Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Autor: Matthias Seite 98 von 208

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

Netzfunde vom 1.2. bis zum 7.2.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 1.2. zum 7.2.:

  • Anton Tant­ner: Wer­det Blog­ge­rIn­nen! Eine Replik auf Valen­tin Groeb­ner – Mer­kur. Blog der deut­schen Zeit­schrift für euro­päi­sches Den­ken – Auch Anton Tant­ner ‑ä im Netz sehr aktiv – repli­kiert auf Valen­tin Groebner:

    Ins­ge­samt man­gelt es dem Bei­trag Groeb­ners lei­der an der kon­kre­ten Aus­ein­an­der­set­zung mit den bereits bestehen­den wis­sen­schaft­li­chen Web­an­ge­bo­ten; statt­des­sen bevor­zugt er es, auf Papp­ka­me­ra­den zu schie­ßen, die, wenn über­haupt, dann in den Anfangs­zei­ten des Inter­nets bei man­chen Netz­theo­re­ti­ke­rIn­nen eine Rol­le gespielt haben mögen, aber für die der­zeit im Web akti­ve Gene­ra­ti­on von Wis­sen­schaf­te­rIn­nen – weder für mich noch für die Mehr­zahl mei­ner blog­gen­den Kol­le­gIn­nen – von Rele­vanz sind.

  • Ver­mit­teln Blogs das Gefühl rast­lo­ser Mas­tur­ba­ti­on? Eine Ant­wort auf Valen­tin Groeb­ner | Redak­ti­ons­blog – Klaus Graf setzt Valen­tin Groeb­ners Abwer­tung der Blogs in der Geschichts­wis­sen­schaft (in der FAZ vom 6. Febru­ar 2013 und auf der Tagung „Rezen­sie­ren – Kom­men­tie­ren – Blog­gen“) eine dif­fe­ren­zier­te Dar­stel­lung der Vor­tei­le des Publi­zie­rens im Netz entgegen.
  • Jazz Dis­co­gra­phy Pro­ject -

    A collector’s gui­de to jazz music CDs/​DVDs, iTunes/​MP3s and vinyl records (LPs/​EPs/​45s/​78s, etc.):
    Blue Note, Pres­ti­ge, River­si­de Records (the big three labels of modern jazz); bebop, cool/​west coast, hard bop, modal/​mode, free/a­vant-gar­de jazz musi­ci­ans; Miles Davis’ per­so­nal con­nec­tions, and more.

  • Kam­mer­mu­sik­füh­rer – Vil­la Musi­ca Rhein­land-Pfalz – Die Vil­la Musi­ca hat einen Kam­mer­mu­sik­füh­rer ver­öf­fent­licht – aus den Pro­gramm­heft­tex­ten der letz­ten zwan­zig Jahre:

    Im Online-Kam­mer­mu­sik­füh­rer der Vil­la Musi­ca sind Tex­te zu mehr als 4000 Wer­ken gesam­melt, die seit 1991 in den Pro­gramm­hef­ten der rhein­land-pfäl­zi­schen Lan­des­stif­tung abge­druckt wur­den. Sie stam­men fast durch­weg von Dr. Karl Böh­mer, dem lang­jäh­ri­gen Dra­ma­tur­gen und jet­zi­gen Geschäfts­füh­rer der Stiftung

  • Pfäl­zer­wald­läu­fer: 31 Grün­de – 31 Grün­de, immer wie­der lau­fen zu gehen (via Published articles)

Taglied 7.2.2012

Auch wenn die Mel­dun­gen zum Tod Donald Byrds etwas unsi­cher sind, ist es natür­lich ein guter Grund, sei­ne Musik noch ein­mal zu hören:
https://web.archive.org/web/20130209051803/http://www.youtube.com/watch?v=QI39YS3niAc&gl=US&hl=en

Taglied 6.2.2013

Roland Bräu­ti­gam spielt den ers­ten Satz der Pathé­tique, ganz wunderbar:
https://web.archive.org/web/20141020204127/http://www.youtube.com/watch?v=w9_Wqa3oEdg

Lieblingstweets Januar 2013


https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​8​0​5​1​1​2​2​5​8​3​7​7​3​184


https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​9​4​8​7​2​3​6​3​6​0​1​9​2​000
https://​twit​ter​.com/​_​K​r​e​i​d​l​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​1​5​0​3​0​4​3​1​9​3​7​3​3​121


https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​2​3​5​5​0​4​6​2​2​4​5​7​2​416
https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​2​7​0​2​9​8​2​7​9​6​0​9​5​489
https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​0​6​2​8​4​5​8​5​8​4​6​3​744
https://​twit​ter​.com/​w​o​r​t​f​e​l​d​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​1​1​1​5​5​3​4​5​9​3​7​6​128
https://​twit​ter​.com/​z​a​c​h​b​r​a​f​f​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​1​3​6​6​5​3​1​8​5​3​4​3​488
https://​twit​ter​.com/​b​u​s​c​h​h​e​u​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​8​5​9​0​7​4​2​6​3​6​1​7​537

„Was fragen sie nach meinen Schmerzen?“ – Schäfer/​Schneider mit der „Winterreise“

Kar­ge Klar­heit bestimmt die „Win­ter­rei­se“, die Chris­ti­ne Schä­fer und Eric Schnei­der im Mozart-Saal der Frank­fur­ter Alten Oper auf­füh­ren. Die­se Inter­pre­ta­ti­on des Schu­bert­schen Lied­zy­klus, das wird eigent­lich schon mit dem ers­ten Lied, ja, fast schon mit den ers­ten Tönen, deut­lich, die­se Inter­pre­ta­ti­on wird ganz stark vom Intel­lekt bestimmt. Chris­ti­ne Schä­fer singt das ganz stark vom Kopf aus – und immer schon mit der Kata­stro­phe im Blick: Schär­fe in der Gestal­tung – nicht im Ton! – bestimmt die­se meis­ter­haf­te Aufführung.

Die­se Inter­pre­ta­ti­on gewinnt aber auch durch einen fan­tas­ti­schen Pia­nis­ten, der wun­der­bar ins Kon­zept passt: Eric Schnei­der spielt prä­zi­se wie kaum ein ande­rer Lied­be­glei­ter in der „Win­ter­rei­se“: Sel­ten hört man so genau jeden Ton des Kla­vier­sat­zes genau so, wie er in den Noten steht, mit jedem Akkzent und jedem for­te­pia­no. Ganz sel­ten nur spürt man einen Hauch Pedal, dafür sind die Klän­ge tro­cken und abge­setzt, dabei nicht lieb­los, son­dern abso­lut detail­ver­liebt. Mit „Roman­tik“ hat das auf den ers­ten Ton gar nicht mehr viel zu tun, das ist eigent­lich exis­ten­ta­lis­ti­sche Musik (auch wenn sie in der Alten Oper im Rah­men von „Impuls Roman­tik“ erklingt). Chris­ti­ne Schä­fer macht das grun­sätz­lich ähn­lich wie ihr Pia­nist (auch wenn die bei­den manch­mal mini­mals­te Dif­fe­ren­zen zeig­ten), zum Bei­spiel in „Gute Nacht“: Da sind es oft neben­ein­an­der­ste­hen­de Ein­zel­tö­ne, kei­ne durch­ge­sun­ge­ne Linie. Gran­di­os die leb­haf­te­ren, etwas dra­ma­ti­sche­ren Lie­der: Mit wel­che kla­ren Schwung sie die „Wet­ter­fah­ne“ singt und wie wun­der­bar schwan­kend „Die Post“ oder wie kon­tu­riert bei ihr „Die Krä­he“ auf­scheint – das ist wirk­lich gro­ße Kunst. Was mir nicht so gut gefal­len hat bei ihr: Die Phra­sen klin­gen oft sehr früh und sehr stark aus, so dass die Enden fast ver­schwin­den. Das kann ein sehr inter­es­san­ter Effekt sein, auf Dau­er fand ich das aber etwas über­trie­ben. Auch ihre Tedenz, glei­che Voka­le unter­schied­lich zu tönen, hat einen leich­ten Hang zum Manie­ris­mus. Dabei ist das aber, um kein Miss­ver­ständ­nis auf­kom­men zu las­sen, von ihr in jedem Ein­zel­fall unge­heu­er kon­se­quent umge­setzt und auch hör­bar durch­ge­dacht und durchgeführt. 

Gegen­über der Auf­nah­me – die ist ja auch schon 2006 erschie­nen – scheint mir das noch ein­mal etwas gereif­ter: Die Stim­me klingt etwas kräf­ti­ger, nicht ganz so leicht und schwe­bend, alles hört sich etwas schwe­rer und bedachter/​bedächtiger an, nicht mehr ganz so cool, dafür abge­klär­ter und erfah­re­ner. Viel­leicht ist das auch der Live-Situa­ti­on geschul­det, zumal wir im Mozart-Saal fast ganz hin­ten saßen und so schon in merk­ba­rer Entfernung …

Die durch­weg aus­ge­spro­chen hohen Grund­tem­pi, mit sehr star­ken, fast über­trie­be­ne­n­en (aber nur fast!) Ver­zö­ge­run­gen, die manch­mal sogar fast Lücken in dem Lied­text auf­rei­ßen: Effekt­voll ist das, ganz ohne Fra­ge. Und sehr kon­zen­triert und gefasst, in einer span­nen­den Mischung von Intel­lek­tua­li­tät und Emo­tio­na­li­tät, einem sehr genau aus­ba­lan­cier­ten Ver­hält­nis von Distanz und Aneig­nung, von Iden­ti­fi­ka­ti­on und außen­ste­hen­der Beob­ach­tung (der eige­nen See­le, des emo­tio­na­len Welt­lei­des der Sän­ger­fi­gur …). Es gab und gibt Sän­ger (meis­tens sind es eben doch Män­ner), die das rüh­ren­der und berüh­ren­der, also über­wäl­ti­gen­der, sin­gen. Aber kaum 

Winterreise-Eintrittskarte

Ein­tritts­kar­te zu einem beson­de­ren Erlebnis

wel­che, die den eigent­li­chen Kern jedes Lie­des so klar und deut­lich, so unver­stellt und unüber­hör­bar her­aus­prä­pa­rie­ren. Ja, das Wort passt hier, denn man­cher Ansatz erscheint wie im Labo­ra­to­ri­um ent­wi­ckelt – oder das Ergeb­nis aus der Patho­lo­gie, wo der Noten­text zunächst ein­mal seziert wur­de, bevor er zum Klang wer­den durf­te und konn­te. Im Zusam­men­hang, im Lau­fe des kur­zen Abends, zeigt sich aber, dass das kei­ne ana­ly­ti­sche Käl­te ist, son­dern das Schau­ern und Schau­dern der emo­tio­na­len Win­ter­land­schaft, durch die der Sänger/​die Sän­ge­rin irrt. Dadurch ent­steht eine ganz eson­de­re Situa­ti­on: Im Saal merk­te man schon vor dem Beginn, ja schon im Foy­er, eine erhöh­te Span­nung. Alle erwar­te­ten etwas Beson­de­res. Und wer­den anders befrie­digt, als sie erwar­te­ten. Denn – so war zumin­dest mein Ein­druck – nicht allen wur­de klar, wie beson­ders das, was dann zu hören war, wirk­lich war. Weil es anders war, weil es nicht so recht der tra­di­tio­nel­len Gestal­tung der „Win­ter­rei­se“ ent­sprach. Und weil es nicht so sehr auf affek­tuös-emo­tio­na­ler Ebe­ne begeis­tern konn­te, son­dern stär­ker auf einer intel­lek­tu­el­len, fast ratio­na­len Ebe­ne. Das ist eigent­lich ein sehr klu­ger Ansatz, die „Win­ter­rei­se“ so zu sin­gen – kaum ein Lied­werk ist schließ­lich so bekannt, kaum ein Zyklus so aus­ge­schöpft und erschöpft durch unzäh­li­ge, sich oft genug nur noch in Details und Stimm­fär­bung unter­schei­den­den Inter­pre­ta­ti­on im Kon­zert­saal und auf der Konserve. 

Netzfunde vom 22.1. bis zum 31.1.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 22.1. zum 31.1.:

  • Der Brief­wech­sel zwi­schen Schil­ler und Goe­the – 423. Schil­ler an Goethe:

    und ich rathe wirk­lich jedem der bei den jet­zi­gen schlech­ten poli­ti­schen Aspec­ten den Muth ver­liert, eine sol­che Lec­tü­re; denn erst so sieht man, wel­che Wohlt­hat es bei alle dem ist, in Euro­pa gebo­ren zu seyn. Es ist doch wirk­lich unbe­greif­lich daß die bele­ben­de Kraft im Men­schen nur in einem so klei­nen Theil der Welt wirk­sam ist, und jene unge­heu­ren Völ­ker­mas­sen für die mensch­li­che Per­fec­ti­bi­li­tät ganz und gar nicht zäh­len. Beson­ders merk­wür­dig ist es mir, daß es jenen Natio­nen und über­haupt allen Nicht-Euro­pä­ern auf der Erde nicht sowohl an mora­li­schen als an ästhe­ti­schen Anla­gen gänz­lich fehlt.

    – Schil­ler wuss­te Becheid ;-)

  • Haus der Geschich­te, revi­si­ted | His­to­risch den­ken | Geschich­te machen – Haus der Geschich­te, revi­si­ted (via Published articles)
  • Obers­ter NRW-Ver­fas­sungs­rich­ter wirft Karls­ru­he Nazi-Ver­harm­lo­sung vor – Ver­fas­sungs­blog – Obers­ter NRW- Ver­fas­sungs­rich­ter wirft Karls­ru­he Nazi- Ver­harm­lo­sung vor (via Published articles)
  • Der Musi­ker, Kom­po­nist und Mul­ti­me­dia-Künst­ler Alfred Harth über sei­ne Begeg­nun­gen mit Jür­gen Ploog und die Zusam­men­ar­beit mit dem Schrift­stel­ler und Publi­zis­ten | Lesen was klü­ger macht -

    Im Zuge einer dis­kor­dia­ni­schen Indi­vi­dua­ti­on tref­fe ich auf Jür­gen Ploogs alter­na­ti­ve Lite­ra­tur­zeit­schrift „Gaso­lin 23“, die er in den Jah­ren 1973 – 1986 zusam­men mit Carl Weiss­ner & Jörg Fau­ser edi­tier­te. Schliess­lich ist es wohl Wolf­gang Rüger, Her­aus­ge­ber von Bit­ter Lemon/­Pa­ria-Ver­lag, der mir emp­fiehlt, Jür­gen Ploog ein­fach mal im Frank­fur­ter West­end anzurufen.
    […] So etwa um 1987/​8 her­um bin ich auf Suche nach neu­en künst­le­ri­schen Anre­gun­gen und im Zuge des­sen kommt es zu bald fol­gen­den Ver­su­chen, mit Ploogs Tex­ten Hör­stü­cke den Hör­spiel­ab­tei­lun­gen von Rund­funk­sen­dern anzubieten.
    Wir tau­chen zusam­men ein in Sphä­ren sei­ner exo­ti­schen Tex­träu­me und ein ers­tes, gemein­sa­mes „vol de nuit“ („Nacht­flug“) ent­steht 1989 für den Bay­ri­schen Rund­funk, eine Lesung, ein­ge­bet­tet in kom­pro­miss­lo­se Musik, kein Spiel. Bald fol­gen noch wei­te­re kur­ze Hör­stü­cke in Koope­ra­ti­on, wie z.B. „Lori­ta“ und „Raum hin­ter den Worten“.

Binnenmajuskel-Exzess

Nach die­sem Wer­be­falt­blatt ist mir ja jeg­li­che Lust auf den Besuch die­ser Holz­ver­bren­nungs­an­la­ge ver­lo­ren gegan­gen: 16 (unnö­ti­ge) Bin­nen­ma­jus­keln auf zwei Seiten—in sol­cher Häu­fung sieht man das glück­li­cher­wei­se sehr selten …

Binnenmajuskeln

Bin­nen­ma­jus­keln

Binnenmajuseln

Bin­ne­ma­jus­keln

Taglied 29.1.2013

cra­zy. und cool:

CLUSTER feat. ijea­ri­el – „Bar­bie Girl“

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

gibt es auch „klas­sisch“:

Clus­ter feat. Ratz­in­ger – „Domi­nus Vobis­cum“ – Clus­ter Com­ple­tes the You­Tube Hits

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Ein rasender Ski: Kurzbesuch beim Monoski-Treffen

Die­ses Jahr war es ein kur­zer Besuch für mich beim Mono­ski-Tref­fen, denn ich konn­te mich nur schwer aus Mainz los­ei­sen. Des­we­gen war ich eigent­lich nur am Frei­tag dabei – weil sich ein Tag aber über­haupt nicht lohnt, bliebt ich noch bis Sonn­tag in Ger­los, wo das 11. Mono­ski-Tref­fen die­ses Jahr stattfand. 

Skipass

Ski­pass (Vor­der­sei­te)

Am Don­ners­tag star­te­te ich nicht gleich am frü­hen Mor­gen, son­dern erst nach 10 Uhr. Von Mainz aus ging es mit dem EC nach Mün­chen, wo ich zunächst mal mehr als eine Stun­de war­ten muss­te. Das konn­te ich nut­zen, in Ruhe einen Kaf­fee zu trin­ken und mei­ne Vor­rä­te zu ergän­zen: In Mainz hat­te ich näm­lich ver­ges­sen, Obst mit­zu­neh­men. Spä­ter, am nächs­ten Tag, merk­te ich dann erst, dass ein paar Müs­li­rie­gel für die Ver­pfle­gung auf der Pis­te auch nicht schlecht gewe­sen wären … Von Mün­chen ging es dann wie­der mit einem EC bis nach Jen­bach, wo ich in die Zil­ler­tal­bahn umstieg. Auch ohne Platz­re­ser­vie­rung hat das wun­der­bar geklappt, für mich und mei­ne Aus­rüs­tung war in allen Zügen noch genü­gend Platz. In Jen­bach hieß es erst ein­mal wie­der war­ten: Der Bus nach Ger­los hin­auf fährt recht sel­ten, und ohne auf den Zug­fahr­plan abge­stimmt zu sein. Gegen halb acht war ich dann aber in Ger­los ange­kom­men und schritt die letz­ten Meter von der Bus­hal­te­stel­le den stei­len Hang hin­auf zum Haus Wald­ruh, wo ich ein Zim­mer mit Früh­stück gebucht hat­te. Nach­dem ich mich in dem schö­nen und ver­hält­nis­mä­ßig groß­zü­gig geschnit­te­nem Zim­mer etwas ein­ge­rich­tet hat­te, spa­zier­te ich an das ande­re Ende des Dor­fes, hin­ter die Tal­sta­ti­on der Seil­bahn, wo der Rest der Mono­ski­fah­rer im Grum­bach-Hof unter­ge­kom­men war (der mit aber etwas teu­er war und offen­bar auch nicht wirk­lich über­zeu­gen konn­te). Das war ein schö­nes Wie­der­se­hen mit den Jungs und Mädels von mono​-ski​.org bezie­hungs­wei­se ein ers­tes Ken­nen­ler­nen – die meis­ten kann­te ich schon aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren, aber es tau­chen immer wie­der neue Gesich­ter auf.

Der Frei­tag bescher­te mir mor­gens gleich mal zwei Tal­ab­fahr­ten an der Iss­ko­gel­bahn, bis die ande­ren ein­tru­del­ten – das kann­te ich ja schon von ver­gan­ge­nen Tref­fen, das nicht unbe­dingt alle um vier­tel vor neun am Lift ste­hen, auch wenn sie es sich vor­neh­men. Das Wet­ter war und blieb eher mäßig: Dich­te, wech­sel­haf­te Bewöl­kung, die teil­wei­se auf Höhe der Pis­ten hing – wenigs­tens schnei­te es nicht (mehr) wie am Abend zuvor, das setz­te erst am Nach­mit­tag wie­der ein. Mit­tags unter­nahm ich dann mei­ne ers­ten Schwün­ge mit mei­nem selbst­ge­bau­ten Mini-Mono und dann einen Test des Bohê­me.

Nutzloser Mono

Nutz­lo­ser Mono: Der Bohê­me nach dem Unglück

Der ging aber kräf­tig in die Hose: Mit dem schö­nen und ele­gant-geschmei­di­gen Test­ski unter den Füßen mach­ten wir uns auf in Rich­tung des Zel­ler Ski­ge­bie­tes. Dazu muss man ein gan­zes Stück ohne schö­ne Pis­te hin­ter sich brin­gen. Und durch das Teu­fel­tal, wo es rich­tig kalt war und der Wind böse zog, so dass wir alle mäch­tig durch­ge­fro­ren waren. Als wir an der Kreuz­wie­sen­alm zum Ein­keh­ren halt mach­ten pas­sier­te es: Beim Aus­stei­gen aus der Skib­in­dung fiel die lin­ke hin­te­re Bin­dung ein­fach vom Ski. Das war nicht das ers­te Mal, dass der Bohê­me in die­ser Hin­sicht Schwie­rig­kei­ten mach­te: Genau die­ser Fer­sen­au­to­mat war eini­ge Tage vor­her einem ande­ren Tes­ter schon aus dem Ski geris­sen und in der Werk­statt mit zusätz­li­chen Inserts wie­der befes­tigt wor­den. Das Pro­blem ist wohl, dass der Bohê­me voll­stän­dig aus Holz besteht. Das bedingt offen­bar sei­ne über­ra­gen­den Fahr­ei­gen­schaf­ten. Aber ganz offen­sicht­lich ist das Holz im Bereich der Bin­dung nicht hart genug, um den Belas­tun­gen stand zu hal­ten, oder die Bin­dung war so schlecht mon­tiert, dass das Holz Pro­ble­me bekam. Dabei war ich jetzt noch nicht ein­mal über­trie­ben hef­tig unter­wegs. Jeden­falls stand ich da nun, mit einem nicht mehr funk­ti­ons­tüch­ti­gen Ski, an der Pis­te. Immer­hin war es nicht mehr weit zur Tal­sta­ti­on kdes Kreuz­wie­sen-X-Pres­ses (die Ski­lif­te haben da fast alle so bescheu­er­te Namen mit „X‑Press“, auch wenn sie nur vor sich hin bum­meln …). Der Lift­wär­ter schick­te mich erst ein­mal hin­auf. Der Auf­se­her am Aus­stieg war dann immer­hin so nett, mir eine Fahr­ge­le­gen­heit zur nächs­ten Gon­del­bahn, die mich ins Tal brin­gen konn­te, zu orga­ni­sie­ren. Das dau­er­te zwar ein biss­chen, bis das Schnee­mo­bil kam, war aber alle­mal ange­neh­mer, als mit Ski in der Hand die Pis­te hin­un­ter zu stapfen. 
Ausgerissener Fersenautomat

Aus­ge­ris­se­ner Fer­sen­au­to­mat am Bohê­me (Detail)

Ohne rech­te Über­zeu­gung oder Erwar­tung ging ich mit dem Ski noch in die Werk­statt, die ihn eini­ge Tage zuvor schon repa­riert hat­te. Der Chef wuss­te nicht, ob er lachen oder flu­chen soll­te, als er micht mit dem Ski ankom­men sah – ent­schied sich dann aber vor allem fürs Flu­chen und wei­ger­te sich, wie ich es schon fast erwar­tet hat­te, den Ski noch ein­mal anzu­fas­sen und emp­fahl mir die Ent­sor­gung über den Häcks­ler. Das war nun natür­lich kei­ne wirk­li­che Opti­on. Unter­des­sen hat­te ich aller­dings, wie ich kurz dar­auf fest­stel­len muss­te, den Bus nach Ger­los hin­auf ver­passt. Und auf den nächs­ten muss­te ich dann erst ein­mal eine Wei­le war­ten. Zum Glück gab es an der Tal­sta­ti­on der Rosen­alm­bahn, wo der Bus abfuhr, wenigs­tens WLAN, so dass ich mir mit den Han­dy die Zeit etwas ver­kür­zen konn­te. Bis der Bus mich dann aber in Ger­los abge­setzt hat­te, war der Ski­tag aller­dings schon gelau­fen – blöd und ver­dammt ärger­lich, dass ich dadurch so wenig Gele­gen­heit hat­te, mit den ande­ren auf oder neben der Pis­te zu sein. Denn am Abend waren die schon eini­ge abge­reist und der Rest ver­ließ Ger­los dann am Sams­tag früh.
Süßer Mono

Süßer Mono (ohne Bin­dung, weil von Jörg …)

Das war aber ihr Pech. Denn der Sams­tag war ein genia­ler Ski­tag: Guter Schnee und herr­li­ches Wet­ter – strah­len­der Son­nen­schein ohne eine ein­zi­ge Wol­ke bei Tem­pe­ra­tu­ren um den Gefrier­punkt. Da gab es für mich kein Hal­ten mehr: Um 8:45 war ich mit dem ers­ten Ski­bus an der Tal­sta­ti­on der Iss­ko­gel­bahn. Und dann ging es los, auf grif­fi­gen Pis­ten und mit viel Platz – noch war es ganz und gar leer und wur­de am Sams­tag auch nicht so beson­ders voll. Pau­se habe ich an die­sem Tag nur im Lift gemacht. Das hat zwar am Ende ganz schön geschmerzt, aber die­se idea­len Bedin­gun­gen konn­te ich nicht so ein­fach ver­säu­men. In den letz­ten Stun­den des Nach­mi­taggs muss­te dann auch noch der Mini-Mono dran glau­ben: Auch auf dem Bon­sai-Mono kam ich gut vor­an – obwohl das Fah­ren auf Dau­er doch etwas anstren­gen­der ist als auf einem „nor­ma­len“ Mono. Über 13.000 Höhen­me­ter und 100 Kilo­me­ter gefah­re­ne Pis­ten weist Ski­li­ne für die­sen Tag aus (damit bin ich bei Ski­li­ne auf Platz 15 für die an einem Tag in Ger­los gefah­re­nen Höhenmeter):


Und so sieht das auf der Kar­te aus:

Pistenplan Samstag

Die benutz­ten Lif­te am Samstag

Und nach so einem Tag, nach sie­ben Stun­den Ski­fah­ren auf schnel­len und sehr schnel­len schwar­zen und roten Pis­ten ging es dann noch lau­fen – aber da war natür­lich nicht mehr viel zu holen.

Genau damit fing dann auch der Sonn­tag an: Ein kur­zer Mor­gen­lauf um kurz nach sechs Uhr, als der gan­ze Ort noch still und ver­schla­fen träum­te. Nach dem Packen und Früh­stü­cken war ich wie­der um vier­tel vor neun an der Seil­bahn. Heu­te war nicht viel Zeit, mein Ski­tag reich­te nur bis ca. 14:30 Uhr. Da ich am Sams­tag vor­wie­gend auf der Ger­los­plat­te und an der Königs­lei­ten­spit­ze unter­wegs war, woll­te ich heu­te die ande­re Ecke rund um die Kar­spit­ze (das ist der zu Zell gehö­ri­ge Teil der Zil­ler­tal-Are­na) erkun­den. Aber die lee­ren und ordent­lich prä­pa­rier­ten Pis­ten lock­ten mich doch noch ein­mal an die Königs­lei­ten­spit­ze. Zum einen war da wie­der die schwar­ze Pis­te am Falsch­bach, zum ande­ren hat­te ich am Sams­tag die Lar­mach­bahn aus­ge­las­sen und woll­te das noch nach­ho­len. Genau die war aber eine Ent­täu­schung, da die dazu­ge­hö­ri­ge Pis­te ver­dammt schlecht prä­pa­riert war: Vol­ler Löcher, rie­si­ger Schne­bro­cken, hohe Absät­ze zwi­schen den Pis­ten­wal­zen­spu­ren – da ist so ziem­lich alles schief gegan­gen was schief gehen kann bei der Pis­ten­prä­pa­ra­ti­on. Dabei ist das eigent­lich eine schö­ne Pis­te, auf der man sehr gut Gas geben könn­te. Ich habe es ver­sucht, aber es wur­de mir dann zu ris­kant. Und all­mäh­lich füll­ten sich die Pis­ten hier auch erheb­lich. Also mach­te ich mich auf den lan­gen Weg mit den ewi­gen Ses­sel­lif­ten, um an die Kar­spit­ze zu kom­men. Da habe ich noch ein paar schö­ne Power­pis­ten gefun­den – aber auch schon viel ganz schön zer­fah­re­nes und weni­ger span­nen­des. Vor allem die „Sport­ab­fahrt“ an die Mit­tel­sta­ti­on fand ich wenig über­zeu­gend. Das lag aber auch dar­an, dass ihre Auf­la­ge fast aus­schließ­lich aus Kunst­schnee zu bestehen schien. Und das war deut­lich unan­ge­neh­mer zu fah­ren als auf den ande­ren Pis­ten. Das blieb also bei einem Ver­such. Auch der Rück­weg über das Teu­fel­tal nahm wie­der eini­ge Zeit in Anspruch. Und da ich mit der Gon­del­bahn hin­un­ter muss­te, um bei­de Ski­er wie­der auf den Heim­weg zu brin­gen, war der Tag auch schon gelau­fen. Denn der Ski­bus muss­te mich wie­der ans ande­re Orts­en­de brin­gen, ich muss­te mich noch umzie­hen und mei­nen Ruck­sack mit den Ski­schu­hen neu packen sowie die Skie trans­port­fer­tig machen. 

Dem­entspre­chend war der Sonn­tag auf der Pis­te etwas kürzer:

Skipass

Ski­pass (Rück­sei­te)

Dann war es auch schon wie­der so weit: Adieu Ger­los. Nett war es hier, auch wenn mich das Ski­ge­biet nur halb über­zeug­te und vor allem wenig begeis­tern­de Pis­ten für mich bereit hielt. Der Lini­en­bus nach Zell war dann schon in Ger­los über­voll – ich stand dann mit mei­nem gesam­ten Gepäck die gut vier­zig Minu­ten dau­ern­de Fahrt über die Alpen­stra­ße hin­ab nach Zell. Da wird man ordent­lich durch­ge­schau­kelt, von einer Sei­te auf die ande­ren, von vorn nach hin­ten und zurück geschleu­dert … Ab Zell ging es dann wie­der mit der klapp­ri­gen Zil­ler­tal­bahn nach Jen­bach, wo ich lan­ge Auf­ent­halt hat­te, bevor mich der EC nach Mün­chen fuhr. Obwohl der Zug gut gefüllt war, habe ich auch Sonn­tag Abend pro­blem­los einen Platz gefun­den, auch ohne Reser­vie­rung. Auch der ICE von Mün­chen nach Frank­furt war zwar gut besetzt, hat­te aber noch viel Platz für mich, mei­nen gro­ßen Ruck­sack und mei­ne ander­t­alb Ski­er. Der ICE, der mich von Frank­furt nach Mainz brach­te, war­te­te net­ter­wei­se, obwohl wir aus irgend einem Grund deut­lich ver­spä­tet am Main anka­men. Und er war leer – in mei­nem Wagen waren ins­ge­samt drei Rei­sen­de … Mainz dann Fuß­weg – und um kurz nach ein Uhr glück­lich zu Hau­se, wo ich bald ins Bett fiel: Um sechs Uhr klin­gel­te der Wecker schon wie­der und der schnel­le Aus­flug mit einem und einem hal­be Ski war end­gül­tig zu Ende …

Mini-Mono: Erster Fahrbericht mit dem Bonsai

Am Frei­tag fuhr ich zum ers­ten Mal mit zwei eige­nen Skis auf den Berg: Dem TT Ham­mer von Snow­shark und dem Mini-Mono „Bon­sai“ aus der eige­nen Werk­statt. Der kur­ze Ski hat­te erst ein­mal Pau­se, aber am spä­ten Vor­mit­tag schnall­te ich ihn mir dann zum ers­ten Mal über­haupt an die Füße. Und die ande­ren Mono­is­tas schau­ten sehr genau – und mit lau­fen­der Kame­ra, denn kaum einer glaub­te, dass ich die­ses selt­sa­me Ding unbe­scha­det die Pis­te hin­un­ter oder aus dem Ses­sel­lift hin­aus brin­gen wür­de. Und sie hat­ten alle unrecht …

Der Ein­stieg ist ein biss­chen fum­me­lig, weil die Non-release-Bin­dung in die­ser Hin­sicht nicht ganz so kom­for­ta­bel ist wie eine „nor­ma­le“ Skib­in­dung und einer mei­ner Fer­sen­bü­gel immer wie­der nach unten klapp­te. Mit etwas Nach­hil­fe durch den Ski­stock ging das aber doch. Die V‑Stellung der Bin­dun­gen merkt man aber nicht, wenn man auf dem Ski steht: Obwohl der Win­kel schon deut­lich sicht­bar ist, stört das beim Drauf­ste­hen über­haupt nicht bezie­hungs­wei­se fällt gar nicht erst auf.

IMG_20130129_140145Und dann die ers­ten Schwün­ge: Ganz schön wack­lig, das Ding. Da ich ja fast am Heck des Skis ste­he (der Abstand von der Bin­dung bis zur hin­te­ren Ski­kan­te beträgt nur 2,5 Zen­ti­me­ter) bin ich erst­mal ganz bewusst mit star­ker Vor­la­ge gestar­tet. Dafür dreht der kur­ze Mini-Mono erwar­tungs­ge­mäß unge­mein leicht und schnell. Aber so posi­tiv die Kür­ze beim Schwung­ein­lei­ten ist: Sta­bi­li­tät hat der Ski eben nicht viel. Die Schau­fel fängt ganz schön schnell an zu flat­tern. Das Pro­blem ist näm­lich auch: Wenn man zu viel Druck auf der Schau­fel hat, also zu weit vor­ne steht, glei­tet er nicht (mehr) gut und geht auch deut­lich schlech­ter in die Kur­ve. Gerät man aller­dings zu weit nach hin­ten, ver­liert der Ski sozu­sa­gen die Haf­tung: Dann wird die Ange­le­gen­heit aus­ge­spro­chen ner­vös, weil man immer auf die hin­te­re Kan­te zu kip­pen droht. Es gilt also, die Mit­te zu wah­ren. Das ist auch die eigent­li­che Her­aus­for­de­rung am Mini-Mono. Gemerkt habe ich das dann vor allem am nächs­ten Tag, als ich nach­mit­tags unge­fähr zwei Stun­den damit unter­wegs war. Man kann so ziem­lich alles damit fah­ren. Ech­ten Tief­schnee hat­te ich lei­der nicht zur Ver­fü­gung, das wird auch weni­ger Spaß machen, ver­mu­te ich, weil da ein­fach die Gleit­flä­che zu klein ist. Off-Pis­te geht aber ganz gut, weil er eben so wen­dig und leicht ist. Pis­ten sind sowie­so kein Pro­blem, auch Steil­hän­ge nicht. Dort zeigt sich ein net­ter oder inter­es­san­ter Neben­en­f­fekt: Schwingt man stei­le­re Pas­sa­gen in Kurz­schwün­gen hin­un­ter, kann sich der Mini-Mono mit den hin­te­ren Ecken ganz schön tief und hef­tig in die Pis­te frä­sen. Das gibt selbst in zer­fah­re­nen Pis­ten am Nach­mit­tag noch eine deut­lich erkenn­ba­re Spur. Für den direk­ten Nach­fah­rer hin­ter mir ist das sicher­lich weni­ger schön …

So nett das gan­ze ist: Die Balan­cie­re­rei kos­tet, so scheint es mir, doch etwas Kraft – etwas mehr, als bei einem „nor­ma­len“ Ski, den man auch mal ent­spann­ter lau­fen las­sen kann. Das ist mit dem Mini-Mono weni­ger gut mög­lich, da muss man öfter sei­ne eige­ne Posi­ti­on über dem Ski kor­ri­gie­ren – oder eben zumin­dest immer dazu bereit sein. Und gro­ße Eis­flä­chen mag er auch weni­ger – das über­rascht kaum. Denn mit den kur­zen Kan­ten bekommt man da eben kei­nen Grip mehr. Har­ter, kom­pri­mier­ter Schnee wie die Unter­la­ge der prä­pa­rier­ten Pis­ten ist dage­gen kein Pro­blem. Im Gegen­teil: Durch die Mög­lich­keit, den Ski sozu­sa­gen auf die hin­te­re Ecke zu set­zen, kann man sich da rich­tig hineinbeißen. 

Lus­tig ist übri­gens auch das Sprin­gen mit dem Mini-Mono. Mir ist das ein­mal eher unfrei­wil­lig pas­siert – und die Lan­dung war span­nend. Auf­ge­kom­men bin ich näm­lich nur mit der äußers­ten hin­te­ren Kan­te. Ein net­tes knir­schen­des Geräusch gibt das, wenn man kurz­zei­tig allein auf der Kan­te über die Pis­te rutscht. Zum Glück war der Über­gang zum „gan­zen“ Ski dann nicht so plötz­lich, dass es mich nach vor­ne kata­pul­tiert hätte. 

Also: So ein Mini-Mono ist eine net­te Ergän­zung für den Mono­park. Als ein­zi­gen Ski stel­le ich mir ihn aber etwas anstren­gend vor. Zumal man auch nicht wirk­lich hohes Tem­po mit fah­ren wird. Ich bin zwar flott unter­wegs gewe­sen, aber einem Ski wie dem TT Ham­mer traue ich dann doch deut­lich mehr zu (oder mir auf ihm …). Wer die­sen Mono fah­ren kann, behaup­te ich, kommt mit so ziem­lich jedem ande­ren Mono auch zurecht. Bei Ski­fah­rern, die ger­ne etwas Rück­la­ge haben, könn­te das aber pro­ble­ma­tisch wer­den. Aller­dings hat der Mini-Mono einen aus­ge­spro­chen ange­neh­men Neben­ef­fekt: Das ist ein unge­heu­er kom­mu­ni­ka­ti­ver Ski. Wird man schon mit dem „nor­ma­len“ Mono oft auf den unge­wöhn­li­chen Unter­satz ange­spro­chen, poten­ziert sich das mit dem Mini-Mono noch ein­mal deutlich …

Mono­Mi­ni in Ger­los 2013 /​mer­der­ein für die Mono​-Ski​.org

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