Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: umwelt

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  • Im Gespräch ǀ „Der Frust beginnt beim Job“—der Frei­tag – kur­zes inter­view mit ange­li­ka hager über rol­len­bil­der, gleich­stel­lung etc

    Da ent­wi­ckeln jun­ge Frau­en, schon ermü­det, jene Krank­heit, die ich Schnee­witt­chen­fie­ber nen­ne: Sie ver­krie­chen sich in Idyl­len und kochen Obst ein.

  • Vom Suchen und Fin­den ver­ges­se­ner Autoren | intellec­tures – sebas­ti­an gug­golz, ehe­ma­li­ger lek­tor bei matthes & seitz, der jetz gera­de sei­nen eige­nen ver­lag gegrün­det hat:

    Ich bin mir sicher, dass die lau­fen­de Dis­kus­si­on von wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen gelei­tet ist, von bei­den Sei­ten, also auch von den Ver­la­gen um Bon­nier. Der Streit­punkt sind ja die Rabat­te, die Ama­zon for­dert. Wenn Ama­zon mei­ne Bücher über die Bar­sor­ti­men­te kau­fen, dann bekom­men die die Bücher zum glei­chen Preis, wie jede ande­re Buch­hand­lung auch. Ich weiß nicht, ob die noch einen Son­der­ver­trag mit den Bar­sor­ti­men­ten haben, aber das kann mir auch egal sein. Das heißt, jedes Buch, das ich bei Ama­zon ver­kau­fe, ist ein ver­kauf­tes Buch und damit gut für mich. Die Dis­kus­si­on um die eBook-Rabat­te betrifft mich gleich gar nicht, da ich der­zeit ja kei­ne eBooks ver­kau­fe. Und wenn man als Ver­lags­kun­de mit Ama­zon ein Part­ner­pro­gramm ein­geht, und damit erreicht, dass alle Bücher des jewei­li­gen Ver­lags auf Lager und umge­hend lie­fer­bar sind, dann muss man ohne­hin mit Ama­zon direkt die Rabat­te aus­han­deln. Man bekommt dann bestimm­te Vor­tei­le, muss aber höhe­re Rabat­te ein­räu­men. Das ist dann ein­fach Ver­hand­lungs­sa­che. Ama­zon ist dann aber ein zuver­läs­si­ger Geschäfts­part­ner. Mein Pro­blem auf dem Buch­markt ist nicht Ama­zon. Da bin ich auf­find­bar und mei­ne Bücher sind rela­tiv schnell lie­fer­bar. Mein Pro­blem sind nach wie vor die Groß­buch­hand­lun­gen, also Tha­lia und Hugen­du­bel, und noch schlim­mer die gan­zen Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen. Die wer­den in der Ama­zon-Debat­te plötz­lich von den Ver­la­gen mit ins Boot geholt, weil dort die gro­ßen Ver­la­ge ver­tre­ten sind, aber für mich als Klein­ver­lag sind die wie gesagt das eigent­li­che Pro­blem. Die neh­men mich nicht wahr und bestel­len mich nicht, weil ich immer unter einer gewis­sen Min­dest­stück­zahl blei­be. Bei denen tau­che ich nicht auf, bei Ama­zon schon. Des­halb ist es aus geschäft­li­cher Per­spek­ti­ve auch schwie­rig, ein­fach nur zu sagen, Ama­zon ist der Böse und wir Ver­la­ge und der Buch­han­del die Guten. Das Bedenk­li­che an der aktu­el­len Debat­te ist die Tat­sa­che, dass dahin­ter wirt­schaft­li­che Inter­es­sen ste­cken und nicht, wie man mei­nen könn­te und wie sug­ge­riert wird, kulturelle.

  • xkcd: Wat­ches – (sehr wahr …)
  • Arthur Schnitz­ler Por­tal :: Start­sei­te – die digi­ta­le aus­ga­be der his­to­risch-kri­ti­schen edi­ti­on der wer­ke arthur schnitzlers

    Ziel des Pro­jekts ist die Erar­bei­tung einer digi­ta­len his­to­risch-kri­ti­schen Edi­ti­on der lite­ra­ri­schen Wer­ke Arthur Schnitz­lers aus dem Zeit­raum von 1905 bis 1931. Die Edi­ti­on wird im Rah­men einer bina­tio­na­len deutsch-bri­ti­schen Koope­ra­ti­on erar­bei­tet und von der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Cam­bridge beher­bergt werden 

  • Ras­sis­mus-Skan­dal in Poli­zei­klas­se: „Aus­län­der­schlam­pe“ und schlimmer -
    taz​.de
    – Die bes­ten der bes­ten (oder: früh übt sich): Ras­sis­mus-Skan­dal in Poli­zei­klas­se: „Aus­län­der­schlam­pe“ und schlimmer
  • Inter­net­kul­tur: Der Auf­stieg des Daten­pro­le­ta­ri­ats | ZEIT ONLINE – gün­ter hack:

    Sie sind Lizenz­bür­ger auf Zeit, das mul­mi­ge Gefühl beim Bestä­ti­gungs­klick auf die unge­le­se­nen juris­ti­schen Bin­dungs­flos­keln vor der Soft­ware­instal­la­ti­on ist das des Aus­ge­lie­fert­seins. Der Pro­duk­ti­vi­täts­schub durch Mobil­ge­rä­te wie­der­um lässt sich nur dann wirk­lich nut­zen, wenn die wich­tigs­ten Pro­zes­se ver­teilt in der „Cloud“ lau­fen, bevor­zugt auf den Platt­for­men der weni­gen Marktführer.

    Wie etwa Jere­my Rif­kin in sei­nem Buch Access gezeigt hat, birgt die Miet­ment­a­li­tät auch Chan­cen für die Fle­xi­bi­li­tät und eine effi­zi­en­te­re Res­sour­cen­nut­zung. Aber im domi­nan­ten Kon­kur­renz­sze­na­rio gilt: Wer mit­hal­ten will, ver­liert mehr an Frei­heit als er gewinnt. Und es gibt Unter­schie­de, je nach Bran­che und Situa­ti­on: Für einen Land­wirt ist es sinn­voll, Mit­glied im Maschi­nen­ring zu sein, bestimm­te Gerä­te nur dann zu mie­ten, wenn er sie braucht. Aber wenn das Saat­gut paten­tiert und an die Ver­wen­dung eines bestimm­ten Insek­ti­zids geknüpft ist, dann ist die Repro­duk­ti­on sei­ner Lebens­grund­la­ge betrof­fen. Die Balan­ce von Geben und Neh­men zwi­schen Kun­de und Dienst­leis­ter stimmt nicht mehr, allein schon wegen der Kon­zen­tra­ti­on der Macht in den Hän­den weni­ger star­ker Platt­form­an­bie­ter. Und die­se neh­men immer noch mehr mit, als ihnen bezahlt wur­de, sei es an Geld oder an Auf­merk­sam­keit, näm­lich die Nutzungsdaten.

    Egal, wel­chen gesell­schaft­li­chen Sta­tus sie nach außen hin beklei­den mögen, sie sind in die­sen Momen­ten nicht ein­mal mehr Lizenz­bür­ger, son­dern sie sind ins Daten­pro­le­ta­ri­at abge­glit­ten. Wie viel Geld sie auch immer mit ihrer Arbeit ver­die­nen mögen, egal wie stark sich ihre indi­vi­du­el­le Pro­duk­ti­vi­tät erhö­hen mag: Jede ihrer Aktio­nen mehrt Reich­tum und Wis­sen der Platt­form­an­bie­ter, den eigent­li­chen Besit­zern der Pro­duk­ti­ons­mit­tel. Pro­le­ta­ri­sie­rung und Ver­lust an Pri­vat­sphä­re gin­gen schon immer Hand in Hand.

  • Fahr­rad­we­ge: Jeder inves­tier­te Euro zahlt sich mehr­fach aus – WiWo Green – noch ein grund, in fahr­rad­in­fra­struk­tur zu inves­tie­ren: es spart geld (näm­lich bei den gesundheitskosten):

    Je mehr in Fahr­rad­in­fra­struk­tur inves­tiert wer­de, je mehr neh­me die Lebens­qua­li­tät und der Umwelt­schutz zu und damit auch die Gesund­heit der betrof­fe­nen Stadt­be­woh­ner – das alles sor­ge für mas­si­ve Ein­spa­run­gen bei der Stadt­ver­wal­tung (wenn die­se für die Gesund­heits­kos­ten auf­kom­men muss) oder eben der öffent­li­chen Haushalte.

  • „Die Zoos schei­tern auf gan­zer Linie“ – Süddeutsche.de – sind zoos noch zeit­ge­mäß? brin­gen sie uns, der umwelt oder den tie­ren irgend etwas?

    Machen wir uns nichts vor: Zoos sind Gefäng­nis­se, in denen die Tie­re lebens­lang ein­ge­sperrt sind. Die Hal­tung von exo­ti­schen Wild­tie­ren soll­te aus­lau­fen. Kei­ne Nach­zuch­ten, kei­ne Impor­te mehr. Solan­ge die gegen­wär­tig leben­den Tie­re noch da sind und nicht aus­ge­wil­dert wer­den kön­nen, müs­sen sie so gehal­ten wer­den, dass ihre Bedürf­nis­se und Ansprü­che erfüllt sind, und nicht die der Besu­cher. Wo das nicht geht, müs­sen eige­ne Refu­gi­en für sie geschaf­fen wer­den. Im Übri­gen müss­te das Steu­er­geld, das in immer neue Zoo­ge­he­ge hier­zu­lan­de gesteckt wird, bes­ser in den Aus­bau von Schutz­zo­nen in den natür­li­chen Hei­ma­ten der Tie­re inves­tiert wer­den. Zoos pas­sen nicht mehr in die heu­ti­ge Zeit.

Ins Netz gegangen (31.8.)

Ins Netz gegan­gen am 29.8.:

  • Strand: Wie Gold am Meer | ZEIT ONLINE -

    Es ist nicht nur das Meer, das den Sand vom Strand weg­holt, es ist auch der Mensch.

    span­nen­der text über den sand – am strand und im beton etc. und was der in den letz­ten jah­ren alles für pro­ble­me berei­tet (weil der mensch herumpfuscht …)

  • Spen­den­ak­ti­on ǀ Ice Bucket Chall­enge? Fuck off!—der Frei­tag – RT @derfreitag: Spen­den­ak­ti­on: #Ice­Bu­cket­Chall­enge? Fuck off! »
  • Kolum­ne Luft und Lie­be: Wahn und Schmod­der – taz​.de – „Brea­king News: Die Welt ist kom­pli­ziert. Und im Inter­net gibt es gleich­zei­tig Femi­nis­tin­nen und kras­se Pornos“ >
  • 50 – Na 1, 356 – Kor­re­spon­den­zen mit Her­bert Mar­cu­se (p. V 118, 1–383) – Sei­te – Max Hork­hei­mer – Digi­ta­le Samm­lun­gen – RT @benni_b: Doof wenn man berühmt wird und dann im Nach­lass des Kum­pels der eige­ne Sexis­mus zu Tage tritt: #mar­cu­se #hork­hei­mer
  • Sim­ply Explained—Geek&Poke – Sim­ply Explained—Geek&Poke;
  • Deut­sche Poli­tik vor den Welt­krie­gen – FAZ – hein­rich august wink­ler über den kriegs­be­ginn 1914, die fra­ge der schuld bzw. haupt­schuld und war­um sei­ner mei­nung nach deutsch­land nicht ganz auf einer ebe­ne mit den ande­ren euro­päi­schen staa­ten anzu­sie­deln ist:

    Schwe­rer noch wiegt die Aus­klam­me­rung der innen­po­li­ti­schen Vor­ge­schich­te des deut­schen Weges in den Ers­ten Welt­krieg bei Clark und Mün­k­ler. Der Mili­ta­ris­mus war ein gesamt­eu­ro­päi­sches Phä­no­men, aber nir­gend­wo waren die Gesell­schaft und das poli­ti­sche Den­ken so mili­ta­ri­siert wie im Deut­schen Reich. „Kriegs­par­tei­en“ gab es über­all, aber nir­gend­wo ver­füg­ten sie über einen so brei­ten gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Rück­halt wie in Deutsch­land. Er reich­te vom ost­elbi­schen Rit­ter­guts­be­sitz über die Schwer­indus­trie und Tei­le des gebil­de­ten Bür­ger­tums bis zu den Ver­bän­den des gewerb­li­chen Mit­tel­stan­des und der kauf­män­ni­schen Ange­stell­ten. Deutsch­land war eine kon­sti­tu­tio­nel­le, kei­ne par­la­men­ta­ri­sche Mon­ar­chie. Der Reichs­kanz­ler war dem Kai­ser, nicht dem Reichs­tag ver­ant­wort­lich. Die mili­tä­ri­sche Kom­man­do­ge­walt des Königs von Preu­ßen, der zugleich Deut­scher Kai­ser war, bedurf­te nicht der minis­te­ri­el­len Gegen­zeich­nung – ein Relikt des Absolutismus.

    – und zur kon­ti­nui­tät von 1914 und 1939 (was alles zusam­men bei den faz-lesern nicht auf gro­ße gegen­lie­be stößt …)

  • In Rede­si­gned Room, Hos­pi­tal Pati­ents May Feel Bet­ter Alre­a­dy – NYTi​mes​.com – die new york times über die rol­le von archi­tek­ten im gesund­heits­we­sen, hier am bei­spiel eines neu­baus des „Uni­ver­si­ty Medi­cal Cen­ter of Princeton“:

    But the real eye-ope­ner was this: Pati­ents also asked for 30 per­cent less pain medication.

  • Es geht ums Lesen – taz​.de – johan­nes thumf­art in der der taz über das befrei­en­de poten­zi­al von ebooks (und war­um es schein­hei­lig ist, dem gedruck­ten buch so sehr nachzuweinen):

    Kern der ableh­nen­den Hal­tung gegen­über dem E‑Book ist, dass es eben nur den eigent­li­chen Zweck von Büchern erfüllt, näm­lich das Gele­sen­wer­den. Dage­gen ist das gedruck­te Buch in unse­ren Brei­ten­gra­den vor allem ein Dum­my für den Gaben­tisch, das man geschenkt bekommt, im Bücher­schrank abstellt, als Acces­soire neben den Lat­te mac­chia­to legt, aber auch – etwas sel­te­ner – an Freun­de ver­leiht und wei­ter­ver­kauft. Für all die­se Neben­aspek­te der Buch­kul­tur taugt das E‑Book nicht. 

    Anstatt also dem gedruck­ten Buch nach­zu­wei­nen oder gar zu ver­su­chen, es durch Orna­men­te im bis­lang herr­lich redu­zier­ten E‑Book zu imi­tie­ren, muss E‑Book-Kul­tur davon han­deln, den Pro­zess der Demo­kra­ti­sie­rung, Säku­la­ri­sie­rung und Ratio­na­li­sie­rung der Schrift, der schon mit der Erfin­dung des Alpha­bets begann, zu beschleu­ni­gen. In dem Sin­ne fin­det sich die Speer­spit­ze der Buch­kul­tur heu­te in den tri­via­len Ecken fern­ab der Bücher­mes­sen und ähn­li­cher Ver­an­stal­tun­gen: In der „Fan Fic­tion“ zum Bei­spiel, wo mas­sen­wei­se Schmud­del­li­te­ra­tur for the peo­p­le by the peo­p­le gemacht wird, die auch noch in der U‑Bahn voll­kom­men unsicht­bar gele­sen wird und in kei­nem Regal als Tro­phäe aus­ge­stellt wer­den muss.

    Buch­ge­stal­ter, Ver­la­ge, Kri­ti­ker, Buch­de­ckel und Dru­cker­schwär­ze ste­hen die­ser neu­en, auf das Wesent­li­che redu­zier­ten Ästhe­tik der sich lite­ra­risch eman­zi­pie­ren­den Mas­se nur im Wege. 

  • War­um ich die Peti­ti­on gegen Ama­zon nicht unter­schrei­be – Süddeutsche.de – ich fin­de, ste­fan weid­ner hat durch­aus recht, auch wenn er sich in details irrt (wann/​womit bit­te ist es bes­ser, auf dem tablet als auf dem ebook-rea­der zu lesen? und natür­lich ist es nicht egal, wo ich mei­ne ebooks kau­fe, weil ama­zon sie ein­sperrt. aber das sind neben­säch­lich­kei­ten, die hier nichts zur sache tun)

    Aggres­si­vi­tät und einen unsen­ti­men­ta­len Blick nach vorn. Ama­zon hat das, der deut­sche Buch­markt nicht, nichts ande­res belegt der Pro­test gegen Ama­zon. Ich ver­ste­he die Grün­de für den Pro­test und die Angst, aber das ändert nichts an der Ver­knö­che­rung und Reform­un­wil­lig­keit des Buch­mark­tes. An sich ist er, ich sag­te es, per­fekt. Aber das Sys­tem hat den Kon­takt zur Außen­welt ver­lo­ren. Und da die­se, wie Außen­welt oft, unbe­kannt und böse ist, will man sich nur umso mehr von ihr abkap­seln. So sind schon vie­le Spe­zi­es ausgestorben.

Ins Netz gegangen (14.10.)

Ins Netz gegan­gen am 14.10.:

  • Ener­gie­bran­che: Oet­tin­ger schönt Sub­ven­ti­ons­be­richt – Wirt­schaft – Süddeutsche.de – Über die Mär, Eneu­er­ba­re Ener­gien wür­den zu hoch subventioniert:

    Akri­bisch wie Beam­te sind, lis­ten sie auf Sei­te 2 ihres Ent­wurfs der Voll­stän­dig­keit hal­ber alle Mil­li­ar­den auf, mit denen die Bran­che euro­pa­weit bereits gehät­schelt wird. Die schlich­ten Zah­len ber­gen eini­gen Spreng­stoff. Zudem las­sen sie Oet­tin­gers Argu­ment für eine Ände­rung der Ver­ga­be­pra­xis in sich zusam­men­fal­len. Der EU-Kom­mis­sar hat­te stets ange­führt, erneu­er­ba­re Ener­gien wür­den viel zu hoch geför­dert, wes­halb die Kos­ten für die Bür­ger ins Uner­mess­li­che stie­gen. In dem Papier aus der eige­nen Gene­ral­di­rek­ti­on muss Oet­tin­ger plötz­lich nach­le­sen, dass nicht erneu­er­ba­re Ener­gien das meis­te Geld erhal­ten, son­dern Koh­le- und Gas­kraft­wer­ke sowie die Atombranche.

  • Das gene­ri­sche Femi­ni­num und die Geg­ner des Femi­ni­nums – Sprach­log – Ana­tol Ste­fa­no­witsch wider­legt mal wie­der ein paar Argu­men­te der Geg­ner eines gene­ri­schem Fimi­n­ums, z.B. das der Unmarkiertheit:

    Am Ende gibt es nur zwei Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der, die Mar­kiert­heits­ver­hält­nis­se las­sen sich durch den Gebrauch ändern, dann kann das gene­ri­sche Femi­ni­num ein Weg dort­hin sein. Oder, sie las­sen sich nicht ändern, dann schei­tert das gene­ri­sche Femi­ni­num eben. Aber Angst vor dem gene­ri­schen Femi­ni­num brau­chen nur die­je­ni­gen zu haben, die glau­ben, es könn­te Erfolg haben, und die sich vor die­sem Erfolg fürchten.

  • Blit­zer-Mara­thon in Deutsch­land – Auto & Mobil – Süddeutsche.de – RT @SZ: #Blit­zer-Mara­thon, die Kari­ka­tur einer Kon­trol­le: Rasen ist zum All­tag gewor­den und Rechts­bruch zum Kavaliersdelikt

Ins Netz gegangen (8.7.)

Ins Netz gegan­gen (6.7.–8.7.):

Autobahn und Natur

Wie sehr die Auto­sucht nicht nur die Luft ver­pes­tet, son­dern auch die Hirn­win­dun­gen man­cher Betei­lig­ten vezwir­belt, kann man immer wie­der so neben­bei beob­ach­ten. Zum Bei­spiel in die­sem Text der FAZ zum Neu­bau der Schier­stei­ner Brü­cke zwi­schen Mainz und Wies­ba­den. Der schließt: 

So kommt die neue Brü­cke zwi­schen Mainz und Wies­ba­den am Ende der Natur im Rhein­gau zugute.

Nun, das ist wahr­lich eine preis­ver­däch­ti­ge Argu­men­ta­ti­on: Der Bau einer Brü­cke, die mehr Ver­kehr ermög­li­chen soll, hilft also der Natur. Gemeint ist natür­lich die Aus­gleichs­ab­ga­be, die hier für die „Reak­ti­vie­rung“ eines Alt­rhein­ar­mes ver­wandt wird – was auch immer das ist: Wird da der Rhein wie­der durch sein altes Bett gelei­tet? Das ist natür­lich rei­ne Augen­wi­sche­rei, denn das wie gut auch immer gemein­te Geld­aus­ge­ben „für“ die Natur an einer Stel­le hebt ja den Ein­griff an einer ande­ren Stel­le nicht auf. Schon gar nicht, wenn es um den Bau von Ver­kehrs­we­gen geht, die ja bekann­ter­ma­ßen gewis­se Nach­fol­ge­wir­kun­gen auf die Umwelt mit sich brin­gen. Aber so weit kann man als Auto­süch­ti­ger wahr­schein­lich nicht mehr denken …

Grünes Gewissen?

Fin­de den Fehler: 

Man kann ihn als Gelän­de­wa­gen fürs grü­ne Gewis­sen ver­ste­hen, den Lexus RX 450h, der mit einem V6-Ben­zi­ner und zwei E‑Motoren eine beein­dru­cken­de Sys­tem­leis­tung von 220 kW (299 PS) bietet. 

- so beginnt Micha­el Spehr von der FAZ sei­nen Text über die „Remo­te Touch im Lexus RX 450h“. Und mich regt so ein Schwach­sinn immer auf: Wie kann man den bit­te einen Gelän­de­wa­gen, der fast drei Ton­nen wiegt (!), noch dazu mit 220 kW Leis­tung, irgend­wie „grün“ fin­den? Nur weil er nicht aus­schließ­lich auf Ver­bren­nungs­mo­to­ren setzt, ist das doch noch kein öko­lo­gisch irgend­wie ver­tret­ba­res Fort­be­we­gungs­mit­tel. Aber das ist ein typi­sches Phä­no­men, das man bei Tech­nik­jour­na­lis­ten ganz oft beob­ach­ten kann: Wenn ein Pro­dukt nicht ganz und gar den Wahn­sinn des immer mehr, immer stär­ker, immer schnel­ler mit­macht, darf man das schon unge­straft als „grün“ oder „öko“ bezeichnen. 

teetrinker

ich wuss­te es ja schon immer: tee­trin­ker sind bes­se­re men­schen ;-). uto­pia hat in bewähr­ter leicht­hän­di­ger manier zusam­men­ge­stellt, war­um tee­trin­ker für die umwelt bes­ser sind/​sein könn­ten als kaf­fee­trin­ker. „Tee liegt daher ein­deu­tig vor­ne, wenn es um Was­ser­nut­zung und Umwelt­ver­träg­lich­keit geht.“

Gran­di­os dann aber wie­der die abschlie­ßen­den Tipps:

Erhit­zen Sie nur soviel Was­ser im Was­ser­ko­cher, wie Sie benö­ti­gen. Trin­ken Sie Ihr Getränk aus einer wie­der ver­wend­ba­ren Tas­se und ver­mei­den Sie Ver­pa­ckungs­müll durch den Genuss von „Take-away“-Bechern. Und wer­fen Sie zu guter letzt die ver­brauch­ten Tee­blät­ter und den Kaf­fee­satz in den Kompost.

haben uto­pia-leser so etwas wirk­lich noch nötig?

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