Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Kategorie: kleinkram Seite 43 von 45

Freud

„Das Schö­ne an Freud ist: daß er alles sagt, wenn man es ihn nur sagen läßt.“ (Hen­ning Rit­ter, Notiz­hef­te, 75)

Knöchel

„Wie vie­le zer­schred­der­te Knö­chel wohl auf das Kon­to der Trol­ley-Indus­trie gehen, das müss­te man eigent­lich mal unter­su­chen.“ (Nagel, Was kos­tet die Welt, 40)

Freiheit

„Gewis­se Leu­te soll­ten nicht von Frei­heit, Ver­nunft, Huma­ni­tät spre­chen, aus Rein­lich­keits­grün­de mal soll­ten sie es unter­las­sen.“ (Tho­mas Mann, Dok­tor Faus­tus, 139)

Personen

„Alle Per­so­nen sind ers­te Per­so­nen. Das erschwert das Leben in der Gesell­schaft erheb­lich.“ (Anne Weber, Ers­te Per­son, 84)

Schreiben

„Das Schrei­ben ist ein laut­lo­ses Sich-Wun­dern.“ (Anne Weber, Ers­te Per­son, 69)

Verständigung

„Vie­le glau­ben, die Spra­che sei ein Ver­stän­di­gungs­mit­tel, ein Instru­ment, mit des­sen Hil­fe wir sagen kön­nen, was wir glau­ben, zu sagen zu haben. Das ist falsch. Die Gei­ge ist ein Instru­ment, der Stift zur Not auch. Die Musik und die Spra­che sind Ozea­ne. Man kom­mu­ni­ziert nicht mit­hil­fe eines Oze­ans.“ (Anne Weber, Ers­te Per­son, 17)

Geist und Sprache

„Sich selbst auf den Grund gehen und der Spra­che auf den Grund gehen läuft auf das­sel­be hin­aus. Ab einer gewis­sen Tie­fe sind Geist und Spra­che der­art eng mit­ein­an­der ver­floch­ten, dass es unmög­lich ist, die Fäden des Geis­tes zu ent­wir­ren, ohne die Irr­gän­ge der Spra­che zu erkun­den. Frü­her oder spä­ter treibt die Spra­che einen in die Enge und man steht an der Wand und sieht kei­nen ande­ren Aus­gang als die Wor­te einem bie­ten, kei­nen ande­ren Boden als das Pflas­ter, das sie einem unter die Füße schie­ben.“ (Anne Weber, Ers­te Per­son, 17)

Erfinden

„Ich will kei­ne Geschich­te und kei­ne Geschich­ten erzäh­len. Um zu sagen, was ich zu sagen habe, brau­che ich kei­ne Figu­ren­zu erfin­den. Erfin­det man nicht ohne­hin nur Figu­ren, die einem ähneln? Ich wer­de nie­man­den erfin­den, denn ich ber­ge die Welt.“ (Anne Weber, Este Per­son, 10)

Verstecke

„Die bes­ten Ver­ste­cke in die­ser Welt lie­fern uns die gram­ma­tis­hen Per­so­nen.“ (Anne Weber, Este Per­son, 7)

Dirigenten

Die Diri­gen­ten Furtwäng­ler, Böhm und Kara­jan sit­zen auf einer Wol­ke. Furtwäng­ler: „Mei­ne Her­ren, es steht wohl fest, dass ich der Größ­te von uns bin.“ Dar­auf ant­wor­tet Böhm: „Nun, mir hat Gott gesagt, ich sei der Größ­te.“ Kara­jan: „Bit­te, was soll ich gesagt haben?“

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