»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Erkenntniß durch Publizität

Der regel­mä­ßi­ge Fort­schritt des mensch­li­chen Geschlechts zur voll­kom­me­nern Aus­bil­dung geschieht, sag­ten wir oben, auf dem Wege der Erkennt­niß des Schlech­tern und des ihm ent­ge­gen gesetz­ten Bes­sern. Denn Erkennt­niß des Schlech­tern und Kennt­niß des Bes­sern erzeugt den Wunsch, der Wunsch das Bestre­ben, sich des erstern zu ent­le­di­gen, sich Besitz und Genuß des andern zu gewähren.
Zu die­ser dop­pel­ten Erkennt­niß aber gelan­gen die Men­schen nicht leich­ter, als durch die öffent­li­che Mitt­hei­lung ihrer Ideen ver­mit­telst der Dru­cker­pres­se, eine Mitt­hei­lung, nach wel­cher ein gerüg­ter Miß­brauch, eine vor­ge­schla­ge­ne heil­sa­me Maaß­re­gel, eine bekannt gewor­de­ne Ent­de­ckung doer Erfin­dung, in weni­gen Tagen meh­re­re Geis­ter eines gan­zen Volks erhit­zen, und in weni­gen Wochen einem gan­zen Welt­t­heil Inter­es­se ein­flö­ßen kann. 

—Dani­el Jenisch, Geist und Cha­rak­ter des acht­zehn­ten Jahr­hun­derts, Zehn­ter Abschnitt

Tönende Ästhetik des Widerstands

fast 1000 sei­ten text in gut 643 minu­ten: das ist die Ästhe­tik des Wider­stands von peter weiss als hör­spiel. karl bruck­mai­er hat sich der nicht gera­de leich­ten auf­ga­be gestellt, die­sen gro­ßen, wich­ti­gen, gewal­ti­gen text – den zu lesen sich immer (wie­der) lohnt! – für das radio zu bear­bei­ten. das ist schon vor eini­ger zeit gesche­hen, 2007 für den baye­ri­schen und den west­deut­schen rund­funk. jetzt kann – und muss – ich das aber zum hören emp­feh­len, denn der br hat die gesam­te Ästhe­tik des Wider­stands in zwölf tei­len dan­kens­wer­ter wei­se zum down­load in sei­nem hör­spiel­pool bereit­ge­stellt.

es ist ja nicht ganz ein­fach, aus einem roman (oder roman-essay) wie der Ästhe­tik des Wider­stands (zu der es übri­gens auch einen recht guten und umfang­rei­chen wiki­pe­dia-arti­kel gibt) mit sei­nen for­ma­len und inhalt­li­chen eigen­hei­ten ein über­zeu­gen­des hör­spiel zu machen, das auch ohne die schrift funk­tio­niert. bruck­mai­er ist das zu mei­ner über­ra­schung erstaun­lich gut gelun­gen. mir jeden­fall hat es die umset­zung ange­tan. sicher, da fehlt eini­ges – muss ja auch feh­len, es soll­te ja kein rei­nes hör­buch wer­den (wie lang das wohl dann dau­ern wür­de?). die orga­ni­sa­ti­on in zwölf the­ma­tisch fokus­sier­ten tei­len macht die text­mas­se aber auch hörend recht gut zugäng­lich. scha­de nur, dass gera­de die lis­ten, die lan­gen auf­zäh­lun­gen von namen, fast alle feh­len. und lei­der auch eini­ge der groß­ar­ti­gen bild­be­schrei­bun­gen peter weiss’. dafür hat die­se Ästhe­tik des Wider­stands in ihrer bewuss­ten kon­zen­tra­ti­on auf das wort aber ihren eige­nen wert. bruck­mai­er und sein kom­po­nist david grubbs las­sen den text sehr für sich spre­chen, nut­zen die musik (und geräu­sche) zum glück nicht zur unter­ma­lung, son­dern eher als gestal­tungs- und struk­tu­rie­rungs­ele­ment. und da bruck­mai­er auch auf gute lese­rin­nen und leser zurück­grei­fen konn­te (u.a. robert stadl­ober, micha­el tro­ger, katha­ri­na schu­bert und hanns zisch­ler), hat mich das ergeb­nis sehr überzeugt.

im sowie­so sehr emp­feh­lens­wer­ten hör­spiel­pool ist die gesam­te Ästhe­tik des Wider­stands (alle 643 minu­ten) in zwölf mp3-datei­en kos­ten­los her­un­ter­zu­la­den. und das kann ich nur unbe­dingt emp­feh­len (fast so sehr wie die lek­tü­re der Ästhe­tik des Wider­stands)!

karl bruckmaier und wolfgang hinze

karl bruck­mai­er und wolf­gang hinze

The day the music died

„a long, long time ago“: Heu­te vor 56 Jah­re ist „die Musik“ gestor­ben. Zum Geden­ken gibt es zwei Videos:

http://​you​tu​.be/​e​q​9​F​C​B​a​t​l3A

- und natür­lich, jedes Jahr wieder: 

https://web.archive.org/web/20190301005319/https://www.youtube.com/watch?v=WqukWXviyew

Ins Netz gegangen (2.2.)

Ins Netz gegan­gen am 2.2.:

  • Krach um Cas­torfs „Baal“: Opi­um ist Reli­gi­on fürs Volk – Tages­spie­gel – peter lau­den­bach macht sich über den ver­such, die cas­torf-insze­nie­rung des brecht’schen „baal“ zu ver­bie­ten, lustig:

    Viel­leicht soll­te sich die Rechts­ab­tei­lung bei Gele­gen­heit auf den Stand des eige­nen Ver­lags­pro­gramms brin­gen – von Fou­caults Kri­tik am Begriff des Autors über Kris­t­e­vas Wis­sen, dass in einem Text vie­le Stim­men spre­chen, bis zu Hei­ner Mül­lers Hin­weis: „Brecht gebrau­chen ohne ihn zu kri­ti­sie­ren, ist Ver­rat.“ Man kann Cas­torf vie­les vor­wer­fen – nicht aber , dass er Brech…

  • War­um klas­si­sche Musik schon immer poli­tisch war – Süddeutsche.de – rein­hard j. brem­beck beschreibt, war­um musik – und musi­ker – immer poli­tisch ist (mit eini­gen sei­ten­hie­ben auf aktu­ell musizierende …)

    Und nicht nur die Musi­ker sind, ja, müs­sen poli­tisch sein. Auch die Kom­po­si­tio­nen sind unauf­lös­lich ver­bun­den mit dem sie bedin­gen­den poli­ti­schen System.

  • Lite­ra­tur­kri­tik ver­sus Lite­ra­tur­jour­na­lis­mus – lothar struck ergänzt die bemer­kun­gen von jörg sun­dermei­er um eini­ge mei­nes erach­tens sehr rich­ti­ge, wich­ti­ge und zustim­mungs­fä­hi­ge beob­ach­tun­gen und einschätzungen:

    Ich plä­die­re für die ein­deu­ti­ge Unter­schei­dung zwi­schen »Lite­ra­tur­kri­tik« und »Lite­ra­tur­jour­na­lis­mus«. Dem­nach ist Lite­ra­tur­kri­tik der meist etwas umfang­rei­che Ver­such, nicht nur den Inhalt eines Buches wie­der­zu­ge­ben, son­dern dar­über hin­aus for­ma­le und ästhe­ti­sche Kom­po­nen­ten zu einer lite­ra­ri­schen Bewer­tung her­an­zu­zie­hen. […] Die Lite­ra­tur­kri­tik soll­te am Text »kle­ben«, ohne ihn gram­ma­ti­ka­lisch zu sezie­ren. Neben der Kri­tik am Plot, an einer Hand­lung, soll­te auch auf die Spra­che und die Form geach­tet wer­den. Außer­li­te­ra­ri­sche Bezü­ge soll­ten ver­nach­läs­sigt werden.
    Lite­ra­tur­jour­na­lis­mus hin­ge­gen redu­ziert die Kom­ple­xi­tät, bilan­ziert vor­ei­lig in Schub­la­den, druckt leicht zitier­ba­re Eti­ket­ten. Lite­ra­tur­kri­tik ihrer­seits öff­net den Text, fin­det Alle­go­rien, engt jedoch den poten­ti­el­len Leser nicht ein, son­dern erzeugt Neu­gier. Lite­ra­tur­jour­na­lis­mus ist pater­na­lis­tisch und pos­tu­liert Urtei­le, Lite­ra­tur­kri­tik begrün­det sie. Lite­ra­tur­jour­na­lis­mus ist getrie­ben und unter­liegt den kom­mer­zi­el­len Geset­zen von Ver­lags­pro­gram­men und deren Zyklen. Lite­ra­tur­kri­tik hat Zeit und ver­langt Zeit. Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten haben Freun­de, Lite­ra­tur­kri­ti­ker Kollegen. 

  • Fire­fox und Chro­me ver­ra­ten IP-Adres­sen trotz VPN | hei­se Net­ze – stän­dig muss man irgend­wo nachbessern …

    Vie­le Nut­zer ver­schlei­ern ihre eigent­li­che IP-Adres­se und damit ihren Stand­ort, indem Sie über einen VPN-Ser­ver ins Inter­net gehen. Die Web­RTC-Imple­men­tie­run­gen von Mozil­la Fire­fox und Goog­le Chro­me plau­dern aber die Adres­se aus.

    – immer­hin lässt sich das auch verhindern.

  • Spa­nish Civil War pho­tos by Agus­ti Cen­tel­les and Robert Capa.
  • Ener­gie­wen­de: „Auto­fah­ren ist viel zu bil­lig“ | ZEIT ONLINE – andre­as knie:

    Wir haben in Deutsch­land so vie­le Autos, dass alle Ein­woh­ner auf den vor­de­ren Sit­zen Platz neh­men könn­ten, auch die Babys und Rent­ner. Und Fort­schrit­te, bei­spiels­wei­se durch spar­sa­me­re Moto­ren, wer­den durch die Leis­tungs­stei­ge­rung der Fahr­zeu­ge ein­fach zunich­te­ge­macht. Eine muti­ge Bun­des­re­gie­rung müss­te das ändern.

  • Tal der Ahnungs­lo­sen | misik​.at – »Die blan­ken Sta­tis­ti­ken des IWF zu refe­rie­ren ist heu­te schon linkspopulistisch.«
  • Inter­view ǀ „Immer noch so cool“—der Frei­tag – carl hege­mann über die volksbühne:

    Die­ses Thea­ter hat den Thea­ter­be­griff ver­än­dert. Auch durch die Dreis­tig­keit, mit der sich Schau­spie­ler als sie sel­ber auf die Büh­ne stell­ten und nicht nur als Figu­ren. Hen­ry Hüb­chen war da der Vor­rei­ter, der in den Räu­bern sag­te: „Mei­nen Sie, ich mach das hier ger­ne: jeden Abend Franz Moor – seit 200 Jah­ren?“ – und dann das Publi­kum als „Kadett­fah­rer“ beschimpf­te. Die­se Per­spek­ti­ve hat das Thea­ter stark ver­än­dert. Und die Theaterwissenschaft.</bloc…

  • Furi­os in den Unter­gang – Jörg Sun­dermei­er – jörg sun­dermei­er noch ein­mal poin­tiert zu sei­ner sicht des stan­des der lite­ra­tur­kri­tik in den medi­en heute:

    Das erklärt die Mise­re der Lite­ra­tur­kri­tik aber nicht hin­rei­chend. Die­ser feh­len vor allem die Kri­te­ri­en. Sti­lis­ti­sches Kön­nen eines Autors wird oft nur behaup­tet, nicht belegt, offen­kun­di­ge Stil­blü­ten wer­den nicht ange­pran­gert, die Figu­ren­kon­stel­la­tio­nen wer­den nicht unter­sucht, der Plot nicht ana­ly­siert – im Gegen­teil. Ein Buch wird von einer Rezen­sen­tin für eine Besonderheit …

  • Neue Stu­die über Fahr­rad­fah­ren unter Alko­hol­ein­fluss – der rechts­me­di­zi­nier tho­mas dal­drup hat den ein­fluss von alko­hol­kon­sum auf’s fah­r­ad­fah­ren unter­sucht – mit über­ra­schen­den ergenissen:

    Nach unse­ren Ergeb­nis­sen müss­te die Recht­spre­chung eigent­lich in dem Sin­ne revi­diert wer­den, dass es für Fahr­rad­fah­rer kei­ne Ober­gren­ze mehr gibt. Auch mit 1,6 Pro­mil­le oder mehr – man­che Teil­neh­mer hat­ten sogar zwei Pro­mil­le – kön­nen eini­ge ohne gro­ße Aus­fall­erschei­nun­gen Rad fah­ren. Ein pau­schal mög­li­ches Straf­ver­fah­ren bei 1,6 Pro­mil­le erscheint nach…

  • Jan Böh­mer­mann: Der Allein­un­ter­hal­ter | ZEIT­ma­ga­zin – mat­thi­as kal­le erklärt im „zeit­ma­ga­zin“ jan böh­mer­mann und des­sen neue sen­dung „neo maga­zin roya­le“, die im „rich­ti­gen“ zdf zu sehen sein wird
  • Unge & die You­Tuber Sze­ne: Jan Böh­mer­mann im Inter­view bei Visa Vie (zqn­ce) – You­Tube – „Goo­glet mal „dif­fe­ren­ziert““: Jan Böh­mer­mann zur You­Tuber-Sze­ne, media­len Ver­ant­wor­tung & Auf­ga­ben der Kulturkritik

Twitterlieblinge Januar 2015

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Lesen

Lesen macht schon den größ­ten Spaß, aber über Lite­ra­tur zu reden ist fast genau­so gut.

—Rai­nald Goetz, los­la­bern, 114

Ins Netz gegangen (26.1.)

Ins Netz gegan­gen am 26.1.:

  • Pegi­da: Wie spricht das „Volk“? | ZEIT ONLINE – the­re­sia enzens­ber­ger wirft einen blick auf spra­che und argu­men­ta­ti­ons­mus­ter der pegida-anhänger:

    Dis­kurs­ana­ly­se? Damit Pegi­da zu begeg­nen, wäre ver­geb­li­che Mühe. Man kann einen Pud­ding nicht an die Wand nageln. Die Spra­che der Wer­bung nimmt kei­ne Rück­sicht auf die Her­kunft ihrer Phra­sen. Ob ein Slo­gan aus der rech­ten oder lin­ken Ecke kommt, ob man sich bei Orwell oder bei Goeb­bels bedient, spielt kei­ne Rol­le. Haupt­sa­che, man stif­tet so viel Ver­wir­rung wie mög­lich, stei­gert die poten…

  • Phi­lo­soph Gebau­er über Sport-Spek­ta­kel: „Weit weg von der Erde“ – taz​.de – gun­ter gebau­er im taz-inter­view mit eini­gen rich­ti­gen und guten antworten:

    Ich glau­be, die gro­ßen Ver­bän­de tun gut dar­an, sich Län­der zu suchen, die sport­li­che Groß­ver­an­stal­tun­gen so orga­ni­sie­ren wol­len, dass sie nicht mehr gigan­tisch sind, son­dern dass sie für die Bür­ger eine Berei­che­rung dar­stel­len und für die Ent­wick­lung eines Lan­des posi­tiv sind. Geer­det wird der Sport hin­ge­gen nicht mehr – der Sport ist seit eini­ger Zeit weit weg von der Erde. Bestimm­te Din­ge wird man nicht mehr zurück­bau­en kön­nen, zum Bei­spiel die unglaub­li­che Medi­en­prä­senz. Damit lebt der Sport auch sehr gut, das macht sei­ne gewal­ti­ge Sym­bo­lik aus, und das muss man gar nicht nur bekla­gen. Sport ist bes­ser als Krieg und als Span­nun­gen zwi­schen den Län­dern, es gibt eine Art Welt­ge­spräch des Sports. Der Sport sel­ber ist in den Bereich von Show und Gla­mour gerutscht, vie­le schei­nen sich dort wohl zu füh­len. Der sport­li­che Wert selbst wird dadurch zurück­ge­drängt, aber nicht entwertet.

  • Jörg Sun­dermei­er: „Die Lite­ra­tur­kri­tik droht uns allein zurück zu las­sen“ – Das Sonn­tags­ge­spräch – News – Buch​Markt​.de – jörg sun­dermei­er, chef des famo­sen ver­bre­cher-ver­lags, ist mit dem zustand der lite­ra­tur­kri­tik in deutsch­land über­haupt nicht zufrieden:

    Alle mei­nen den gan­zen Tag irgend­was, Mei­nun­gen sind ja gera­de hoch im Kurs, in den Redak­tio­nen ist immer wie­der von der Mei­nungs­stär­ke von Tex­ten die Rede. Aber Hal­tung zei­gen weni­ge, denn das hie­ße ja die Ansich­ten von ges­tern auch jetzt noch zu ver­tre­ten. Oder aber sich selbst zu kri­ti­sie­ren, also sich infra­ge zu stel­len, sich angreif­bar zu machen…

  • Fre­quent­ly wrong @HistoryInPics com­pa­ny gets $2 mil­li­on from inves­tors – RT @keithcalder: Here’s some more info on that shit­pi­le cal­led @HistoryInPics
  • Netz­neu­tra­li­tät: Freie Fahrt für ein Phan­tom | ZEIT ONLINE – Fried­helm Greis ver­sucht, die deutsch-euro­päi­sche Debat­te um Netz­neu­tra­li­tät und „spe­zi­al­diens­te“ nach­zu­zeich­nen. So lan­ge man dabei auf Pro­ble­me wie deep packet inspec­tion ver­zich­tet, scheint mir das müßig
  • Archi­va­lia: Das Main­zer Evan­ge­li­ar der Hof­bi­blio­thek Aschaf­fen­burg (Ms. 13)
  • Pegi­da und das Abend­land – Per­ver­si­on mit Sys­tem – hein­rich august wink­ler ord­net den abend­land-bezug der „pegida“-truppe his­to­risch ein – und spart mit nicht mit ver­wei­sen auf die ver­wand­schaft mit natio­nal­so­zio­alis­ti­schen ideen und über­zeu­gun­gen und sprachgebrauch
  • Frau Mei­ke sagt: Kraut­re­por­ter und die Suche nach der Rele­vanz – noch jemand, der von den kraut­re­por­tern bis­her eher mäßig begeis­ter ist: „Von The­men­viel­falt war weit und breit kei­ne Spur“
  • Ver­bie­tet Han­dys an den Schu­len!- taz​.de – die taz hält es für sinn­voll, ein total­ver­bot von han­dys an schu­len zu for­dern. ich fin­de ja, das reicht nicht. wenn die böse jugend in den pau­sen immer nur in bücher, zei­tun­gen und – hor­ri­bi­le dic­tu – comics (d.i. gra­phic novels) schaut, kom­mu­ni­ziert sie nicht mehr mit­ein­an­der. und der stress, wenn man nicht fer­tig wird und bis zur nächs­ten pau­se vol­ler span­nung war­ten muss, wie es wei­ter­geht im text! also weg mit dem gan­zen gedruck­ten unsinn!
  • James Rho­des on Twit­ter: „A black Bond? Total­ly unrealistic.
    God bless Pri­va­te Eye… http://t.co/PWl2EnsaoG“
    – RT @bomani_jones: well play­ed, i must say.

Kollektives Gedächtnis

Begriff Erin­ne­rungs­kul­tur
Moder­ne Struk­tur­merk­ma­le zeich­nen Demo­kra­ti­sie­rung fer­ner des All­tags und der Ver­gan­gen­heit. An Gedan­ken­fra­gen gehö­ren natür­lich selbst­ver­ständ­lich bild­künst­le­ri­sche Wer­ke der Erfahrung.
Es ist ein Brauch, die Ich-Erfah­rung nicht. Sozu­sa­gen hat es nicht damit zu tun und wir tra­gen zur Kol­lek­ti­ven Erin­ne­rung bei. Bedeu­tung kann zu Beginn was auf­taucht. Haupt­säch­lich im 19. Jahr­hun­dert. Natio­nal­denk­mal. […] Vie­le Ges­ten das (die) man nicht wirk­lich unter­sucht zwie Zei­ten spä­ter pas­siert. Nach­schau­en im gar nicht direkt 70 Jah­re spä­te 1871, da wer­den dop­pelt Zeit ent­fernt. Wie das Denk­mal ent­steht gedenkt heißt. Juden­platz fand ich wirkt, wie Leu­te das sehen.

—Niš­ta Nije Niš­ta, Kol­lek­ti­ves Gedächt­nis (auf: 4 Wol­ves Attack)

Nis­ta Nije Nis­ta: Kol­lek­ti­ves Gedächtnis

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Elementargeschwätz

Ele­men­tar­ge­schwätz, wind­klug wie
Sand

—Ste­fan Popp, Dickicht mit Reden und Augen, 7

Taglied 20.1.2015

Die Gol­de­nen Zitro­nen, Wenn ich ein Turn­schuh wär:
https://web.archive.org/web/20130101193651/http://www.youtube.com/watch?client=mv-google&hl=en&gl=US&rl=yes&v=zICbt6BZmz8&feature=related

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