»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

„da dieses unheil …

… hat gesche­hen kön­nen, so spre­chen man nur nicht davon, daß wir bes­ser und klü­ger gewor­den sind, als unse­re Vor­fah­ren. Man­che träu­men sogar, alle Völ­ker wür­den nach und nach ver­edelt, und das gan­ze Men­schen­we­sen menschlicher.“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 232

„ist schönheit da

… wenn sie nicht begeis­tert und entzückt?“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 199

„man muß lachen,

… wenn vie­le glau­ben, daß die Men­schen ver­nünf­ti­ger und bes­ser wer­den, und daß die Welt sich immer mehr in Zukunft aus­lich­ten soll.“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 175

die echte religion!

… sag­te Catha­ri­na; das ist eben der Streit! kei­ner glaubt, an der unech­ten sich ver­lo­ren zu haben.“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 117

„wenn die besseren …

… und Klü­ge­ren nicht mehr zusam­men hal­ten wol­len, so wer­den von dem erst neu auf­ge­führ­ten Gebäu­de die Stüt­zen hin­weg geschla­gen, und wor­an sol­len sich die Ver­nünf­ti­gen in Zukunft anders erken­nen, als an der Ver­nunft?“ —Lud­wig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 109

„aber man lernt …

… die Welt und sich nie­mals zu Ende ken­nen, denn der Mensch bleibt dumm und voll bösen Trach­tens, wenn er auch Methu­sa­lems Jah­re errei­chen sollte.“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 89

„O! es ist ent­setz­lich, was der Mensch erle­ben und ertra­gen kann, und kein Mann kann es füh­len und wis­sen, um wie viel furcht­ba­rer noch das Schick­sal des Wei­bes ist.“—Ludwig Tieck, Der Hexen-Sab­bat, 72

schönheit in groß: mendelssohn bartholdys elias

Die gro­ße Büh­ne der Phö­nix­hal­le ist voll gefüllt. Dicht an dicht ste­hen und sit­zen die Stu­den­ten in Chor und Orches­ter des Col­le­gi­um Musi­cums der Uni­ver­si­tät. Denn Felix Men­dels­sohn Bar­thol­dy ver­langt vol­len Ein­satz und gro­ße Mas­sen für sein Ora­to­ri­um „Eli­as“. Und obwohl die Zahl der Mit­wir­ken­den hier noch lan­ge nicht an die der Urauf­füh­rung her­an­reicht, kommt der „Eli­as“ in die­sem Semes­ter-Abschluss­kon­zert ziem­lich groß­ar­tig und mäch­tig daher. Das hin­dert den Diri­gen­ten Jos­hard Daus aber über­haupt nicht dar­an, auch den Details aus­rei­chend Auf­merk­sam­keit zu schenken.
Die­ser „Eli­as“ ist also schön, über wei­te Stre­cken sogar wun­der­schön. Aber er ist ein­fach nur schön. Das ist zwar eigent­lich groß­ar­tig. Und auch über­haupt kei­ne ein­fa­che Leis­tung. Dass aber den­noch etwas fehlt, merkt man an eini­gen Stel­len. Etwa an den Soli von Ulf Bäst­lein, der geschmei­dig und voll­tö­nend einen wun­der­bar emo­tio­na­len Eli­as gibt, der durch­aus auch mal am feh­len­den Glau­ben sei­nes Vol­kes ver­zwei­feln kann. Oder auch an der ele­gan­ten Leich­tig­keit der Engels­mu­sik von Fionnu­a­la McCar­thy. Das ist näm­lich genau die Tren­nungs­li­nie zwi­schen den Solis­ten (außer­dem noch die soli­de Altis­tin Clau­dia Rüg­ge­berg und der etwas ver­wa­schen klin­gen­de Tenor Julio Fernán­dez) und den Ensem­bles, vor allem dem Chor: Daus küm­mert sich nicht beson­ders um die reli­giö­sen Inhal­te. Ihm scheint es im Gegen­satz zu sei­nen Solis­ten vor allem um die rei­ne Musik zu gehen, ihre klang­li­che Gestalt führt er immer wie­der auf Hoch­glanz poliert vor.
Das kann Daus aus­ge­zeich­net. Und auch deli­ka­te Stim­mun­gen evo­zie­ren. Aber was ihm weni­ger gelingt, das ist die wei­ter umfas­sen­de Span­nung, die Dra­ma­tur­gie des gesam­ten Ora­to­ri­ums. Zwar bemüht er sich um zügig-flie­ßen­de Tem­pi und dich­te Anschlüs­se der ein­zel­nen Sät­ze und Num­mern, ver­passt dabei aber immer wie­der eigent­li­che Höhe­punk­te. Dort, wo die Musik klein und leicht, detail­reich und schwe­bend sein kann und soll, dort hat er sei­ne größ­ten Stär­ken. Er lässt sei­ne Musi­ker zwar immer wie­der Anlauf neh­men für den nächs­ten Span­nungs­gip­fel – aber die letz­ten Meter ver­wei­gert er ihnen dann gerne.
Kei­nen Abbruch tut das dem Enga­ge­ment und der Leis­tung der Stu­den­ten. Vor allem der Chor zeigt sich wie­der ein­mal als Wachs in den Hän­den Daus’. Weich und geschmei­dig, kom­pakt und erstaun­lich beweg­lich folgt er ihm sehr bereit­wil­lig für zwei Stun­den gro­ße und rei­ne Musik
(geschrie­ben für die main­zer rhein-zeitung)

guttenberg führt die deutsche presse vor

der neue wirt­schafts­mi­nis­ter (oder bes­ser gesagt: csu-pro­porz-minis­ter) führt die­ser tage wohl eher unge­wollt den stand der qua­li­tät der deut­schen medi­en, ins­be­son­de­re der qua­li­täts­pres­se und auch der bild, vor augen: angeb­lich ist die leis­tung der medi­en, das beto­nen sie ja immer ger­ne gegen die bösen inter­net­nut­zer, die ver­läss­lich­keit der infor­ma­tio­nen und ihre ein­ord­nung. und dann las­sen sie sich unge­prüft einen zusätz­li­chen vor­na­men auf­bin­den und fal­sche beschäf­ti­gun­gen (die in die­sem fal­le ja dem nach­weis der qua­li­fi­ka­ti­on die­nen sol­len) auf­schwat­zen. da brauch’ man ja nix mehr dazu sagen …

treue begleiter

treue beglei­ter sind mei­ne lauf­schu­he. über hun­der­te von kilo­me­tern und stun­den tra­gen sie mich durch stadt und land, über wie­sen und durch den wald, bei son­nen­schein und regen. das sieht man ihnen nach einer wei­le auch an. die fotos zei­gen zwei ver­schie­de­ne paa­re mei­nes lieb­lings­schu­hes, dem new balan­ce 766. die haben zum zeit­punkt der auf­nah­me bei­de schon über 1300 kilo­me­ter hin­ter sich. das hin­ter­lässt natür­lich spu­ren ;-). erstaun­lich ist höchs­tens, wie gering die abnut­zung ist. die außen­soh­le ist ja immer noch fast neu. das fut­ter dage­gen hat vor allem bei mei­ner rech­ten fer­se eini­ges aus­zu­hal­ten. und die dämp­fung ist natür­lich nach die­ser zeit erheb­lich zurückgegangen.
in der mit­te sind die noch rela­tiv neu­en salo­mon xa pro 3d ultra. da sieht man nur, was das lau­fen im oden­wald auch mal hei­ßen kann: ziem­lich tief im matsch zu ver­sin­ken. aber das ist ja gera­de der haupt­spaß dabei .…

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