„Alle Personen sind erste Personen. Das erschwert das Leben in der Gesellschaft erheblich.“ (Anne Weber, Erste Person, 84)
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„Das Schreiben ist ein lautloses Sich-Wundern.“ (Anne Weber, Erste Person, 69)
„Viele glauben, die Sprache sei ein Verständigungsmittel, ein Instrument, mit dessen Hilfe wir sagen können, was wir glauben, zu sagen zu haben. Das ist falsch. Die Geige ist ein Instrument, der Stift zur Not auch. Die Musik und die Sprache sind Ozeane. Man kommuniziert nicht mithilfe eines Ozeans.“ (Anne Weber, Erste Person, 17)
„Sich selbst auf den Grund gehen und der Sprache auf den Grund gehen läuft auf dasselbe hinaus. Ab einer gewissen Tiefe sind Geist und Sprache derart eng miteinander verflochten, dass es unmöglich ist, die Fäden des Geistes zu entwirren, ohne die Irrgänge der Sprache zu erkunden. Früher oder später treibt die Sprache einen in die Enge und man steht an der Wand und sieht keinen anderen Ausgang als die Worte einem bieten, keinen anderen Boden als das Pflaster, das sie einem unter die Füße schieben.“ (Anne Weber, Erste Person, 17)
„Ich will keine Geschichte und keine Geschichten erzählen. Um zu sagen, was ich zu sagen habe, brauche ich keine Figurenzu erfinden. Erfindet man nicht ohnehin nur Figuren, die einem ähneln? Ich werde niemanden erfinden, denn ich berge die Welt.“ (Anne Weber, Este Person, 10)
„Die besten Verstecke in dieser Welt liefern uns die grammatishen Personen.“ (Anne Weber, Este Person, 7)
Die Dirigenten Furtwängler, Böhm und Karajan sitzen auf einer Wolke. Furtwängler: „Meine Herren, es steht wohl fest, dass ich der Größte von uns bin.“ Darauf antwortet Böhm: „Nun, mir hat Gott gesagt, ich sei der Größte.“ Karajan: „Bitte, was soll ich gesagt haben?“
„Nichts wirklich wissen: ein Merkmal des Historikers.“ (Paul Valéry, 1915/16)
„Nichts wirklich wissen: ein Merkmal des Historikers.“ (Paul Valéry, 1915/16)
„Theorie muss im Theater immer in Programmheften gfangengehalten werden, sonst würde sie den ganzen Laden auffliegen lassen.“ (René Pollesch, Requiem fürs Programmheft, 306)
