Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Autor: Matthias Seite 100 von 208

Leser mit allerlei Ansprüchen und ausdauernder Läufer. Je nach Tagesform auch mal ausdauernder Leser und Läufer mit allerlei Ansprüchen.

Netzfunde vom 6.1. bis zum 11.1.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 6.1. zum 15.1.:

  • Mal Rosa, mal Hell­blau, meis­tens Mauve | Das Nuf Advan­ced -

    Seit Wochen mischen sich unter­schied­li­che Gedan­ken zum The­ma Spra­che, Femi­nis­mus und Pol­ti­cal Cor­rect­ness und ich hät­te ger­ne einen Arti­kel ver­fasst, der alles ord­net, viel­leicht mit einer Pri­se Humor abrun­det – lei­der bin ich an die­sem Wunsch geschei­tert und schrei­be des­we­gen alles ver­hält­nis­mä­ßig unge­ord­net zusammen.

    Trotz­dem sehr lesenswert

  • Die Hoff­nun­gen ruhen auf den Bio-Imkern » Deli­nat-Blog – Die Hoff­nun­gen ruhen auf den Bio-Imkern (via Published articles)
  • De:Bug Maga­zin » Rück­blick 2012: Das Jahr des Rai­nald Goetz – Rück­blick 2012: Das Jahr des Rai­nald Goetz

    Neu­lich im Hass Semi­nar. 2012 zeig­te die Goetz’sche Hau-drauf-Poe­to­lo­gie mehr denn je, dass text­li­cher Gro­bia­nis­mus erkennt­nis­för­dernd wirkt.

  • Friedrich’s Law: Ein Vor­schlag | the boy in the bubble -

    Ich schla­ge des­halb ana­log zu Godwin’s Law hier­mit Friedrich’s Law vor:
    Wer als Ver­tre­ter des Staa­tes in einer Ver­hand­lung vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt argu­men­tiert, die Bür­ger soll­ten dar­auf ver­trau­en, der Staat wer­de das ange­grif­fe­ne Gesetz nicht in ver­fas­sungs­wid­ri­ger Wei­se nut­zen, der hat die Ver­hand­lung mit sofor­ti­ger Wir­kung verloren.

  • Der Umblät­te­rer: »Welt­mül­ler« für alle -

    Nun hat sich end­lich ein Anlass gefun­den! Am 5. Janu­ar 2013 fei­ern ein paar Leu­te 60 Jah­re »War­ten auf Godot« on stage. Und da fei­ern wir mit und schi­cken den berühm­tes­ten Godot-Dar­stel­ler aller Zei­ten mit einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz ins Netz

  • Rund­funk­bei­trag bald fast so schlimm wie Hit­ler « Ste­fan Nig­ge­mei­er -

    Es gibt allem Anschein nach nichts, was dem »Han­dels­blatt« zu falsch oder zu dumm ist, um es im Kampf gegen ARD und ZDF zu ver­wen­den. Den vor­läu­fi­gen (und schwer zu unter­tref­fen­den) Tief­punkt mar­kiert ein Gast­bei­trag der frü­he­ren CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vera Lengs­feld, den die Zei­tung ges­tern auf ihrer Inter­net­sei­te veröffentlichte.

  • Shun the Plug­in: 100 Word­Press Code Snip­pets from Across the Net

Liegerad-Gesundsheits-Strümpfe

Das ist ja eine gemei­ne Anzei­ge, die das (geni­al und abso­lut lesen­wer­te Fahr­stil-Maga­zin da in sein Heft N° 8, in dem es um das The­ma „Hal­tung“ geht, geschmug­gelt hat:

Die Gesundklickies & der Liegeradstrumpf

Die Gesund­kli­ckies & der Liegeradstrump

Schon die San­da­le ist ja gran­di­os, zumal die Jungs sogar die Domain regis­triert haben …
Aber die „nur zum Tra­gen mit San­da­len geeig­ne­ten“ Strümp­fe sind wirk­lich klas­se – v.a. die „Für Lie­ge­rad strö­mungs­op­ti­mier­te Web­rich­tung der Pha­sen­ver­schubs­fa­sern“. Da muss man erst ein­mal drauf kom­men, auf so einen Mist.

(Und noch ein­mal: Die „Fahr­stil“ ist eine groß­ar­ti­ge Zeit­schrift! Unbe­ding­te Lese- und Blät­ter- und Anschauempfehlung!)

Nachtlied 13.1.2013

Robert Schu­manns „Mond­nacht“ war hier zwar schon ein­mal, ist aber ein­fach immer wie­der schön. Auch in die­ser alten Auf­nah­me (1928) von Leo Sle­zak (mit Hein­rich Schacker am Klavier):

Leo Sle­zak sings Schumann’s „Mond­nacht“

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Oder gleich noch ein­mal, in die­ser äthe­ri­schen Auf­nah­men von Peter Schrei­er & Nor­man Shetler:
Peter Schrei­er – Schu­mann: Mondnacht

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Qualitätsjournalismus (mal wieder)

Ich glaub­te ja mei­nen Augen nicht, als ich die­se Titel­zei­le in mei­nem RSS-Rea­der sah:

Frank­reich greift in Mali Kon­flikt ein 

Aber die »Süd­deut­sche Zei­tung« meint das hier ernst—was sie meint, kann ich aller­dings nicht sagen: Der Satz ist nicht ent­schlüs­sel­bar. Und das nur, weil die zustän­di­gen Text­knech­te nicht ein­mal mehr die ein­fachs­ten Kom­po­si­ti­ons­re­geln der deut­schen Spra­che (und deren Ortho­gra­phie) beherr­schen. Auch ein klei­ner Bin­de­strich (oder bes­ser noch, die Zusam­men­schrei­bung) kann eben viel ausrichten.

"Mali Konflikt"

»Mali Konflikt«—Screenshot der SZ-Web­sei­te (12.1.2013)

(Und noch so neben­bei: Die ein­zi­ge eige­ne Leis­tung der »Süd­deut­schen Zei­tung« ist übri­gens der Feh­ler. Der kom­plet­te Inhalt die­ser Mel­dung ist Agenturmaterial.)

Update: Wie die @SZ mit­teilt, ist das nicht ihr Feh­ler. Son­dern der der Agen­tur Reu­ters. Und der ist auch schon korrigiert:

Schwebender Kreisverkehr

Die Nie­der­län­der haben mal wie­der eine pfif­fi­ge Lösung für den Fahr­rad­ver­kehr auf gro­ßen Kreu­zun­gen gefun­den, die ich bei „it star­ted with a fight gese­hen habe: Einen schwe­ben­den Kreis­ver­kehr. Die Fahr­bah­nen für die Blech­büch­sen wer­den an die­ser Kreu­zung in Eind­ho­ven ein­fach etwas tie­fer­ge­legt und obendrü­ber kommt ein gro­ßer Kreis­ver­kehr, der den Zwei­rä­dern vor­be­hal­ten ist. Eine cle­ve­re und sehr fahr­rad­freund­li­che Lösung – da muss man nicht mehr ewig an ver­schie­de­nen Ampeln war­ten oder irgend­wel­che kreuz-und-quer-Weg­füh­run­gen befol­gen. Das ist natür­lich ver­gleichs­wei­se auf­wän­dig (und teu­er …), aber man sieht dar­an sehr schön, dass man durch­aus ver­kehrs­bau­tech­ni­sche Lösun­gen für die Koexis­tenz von moto­ri­sier­tem Ver­kehr und Rad­fah­re­rin­nen fin­den – wenn man nur will und nicht (mehr) ein­fach immer vom Auto als dem „Nor­mal­fall“ aus­geht und den Rad­le­rin­nen ein paar Kru­men hin­wirft, damit sie nicht zu laut meckern. Mehr davon auch in Deutschland!

Schwebender Rad-Kreisel (im Bau)

Schwe­ben­der Rad-Krei­sel (im Bau)

Taglied 9.1.2013


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Taglied 8.1.2013

„Whe­re are we now?“ fragt David Bowie – eine gute, wun­der­ba­re Art, das neue Jahr zu beginnen …

David Bowie – Whe­re Are We Now? (Offi­ci­al Video) [HD]

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Netzfunde vom 31.12. bis zum 4.1.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 31.12. zum 4.1.:

Taglied 3.1.2013

Etwas ganz fei­nes habe ich heu­te bei God­Rec ent­deckt: Holz­mu­sik. Das, was Win­fried Rit­sch aus dem Holz her­aus­holt, klingt so:

Win­fried Rit­sch’ „Woods­crat­cher“ @ Inter­pe­ne­tra­ti­on ’11

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Weltuntergänge

Les fins du monde

Weltuntergänge

Welt­un­ter­gän­ge, Außenseite

Es gibt gar nicht so vie­le Arten und Grün­de, den Welt­un­ter­gang vor­her­zu­sa­gen. Das merkt man, wenn man blät­tert und liest, was Kers­tin Schi­man­dl in „Les fins du mon­de“ ge- und ver­sam­melt hat. Aber es gibt dum­mer­wei­se immer min­des­tens einen Grund, war­um sie alle scheitern …
Das erste Weltende

Das ers­te Weltende

In die­sem lie­be­voll gestal­ten­ten Buch (beson­ders gut gefällt mir der offe­ne Rücken, wo man die Faden­hef­tung schön sehen kann …) tau­chen sie alle auf, die skur­ri­len Wie­der­ho­lungs­tä­ter, die Ein­zel­gän­ger und die gro­ßen Gefolg­schaf­ten, die (pseudo-)wissenschaftlich oder reli­gi­ös argu­men­tie­ren­den Apo­ka­lyp­ti­ker, die Visio­nä­re, die den Zeit­punkt des Welt­endes errech­net oder in Visio­nen erfah­ren haben, auch die Medi­en und die Nach­rich­ten­emp­fän­ger von Außer­ir­di­schen – so ziem­lich alles fin­det sich in die­sem Pan­ora­ma der Apo­ka­lyp­sen. Aus­ge­zeich­net wer­den sogar die Pro­phe­ten, die am beharr­lichs­ten sind und den Welt­un­ter­gang am öftes­ten vor­her­sa­gen – bis zu 16mal reicht das (so vie­le schafft Mari­lyn J. Agee, Charles Tay­lor – „Auf die zehn­te Ankün­di­gung von Charles Tay­lor gehen wir nicht mehr näher ein.“ – und die Zeu­gen Jeho­vas sind aber auch gut dabei), Wie­der­ho­lungs­tä­ter gibt es aber wirk­lich sehr vie­le. Und am Ende ist eines sicher: Über 90% der pro­gnos­ti­zier­ten Welt­un­ter­gän­ge haben wir schon über­lebt. Viel­leicht gelingt es uns ja auch mit den rest­li­chen … Schwer wird es aller­dings um das Jahr 5.000.000.000, wenn die Son­ne sich so weit aus­dehnt, dass sie die Erde über­nimmt ;-) Immer wie­der spürt man in den kur­zen Erklä­run­gen zu den Unter­gangs­da­ten aber auch die Tra­gik, die mut­maß­li­che Ent­täu­schung, die die Anhän­ger sol­cher „Pro­phe­ten“ bei/​nach dem Aus­blei­ben des erwar­te­ten Endes der Welt befal­len haben muss. Aber schön ist es dann doch, die wie­der­keh­ren­den Pro­phe­zei­un­gen zu sehen. Und die Visio­nä­re, die gleich meh­re­re Alter­na­tiv­da­ten vor­her­sa­gen – man weiß ja schließ­lich nie.
Der endgültige Untergang

Der end­gül­ti­ge Untergang

Und das Schö­ne ist: Man kann das Buch auch nach dem 21.12.2012 lesen. Und wahr­schein­lich kann man auch noch nach den nächs­ten vor­her­ge­sag­ten Apo­ka­lyp­sen, im „frü­hen 21. Jahr­hun­dert“ oder 2017, dar­in mit Ver­gnü­gen blättern …

Rundbuch

Ein run­des Buch

Kers­tin Schi­man­dl: Les fins du mon­de. Welt­un­ter­gän­ge. Mainz: Her­mann Schmidt 2012. 720 Sei­ten (nicht num­me­riert). ISBN 978−3−87439−837−4.
Buchkunst am Weltende

Buch­kunst am Weltende

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