Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: freiheit

Ins Netz gegangen (3.10.)

Ins Netz gegan­gen am 2.10.:

  • Ili­ja Tro­ja­now: „Ich möch­te mit die­ser Bun­des­re­gie­rung nichts zu tun haben“ | ZEIT ONLINE – Die „Zeit“ hat mit Ilja Tro­ja­now gespro­chen. Der ist auf­ge­bracht – nicht so sehr über die ame­ri­ka­ni­sche, son­dern – zu Recht – vor allem über die deut­sche Regie­rung. Denn die hät­te ja eigent­lich die Auf­ga­be, ihn – und uns alle – vor sol­chen Schi­ka­nen und Über­wa­chun­gen zu schüt­zen. Wenn sie denn ihre Ver­pflich­tung auf die Ver­fas­sung ernst näh­me. Aber dass sie das nicht immer tut, ist ja kei­ne Neuigkeit …

    Die Taten­lo­sig­keit der Regie­rung macht mich wütend. Viel wüten­der als das Ein­rei­se­ver­bot. Die Bun­des­re­gie­rung hat die Pflicht, die ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Rech­te ihrer Bür­ger zu schüt­zen. Und ich als deut­scher Staats­bür­ger füh­le mich ange­sichts die­ser in ihrem Umfang ja immer noch nicht über­schau­ba­ren Über­wa­chungs­sys­te­me in mei­nen Rech­ten abso­lut ange­grif­fen. Eine Bun­des­re­gie­rung, die einen Eid geschwo­ren hat, die­se Ver­fas­sung zu schüt­zen und über­haupt nichts unter­nimmt, hal­te ich für mehr als skan­da­lös. Das ist ein rich­ti­ger Ver­rat am eige­nen Volk
    […] Ich möch­te mit die­ser Bun­des­re­gie­rung gar nichts zu tun haben. Sie ist so völ­lig unsen­si­bel gegen­über Bür­ger­rech­ten und Frei­heits­rech­ten. Sie ver­tritt mich nicht und des­we­gen will ich sie auch zu nichts auffordern.

  • Schrift­stel­ler als Netz­ver­äch­ter: Vom Gen­re der Bes­ser­halb­wis­se­rei – FAZ – Sascha Lobo nutzt die Aus­ein­an­der­set­zung mit Botho Strauß’ „Plu­ri­mi-Fak­tor“, um sei­ne eige­ne Hoff­nung für das Inter­net als gro­ße Auf­klä­rungs-/Fort­schritts-/Bil­dungs­ma­schi­ne end­gül­tig zu begraben

    Das Netz und vor allem die sozia­len Netz­wer­ke haben unter Schrift­stel­lern vie­le Ver­äch­ter. Jüngst wag­ten sich Gün­ter Grass und Botho Strauß her­vor. Der eine hat’s ver­geigt. Der ande­re weiß: Das Inter­net ist kein Bil­dungs­au­to­mat – man muss schon Bil­dung mitbringen. 

  • Ili­ja Tro­ja­nows Ein­rei­se­ver­bot: Will­kür und Frei­heit – FAZ – Ilja Tro­ja­now anläss­lich der Wei­ge­rung der USA, ihn ein­rei­sen zu lassen:<blockqutoe>Es ist mehr als iro­nisch, wenn einem Autor, der sei­ne Stim­me gegen die Gefah­ren der Über­wa­chung und des Geheim­staa­tes im Staat seit Jah­ren erhebt, die Ein­rei­se in das „land of the bra­ve and the free“ ver­wei­gert wird. Gewiss, ein klei­ner Ein­zel­fall nur, aber er illus­triert die Fol­gen einer desas­trö­sen Ent­wick­lung und ent­larvt die naï­ve Hal­tung vie­ler Bür­ger, die sich mit dem Man­tra „Das betrifft mich doch nicht“ beru­hi­gen. Das mag ja noch zutref­fen, aber die Ein­schlä­ge kom­men näher. Gegen­wär­tig erhal­ten die­se Bür­ger nur stil­le Post von den Geheim­diens­ten, aber eines nicht so fer­nen Tages wer­den sie die Rech­nung für ihre Arg­lo­sig­keit zuge­stellt bekommen.</blockqutoe>
  • AfD: Ein­fa­che Lösun­gen, vie­le Fra­gen – Inland – FAZ – RT @netzpolitik: FAZ über die Bie­der­män­ner und Brand­stif­ter der AfD: Ein­fa­che Lösun­gen, vie­le Fragen .
  • Das paßt den Deut­schen nicht, Febru­ar 1968 | Schma​len​stroer​.net – Das paßt den Deut­schen nicht, Febru­ar 1968 (via Published articles)
  • Kom­men­tar Grü­ne Wahl­kampf­feh­ler: Das Rich­ti­ge falsch ver­kauft – taz​.de – Ulrich Schul­te ana­ly­siert für die taz in mei­nen Augen sehr schlüs­sig und über­zeu­gend, war­um die Grü­nen bei der Bun­des­tags­wahl so schlecht abschnitten:

    Den Grü­nen kann nun man vor­wer­fen, dass sie zu sehr einen Arbei­ter­klas­sen-Sound bedien­ten, der an der zufrie­de­nen Mit­te vor­bei ziel­te, wie es Ex-Außen­mi­nis­ter Josch­ka Fischer tut. Aber man kann ihnen nicht vor­wer­fen, sie hät­ten die fal­schen Kon­zep­te ent­wi­ckelt. Ihr Pro­gramm war kom­plett gegen­fi­nan­ziert, es war prä­zi­se und ja, es war auch mutig.

    Das ist eine erschüt­tern­de Erkennt­nis die­ser Wahl. Die Grü­nen tra­ten mit dem ehr­lichs­ten Pro­gramm an, und sie wur­den dafür am här­tes­ten bestraft. Eine sol­che Mecha­nik passt gut in post­de­mo­kra­ti­sche Ver­hält­nis­se, sie ist aber für eine so papier­ver­lieb­te Par­tei, wie es die Grü­nen sind, katastrophal. 

    Auch sei­nen Schluss­fol­ge­rung: „Die Wäh­ler wol­len es offen­bar nicht so genau wis­sen. Sie möch­ten nicht gequält wer­den mit Details.“ ist wohl lei­der nicht falsch …

Ins Netz gegangen (27.9.)

Ins Netz gegan­gen am 27.9.:

  • Monas­ti­sche Sehn­sucht? Ein Rück­blick auf die Bun­des­tags­wahl – Digital/​Pausen – Auch gro­ße Geis­ter kön­nen irren. Hans Ulrich Gum­brecht meint:

    Die CDU und die SPD ste­hen mit nur schwach nuan­cier­ten Unter­schie­den für das, was in Deutsch­land schon längst und zuneh­mend auch im ver­ein­ten Euro­pa ohne­hin der Fall ist, näm­lich für eine Kon­fi­gu­ra­ti­on aus his­to­risch maxi­ma­lem Schutz indi­vi­du­el­ler Frei­hei­ten und einem eben­falls his­to­risch maxi­ma­len Grad an sozia­ler Sicherheit.

    Da kann man durch­aus auch ande­rer Mei­nung sein …

  • Auto­trans­por­ter-Fall: Bun­des­kri­mi­nal­amt ras­tert 3.800.000 Auto-Kenn­zei­chen und 600.000 Mobil­funk-Daten – „Die Nor­ma­li­sie­rung der Ras­ter­fahn­dung mit hun­dert­tau­sen­den betrof­fe­nen Unschul­di­gen ist besorgniserregend.“
  • Le Mon­de diplo­ma­tique, deut­sche Aus­ga­be – Ulri­ke Herr­mann über die Eurokrise(n) und ihre Hin­ter­grün­de – sehr infor­ma­tiv und span­nend, aber auch deprimierend …

    Die Euro­kri­se ist eine Kri­se ohne Vor­bild. Sie ist nicht nur ein­zig­ar­tig, weil sich 17 Staa­ten in einer Wäh­rungs­uni­on ver­ei­nigt haben – neu ist auch, dass eine eigent­lich klei­ne Kri­se so kata­stro­phal gema­nagt wird, dass sie als größ­te Depres­si­on aller Zei­ten enden könnte.

  • Gast­bei­trag von Ger­hart Baum : Ich will, dass wir bei­ßen kön­nen – Feuil­le­ton – FAZ – Ger­hart Baum, von 78–82 Innen­mi­nis­ter, wünscht sich und for­dert (auch von sei­ner Par­tei, der FDP) mehr Bewusst­sein für die Bedro­hun­gen der Pri­vat­heit und des Daten­schut­zes, um die Frei­heit zu bewahren:

    Die Gren­zen zwi­schen Unschul­di­gen und Schul­di­gen, zwi­schen Ver­däch­ti­gen und Unver­däch­ti­gen, zwi­schen Poli­zei und Ver­fas­sungs­schutz sind immer wei­ter ver­wischt wor­den. Auch wir haben einen Prä­ven­ti­ons­staat auf­ge­baut, und der ist uner­sätt­lich. ln sei­ner Logik liegt es, den Men­schen immer mehr Frei­heit zu neh­men und ihnen dafür Sicher­heit zu ver­spre­chen. Am Ende kommt es gar dazu, dass sie ihre Nicht­ge­fähr­lich­keit bewei­sen müs­sen. Bür­ger, die über­wacht wer­den oder sich nur über­wacht füh­len, wer­den zögern, ihre demo­kra­ti­schen Rech­te wie das Ver­samm­lungs­recht wahrzunehmen.

Taglied 29.8.2013

Wada­da Leo Smith, Mar­tin Luther King, Jr. (Aus­schnitt) – aus dem groß­ar­ti­gen Album „Ten Free­dom Summers“:

Ins Netz gegangen (2.7.)

Ins Netz gegan­gen (1.7.–2.7.):

  • Mal­lor­ca: Eimer­ver­bot am Bal­ler­mann! | ZEIT ONLINE – Na so was, in Mal­lor­ca sol­len Sauf­ge­la­ge in der Nacht ein­ge­dämmt wer­den. Das ist natür­lich fast schon der Weltuntergang …

    Was las­sen die Sit­ten­wäch­ter und Lärm­war­te denn über­haupt noch vom mal­lor­qui­ni­schen Urlaubs­fee­ling übrig? Rich­tig: Urknall­tü­ten wie Jür­gen Drews. Und solan­ge der deut­sche Schla­ger nicht unters Kriegs­waf­fen­kon­troll­ge­setz fällt, wird das auch so bleiben.

  • Nach­rich­ten und Ver­schwö­rungs­theo­rien | web​logs​.evan​ge​lisch​.de – manch­mal ist es ganz einfach …:

    Könn­te damit zu tun haben, dass Frei­heit im Gauck’schen Sin­ne eigent­lich nur die Abwe­sen­heit von DDR meint – des­halb muss Gauck an der Frei­heit nicht mehr rum­den­ken, son­dern kann sie als auf Dau­er gestell­ten Erfolg immer nur gerührt beklat­schen; die DDR ist ja nicht mehr.

  • Tra­di­ti­ons­haus: Insel Ver­lag mel­det Insol­venz an – Ber­li­ner Mor­gen­post – Manch­mal fra­ge ich mich ja, ob die bei Suhr­kamp selbst noch durch­bli­cken, wie ihr Geschäft und ihr Betrieb funk­tio­niert – oder auch nicht.

    Man muss sich das klar­ma­chen: Im Zuge eines Schach­zugs, der der Öffent­lich­keit als Befrei­ungs­schlag ver­kauft wer­den soll­te, bean­tragt Suhr­kamp die Insol­venz für ein mehr als hun­dert Jah­re altes Traditionsunternehmen.

  • Ich has­se Hans Zim­mer. Eine Tira­de | Bad Blog Of Musick – Moritz Eggert hat genug von den Film­mu­si­ken aus der Werk­statt Hans Zim­mers. Und er sagt es sehr deut­lich. Und er hat natür­lich recht.

    Oder mal nicht mit die­sem schwur­beln­den Ein­heits­sound alles zuzu­schei­ßen, den Du so erfolg­reich pro­du­zierst, Du weisst schon, immer die­se repe­tier­te Moll­ak­kord, kei­ner­lei nen­nens­wer­te melo­di­sche Ein­fäl­le, ein­fach nur Sound, Sound, Sound, bis es einem zu den Ohren und zum Mund und zum Arsch raus­kommt, immer nur die­ser FASCHISTOIDE Ein­heits­sound, zuge­kleis­tert mit der typi­schen Audio­spur eines heu­ti­gen Films, wo alles bis zum Limit kom­pri­miert und geboos­tet ist, damit es im Kino so rich­tig schön kracht und man ver­gisst, dass man ein Hirn hat.

  • Neue Sen­dung von Gui­do Knopp – Kein Kampf­geist, dafür Grün­der­zeit­de­kos – Süddeutsche.de – Gus­tav Seibst, selbst aus­ge­wie­se­ner His­to­ri­ker, hat sich Gui­do Knopps neue Sen­dung ange­se­hen und war über­haupt nicht über­zeugt oder begeistert:

    Knopp und die Phoe­nix-Macher hat­ten „kon­tro­ver­se Stand­punk­te“ ver­spro­chen, Histo­ry live sol­le „Geschich­te erleb­bar machen“ und „jun­ge Zuschau­er für Zeit­ge­schich­te begeis­tern“. Das hier ließ sie in einen Mit­tags­schlaf ver­sin­ken – die jun­gen wie die alten.

Taglied 8.1.2012

Irgend­wie schweb­te mir schon mor­gens, auf dem Weg zur Orgel, die Frei­heits­mu­sik von Max Roach im Kopf her­um – schon ewig nicht mehr gehört, ist aber natür­lich als Klas­si­ker immer mal wie­der wert, gehört zu werden. 


Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Insubordination

Selt­sam. Rafa­el Behr, Pro­fes­sor für „Poli­zei­wis­sen­schaf­ten“ (im Plu­ral!) in Ham­burg, schreibt in der Zeit 44/​2011 (S. 17, jetzt auch online – natür­lich sofort von den erwart­ba­ren Kom­men­tar­re­fle­xen über­schwemmt …) einen eigent­lich recht ver­nünf­ti­gen Text über die angeb­li­che Zunah­me der Gewalt gegen Poli­zis­ten, weist zu Recht dar­auf hin, dass die­se Zunah­me sich durch nichts bele­gen lässt und ver­weist – etwas dif­fus – auf gesell­schaft­li­chen Wan­del, dem sich die Poli­zei (und ihre Aus­bil­dung) anzu­pas­sen habe. Aber etwas ist mir mit­ten­drin auf­ge­sto­ßen: Da spricht Behr auf ein­mal von „Insub­or­di­na­ti­on“:

Es ist also nicht die Gewalt, die den Poli­zis­ten Schwie­rig­kei­ten berei­tet, son­dern die aggres­si­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on der Bevöl­ke­rung, mit der es Poli­zei zu tun hat. Ich nen­ne es Insub­or­di­na­ti­on, ein Unge­hor­sam, der um sich greift und auf den Poli­zis­ten nicht gut vor­be­rei­tet sind.

Und genau das offen­bart ein Teil des Pro­blems: Insub­or­di­na­ti­on kann es in die­sem Zusam­men­hang gar nicht gegen. Insub­or­di­na­ti­on, also so etwas wie „Befehls­ver­wei­ge­rung“, gibt es nur zwi­schen Unter­ge­ord­ne­ten und Vor­ge­setz­ten, im stren­ge­ren Sin­ne eigent­lich nur in mili­tä­ri­schen Kon­tex­te. Im Duden heißt es z.B.: „man­geln­de Unter­ord­nung; Unge­hor­sam gegen­über [mili­tä­ri­schen] Vor­ge­setz­ten“. Und das kann ich bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Poli­zei und Zivi­lis­ten nicht ein­fach so unter­stel­len – das ist ja gera­de der Punkt: Auch im Kon­takt mit Poli­zis­ten ver­fü­ge ich als Bür­ger über Frei­hei­ten. Schön brav gehor­chen muss ich viel­leicht (nicht ein­mal das unbe­dingt!) im Mili­tär, nicht aber in einer moder­nen Gesell­schaft. Und auch wenn er selbst den Rekurs auf die Zei­ten, in der der Schutz­mann (Frau­en spie­len natür­lich kei­ne Rol­le hier) noch qua­si unan­ge­foch­ten über Auto­ri­tät ver­füg­te, zurück­weist, unter­schlägt er – wie fast alle in sol­chen Dis­kus­sio­nen – einen Punkt, den ich nicht ganz unwich­tig fin­de: Das Auf­tre­ten heu­ti­ger Poli­zis­ten ist mit dem eines „Schutz­man­nes“ – für mich (!) eine Insti­tu­ti­on, die es seit 50–60 Jah­ren nicht mehr gibt – nicht zu ver­glei­chen. Man muss sich nur mal die Aus­rüs­tung eines nor­ma­len Strei­fen­po­li­zis­ten anschau­en: Der ist so aus­ge­stat­tet, als ob er jeden Moment mit sehr viel Gewalt rech­net. Sicher­lich aus guten Grün­den. Oft genug schlägt sich das aber auch in der Hal­tung und in der initia­len Kom­mun­ka­ti­on von Poli­zis­ten nie­der – un pro­vo­ziert natür­lich ganz selbst­ver­ständ­lich eine ent­spre­chen­de Abwehr­hal­tung und ange­pass­te Kom­mu­ni­ka­ti­on im Gegen­über. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, wie oft und non­cha­lant sich Poli­zis­ten im All­tag über die von ihnen gehü­te­ten Geset­ze hin­weg­set­zen (und sich natür­lich immer im Recht wäh­nen), wun­dert es mich fast, dass sie nicht mehr Gewalt erfahren …

Niedrigfrequente Musik aus Österreich

Gut, so ganz neu ist es nicht mehr. Aber manch­mal dau­ert es eben etwas, bis Musik aus dem Alpen­land den Weg zu mir gefun­den hat ;-). Kürz­lich bekam ich also end­lich die neue Schei­be des Low Fre­quen­cy Orches­tra (LFO) in die Hän­de: „Mole“ (bei chma­fu nocords). Es hat ja eine gute Wei­le gedau­ert, seit S aus dem Jah­re 2007 (damals noch bei ein­klang records), bis die Man­nen und Frau­en mal wie­der was von sich hören lie­ßen. Oder auch nicht: Denn der Kern zu Mole wur­de auch schon 2007 gelegt, mit der Auf­nah­me der Mole im ORF-Stu­dio – die natür­lich noch erheb­lich wei­ter bear­bie­tet wur­de. Dafür haben sie für Mole nun noch den mei­ner­seits sehr geschät­zen Kom­po­nis­ten und Orga­nis­ten Wolf­gang Mit­te­rer dazu­ge­holt (bei dem Album­ti­tel (und der ent­spre­chen­den Cover-Art) müss­te man wohl sagen: Ins Boot geholt.).

Was bie­tet die „Mole“ also? Fünf slugs und eine Mole aus­weich­lich des Track­lis­tings. Die slugs sind kur­ze Impres­sio­nen von zwei bis vier Minu­ten, jeweils von einem Mit­glied des LFO ver­ant­wor­tet. Die eigent­li­che „Mole“ ist dann ein gro­ßes, halb­stän­di­ges Gemein­schafts­werk. Man kann viel­leicht sagen: „S“ hat­te mehr Detail­reich­tum, mehr Plas­ti­zi­tät des Klangs – zumin­dest in der Erin­ne­rung auch mehr aus­ge­gli­che­ne Ruhe, die den aus­ge­feil­ten, mini­ma­lis­ti­schen Expe­di­tio­nen in unbe­kann­te Klang­wel­ten erst die not­wen­di­ge Basis, den hilf­rei­chen Anker, einen fes­ten (Bezugs-)Punkt gaben. Ich habe gera­de noch ein­mal nach­ge­hört: Die Erin­ne­rung trügt nicht.

Die „slugs“ sind da etwas anders: schon der hef­ti­ge Ein­stieg bei Angé­li­ca Cas­tel­ló, der uns voll­kom­men unvor­be­rei­tet (immer wie­der …) ins kal­te Was­ser schmeißt, die Unmit­tel­bar­keit, mit der es hier zur Sache und um alles geht – das ist neu. Und span­nend, und über­ra­schend, und ganz oft uner­war­tet: Es scheint fast so, als such­te LFO hier jetzt im Raum des Klan­ges mög­lichst abrup­te Wen­dun­gen. Das geht in den kur­zen Stü­cken ziem­lich kreuz und quer – lang­wei­lig ist das kei­nes­falls. Viel­leicht liegts ja an der klein­tei­li­gen, kon­zen­trier­ten Form: Aber die Ima­gi­na­ti­on scheint mir eini­ge Gra­de wil­der, unge­zähm­ter, blü­hen­der zu sein als vor eini­gen Jah­ren. Viel­leicht daher auch der sehr dis­kon­ti­nu­ier­li­che Ein­druck, der manch­mal ver­däch­tig nach feh­len­dem Ziel, abwe­sen­dem Form­prin­zip klingt … Wenn man aber weiß, dass das so etwas wie Visi­ten­kar­ten oder Kon­zept­pa­pie­re der ein­zel­nen Musi­ker sind/​sein sol­len, wird man­ches kla­rer. Aber erstaun­lich bleibt: Irgend­wie sind das fünf voll­kom­men eigen­stän­di­ge, total ver­schie­de­ne Din­ge. Und doch bil­den sie dann – gleich im Anschluss – so etwas wie eine Ein­heit: Im Modus des LFO ist der Ein­zel­ne kaum noch zu ent­de­cken, sind Klän­ge udn Spiel­wei­sen nicht (mehr) einer Per­son zuzu­ord­nen (Auch die Instru­men­te bie­ten da kaum Hil­fe­stel­lun­gen – wann klin­gen sie hier schon mal allei­ne und pur?). Mathi­as Kochs slug ist z.B. unver­gleich locker, dünn­schich­tig, hell­schei­nend und ‑sich­tig. Maja Oso­j­nik gibt sich grun­dier­ter, modu­liert mehr als Klän­ge (ab- und aufzu-)brechen, lässt die Ideen schwei­fen. Tho­mas Grill ver­liert sich in den end­lo­sen Fein­hei­ten Digi­ta­li­ens ganz wun­der­bar brä­sig bruz­zelnd und knis­ternd. Mati­ja Schel­lan­der schließ­lich ver­knüpft digi­ta­les und anlo­ges Tie­fen­schar­fes auf ganz bestimmt sehr bedeu­tungs­vol­le Weise.

Im gro­ßen „Mole“ ist das sozu­sa­gen klas­si­scher: kom­ple­xer vor allem zunächst mal, unge­heu­er dicht geschich­tet – wor­an Mit­te­rer aus­weich­lich der benutz­ten Klang­er­zeu­ger kei­nen gerin­gen Anteil hat. Viel Span­nung, viel Erwar­tung spielt hier mit, auch der Wil­le zum Aus­druck und die unbe­zähm­te Frei­heit in genau die­sem bre­chen ganz deut­lich her­vor. Manch­mal bil­den sich dann gehörg sku­ri­le Momen­te aus die­sem Kon­glo­me­rat, vor allem aber span­nen­de Ent­de­ckun­gen. Auch der „Freu­de schö­ne Göt­ter­fun­ken“ klingt von Fer­ne wie­der an und durch, genau wie am Schluss von „S“. Musik hören wird hier (bzw. kann!) zur Selbst­be­fra­gung: Was hat das gewursch­tel da mit mir zu tun? Oder über­haupt mit irgend jeman­den? Was löst das aus? Was ändert das? .….… Ganz ver­ges­sen gerät dabei die sowie­so blöd­sin­ni­ge Fra­ge: Was will der/​die Künst­ler damit sagen? – Ver­mut­lich gar nichts, er will, dass ich was sage/​denke …

Jeden­falls: Auch wenn es auf der „Mole“ nicht weni­ge Momen­te der vorübergehenden/​scheinbaren/​täuschenden Ruhe gibt, ist Bewe­gung, Ver­än­de­rung, Fluk­tua­ti­on das Wesent­li­che­re – wie auf einer Mole halt. Klar, die­se Gemein­sam­keit von Ruhe und Bewe­gung in einer Musik, das ist irgend­wie para­dox. Aber was soll’s? Wer, wenn nicht Kunst, darf Para­do­xe para­dox sein las­sen? Der Hörer muss es halt aus­hal­ten (die­je­ni­gen, die sich so etwas anhö­ren, haben mit so etwas meist wenig Pro­ble­me) und irgend­wie mitmachen.

Man kann dann sagen, das sei sub­ver­si­ve Musik (Bad Alche­my deu­tet das an und ver­weist gleicht noch auf den Maul­wurf, der hier sein Unwe­sen trei­be). Aber das ist doch irgend­wie egal. Denn die „Mole“ von LFO und Mit­te­rer ist jeden­falls ganz sicher Musik/​Klang/​Ereignis, das selbst nur ganz weni­ge Kon­stan­ten kennt und aner­kennt, das sich die Frei­heit nimmt, frei zu sein – was in der Pra­xis der Rea­li­tät ja blö­der­wei­se wahn­sin­nig schwie­rig und anstren­gend ist. Dafür kann man den Musi­kern kaum genug dan­ken: Dass sie hier – im Klang (wo auch sonst? in der Spra­che geht so etwas wahr­schein­lich gar nicht (mehr)) – Wege, Löcher, Mög­lich­kei­ten im Leben und um es her­um zei­gen – ob man was draus macht, bleibt jedem selbst überlassen …

Low Fre­quen­cy Orches­tra & Wolf­gang Mit­te­rer: Mole. Chma­fu Nocords 2010.

Juli Zeh, Corpus Delicti

… habe ich gele­sen auf der Rei­se von Vene­dig zurück nach Mainz.

Ein The­sen­ro­man. Reins­ten Was­sers. Und durch­aus obers­ter Güte­klas­se. Aber eben mit all den typi­schen Pro­ble­men – Man merkt die Absicht und ist ver­stimmt (oder so ähn­lich). Nun hielt sich die Ver­stim­mung bei mir extrem in Gren­zen, weil ich dem Ziel Zehs, dem frei­en statt dem siche­ren Men­schen voll zustim­me und stark sym­pa­thi­sie­re. Das ändert aber wenig dar­an, dass der Roman – der sich im Unter­ti­tel als „Ein Pro­zess“ aus­gibt (Gerichts­ver­hand­lung und Ent­wick­lung – natür­lich ist bei­des gemeint … [und die­se abso­lut durch­schau­ba­re Dop­pel­deu­tig­keit ist typisch für das Buch {lei­der, mei­nes Erach­tens, den seman­ti­sche Leer­stel­len sind inter­pre­ta­tiv meis­tens deut­lich ergie­bi­ger}, das künst­le­risch eher mit­tel­mä­ßig ist.]) Ok, die Infor­ma­ti­ons­ver­ga­be ist ganz gut gelun­gen, sie ent­wi­ckelt sich halb­wegs unge­zwun­gen (am Anfang frei­lich mit hohem Tem­po – und bewusst auf Klar­heit der mes­sa­ge ausgerichtet).

Wor­um geht’s? Um einen Staat der Zukunft, in dem Nor­ma­li­tät als Gesund­heit defi­niert wird (bzw anders­rum) und Krank­heit dem­zu­fol­ge abge­schafft ist – gesell­schaft­lich und pri­vat. Das bedarf natür­lich eini­ger Vor­keh­run­gen … Jeden­falls gerät die Haupt­fi­gur, eine Bio­lo­gin, mit die­sen staat­li­chen Vor­keh­run­gen, genannt die „Metho­de“, in Kon­flikt. Und ent­wi­ckelt sich zur Wider­ständ­le­rin auf sehr eige­nen Wei­se, zu einer Art Revo­lu­tio­nä­rin ohne Revo­lu­ti­on. Jeden­falls zu einem Pro­blem für die „Metho­de“, dass mit allen Mit­teln gelöst und schließ­lich besei­tigt wer­den muss – nicht ohne eini­ge Ver­wick­lun­gen natür­lich. Durch die Mon­ta­ge ver­schie­de­ner Ebe­nen, u.a. auch die eines Putz­frau­en-Tri­os, wird das ganz har­mo­nisch in sei­ner Viel­stim­mig­keit und Per­spek­ti­vi­tät. Aber nichts­des­to­trotz bleibt die Bot­schaft klar: Ohne Frei­heit ist der Mensch kein Mensch mehr, ist das Leben kei­ne Leben mehr, son­dern nur noch Exis­tenz. Die mag zwar sorgen‑, schmerz- & krank­heits­frei sein, aber eben ohne Leben. Die Par­al­le­len zu aktu­el­len Dis­kus­sio­nen sind wohl mehr als zufäl­lig ;-). Und auch mehr als deut­lich … Das, es klang oben ja schon an, min­dert mei­ne Begeis­te­rung für die­ses Buch etwas: Dass die Phan­ta­sie zu wenig aus­ge­reizt wird, die Vor­stel­lung­kraft zu blass scheint – auch um den Preis der etwa unvoll­kom­me­nen Ver­mitt­lung der zen­tra­len Text­bot­schaft wäre das doch etwas span­nen­der gewe­sen. Für mich zumin­dest. Aber man kann ja nicht immer alles haben.

Juli Zeh: Cor­pus Deli­cit. Ein Pro­zess. Frank­furt am Main: Schöff­ling 2009.

willensfreiheit – aber richtig, bitte!

end­lich das mer­kur-heft von märz ange­gan­gen. wie so oft steht das bes­te am anfang: ein text von jan phil­ipp reemts­ma, das schein­pro­blem wil­lens­frei­heit. ein plä­doy­er für das ende einer über­flüs­si­gen debat­te. denn reemts­ma gelingt – mit zunächst erstaun­lich gerin­gem, sehr schnell aber bewun­dernd beob­ach­tet öko­no­mi­schen ein­satz von gehirn­schmalz und argu­men­ta­ti­on, die von den neu­ro­lo­gen (um wolf sin­ger und kon­sor­ten) ange­zet­tel­te debat­te um die neu­ro­lo­gi­sche vor­be­stim­mung aller mensch­li­chen ent­schei­dun­gen und die damit angeb­lich ein­her­ge­hen­de unmög­lich­keit des kon­struk­tes, der idee einer per­so­na­len, sub­jek­ti­ven, ich-gebun­de­nen wil­lens­frei­heit, – ja man muss sagen, abzu­schmet­tern und mit eini­gen ver­nich­tend genau plat­zier­ten schlä­gen auf den boden zu schi­cken. wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe, geht die argu­men­ta­ti­on unge­fähr so: zunächst muss man natür­lich erst mal klar­stel­len, was wil­lens­frei­heit ist – näm­lich die unter­stel­lung, „men­schen hät­ten auch anders han­deln kön­nen, als sie es getan haben”. das impli­ziert ja gera­de die idee der ver­w­ant­wor­tung des sub­jek­tes für sei­ne ent­schei­dun­gen und v.a. taten, und ent­spre­chend sei­ne schuld­fä­hig­keit. der ent­schei­den­de schritt, der reemts­ma von den schein­bar phi­lo­so­phi­schen argu­men­ten der neu­ro­bio­lo­gen trennt, ist nun fol­gen­der: „nichts spricht gegen die annah­me, daß sol­che phä­no­me­ne [d.h. ent­schei­dun­gen, gedan­ken, stim­mun­gen etc.] als hirn­vor­gän­ge in einem neu­ro­bio­lo­gi­schen respek­ti­ve bio­che­mi­schen voka­bu­lar voll­stän­dig beschrie­ben wer­den kön­nen. nichts spricht für die annah­me, daß mit der mög­lich­keit einer sol­chen beschrei­bung ein voka­bu­lar der mora­li­schen oder eines der ästhe­ti­schen oder eines der juris­ti­schen beschrei­bung sol­chen ver­hal­tens über­flüs­sig wür­de.” und vor allem dann: „eben­so­we­nig spricht dafür, daß die letzt­ge­nann­ten voka­bu­la­ri­en das wesent­li­che an die­sen phä­no­me­nen erfaß­ten, woge­gen die ers­te­ren nur die ‚mate­ri­el­le erschei­nungs­form’.” par­al­lel dazu weist reemts­ma natür­lich auch das kau­sa­li­täts­ar­gu­ment zurück – das lässt sich ja durch ein­fa­chen regress ad adsur­bum füh­ren: „wenn alles vom urknall an wie eine gut gebau­te linie domi­no­stei­ne durch die jahr­mil­lio­nen klap­pert, dann ist auch die art und wei­se, wie ernst jemand dies als argu­ment nimmt, eben­so deter­mi­niert wie das vor­brin­gen des argu­ments selbst. dann ist das für-läp­pisch-hal­ten die­ses argu­ments bei eini­gen eben­so not­wen­dig deter­mi­niert wie das vor­brin­gen des argu­ments selbst.“ der nächs­te schritt ist nun, das libet-expe­ri­ment als argu­ment für einen neu­ro­lo­gi­schen deter­mi­nis­mus zurück­zu­wei­sen. denn das expe­ri­ment sagt ja bei genau­er betrach­tung nur aus, dass „das bereit­schafts­po­ten­ti­al ent­steht, bevor die ver­suchs­per­son der emp­fin­dung, einen ent­schluß gefaßt zu haben, aus­druck ver­leiht.” das ent­schei­den­de hier­bei ist näm­lich, nicht aus den augen zu ver­lie­ren, dass „wir nie­mals jene momen­te des bewuß­ten über­gangs, des schwan­ken zwi­schen meh­re­ren mög­lich­kei­ten” einer ent­schei­dung über­haupt erle­ben. der wich­ti­ge schritt von den neu­ro­bio­lo­gi­schen vor­gän­gen zu den gedan­ken schafft näm­lich die neu­ro­bio­lo­gie offen­bar noch nicht, da ist noch eine – ent­schei­den­de – lücke. wie reemts­ma nun aber zei­gen kann, muss sin­ger die „vor­stel­lung eines sub­jek­tes ‚hin­ter’ den neu­ro­na­len pro­zes­sen, das sich ihrer gleich­sam bedient” über­haupt erst eta­blie­ren, um es dann ach so wir­kungs­voll abweh­ren zu kön­nen. und die ursa­che die­ser argu­men­ta­ti­ven mise­re sieht reemts­ma in der man­gel­haf­ten phi­lo­so­phi­schen bil­dung sin­gers. denn: „das kurio­se dabei ist, daß in die­ser wei­se ambi­tio­nier­te aka­de­mi­ker den anspruch der phi­lo­so­phie zunächst ernst neh­men müs­sen, um ihn dann vehe­ment bestrei­ten zu kön­nen.” „denn die unkennt­nis der phi­lo­so­phi­schen tra­di­ti­on ist ja bei die­sen tex­ten oft mit hän­den zu grei­fen.“ und aus all dem folgt schieß­lich ganz unauf­dring­lich: „die moder­ne hirn­for­schung zeigt uns, wie wir im lau­fe unse­res lebens zu dem wer­den, was wir sind. … wenn wir unter ‚frei­heit’ ver­ste­hen wür­den, daß men­schen han­del­ten, als hät­ten sie ein­ge­bau­te zufalls­ge­nera­to­ren, wür­den wir die frei­heit nicht schät­zen” – „die bedeu­tung von ‚wil­lens­frei­heit’ ist nie­mals die unter­stel­lung, jemand kön­ne oder sol­le han­deln, als wäre er nicht er selbst oder jemand ande­res.” frei­heit meint also – das ist nicht über­ra­schend – auto­no­mie: „frei­heit heißt nicht han­deln, als wäre ich nicht ich selbst, son­dern anders han­deln zu kön­nen als jemand ande­res.” und dann ist die gan­ze neu­ro­bio­lo­gie und ihr deter­mi­nis­mus doch ziem­lich belang­los: „was tut es hin­zu, zu erwäh­nen, daß dies ‚wol­len’, ‚die ent­schei­dung’, wie immer wir es nen­nen, im gehirn statt­fin­det? … was tut es hin­zu, daß sich dies ‚wol­len’, ‚die ent­schei­dung’, wie immer wir es nen­nen, als eine abfol­ge neu­ro­na­ler pro­zes­se beschrei­ben läßt? nichts.” genau, das ist es!

reemts­ma ergänzt das gan­ze dann noch um eini­ge anmer­kun­gen zum pro­blem der mora­li­schen (und recht­li­chen) ver­ant­wor­tung, der schuld – fra­gen, die ja die neu­ro­bio­lo­gen auch ger­ne auf­wer­fen. auch hier besteht reemts­ma natür­lich auf die wei­ter­hin gül­ti­ge vor­aus­set­zung der wil­lens­frei­heit: „daß jemand gehan­delt hat, wie er gehan­delt hat, beweist natür­lich über­haupt nicht, daß er nicht anders han­deln konn­te, son­dern allein, daß er nicht anders han­deln woll­te.“ –> „wer meint, die neu­ro­bio­lo­gie kön­ne das straf­recht auf ein ganz ande­res wis­sen­schaft­li­ches fun­da­ment stel­len, hat das funk­tio­nie­ren moder­ner gesell­schaf­ten nicht ver­stan­den. denn das straf­recht ruht auf über­haupt kei­nem wis­sen­schaft­li­chen (oder phi­lo­so­phi­schen) fun­da­ment, son­dern beruht auf den unter­schei­dun­gen, die sein spe­zi­fi­sches voka­bu­lar erlaubt, in der welt zu tref­fen.” und damit wäre das jetzt auch end­lich mal geklärt.

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