Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Autor: Matthias Seite 24 von 208

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

spinnenetz mit tautropfen

Ins Netz gegangen (8.1.)

Ins Netz gegan­gen am 8.1.:

  • CO2-Bilanz 2016: Deutsch­land macht einen Schritt zurück | Deut­sche Wel­le → 2016 war für Deutsch­lands Kli­ma­schutz ein schlech­tes Jahr. Im Ver­gleich zum Vor­jahr wur­de sogar wie­der mehr CO2 in die Luft gebla­sen. Für die Kli­ma­zie­le reicht das Tem­po der Ener­gie­wen­de bis­her nicht. So wird das – wie in den letz­ten Jah­ren und Jahr­zehn­ten – wie­der nichts, trotz heh­rer Zie­le: Wenn es an die kon­kre­te Umset­zung geht, gel­ten offen­bar auf ein­mal ande­re Prioritäten …
  • His­to­ri­sches Erb­gut: Gene­ti­sches Erbe der Skla­ve­rei | Spek­trum → inter­es­san­ter text über die gene­ti­sche unter­su­chung von (wieder)gefundenen grä­bern befrei­ter skla­ven z.b. auf st. helena
  • Die post­fak­ti­sche Uni­ver­si­tät | Zeit → bern­hard pörk­sen über das „post­fak­ti­sche“ zeit­al­ter, die pro­ble­me die­ser dia­gno­se und mög­lich­kei­ten der abhil­fe – ich bin mir nicht sicher, ob er mit allem recht hat (z.b. scheint mir ein unter­schied zw. ideo­lo­gi­scher welt­sicht und bull­shi­t/­post-truth zu bestehen), aber er hat durch­aus eini­ge beden­kens­wer­te argu­men­te und beobachtungen

    Post­fak­tisch ist, dar­in besteht das Pro­blem, ein sach­lich fal­scher Ver­bal­auf­re­ger, ein Sym­ptom­wort des Pauschalismus.
    […] Das demo­kra­ti­sche Prin­zip lebt ele­men­tar vom Ide­al der Auf­klä­rung und von der Idee des mün­di­gen Bür­gers – bis zum abso­lut end­gül­ti­gen Beweis des Gegen­teils. Und eine pater­na­lis­tisch regier­te Wahr­heits­welt kann sich bei allem Erschre­cken über das gegen­wär­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kli­ma nie­mand wün­schen. Was für libe­ral gesinn­te Geis­ter bleibt, ist die manch­mal beglü­cken­de und manch­mal schreck­li­che Sisy­phus­ar­beit des Dis­kur­ses, die nun über­all statt­fin­den muss.

  • What if Hit­ler had won the war? What is Jesus had­n’t been cru­ci­fied? Who cares? | New Repu­blic → über kon­tra­fak­ti­sche geschichts­schrei­bung und ihren mög­li­chen nut­zen für die gegen­wart, v.a. auch eine wider­spre­chen­de dis­kus­si­on der ableh­nen­den the­sen von richard evans
vögel im winter im gebirge

Twitterlieblinge Dezember 2016

Die letz­te Lis­te, dafür arg verspätet …:

https://​twit​ter​.com/​S​e​c​r​e​t​C​o​A​u​t​h​o​r​/​s​t​a​t​u​s​/​8​0​6​1​2​5​4​5​5​6​2​3​4​5​8​816
https://​twit​ter​.com/​G​r​a​s​w​u​r​z​e​l​4​2​/​s​t​a​t​u​s​/​8​0​6​2​7​6​9​0​7​8​7​2​4​3​6​228


https://​twit​ter​.com/​g​u​e​n​t​e​r​h​a​c​k​/​s​t​a​t​u​s​/​8​0​6​6​2​1​0​5​7​7​8​8​6​4​1​280


https://​twit​ter​.com/​m​_​r​i​n​c​k​/​s​t​a​t​u​s​/​8​0​9​7​6​8​2​4​5​7​6​2​9​1​2​256
https://​twit​ter​.com/​e​l​l​e​b​i​l​/​s​t​a​t​u​s​/​8​1​0​0​4​1​9​6​8​7​8​0​8​6​9​634

https://​twit​ter​.com/​g​u​e​n​t​e​r​h​a​c​k​/​s​t​a​t​u​s​/​8​1​0​5​3​1​2​9​1​9​3​4​3​6​3​649


https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​8​1​3​7​9​8​9​7​7​2​5​4​5​9​2​512

winterlicher wald im schnee

Ins Netz gegangen (6.1.)

Ins Netz gegan­gen am 6.1.:

  • Das öffent­li­che Eigen­tum ist den Ver­tre­tern des öffent­li­chen Eigen­tü­mers so was von schnurz. Das Bei­spiel Deut­sche Bahn AG | LunaPark21 → guter abriss, wie und war­um das öffent­lich eigen­tum „deut­sche bahn“ nicht im inter­es­se der öffent­lich­keit gema­nagt wird – also, kurz gesagt, wie die poli­tik hier ziem­lich total versagt
  • End­lich: Rad­fah­rer dür­fen über rote Ampeln fah­ren | Rad­ver­kehrs­po­li­tik → rad­ver­kehrs­po­li­tik nimmt die neu­en ampel­re­ge­lun­gen für rad­fah­re­rin­nen bzw. rad­we­ge aufs korn:

    Seit dem 1. Janu­ar gel­ten für Rad­fah­rer an Kreu­zun­gen kei­ne Fuß­gän­ger-Signal­ge­ber mehr, Rad­fah­rer müs­sen und dür­fen an vie­len Kreu­zun­gen plötz­lich die Fahr­bahn-Signal­ge­ber beach­ten. Dumm nur, dass die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hör­den davon nichts wis­sen: Die Fahr­bahn-Signal­ge­ber sind teil­wei­se gar nicht für Rad­fah­rer sicht­bar, wäh­rend an ande­ren Kreu­zun­gen abbie­gen­de Kraft­fah­rer gar nicht mehr mit gera­de­aus­fah­ren­den Rad­fah­rern rechnen.

    Man darf nur hof­fen, dass nicht all­zu vie­le Rad­fah­rer die­se Ände­rung bemer­ken und nach wie vor artig bei roter Fuß­gän­ger­am­pel stehenbleiben.

  • „Trumps Kom­pe­tenz soll­ten wir nicht wei­ter dis­ku­tie­ren“. Hen­ry Kis­sin­ger über die neue US-Regie­rung und wie ein Krieg mit Chi­na zu ver­hin­dern ist. | IPG → hen­ry kis­sin­ger über ame­ri­ka, chi­na und die welt – und die ver­mut­li­che außen­po­li­tik und ihre stra­te­gi­schen spiel­räu­me unter trump
  • „Frau­en haben die roman­ti­sche Ver­blö­dung“ | FAZ → inter­es­san­tes inter­view mit einer öster­rei­chi­schen schei­dungs­an­wäl­tin über ehe, part­ner­schaft und v.a. die finanzen
  • Refor­ma­ti­ons­jahr 2017: Gegen „eine inhu­ma­ne Annä­he­rung an Luther“ | Deutsch­land­funk → gutes inter­view mit heinz schil­ling über luther und vor allem über sei­ne bedeu­tung (und die der refor­ma­ti­on ins­ge­samt) für uns und heute
    [Luther] ist uns als ers­tes als Frem­der dar­zu­stel­len. Sehen Sie, in die­ser Zeit war es so, dass die All­zu­stän­dig­keit von Reli­gi­on, All­zu­stän­dig­keit des Chris­ten­tums nicht nur für das Jen­seits – das ist uns ja sowie­so abhan­den­ge­kom­men – aber auch für das Dies­seits kon­sti­tu­tiv war für die­se Gesell­schaft, für die­se Kul­tur. Das exis­tiert für uns heu­te nicht mehr. Weder die­se Vor­stel­lung, ein jen­sei­ti­ges Leben bereits jetzt vor­be­rei­ten zu müs­sen im Sin­ne einer tota­len Aus­rich­tung des dies­sei­ti­gen Lebens auf das jen­sei­ti­ge, das ist uns abhandengekommen.

    Da ist eben die gro­ße Schwel­le, die Auf­klä­rung – das aus­klin­gen­de 18. und das frü­he 19. Jahr­hun­dert, in dem das pas­siert, was wir Säku­la­ri­sie­rung nen­nen. Das setzt vor­her ein – sehr wich­tig die Rege­lun­gen des West­fä­li­schen Frie­dens, dass Reli­gi­on und Poli­tik getrennt wird, dass die All­zu­stän­dig­keit von Reli­gi­on auf­ge­ge­ben wird. Das macht die ganz ande­re Situa­ti­on heu­te aus.

    Von daher sind zwei Din­ge wich­tig. Wir kön­nen einer­seits Luther nicht von oben her­ab beur­tei­len. Da gibt es so eini­ge Aus­sa­gen: Naja, der hat ja an Hexen geglaubt, der hat die Frau­en unter­drückt. Ich pfle­ge dann zu sagen: Naja, der Mann konn­te nicht mal Auto fah­ren. So ein lächer­li­cher Mensch ist das und auf den wol­len wir uns nach 500 Jah­ren besinnen.

    und mit einem schö­nen satz am schluss:

    Der His­to­ri­ker hat dafür zu sor­gen, dass nichts ver­schlei­ert wird, son­dern im Guten wie im Bösen – und hier geht es natür­lich um das Böse, das ist völ­lig klar – die Din­ge genau­es­tens sach­ge­recht iden­ti­fi­ziert werden.

Altjahresabend

Aus der durch­höhl­ten Rübe springt die Maus.
Der rei­fe Wind zwingt das Holun­der­blatt zu tage­lan­gem Purzelbaum -
Die lee­re Rüben­ba­cke klafft,
Die Tau­ben peitscht der Wind ans Haus.

Den Bau­ern­pfer­den wächst das Haar wie Moos so dicht.
Das Jahr geht hin. Kein Anfang ist und Ende nicht.
Die Eichel fällt – die Ein­sam­keit erschrickt, und Öde schluckt den Ton.
Sie schluckt auch mei­ner Soh­le Lär­men, sie ver­gaß mich schon.
Wil­helm Leh­mann, Alt­jah­res­abend (1928)

spinnennetz mit tau

Ins Netz gegangen (19.12.)

Ins Netz gegan­gen am 19.12.:

  • ÖPNV der Her­zen | fair­kehr → das maga­zin des vcd stellt mög­lich­kei­ten vor, den öpnv in deutsch­land attrak­ti­ver zu machen (es gibt schon eine erstaun­li­che men­ge pilot­pro­jek­te dazu, die aber anschei­nend alle iso­liert vor sich hin wurschteln …)
  • Der Zür­cher Lite­ra­tur­streit vor 50 Jah­ren: Keh­ren wir zu Mozart zurück | NZZ → roman bucheli erin­nert in der „nzz“ an den zür­cher lite­ra­tur­streit, der vor 50 jah­ren mit der rede emil staigers begann.

    Emil Staiger hat­te die Uni­ver­si­tät, die Büh­ne des städ­ti­schen Thea­ters und auch das Feuil­le­ton als die letz­ten Boll­wer­ke einer Kunst bewah­ren wol­len, die unbe­rührt von den Erschei­nun­gen ver­än­der­ter Lebens­wel­ten und Zei­ten, aber im Zei­chen ewi­ger Wer­te ste­hen soll­te. Mit sei­ner Rede jedoch bra­chen die Däm­me, die er eigent­lich zu errich­ten beab­sich­tigt hatte.

    Ein für alle Mal hat­te er die Fra­ge klä­ren wol­len, wel­che Kunst allein Bestand habe und wel­ches ihre Auf­ga­be nur sein kön­ne. Sei­ne Dan­kes­re­de aber ent­fach­te die­se Kon­tro­ver­sen erst richtig. 

  • Nichts gegen pin­ke Ein­hör­ner, aber… | Spie­gel Online → sibyl­le berg wet­tert (mit recht!) gegen gegen­der­tes spiel­zeug und den gan­zen pin­ken mädchenwahnsin …
  • Das Schlip­pen­bach Trio auf Win­ter­rei­se | Jazz­zei­tung → beim blog der „jazz­zei­tung“ gibt es schö­ne fotos von der aktu­el­len „win­ter­rei­se“ des schlippenbach-trios
zeitungen gebündelt

Wir wissen, dass wir nichts wissen

Dies gan­zen „Was wir wissen“-Listen und ‑Live-Blogs der Qua­li­täts­me­di­en sind doch eine ein­zi­ge erbärm­li­che Bank­rott­erklä­rung – auch wenn sie für „das Bes­te, was uns ein­fällt“ gehal­ten wer­den. Ers­tens: Wäre es nicht das Ziel guten Jour­na­lis­mus, über­haupt immer (nur) das zu schrei­ben, was man (oder eben, wenn man unbe­dingt emo­tio­nal mani­pu­lie­ren will, wir) weiß? Zwei­tens: Wäre es, wenn schon der ers­te Punkt nur ein Wunsch, eine Ziel­vor­stel­lung ist, erstre­bens­wert, wenigs­tens in die­sen „Was wir wissen“-Texten sich auf Wis­sen zu beschrän­ken – und zwar jour­na­lis­tisch abge­si­cher­tes Wis­sen (also zum Bei­spiel: ordent­li­che Quel­len, von ein­an­der unab­hän­gig Quel­len (und der Plu­ral ist da wich­tig))? Ste­fan Nig­ge­mei­er hat das bei „Über­me­di­en“ schon gut auf­ge­zeigt. Und drit­tens: Wäre es nicht sowie­so viel sinn­vol­ler, mal ein bis drei Gän­ge zurück­zu­schal­ten bei sol­chen Ereig­nis­sen? Denn: Wie rele­vant ist die per­ma­nen­te Flu­tung mit (Eil-)Meldungen für die Bevöl­ke­rung in Deutsch­land den wirk­lich, ins­be­son­de­re in den Stun­den direkt nach der Tat? Selbst „Zeit“ und „Süd­deut­sche“ „unter­hal­ten“ ihr Publi­kum den gan­zen Tag mit einem kon­stan­ten Strom an Qua­si­nach­rich­ten. Nur: Ändert sich für die Men­schen denn wirk­lich so viel? Klar, wenn es Hin­wei­se gäbe, dass es kei­ne Ein­zel­tat war – dann soll und muss natür­lich ent­spre­chend gewarnt wer­den. Aber sonst? Kann man die Poli­zei nicht wenigs­tens zunächst mal ihre Arbeit machen las­sen und ver­nünf­ti­ge Ermitt­lun­gen durch­füh­ren las­sen? (Ich bin bis­her gut damit gefah­ren, nach sol­chen Ereig­nis­sen mir selbst sozu­sa­gen eine kurz­zei­ti­ge „Medi­en­qua­ran­tä­ne“ zu ver­ord­nen. Was über Twit­ter rein­kommt, ist schon mehr als genug, da muss ich nicht noch als Klick­vieh die­nen … Und tat­säch­lich ist das – auch wenn’s etwas hart klingt – für mein psy­cho­so­zia­les Empfinden/​Wohlbefinden aus­ge­spro­chen dien­lich.) Natür­lich kann – und muss! – die­se Arbeit auch jour­na­lis­tisch beglei­tet und hin­ter­fragt wer­den. Das heißt aber auch nicht, dass man alles nach­plap­pert, was irgend­ein Poli­zei- oder Polit­funk­tio­när, der mit dem kon­kre­ten Fall nichts zu tun hat, gera­de für mit­tei­lens­wert hält.

Das alles, was ich eigent­lich ganz banal unter „jour­na­lis­ti­sches Hand­werk“ sub­su­mie­ren möch­te, hät­te nicht nur einen qua­li­ta­ti­ven Vor­teil für die Medi­en. Son­dern auch für die Men­schen: Sie müss­ten sich nicht unnö­tig ängs­ti­gen – und dann auch nicht von den glei­chen Medi­en, die Panik und Furcht ver­brei­ten (um des Geschäf­tes wil­len, offen­sicht­lich) ermahnt zu wer­den, der Angst kei­nen Raum zu geben …

free music (unsplash.com)

Hineingehört #1

Eine klei­ne Intakt-Aus­le­se aus dem zwei­ten Halb­jahr – dank des vor­treff­li­chen Abon­ne­ments bekom­me ich ja immer alle Ver­öf­fent­li­chun­gen post­wen­dend geliefert:

Musikalische Monster

musical monsters (cover)Die Musi­cal Mons­ters sind eigent­lich gar kei­ne neue Musik. Auf­ge­nom­men wur­de das näm­lich schon 1980 bein Jazz­fes­ti­val Wil­li­s­au. Des­sen Chef Niklaus Trox­ler hat die Bän­der gut auf­ge­ho­ben. Und Intakt konn­te sie jetzt, nach umständ­li­cher Rech­te­ab­klä­rung, end­lich ver­öf­fent­li­chen. Zu hören ist ein Quin­tett mit gro­ßen Namen: Don Cher­ry, Irè­ne Schwei­zer, Pierre Fav­re, John Tchi­cai und Léon Fran­cio­li, das es so sonst nicht zu hören gibt. Am erstaun­lichs­ten fand ich, wie wenig man die 36 Jah­re, die die Auf­nah­me alt ist, der Musik anhört. Die vier groß­for­ma­ti­gen, größ­ten­teils frei­en Impro­vi­sa­tio­nen – es gibt ein paar melo­disch fixier­te Anker­punk­te, die als fest­ge­leg­te Schar­nie­re zwi­schen Solo- und Kol­lek­tiv­im­pro­sia­tio­nen die­nen – klin­gen erstaun­lich frisch, ja fast zeit­los: Die intui­ti­ve Spon­ta­nei­tät und Inten­si­tät ist ziem­lich fes­selnd. Vor allem, weil sie von allem etwas bie­tet – ver­spiel­te Faxen, inti­me Momen­te, packen­de Ener­gien … Und weil die fünf ziem­lich gleich­wer­ti­ge, glei­cher­ma­ßen fas­zi­nie­ren­de Musi­ke­rin­nen sind, die sich immer wie­der zu gro­ßen Momen­ten inne­rer Stär­ke auf­schwin­gen, die in erstaun­li­cher Dich­te auf­ein­an­der fol­gen und zuwei­len sogar ech­tes Pathos erzeu­gen. Beson­ders fas­zi­nie­rend fand ich das in der zwei­ten Impro­vi­sa­ti­on, mit über zwan­zig Minu­ten auch die längs­te, in der sich groß­ar­ti­ge Soli (vor allem Tchi­cai sticht hier her­vor) und span­nen­de, in ihrer fra­gen­den Offen­heit unge­mein fes­seln­de Grup­pen­im­pro­vi­sa­tio­nen ballen.

Don Cher­ry, John Tchi­cai, Irè­ne Schwei­zer, Léon Fran­cio­li, Pierre Fav­re: Musi­cal Mons­ters. Intakt Records CD 269, 2016. 59:28 Minuten.

Tiefe Gedächtnismusik

deep memory (cover)Für Deep Memo­ry hat sich Bar­ry Guy, der die CD im Trio mit Mari­lyn Cris­pell und Paul Lyt­ton auf­nahm, von den Bil­dern Hug­hie O’ Donoghues zu Kom­po­si­tio­nen anre­gen las­sen. Die sie­ben Stü­cke tra­gen die Titel der Bil­der: Slee­per, Dark Days, Fal­len Angeld oder Silen­ced Music hei­ßen sie etwa. Das sind aber kei­ne musi­ka­li­schen Ekphra­sen, son­dern eher Kom­po­si­tio­nen, die sich von dem Bild – sei­nen Far­ben, sei­ner Gestalt und vor allem viel­leicht: sei­ner Stim­mung – zu akus­ti­schen Ein­drü­cken inspi­rie­ren las­sen. Vie­les davon lässt sich in wei­ten Bögen, oft ver­träumt-ver­spon­nen und/​oder nach­denk­lich, tra­gen und speist sich nicht unwe­sent­lich aus dem inti­men Zusam­men­spiel des Tri­os, das ja schon seit gefühl­ten Ewig­kei­ten immer wie­der mit­ein­an­der musi­ziert und der Effekt­ha­sche­rei aus­ge­spro­chen abhold ist. Und das auch auf Deep Memo­ry vor allem durch sei­ne kam­mer­mu­si­ka­li­sche Dich­te und Inten­si­tät der far­ben­präch­ti­gen, ten­den­zi­ell melan­cho­li­schen Klang­ma­le­rei gefällt. Die befin­den sich, so hört es sich an, eigent­lich immer auf der glei­chen Wel­len­län­ge, um die­ses stra­pa­zier­te, hier aber sehr pas­sen­de Bild zu benutzen.

Bar­ry Guy, Mari­lyn Cris­pell, Paul Lyt­ton: Deep Memo­ry. Intakt Records CD 273, 2016. 52:07 Minuten.

Am großen Rad drehen

christoph irniger pilgrim, big wheel live (cover)Big Wheel Live ist die zwei­te CD von Chris­to­pher Irni­ger Pil­grim, wie der span­nen­de Saxo­fo­nist, Kom­po­nist & Band­lea­der Irni­ger sein Quin­tett mit Ste­fan Aeby, Davie Gis­ler, Raf­fae­le Bos­sard und Michi Stulz nennt. Auch wenn das „Live“ wirk­lich auf Live-Auf­nah­men (in Ber­lin, Rat­ze­burg und Alten­burg) zurück­geht, klingt die CD rich­tig gut. Und das ist in sofern beson­ders schön, weil gera­de Aeby ein sehr klang­sin­ni­ger Pia­nist ist.
Die gan­ze Musik auf Big Wheel Live zeich­net sich mei­nes Erach­tens nicht nur durch ihren kraft­vol­len Sound aus, son­dern vor allem durch ihre Räum­lich­keit und Tie­fe. Oft ist das nur lose ver­bun­den, nur locker gewebt, gibt so den Fün­fen aber viel Chan­cen zum aus­grei­fen­den Erfor­schen. Und der Frei­raum zum Erkun­den, die Öff­nung in alle Him­mels­rich­tun­gen wird weid­lich genutzt: Man hört eigent­lich immer eine per­ma­nen­te Such­be­we­gung, die stets fort­schrei­tet, die beim schö­nen Augen­blick ver­weilt, son­dern immer wei­ter will – wie es gute impro­vi­sier­te Musik eben (fast) immer tut. Neben Aeby, der sich immer mehr zu einem sehr inter­es­san­ten Pia­nist ent­wi­ckeln zu scheint, hat mir hier vor allem die oft sehr span­nen­de, über­ra­schen­de Spiel­wei­se des Schlag­zeu­gers Michi Stulz gefal­len. Gitar­rist Dave Gis­ler und Irni­gers Saxo­phon umspie­len sich oft sehr eng. Ent­schei­dend aber in allen sechs Titeln: Das bleibt immer im Fluss, die Ideen ver­san­den eigent­lich nie, son­dern fin­den immer neue Pfa­de und Wege.

Chris­toph Irni­ger Pil­grim: Big Wheel Live. Intakt Records CD 271, 2016. 62:44 Minuten.

Das unsterbliche Trio

schlippenbach trio, warsaw concert (cover)Viel­leicht ist es das euro­päi­sche Jazz­trio schlecht­hin, sicher­lich wohl das am längs­ten amtie­ren­de: Alex­an­der von Schlip­pen­bach, Evan Par­ker und Paul Lovens sind das Schlip­pen­bach-Trio. Und zwar schon ewig. Und jedes Jahr sind wie wie­der unter­wegs (die schö­ne Film-Doku­men­ta­ti­on Aber das Wort Hund bellt ja nicht hat die jähr­li­che „Win­ter­rei­se“ des Tri­os ja sehr anschau­lich gemacht), immer wie­der in der glei­chen Beset­zung mit immer ande­rer Musik – nicht ohne Selbst­iro­nie nennt Schlip­pen­bach das im Begleit­heft des­halb „das unsterb­li­che Trio“.
Erstaun­lich dar­an ist vor allem, dass es nicht lang­wei­lig wird, dass die­se gro­ße Ver­traut­heit mit­ein­an­der nicht in Belang­lo­sig­kei­ten mün­det. Auch das War­saw Con­cert ist wie­der eine auf­nah­me­tech­nisch und musi­ka­lisch gut gelun­ge­ne Live-Auf­nah­me vom Okto­ber 2015. Und beim Schlip­pen­bach-Trio heißt das: Eine ein­zi­ge lan­ge Impro­vi­sa­ti­on ohne Pau­sen oder Unter­bre­chun­gen, ohne Ver­ab­re­dun­gen und ohne Kom­po­si­ti­on – knapp 52 Minu­ten sind das (dazu kommt noch eine kur­ze, fast humo­ris­ti­sche Zugabe).
Der ers­te Ein­druck: Net­te Musik – das funk­tio­niert ein­fach, das passt. Und das ist wirk­lich Musik der Frei­heit: Weil sie sich (und dem Publi­kum) nichts (mehr) bewei­sen müs­sen. Und: Weil sie viel kön­nen, enorm viel, sowohl allei­ne mit ihren Instru­men­ten als auch zusam­men als Trio. Des­halb schöpf­ten sie mit locke­rer Hand auch in War­schau eine Viel­falt der Stim­mun­gen. Vie­les klingt viel­leicht etwas alters­mil­de in der Klar­heit und dem lyri­schen Aus­druck (wenn man das so deu­ten möch­te), stel­len­wei­se aber durch­aus auch boh­rend und insis­tie­rend. Das ist ein­fach aus­ge­zeich­ne­ter, gelun­ge­ner, „klas­si­scher“ Free Jazz, den man ger­ne wie­der­holt anhört und ver­sucht nachzuvollziehen.

Schlip­pen­bach Trio: War­saw Con­cert. Intakt Records CD 275, 2016. 56:36 Minuten.

Zur Erleuchtung

aeby trio, to the light (cover)Ste­fan Aeby war ja auch schon im Chris­toph Irni­ger Pil­grim ver­tre­ten, hier ist nun noch ein­mal als „Chef“ mit sei­nem eige­nen Trio zu hören, das aber mit Michi Stulz am Schlag­zeug noch eine wei­te­re Per­son mit dem Pil­grim-Ensem­ble teilt. To the Light ist eine Musik des Klan­ges: Ich höre hier nicht so sehr rhyth­misch und/​oder har­mo­ni­sche Struk­tu­ren, son­dern vor allem Klän­ge. Klän­ge, die sich immer wie­der zu klei­nen Sze­nen und ima­gi­nä­ren Bil­dern for­men. Das Trio passt da in die­ser Hin­sicht aus­ge­zeich­net zusam­men: Nicht nur Ste­fan Aeby am Kla­vier ist ein biss­chen ein Klang­ma­gi­er, auch der Bass von André Pou­saz hat erstaun­li­che Qua­li­tä­ten (beson­ders schön im Titel­stück wahr­zu­neh­men, das sowie­so eine ziem­lich groß­ar­ti­ge Sache ist). Und Michi Stulz, mit hal­li­gen Becken und eng klin­gen­den Toms zau­bert für einen Schlag­zeu­ger erstaun­lich flä­chi­ge Klän­ge. Das ist ein poe­ti­scher Sound, eine wei­che und wan­del­ba­re Klang­ge­stalt, die mir aus­ge­zeich­net gefällt. Vie­les ist (min­des­tens ten­den­zi­ell) leicht ver­träumt und klingt mit roman­tisch-impres­sio­nis­ti­schem Ein­schlag, ist dabei aber kei­nes­wegs schwind­süch­tig, son­dern durch­aus mit gesun­der Kraft und Potenz musi­ziert, die aber nie auf­trump­fend aus­ge­spielt wird: So klin­gen Musi­ker, die sich nichts bewei­sen müs­sen, möch­te ich ver­mu­ten. Die Musi­ker muss man sich wohl immer als lau­schen­de Instru­men­ta­lis­ten vor­stel­len: Viel­leicht ist es ja sowie­so gera­de das (Zu-)Hören, das gute Impro­vi­sa­to­rin­nen (oder Jaz­zer) aus­macht. Oder, wie es Flo­ri­an Kel­ler im Begleit­text sehr tref­fend for­mu­liert: „Eine Musik, die die Figur des Lau­schers ent­ste­hen lässt. Und die­sem viel Raum für sei­ne Fan­ta­sie gewährt.“

Ste­fan Aeby Trio: To the Light. Intakt Records CD 274, 2016. xx:28 Minuten.
unter-sensbach, prospekt

Arbeitsplatz (10)

Am letz­ten Sams­tag war ich – am Vor­abend des drit­ten Advents – zur Eröff­nung des Weih­nachts­markt im Sen­s­bach­tal, genau­er gesagt: in der Dorf­kir­che Unter-Sen­s­bach. Da der Män­ner­ge­sang­ver­ein sang, hat­te ich nicht so arg viel tun … Die Kir­che, ein Neu­bau von 1961, hat eine etwas unge­wöhn­li­che bau­li­che Lösung für die 1963 erbau­te Orgel (an der sich dem Anschein nach seit damals nichts geän­dert hat, noch nicht ein­mal der Motor­schlüs­sel …): Die steht in einer Nische neben dem Altar, an der Rück­wand der Kir­che – so hat man als Orga­nist lei­der sehr wenig Kon­takt zur Gemeinde.

spinnenetz mit tautropfen

Ins Netz gegangen (15.12.)

Ins Netz gegan­gen am 15.12.:

  • Kom­men­tar: Adblo­cker| Kuketz IT-Secu­ri­ty Blog → mike kuketz nennt adblo­cker nicht ohne grund „digi­ta­le selbst­ver­tei­di­gung“ – die sind näm­lich der bes­te weg, die ver­brei­tung von mal­wa­re einzudämmen.
  • Frank­reich: Wenn der Not­stand zur Nor­ma­li­tät wird | Netz­po­li­tik → seit über einem jahr herrscht nun schon in frank­reich der aus­nah­me­zu­stand, der wich­ti­ge rechts­staat­li­che garan­tien außer kraft setzt – und ein ende ist nicht abzu­se­hen. und von außen ist das schon lan­ge nicht mehr grenz­wer­tig, son­dern eben eines demo­kra­ti­schen rechts­staa­tes aus­ge­spro­chen unwürdig …
  • Mit Gegen­warts­mu­sik die Son­der­sphä­re ver­las­sen | neue musik­zei­tung → der kom­po­nist claus-stef­fen mahn­kopf möch­te den begriff „neue musik“ los­wer­den und schlägt als ersatz „gegen­warts­mu­sik“ vor:

    Der Begriff neue Musik sagt nichts. Denn gleich, wie man zu den Pro­duk­tio­nen sti­lis­tisch, ideo­lo­gisch oder geschmack­lich steht, ein gera­de kom­po­nier­tes, auf­ge­führ­tes impro­vi­sier­tes, instal­liers­tes „Werk“ ist immer neu, per defi­ni­tio­nem. Der Begriff neue Musik ist irre­füh­rend, denn er unter­stellt, dass etwas, was kürz­lich aus der Tau­fe geho­ben wur­de, auch etwas Neu­es brin­ge. Das ist meis­tens nicht der Fall. Und dass die­ses Neue auch die Wich­tig­keit begrün­de. Das ist eben­falls meis­tens nicht der Fall. Die Neu­heit kommt sozu­sa­gen frei Haus, garan­tiert, ohne Anstren­gung und – schlim­mer noch – ohne Hin­ter­fra­gung. Der Begriff neue Musik ist ein Armutszeugnis.
    […] Die (im wei­tes­ten Sin­ne) kom­po­nier­te Musik von heu­te, die in der GEMA als E‑Musik gehan­delt wird, ist somit Kunst­mu­sik, die aus der Gegen­wart kommt. Sie müss­te somit Gegen­warts­kunst­mu­sik hei­ßen. Oder abge­kürzt: Gegen­warts­mu­sik. Das ist der Begriff, der mir noch am geeig­nets­ten erscheint.

  • Die Digi­tal­char­ta – und was wir statt­des­sen brau­chen | irights​.info → der anwalt marc pütz-pou­la­li­on mit mei­nes erach­tens guten argu­men­ten gegen die digi­tal­char­ta und vor­schlä­ge, was statt­des­sen nötig wäre (im grun­de: durch­set­zung und wei­ter­ent­wick­lung des ein­fa­chen rech­tes anstatt nebu­lö­ser grundrechte …)
  • Paal Nils­sen-Love: Auf dem Schoß von Art Bla­key | Zeit → tobi­as lehm­kuhl hat für die „zeit“ den free-jazz-schlag­zeu­ger paal nils­sen-love porträtiert

    Fra­ge zum Schluss: Ob es auch Din­ge auf dem Schlag­zeug gebe, die er expli­zit anders habe machen wol­len als all die ande­ren Schlag­zeu­ger, die er als Kind in Sta­van­ger gehört habe? Nein, das kön­ne man so nicht sagen. Er habe eher alles in sich auf­ge­saugt und sei­ne eige­ne Sache dar­aus gemacht. Musik geht eben durch den gan­zen Kör­per. Beson­ders die des Schlagzeugs. 

basta (bandfoto)

Gute-Laune-Musik von basta

basta, freizeichen (cover)Net­ter­wei­se sagen die fünf Jungs von Bas­ta gleich dazu, was sie machen: Gute-Lau­ne-Musik. Das ist nicht nur ein Song­ti­tel auf dem neu­en Album „Frei­zei­chen“, son­dern auch die bes­te Art, das Quin­tett und ihre Musik zu cha­rak­te­ri­sie­ren. Gute Lau­ne quillt näm­lich sozu­sa­gen aus allen akus­ti­schen Poren ihrer ach­ten CD, die sie in einem Wohn­zim­mer auf dem Land vor den Toren Kölns auf­ge­nom­men haben. Die ent­spann­te Atmo­sphä­re bei der Ent­ste­hung hat sich hör­bar nie­der­ge­schla­gen. Man hat unwei­ger­lich immer fünf nett lächeln­de jun­ge Män­ner vor dem inne­ren Auge – manch­mal geht das Lächeln etwas mehr ins Schel­mi­sche, manch­mal wird es eher iro­nisch. So klingt’s auch: Bas­ta bedient sich hier und da, lässt sogar mal ein biss­chen Bos­sa-Nova-Fee­ling auf­kom­men. Die Haupt­sa­che aber ist: Es klingt immer schön ein­gän­gig, leicht und zugäng­lich. Und manch­mal schreit das gera­de­zu nach Live-Auf­füh­rung: „Ich Bass“ zum Bei­spiel, bei dem Arndt Schm­öle zei­gen kann, was so ein Bass drauf hat, aber auch „Nach­kom­men“ sind Songs, die auf der CD ihr Poten­zi­al nur andeu­ten können.

Ande­res zün­det dage­gen auch hier. „Gute-Lau­ne-Musik“ nimmt die ein­fa­chen Pop-Hit-Rezep­te mit stamp­fen­dem Beat und um jeden Preis ein­gän­gi­gen Refrains schön aufs Korn. „Ein klei­nes biss­chen Hass“ ist eine schö­ne Pop­hym­ne gegen das Unter­drü­cken eige­ner Gefüh­le. Und mit „Buh­ne 4“ ist auch eine rich­tig schwär­me­risch-sehn­süch­ti­ge Lie­bes­bal­la­de als „Sehn­suchts­sin­fo­nie“, wie es im Text heißt, mit dabei. Es geht dann auch immer wie­der leicht zeit- und kul­tur­kri­tisch zu – schon gleich beim Ope­ner „Off­line“, der das Off­line-Gehen als das „letz­te Aben­teu­er“ gegen die Online­sucht stellt, oder beim musi­ka­lisch sehr mit­rei­ßen­dem „Sodom und Gome­ra“, das die Aus­wüch­se des Pau­schal­tou­ris­mus mit fre­cher Zun­ge vorführt. 

Bas­ta sind eben ganz schön aus­ge­fuchst, rou­ti­niert und smart. Wil­liam Wahl, der mit ein wenig Hil­fe bei den Arran­ge­ments von Oli­ver Gies, fast allei­ne für Tex­te und Musik zustän­dig ist, hat sich vie­le net­te Details ein­fal­len las­sen. Ins­ge­samt wirkt „Frei­zei­chen“ aber etwas atem­los, Schlag auf Schlag folgt hier immer mehr von fast dem Glei­chen. Das ist alles ohne Fra­ge auf glei­chem, hohen Niveau. Aber kaum ein Song sticht wirk­lich her­aus. Alle sind sie zwei­fel­los gut gemacht, haben net­te Ideen und fei­nen Witz, geschick­te Arran­ge­ments und wer­den aus­ge­zeich­net gesungen. 

So klingt das gan­ze „Frei­zei­chen“ aus­ge­spro­chen geschmei­dig, bleibt dabei aber auch etwas ober­fläch­lich. Das ist alles so ein­gän­gig, dass man sich bei jedem Song sofort zu Hau­se fühlt. Aber lei­der sind sie auch schnell wie­der aus den Ohren und aus dem Sinn. Bas­ta macht auf „Frei­zei­chen“ eigent­lich nichts ver­kehrt, tech­nisch und sän­ge­risch sowie­so nicht. Aber den­noch gibt es eher wenig, was so rich­tig voll begeis­tert und Zustim­mung erzwingt. Aber immer­hin hat Bas­ta damit viel Mate­ri­al für groß­ar­ti­ge Live-Konzerte.

Bas­ta: Frei­zei­chen. The Record Com­pa­ny 2016. Spiel­zeit: 47:42.

(Zuerst erschie­nen in »Chor­zeit – Das Vokal­ma­ga­zin« No. 33, Dezem­ber 2016.)

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