»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Taglied 17.8.2015

Tonal­rausch, Save your soul (Jamie-Cul­lum-Cover)

TONALRAUSCH | Save your soul (Jamie Cul­lum Cover)

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Sokrates

Alle Welt freut sich aus den ver­schie­dens­ten Grün­den und Anläs­sen immer wie­der über den alber­nen, Sokra­tes zuge­schrie­be­nen Satz »Ich weiß, dass ich nichts weiß«. Er ent­hält drei defi­ni­to­ri­sches Unsau­ber­kei­ten, zwei fet­te Kate­go­rien­feh­ler, min­des­tens ein Para­do­xon, andert­halb Tau­to­lo­gien, Son­nen­blu­men­öl, Zwie­bel­pul­ver, Schne­cken­pas­te und unzäh­li­ge gequirl­te Aus­re­den, aber berühmt ist er trotz­dem. Diet­mar Dath/​Heike Aumül­ler, Ver­bo­te­ne Ver­bes­se­run­gen, 44

Wahnsinn

Die Men­schen sind so not­wen­dig wahn­sin­nig, dass es eine ande­re Art von Wahn­sin wäre, nicht wahn­sin­nig zu sein.Pas­cal

Identität

Ich kann Leu­te nicht ver­ste­hen, die über 22 sind und trotz­dem noch glau­ben, sie müss­ten sich über ihre Musik­vor­lie­ben eine Iden­ti­tät zusam­men­klau­ben. Arm­se­lig, hilf­los.Micha­el Weins, Lazy­boy, 183

Ins Netz gegangen (4.8.)

Ins Netz gegan­gen am 4.8.:

  • A Rene­ga­de Traw­ler, Hun­ted for 10,000 Miles by Vigi­lan­tes – NYTi​mes​.com – eine nro jagt mit mehr oder weni­ger ille­ga­len metho­den ille­ga­le hoch­see­fi­scher, die die geschüt­zen fisch­be­stän­de der mee­re plündern
  • How Gro­nin­gen inven­ted a cycling tem­p­la­te for cities all over the world | Cities | The Guar­di­an -

    Moto­rists woke up one mid-70s mor­ning to find new one-way streets made direct cross­town jour­neys impos­si­ble by car. For­ty years later Gro­nin­gen boasts two-thirds of all trips made by bike … and the clea­nest air of any big Dutch city

    das bei­spiel gro­nin­gen zeigt, wie man (zumin­dest in den nie­der­lan­den) mit eini­gen weni­gen, akti­ven poli­ti­kern eine ganz stadt umbau­en kann (im wahrs­ten sinn des wor­tes) und vom auto zum fahr­rad bekeh­ren kann (und der arti­kel ver­schweigt auch n…

  • Bio­me­trie: Dei­ne Tas­ta­tur­ein­ga­ben ver­ra­ten dich | ZEIT ONLINE -

    Die Art und Wei­se, wie jemand tippt, gibt Auf­schluss dar­über, wer vor dem Rech­ner sitzt. Selbst Nut­zer des Anony­mi­sie­rungs­diens­tes Tor kön­nen so ent­tarnt werden.

    so etwas wie para­no­ide wahn­vor­stel­lun­gen muss doch bald aus dem icd flie­gen, weil all das, was die sich vor­stel­len, lang­sam wirk­lich­keit wird …

  • Kom­po­nis­ten: Wie klingt die Gegen­wart? | ZEIT ONLINE – ein sehr inter­es­san­tes gespräch haben vol­ker hage­dorn & chris­ti­ne lem­ke-matwey hier moderiert:

    Die Zeit der Debat­ten in der neu­en Musik ist vor­bei. Vier Kom­po­nis­ten der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on dar­über, wie man die Jetzt­zeit ver­tont und was das mit Poli­tik zu tun hat.

    (so jung sind die teil­wei­se aber auch nicht mehr ;-) …)

  • Inter­view ǀ „Mann ist ein Schimpfwort“—der Frei­tag – tho­mas meine­cke, wie immer sehr gut:

    Wenn ich als Mann sage, ich bin Femi­nist, den­ken die Leu­te: „Der will kein Mann sein.“ Will ich auch nicht. Jeden­falls nicht so wie die Män­ner, die ich schreck­lich finde.
    […] Das sind vier Fünf­tel aller Män­ner. Der Sprach­ge­brauch die­ser Män­ner ist unäs­the­tisch, unüber­legt und defi­ni­ti­ons­mäch­tig. Klas­si­sche männ­li­che Autoren­sub­jek­te fah­ren immer mit der gro­ßen Behaup­tung auf: Ich habe Recht, und nach drei­hun­dert Sei­ten wer­det auch ihr mir Recht ge…

Twitterlieblinge Juli 2015


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Verführung

Über den Per­len­tau­cher (der über die FAZ dar­auf auf­merk­sam wur­de) bin ich heu­te auf eine ganz und gar wun­der­ba­re, ver­zau­bern­de und ent­rü­cken­de Cho­reo­gra­phie des Bolé­ro von Mau­rice Ravel auf­merk­sam geworden:

Die Cho­reo­gra­phie von Mau­rice Béjart mit Maja Plis­sez­ka­ja als Pri­ma­bal­le­ri­na ist zwar über­haupt nicht neu – näm­lich von 1961 -, war mir aber nicht bekannt – und nach der x. Wie­der­ho­lung des gran­dio­sen Vide­os (eine Auf­nah­me von 1979) bin ich immer noch aus­ge­spro­chen glück­lich, das jetzt auch gese­hen zu haben.

Taglied 27.7.2015

Pos­tyr, Up for Air:


Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Ins Netz gegangen (27.7.)

Ins Netz gegan­gen am 27.7.:

  • Wozu Gen­der Stu­dies? » For­schung & Leh­re – ein klu­ger essay des main­zer sozio­lo­gen ste­fan hirschau­er über die lage und not­wen­dig­keit der gen­der stu­dies, der gegen „sepa­ra­tis­mus“ und abschlie­ßung, aber unbe­dingt für die not­wen­dig­keit der gen­der stu­dies argumentiert
  • Zur Erin­ne­rung an Ulrich Zie­ger | Hun​dert​vier​zehn​.de – »Der Lun­gen­fisch spricht aus der Tie­fe« – der Fischer-Blog 114 erin­nert mit den spä­ten Gedicht „Gesöff“ an den ver­stor­be­nen Ulrich Zieger
  • Moni­ka Rinck: Sie wir­belt das Den­ken auf | ZEIT ONLINE – sehr schö­ne wür­di­gung der groß­ar­ti­gen moni­ka rinck von tobi­as lehm­kuhl (anläss­lich (wobei das aber ein biss­chen an den haa­ren her­bei­ge­zo­gen wirkt) der im herbst anste­hen­den ver­lei­hung des kleist-prei­ses an rinck)

    Auch in Rincks Gedich­ten ste­hen immer wie­der schein­bar dis­pa­ra­tes­te Din­ge neben­ein­an­der, die „Daten­la­ge“ ver­kehrt sich da in eine „Gar­ten­tra­ge“, und zum Sel­le­rie wird „Schnitz­ler“ ser­viert. Gesi­cher­te Erkennt­nis­se haben in Rincks Werk kei­nen Platz. Im Gegen­teil, die Welt ver­meint­li­cher Gewiss­hei­ten wird hier skep­tisch beäugt

  • Bay­reu­ther Defi­zi­te: Wahn um Wahn­fried – NZZ Büh­ne – udo berm­bach rech­net unbarm­her­zig mit dem bay­reu­ther klein­mü­tig­kei­ten rund um wag­ners erbe ab

Richard Wagner redivivus

Viel­leicht ist es ein Natur­ge­setz, daß Leu­te die Richard Wag­ner nicht mögen, nur mit Leu­ten bekannt wer­den, die gleich­falls Richard Wag­ner nicht mögen. Ich ver­ste­he nichts von Musik, ich höre sie nur gern, auch habe ich nie­mals Nietz­sche gele­sen, aber ich kann mir ein­fach nicht vor­stel­len, daß man die Musik Wag­ners liebt. […] Hun­der­te von Men­schen, von jun­gen Men­schen beson­ders, haben mir das glei­che gesagt: daß sie die­se Musik als irgend­wo und irgend­wie falsch emp­fän­den, als pene­trant unfromm (ohne daß sie dabei frei und heid­nisch wäre), als ein­fach ver­däch­tig. […] Las­sen wir Wag­ner denen, die ihr natio­na­les Res­sen­ti­ment an dem Blech­pa­thos des »Ehrt Eure deut­schen Meis­ter« auf­fr­si­chen müs­sen (weil das ja ein­fa­cher ist, als die jun­gen deut­schen Meis­ter von Hin­de­mith bis Orff ver­ste­hen zu ler­nen).Alfred Andersch, Richard Wag­ner redi­vi­vus? (1947) [In: Alfred Andersch: Gesam­mel­te Wer­ke in zehn Bän­den. Band 8: Essay­is­ti­sche Schrif­ten I. Zürich: Dio­ge­nes 2004, S. 68ff.]

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