- »Contentlegehenne«—der Kiezneurotiker über Leute, die fleißig bei Facebook posten
- »Denkmaldarwinismus«—Andreas Rossmann in der FAZ anlässlich der Kürzungen des Denkmalschutz-Etats in Nordrhein-Westfalen
- »noncharlant«—verschreibt sich Sophie von Maltzahn sehr charmant in ihrem FAZ-Blog »Deus ex Machina«
Meine Netzfunde für die Zeit vom 21.3. zum 24.3.:
- Nora Gomringer im E‑Mail-Interview mit Isabel Bogdan » CULTurMAG -
Meinem Vater ist das, was ich literarisch tue, eher suspekt, aber er akzeptiert es und manches gefällt ihm auch. Ich bin aber eben keine konkrete Dichterin, aber durchaus eine konkrete Sprecherin … das liegt ihm aber fern.
- Sprechen Sie die mal an | Begleitschreiben – Sprechen Sie die mal an (via Published articles)
- Jean Paul – Exzerpte und Register – Die digitale Edition der Exzerpthefte von Jean Paul bietet Zugang zu sämtlichen Exzerpten, die Jean Paul zwischen 1778 und 1825 aus den unterschiedlichsten Quellen zusammengetragen hat. Es handelt sich dabei um über 12.000 Manuskriptseiten des Autors mit mehr als 100.000 einzelnen Einträgen. Dieses bislang nur in Auszügen bekannte Material Jean Pauls liegt mit dieser Edition nun erstmals in vollständiger Fassung vor. Insbesondere ist dies durch eine umfangreiche Suchfunktion möglich, die das kaum zu überblickende, gesammelte Wissen Jean Pauls erfahrbar und nutzbar macht.
- 74. Bienensegen | Lyrikzeitung & Poetry News – 74. Bienensegen (via Published articles)
- Sprachbrocken 12/2013 – Sprachlog – Sprachbrocken 12/2013 (via Published articles)
- Die Kinderbuchdebatte frisst ihre Schaumküsse | Reptilienfonds – Die Kinderbuchdebatte frisst ihre Schaumküsse (via Published articles)
Der Streit um den Suhrkamp-Verlag, der ja überhaupt eigentlich ein Streit im Suhrkamp-Verlag ist, könnte – so schwant mir dieser Tage wieder – mal ein sehr interessantes Beispiel werden, um die Realität des Mediendiskurses im Deutschland am Anfang des 21. Jahrhunderts zu rekonstruieren. Da ist zum einen natürlich die Verschiebung der Relevanzen und Bedeutungen: Auch wenn der Suhrkamp-Verlag ohne Zweifel tolle Bücher macht: so debattenbestimmend wie in früheren Jahrzehnten der alten Bundesrepublik ist er schon lange nicht mehr. Dennoch überstürzen sich Zeitungen, Feuilletons und (Literatur-)Kritiker in der Berichterstattung über den Streit zwischen den beiden Besitzerparteien. Bezeichnend ja auch, dass dieser Streit überwiegend nicht im Wirtschaftsteil dokumentiert und/oder begleitet wird – da müsste doch (eigentlich) der Sachverstand der Redaktionen für solche Geschehnisse und Ereignisketten sitzen …
Und dann ist da natürlich noch die Art, wie berichtet wird. Selten fiel mir eine dermaßen fast unbegrenzte Parteilichkeit ein. Man könnte das sehr schön schon an der Rhetorik und Begrifflichkeit fast jeden einzelnen Textes über die verschiedenen Ebenen des Streites untersuchen. Dass ein Teil der Verlagsautoren mit rabiaten Begriffen um sich schmeißt – geschenkt, die dürfen ja sozusagen keine Ahnung haben (auch wenn ich es im Detail nicht ganz verstehe …). Aber dass das in der „Presse“ ganz ähnlich geschieht, das wundert mich doch immer wieder. Vielleicht liegt das daran, dass hier der mögliche Untergang eines Verlages zu beobachten und zu dokumentieren ist, der als Symbol für das steht, was die Feuilletons auch für sich in Anspruch nehmen (und was oft nur noch ein Traum ist): Der maßgebliche Ort intellektueller Debatten der Gesellschaft (die auch noch irgendwelche Ergebnisse erzielen) zu sein. Mit dem „Verlust“ des Suhrkamp-Verlages wird dann überdeutlich, dass sie sich selbst genauso verloren haben und es bisher nur noch nicht wahrhaben wollten …
(Keine Links, weil ich zu faul bin, alle die notwendigen Beispiele herauszusuchen. Anlass war aber dieser Artikel der „Zeit“, der Barlach einen „Triumph“ unterstellt und erst kurz vor Schluss erwähnt, dass Barlach eben offiziell im Recht ist – was übrigens niemand anzuzweifeln scheint. Wie auch, die Literaturkritiker kennen sich wohl nur selten gut genug mit dem Wirtschaftsrecht aus. Bezeichnend auch, dass dieser Text – wie so viele – den eigentlichen Streitanlass für diese Gerichtsentscheidung gar nicht mehr erwähnt: Dass nämlich Unseld-Berkéwicz vor dem Umzug nach Berlin einen entsprechenden Vertrag mit Barlach abgeschlossen hat …)
Seit letzter Woche gibt es in Mainz einige Stolpersteine mehr. Unter anderem liegen jetzt auch drei von diesen Miniatur-Mahnmalen in der Fußgängerzone, fast direkt vor meiner Haustür (In der Liste der Mainzer Stolpersteine fehlen die neu verlegten – 16 sind es insgesamt – noch). Und im Gegensatz zu vielen sonstigen unauffällig bis versteckten Installationen der Stolpersteine, die ja immer zwischen Kunstwerk und Gedenkort schwanken, sind diese drei wirklich auffällig und laden tatsächlich zum „mentalen Stolpern“ ein. Damit relativieren sie meine Bedenken, die ich bisher angesichts dieses Projekt hegte, doch etwas …
Meine Netzfunde vom 20.3.:
- Das dumme Gerede von Zensur | Aus Liebe zur Freiheit – Das dumme Gerede von Zensur (via Published articles)
- law blog» Archiv » Entschlüsselung ist keine Entschlüsselung – Entschlüsselung ist keine Entschlüsselung (via Published articles)
- Digitalisierte Zeitungen und OCR: Welche Forschungszugänge erlauben die digitalen Bestände? | Newspaper history – Digitalisierte Zeitungen und OCR: Welche Forschungszugänge erlauben die digitalen Bestände? (via Published articles)
- xkcd: Aspect Ratio – Aspect Ratio (via Published articles)
Sonne, Schnee und Abenteuer – das bringt die Woche Skiurlaub am Arlberg auf den Punkt …
Mit dem Saga-Team war das meine erste Reise, und auch mein erster Urlaub am Arlberg. Und für beides gilt: Es war wohl nicht das letzte Mal.
Die Anreise geschieht beim Saga-Team mit dem Bus – das heißt, für mich kommt noch eine kurze S‑Bahn-Fahrt hinzu, weil der nächste Zustieg in den aus dem Norden kommenden Reisebus am Frankfurter Flughafen ist. Die Fahrt war völlig problemlos, nur etwas lang ;-). Gegen 19 Uhr waren wir in Klösterle und bezogen unsere Unterkunft, den „Sportclub“ Krone. Das ist ein ehemaliges Hotel, das inzwischen eher Jugendherbergscharme aufweist. Dazu gehört auch, dass man beim Saga-Team als „Selbstversorgerfreizeit“ reist – das heißt, einmal in der Woche abends und morgens Küchendienst und am Schluss ein bisschen Putzen des Hauses, das kein Personal hat. Dafür ist das ganze aber ausgesprochen günstig. Und der Mitarbeitsaufwand hält sich auch wirklich in Grenzen.
Dafür ist das Skifahren am Arlberg himmlisch gewesen. Egal wo wir waren, am Sonnenkopf, in Stuben, in Lech oder Zürs: Der Schnee war grandios, das Wetter pure Sonne … Und – eine kleine Truppe aus 1–3 Skifahrern, einem Snowboard und meiner Wenigkeit mit dem Monoski – haben so ziemlich alles gemacht: Morgens ein paar Pisten brettern bzw. carven, dann in die Varianten und Skirouten, mit deftigen Buckelpisten und (beinahe) Tiefschnee – und allem dazwischen. Schon die Madloch-Route sorgte morgens für erste Schweißausbrüche: Nach den steilen Buckelpistenstücken war ich unten mehr als warm. Ähnlich ging es mir am Tannegg, wohl der schwierigsten Skiroute, die ich bisher gefahren bin, weil sie stellenweise einfach brutal schmal und bucklig war. Entspannter (aber nicht weniger steil), vor allem dank der Tiefschneevariante (auch wenn der schon verspurt war) war der Lange Zug oder die schöne Route Zuppert nach Zug hinunter – als wir die fuhren, war das schon recht sulzig: für meinen Mono ein Heimspiel, für die Skifahrer etwas anstrengender. Auch sonst hatten wir viel Spaß – etwas bei der langen Abfahrt in Stuben vom Albonagrat, wo wir weit außerhalb des markierten Gebiets unterwegs waren. Oder bei dem Ausflug vom Hexenboden in Richtung Valluga. Oder … oder .. oder …
Und das war alles so spannend und erfüllend und grandios, das ich natürlich wieder überhaupt nicht ans Fotografieren gedacht habe – außer bei einer Mittagspause auf einem Hügel neben der Piste im Zürser Täli (das war auch wieder so eine tolle Abfahrt …)
(via mursuppe)
- »Spezialisten des Darmsaitenkatarrhs« nennt Kai Luehrs-Kaiser in der »Welt« sehr gehässig die Verfechter des historisch informierten Musizierens
- »helmutkohlisierte« Politiker—was auch immer das ist, da lässt David Hugendick in seiner Glosse auf Zeit-Online zur Leipziger Buchmesse die Details offen
- »Dichterselbstverteidigung« steht in der selben Glosse von Hugendick, ist aber ein Zitat von Daniela Seel
Meine Netzfunde für die Zeit vom 5.3. zum 14.3.:
- Wie klassische Musik fasziniert, heute – Hans Ulrich Gumbrecht überlegt in seinem FAZ-Blog „Digital/Pausen“ aus Anlass eines (offenbar recht typischen) Konzertes mit Streichquartetten und ähnlichem, warum uns Musik der Klassik (& Romantik) anders/mehr fasziniert als die der Moderne (hier: Britten (!)) -
Noch intensiver als die Musik unserer Gegenwart vielleicht scheinen viele Stücke aus dem Repertoire, das wir “klassisch” nennen, diese Ahnung, diese unsere Existenz grundierende Erinnerung zu eröffnen, wieder Teil einer Welt der Dinge zu werden. Genau das könnte die Intuition, die vorbewusste Intuition der Hörer im ausgeschnittenen Marathon-Hemd sein—die sich zu weinen und zu lachen erlauben, wenn sie Mozart und Beethoven hören.
(via Published articles)
- Abmahnung für Klaus Graf in der Causa Schavan | Schmalenstroer.net – Abmahnung für Klaus Graf in der Causa Schavan (via Published articles)
- Johnsons JAHRESTAGE – Der Kommentar – Kommentar zu Uwe Johnsons Roman »Jahrestage«
- Kleines Adreßbuch für Jerichow und New York – Rolf Michaelis: Kleines Adreßbuch für Jerichow und New York.
Ein Register zu Uwe Johnsons Roman »Jahrestage. Aus dem Leben von Gesine Cresspahl« (1970−1983)
Überarbeitet und neu herausgegeben von Anke-Marie Lohmeier
Überarbeitete, digitale Neuausgabe 2012 - Abschluss der «Enzyklopädie der Neuzeit»: Die Vormoderne in sechzehn Bänden – Thomas Maissen lobt – mit einigen Einschränkungen – in der NZZ die plangerecht abgeschlossene EdN:
«Schlussbetrachtungen und Ergebnisse» runden das Werk ab. Das ist für eine Enzyklopädie ungewöhnlich, macht aber das programmatische Ziel deutlich. Die «Enzyklopädie der Neuzeit» sammelt nicht abschliessend Wissen, sondern will die Grundlage abgeben für neuartige Untersuchungen zu historischen Prozessen, welche vor den Grenzen der Disziplinen ebenso wenig haltmachen wie vor denjenigen der Nationen und Kulturen. Insofern dient das Werk primär Forschenden und Lehrenden, die ihren eigenen Zugang relativieren und erweitern wollen, durch kompakt und reflektiert präsentierte Information auf hohem Niveau.
- Sprachschmuggler in der Wikipedia? – Sprachlog – Sprachschmuggler in der Wikipedia? (via Published articles)
- DDR-Presse (ZEFYS) – Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts werden drei DDR-Tageszeitungen digitalisiert und im Volltext erschlossen: Neues Deutschland [ND] (23. April 1946 – 3. Oktober 1990, vollständig in Präsentation), Berliner Zeitung [BZ] (21. Mai 1945 – 3. Oktober 1990, 1945–1964 in Präsentation) & Neue Zeit [NZ] (22. Juli 1945 – 5. Juli 1994, Präsentation folgt)
Damit ist ein erster, bedeutender Teil der Tagespresse der SBZ (Sowjetische Besatzungszone, 1945–1949) und der DDR (Deutsche Demokratische Republik, 1949–1990) für die wissenschaftliche Forschung und Recherche frei zugänglich.
- Drucksachen und Plenarprotokolle des Bundestages – 1949 bis 2005 – In diesem elektronischen Archiv können sämtliche Drucksachen und Stenografischen Berichte des Deutschen Bundestages von der 1. bis zur 15. Wahlperiode recherchiert und im pdf-Format abgerufen werden.






