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  • Wis­sen­schaft­li­che Ana­ly­se: Min­des­tens zehn Pro­zent der Fuß­ball­pro­fis gedopt | FAZ → eine – ers­te – unter­su­chung zum doping im pro­fi­fuß­ball geht von 9,8 bis 35,1 pro­zent gedop­ter sport­ler in deutsch­land aus. kon­trol­liert wer­den fast die hälf­te höchs­tens ein mal im jahr. sehr bezeich­nend auch:

    Er selbst mus­s­te sei­ne Befra­gung in Deutsch­land qua­si heim­li­ch, über sei­ne pri­va­ten Kon­tak­te durch­füh­ren, weil die Bun­des­li­ga-Ver­ei­ne mit dem The­ma nichts zu tun haben woll­ten.

  • Nach dem Brex­it: Bringt die EU tat­säch­li­ch weni­ger Demo­kra­tie? | NZZ

    Bei einer nüch­ter­nen Ana­ly­se der demo­kra­ti­schen Vor- und Nach­tei­le kommt die EU damit viel bes­ser weg, als im öffent­li­chen Dis­kurs meist ange­nom­men wird. Anders die natio­na­len Demo­kra­ti­en – auch in Bezug auf die direk­te Demo­kra­tie der Schweiz: Wir erle­ben in allen natio­na­len Demo­kra­ti­en eine zuneh­men­de «Tyran­nei der Alt­ein­ge­ses­se­nen».

  • Fin­tech: Das nächs­te klei­ne Ding | brand eins → lan­ger (und etwas aus­ge­walz­ter) text über die (v.a. die deut­schen) fin­tech-star­tups, ihr ver­hält­nis zu bestehen­den ban­ken und den kun­den sowie ihren momen­ta­nen zukunfts­chan­cen (eher über­sicht­li­ch, offen­bar)
  • Hugo Ball im Zunft­haus zur Waag: Wie die Nach­welt Dada erfand | NZZ → magnus wie­land über das (ex post) so genann­te „eröff­nungs-mani­fest“ des dada von hugo ball und sei­ne edi­ti­ons­ge­schich­te

    Der Erst­druck erschien 1961 in Paul Pört­ners ver­dienst­vol­ler Antho­lo­gie «Lite­ra­tur-Revo­lu­ti­on», die­sem war es von Emmy Hen­nings‘ Toch­ter Anne­ma­rie Schütt-Hen­nings zur Ver­fü­gung gestellt wor­den. Sie betreu­te den Nach­lass von Ball und bemüh­te sich beim Ben­zi­ger-Ver­lag um die Her­aus­ga­be sei­ner Brie­fe und Schrif­ten. Brei­te­re Auf­merk­sam­keit dürf­te das Mani­fest aber erst erhal­ten haben, als es fünf Jah­re spä­ter zum 50-Jah­re-Jubi­lä­um der Dada-Bewe­gung in der Kul­tur­zeit­schrift «Du» erneut abge­druckt wur­de, wie­der­um von Schütt-Hen­nings zur Ver­fü­gung gestellt, die sehr wahr­schein­li­ch auch die maschi­nel­le Abschrift für die Druck­vor­la­ge besorgt hat­te.

    Dort taucht nun zum ers­ten Mal die heu­te geläu­fi­ge Bezeich­nung «Eröff­nungs-Mani­fest» auf. Ohne his­to­ri­sche Grund­la­ge wird dem Text eine Funk­ti­on zuge­schrie­ben, die ihm sei­ne her­aus­ra­gen­de Stel­lung als Grün­dungs­do­ku­ment sichern soll. Und mehr noch: Neben dem neu­en Titel weist die Abschrift stre­cken­wei­se auch erheb­li­che Ver­än­de­run­gen und sinn­ent­stel­len­de Feh­ler auf, was umso gra­vie­ren­der ist, als sie bis­her mit weni­gen Aus­nah­men als Refe­renz für zahl­rei­che Antho­lo­gi­en und For­schungs­ar­bei­ten dien­te.

  • Wie ich Keith Jar­retts Feind wur­de | Frei­text → ein wun­der­ba­rer text (der titel sagt ja schon fast alles …) von cle­mens setz über die hybris und arro­ganz von keith jar­rett, anläss­li­ch eines kon­zer­tes in wien

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  • Kleist-Edi­ti­on: Ein trau­ri­ges Ende | Süd­deut­sche → kleist-exper­te und -her­aus­ge­ber klaus mül­ler-sal­get berich­tet vom sehr unrühm­li­chen umgang des han­ser-ver­la­ges mit der offen­bar grot­ten­schlech­ten, aber als ulti­ma­ti­ven ange­prie­se­nen kleist-lese­aus­ga­be von roland reuß und peter sta­en­gle – nach­dem der ver­lag eine revi­si­on ver­sprach, die feh­ler­haf­te aus­ga­be aber mun­ter wei­ter ver­kauf­te, stellt er sie nun gänz­li­ch ein (das sind übri­gens die ver­la­ge, die über die vg wort geld von den urhe­bern haben wol­len – für ihre uner­setz­li­chen leis­tun­gen …)
  • re:publica 2016 – Thors­ten Schrö­der & Frank Rie­ger: Ad-Wars → span­nen­der vor­trag von frank rie­ger & thors­ten schrö­der über adblo­cker, mal­wa­re und gefah­ren­ab­wehr im netz (mit lösung­vor­schlä­gen!)
  • Muse­ums­di­rek­tor Köh­ne im Gespräch: Wir müs­sen es wagen! | FAZ → eck­art kröh­ne, direk­tor des badi­schen lan­des­mu­se­ums, will sein muse­um öff­nen – die faz spricht im inter­view von einer „revo­lu­ti­on von unten“:

    Muse­en sind eigent­li­ch so ange­legt, dass sie die wis­sen­schaft­li­ch fach­li­che Deu­tungs­ho­heit für ihre Inhal­te haben. Wir ver­su­chen, neben die­sem kura­to­ri­schen Strang einen zwei­ten Strang zu ent­wi­ckeln, bei dem wir sel­ber nicht mehr deu­ten, son­dern die Nut­zer und Nut­ze­rin­nen des Muse­ums das tun.

  • Kri­se des Libe­ra­lis­mus: Ein auto­ri­tä­res Ange­bot | Zeit → tho­mas ass­heu­ser ver­sucht sich in der „zeit“ an einer ana­ly­se der situa­ti­on des libe­ra­lis­mus – und so viel er rich­tig beob­ach­tet, fra­ge ich mich doch, ob sein aus­gangs­punkt – dass näm­li­ch „unse­re“ moder­ne libe­ra­le gesell­schaft so eng mit dem libe­ra­lis­mus zusam­men­hängt, wirk­li­ch rich­tig ist. ich ten­die­re ja eher zur annah­me, dass die poli­tik der letz­ten jahre/jahrzehnte gen­au das – näm­li­ch den libe­ra­lis­mus – ver­lo­ren hat, auch ohne in das auto­ri­tä­re geham­pel der rech­ten zu ver­fal­len.

    Man kann sich leicht aus­ma­len, wel­ch kleb­ri­ge Attrak­ti­vi­tät eine sol­che Apart­heid­ge­sell­schaft ent­wi­ckelt, wenn Bür­ger das Gefühl haben, sie sei­en Moder­ni­sie­rungs­ver­lie­rer und könn­ten sich für ihre libe­ra­le Frei­heit nichts kau­fen. Die rech­te Alter­na­ti­ve ver­spricht dage­gen die Befrei­ung von der Befrei­ung und den Abschied von Euro­pa sowie­so. Sie malt die Nati­on als gute Stu­be mit Hirsch­ge­weih und kugel­si­che­ren But­zen­schei­ben, als Trutz­burg gegen Ter­ror, Kli­ma­ka­ta­stro­phe und Flücht­lin­ge, kurz: als wet­ter­fes­ten Herr­gotts­win­kel für Men­schen mit apo­ka­lyp­ti­schen Vor­ge­füh­len, die nicht zu Unrecht fürch­ten, die „Welt drau­ßen“ kön­ne über ihren Köp­fen zusam­men­bre­chen. Das auto­ri­tä­re Ange­bot ver­fängt.

  • Exzel­lenz­in­itia­ti­ve: Pri­vat ein Las­ter, öffent­li­ch eine Tugend | FAZ → jochen höri­sch über den „dou­ble­speak“ in bezug auf die exzellenziniative,die auch vie­le (betei­lig­te) wis­sen­schaft­ler für sub­op­ti­mal bis unsinn hal­ten, das aber selten/kaum öffent­li­ch sagen

    Man muss kein appro­bier­ter Medi­en- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler sein, um die all­täg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on an den Uni­ver­si­tä­ten über die alte wie die neu auf­ge­leg­te Exzel­lenz­in­itia­ti­ve auf­fal­lend und ana­ly­se­be­dürf­tig zu fin­den. Denn immer wie­der macht sich ein pro­fa­nes Dilem­ma bemerk­bar. Im ältes­ten Medi­um, der face-to-face-com­mu­ni­ca­ti­on, wird noch sehr viel stär­ker als son­st gänz­li­ch anders über die Exzel­lenz­in­itia­ti­ve gespro­chen als in der publi­zier­ten Schrift­form. Antrags­pro­sa oder Ver­laut­ba­run­gen von offi­ziö­sen Uni­ver­si­täts­zeit­schrif­ten begrü­ßen die Erneue­rung der Exzel­lenz­in­itia­ti­ve, ansons­ten aber hört man zumeist läs­ter­li­che Reden.

  • Corporate’s Child | text­dump → zur lage der poli­tik eini­ge schar­fe beob­ach­tun­gen und anmer­kun­gen in guen­ter hacks text­dump:

    Der Staat gibt vor, alles sehen zu kön­nen (sie­he Punkt 2), wenn er aber han­deln soll, tut er so, als sei­en ihm die Hän­de gebun­den, von der bösen EU, durch inter­na­tio­na­le Ver­trä­ge, durch Res­sour­cen­man­gel, durch die all­ge­mei­ne Wirt­schafts­lo­gik, die halt nun mal so ist. Wenn der Staat agiert, dann nur mit noch mehr Repres­si­on nach unten, weil das halt ein­fa­cher ist, als Steu­ern von Ama­zon zu ver­lan­gen. Die­se Dis­kre­panz führt zu einer Art Theo­di­ze­e­ge­fühl, die schon ziem­li­ch mas­si­ve Welt­re­li­gio­nen hat abschmel­zen las­sen.

    Die neo­na­tio­na­lis­ti­schen Par­tei­en sind nicht des­we­gen so erfolg­reich, weil sie dis­rup­tiv wären, son­dern weil sie bestehen­de Leit­li­ni­en der Main­stream-Poli­tik der letz­ten 30 Jah­re kon­se­quen­ter und skru­pel­lo­ser wei­ter­den­ken als die Cor­po­ra­te-Poli­ti­ker selbst.

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  • Mein Kampf“: Wer hat Angst vor einem Buch? | Zeit – ich glau­be, nils mark­wardt text zur „mein kampf“-edition hat das poten­ti­al, der bes­te dazu zu wer­den – schon wegen dem beginn („Faschis­mus ist bewaff­ne­ter Pho­no­zen­tris­mus. Klingt komi­sch, ist aber so.“), aber auch wegen sät­zen wie

    Die Tat­sa­che, dass Hit­ler drin ist, wo Hit­ler drauf­steht, soll­te 2016 in Gui­do-Knopp-Coun­try ja eigent­li­ch kei­nen mehr über­ra­schen.

    oder

    Für alle ande­ren dürf­te die glei­cher­ma­ßen stump­fe wie mäan­dern­de Melan­ge aus Ras­sis­mus, Anti­se­mi­tis­mus und Impe­ria­lis­mus, die nur ansatz­wei­se den Ver­su­ch macht, so etwas wie eine Argu­men­ta­ti­on zu simu­lie­ren, kaum ver­füh­re­ri­sch wir­ken. Men­schen­hass zu pre­di­gen, das kriegt heu­te jede mit­tel­mä­ßig gemach­te Bro­schü­re von Rechts­ra­di­ka­len hin.

    oder dem schluss 

    Falls jemand die­ser Tage nun aber gar nicht ohne „Irgend­was-mit-Hit­ler“ aus­kom­men kann, dem sei viel­leicht ein­fach ans Herz gelegt, sich statt Mein Kampf einen der aus­ge­wie­se­nen Lieb­lings­fil­me von Hit­ler zu besor­gen: Walt Dis­neys Schnee­witt­chen und die Sie­ben Zwer­ge. Da hat auch die gan­ze Fami­lie was von. 

  • Nach­ruf: Frei­geist mit dem Ohr nach innen | taz – die taz reicht ihren nach­ruf von fran­zis­ka buh­re auf paul bley nach:

    Wohl des­halb hat Paul Bley eine Viel­zahl an Alben mit Solo-Impro­vi­sa­tio­nen ein­ge­spielt, sich dem eige­nen Frei­geist auf die­se Wei­se von Neu­em ver­ge­wis­sert. Aus dem beträcht­li­chen Reper­toire an Komposi­tio­nen sei­ner ers­ten Frau, der Pia­nis­tin Car­la Bley, schöpf­te er ein Leben lang, gemein­sam mit ihr und ande­ren expe­ri­men­tier­freu­di­gen Gleich­ge­sinn­ten, dar­un­ter die Saxo­fo­nis­ten Son­ny Rol­l­ins und Archie Shepp, die Pia­nisten Sun Ra und Cecil Tay­lor sowie die Trom­pe­ter Bill Dixon und Micha­el Mant­ler, hat­te er 1964 in New York die „Okto­ber­re­vo­lu­ti­on des Jazz“ ange­zet­telt und die Jazz Com­po­sers Guild gegrün­det.

  • Joa­chim Bes­sing: »2016 – The Year Punk Bro­ke« Tage­buch – joa­chim bes­sing hat ange­fan­gen, zu blog­gen (er nennt es tage­buch …), unter dem schö­nen titel „the year punk bro­ke“ – manch­mal etwas arg insi­de­ri­sch, aber das könn­te durch­aus span­nend wer­den …
  • Pier­re Bou­lez – Der Unru­he­stif­ter | Süd­deut­sche Zei­tung – rein­hard brem­be­ck hebt in sei­nem bou­lez-nach­ruf die his­to­ri­sche dimen­si­on von des­sen schaf­fen beson­ders her­vor.
  • Zum Tod des Diri­gen­ten Pier­re Bou­lez: Der Vor­kämp­fer der Moder­ne | NZZ – der gro­ße nach­ruf von peter hag­mann auf pier­re bou­lez

    Weg­wei­send und ein­fluss­reich, wie er war, hin­ter­lässt er ein Erbe von impo­san­ter Dimen­si­on.

    Mit Bou­lez‘ Tod geht die Moder­ne zu Ende – die Moder­ne im stren­gen Sinn. Ihr hat er sich ver­schrie­ben, als er 1944 in Paris Oli­vi­er Mes­sia­en begeg­ne­te. Und ihr ist er treu geblie­ben über alle restau­ra­ti­ven Bewe­gun­gen des spä­ten 20. Jahr­hun­derts hin­weg: in sei­nen Grund­auf­fas­sun­gen, im Reper­toire des­sen, was ihn inter­es­sier­te, in sei­nem Kom­po­nie­ren. Wie kein ande­rer Ver­tre­ter sei­ner Zunft reprä­sen­tier­te, ja leb­te er die Moder­ne – und hat er für sie gestrit­ten, bis­sig zunächst, in den rei­fe­ren Jah­ren mit güti­ger Hart­nä­ckig­keit.

  • Zum Tod des Jazz­pia­nis­ten Paul Bley: Spie­len mit dem Risi­ko | NZZ – ueli ber­nays schreibt in der nzz den nach­ruf auf den am sams­tag ver­stor­be­nen paul bley

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  • SCHUBERT online – Die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten hat mehr als 1000 hand­schrift­li­che und gedruck­te Quel­len Franz Schu­berts ins Inter­net gestellt:

    Die Online-Daten­bank www.schubert-online.at ent­hält digi­ta­le Repro­duk­tio­nen von mehr als 500 Noten­au­to­gra­phen und mehr als 600 Erst- und Früh­dru­cken der Wer­ke Franz Schu­berts. Hin­zu kom­men Digi­ta­li­sa­te von Brief­au­to­gra­phen und Lebens­do­ku­men­ten.

    dum­mer­wei­se haben die digi­ta­li­sa­te ziem­li­ch fet­te was­ser­zei­chen, die in den par­ti­tu­ren ganz schön stö­rend auf­fal­len

  • Doping im Ama­teur­sport: Der fal­sche Tri­um­ph | ZEIT ONLINE – »Dass Ärz­te Doping­prä­pa­ra­te ver­ord­nen, ist ein wach­sen­des Phä­no­men.« Die „Zeit“ über Doping bei Ama­teur­sport­lern
  • Ter­ror­an­schlä­ge: Mehr Über­wa­chung ist ver­ständ­li­ch – und trotz­dem fal­sch | ZEIT ONLINE – sehr guter & rich­ti­ger kom­men­tar von eike kühl – das kann man leider/anscheinend gar nicht oft genug sagen
  • Barthes Stu­dies – punkt­ge­n­au zum 100. geburts­tag eine neue open-acces-zeit­schrift zu/über barthes: An open-access jour­nal for rese­ar­ch in Eng­lish on the work of Roland Barthes
  • Der Codex Lau­res­ha­men­sis – der „codex lau­res­ha­men­sis“ (lor­scher codex) ist online – nicht nur als fak­si­mi­le, son­dern auch als digi­tal auf­be­rei­te­te edi­ti­on mit über­set­zung – sieht sehr gut aus

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  • The Danish Cycling Expe­ri­en­ce – The Euro­pean – es ist ganz ein­fach:

    If you want to have bicy­cles cycling your city, you have to build your city for bicy­cles to cycle. 

    oder:

    The main rea­son why the bike has beco­me such a popu­lar choice: It’s the easiest way! It’s healthy, che­ap, sustainable, and nowa­days the two-whee­ler is even pret­ty tren­dy in major cities around the world. But at the end of the day, sim­pli­ci­ty is the one thing that real­ly counts for com­mu­ters.

  • Des Kaiser’s neue Kar­te: Dis­rup­ti­on mit Daten­schutz? — Das gute digi­ta­le Leben — Medi­um – lea gim­pel über eine neue kun­den­kar­te, die zwar auf per­sön­li­che daten ver­zich­ten, dabei aber – und das ist min­des­tens genauso schlimm – wei­ter dazu bei­trägt, die soli­da­ri­sche gesell­schaft auf­zu­lö­sen:

    Die abso­lu­te Preis­dis­kri­mi­nie­rung ist der feuch­te Traum jedes Wirt­schafts­wis­sen­schaft­lers. Und wird sich bald auf alle Lebens­be­rei­che erstre­cken: Vom Super­markt­ein­kauf über das Ticket für den öffen­li­chen Nah­ver­kehr bis zur Strom- und Was­ser­ver­sor­gung. Doch was pas­siert mit denen, die dabei nicht mit­ma­chen wol­len? Nach wel­chen Kri­tie­ren wer­den Prei­se gemacht, wer bestimmt sie? Und wel­che gesell­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen hat die kom­plet­te Umstel­lung des Preis­mo­dells, das unse­rem Wirt­schafts­sys­tem zugrun­de liegt?

  • The 20 Most Bike-Fri­end­ly Cities on the Pla­net | WIRED – With each edi­ti­on, the Copenhagen­ize Desi­gn Company’s Index of the most bike-fri­end­ly cities in the world evol­ves. In 2011 we ran­ked 80 glo­bal cities; in 2013 we ran­ked 150.

    This year, we con­side­red cities with a regio­nal popu­la­ti­on over 600,000 (with a few excep­ti­ons becau­se of their politi­cal and regio­nal import­an­ce, and to keep things inte­res­ting). We ran­ked 122 cities. The top 20 are pre­sen­ted here.

  • Vom Per­ga­ment ins Inter­net – das jgu-maga­zin berich­tet über das dfg-pro­jekt der digi­ta­len ver­öf­fent­li­chung der augs­bur­ger bau­meis­ter­bü­cher

    Die Augs­bur­ger Bau­meis­ter­bü­cher sind ein außer­ge­wöhn­li­che Quel­le. „Es gibt fast aus jeder grö­ße­ren Stadt und selbst aus klei­ne­ren Orten in Deutsch­land Kon­to­bü­cher oder Rech­nungs­bü­cher“, erklärt Rog­ge. „Sie sind nur unter­schied­li­ch gut über­lie­fert. Man­che fan­gen erst um das Jahr 1500 an. Die Augs­bur­ger Bau­meis­ter­bü­cher begin­nen 1320. Das ist sehr früh. Außer­dem sind sie bis zum Jahr 1800 fast kom­plett erhal­ten. Bei vie­len ande­ren Städ­ten klaf­fen gro­ße Lücken.“ Und bei Augs­burg han­delt es sich um einen bedeu­ten­den Ort, eine Reichs­stadt, eine weit­ge­hend auto­no­me Kom­mu­ne, die nur dem Kai­ser unter­stand. „Sie war unter ande­rem stark in den inter­na­tio­na­len Han­del ein­ge­bun­den.“

  • The­ma: 70 Jah­re Auf­bau-Ver­lag: Bau Auf­bau auf | ZEIT ONLINE – burk­hard mül­ler por­trät den (heu­ti­gen) auf­bau-ver­lag inkl. sei­ner geschich­te und sei­nen besit­zer, mat­thi­as koch
  • Glei­che Rech­te als Son­der­rech­te? – sehr gute aus­füh­run­gen von anna katha­ri­na mari­gold zur gleich­stel­lung vor dem recht in deutsch­land …
  • Hat­ten im Mit­tel­al­ter alle Men­schen schlech­te Zäh­ne? | blog.HistoFakt.de – das his­to­fakt-blog über die zäh­ne des mit­tel­al­ter­li­chen men­schens – die wahr­schein­li­ch (so weit wir das wis­sen) gar nicht so schlecht waren …

    wer etwas auf sich hielt, wird ohne Zwei­fel von den zahl­rei­chen Mög­lich­kei­ten zur Zahn­pfle­ge Gebrauch gemacht und auf fri­schen Atem geach­tet haben. Da die typi­sche Ernäh­rung die Zahn­ge­sund­heit zudem weit weni­ger gefähr­de­te, als dies heut­zu­ta­ge der Fall ist, dürf­ten also die meis­ten Men­schen im Mit­tel­al­ter ent­ge­gen popu­lä­rer Vor- und Dar­stel­lun­gen tat­säch­li­ch nicht über schlech­te, son­dern im Gegen­teil über star­ke, gesun­de und wei­ße Zäh­ne ver­fügt haben.
    Nicht Ver­fall war im Mit­tel­al­ter die größ­te Gefahr für Zäh­ne und Zahn­flei­sch, son­dern Ver­schleiß.

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  • Fahr­rad­boom und Fahr­ra­d­in­dus­trie – Vom Draht­esel zum „Bike“ – ein sehr schö­ner, lan­ger, viel­fäl­ti­ger, brei­ter und inten­si­ver text von gün­ter brey­er zur situa­ti­on des fahr­rads als pro­dukt in deutsch­land: her­stel­lung, ver­trieb, ver­kauf in deutsch­land, euro­pa und asi­en – mit allem, was (öko­no­mi­sch) dazu gehört …
  • Gesetz­ge­bung: Unsinn im Straf­ge­setz­buch | ZEIT ONLINE – tho­mas fischer legt in sei­ner zeit-kolum­ne unter dem titel „Unsinn im Straf­ge­setz­buch“ sehr aus­führ­li­ch dar, war­um es im deut­schen recht ein­fach schlech­te, d.h. hand­werk­li­ch ver­pfusch­te, para­gra­phen gibt und for­dert, in die­ser hin­sicht auch mal auf­zu­räu­men

    Ein Bei­spiel für miss­glück­te Gesetz­ge­bung und insti­tu­tio­na­li­sier­te Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit – und ein Auf­ruf zur Repa­ra­tur

  • Anti­se­mi­tis­mus: Was heißt „N.soz“? | ZEIT ONLINE – adam soboc­zyns­ki über den ver­dacht (der sich bis­lang nicht erhär­ten oder wider­le­gen lässt), dass die hei­deg­ger-aus­ga­be mög­li­cher­wei­se phi­lo­lo­gi­sch nicht sau­ber erstellt wur­de (was inso­fern pro­ble­ma­ti­sch ist, als der zugang zum nach­lass nur ein­ge­schränkt mög­li­ch ist und die hei­deg­ger-aus­ga­be eh‘ schon kei­ne kri­ti­sche ist – was bei einem phi­lo­so­phen die­ses ran­ges & ein­flus­ses eigent­li­ch not­wen­dig wäre)

    Hät­te der mas­si­ve Anti­se­mi­tis­mus des Phi­lo­so­phen Mar­tin Hei­deg­ger frü­her belegt wer­den kön­nen? Das fragt sich mitt­ler­wei­le auch der Ver­lag der umstrit­te­nen Gesamt­aus­ga­be und ver­langt jetzt den Her­aus­ge­bern Rechen­schaft ab.

  • Musik – Der voll­kom­me­ne Musi­ker – Süddeutsche.de – rein­hard brem­be­ck wür­digt zum 90. geburts­tag pier­re bou­lez und sei­ne eigent­li­ch irren leis­tun­gen:

    Bou­lez, der an die­sem Don­ners­tag sei­nen 90.Geburtstag fei­ert, ist der voll­kom­me­ne Musi­ker. Er ist Kom­po­nist, Diri­gent, For­scher, Intel­lek­tu­el­ler, Pro­vo­ka­teur, Päd­ago­ge, Ensem­ble- und Insti­tuts­grün­der in Per­so­nal­uni­on. Und das alles nicht nur im Neben-, son­dern im Haupt­be­ruf. Damit steht er heu­te zwar allein da, er knüpft aber an ein bis in die Roman­tik durch­aus gän­gi­ges Berufs­bild an, das Musi­ker nur gel­ten lässt, wenn sie mög­lichst all die­se Tätig­kei­ten glei­cher­wei­se aus­üben.
    Bou­lez ist von Anfang an ein Prak­ti­ker gewe­sen. Aber einer, der sich nie sei­ne Träu­me durch die Ein­schrän­kun­gen und fau­len Kom­pro­mis­se der Pra­xis kor­rum­pie­ren ließ.

  • Pier­re Bou­lez: „Sprengt die Opern­häu­ser!“ | ZEIT ONLINE – eine geburts­tags­wür­di­gung für pier­re bou­lez von felix schmidt, die sich stel­len­wei­se schon fast wie ein nach­ruf liest …

    Bou­lez hat dem Musik­be­trieb einen gewal­ti­gen Stoß ver­setzt und ihm viel von sei­ner Gedan­ken­lee­re aus­ge­trie­ben. Die Lang­zeit­fol­gen sind unüber­hör­bar.

  • Ille­ga­le Down­loads machen dem E-Book-Markt Sor­gen – ein etwas selt­sa­mer arti­kel von cle­mens voigt zur pira­te­rie bei ebooks: eigent­li­ch will er ger­ne etwas panik ver­brei­ten (und pira­te­rie mit dem dieb­stahl phy­si­cher gegen­stän­de gleich­set­zen) und lässt des­halb aus­führ­li­ch die abmahn­an­wäl­te wal­dorf-from­mer zu wort kom­men und anbie­ter von pira­te­rie-bekämp­fungs-soft­ware. ande­rer­seits wol­len die ver­le­ger die­se panik­ma­che wohl nicht so ganz mit­ma­chen … – des­we­gen bleibt das etwas ein­sei­tig …
  • Selbst­bild einer Uni­ver­si­tät « erlebt – françois bry über das pro­ble­ma­ti­sche ver­ständ­nis von wis­sen­schaft & uni­ver­si­tät, dass „kin­de­ru­nis“ ver­mit­teln kön­nen:

    Die Fami­li­en­vor­le­sung war unter­halt­sam. Lehr­reich war sie inso­fern, dass sie ein paar Vor­stel­lun­gen auf den Punkt brach­te:
    Ein Pro­fes­sor ist ein Star.
    Eine Vor­le­sung ist eine ein­drucks­vol­le Schau.
    Ver­ste­hen, wor­um es bei einer Vor­le­sung geht, tut man wenn über­haupt außer­halb des Hör­saals.

  • Feh­len­de Netz­neu­tra­li­tät für Tele­kom-Kun­den spür­bar | daniel-weber.eu – dani­el weber erklärt, wie die tele­kom den feh­len­den zwang zur netz­neu­tra­li­tät aus­nutzt und war­um das auch für ganz „nor­ma­le“ kun­den schlecht ist
  • Auto­ren nach der Buch­mes­se – Sibyl­le-Berg-Kolum­ne – SPIEGEL ONLINE – sibyl­le berg ist gemein – zu ihre kol­le­gen schrif­stel­lern und den ver­tre­tern des liter­ar­jour­na­lis­mus:

    Auf allen Kanä­len wur­den Schrift­stel­ler wie­der über ihr Schrift­stel­ler­tum befragt, und sie gaben mit schief­ge­leg­tem Kopf Aus­kunft. War­um Leu­te, die schrei­ben, auch noch reden müs­sen, ist unklar. Aber sie tun es. Es wird erwar­tet. Da muss irgend­ein Anspruch befrie­digt wer­den, von wem auch immer. Da muss es wabern, tief und kapri­ziös sein. Das muss sein, denn das Schrei­ben ist so ein unge­mein tie­fer Beruf, dass jeder ger­ne ein wenig von der lei­den­den tie­fen Tie­fe spü­ren mag. 

    (das bes­te kann ich nicht zitie­ren, das muss man selbst lesen …)

  • Russ­land: Was Putin treibt | ZEIT ONLINE – gerd koe­n­en als (zeit-)historiker über ukrai­ne, russ­land und was putin so umtreibt … (und die kom­men­ta­re explo­die­ren …)
  • Woh­nungs­bau: Es ist zum Klot­zen | ZEIT ONLINE – han­no rau­ter­berg ran­tet über den ein­falls­lo­sen woh­nungs­bau in ham­burg – gilt aber so ähn­li­ch auch für ande­re städ­te …

    Häu­ser wer­den streng rasiert gelie­fert, oben alles ab. Das alte Spiel mit Tra­pez- und Trep­pen­gie­beln, mit Walm-, Sat­tel- oder Man­sard­dä­chern, ein Spiel, das Häu­sern etwas Gemüt­vol­les ver­leiht, auch etwas Behü­ten­des, scheint die meis­ten Archi­tek­ten kaum zu inter­es­sie­ren. Es regiert die kal­te Logik des Funk­tio­na­lis­mus, sie macht aus dem Woh­nen eine Ware. Und da kann ma…

  • Ukrai­ne: Frei­heit gibt es nicht umson­st | ZEIT ONLINE – gei­ge­rin Lisa Batia­sh­vili zur situa­ti­on in der ukrai­ne und euro­pa sowie sei­ne wer­te
  • Son­nen­fins­ter­nis: Ein Main­stream der Angst­ma­che – Feuil­le­ton – FAZ – Main­stream der Angst­ma­che
  • Ame­ri­ka­ni­scher Droh­nen­krieg – Was die Regie­rung unter Auf­klä­rung ver­steht – Süddeutsche.de – die süd­deut­sche über die unfä­hig­keit der bun­des­re­gie­rung, sich ans völ­ker­recht zu hal­ten (wol­len), hier beim droh­nen­krieg der usa:

    Jenen „Fra­ge­bo­gen“, auf des­sen Beant­wor­tung die Bun­des­re­gie­rung angeb­li­ch so gedrun­gen hat, erach­te­ten die Ame­ri­ka­ner jeden­falls „als beant­wor­tet“, teil­te das Aus­wär­ti­ge Amt jüngst auf Fra­gen der Links­par­tei-Abge­ord­ne­ten And­rej Hun­ko und Nie­ma Movas­sat mit. Man sehe die Ange­le­gen­heit damit als „geklärt“ an, schrieb eine Staats­se­kre­tä­rin. Die Fra­gen blei­ben also weit­ge­hend unbe­ant­wor­tet. Und die Bun­des­re­gie­rung nimmt das ein­fach so hin. „Das Aus­wär­ti­ge Amt will kei­ne Auf­klä­rung, inwie­fern US-Stand­or­te in Deutsch­land am töd­li­chen Droh­nen­krieg der US-Armee in Afri­ka und Asi­en betei­ligt sind“, kri­ti­sie­ren die Par­la­men­ta­rier Hun­ko und Movas­sat. „Das ist nicht nur unde­mo­kra­ti­sch, son­dern es erfüllt den Tat­be­stand der Straf­ver­ei­te­lung.“

  • Deutsch­land: Am Arsch der Welt | ZEIT ONLINE – david hugen­dick haut den deut­schen das abend­land um die ohren

    Das Abend­land ist ein deut­scher Son­der­weg von Kul­tur, Geist, Stolz, Volk und Wei­ner­lich­keit. War­um die­ses Geis­ter­reich der Gefüh­le nicht tot­zu­krie­gen ist. Eine Pole­mik

Ins Netz gegangen (24.2.)

Ins Netz gegan­gen am 24.2.:

  • Das MoMa New York erwirbt Alvin Luciers “I am sit­ting in a room” « Kul­tur­tech­no
  • Hoch­schwarz­wald: Ab ins gemach­te Nest! | ZEIT ONLINE – die zeit macht ein biss­chen wer­bung für moder­ni­sier­te (teu­re) feri­en­woh­nung im schwarz­wald, die mit schi­ckem desi­gn über­nach­tungs­gäs­te anlo­cken wol­len, dafür aber die wert­schöp­fung schön zen­tra­li­sie­ren und kon­zen­trie­ren (und eben nur noch einen bruch­teil bei den besit­zern vor ort las­sen)

    Im Hoch­schwarz­wald hat die Tou­ris­mus GmbH vor­han­de­ne Feri­en­woh­nun­gen moder­ni­siert. Ein Gewinn für alle Sei­ten?

  • If Our Sons Were Trea­ted Like Our Daugh­ters | Lori Day – sehr schö­nes gedan­ken­spiel …

    Come with me. Let’s open the door to a par­al­lel uni­ver­se. Here in this par­al­lel world, the rules are dif­fe­rent becau­se gen­der roles are flip­ped. Loving par­ents and teachers accept this stran­ge cul­tu­re as if it’s not so bad, or per­haps even good.… 

  • Edi­ti­on: Hit­lers „Mein Kampf“ kommt 2016 rund 2000 Sei­ten dick – DIE WELT – sven felix kel­ler­hoff war bei der vor­stel­lung der kom­men­tier­ten aus­ga­be von hit­lers „mein kampf“, die er sehr begrüßt:

    Das IfZ und sein Vize­chef Magnus Brecht­ken jeden­falls sind den rich­ti­gen Weg in einer offe­nen Gesell­schaft gegan­gen: Sie suchen gegen den offen­sicht­li­ch beschränk­ten Hori­zont von Beam­ten und (eini­gen) Poli­ti­kern in Mün­chen die Unter­stüt­zung der Öffent­lich­keit. Denn jede Fort­set­zung des absur­den Tan­zes um Hit­lers „Mein Kampf“ führt nur in die Irre.

  • Ver­bot für Brechts Stück „Baal“: In Gra­bes­ru­he – taz.de – es ist ganz ein­fach mit dem brecht-thea­ter:

    Es zählt zur pos­tu­men Iro­nie von Brechts Leben, dass der gro­ße Zer­trüm­me­rer des Klas­si­ker­thea­ters schluss­end­li­ch selbst zum Klas­si­ker gewor­den ist. Pos­tum wer­den Brechts Ide­en in Stein gemei­ßelt, wofür sie der Autor nie vor­ge­se­hen hat­te.

  • Kie­ler Matro­sen­auf­stand 1918 : Berühm­tes Foto ent­puppt sich nach fast 100 Jah­ren als Irr­tum – quel­len­kri­tik bei foto­gra­fi­en ist eine schwie­ri­ge und auf­wän­di­ge sache:

    Erstaun­li­cher Erkennt­nis im Bun­des­bild­ar­chiv: Das bekann­tes­te Foto, mit dem seit fast 100 Jah­ren der Kie­ler Matro­sen­auf­stand von 1918 illus­triert wur­de, ist in Wahr­heit in Ber­lin ent­stan­den.

    hier war es die „ori­gi­nal­vor­la­ge“ (was auch immer das gen­au ist …), die durch ihre beschrif­tung eine kor­rek­tur erzwang

  • Alte Schrif­ten – wahn­sin­nig umfang­reich, auch mit eini­gen ttf-fonts für aus­ge­fal­le­nes wie die mero­win­gi­sche minus­kel …

    Auf die­sen Sei­ten fin­den Sie eine Samm­lung alter Schrift­zei­chen aller Völ­ker und Kul­tu­ren von Abur bis Zapo­te­ki­sch.

Ins Netz gegangen (17.9.)

Ins Netz gegan­gen am 17.9.:

  • Im Gespräch ǀ „Der Frust beginnt beim Job“ — der Frei­tag – kur­zes inter­view mit ange­li­ka hager über rol­len­bil­der, gleich­stel­lung etc

    Da ent­wi­ckeln jun­ge Frau­en, schon ermü­det, jene Krank­heit, die ich Schnee­witt­chen­fie­ber nen­ne: Sie ver­krie­chen sich in Idyl­len und kochen Obst ein.

  • Vom Suchen und Fin­den ver­ges­se­ner Auto­ren | intel­lec­tures – sebas­ti­an gug­golz, ehe­ma­li­ger lek­tor bei mat­thes & seitz, der jetz gera­de sei­nen eige­nen ver­lag gegrün­det hat:

    Ich bin mir sicher, dass die lau­fen­de Dis­kus­si­on von wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen gelei­tet ist, von bei­den Sei­ten, also auch von den Ver­la­gen um Bon­nier. Der Streit­punkt sind ja die Rabat­te, die Ama­zon for­dert. Wenn Ama­zon mei­ne Bücher über die Bar­sor­ti­men­te kau­fen, dann bekom­men die die Bücher zum glei­chen Preis, wie jede ande­re Buch­hand­lung auch. Ich weiß nicht, ob die noch einen Son­der­ver­trag mit den Bar­sor­ti­men­ten haben, aber das kann mir auch egal sein. Das heißt, jedes Buch, das ich bei Ama­zon ver­kau­fe, ist ein ver­kauf­tes Buch und damit gut für mich. Die Dis­kus­si­on um die eBook-Rabat­te betrifft mich gleich gar nicht, da ich der­zeit ja kei­ne eBooks ver­kau­fe. Und wenn man als Ver­lags­kun­de mit Ama­zon ein Part­ner­pro­gramm ein­geht, und damit erreicht, dass alle Bücher des jewei­li­gen Ver­lags auf Lager und umge­hend lie­fer­bar sind, dann muss man ohne­hin mit Ama­zon direkt die Rabat­te aus­han­deln. Man bekommt dann bestimm­te Vor­tei­le, muss aber höhe­re Rabat­te ein­räu­men. Das ist dann ein­fach Ver­hand­lungs­sa­che. Ama­zon ist dann aber ein zuver­läs­si­ger Geschäfts­part­ner. Mein Pro­blem auf dem Buch­markt ist nicht Ama­zon. Da bin ich auf­find­bar und mei­ne Bücher sind rela­tiv schnell lie­fer­bar. Mein Pro­blem sind nach wie vor die Groß­buch­hand­lun­gen, also Tha­lia und Hugen­du­bel, und noch schlim­mer die gan­zen Bahn­hofs­buch­hand­lun­gen. Die wer­den in der Ama­zon-Debat­te plötz­li­ch von den Ver­la­gen mit ins Boot geholt, weil dort die gro­ßen Ver­la­ge ver­tre­ten sind, aber für mich als Klein­ver­lag sind die wie gesagt das eigent­li­che Pro­blem. Die neh­men mich nicht wahr und bestel­len mich nicht, weil ich immer unter einer gewis­sen Min­dest­stück­zahl blei­be. Bei denen tau­che ich nicht auf, bei Ama­zon schon. Des­halb ist es aus geschäft­li­cher Per­spek­ti­ve auch schwie­rig, ein­fach nur zu sagen, Ama­zon ist der Böse und wir Ver­la­ge und der Buch­han­del die Guten. Das Bedenk­li­che an der aktu­el­len Debat­te ist die Tat­sa­che, dass dahin­ter wirt­schaft­li­che Inter­es­sen ste­cken und nicht, wie man mei­nen könn­te und wie sug­ge­riert wird, kul­tu­rel­le.

  • xkcd: Wat­ches – (sehr wahr …)
  • Arthur Schnitz­ler Por­tal :: Start­sei­te – die digi­ta­le aus­ga­be der his­to­ri­sch-kri­ti­schen edi­ti­on der wer­ke arthur schnitz­lers

    Ziel des Pro­jekts ist die Erar­bei­tung einer digi­ta­len his­to­ri­sch-kri­ti­schen Edi­ti­on der lite­ra­ri­schen Wer­ke Arthur Schnitz­lers aus dem Zeit­raum von 1905 bis 1931. Die Edi­ti­on wird im Rah­men einer bina­tio­na­len deut­sch-bri­ti­schen Koope­ra­ti­on erar­bei­tet und von der Uni­ver­si­täts­bi­blio­thek Cam­bridge beher­bergt wer­den

  • Ras­sis­mus-Skan­dal in Poli­zei­klas­se: „Aus­län­der­schlam­pe“ und schlim­mer -
    taz.de
    – Die bes­ten der bes­ten (oder: früh übt sich): Ras­sis­mus-Skan­dal in Poli­zei­klas­se: „Aus­län­der­schlam­pe“ und schlim­mer
  • Inter­net­kul­tur: Der Auf­stieg des Daten­pro­le­ta­ri­ats | ZEIT ONLINE – gün­ter hack:

    Sie sind Lizenz­bür­ger auf Zeit, das mul­mi­ge Gefühl beim Bestä­ti­gungskli­ck auf die unge­le­se­nen juris­ti­schen Bin­dungs­flos­keln vor der Soft­ware­instal­la­ti­on ist das des Aus­ge­lie­fert­seins. Der Pro­duk­ti­vi­täts­schub durch Mobil­ge­rä­te wie­der­um lässt sich nur dann wirk­li­ch nut­zen, wenn die wich­tigs­ten Pro­zes­se ver­teilt in der „Cloud“ lau­fen, bevor­zugt auf den Platt­for­men der weni­gen Markt­füh­rer.

    Wie etwa Jere­my Rif­kin in sei­nem Buch Access gezeigt hat, birgt die Miet­ment­a­li­tät auch Chan­cen für die Fle­xi­bi­li­tät und eine effi­zi­en­te­re Res­sour­cen­nut­zung. Aber im domi­nan­ten Kon­kur­renz­sze­na­rio gilt: Wer mit­hal­ten will, ver­liert mehr an Frei­heit als er gewinnt. Und es gibt Unter­schie­de, je nach Bran­che und Situa­ti­on: Für einen Land­wirt ist es sinn­voll, Mit­glied im Maschi­nen­ring zu sein, bestimm­te Gerä­te nur dann zu mie­ten, wenn er sie braucht. Aber wenn das Saat­gut paten­tiert und an die Ver­wen­dung eines bestimm­ten Insek­ti­zids geknüpft ist, dann ist die Repro­duk­ti­on sei­ner Lebens­grund­la­ge betrof­fen. Die Balan­ce von Geben und Neh­men zwi­schen Kun­de und Dienst­leis­ter stimmt nicht mehr, allein schon wegen der Kon­zen­tra­ti­on der Macht in den Hän­den weni­ger star­ker Platt­form­an­bie­ter. Und die­se neh­men immer noch mehr mit, als ihnen bezahlt wur­de, sei es an Geld oder an Auf­merk­sam­keit, näm­li­ch die Nut­zungs­da­ten.

    Egal, wel­chen gesell­schaft­li­chen Sta­tus sie nach außen hin beklei­den mögen, sie sind in die­sen Momen­ten nicht ein­mal mehr Lizenz­bür­ger, son­dern sie sind ins Daten­pro­le­ta­ri­at abge­glit­ten. Wie viel Geld sie auch immer mit ihrer Arbeit ver­die­nen mögen, egal wie stark sich ihre indi­vi­du­el­le Pro­duk­ti­vi­tät erhö­hen mag: Jede ihrer Aktio­nen mehrt Reich­tum und Wis­sen der Platt­form­an­bie­ter, den eigent­li­chen Besit­zern der Pro­duk­ti­ons­mit­tel. Pro­le­ta­ri­sie­rung und Ver­lust an Pri­vat­sphä­re gin­gen schon immer Hand in Hand.

  • Fahr­rad­we­ge: Jeder inves­tier­te Euro zahlt sich mehr­fach aus – WiWo Green – noch ein grund, in fahr­ra­d­in­fra­struk­tur zu inves­tie­ren: es spart geld (näm­li­ch bei den gesund­heits­kos­ten):

    Je mehr in Fahr­ra­d­in­fra­struk­tur inves­tiert wer­de, je mehr neh­me die Lebens­qua­li­tät und der Umwelt­schutz zu und damit auch die Gesund­heit der betrof­fe­nen Stadt­be­woh­ner – das alles sor­ge für mas­si­ve Ein­spa­run­gen bei der Stadt­ver­wal­tung (wenn die­se für die Gesund­heits­kos­ten auf­kom­men muss) oder eben der öffent­li­chen Haus­hal­te.

  • Die Zoos schei­tern auf gan­zer Linie“ – Süddeutsche.de – sind zoos noch zeit­ge­mäß? brin­gen sie uns, der umwelt oder den tie­ren irgend etwas?

    Machen wir uns nichts vor: Zoos sind Gefäng­nis­se, in denen die Tie­re lebens­lang ein­ge­sperrt sind. Die Hal­tung von exo­ti­schen Wild­tie­ren soll­te aus­lau­fen. Kei­ne Nach­zuch­ten, kei­ne Impor­te mehr. Solan­ge die gegen­wär­tig leben­den Tie­re noch da sind und nicht aus­ge­wil­dert wer­den kön­nen, müs­sen sie so gehal­ten wer­den, dass ihre Bedürf­nis­se und Ansprü­che erfüllt sind, und nicht die der Besu­cher. Wo das nicht geht, müs­sen eige­ne Refu­gi­en für sie geschaf­fen wer­den. Im Übri­gen müss­te das Steu­er­geld, das in immer neue Zoo­ge­he­ge hier­zu­lan­de gesteckt wird, bes­ser in den Aus­bau von Schutz­zo­nen in den natür­li­chen Hei­ma­ten der Tie­re inves­tiert wer­den. Zoos pas­sen nicht mehr in die heu­ti­ge Zeit.

Ins Netz gegangen (26.3.)

Ins Netz gegangen am 26.3.:

  • New Statesman | What drives the men who think feminists and foreigners want to wipe them out? - Laurie Penny versucht, Maskulisten zu verstehen:

    Feminism, for instance, is not in reality a strategy cooked up by left-wing women so we can take all of men’s power and money for ourselves and turn them into sex slaves. I know this because, if it was, I would be sitting on a gigantic golden throne with oiled flunkies feeding me chocolate biscuits, rather than having the same arguments over and over again

  • Dilettanten : Der reiche Maestro, den keiner mag - DIE WELT - Konstantin Richter hat die kuriose Geschichte von Ashot Tigranyan aufgeschrieben:

    Ashot Tigranyan ist als Geiger ein hoffnungsloser Fall. Hören will ihn niemand. Trotzdem gibt er Unsummen aus, um durch die Welt zu touren. Eine Begegnung mit einem Mysterium.

    Das klingt alles so absurd und verrückt, das würde man keinem Roman oder Film abnehmen ...

  • [toread] AAC - Fackel - »Die Fackel. Herausgeber: Karl Kraus, Wien 1899-1936«
    AAC Digital Edition No 1

    The AAC digital edition of the journal »Die Fackel«, edited by Karl Kraus from 1899 to 1936, offers free online access to the 37 volumes, 415 issues, 922 numbers, comprising more than 22.500 pages and 6 million wordforms.

    The AAC-FACKEL contains a fully searchable database of the entire journal with various indexes, search tools and navigation aids in an innovative and highly functional graphic design interface, in ...

  • Stefan Niggemeier über Live-Ticker - FAZ - Stefan Niggemeier betrachtet die Liveticker - in Theorie und Praxis, mit eher ernüchterndem Ergebnis (aber wen wundert's ...):

    Aber wie das so ist: Eine Software, die es sehr leicht macht, einen Text zu aktualisieren, macht es auch sehr schwer, ihn nicht zu aktualisieren. Und so wohnt den Nachrichtentickern die Tendenz inne, zu Nicht-Nachrichtentickern zu werden. [...] Dabei müsste man im Internet, anders als im linearen Fernsehen, die Zeit, in der nichts passiert, eigentlich gar nicht mit großem Nichts füllen.

    Es mischen sich: eine Fixierung auf Oberflächlichkeiten [...], ein permanenter Alarmismus und der Hang, auf der Grundlage von Nichtwissen, Halbwissen und Scheinwissen weitreichende Spekulationen anzustellen.

    Es ist in mancher Hinsicht eine unjournalistische journalistische Form: Sie sortiert und gewichtet nicht, sie sammelt nur und hält das, was sie findet, in chronologischer Reihenfolge fest.

  • Slogan Causes Pencil Recall - New York TimesThese pencils were withdrawn from schools after a pupil pointed out a problem, viaTwitter / qikipedia
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