Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: netz Seite 15 von 16

schönheit

„Schön ist das Inter­net in sei­ner Lei­sig­keit, der Unend­lich­keit sei­ner Räu­me und der Heim­lich­keit jedes ein­zel­nen sei­ner Punk­te, von dem irgend­wel­che gehei­men Signa­le aus­ge­hen.” (so fängt rai­nald goetz sei­nen kla­ge-bei­trag am frei­tag – mit dem titel enko­mi­on – an.) schön fin­de ich die­se beobachtung.

Wo man Files shared, da lass Dich ruhig nieder,
böse Men­schen haben kei­ne Speichersticks.
(frei nach Seume)

(aus der arno-schmidt-mai­ling-list)

klas­se: so kann man mit der all­ge­gen­wär­ti­gen über­wa­chung auch umge­hen.

warum bloggen eigentlich so wenig wissenschaftler?

eine inter­es­san­te und span­nen­de fra­ge. sicher macht man es sich zu leicht, wenn man das mit dem ver­weis auf die eh’ schon knap­pen res­sour­chen erle­digt (wobei ich dem befund über­haupt nicht wider­spre­chen will). aber ich fra­ge mich doch immer mehr, war­um z.b. jour­na­lis­ten immer wie­der (und in letz­ter zeit in mei­ner wahr­neh­mung immer häu­fi­ger) so sinn- und merk­be­freit auf blogs im all­ge­mei­nen ein­schla­gen. eini­ge inter­es­san­te über­le­gun­gen von marc sche­los­ke zum mög­li­chen nut­zen des blog­gens für wis­sen­schaft­ler fin­den sich in der wis­sens­werk­statt. ich bin ja sehr gespannt, ob sich auf die­sem feld irgend wann etwas tut… irgend­wie scheint es doch sehr schwer zu sein für die im wis­sen­schafts- oder hoch­schul­sys­tem täti­gen men­schen, hier tätig zu wer­den, vor­tei­le zu sehen. es muss ja gar nicht immer die gern beschwo­re­ne popu­la­ri­sie­rung der wis­sen­schaf­ten sein, die man damit errei­chen will. was man aber sicher – zumin­dest ein wenig – schaf­fen könn­te, wäre eine grö­ße­re öffent­lich­keit für wis­sen­schaft. und damit könn­te – das wäre ein ide­al – auch grö­ße­res ver­ständ­nis für wis­sen­schaft und ihre (gesell­schaft­li­che) not­wen­dig­keit ein­her­ge­hen. naja … aber schon ein (!) gutes blog könn­te für man­ches (gera­de klei­nes) fach­ge­biet mit leich­tig­keit mehr bewir­ken als tage der offe­nen türen oder die oft gera­de­zu ver­zwei­felt anmu­ten­den bemü­hun­gen, uni­ver­si­tä­ten dem rest der gesell­schaft zu „öff­nen” (wo dann doch in den vor­trä­gen immer kaum mehr als das dut­zend seni­or-stu­den­ten herumsitzt …)

das sterbende medium

das pop­kul­tu­rel­le for­mat über­haupt spricht zum zei­tungs­jour­na­list: „your medi­um is dying!”

gefun­den durch netz­po­li­tik

ich bin also ein „feingeistiger bewahrer“

nun ja. das meint zumin­dest das shop­o­skop von shop​pen​.com (gefun­den über die rie­sen­ma­schi­ne, aus der werk­statt der „zen­tra­len intel­li­genz agen­tur”). und schreibt dazu:

Noch gibt es sie, die guten Din­ge. Aber nur, solan­ge sich jemand küm­mert. Und die­ser jemand: das sind Sie. Denn das Alt­her­ge­brach­te liegt Ihnen am Her­zen – genau­so wie die Umwelt. Lie­ber nach­hal­tig und bewusst leben, als jeder Mode hin­ter­her ren­nen, so lau­tet Ihre Devi­se. Doch ver­ges­sen Sie dabei eins nicht: Stil und Under­state­ment. Zwar win­keln Sie nicht Ihren klei­nen Fin­ger ab, wenn Sie eine Bana­ne essen – ein kul­ti­vier­ter Kopf­mensch sind Sie aber den­noch. Nicht außen vor blei­ben soll dabei, dass Sie sich durch­aus dafür inter­es­sie­ren, was ’so ein Gerät denn kann’. Auch wenn U/​min und GB nicht ihre gro­ße Lie­be sind – an dezen­tem Tech­nik­quar­tett­wis­sen haben Sie doch Ihre Freude.

ok ok, den kar­ton strümp­fe („fal­ke geschenk­set”) oder die ray-ban-son­nen­bril­le kau­fe ich mir trotz­dem nicht … aber trotz­dem eine ganz net­te idee. und bis weih­nach­ten ist es ja auch nicht mehr lan­ge hin.

gute nacht, deutschland

der bun­des­tag hat ent­schie­den, das grund­ge­setz sei über­flüs­sig und über­haupt nur dazu da, die bösen buben zu schüt­zen: die vor­rats­da­ten­spei­che­rung ist beschlos­sen. na denn, gute nacht. wer noch nicht ganz auf­ge­ben möch­te: mit­ma­chen bei der ver­fas­sungs­be­schwer­de, die jetzt wohl end­gül­tig aktu­ell wird (und bit­te nicht nur online regis­trie­ren, son­dern auch die unter­schrie­be­ne voll­macht abschi­cken!). mehr bei netz​po​li​tik​.org oder bei lumiè­res dans la nuit. (beim bun­des­tag gibt’s auch den text (als pdf-datei) des geset­zes­ent­wur­fes zu lesen.)

Dep­pen­dance.

geklaut von grau­brot.

noch mehr literatur online

und wie­der gibt es neue online-quel­len für alte bücher: die wbg macht ihren mit­glie­dern die digia­li­sa­te des olms-ver­la­ges zugäng­lich. sehr schön. net­te sei­te, viel inter­es­san­ter inhalt. und man kann es sogar als pdf-datei her­un­ter­la­den. etwa 400 reprints, v.a. aus den berei­chen der lite­ra­tur­wis­sen­schaft und der phi­lo­so­phie. und dazu noch mess­ka­ta­lo­ge. wie­der ein neu­es lese­zei­chen in mei­ner über­bor­den­den sammlung …

der himmel hat jetzt netzanschluss

so steht es über dem kürz­lich eröff­ne­ten blog von „gott”. der schreibt dort über das leben im him­mel und beant­wor­tet auch flei­ßig fra­gen von erd­lin­gen. neu­es­te per­le: das kurz­pro­to­koll der 571564338690745. göt­ter­kon­fe­renz, wo es unter ande­rem heißt: 

Mit Bedau­ern stellt die Ver­samm­lung fest, dass es wohl ein Feh­ler war, den Men­schen mit rudi­men­tä­rer Intel­li­genz aus­zu­stat­ten und dabei die Schwer­punk­te auf Wei­ter­ent­wick­lung und Per­sön­lich­keit statt auf Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein und Beschei­den­heit zu setzen.

man beach­te auch den unter „gött­li­che freun­de” abge­leg­ten ver­weis auf das flie­gen­de spa­ghet­ti­mons­ter. wer kei­nen humor hat, muss aller­dings drau­ßen bleiben …

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