wieder mal ein neues Video von Postyr:
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wieder mal ein neues Video von Postyr:
Freiheit ist ein religiöser Begriff.Erich Mühsam, Bismarxismus (1927)
Leitsatz
Fürcht nicht die Stunde, da du stirbst.
Die Welt, oh glaub’s nur, kann dich missen.
Kein Stern, um dessen Licht du wirbst,
wird mit dir in den Tod gerissen.Solang du lebst, wirst du gebraucht.
Soll dich das Leben nicht vergessen,
sorg, dass die Tat nicht untertaucht,
an der du deine Kraft gemessen.Leb’, dass du stündlich sterben kannst,
in Pflicht und Freude stark und ehrlich,
nicht dich, – das Werk, das du begannst,
mach für die Menschheit unentbehrlich!
Erich Mühsam, 1929
Ins Netz gegangen am 17.3.:
Sloterdijk geht seinen Weg der intellektuellen Selbstdemontage offenbar unbeirrbar und lustvoll weiter.
[…] Was müssen wir also besser machen? Erstens scheint es klar, dass Intellektuelle auch angesichts massiver Ungewissheiten über die Folgen politischen Handelns normative Orientierungshilfe geben müssen. Was wäre denn die Alternative? Dass Politikern derart wichtige Entscheidungen ganz allein überlassen werden? Das kann niemand ernsthaft wollen. Zweitens können wir auch unter Ungewissheit die Wahrscheinlichkeiten von Szenarien abwägen und die Konsequenzen verschiedener Verläufe durchspielen. Das ist in der Ethik und politischen Philosophie durchaus nichts Neues. Drittens sollte man von Intellektuellen und Philosophen zum jetzigen Zeitpunkt keine konkreten Handlungsanweisungen erwarten, sondern Orientierung in grundlegenden Wertefragen.
Wenn Sie einen Kandidaten mit Haltung haben, ergeben sich viele Entscheidungen im Wahlkampf von selbst.
[…] Entscheidend ist aber, dass man die Partei, die Spitzenkandidatin und auch wir Berater vom eigenen Weg überzeugt sind. Dann muss man einfach auch dran glauben, dass man mit diesem Weg eine Mehrheit der Menschen erreichen wird. Man darf diesen Weg nicht verlassen. Sonst ergeben sich ganz nebenbei neue Konflikte mit der Partei selbst oder den handelnden Personen. Kurs halten, das ist entscheidend. Man darf um Gottes willen nicht anfangen, in einem Wahlkampf Schlangenlinien zu fahren. Insofern bleibt auch gar nichts anderes übrig: Wenn man glaubt, dass es der richtige Weg ist, dann strahlt man die Überzeugung aus. Wenn man nicht gewonnen hat, kann man wenigstens in den Spiegel schauen. Viele verlieren auf den letzten Metern die Nerven und vergessen ihre eigenen Überzeugungen. In dem Fall ging es Julia Klöckner so und nicht uns. Obwohl – eigentlich weiß ich ich bis heute nicht, wovon sie eigentlich überzeugt ist.
Ausgehend von dieser Diagnose, muss ich mich als Pädagoge selbst in Frage stellen. Ich habe Verantwortung für die Bildung der mir anvertrauten SuS. Es ist aus meiner Sicht die Pflicht eines jeden Pädagogen sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für das Wohl der SuS zu engagieren. Vor diesem Hintergrund muss ich tatsächlich immer wieder mein Tun und meine Haltung hinterfragen.
Eine kritische Perspektive der Pädagogen auf sich selbst genügt aber nicht, um zu verstehen, was faul ist im Schulsystem. Denn der Blick auf die Verantwortung des Einzelnen verstellt die Perspektive auf die Zwänge des Schulsystems. Vieles was aus Sicht der Schüler schief läuft, ist eben nicht auf persönliches Versagen, sondern auf systematische Mängel zurückzuführen.
[…]Das System schränkt LuL in Ihrem Schaffen und SuS in ihrem Lernen ein. Mir ist deshalb vollkommen unklar, wieso ich mich wie im Kommentar gefordert mit dem System abfinden sollte. Im Gegenteil: Wer ein wirklich guter Lehrer werden will, muss das System verändern wollen, damit er ein guter Lehrer werden kann.
Die sehr schöne und alte Kirche St. Markus in Brensbach hat eine 1964 von Oberlinger gebaute einmanualige Orgel mit (fast nur angehängtem) Pedal und der von mir nicht sehr gemochten geteilten Lade (der zusätzliche Registrieraufwand wiegt die möglichen Vorteile in meiner Erfahrung eher nicht auf …). Wie so oft bei kleinen Orgel fehlt mir aber eine ordentliche, tragende 8′-Stimme, dafür sind die oberen Lagen gut vertreten.
- He’s from Germany. That’s in Europe. Next to England.
– I know Germany.
– Really? What’s it like?
– Small. And full of Germans.
– Oh.
Florian Cossen, Coconut Hero (2015)
»Wir wollen nicht das Unmögliche versuchen: die Gewalt mit Gewalt auszurotten. Wir wollen nicht töten. Aber von dieser Sekunde an soll alle Arbeit ruhen. Denn alle Arbeit würde noch im Dienste dieses Zeitalters des organisierten Mordes stehen. Das Zeitalter des Egoismus und des Geldes, der organisierten Gewalt und der Lüge hat in dieser weißen Sekunde, hat in uns eben sein Ende erreicht. Zwischen zwei Zeitalter schiebt sich eine Pause ein. Alles ruht. Die Zeit steht. Und wir wollen über die Erde, durch die Städte, durch die Straßen gehen und im Geiste des kommenden neuen Zeitalters, des Zeitalters der Liebe, das eben begonnen hat, jedem sagen: ‚Wir sind Brüder. Der Mensch ist gut.‘ Das sei unser einziges Handeln in der Pause zwischen den Zeitaltern. Wir wollen mit solch überzeugender Kraft des Glaubens sagen: ‚Der Mensch ist gut‘, daß auch der von uns Angesprochene das tief in ihm verschüttete Gefühl ‚der Mensch ist gut‘, unter hellen Schauern empfindet und uns bittet: ‚Mein Haus ist dein Haus, mein Brot ist dein Brot.‘ Eine Welle der Liebe wird die Herzen der Menschen öffnen im Angesichte der ungeheuerlichsten Menschheitsschändung.«Leonhard Frank, Der Mensch ist gut (1918), 64
In case you are wondering what „smart“ – as in „smart city“ or „smart home“ – means:
Surveillance
Marketed
As
Revolutionary
Technology— Evgeny Morozov (@evgenymorozov) February 1, 2016
Girl shows mom a laptop computer with USB ports. Greek, 110 BC. Marble. https://t.co/r5cv4oiZVY pic.twitter.com/MkUdaieYVA
— Cliff Pickover (@pickover) February 4, 2016
Bücher sind wie E‑Books mit Paginierung.
— FrauFrohmann (@FrauFrohmann) February 8, 2016
Lieblingszitat heute: »Ich habe noch nie einen Menschen mit einer Fahne in der Hand etwas Intelligentes sagen hören.« (Das Känguru)
— Susanne Fischer (@zettelstraum) February 8, 2016
„Können Sie mir das rüberfaxen?“,
„Nein: Das liegt aber daran, wo ich lebe.“
„Wo leben Sie denn?“
„Im 21. Jahrhundert.“— JoachimGraf (@JoachimGraf) February 9, 2016
Es gibt kein Licht am Ende dieses Tunnels. Es ist also gut, dass wir Feuer mitgebracht haben.
— Marina Weisband (@Afelia) February 9, 2016
http://twitter.com/Ungebuehrlich/status/696258864916918272
How to be a public intellectual, lesson 7: Provoke Chomsky.
— Slavoj Tweezek (@SlavojTweezek) February 10, 2016
http://twitter.com/br_stocker/status/697837144409247744
I like to think that Thomas Pynchon has an Instagram account where he’s been posting selfies for years, and we’d never know.
— erin mccann | (@mccanner) February 12, 2016
Windows, der bunteste Ubuntudownloader den ich kenne.
— Telegram-Certified-COVID-Engineer (@JustElex) February 14, 2016
Träume – Fußnoten des Tages.
— Kéri Will (@keriesk) February 16, 2016
http://twitter.com/bov/status/701450429704626177
Wer das Komma nicht ehrt, ist das Ausrufungszeichen nicht wert.
— Nᴇᴛᴢʟᴇʜʀᴇʀ (@blume_bob) February 24, 2016
Schlaf – das Schnupperabo des Todes.
— Marina Weisband (@Afelia) February 24, 2016
Ich bin Philosoph. Ihr könnt mich alles fragen.
Ich weiß halt nur keine Antworten.— Hans-Georg Gadamer (@Gadamer_Tweets) February 26, 2016
(kurzer Monat, kurze Liste …)
Ins Netz gegangen am 26.2.:
Ein Abonnentenpublikum in der Oper ist nach wie vor oft vor den Kopf gestoßen, wenn ein Mann in Altlage singt. Weil ich ja immer schon auch im Popbereich gesungen habe, weiß ich: Die Ablehnung des Klassik-Publikums der hohen Männerstimme gegenüber war immer eine deutlich größere. Es ist zwar schon ein paar Jahre her, aber auch zu mir kam nach dem Konzert einer aus der Sponsorenreihe und erkundigte sich, ob ich eigentlich Kinder haben könnte. Das war humorvoll überspielt, drückte aber schon diese enorme Unsicherheit gegenüber dem Unbekannten aus. Zeugungsfähigkeit, Männlichkeit, Homosexualität, da wird dann alles zusammengemengt.
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