Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: gesellschaft Seite 3 von 10

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  • Was lesen Buch­blog­ger: Eine neue Ana­ly­se mit Visua­li­sie­run­gen und Sta­tis­ti­ken | lese​stun​den​.de → tobi hat ver­sucht zu ana­ly­sie­ren (und visua­li­sie­ren), was buch­blog­ge­rin­nen (er hat ein fast aus­schließ­lich weib­li­ches sam­ple) eigent­lich lesen. die daten­grund­la­ge ist aber zumin­dest in tei­len schwie­rig, die gen­re-ein­tei­lung zum bei­spiel nahe an der gren­ze zum absur­den (wie er selbst auch anmerkt)
  • Inte­gra­ti­ve Obst­ar­beit | Drau­ßen nur Känn­chen → wun­der­ba­re „integrations“-begegnung, auf­ge­schrie­ben von frau nessy
  • The Peo­p­le Who Craft World-Class Stein­way Pia­nos → schö­ne foto­stre­cke (anläss­lich eines ent­spre­chen­den buchs …) über die arbeiter/​innen in stein­ways fabriken
  • Besuch bei Ver­le­ger Jochen Jung: „Du bist ein Schma­rot­zer! Nutz­nie­ßer, eine Zecke“ | Welt → aus­nahms­wei­se mal eine emp­feh­lung zur sprin­ger-pres­se: man­fred reb­handl hat näm­lich ein schö­nes stück über den ver­le­ger jochen jung geschrieben
  • Zum Ethos der Tech-Sze­ne in der digi­ta­len Öko­no­mie: Zwi­schen Anspruch und Wirk­lich­keit | netz​po​li​tik​.org → Maciej Cegłow­ski über pro­gram­mie­rer und ihren zugriff auf die wirk­lich­keit und die dar­aus resul­tie­ren­den fra­gen und probleme

    Unse­re Zie­le sind ein­fach und klar. Zuerst wer­den wir mes­sen, dann ana­ly­sie­ren, dann opti­mie­ren. Und man wird uns dank­bar sein.

    Aber die rea­le Welt ist eigen­sin­nig. Sie ist so kom­plex, dass sie Abs­trak­ti­on und Model­lie­rung wider­steht. Sie erkennt unse­re Ver­su­che sie zu beein­flus­sen und reagiert dar­auf. Genau­so wenig, wie wir aus unse­rer eige­nen Haut kön­nen, kön­nen wir hof­fen, die Welt von außen objek­tiv zu erfassen.

    Die ver­netz­te Welt, die wir erschaf­fen, mag Com­pu­ter­sys­te­men ähneln, aber es bleibt den­noch die glei­che alte Welt wie vor­her, nur mit ein paar Mikro­fo­nen und Tas­ta­tu­ren und Flat­screens, die hier und dort her­aus­ra­gen. Und sie hat immer noch die glei­chen alten Probleme.

  • „Ein­fach nur pri­va­tis­tisch Inti­mi­tä­ten aus­plau­dern, kann nicht ziel­füh­rend sein.“ | femi­nis­ti­sche stu­di­en → inter­es­san­tes inter­view mit caro­lin emcke über sub­jek­ti­vi­tät, inti­mi­tät und spre­che & sprache

    Ein­fach nur „ich“ sagen, ein­fach nur pri­va­tis­tisch Inti­mi­tä­ten aus­plau­dern, kann nicht ziel­füh­rend sein. Die sub­jek­ti­ve Form, das Reflek­tie­ren auf eige­ne Erfah­run­gen oder Wahr­neh­mun­gen braucht, mei­ner Ansicht nach, immer einen Grund, war­um sie in einem bestimm­ten argu­men­ta­ti­ven, dis­kur­si­ven Kon­text ein­ge­setzt wird.

    Als Publi­zis­tin füh­le ich mich ver­pflich­tet, mit sprach­li­chen Mit­teln jene ideo­lo­gisch auf­ge­la­de­nen Bil­der und Begrif­fe, jene Asso­zia­ti­ons­ket­ten und Vor­stel­lun­gen auf­zu­bre­chen, die Res­sen­ti­ments gegen­über Frau­en oder Homo­se­xu­el­len, Gehör­lo­sen oder Jüdin­nen, Links­hän­dern oder Schal­ke-Fans trans­por­tie­ren. Und dazu gehört dann, dass wir nor­ma­ti­ve Begrif­fe in Erfah­run­gen über­set­zen, dass wir das, was uns wütend oder ver­zwei­felt zurück lässt, ver­steh­bar machen für die­je­ni­gen, die die­se Erfah­run­gen nicht teilen.

  • Fetisch Effi­zi­enz | Mar­cel Häng­gi → mar­kus häng­gi hat für „zeit wis­sen“ die geschich­te und theo­rie der ener­gie­ef­fi­zi­enz schön aufgeschrieben.

    Die unter dem Gesichts­punkt der Ener­gie­ef­fi­zi­enz bemer­kens­wer­tes­te Erfin­dung der Moder­ne war das Fahrrad

    Es gibt kei­nen Grund, Ener­gie­trä­ger, deren Nut­zung die mensch­li­che Zivi­li­sa­ti­on bedro­hen, über­haupt auf den Markt zu lassen.

  • Inter­view: „Ich bin kein Fotoro­bo­ter“ | der Frei­tag → inter­es­san­tes inter­view mit dem foto­gra­fen chris­toph ban­gert (der mit „war porn“ ein her­vor­ra­gen­des foto­buch über den krieg ver­öf­fent­lich­te) über krieg, gewalt, absur­di­tät, ver­ste­hen und verarbeiten
  • Auto­fah­ren in Deutsch­land: Die Stra­fen für Raser und Ver­kehrs­sün­der sind lächer­lich – Poli­tik – Tages­spie­gel Mobil → hein­rich schmitz hat wort­ge­wal­tig und fak­ten­ge­sät­tig genug von der ver­harm­lo­sung der raser und der mit­leids­lo­sen inkauf­nah­me der töd­li­chen verkehrsunfälle

    Bei „bereif­ten Mör­dern“ – so wer­den hier in der Regi­on scherz­haft Auto­fah­rer mit einem BM-Kenn­zei­chen aus Berg­heim genannt – packt die Poli­tik die Samt­hand­schu­he aus. Auto­fah­rer sind halt Wäh­ler und nicht mal weni­ge. Da wer­den selbst die in der sonst für ihre Poli­tik so heiß gelieb­ten Schweiz gel­ten­den Regeln nicht eingeführt.

  • Zu Besuch Frie­de­ri­ke May­rö­cker: Eine Glei­chung von mathe­ma­ti­scher Ele­ganz | FAZ → der bald-büch­ner-preis­trä­ger mar­cel bey­er über einen besuch bei büch­ner-preis­trä­ge­rin frie­de­ri­ke mayröcker

    Leben = Schrei­ben: Mir fie­le nie­mand ein, für den die­se Glei­chung so wenig antast­bar, so pro­duk­tiv, schlicht unum­stöß­lich wahr wäre wie für Frie­de­ri­ke May­rö­cker. Eine Glei­chung von mathe­ma­ti­scher Eleganz.

  • Mar­tin Vogel: Anmer­kung zu einem rich­ti­gen Urteil | per​len​tau​cher​.de → mar­tin vogel legt noch ein­mal seine/​die sicht der urhe­be­rin­nen zur vg wort, ihren aus­schüt­tun­gen und ihrer kra­chen­den nie­der­la­ge vor dem bgh dar. sehr lesenswert
  • Died­rich Diede­rich­sen im Gespräch über poli­ti­sche Kor­rekt­heit in öffent­li­chen Debat­ten | jungle​-world​.com → span­nen­des, lan­ges inter­view mit died­rich diede­rich­sen über poli­ti­sche kor­rekt­heit, kul­tur­kampf, (neue) rech­te und die ent­wick­lun­gen in der (deut­schen) dis­kurs­ge­sell­schaft der letz­ten jahre/​jahrzehnte

    Mit der soge­nann­ten PC kam der Ärger auf einer unge­wohn­ten Ebe­ne zurück, als Debat­te um Spra­che. Letzt­lich war der dann fol­gen­de Auf­schrei in der kon­ser­va­ti­ven bis reak­tio­nä­ren Mit­te vor allem ein Sym­ptom der Ent­täu­schung. Man hat­te gehofft, ganz demar­kiert Poli­tik und Geschäf­te machen zu kön­nen, und woll­te mit inhalt­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen, die dann auch noch auf poli­ti­schen oder ethi­schen Grund­über­zeu­gun­gen – Bezeich­nun­gen wie Ras­sis­mus waren ja wich­tig, wir woll­ten Ras­sis­mus Ras­sis­mus nen­nen, die ande­ren Frem­den­feind­lich­keit – nichts mehr zu tun haben.

    Das ist eine schlim­me Ent­wick­lung, die die stra­te­gisch berech­tig­te Idee, Orte zu schaf­fen, in denen man zum Bei­spiel vor trans- und homo­pho­ber Ver­fol­gung sicher ist, in eine völ­lig bescheu­er­te Rich­tung ver­scho­ben haben. Safe Spaces sind jetzt Semi­na­re, die als so eine Art erwei­ter­tes Kin­der­zim­mer mit Kuschel­kul­tur nur über Din­ge spre­chen, die die behü­te­ten Mit­tel­schichts­kin­der nicht erschre­cken. »Trig­ger War­nings« sol­len hel­fen, dass man das Böse gar nicht erst zur Kennt­nis nimmt. Von Ver­ge­wal­ti­gung und Ras­sis­mus darf man dann gar nicht mehr sprechen.

Ins Netz gegangen (13.6.)

Ins Netz gegan­gen am 13.6.:

  • Ret­tet das Oli­ven­öl! | Repor­ta­gen → eine tol­le repor­ta­ge über ein bak­te­ri­um, dass oli­ven­bäu­me tötet. und den ver­geb­li­chen kampf eini­ger ita­lie­ner und der eu dage­gen. und viel ver­schwö­rungs­theo­rie, irra­tio­na­li­tä­ten bei bau­ern, medi­en und jus­tiz – wun­der­bar geeig­net, alles vor­ur­tei­le über ita­li­en zu bestätigen …

    Riel­li denkt nach. Zwar sieht er sich selbst als umwelt­be­wuss­ten Men­schen, für den die Natur zuerst kommt, doch im Fall von Xylel­la hat er sich auf die ande­re Sei­te geschla­gen. Dass die Wis­sen­schaf­ter im Salen­to eben­so wie ihre über den Glo­bus ver­streu­ten Kol­le­gen die Mei­nung ver­tre­ten, Xylel­la sei die Haupt­ur­sa­che der Oli­ven­pest, über­zeugt ihn: «For­scher strei­ten sich meis­tens über ihre Erkennt­nis­se, doch im Fall Xylel­la sind sie sich einig.» Ent­spre­chend kann er nicht nach­voll­zie­hen, dass die Men­schen im Salen­to eine ihrer wich­tigs­ten Ein­kom­mens­quel­len aufs Spiel set­zen, die Dro­hun­gen der loka­len Behör­den wie auch der EU igno­rie­ren und nichts ande­res zu tun wis­sen, als alle Plä­ne zur Lösung der Epi­de­mie zu unter­lau­fen, abstru­se Theo­rien auf­zu­stel­len und mit den For­schern aus­ge­rech­net jene Per­so­nen in Ver­ruf zu brin­gen, die als Ein­zi­ge das Pro­blem lösen kön­nen. Das alles will ihm nicht in den Kopf, also bestellt er einen drit­ten Gin, denkt wei­ter, bis sich Ella dazu­setzt, Archi­tek­tin aus Lec­ce, die ihn von einer sei­ner Lesun­gen kennt. Er erzählt, wor­über er nach­denkt: «Was ist los mit die­sem Land?» 

    Dann, Riel­li ist längst in Bolo­gna zurück, holt die Jus­tiz im Salen­to zu einem Schlag aus, der jede Hoff­nung zunich­te­macht, das Kil­ler­bak­te­ri­um Xylel­la fas­tidio­sa wirk­sam zu bekämp­fen, bevor es noch wei­ter Rich­tung Nor­den wan­dert. Eben­so zer­schlägt sich die Hoff­nung des For­schers Dona­to Boscia, dass die gegen ihn und ande­re For­scher erho­be­nen Vor­wür­fe fal­len­ge­las­sen wer­den: Am 18. Dezem­ber 2015 klagt die Staats­an­walt­schaft Lec­ce zehn Per­so­nen an, sich gemäss Arti­kel 500 des ita­lie­ni­schen Straf­ge­setz­buchs der «fahr­läs­si­gen Ver­brei­tung einer Pflan­zen­krank­heit» schul­dig gemacht zu haben, das geschütz­te Land­schafts­bild des Salen­to zu zer­stö­ren, die Behör­den belo­gen und Urkun­den gefälscht zu haben. Neun der Ange­klag­ten sind For­scher, dar­un­ter Dona­to Boscia, Sil­vio Schi­to sowie meh­re­re Wis­sen­schaf­ter der Uni­ver­si­tät Bari. Der zehn­te Ange­klag­te ist Com­mis­sa­rio Giu­sep­pe Sil­let­ti als Voll­stre­cker der EU-For­de­run­gen. Zudem beschlag­nahmt die Staats­an­walt­schaft sämt­li­che zum Fäl­len bestimm­ten Bäu­me; sie dür­fen nicht ange­rührt wer­den, und sie ver­bie­tet den Bau­ern, die für die Ver­brei­tung von Xylel­la ver­ant­wort­li­chen Wie­sen­schaum­zi­ka­den zu bekämp­fen. Mit ande­ren Wor­ten: Sämt­li­che Ver­su­che, das Bak­te­ri­um ein­zu­däm­men, sind zunichtegemacht.

  • Akten – Was nicht in der Welt ist | Süd­deut­sche → heri­bert prantl über die wich­tig­keit und not­wen­dig­keit von akten in einer funk­tio­nie­ren­den demo­kra­tie und die wich­tig­keit und not­wen­dig­keit, die­se akten nicht nur zu füh­ren, son­dern auch ange­mes­sen zu archi­vie­ren. aus­lö­ser ist ein streit um ille­gal dem bun­des­ar­chiv nicht zur ver­fü­gung gestell­te akten diver­ser (spitzen)politiker, die so der for­schung ganz (oder teil­wei­se) ent­zo­gen sind
  • The UK explai­ned sexu­al con­sent in the most Bri­tish way pos­si­ble | You­Tube → sehr schö­ner klei­ner zei­chen­trick­film, der erklärt, wie ein­fach das eigent­lich mit konsens/​zustimmung bei sex ist
  • Pia­nist Igor Levit im inter­view: „Mei­ne Wit­ze wer­den lang­sam bes­ser!“ | Tages­spie­gel → igor levit ist nicht nur ein aus­ge­zeich­ne­ter pia­nist, son­dern offen­bar auch ein her­vor­ra­gen­der inter­view­part­ner (und twitterer …)

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  • Debat­te um Ver­gü­tung: Wenig Fair­ness im Umgang mit Autoren | Deutsch­land­ra­dio → hen­ry stein­hau über die bezie­hung zwi­schen ver­la­gen und autorinnen:

    Ver­la­ge soll­ten ihre Kräf­te dar­auf ver­wen­den, trag­fä­hi­ge Geschäfts­mo­del­le zu ent­wi­ckeln. Und zwar sol­che, die nicht dar­auf ange­wie­sen sind, den Autoren eine Betei­li­gung an Ver­gü­tun­gen abzuringen.

  • Der #öffentliche_​Raum ist immer poli­tisch. Ein Gespräch mit Chris­toph Haer­le (Teil 1) | Geschich­te der Gegen­wart → phil­ipp sara­sin hat sich mit dem archi­tek­ten, stadt­pla­ner und künst­ler chris­toph haer­le über den öffent­li­chen raum unter­hal­ten. im ers­ten teil geht es vor allem um die geschich­te des öffent­li­chen raums bis ins 19. jahr­hun­dert – sehr spannend.
  • Der post­mo­der­ne #öffentliche_​Raum. Ein Gespräch mit Chris­toph Haer­le (Teil 2) | Geschich­te der Gegen­wart → der zwei­te teil des gesprächs von phil­ipp sara­sin mit chris­toph haer­le, nun zu den öffent­li­chen räu­men des 20. jahr­hun­derts und der gegen­wart – und deren pro­ble­men und gefährdungen.
  • Mein Vater, der bekann­te Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker | Broad­ly → die toch­ter eines ein­fluss­rei­chen ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kers („truther“) erzählt

    Gera­de weil Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker immun gegen jedes noch so ver­nünf­ti­ge Argu­ment aus der „Main­stream-Welt“ sind, sehe ich die­se Bewe­gung als äußerst gefähr­lich an. Wie vie­le sub­ver­si­ve Grup­pen aus dem rech­ten Lager, holen sich die Truther meis­tens Leu­te aus schwie­ri­gen sozia­len Ver­hält­nis­sen ins Boot. Men­schen, die froh über Sün­den­bö­cke sind und in elo­quen­ten Per­sön­lich­kei­ten Füh­rung suchen. Die Truther bestrei­ten eine Zuge­hö­rig­keit zum rech­ten Lager zwar vehe­ment, jedoch spre­chen mei­ne per­sön­li­chen Erfah­run­gen für sich. Sexis­mus, Homo­pho­bie und Ras­sis­mus sind genau­so ver­brei­tet, wie eine fehl­ge­lei­te­te Vor­stel­lung von Kul­tur und Heimatliebe.

  • Was darf die Sati­re? – Kurt Tuchol­sky, Jan Böh­mer­mann und die Fol­gen | lite​ra​tur​kri​tik​.de → ste­fan neu­haus über sati­re von tuchol­sky und böh­mer­mann, unter beson­de­rer berück­sich­ti­gung ihrer ästhe­ti­schen und poli­ti­schen impli­ka­tio­nen in deutschland
  • Ver­fas­sungs­recht­ler über die AfD: „Unver­ein­bar mit dem Grund­ge­setz“ | taz​.de → jurist joa­chim wie­land im taz-inter­view über das grund­satz­pro­gramm der afd:

    Aus mei­ner Sicht ver­sucht die AfD, die Gren­ze, die die Ver­fas­sung zulässt, bis ins Äußers­te aus­zu­tes­ten. Dabei arbei­tet sie mit unkla­ren Begrif­fen, damit sie, wenn sie zur Rede gestellt wird, sagen kann: So war das gar nicht gemeint. In eini­gen Punk­ten sehe ich den Men­schen­rechts­kern des Grund­ge­set­zes ver­letzt. Das könn­te die AfD, selbst wenn sie ent­spre­chen­de Mehr­hei­ten hät­te, nicht umset­zen, ohne dass es zu einer ein­deu­ti­gen Ver­fas­sungs­ver­let­zung käme. Man muss also sagen: Die AfD bewegt sich in vie­lem an der Gren­ze zur Ver­fas­sungs­wid­rig­keit und in man­chem hat sie die­se Gren­ze bereits überschritten.

  • EBooks vs Papier-Bücher: Vom Kul­tur­wan­del und not­wen­di­gen Lern­pro­zes­sen (in der Schu­le) | herrlar​big​.de → herr lar­big denkt dar­über nach, was eigent­lich den unter­schied zwi­schen papier­buch und ebook ausmacht

    Wäh­rend wir das ana­lo­ge Buch aus Papier nach wie vor gut im Rah­men der von uns erlern­ten (hart­nä­cki­gen) Mus­ter des Lesens auf­zu­neh­men und zu bear­bei­ten wis­sen, ver­langt das digi­ta­le Buch von uns, in einen Lern- und Gewöh­nungs­pro­zess einzutreten.

    Es muss gelernt wer­den, wie man mit den ver­än­der­ten Mög­lich­kei­ten des Daten­trä­gers zu arbei­ten ver­mag und man muss sich gleich­zei­tig dar­an gewöh­nen, dass Tex­te die Dimen­si­on der Tie­fe im Sin­ne von Sei­ten­zah­len »ver­lie­ren«. – Dies ist aller­dings viel mehr als eine Fra­ge der Haptik.

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Ins Netz gegan­gen am 30.5.:

  • Kleist-Edi­ti­on: Ein trau­ri­ges Ende | Süd­deut­sche → kleist-exper­te und ‑her­aus­ge­ber klaus mül­ler-sal­get berich­tet vom sehr unrühm­li­chen umgang des han­ser-ver­la­ges mit der offen­bar grot­ten­schlech­ten, aber als ulti­ma­ti­ven ange­prie­se­nen kleist-lese­aus­ga­be von roland reuß und peter staeng­le – nach­dem der ver­lag eine revi­si­on ver­sprach, die feh­ler­haf­te aus­ga­be aber mun­ter wei­ter ver­kauf­te, stellt er sie nun gänz­lich ein (das sind übri­gens die ver­la­ge, die über die vg wort geld von den urhe­bern haben wol­len – für ihre uner­setz­li­chen leistungen …)
  • re:publica 2016 – Thors­ten Schrö­der & Frank Rie­ger: Ad-Wars → span­nen­der vor­trag von frank rie­ger & thors­ten schrö­der über adblo­cker, mal­wa­re und gefah­ren­ab­wehr im netz (mit lösungvorschlägen!)
  • Muse­ums­di­rek­tor Köh­ne im Gespräch: Wir müs­sen es wagen! | FAZ → eck­art kröh­ne, direk­tor des badi­schen lan­des­mu­se­ums, will sein muse­um öff­nen – die faz spricht im inter­view von einer „revo­lu­ti­on von unten“:

    Muse­en sind eigent­lich so ange­legt, dass sie die wis­sen­schaft­lich fach­li­che Deu­tungs­ho­heit für ihre Inhal­te haben. Wir ver­su­chen, neben die­sem kura­to­ri­schen Strang einen zwei­ten Strang zu ent­wi­ckeln, bei dem wir sel­ber nicht mehr deu­ten, son­dern die Nut­zer und Nut­ze­rin­nen des Muse­ums das tun.

  • Kri­se des Libe­ra­lis­mus: Ein auto­ri­tä­res Ange­bot | Zeit → tho­mas ass­heu­ser ver­sucht sich in der „zeit“ an einer ana­ly­se der situa­ti­on des libe­ra­lis­mus – und so viel er rich­tig beob­ach­tet, fra­ge ich mich doch, ob sein aus­gangs­punkt – dass näm­lich „unse­re“ moder­ne libe­ra­le gesell­schaft so eng mit dem libe­ra­lis­mus zusam­men­hängt, wirk­lich rich­tig ist. ich ten­die­re ja eher zur annah­me, dass die poli­tik der letz­ten jahre/​jahrzehnte genau das – näm­lich den libe­ra­lis­mus – ver­lo­ren hat, auch ohne in das auto­ri­tä­re geham­pel der rech­ten zu verfallen.

    Man kann sich leicht aus­ma­len, welch kleb­ri­ge Attrak­ti­vi­tät eine sol­che Apart­heid­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt, wenn Bür­ger das Gefühl haben, sie sei­en Moder­ni­sie­rungs­ver­lie­rer und könn­ten sich für ihre libe­ra­le Frei­heit nichts kau­fen. Die rech­te Alter­na­ti­ve ver­spricht dage­gen die Befrei­ung von der Befrei­ung und den Abschied von Euro­pa sowie­so. Sie malt die Nati­on als gute Stu­be mit Hirsch­ge­weih und kugel­si­che­ren But­zen­schei­ben, als Trutz­burg gegen Ter­ror, Kli­ma­ka­ta­stro­phe und Flücht­lin­ge, kurz: als wet­ter­fes­ten Herr­gotts­win­kel für Men­schen mit apo­ka­lyp­ti­schen Vor­ge­füh­len, die nicht zu Unrecht fürch­ten, die „Welt drau­ßen“ kön­ne über ihren Köp­fen zusam­men­bre­chen. Das auto­ri­tä­re Ange­bot verfängt.

  • Exzel­lenz­in­itia­ti­ve: Pri­vat ein Las­ter, öffent­lich eine Tugend | FAZ → jochen hörisch über den „dou­ble­speak“ in bezug auf die exzellenziniative,die auch vie­le (betei­lig­te) wis­sen­schaft­ler für sub­op­ti­mal bis unsinn hal­ten, das aber selten/​kaum öffent­lich sagen

    Man muss kein appro­bier­ter Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler sein, um die all­täg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on an den Uni­ver­si­tä­ten über die alte wie die neu auf­ge­leg­te Exzel­lenz­in­itia­ti­ve auf­fal­lend und ana­ly­se­be­dürf­tig zu fin­den. Denn immer wie­der macht sich ein pro­fa­nes Dilem­ma bemerk­bar. Im ältes­ten Medi­um, der face-to-face-com­mu­ni­ca­ti­on, wird noch sehr viel stär­ker als sonst gänz­lich anders über die Exzel­lenz­in­itia­ti­ve gespro­chen als in der publi­zier­ten Schrift­form. Antrags­pro­sa oder Ver­laut­ba­run­gen von offi­ziö­sen Uni­ver­si­täts­zeit­schrif­ten begrü­ßen die Erneue­rung der Exzel­lenz­in­itia­ti­ve, ansons­ten aber hört man zumeist läs­ter­li­che Reden.

  • Corporate’s Child | text­dump → zur lage der poli­tik eini­ge schar­fe beob­ach­tun­gen und anmer­kun­gen in guen­ter hacks textdump:

    Der Staat gibt vor, alles sehen zu kön­nen (sie­he Punkt 2), wenn er aber han­deln soll, tut er so, als sei­en ihm die Hän­de gebun­den, von der bösen EU, durch inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge, durch Res­sour­cen­man­gel, durch die all­ge­mei­ne Wirt­schafts­lo­gik, die halt nun mal so ist. Wenn der Staat agiert, dann nur mit noch mehr Repres­si­on nach unten, weil das halt ein­fa­cher ist, als Steu­ern von Ama­zon zu ver­lan­gen. Die­se Dis­kre­panz führt zu einer Art Theo­di­zeege­fühl, die schon ziem­lich mas­si­ve Welt­re­li­gio­nen hat abschmel­zen lassen. 

    Die neo­na­tio­na­lis­ti­schen Par­tei­en sind nicht des­we­gen so erfolg­reich, weil sie dis­rup­tiv wären, son­dern weil sie bestehen­de Leit­li­ni­en der Main­stream-Poli­tik der letz­ten 30 Jah­re kon­se­quen­ter und skru­pel­lo­ser wei­ter­den­ken als die Cor­po­ra­te-Poli­ti­ker selbst.

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Ins Netz gegan­gen am 14.4.:

  • Farm to Fable | Tam­pa Bay Times → ein inter­es­san­ter und auf­wen­dig recher­chier­ter, aber sehr lan­ger (und bis­wei­len arg lang­at­mi­ger) text der restau­rant­kri­ti­ke­rin der „tam­pa bay times“ in flo­ri­da über die lügen der gas­tro­no­mie, was „local“ (in deutsch­land eher: regio­nal) zuta­ten (und her­kunfts­an­ga­ben über­haupt) angeht. auf den punkt gebracht:

    If you eat food, you are being lied to every day.

    (es gibt aber auch posi­ti­ve beispiele …)

  • Bil­ler unread | der Frei­tag → micha­el ange­le vom „frei­tag“ schreibt eine sam­mel­re­zen­sen­si­on der kri­ti­ken von bil­lers „bio­gra­fie“

    So bil­de­te sich mir beim Lesen ein eige­ner klei­ner Roman über einen Kri­ti­ker, was will man mehr.

  • Exit-Stra­te­gie: Herrn­dorfs Revol­ver | FAS → julia encke hat sich im lite­ra­tur­ar­chiv mar­bach die waf­fe von wolf­gang herrn­dorf zei­gen las­sen und erzählt für die „fas“ die geschich­te, wie sie dort­hin kam

    Doch ist die eigent­li­che Poin­te viel­leicht eine ganz ande­re. Denn von Wolf­gang Herrn­dorf liegt hier in Mar­bach jetzt nur der Revol­ver und kein Manu­skript, kei­ne Skiz­ze, kei­ne hand­schrift­li­chen Noti­zen. Nur die Reli­quie sozu­sa­gen, aber nicht die Schrift. Wer „Arbeit und Struk­tur“ liest – die­ses über­wäl­ti­gen­de Buch mit zwei Prot­ago­nis­ten: Wolf­gang Herrn­dorf und sei­ne Waf­fe -, der kennt auch die Pas­sa­gen, in denen der Autor sei­ne Abnei­gung gegen­über Ger­ma­nis­ten ziem­lich deut­lich zum Aus­druck bringt. Dass die Ger­ma­nis­ten jetzt nur das Werk­zeug der Been­di­gung des Schrei­bens in die Hän­de bekom­men und nicht den Text selbst, das hät­te ihm mög­li­cher­wei­se gefal­len. Es passt jeden­falls zu der Art von Scher­zen, die Wolf­gang Herrn­dorf mochte.

  • Unge­wöhn­li­cher Klang­po­et: Zum Tod des Kom­po­nis­ten Josef Anton Riedl | BR-Klas­sik → heu­te erst erfah­ren: josef anton riedl ist gestor­ben. für br-klas­sik hat hel­mut rohm einen guten nach­ruf geschrieben.

    Sein eige­nes mul­ti­me­dia­les, Gat­tungs­gren­zen spren­gen­des Schaf­fen aber lässt sich kaum auf den Punkt brin­gen. Jeden­falls hat er – wie sein Freund Die­ter Schne­bel es tref­fend sag­te – nie „nor­ma­le“ Musik geschrieben. 

  • Aldis final Dis­count­down | Kraut­re­por­ter → peer scha­der über den „stra­te­gie­wech­sel“ bei aldi und die damit ein­her­ge­hen­den pro­ble­me für händ­ler, her­stel­ler und kunden
  • A Smart Black­let­ter Font: 7 Ques­ti­ons for Ger­rit Ans­mann | Typo​gra​phy​.Guru → war­um – und vor allem wie – ein deut­scher phy­si­ker eine frak­tur-schrift für das 21. jahr­hun­dert aufbereitet/​aktualisiert
  • How an inter­net map­ping glitch tur­ned a ran­dom Kan­sas farm into a digi­tal hell | Fusi­on → cra­zy sto­ry, was pas­siert, wenn eine/​mehrere ip-loca­ti­ons-fir­ma beschlie­ßen, ips, deren adres­se sie nicht genau ken­nen, der „mit­te“ eines lan­des zuord­nen – da wohnt unter umstän­den näm­lich jemand …
  • Natur­schutz: Was ist nur aus uns gewor­den? | Zeit → haral wel­zer ist etwas rat­los – all das grü­ne leben, das bemü­hen um nach­hal­tig­keit und öko­lo­gie – es scheint nichts zu nut­zen, weil das „immer mehr“ aus dem kapi­ta­lis­ten sys­tem offen­bar nicht weg­zu­be­kom­men ist …

    Der Preis für das so per­fekt funk­tio­nie­ren­de Bünd­nis zwi­schen Öko­be­sorg­nis und Nor­mal­wirt­schaft ist hoch: Nicht nur klafft heu­te zwi­schen der aus­ge­bau­ten Exper­to­kra­tie in Minis­te­ri­en, Uni­ver­si­tä­ten, Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen und Umwelt­ver­bän­den und ‑räten aller Art und der bun­ten, aber eher staats­fer­nen und ent­po­li­ti­sier­ten Gras­wur­zel­ak­ti­vis­ten-Sze­ne eine gro­ße gesell­schafts­po­li­ti­sche Lücke, auch ist den Grü­nen ihr Mar­ken­kern abhan­den­ge­kom­men, seit die gan­ze Gesell­schaft sym­bo­lisch ergrünt ist.

    Das wirkt sich umso dra­ma­ti­scher aus, als die Fol­gen einer fort­ge­setz­ten Natur­zer­stö­rung heu­te immer deut­li­cher wer­den – bis hin zu den sozia­len Fol­gen in Gestalt von Flucht und Ver­trei­bung. Eine Wei­le lang hat die Öko­be­we­gung als Moder­ni­sie­rungs­im­puls für eine moder­ne Gesell­schaft gewirkt, die so etwas regel­mä­ßig braucht, um neue Märk­te, Pro­duk­te und Bedürf­nis­se zu erschlie­ßen. Aber in die­ser Moder­ni­sie­rung hat sie sich selbst weit­ge­hend ver­lo­ren. Ivan Illich hat­te auf Selbst­be­gren­zung bestan­den, weil es kei­ner noch so effi­zi­enz­ge­schärf­ten Pro­duk­ti­vi­tät jemals gelin­gen kön­ne, „die nach Belie­ben geschaf­fe­nen und mul­ti­pli­zier­ten Bedürf­nis­se zu befrie­di­gen“. Wohl wahr. Aber Selbst­be­gren­zung ist einem Sys­tem wesens­fremd, des­sen Erfolgs­re­zept gera­de dar­in liegt, unab­läs­sig natür­li­che Gren­zen zu überschreiten.

  • wör­ter­buch­kri­tik an einer wer­be­an­zei­ge | lexi­ko­gra­phieb­log → schön: wer sei­ne anzei­ge als lexi­kon­ein­trag gestal­tet, muss auch damit rech­nen, dass ein lexi­ko­graph sie lexi­ko­gra­phisch kritisiert …

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Ins Netz gegan­gen am 7.4.:

  • Täter geschützt, Opfer ent­wür­digt | taz – der korps­geist deut­scher poli­zis­ten und staats­an­wäl­te scheint zu funk­tio­nie­ren: die taz berich­tet über die – von außen sehr selt­sa­me – ent­schei­dung der staats­an­walt­schaft han­no­ver, einen ehe­ma­li­gen bun­des­po­li­zis­ten, der mit der fol­ter eines flücht­lichgs geprahlt hat, dafür nicht anzu­kla­gen (neben­bei: der anwalt des neben­klä­gers hat nach fast einem jahr noch kei­ne akten­ein­sicht erhal­ten) – so funk­tio­niert das in deutschland
  • Opti­mier­te Kin­der: Kör­per­hass will gelernt sein | Spie­gel Online – schö­ne kolum­ne von mar­ga­re­te sto­kow­ski, die ein bild vom linz-mara­thon zum anlass nimmt, über die erzie­hung zu einem ver­nünf­ti­gen (!) umgang mit unse­ren kör­pern zu schreiben
  • Ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik – jedes Jahr die glei­che Pro­ze­dur und es ver­bes­sert sich doch nichts… | it star­ted with a fight – anläss­lich der neu­en ver­kehrs­un­fall­sta­tis­tik – im zwei­ten jahr in fol­ge stie­gen in deutsch­land die toten durch ver­kehr, auf mitt­ler­wei­le 3475 – hat tho­mas ber­ger hier einen inter­es­san­ten 10-punk­te-plan, der unter ande­rem deut­li­che geschwin­dig­keits­re­du­zie­run­gen und deren über­wa­chun­gen sowie ande­re (tech­ni­sche) hil­fen for­dert, um die unfall­zah­len – und damit gera­de auch die zahl der toten, die wir jedes jahr ein­fach so in kauf neh­men – end­lich zu senken
  • Integra­tion war nie. Über ein irrefüh­rendes Kon­zept | Geschich­te der Gegen­wart – phil­ipp sara­sin über den begriff der „inte­gra­ti­on“ und war­um er (gera­de heu­te) eigent­lich reich­lich untaug­lich ist

    Gesell­schaften der westli­chen Moder­ne bzw. Postmo­derne zeich­nen sich neben ihren Klassen­dif­fe­renzen aber auch dadurch aus, dass sich jede inhalt­lich irgend­wie bestimm­te, posi­tiv ausweis­bare Vorstel­lung davon, wie ‚man‘ in ihnen zu leben und sich zu ver­hal­ten habe, in meh­re­ren kultur­re­vo­lu­tio­nären Schü­ben aufge­löst hat. Die­se histo­risch einzig­ar­tige Plura­li­sie­rung der Lebens­stile hat sich seit dem Ende der 1960er Jah­re so sehr ver­stärkt, dass sie heu­te gar als har­te Norm gegen­über Migran­tinnen und Migran­ten erscheint („Wie wür­den Sie reagie­ren, wenn Ihr Sohn Ihnen sagt, er sei schwul?“ Ach­tung: Toleranz­falle!). Es geht nicht dar­um, dass Migran­ten ‚sich an die Geset­ze hal­ten‘ (das tun die aller­meisten von ihnen, so wie die aller­meisten ande­ren das auch tun), ob sie die Spra­che der Mehrheits­ge­sell­schaft ler­nen (sie tun es in aller Regel), oder ob sie in den Arbeits­markt inte­griert wer­den (dito). Die Fra­ge ist ein­zig, ob die west­li­che, ohne­hin hetero­gene Mehrheits­ge­sell­schaft die zusätz­liche, neue Diffe­renz akzep­tiert, die die Zuzü­ger in unse­re Gesell­schaften einbringen.

    und er schließt (ich kann ihm da nur zustimmen …):

    Es wird daher Zeit, den Begriff ‚Integra­tion‘ ganz aus dem politi­schen Voka­bu­lar zu strei­chen. Die Chan­ce, dass er im öffent­li­chen Gebrauch posi­tiv als ‚Schaf­fung eines neu­en Gan­zen‘ begrif­fen wer­den könn­te, ist gering. Zu mäch­tig sind jene, die den Begriff als Waf­fe ver­wen­den, mit dem sie von den Zuwan­de­rern Unter­wer­fung einfor­dern. Wir brau­chen die­ses durch und durch unbe­stimm­te Wort nicht mehr. Wir alle leben vergleichs­weise fried­lich, aber auch herr­lich anonym in unse­ren hetero­genen Gesell­schaften, ohne dass uns stän­dig jemand auffor­dern müss­te, uns gefäl­ligst zu ‚inte­grie­ren‘.

  • The pro­blem with a tech­no­lo­gy revo­lu­ti­on desi­gned pri­ma­ri­ly for men – Quartz -

    What the rese­ar­chers dis­co­ver­ed, unfort­u­na­te­ly, was a gap in covera­ge that betrays a dis­pi­ri­tingly com­mon pro­blem in tech­no­lo­gi­cal inno­va­ti­on: how to make sure women’s needs don’t beco­me an afterthought.

    – ein stu­die unter­such­te, wie gut siri, cort­a­na & co. bei medi­zi­ni­schen pro­ble­men hel­fen – und fand, dass sie das für „män­ner-pro­ble­me“ wesent­lich bes­ser tun als für „frau­en-not­fäl­le“

  • Lyrik­kri­tik Dis­kurs | Fix­poet­ry – bei den „signa­tu­ren“ und auf „fix­poet­ry“ tob­te (?) ende märz eine dis­kus­si­on (naja, ein schlag­ab­tausch zumin­dest) über (den zustand der|die mög­lich­kei­ten der|die anfor­de­run­gen an|die vor­aus­set­zun­gen der) lyrik­kri­tik (kri­tik der kri­tik ist ja sowie­so eine belieb­te spie­le­rei unter lite­ra­ten, bei lyri­kern aber nicht so ganz häu­fig (viel­leicht man­gels masse …))
    aus­ge­löst übri­gens von einer kri­ti­schen bespre­chung der „lyrik von jetzt 3“-anthologie (die bei mir immer noch unge­le­sen herumliegt …)
  • Mehr Daten als Tore – Poli­zei sam­melt flei­ßig, aber oft unrecht­mä­ßig | netz​po​li​tik​.org – unschulds­ver­mu­tung, daten­schutz – lau­ter fremd­wör­ter für die deut­sche poli­zei, die flei­ßig (und ger­ne auch ille­gal) daten sammelt

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  • Buch­markt : Zwi­schen Müt­ter­as­ke­se und Flat­ter­haf­tig­keit | ZEIT ONLINE – erhard schütz geht der fra­ge nach, war­um sich „wie­der­ent­de­ckun­gen“ und neu­auf­la­gen gera­de von roma­nen aus der wei­ma­rer repu­blik so gro­ßer (und meist sehr kurz­le­bi­ger) beliebt­heit freuen

    Den­noch sind gera­de klei­ne­re Ver­la­ge uner­müd­lich damit beschäf­tigt, Ver­gan­ge­nes, Ver­dräng­tes, Ver­ges­se­nes aus­zu­gra­ben. Inzwi­schen sind es auch die fünf­zi­ger bis sieb­zi­ger Jah­re des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts, die vor allem auf damals Unver­stan­de­nes, Skan­da­lö­ses oder ver­meint­lich zu Schwie­ri­ges, Anspruchs­vol­les durch­sucht wer­den. Aber noch immer ist es die Wei­ma­rer Repu­blik, die die meis­ten Neu­auf­la­gen lie­fert. Zum einen mag die Fas­zi­na­ti­on an der fre­chen Leich­tig­keit der Lie­bes- und All­tags­ver­hält­nis­se, an der ver­que­ren Lust am Kon­sum und am Unglück­lich­sein der Grund hier­für sein. Häu­fig sind es Roma­ne von Frau­en, in deren Tra­di­ti­on all die heu­ti­gen Stern­schnup­pen ste­hen, die eine Sai­son lang best­sel­lern. Zum ande­ren ist es die schar­fe Kri­tik, die noch immer reizt, sei es in den Anti­kriegs­tex­ten, die aus gege­be­nem Anlass gera­de wie­der neu­auf­ge­legt wer­den – der apo­kry­phe Elek­tri­sche Ver­lag z.B. bie­tet da eine gan­ze Rei­he auf –, sei es in der Kri­tik poli­ti­scher und sozia­ler Verhältnisse. 

  • Armut: „Wer unten ist, bleibt unten“ | ZEIT – inter­view mit dem öko­nom mar­cel fratz­scher über gesell­schaft­li­che & öko­no­mi­sche ungleich­heit, umver­tei­lung und auf­stiegs­mög­lich­kei­ten in deutschland
  • Lek­to­ren: Der gute Geist | Tages­spie­gel -

    Der Gärt­ner ist immer der Mör­der, und der Lek­tor ist immer schuld. Ein fal­scher Name, ein schie­fes Bild, his­to­ri­sche Irr­tü­mer, Stil­blü­ten, Lang­at­mig­keit und Recht­schreib­feh­ler – was immer an einem Buch nicht stimmt: Der Lek­tor ist’s gewe­sen. Wird er in Rezen­sio­nen erwähnt, ist „schlam­pig“ das Attri­but, das man ihm am liebs­ten anklebt. Nie wird man in einer Bespre­chung lesen: Das hat er aber fein gemacht. Denn was der Lek­tor getan hat, weiß der Kri­ti­ker nicht.

  • E‑Book-Kolum­ne „E‑Lektüren“: Ein Lyrik-Code als Anreiz | FAZ – elke hei­ne­mann über neue lyrik als/​fürs ebook – offen­bar nicht so wahn­sinng über­zeu­gend, was da bis­her vor­liegt – aller­dings aus ästhe­ti­schen, nicht aus tech­ni­schen gründen
  • I stay­ed in a hotel with Android lights­wit­ches and it was just as bad as you’d ima­gi­ne – war­um es nicht immer eine gute idee ist, ein­fa­che (mecha­ni­sche) funk­tio­nen durch com­pu­ter­steue­run­gen zu erset­zen – hier am bei­spiel einer hotel­zim­mer­licht­steue­rung ohne zugriffs­si­che­run­gen … – via wir​res​.net
  • Autor Micha­el Scha­rang lehnt Ehrung des Lan­des Wien ab | Die​Pres​se​.com – ein mann mit haltung …

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  • Flücht­lings­de­bat­te: Slo­ter­di­jks intel­lek­tu­el­le Selbst­de­mon­ta­ge | Frank­fur­ter Rund­schau – der phi­lo­soph tho­mas grund­mann über sei­nen kol­le­gen slo­ter­di­jk, die zurück­hal­tung der eige­nen zunft in aktu­el­len poli­ti­schen fra­gen (oder „der“ poli­ti­schen fra­ge …) und mög­li­che alter­na­ti­ven zu zurück­hal­tung, schwei­gen oder intel­lek­tu­ell unred­li­chem gepol­ter à la sloterdijk …

    Slo­ter­di­jk geht sei­nen Weg der intel­lek­tu­el­len Selbst­de­mon­ta­ge offen­bar unbe­irr­bar und lust­voll weiter.
    […] Was müs­sen wir also bes­ser machen? Ers­tens scheint es klar, dass Intel­lek­tu­el­le auch ange­sichts mas­si­ver Unge­wiss­hei­ten über die Fol­gen poli­ti­schen Han­delns nor­ma­ti­ve Ori­en­tie­rungs­hil­fe geben müs­sen. Was wäre denn die Alter­na­ti­ve? Dass Poli­ti­kern der­art wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen ganz allein über­las­sen wer­den? Das kann nie­mand ernst­haft wol­len. Zwei­tens kön­nen wir auch unter Unge­wiss­heit die Wahr­schein­lich­kei­ten von Sze­na­ri­en abwä­gen und die Kon­se­quen­zen ver­schie­de­ner Ver­läu­fe durch­spie­len. Das ist in der Ethik und poli­ti­schen Phi­lo­so­phie durch­aus nichts Neu­es. Drit­tens soll­te man von Intel­lek­tu­el­len und Phi­lo­so­phen zum jet­zi­gen Zeit­punkt kei­ne kon­kre­ten Hand­lungs­an­wei­sun­gen erwar­ten, son­dern Ori­en­tie­rung in grund­le­gen­den Wertefragen. 

  • Powered by Pep­si: Der Trend zum Nati­ve Adver­ti­sing | tori­al Blog – tobi­as len­artz im „tori­al blog“ über nati­ve adver­ti­sing, sei­ne mög­lich­kei­ten und die (momen­ta­ne) praxis
  • Stra­te­ge Frank Stauss über den Wahl­kampf in Rhein­land-Pfalz | FAZ – die „faz“ hat ein sehr inter­es­san­tes inter­view mit dem (auch blog­gen­den) wahl­kampf­ma­na­ger der spd in rhein­land-pfalz, frank stauss, geführt

    Wenn Sie einen Kan­di­da­ten mit Hal­tung haben, erge­ben sich vie­le Ent­schei­dun­gen im Wahl­kampf von selbst.
    […] Ent­schei­dend ist aber, dass man die Par­tei, die Spit­zen­kan­di­da­tin und auch wir Bera­ter vom eige­nen Weg über­zeugt sind. Dann muss man ein­fach auch dran glau­ben, dass man mit die­sem Weg eine Mehr­heit der Men­schen errei­chen wird. Man darf die­sen Weg nicht ver­las­sen. Sonst erge­ben sich ganz neben­bei neue Kon­flik­te mit der Par­tei selbst oder den han­deln­den Per­so­nen. Kurs hal­ten, das ist ent­schei­dend. Man darf um Got­tes wil­len nicht anfan­gen, in einem Wahl­kampf Schlan­gen­li­ni­en zu fah­ren. Inso­fern bleibt auch gar nichts ande­res übrig: Wenn man glaubt, dass es der rich­ti­ge Weg ist, dann strahlt man die Über­zeu­gung aus. Wenn man nicht gewon­nen hat, kann man wenigs­tens in den Spie­gel schau­en. Vie­le ver­lie­ren auf den letz­ten Metern die Ner­ven und ver­ges­sen ihre eige­nen Über­zeu­gun­gen. In dem Fall ging es Julia Klöck­ner so und nicht uns. Obwohl – eigent­lich weiß ich ich bis heu­te nicht, wovon sie eigent­lich über­zeugt ist.

  • a list of Free Soft­ware net­work ser­vices and web appli­ca­ti­ons which can be hos­ted local­ly | Git­hub – groß­ar­ti­ge lis­te mit self-hos­ted open-source-soft­ware für (fast) alle zwecke …
  • Über die Pflicht des Leh­rers zur Kri­tik am Schul­sys­tem -

    Aus­ge­hend von die­ser Dia­gno­se, muss ich mich als Päd­ago­ge selbst in Fra­ge stel­len. Ich habe Ver­ant­wor­tung für die Bil­dung der mir anver­trau­ten SuS. Es ist aus mei­ner Sicht die Pflicht eines jeden Päd­ago­gen sich im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten für das Wohl der SuS zu enga­gie­ren. Vor die­sem Hin­ter­grund muss ich tat­säch­lich immer wie­der mein Tun und mei­ne Hal­tung hinterfragen.

    Eine kri­ti­sche Per­spek­ti­ve der Päd­ago­gen auf sich selbst genügt aber nicht, um zu ver­ste­hen, was faul ist im Schul­sys­tem. Denn der Blick auf die Ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen ver­stellt die Per­spek­ti­ve auf die Zwän­ge des Schul­sys­tems. Vie­les was aus Sicht der Schü­ler schief läuft, ist eben nicht auf per­sön­li­ches Ver­sa­gen, son­dern auf sys­te­ma­ti­sche Män­gel zurückzuführen.

    […]

    Das Sys­tem schränkt LuL in Ihrem Schaf­fen und SuS in ihrem Ler­nen ein. Mir ist des­halb voll­kom­men unklar, wie­so ich mich wie im Kom­men­tar gefor­dert mit dem Sys­tem abfin­den soll­te. Im Gegen­teil: Wer ein wirk­lich guter Leh­rer wer­den will, muss das Sys­tem ver­än­dern wol­len, damit er ein guter Leh­rer wer­den kann.

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  • Max Reger: Akkord­ar­bei­ter im gif­ti­gen Kli­ma der Moder­ne | Der Stan­dard – roland pohl im stan­dard über max reger, sei­ne rezep­ti­on und war­um er so wenig bekannt und geschätzt wird – immer­hin ist in die­sem jahr sein hun­ders­ter todes­tag zu begehen …

    Es fällt nicht leicht, nach den Grün­den zu suchen, war­um der deut­sche Kom­po­nist Max Reger (1873−1916) der­art gründ­lich in Ver­ges­sen­heit gera­ten ist. Den meis­ten sei­ner unzäh­li­gen Wer­ke haf­tet eine gewis­se Sprö­dig­keit an. Reger, im pri­va­ten Umgang ein humo­ri­ger Kauz, hat vor allem auf dem Gebiet der Har­mo­nik Epo­cha­les gelei[s]tet.

    Des Meis­ters viel zu frü­her Tod – er ent­schlief herz­krank in einem Leip­zi­ger Hotel­zim­mer – dürf­te auch hun­dert Jah­re spä­ter kein Reger-Fie­ber aus­lö­sen. Die Klas­sik­bran­che fasst den eigen­bröt­le­ri­schen „Akkord­ar­bei­ter“ nicht mit der Kneif­zan­ge an. Einer grö­ße­ren Ver­brei­tung steht die Kom­ple­xi­tät der intro­ver­tier­ten Reger-Musik im Wege.

  • Sport, über­all nur noch Sport: Die geis­ti­ge Macht unse­rer Epo­che | taz – robert rede­cker hat in der taz eine wun­der­ba­re, ful­mi­nan­te abrech­nung mit dem sport und unse­rer obses­si­ven beschäf­ti­gung damit geschrieben:

    Die heu­ti­ge Gesell­schaft hat eine neue Vari­an­te des Tota­li­ta­ris­mus erfun­den: den Sport.[…] Die­se Sport­an­läs­se beset­zen scham­los und rück­sichts­los den gesam­ten Platz in den Medien.
    Wie ein Nim­mer­satt mit unstill­ba­rem Hun­ger ver­ein­nahmt der Sport den gan­zen Platz für sich. Nie­mand kann die­ser erdrü­cken­den Inva­si­on der Sport­be­rich­te ent­ge­hen, die alles ande­re ver­drängt. Die­se Über­do­sis an Sport hat eine zer­stö­re­ri­sche Umkeh­rung der Wer­te und der Hier­ar­chie der Infor­ma­ti­on zur Fol­ge. Statt sich auf ein paar Wor­te am Ende der Fern­seh- und Rund­funk­nach­rich­ten zu beschrän­ken, was ange­sichts ihrer Bedeu­tungs­lo­sig­keit nor­mal wäre, ver­weist die Sport­be­richt­erstat­tung alles wirk­lich Wich­ti­ge auf die Randplätze.

    Was dage­gen für die Zivi­li­sa­ti­on von Bedeu­tung wäre, wor­an man sich noch Jahr­hun­der­te spä­ter erin­nern wird – die her­aus­ra­gen­den Per­sön­lich­kei­ten der Phi­lo­so­phie, der Male­rei, Dich­tung, Cho­reo­gra­fie, Musik oder Archi­tek­tur – fin­det dage­gen kaum Beach­tung in den Medien.

  • David Bowie: Schön dick auf­ge­tra­gen | ZEIT ONLINE – died­rich diede­rich­sen über das bowie-album, das black­star-video und bowies auftritte

    Hier, bei einem Album, das die rund­um zu begrü­ßen­de Devi­se sei­ner Eröff­nungs­oper, „Mehr ist mehr“, bis zum Schluss beher­zigt, hat man bei­des ver­sucht: Jazz-Vir­tuo­si­tät und die dunk­le Eksta­se heu­ti­ger Dance- und Gothic-Kulturen.

  • Isra­el ǀ Kib­bu­zim: Auf der Suche nach der Identität—der Frei­tag – über die ent­wick­lung der kib­bu­zim von sozia­lis­ti­schen gemein­schaf­ten zu markt­kon­for­men wirt­schafts­un­ter­neh­men – sehr interessant …
  • Online-Fort­set­zungs­ro­man: Lang lebe der Shan­dy­is­mus! | FAZ – jan wie­le in der faz mit einer ers­ten ein­schät­zung von til­man ramm­stedts gera­de enste­hen­dem „mor­gen mehr“ – sei­ne beob­ach­tun­gen tref­fen sich ziem­lich genau mit mei­nen eigenen …
  • Trai­nings­la­ger in den Golf­staa­ten : „Der Sport ist ein löch­ri­ger Käse“ – taz​.de – die taz sprach mit dem „sport­ethi­ker“ elk franke:

    Die Poli­tik nimmt den Sport gern für sich in Anspruch. Umge­kehrt pro­fi­tiert der Sport auch stark davon. Somit wird der Satz „Der Sport ist unpo­li­tisch“ zu einer ideo­lo­gi­schen Aus­sa­ge, die in der All­tags­pra­xis kei­ne Gül­tig­keit hat.
    […] Der Sport ist ein inhalts­frei­es Dra­ma, das eine Iden­ti­fi­ka­ti­on mit allen mög­li­chen Inhal­ten erlaubt. Ein Schwei­zer Käse, in des­sen Löcher aller­hand rein­passt, ohne dass der Geschmack ver­lo­ren geht.

  • Als der Kai­ser muss­te: Eine Unter­strei­chung und die Schuld am Ers­ten Welt­krieg | Akten­kun­de – Als der Kai­ser muss­te: Eine Unter­strei­chung und die Schuld am Ers­ten Welt­krieg – hol­ger ber­win­kel zeigt (mal wie­der) sehr schön, wie wich­tig his­to­ri­sche hilfs­wis­sen­schaft (und genau­ig­keit) ist, auch für „groß­his­to­ri­ker“
  • schle­ef-bil­der – die erben­ge­mein­schaft einar schle­efs hat eini­ge sei­ner bil­der online bereitgestellt

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