»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Arbeitsplatz (11)

Ich hat­te mal wie­der Gele­gen­heit, an der schö­nen Sau­er-Orgel (Opus 793) von 1899 in Erbach aus­zu­hel­fen – die Orgel wird mir immer nahe blei­ben, habe ich hier doch mei­nen ers­ten Unter­richt genos­sen und mei­ne ers­ten Got­tes­diens­te gespielt …
Abge­se­hen davon ist es aber auch ein schö­nes pneu­ma­ti­sches Werk mit schö­nen, cha­rak­te­ris­ti­schen Stim­men, auch wenn es nicht arg groß ist.

spinnennetz vor natur

Ins Netz gegangen (19.7.)

Ins Netz gegan­gen am 19.7.:

  • Eine Welt jen­seits von Face­book: Auf der Suche nach Alter­na­ti­ven zum digi­ta­len Kapi­ta­lis­mus | Ber­li­ner Gazet­te → geert lovink über sozia­le netz­wer­ke, offe­ne net­ze und alternativen …
  • Das Luther­jahr soll­te ein gro­ßer Erfolg wer­den, doch die Besu­cher blei­ben aus | FAZ → der faz ist auf­ge­fal­len, dass zwi­schen pla­nung und wirk­lich­keit der besu­cher­strö­me ein unter­schied besteht – luther allei­ne scheint nicht über­all die mas­sen zu locken (da er aber ja über­all ist, sind es wohl doch recht viele …)
  • „Es ist eine ande­re Welt gewor­den“ | Zeit → inter­es­san­tes inter­view – gera­de in sei­ner rela­ti­ven unspek­ta­ku­lärt­heit – mit mar­kus hin­ter­häu­ser, dem inten­dan­ten der salz­bur­ger festspiele
  • Die fal­schen Ver­hei­ßun­gen der E‑Mobilität | Blät­ter für deut­sche und inter­na­tio­na­le Poli­tik → über die not­wen­dig­keit einer mobi­li­tärs-revo­lu­ti­on – die wen­de vom ver­bren­nungs- zum e‑motor reicht da näm­lich bei wei­tem nicht aus …

    Es bedarf nicht pri­mär einer tech­no­lo­gi­schen Erneue­rung des bestehen­den auto­do­mi­nier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehrs, son­dern einer umfas­sen­den Mobi­li­täts­wen­de. Deren Ziel muss sein, den öffent­li­chen und schie­nen­ge­bun­de­nen Ver­kehr zu stär­ken, die Fahr­rad­in­fra­struk­tur aus­zu­bau­en und das Ver­kehrs­auf­kom­men radi­kal zu ver­rin­gern – und zwar auf den Stra­ßen und in der Luft. Die fos­si­len Antriebs­ag­gre­ga­te müs­sen zum Aus­lauf­mo­dell wer­den und nur der unbe­dingt nöti­ge Bedarf an indi­vi­du­el­len Auto­mo­bi­len soll­te auf eine elek­tri­sche Basis gestellt wer­den. Nur auf die­se Wei­se könn­ten die gegen­wär­ti­gen Ansät­ze einer Ver­kehrs­wen­de zu einer umfas­sen­den Mobi­li­täts­wen­de wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. […] Letzt­lich brau­chen wir eher eine Revo­lu­ti­on als eine Wen­de: Wir müs­sen das Auto­mo­bil als zen­tra­les Sym­bol für Fort­schritt und sozia­len Sta­tus wie auch für indi­vi­du­el­le Frei­heit ent­thro­nen – auf der Stra­ße, aber auch in unse­ren Köpfen.

  • In guter Ord­nung, aber schlech­ter Ver­fas­sung | FAZ → micha­el kno­che weist in dar­auf hin, dass deutsch­land sein kul­tu­rel­les erbe der (gedruck­ten) bücher seit lan­gem arg ver­nach­läs­sigt … (auch in der faz darf man also für die digi­ta­li­sie­rung sein ;-) …)

    Wis­sen­schaft und Gesell­schaft brau­chen bei­des, das Ori­gi­nal und das Digi­ta­li­sat. Aber weder mit der Bewah­rung der Ori­gi­na­le noch mit der Digi­ta­li­sie­rung der his­to­ri­schen Buch­be­stän­de geht es in Deutsch­land recht vor­an. Dabei müss­te die Siche­rung der schrift­li­chen Über­lie­fe­rung auf der kul­tur­po­li­ti­schen Agen­da ganz oben ste­hen. Ziel müss­te sein, das Gros der alten Bestän­de in Biblio­the­ken und Archi­ven zugleich zu erhal­ten und digi­tal ver­füg­bar zu machen, natür­lich in klug abge­stimm­ter Weise.

    Bei­de Aspek­te lie­ßen sich fabel­haft mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren, wenn ent­spre­chen­de För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung stün­den: Was digi­ta­li­siert wird, soll­te zugleich kon­ser­va­to­risch gesi­chert wer­den. Was gesi­chert ist, wird auch digi­ta­li­siert. Das Prin­zip lau­tet: Kon­ver­si­on nicht ohne Konservierung. 

  • Mys­tery of Greek Amphitheater’s Ama­zing Sound Final­ly Sol­ved | Live Sci­ence → wie­der ein rät­sel gelöst: die phä­no­me­na­le akus­tik des thea­ters von epi­dau­ros liegt an den materialien … 
walter benjamin, einbahnstraße (cover)

Buch und Schrift

Die Zeit steht, wie in Kon­tra­post zur Renais­sance schlecht­hin, so ins­be­son­de­re im Gegen­satz zur Situa­ti­on, in der die Buch­dru­cker­kunst erfun­den wur­de. Mag es näm­lich ein Zufall sein oder nicht, ihr Erschei­nen in Deutsch­land fällt in die Zeit, da das Buch im emi­nen­ten Sin­ne des Wor­tes, das Buch der Bücher durch Luthers Bibel­über­set­zung Volks­gut wur­de. Nun deu­tet alles dar­auf hin, daß das Buch in die­ser über­kom­me­nen Gestalt sei­nem Ende entgegengeht.
[…] Die Schrift, die im gedruck­ten Buche ein Asyl gefun­den hat­te, wo sie ihr auto­no­mes Dasein führ­te, wird uner­bitt­lich von Rekla­men auf die Stra­ße hin­aus­ge­zerrt und den bru­ta­len Hete­ro­no­mien des wirt­schaft­li­chen Cha­os unter­stellt. Das ist der stren­ge Schul­gang ihrer neu­en Form. Wenn vor Jahr­hun­der­ten sie all­mäh­lich sich nie­der­zu­le­gen begann, von der auf­rech­ten Inschrift zur schräg auf Pul­ten ruhen­den Hand­schrift ward; um endlich
sich im Buch­druck zu bet­ten, beginnt sie nun eben­so lang­sam sich wie­der vom Boden zu heben. Bereits die Zei­tung wird mehr in der Senk­rech­ten als in der Hori­zon­ta­le gele­sen, Film und Rekla­me drän­gen die Schrift voll­ends in die dik­ta­to­ri­sche Ver­ti­ka­le. Und ehe der Zeit­ge­nos­se dazu kommt, ein Buch auf­zu­schla­gen, ist über sei­ne Augen ein so dich­tes Gestö­ber von wan­del­ba­ren, far­bi­gen, strei­ten­den Let­tern nie­der­ge­gan­gen, daß die Chan­cen sei­nes Ein­drin­gens in die archai­sche Stil­le des Buches gering gewor­den sind. Heu­schre­cken­schwär­me von Schrift, die heu­te schon die Son­ne des ver­mein­ten Geis­tes den Groß­städ­tern ver­fins­tern, wer­den dich­ter mit jedem fol­gen­den Jah­re werden.
Wal­ter Ben­ja­min, Ein­bahn­stra­ße [1928], Abschnitt „Ver­ei­dig­ter Bücherrevisor“

Parteien

Nie­mand mag poli­ti­sche Par­tei­en, und das ist nichts Neu­es. Ihr Auf­kom­men war ein theo­re­tisch nicht vor­ge­dach­ter Betriebs­un­fall prak­ti­zier­ter Demo­kra­tie. […] Ihre Funk­ti­on, zwi­schen einem ein­ge­ses­se­nen gesell­schaft­li­chen Estab­lish­ment und dem demo­kra­ti­schen Wahl­volk zu ver­mit­teln, bestä­tigt den Ver­dacht, dass Par­tei­en demo­kra­ti­sche Herr­schaft weni­ger ermög­li­chen als ver­hin­dern, indem sie eine wei­te­re Ebe­ne kor­po­ra­tis­ti­scher Olig­ar­chie in die Poli­tik ein­bau­en. Der Wider­spruch zwi­schen all­ge­mei­ner Abnei­gung und der schwer zu bestrei­ten­den prak­ti­schen Not­wen­dig­keit von Par­tei­en für Demo­kra­tien ließ sich solan­ge über­de­cken, wie Par­tei­en zumin­dest Teil­ha­be an Macht ver­spra­chen. Heu­te haben sie in west­li­chen Demo­kra­tien auch des­we­gen einen so schlech­ten Ruf, weil nie­mand mehr an die­ses Ver­spre­chen glaubt. Im Ver­fall poli­ti­scher Par­tei­en ver­bin­det sich die poli­ti­sche Selbst­ent­mäch­ti­gung der­je­ni­gen, die von ihrer Herr­schaft pro­fi­tie­ren könn­ten, mit einer Radi­ka­li­sie­rung mora­li­scher Anfor­de­run­gen an Politik.
Chris­toph Möl­lers, Wir, die Bürger(lichen), in: Mer­kur 818, 7

drahtnetz (detail)

Ins Netz gegangen (6.7.)

Ins Netz gegan­gen am 6.7.:

  • Hel­mut Kohl Visits Yad Vas­hem – June 6th 1995 | Yaa­cov Lozowick’s Rumi­na­ti­ons → Yaa­cov Lozowick, mit­ar­bei­ter bei yad vas­hem, berich­tet über das ego­zen­tri­sche des­in­ter­es­se hel­mut kohls bei des­sem besuch in yad vas­hem 1995 – und sei­ne gegen­tei­li­ge insze­nie­rung für die medi­en. sehr span­nen­der zeitzeugenbericht

    Fede­ral Chan­cell­or Hel­mut Kohl came to visit us at Yad Vas­hem this mor­ning. I accom­pa­nied him throug­hout his 70 minu­te visit. We began in the Val­ley of the Des­troy­ed Com­mu­ni­ties, a sort of ceme­tery of ceme­ter­ies. Once the Jews were gone, their ceme­ter­ies began to die, so they’­ve been sym­bo­li­cal­ly trans­plan­ted to Jeru­sa­lem whe­re the Jews still live. I had inten­ded to sug­gest some of the­se ide­as to him, but he wasn’t inte­res­ted. „Yes yes, I under­stand“, he said, and moved on. Not that he did­n’t obser­ve his sur­roun­dings. The gigan­tic stone blocks of the Val­ley remin­ded him of his bel­oved Rhi­ne­land, and he told me about the beau­tiful cathe­dral in Spey­er, and how the set­ting sun makes it glow. That’s how it went the enti­re time. He never saw Yad Vas­hem, and even less what it means. […] Then, as he stood befo­re the TV came­ras, his enti­re deme­an­or abrupt­ly chan­ged. He see­med somehow smal­ler, and he spo­ke about shame, memo­ry, and the future… but you saw him on the evening news, no doubt. A minu­te later it was over, and he car­ri­ed on his fri­end­ly chat­ter with me. 

  • Links bin ich schon lan­ge nicht mehr | NZZ → ein extrem irri­tie­ren­der, unver­nünf­ti­ger, nicht-/pseu­do-argu­men­tie­ren­der text von moni­ka maron, die ich als autorin bis­her sehr geschätzt habe. nach die­sem ela­bo­rat wird mir das schwer fallen …
  • Hor­mo­nel­le Irra­tio­na­li­tät. Zur Geschich­te der Gefüh­le in der Schwan­ger­schaft | Geschich­te der Gegen­wart → ein span­nen­der text über den zusam­men­hang von weib­li­cher kör­per­lich­keit und rollenbildern

    Auch das heu­ti­ge Wis­sen zu hor­mo­nel­len Stim­mungs­schwan­kun­gen in der Schwan­ger­schaft ist also Aus­druck bestimm­ter Weib­lich­keits­kon­zep­te. Dabei sind vor allem zwei Aspek­te zen­tral: Ers­tens füh­ren die aktu­el­len Vor­stel­lun­gen schwan­ge­rer Gefüh­le dazu, dass gesell­schaft­li­che Pro­ble­me […] in den Frau­en­kör­per ver­legt wer­den. Aus poli­ti­schen Wider­sprü­chen wird so hor­mo­nel­le Irra­tio­na­li­tät. Zwei­tens zeugt der aktu­el­le Dis­kurs zur hor­mo­nel­len Irra­tio­na­li­tät davon, dass mit der zuneh­men­den Eman­zi­pa­ti­on von Frau­en auch eine gewis­se Re-Tra­di­tio­na­li­sie­rung ein­her­geht. […] Denn auf die­sem Wege wird Frau­en das alte Rol­len­bild der hyper-ver­ant­wort­li­chen Mut­ter in Kör­per und Psy­che ein­ge­schrie­ben – und zwar bereits wäh­rend der Schwangerschaft.

  • Nicht­mehr­lin­ke | Neu­es Deutsch­land → leo fischer sehr schön und poin­tiert über die mode der nicht-mehr-linken

    Abge­se­hen davon, dass, wer in wel­chen Milieus auch immer nur des­halb unter­wegs ist, um Zuge­hö­rig­keits- und Stam­mes­er­fah­run­gen zu machen, viel­leicht ein viel grö­ße­res Pro­blem hat, als es von sol­chen Milieus behan­delt wer­den kann: Wel­ches Milieu soll das denn sein? Wo gibt es noch soli­da­ri­sche Struk­tu­ren in die­sem Land, die über das Orga­ni­sa­ti­ons­ni­veau von MLPD-Stamm­ti­schen und alter­na­ti­ven Wohn­pro­jek­ten hin­aus­reich­ten? Wen meint die­se Frau? »Rea­li­täts­fern« ist an die­sem Milieu nur, dass es schlicht­weg nicht existiert.

  • Wel­chen Fak­ten kön­nen wir trau­en? | Phi­lo­so­phie-Maga­zin → inter­es­san­tes inter­view mit lor­raine das­ton und georg mas­co­lo über wahr­heit, tat­sa­chen, medi­en und politik

    Die Flug­blät­ter der Refor­ma­ti­ons­zeit las­sen sich mit einer Web­sei­te wie Breit­bart News ver­glei­chen. Es hat über 200 Jah­re, also bis zur Mit­te des 18. Jahr­hun­derts gedau­ert, bis Ver­fah­ren eta­bliert waren, mit denen sich wah­re von fal­schen Infor­ma­tio­nen unter­schei­den lie­ßen. Ich hof­fe, wir sind in der Lage, heu­te schnel­ler an die­ses Ziel zu gelan­gen. […] Die Wahr­heit ist kein Fer­tig­haus, das man über Nacht errich­tet. Sie ist, wenn ich das etwas pathe­tisch for­mu­lie­ren darf, eine Kathedrale.

Taglied 1.7.2017

Cor­ne­li­us Car­dew, Thäl­mann Varia­ti­ons (gespielt von Fre­de­ric Rzew­ski, der ja auch ein Varia­ti­ons­künst­ler ist ..)

Cor­ne­li­us Car­dew: Thäl­mann Varia­ti­ons (1÷2)

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Cor­ne­li­us Car­dew: Thäl­mann Varia­ti­ons (2÷2)

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Twitterlieblinge Juni 2017

https://​twit​ter​.com/​g​u​e​n​t​e​r​h​a​c​k​/​s​t​a​t​u​s​/​8​7​3​6​3​7​1​3​3​9​9​8​8​5​4​144


https://​twit​ter​.com/​l​t​r​t​r​p​u​n​k​t​d​e​/​s​t​a​t​u​s​/​8​7​6​1​0​3​5​4​1​0​6​4​1​6​7​425
https://​twit​ter​.com/​g​u​e​n​t​e​r​h​a​c​k​/​s​t​a​t​u​s​/​8​7​7​5​8​4​9​2​7​1​8​8​9​6​3​328


https://​twit​ter​.com/​M​o​o​r​u​s​_​/​s​t​a​t​u​s​/​8​7​9​6​0​6​6​7​8​0​7​2​8​1​1​521

spinnennetz in der sonne

Ins Netz gegangen (29.6.)

Ins Netz gegan­gen am 29.6.:

  • Nach­ruf: Bot­schaf­te­rin der Com­mu­ni­ty | NZZ → die ziem­lich groß­ar­ti­ge pia­nist­ein ger­ri allen ist gestorben.
  • Mit dem Schreck­lichs­ten ist zu rech­nen | FR → arno wid­mann preist ror wolf

    Ror Wolf, das hat sich längst her­um­ge­spro­chen, ist einer der bedeu­tends­ten leben­den deut­schen Autoren. Er ist ein­zig­ar­tig. Kei­ner schreibt wie er, kei­ner erzählt wie er. […] Er ist der Neil Arm­strong unse­rer Textträume.

  • 85. Geburts­tag des Schrift­stel­lers Ror Wolf: Das sind die Wor­te, das ist die Lage | taz → tim cas­par boeh­me gra­tu­liert ror wolf zum 85. geburts­tag – und wirbt für sei­ne lyrik

    Für ihn lässt sich schlecht wer­ben. Die Begeis­te­rung, die Freu­de an Ror Wolfs Wor­ten kann man eigent­lich nur wei­ter­ge­ben wie einen Staf­fel­stab. Es muss schon jemand bereit­ste­hen, der ihn neh­men will.

  • Dra­ma, Baby! | SZ → moritz rin­ke über das (aktu­el­le) dra­ma (auf/​in dem theater …)

    Nein, es gibt beim Thea­ter­pu­bli­kum wie bei den Schau­spie­lern in Wahr­heit eine gro­ße Sehn­sucht nach Stü­cken, nach Geschich­ten, nach Leben und Reprä­sen­tanz und Dar­stel­lung. Nach Schau­spie­lern als Men­schen­dar­stel­ler. Ja, Men­schen­dar­stel­ler! […] Aber die Reprä­sen­tanz im Dra­ma und im Thea­ter ist eine ande­re als in der bil­den­den Kunst. Wir schau­en nicht auf einen leb­lo­sen Gegen­stand, der irgend­et­was abbil­det, son­dern auf Men­schen, die das Vor­no­tier­te ver­wan­deln. Wir sehen im Dra­ma zuerst die­je­ni­gen, die es rea­li­sie­ren und erst danach das, was es zei­gen und erzäh­len könnte.

Meldung

Nächs­tens mehr, wenn die Stun­den ruhi­ger wer­den. Goe­the an Schil­ler, Lauch­stedt, am 28. Juni 1802

Stoa

NFFNSNC1

Show 1 footnote

  1. Non fui, fui, non sum, non curo: Bin nicht gewe­sen, bin gewe­sen, bin nicht mehr, kei­ne Sor­ge.

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