

Musik dik­tiert mir einen Zustand, und das ist zum Kot­zen. An Musik klebt der­sel­be idio­ti­sche Ruf wie an Mas­sen­sug­ges­ti­on oder Rebel­li­on. Und die­se gan­ze kotz­be­schis­se­ne Rezep­ti­on, die ist das Schlimms­te an Musik. Ich has­se die Vor­stel­lung, mich mit­rei­ßen zu las­sen.“ (Mathi­as Fald­bak­ken, Macht und Rebel, 71f.)

„Es gibt keine Idyllen in dieser Welt.“

SN: Das klingt doch nach Idylle.
Hand­ke: Es ist kei­ne Idyl­le. Es gibt kei­ne Idyl­len in die­ser Welt. Nir­gend­wo. Ein Idyl­le ist ein Gefühl von Men­schen, das ist alles Täuschung.

SN: Und man kann sich auch kei­ne Idyl­le schaf­fen – so mit Haus und Garten?
Hand­ke: Nein. Nie hat’s Idyl­le gege­ben. Nie. Es gibt viel­leicht Atem­räu­me für einen Moment. Und es ist viel­leicht ein Vor­teil, einen Gar­ten zu haben, um dort lesen zu kön­nen. Aber es hat nichts mit Idyl­le zu tun. Der Gar­ten kann Ort es größ­ten Dra­mas sein oder des schöns­ten Dra­mas. Viel­leicht gibt’s sol­che Momen­te, wenn der Wind durch die Kas­ta­ni­en geht. Aber Idyl­le ist das nicht. Viel­leicht ein Auf­at­men und dann denkt man: Jetzt ist jetzt. Das ist ja eine Gabe, das sagen zu können.

via salz​burg​.com

„Ich bin als öffentlicher Mensch einfach nicht gut …

Und das ist auch ganz rich­tig so. Heu­te gehen die Öffent­lich­keit und der Schrift­stel­ler nicht mehr gut zusam­men. Da spie­len sicher eini­ge sehr gut – so wie der Herr Kehl­mann das macht. Der ist ja fast dafür gebo­ren, aus dem Mut­ter­leib geschlüpft und war schon ein klei­ner Show­man. War­um auch nicht?! Für mich ist das nichts.“

Peter Hand­ke via salz​burg​.com

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