… weil ich heute mit den Jungs im Studio des Hessischen Rundfunks bin:
[wpaudio url=„http://www.comedian-sixpack.de/wp-content/uploads/2009/04/irgendwo-auf-der-welt.mp3“ text=„Irgendwo auf der Welt“ dl=„0“]Ich glaube, da muss Sascha Lobo noch mal nachsitzen und nachlesen. So interessant seine Kolumne oft ist, die gestrige enttäuscht mich. „Ein Archiv des Grauens“ ist sie übertitel und geht eigentlich von einem folgerichtigen (und auch durchaus naheliegendem) Gedanken aus: Das Internet macht mehr und mehr Kommunikation öffentlich oder zumindest potenziell öffentlich, was wiederum heißt, dass wir mehr und mehr „Skandale“ wahrnehmen/sehen/entdecken können … Aber dazwischen schleichen sich Fehler ein. Ich finde schon das Bild des „Archivs“ nicht sehr angebracht – ein Archiv ist etwas anderes als ein (großer oder gewaltiger oder wie auch immer) Speicher – zumindest der Idee und dem Anspruch nach. Das scheint mir Lobo allerdings zu unterschlagen. Und dann natürlich mal wieder die Fehlrepräsentation des radikalen Konstruktivismus, da bin ich aber auch empfindlich ;-). Trotzdem: Aus dem (radikalen) Konstruktivismus geht noch lange nicht hervor, dass es „egal“ ist, ob man aus der Geschichte lernen kann, muss oder soll. Lobo stellt das so dar – und er ist damit nicht alleine -, als ob aus der Annahme des Konstruktivimus automatisch eine Indifferenz gegenüber der Welt einherginge. Das ist aber nicht der Fall, zumindest nicht zwangsläufig und nicht theorie-notwendig. Doch diesen Fehler wird der Konstruktivismus in der öffentlichen Wahrnehmung wohl nicht mehr los …
schön entspannt:
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So lange es solche Meldungen gibt, darf sich nun wahrlich kein (Landes-)Parlament über mangelnde Relevanz und Kompetenz beschweren:
Auf die Aktuelle Stunde, die die CDU für Donnerstag im Landtag angemeldet hat, darf man wahrlich gespannt sein. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Union, Holger Bellino, erwartet nämlich nichts weniger als die „volle Solidarität“ des gesamten Hauses mit der deutschen Fußballnationalmannschaft, die am Abend desselben Tages im Halbfinale der Europameisterschaft gegen Italien antritt. Miesmachen gilt nicht, argumentiert Bellino in Richtung all jener, die mit Fußball und Nationalstolz nicht so recht warm werden können. „Patriotismus und Unterstützung der deutschen Nationalmannschaft schließen sich nicht aus“, heißt das Motto des CDU-Antrags.
Da muss man doch schon ziemlich neben der Spur sein, um das nicht nur für eine gute Idee und umsetzenswert zu halten, sondern auch noch argumentativ verteidigen zu wollen. Entsprechend schwachbrünstig ist denn auch die „Argumentation“. Was am Fahnenschwenken, Hupen und Bezinverschleudern „aufgeklärter Patriotismus“ sein soll, erschließt sich mir auch überhaupt nicht. Das ist doch gerade das Gegenteil, nämlich lupenreiner Hurra-Patriotismus. Da wird ohne Verstand einfach rumgejubelt. Und nur weil in der „Nationalmannschaft“ ein paar Namen gelistet werden, die nicht urdeutsch klingen, heißt ja auch nicht unbedingt, dass die Integration ausländischer Bürger irgendwie vorangekommen wäre. Hier führt Stefan Niggemeier das heute vor – und das ist ein ganz beliebiges und zufälliges Beispiel. Gerade die hessische CDU könnte und sollte das ja wissen, ihr ehemaliger Vorsitzender R.K. hat das ja gerne immer wieder mustergültig vorgeführt. Peinlich ist das, einfach nur peinlich …
Die Klangqualität ist nicht gerade überragend, aber die Musik schon – Ken Vandermark spielt Anthony Braxton (Composition No. 6C):
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Wenn der Schimmer von dem Monde nun herab
In die Wälder sich ergießt, und Gerüche
Mit den Düften von der Linde
In den Kühlungen wehn;
So umschatten mich Gedanken an das Grab
Der Geliebten, und ich seh in dem Walde
Nur es dämmern, und es weht mir
Von der Blüthe nicht her.
Ich genoß einst, o ihr Todten, es mit euch!
Wie umwehten uns der Duft und die Kühlung,
Wie verschönt warst von dem Monde,
Du o schöne Natur!
Januar 2010 – Deutschland senkt die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf 7%.
Juni 2012 – Frankreich senkt die Mehrwertsteuer für Bücher (wieder) von 7 auf 5,5%.
Jazzchor und Blockflöte – auf die Kombination muss man erst einmal kommen. Funktioniert aber ausgezeichnet:
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Und als Bonus der Jazzchor Freiburg pur:
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