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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Taglied 18.2.2012

Peter Gabri­el „Biko“ Live 1987 Lou Reed Yous­sou N’Dour Jack­son Browne

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… immer wie­der groß …

Blende Auf! – Und Ton ab!

„Jetzt wird es rich­tig laut“, ver­kün­de­te der Diri­gent nach der Pau­se, und warn­te sein Publi­kum: „Noch haben Sie Gele­gen­heit, zu flie­hen.“ Aber eigent­lich kam die Ansa­ge in die­sem Moment auch schon zu spät: Lei­se war es auch zuvor weder im rest­los besetz­ten Roten Saal der Musik­hoch­schu­le noch im Foy­er. Aber die letz­ten drei Kom­po­si­ti­on, drei Mal Film­mu­sik aus Hol­ly­wood hat­ten – zumin­dest hin­sicht­lich des Schall­drucks – doch mehr zu bie­ten als die Klän­ge der UFA-Tonfilme. 

„Blen­de auf!“ hat das Orches­ter der Main­zer Musik­hoch­schu­le sein Semes­ter­ab­schluss­kon­zert über­schrie­ben: Film­mu­sik vom frü­hen deut­schen Ton­film bis zum Hol­ly­wood der Gegen­wart stand auf dem Pro­gramm. Und da wird es eben rich­tig laut, das bleibt nicht aus. Kämp­fe – ob im Dschun­gel oder im Welt­all – sind aber auch musi­ka­lisch etwas ganz ande­res als Lie­bes­dra­men. Denn dar­auf kann man fast alle Fil­me redu­zie­ren – zumin­dest Bir­ger Peter­sen, der mit viel Witz durch die Ver­an­stal­tung führt, kann das für jeden Film. Und vie­le Klas­si­ker aus den letz­ten 80 Jah­ren Film­ge­schich­te haben sie auf den Pul­ten lie­gen, die Stu­den­ten. Wolf­ram Kolo­seus hat sie da hin­ge­bracht. Denn er ist heu­te nicht nur Diri­gent des Hoch­schul­or­ches­ter – als ob das nicht rei­chen wür­de, fast drei Stun­den tra­gi­sche, roman­ti­sche und mar­tia­li­sche Musik zu diri­gie­ren. Nein, er hat auch noch die aller­meis­ten Musi­ken und Lie­der pass­ge­nau für die­sen Abend arrangiert.
Zum Bei­spiel für die „Drei, deren Namen nicht genannt wer­den dür­fen“ – gut, dann las­sen wir den Man­tel des Schwei­gens über den Iden­ti­tä­ten der drei famo­sen, quick­le­ben­di­gen Sän­ger­do­zen­ten ruhen. Sie sin­gen und jubi­lie­ren wie die ori­gi­na­len „Drei von der Tank­stel­le – ein Film, der heu­te fast nur noch wegen der Musik, unter ande­rem „Ein Freund, ein guter Freund“, über­haupt bekannt ist. Oder sie füh­ren dann noch gran­di­os komisch über­zeich­net Micha­els Jarys „Das kann doch einen See­mann nicht erschüt­tern“ vor. Wer sich und sein Zwerch­fell davon nicht erschüt­tern lässt, hat in Mainz die­ser Tage bestimmt kei­ne Freu­de. Aber auch bei den Roman­ti­kern kann die­ses Kon­zert punk­ten. Hans-Chris­toph Bege­mann vibriert stil­echt durch ein Zarah-Lean­der-Med­ley und Richard Logie­wa knö­delt leicht, aber genau­so stil­echt und recht char­mant so schö­ne Ever­greens wie „Man müss­te Kla­vier spie­len können.“

Und immer dabei: Das Orches­ter der Hoch­schu­le für Musik. Forsch und kraft­voll musi­zie­ren die Stu­den­ten, manch­mal fast zu hemds­är­me­lig. Zumal Wolf­ram Kolo­seus weder sich noch die Musi­ker zurück­hält. Und trotz die­sem ver­schwen­de­ri­schen Umgang mit Kraft und Gefühl bleibt noch genü­gend Kraft für das gro­ße kra­chen­de und knal­lig dröh­nen­de Fina­le, die Star-Wars-Suite von John Wil­liams. Nur die Ohren des Publi­kums freu­en sich nach die­sen Atta­cken ins­ge­heim über die Ent­span­nung danach.

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.) 

Taglied 17.2.2012

Ein Free-Jaz­zer/Im­pro­vi­sa­tor ver­sucht einen Kanon: Geb­hard Ull­mann’s TáLam 10 spie­len „Canon“ – drauf gekom­men bin ich aus­nahms­wei­se nicht­ü­ber Ull­mann, obwohl der tol­le Musik spielt, son­dern über den Akkor­deo­nis­ten Hans Hass­ler (von dem es bei Intakt eine durch­us genia­le CD zu erwer­ben – und zu hören – gibt …):


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bes­ser fast noch, nur nicht so ehr­wür­dig-gra­vi­tä­tisch, das hier mit dem schö­nen Titel: „E´s flat, Ah´s flat too!“:


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Taglied 16.2.2012

Ein­stür­zen­de Neu­bau­ten auf der Auto­bahn (anläss­lich des neu­en offi­zi­el­len Video-Kanals der EN bei vimeo): 

Ein­stür­zen­de Neu­bau­ten – Auto­bahn von neu​bau​ten​.org.

Taglied 15.2.2012

Mei­ne Gedan­ken krei­seln heu­te heftig …

Van­ge­lis – Spi­ral [ste­reo]

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Mainz liegt am Meer – zumindest in der fünften Jahreszeit

Zum Schluss steht das sin­gen­de Publi­kum. Und das ist kein gewöhn­li­cher Anblick für ein Sin­fo­nie­kon­zert. Aber auf der Büh­ne sieht es auch nicht ganz nor­mal aus: Die Brat­schen zum Bei­spiel kom­men direkt aus dem Kran­ken­haus. Man­che hän­gen noch am Tropf, ande­re sit­zen im Roll­stuhl, haben Ban­da­gen nicht nur um die Köp­fe, son­dern auch um die Instru­men­te, ver­brau­chen Bin­den und Papier­ta­schen­tü­cher im Minu­ten­takt. Auch sonst ist das Phil­har­mo­ni­sche Staats­or­ches­ter ein wil­der Hau­fen – zumin­dest dem Aus­se­hen nach. 

Denn klang­lich hat Chef­di­ri­gent Her­mann Bäu­mer sein Orches­ter fest im Griff. Sogar als stil­echt über die Büh­ne trip­peln­de Gei­sha, die ihren Diri­gen­ten­stab aus dem kunst­voll Haar­kno­ten zau­bert. Und bei jedem Auf­tritt bei­na­he an der Stu­fe auf das Diri­gen­ten­po­dest scheitert.
Dabei hat­te alles so gesit­tet ange­fan­gen, fast wie ein ganz nor­ma­les Sin­fo­nie­kon­zert des Staats­thea­ter. Frei­lich, die bun­te Gar­de­ro­be der Zuhö­rer war ein ers­ter Hin­weis. Und das Publi­kum war von Beginn an nicht in Abend­gar­de­ro­be, son­dern in Fei­er­lau­ne. Auch das Pro­gramm ver­band mit Jac­ques Offen­bach, Hec­tor Ber­li­oz, Leo­nard Bern­stein und Hen­ry Wood Kom­po­nis­ten, die sonst nicht unbe­dingt zusam­men erklin­gen. Aber wenn man zei­gen will, dass Mainz wirk­lich am Meer liegt, wie der Titel vor­schlägt, muss man sich eben ein biss­chen anstren­gen. Und das tat das Orches­ter auch. Mit groß­zü­gi­gen Ges­ten, viel Effekt – aber durch­aus mit Sub­stanz und Feingefühl.

Kein Wun­der, das ist ja auch kein nor­ma­les Kon­zert, son­dern die Sym­pho­nie Fast­nach­tique. Sonst wäre Lars Reichow als Con­fe­ren­cier auch ziem­lich fehl am Platz. Erzählt und erhei­tert wie gewohnt, lässt die Musi­ker durch­at­men und das Publi­kum mit sei­nen Wit­zen und klei­nen Geschich­ten durch­la­chen. Und manch­mal gelingt ihm sogar eine pass­ge­naue Über­lei­tung zur nächs­ten Musik. Aber rich­tig locker wur­de das erst nach der Pau­se: Mit der tra­di­tio­nel­len Kon­zert­klei­dung haben die Musi­ker offen­bar auch die Zurück­hal­tung abge­legt. Die Num­mern aus Paul Abra­hams Ope­ret­te „Die Blu­me von Hawaii“ zeig­ten, dass das Main­zer Orches­ter auch erst­klas­si­ge Unter­hal­tungs­mu­sik bie­ten kann: Swin­gend, mar­schie­rend und tän­ze­risch, unter­stützt vom fröh­li­chen Thea­ter­chor und einem sou­ve­rä­nen Solis­ten­quin­tett – die ein­zi­gen übri­gens, die dem Frack treu blie­ben. Aber auch sie konn­te die Füße nicht immer still­hal­ten. Und Tanz­mu­sik ist das ja auch, irgend­wie: Schon Bern­steins Tän­ze aus „On the Town“ oder die aus der „Last Night of the Proms“ bekann­te Fan­ta­sia on Bri­tish Sea Songs von Hen­ry Wood. Der dazu­ge­hö­ri­ge Uni­on Jack wur­de dann aller­dings dann auf der Büh­ne geschwun­gen – und sofort mit Fast­nachts­far­ben und 05er-Flag­gen neu­tra­li­siert. Vor allem aber eben die Songs aus der Blu­me von Hawaii brin­gen Hän­de und Füße zum Zucken. 

Groß­ar­tig wird es dann noch ein­mal bei der Zuga­be. Und so rich­tig fast­nacht­lich, mit Klat­schen, Schun­keln und dazu­ge­hö­ri­gem Mit­sin­gen. Da ver­zeiht man den Solis­ten auch, dass sie dafür noch Spick­zet­tel brau­chen – schließ­lich kom­men ja eini­ge aus Wiesbaden. 

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.) 

Taglied 14.1.2012

Bil­lie Holi­day & Her Orches­tra – Body And Soul (Ver­ve Records 1957)

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Taglied 13.2.2012

Als so etwas wie Peter-Gabri­el-Fan war ich von „Scratch My Back“ ziem­lich ange­tan. Da gibt es eine Men­ge wun­der­ba­rer Musik. Zum Bei­spiel das hier, My Body Is A Cage (im Ori­gi­nal von Arca­de Fire):

Peter Gabri­el ~ My Body is a Cage (Oxford Lon­don Temp­le Version)

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Taglied 12.2.2012

Axel Dör­ner war am 25.9.2010 mit „Cli­namen“ in der Ber­li­ner Eli­sa­beth­kir­che zu hören. So klingt das: 

The Inter­rup­ti­on Per­for­mance, by Die­go Cha­my and Axel Dörner

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Taglied 11.2.2012

César Francks gro­ßes „Grand Piè­ce Sym­pho­ni­que“, gespielt von Marie-Clai­re Alain:

C. Franck: Gran­de piè­ce sym­pho­ni­que (M.C. Alain)/1

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C. Franck: Gran­de piè­ce sym­pho­ni­que (M.C. Alain)/2

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