Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Autor: Matthias Seite 105 von 208

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

Taglied 31.10.2012

auch so kann man Musik machen:

Robot Quad­ro­tors Per­form James Bond Theme

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Kommasetzung per Zufallsgenerator

Kom­ma­set­zung per Zufallsgenerator:
Back-Factory Jubiläumsaktion
– und das ist ja bei­lei­be kein Ein­zel­fall. Aber immer­hin ist der Rest fast feh­ler­los, nur die »Genuss Hel­din.« braucht noch etwas Nachbesserung …

Lieblingstweets Oktober 2012

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Waiting for Godot – Special Edition

A play so modern and so bril­li­ant, it makes abso­lut­e­ly no sen­se to anybody

Sesa­me Street – Mons­ter­pie­ce Thea­ter „Wai­ting for Elmo“

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

via kul­tur­tech­no

Taglied 30.10.2012

Eine wun­der­ba­re Musik, die­se Kom­po­si­ti­on von Peter Ablin­ger: „Der Regen, das Glas, das Lachen“:


Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.


Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Absurdistan in Karlsruhe: BVerfG will 90 Jahre Sperrfrist

Nicht nur für His­to­ri­ker, auch für auf­ge­klär­te Bür­ger ist das eigent­lich ein Unding: Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt möch­te in sei­ne Geschäfts­ord­nung schrei­ben, dass alle Akten einer 90-jäh­ri­gen Sperr­frist unter­lie­gen. Das wäre natür­lich für die Zeit­ge­schich­te ein enor­mer Ver­lust, wich­ti­ge Momen­te der deut­schen Geschich­te des 20. Jahr­hun­derts lie­ßen sich so erst mit wesent­li­cher Ver­spä­tung unter­su­chen und erfor­schen, bis dahin blei­ben die Ent­schei­dun­gen des BVerfG – die ja nicht ganz unwich­tig sein kön­nen – und das Gericht selbst eine „Black Box“. Archi­va­lia spricht da nicht ganz zu Unrecht von „Unfähige[n] alte[n] Männer[n]“. Mal ganz abge­se­hen davon, dass das natür­lich jeder Idee der Trans­pa­renz staat­li­chen Han­delns zuwi­der­läuft. Bei so viel Igno­ranz und Abschot­tung kann man nur den Kopf schüt­teln – und verzweifeln …

Geschlechterspiel in absurder Übertreibung – Franz von Suppés „Fatinitza“ in Mainz

Fat­i­n­itza-Titel­bild
(Quel­le: http://​www​.pla​net​-vien​na​.com/​m​u​s​i​k​/​o​p​e​r​e​t​t​e​/​H​a​n​d​l​u​n​g​e​n​/​f​a​t​i​n​i​t​z​a​.​htm)

Eine Frau, die sich als Mann ver­klei­det, um sich dann als Frau aus­zu­ge­ben und schließ­lich in die­ser Rol­le wie­der einen Mann dar­zu­stel­len – so etwas gibt es nur in der Oper. Und in der Ope­ret­te. Franz von Sup­pé und sei­ne bei­den Libret­tis­ten Fried­rich Zell und Richard Genée haben das Geschlech­ter­wech­sel- und Ver­wirr­spiel in ihrer Ope­ret­te „Fat­i­n­itza“ auf die Spit­ze getrie­ben. Auch sonst geht es dort tur­bu­lent zu, genau­so aus­ge­las­sen wie auf der Büh­ne des Gro­ßen Hau­ses, wo Lydia Stei­er die „Fat­i­n­itza“ insze­niert. Die Geschich­te der 1876 in Wien urau­ge­führ­ten Ope­ret­te ist reich an zer­set­zen­der Komik und amü­san­ten Ver­wechs­lun­gen: Der rus­si­sche Leut­nant Wla­di­mir (gesun­gen von Patri­cia Roach) lang­weilt sich im Heer­la­ger und insze­niert mit sei­nen Kame­ra­den eine klei­ne Komö­die, für die er in Frau­en­klei­dung schlüpft. Gera­de als sie das Spiel betrei­ben, kommt aber ihr Gene­ral ins Lager, dem Wla­di­mir frü­her schon ein­mal als Fat­i­n­itza ver­klei­det begeg­net ist und der seit­dem in die geheim­nis­vol­le Frau ver­liebt ist. Da Wla­di­mir aber zugleich die Nich­te des Gene­rals begehrt, doch bis­her am Veto des Onkels schei­tert, gibt es nun eine Menge
Mög­lich­kei­ten für Tricks und Intri­gen, zumal Wla­di­mir auch noch auf die Unter­stüt­zung und Ein­mi­schung sei­nes Freun­des, eines Jour­na­lis­ten, set­zen kann. 

Und wenn dann auch noch die Osma­nen – gegen die die Rus­sen eigent­lich Krieg füh­ren – ins Spiel kom­men und Lydia mit Wla­di­mir ali­as Fati­ni­za enfüh­ren, geht es natür­lich beson­ders hoch her. Selbst­ver­ständ­lich wer­den die bei­den „Frau­en“ aber von ihren Kame­ra­den wie­der aus dem Harem des Paschas befreit, damit das Hap­py End nach eini­gen wei­te­ren Ver­wick­lun­gen, Ver­wechs­lun­gen und Täu­schun­gen doch noch mög­lich wird: Am Ende löst sich – wie es sich gehört – alles in Wohl­ge­fal­len auf. Wla­di­mir hei­ra­tet Lydia, der Gene­ral trös­tet sich mit der angeb­lich bis in den Tod dau­ern­den Lie­be Fat­i­n­itz­as – das sie ein Phan­tom war, wird er nie erfahren …

Im Kai­ser­reich war die „Fat­i­n­itza“ ein gro­ßer Büh­nen­er­folg und wur­de über Jahr­zehn­te stän­dig gespielt. Seit dem Ers­ten Welt­krieg ver­schwand die Ope­ret­te aber von den Spiel­plä­nen und wur­de so gründ­lich ver­ges­sen, dass die Neu­in­sze­nie­rung in Mainz einer Wie­der­ent­de­ckung gleich kommt. Doch Lydia Stei­er sieht neben den unter­hal­ten­den Momen­ten durch­aus auch aktu­el­le Anknüp­fungs­punk­te: „In der „Fat­i­n­itza“ wird der Stil des Krie­ges in der Form der Ope­ret­te par­odiert“, erklärt die ame­ri­ka­ni­sche Regis­seu­rin, „auch die Ope­ret­te muss immer aktu­ell sein, mehr noch als die Oper – aber vor allem muss sie unterhalten.“ 

Sie sieht in der Sup­pés Erfolgs­werk vor allem ein „Geschlech­ter­spiel in absur­der Über­trei­bung – und das ist ein­fach sehr, sehr lus­tig, eine gigan­ti­sche Abend-Unter­hal­tung, die auch ohne polit­sche Agen­da aus­kommt.“ Doch so ganz und gar unpo­li­tisch bleibt Stei­er in ihrer Insze­nie­rung nicht: „Natür­lich spielt auch die Rol­le der Medi­en eine gro­ße Rol­le – das ist wahr­schein­lich die ers­te Ope­ret­te, in der das aus­drück­lich the­ma­ti­siert wird: Wie media­le Bil­der – zum Bei­spiel von Kriegs­geg­nern – ent­ste­hen. Und wie sie wie­der auf­ge­löst wer­den, weil die Wirk­lich­keit dann doch immer ganz anders ist.“

Die sprit­zi­ge Musik Sup­pés, die vie­len Dia­lo­ge und die mit­rei­ßen­den Ensem­bles sor­gen aber dafür, dass aus der Ope­ret­te kein tro­cke­nes Lehr­stück wird. „Das fängt an wie eine Foto­gra­fie von Boris Mikhai­l­ov und endet in einer Mär­chen­hoch­zeit“, bringt die Regis­seu­rin Lydia Stei­er ihre Insze­nie­rung der „Fat­i­n­itza“ auf den Punkt: „Und um so zu unter­hal­ten, muss die Insze­nie­rung vor allem schnell und klar sein, in der Ope­ret­te will nie­mand gelang­weilt oder ver­wirrt sein.“

Pre­miè­re am 2. Novem­ber im Gro­ßen Haus des Staats­thea­ters Mainz. Die Pre­mie­ren­kri­tik gibt es hier: klick.
(geschrie­ben für die „Spiel­zeit“ der Main­zer Rhein-Zeitung.)

Fatinitza-Suite

Eine Kla­vier­suite nach/​aus der Fat­i­n­itza
(Quel­le: http://​www​.albab​a​roz​zi​.it/​l​u​i​s​a​_​k​a​p​p​_​y​o​u​n​g​_​s​u​p​p​e​.​h​tml)

Taglied 26.12.2012

aus Grün­den:

Att­wen­ger – Kaklakariada

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

via @adresscomptoir

Taglied 25.10.2012

Haus­ch­ka, Subconcious

Haus­ch­ka – Subconscious

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Höchster Teegenuss: Shincha Yame Supreme

Shincha Yame Supreme, Verpackung

Shin­cha Yame Supre­me, Verpackung

Der Shin­cha Yame Supre­me der Ern­te 2012 (von Kolod­ziej & Lie­der bezo­gen) sieht aus wie Gras­schnitt, ist auch ganz weich und fein – mit „nor­ma­lem“ Tee hat das nichts zu tun. Shin­chas sind die aller­ers­ten Pflü­ckun­gen der japa­ni­schen grü­nen Tees, die in Japan – wohl auch auf­grund ihrer klei­nen Pro­duk­ti­ons­men­ge – sehr beliebt sind. Die Fri­sche der ers­ten Pflü­ckung ist das Beson­de­re die­ser Tees. Süß­lich riecht schon der tro­cke­ne Tee, und so schmeckt er dann auch: Süß und fruch­tig, fein und edel. 
Shincha Yame Supreme, Kanne

Der Tee in der Kanne

Mein ers­ter Ver­such war etwas stark dosiert, der ers­te Auf­guss wur­de etwas streng. Aber beim zwei­ten Auf­guss war es schon bes­ser. Das Blatt die­ses Shin­chas, der von der japa­ni­schen Insel Kyus­hu kommt, ist aber so fein, dass der Tee kaum aus der Kan­ne abläuft – das ergibt fast so etwas wie einen Matsch in der Kan­ne, der das Netz vor dem Aus­guss zusetzt. Auf jeden Fall ein ech­tes Aben­teu­er und für einen Schwarz­te­e­trin­ker wie mich – und ein ech­ter Genuss …
Shincha Yame Supreme, Zubereitung

Die Zube­rei­tungs-Emp­feh­lung

Tee: Shin­cha Yame Supre­me, Ern­te 2012, von Kolod­ziej & Lieder
Zube­rei­tung: ca. 4 Gramm (das ist aber fast schon zu viel) in der klei­nen Sei­ten­griff­kan­ne, 80 °C hei­ßes Was­ser, beim ers­ten Auf­guss 80 Sekun­den, beim zwei­ten Mal nur zehn Sekunden
Shincha Yame Supreme

Tas­se und nas­se Blätter/​Sud nach dem zwei­ten Aufguss

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