»Nächstens mehr.«

Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Netzfunde vom 6.1. bis zum 11.1.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 6.1. zum 15.1.:

  • Mal Rosa, mal Hell­blau, meis­tens Mauve | Das Nuf Advan­ced -

    Seit Wochen mischen sich unter­schied­li­che Gedan­ken zum The­ma Spra­che, Femi­nis­mus und Pol­ti­cal Cor­rect­ness und ich hät­te ger­ne einen Arti­kel ver­fasst, der alles ord­net, viel­leicht mit einer Pri­se Humor abrun­det – lei­der bin ich an die­sem Wunsch geschei­tert und schrei­be des­we­gen alles ver­hält­nis­mä­ßig unge­ord­net zusammen.

    Trotz­dem sehr lesenswert

  • Die Hoff­nun­gen ruhen auf den Bio-Imkern » Deli­nat-Blog – Die Hoff­nun­gen ruhen auf den Bio-Imkern (via Published articles)
  • De:Bug Maga­zin » Rück­blick 2012: Das Jahr des Rai­nald Goetz – Rück­blick 2012: Das Jahr des Rai­nald Goetz

    Neu­lich im Hass Semi­nar. 2012 zeig­te die Goetz’sche Hau-drauf-Poe­to­lo­gie mehr denn je, dass text­li­cher Gro­bia­nis­mus erkennt­nis­för­dernd wirkt.

  • Friedrich’s Law: Ein Vor­schlag | the boy in the bubble -

    Ich schla­ge des­halb ana­log zu Godwin’s Law hier­mit Friedrich’s Law vor:
    Wer als Ver­tre­ter des Staa­tes in einer Ver­hand­lung vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt argu­men­tiert, die Bür­ger soll­ten dar­auf ver­trau­en, der Staat wer­de das ange­grif­fe­ne Gesetz nicht in ver­fas­sungs­wid­ri­ger Wei­se nut­zen, der hat die Ver­hand­lung mit sofor­ti­ger Wir­kung verloren.

  • Der Umblät­te­rer: »Welt­mül­ler« für alle -

    Nun hat sich end­lich ein Anlass gefun­den! Am 5. Janu­ar 2013 fei­ern ein paar Leu­te 60 Jah­re »War­ten auf Godot« on stage. Und da fei­ern wir mit und schi­cken den berühm­tes­ten Godot-Dar­stel­ler aller Zei­ten mit einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz ins Netz

  • Rund­funk­bei­trag bald fast so schlimm wie Hit­ler « Ste­fan Nig­ge­mei­er -

    Es gibt allem Anschein nach nichts, was dem »Han­dels­blatt« zu falsch oder zu dumm ist, um es im Kampf gegen ARD und ZDF zu ver­wen­den. Den vor­läu­fi­gen (und schwer zu unter­tref­fen­den) Tief­punkt mar­kiert ein Gast­bei­trag der frü­he­ren CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Vera Lengs­feld, den die Zei­tung ges­tern auf ihrer Inter­net­sei­te veröffentlichte.

  • Shun the Plug­in: 100 Word­Press Code Snip­pets from Across the Net

Liegerad-Gesundsheits-Strümpfe

Das ist ja eine gemei­ne Anzei­ge, die das (geni­al und abso­lut lesen­wer­te Fahr­stil-Maga­zin da in sein Heft N° 8, in dem es um das The­ma „Hal­tung“ geht, geschmug­gelt hat:

Die Gesundklickies & der Liegeradstrumpf

Die Gesund­kli­ckies & der Liegeradstrump

Schon die San­da­le ist ja gran­di­os, zumal die Jungs sogar die Domain regis­triert haben …
Aber die „nur zum Tra­gen mit San­da­len geeig­ne­ten“ Strümp­fe sind wirk­lich klas­se – v.a. die „Für Lie­ge­rad strö­mungs­op­ti­mier­te Web­rich­tung der Pha­sen­ver­schubs­fa­sern“. Da muss man erst ein­mal drauf kom­men, auf so einen Mist.

(Und noch ein­mal: Die „Fahr­stil“ ist eine groß­ar­ti­ge Zeit­schrift! Unbe­ding­te Lese- und Blät­ter- und Anschauempfehlung!)

Nachtlied 13.1.2013

Robert Schu­manns „Mond­nacht“ war hier zwar schon ein­mal, ist aber ein­fach immer wie­der schön. Auch in die­ser alten Auf­nah­me (1928) von Leo Sle­zak (mit Hein­rich Schacker am Klavier):

Leo Sle­zak sings Schumann’s „Mond­nacht“

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Oder gleich noch ein­mal, in die­ser äthe­ri­schen Auf­nah­men von Peter Schrei­er & Nor­man Shetler:
Peter Schrei­er – Schu­mann: Mondnacht

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Qualitätsjournalismus (mal wieder)

Ich glaub­te ja mei­nen Augen nicht, als ich die­se Titel­zei­le in mei­nem RSS-Rea­der sah:

Frank­reich greift in Mali Kon­flikt ein 

Aber die »Süd­deut­sche Zei­tung« meint das hier ernst—was sie meint, kann ich aller­dings nicht sagen: Der Satz ist nicht ent­schlüs­sel­bar. Und das nur, weil die zustän­di­gen Text­knech­te nicht ein­mal mehr die ein­fachs­ten Kom­po­si­ti­ons­re­geln der deut­schen Spra­che (und deren Ortho­gra­phie) beherr­schen. Auch ein klei­ner Bin­de­strich (oder bes­ser noch, die Zusam­men­schrei­bung) kann eben viel ausrichten.

"Mali Konflikt"

»Mali Konflikt«—Screenshot der SZ-Web­sei­te (12.1.2013)

(Und noch so neben­bei: Die ein­zi­ge eige­ne Leis­tung der »Süd­deut­schen Zei­tung« ist übri­gens der Feh­ler. Der kom­plet­te Inhalt die­ser Mel­dung ist Agenturmaterial.)

Update: Wie die @SZ mit­teilt, ist das nicht ihr Feh­ler. Son­dern der der Agen­tur Reu­ters. Und der ist auch schon korrigiert:

Schwebender Kreisverkehr

Die Nie­der­län­der haben mal wie­der eine pfif­fi­ge Lösung für den Fahr­rad­ver­kehr auf gro­ßen Kreu­zun­gen gefun­den, die ich bei „it star­ted with a fight gese­hen habe: Einen schwe­ben­den Kreis­ver­kehr. Die Fahr­bah­nen für die Blech­büch­sen wer­den an die­ser Kreu­zung in Eind­ho­ven ein­fach etwas tie­fer­ge­legt und obendrü­ber kommt ein gro­ßer Kreis­ver­kehr, der den Zwei­rä­dern vor­be­hal­ten ist. Eine cle­ve­re und sehr fahr­rad­freund­li­che Lösung – da muss man nicht mehr ewig an ver­schie­de­nen Ampeln war­ten oder irgend­wel­che kreuz-und-quer-Weg­füh­run­gen befol­gen. Das ist natür­lich ver­gleichs­wei­se auf­wän­dig (und teu­er …), aber man sieht dar­an sehr schön, dass man durch­aus ver­kehrs­bau­tech­ni­sche Lösun­gen für die Koexis­tenz von moto­ri­sier­tem Ver­kehr und Rad­fah­re­rin­nen fin­den – wenn man nur will und nicht (mehr) ein­fach immer vom Auto als dem „Nor­mal­fall“ aus­geht und den Rad­le­rin­nen ein paar Kru­men hin­wirft, damit sie nicht zu laut meckern. Mehr davon auch in Deutschland!

Schwebender Rad-Kreisel (im Bau)

Schwe­ben­der Rad-Krei­sel (im Bau)

Taglied 9.1.2013


Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Taglied 8.1.2013

„Whe­re are we now?“ fragt David Bowie – eine gute, wun­der­ba­re Art, das neue Jahr zu beginnen …

David Bowie – Whe­re Are We Now? (Offi­ci­al Video) [HD]

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.

Netzfunde vom 31.12. bis zum 4.1.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 31.12. zum 4.1.:

Taglied 3.1.2013

Etwas ganz fei­nes habe ich heu­te bei God­Rec ent­deckt: Holz­mu­sik. Das, was Win­fried Rit­sch aus dem Holz her­aus­holt, klingt so:

Win­fried Rit­sch’ „Woods­crat­cher“ @ Inter­pe­ne­tra­ti­on ’11

Beim Kli­cken auf das und beim Abspie­len des von You­Tube ein­ge­bet­te­ten Vide­os wer­den (u. U. per­so­nen­be­zo­ge­ne) Daten wie die IP-Adres­se an You­Tube übertragen.
Weltuntergänge

Les fins du monde

Weltuntergänge

Welt­un­ter­gän­ge, Außenseite

Es gibt gar nicht so vie­le Arten und Grün­de, den Welt­un­ter­gang vor­her­zu­sa­gen. Das merkt man, wenn man blät­tert und liest, was Kers­tin Schi­man­dl in „Les fins du mon­de“ ge- und ver­sam­melt hat. Aber es gibt dum­mer­wei­se immer min­des­tens einen Grund, war­um sie alle scheitern …
Das erste Weltende

Das ers­te Weltende

In die­sem lie­be­voll gestal­ten­ten Buch (beson­ders gut gefällt mir der offe­ne Rücken, wo man die Faden­hef­tung schön sehen kann …) tau­chen sie alle auf, die skur­ri­len Wie­der­ho­lungs­tä­ter, die Ein­zel­gän­ger und die gro­ßen Gefolg­schaf­ten, die (pseudo-)wissenschaftlich oder reli­gi­ös argu­men­tie­ren­den Apo­ka­lyp­ti­ker, die Visio­nä­re, die den Zeit­punkt des Welt­endes errech­net oder in Visio­nen erfah­ren haben, auch die Medi­en und die Nach­rich­ten­emp­fän­ger von Außer­ir­di­schen – so ziem­lich alles fin­det sich in die­sem Pan­ora­ma der Apo­ka­lyp­sen. Aus­ge­zeich­net wer­den sogar die Pro­phe­ten, die am beharr­lichs­ten sind und den Welt­un­ter­gang am öftes­ten vor­her­sa­gen – bis zu 16mal reicht das (so vie­le schafft Mari­lyn J. Agee, Charles Tay­lor – „Auf die zehn­te Ankün­di­gung von Charles Tay­lor gehen wir nicht mehr näher ein.“ – und die Zeu­gen Jeho­vas sind aber auch gut dabei), Wie­der­ho­lungs­tä­ter gibt es aber wirk­lich sehr vie­le. Und am Ende ist eines sicher: Über 90% der pro­gnos­ti­zier­ten Welt­un­ter­gän­ge haben wir schon über­lebt. Viel­leicht gelingt es uns ja auch mit den rest­li­chen … Schwer wird es aller­dings um das Jahr 5.000.000.000, wenn die Son­ne sich so weit aus­dehnt, dass sie die Erde über­nimmt ;-) Immer wie­der spürt man in den kur­zen Erklä­run­gen zu den Unter­gangs­da­ten aber auch die Tra­gik, die mut­maß­li­che Ent­täu­schung, die die Anhän­ger sol­cher „Pro­phe­ten“ bei/​nach dem Aus­blei­ben des erwar­te­ten Endes der Welt befal­len haben muss. Aber schön ist es dann doch, die wie­der­keh­ren­den Pro­phe­zei­un­gen zu sehen. Und die Visio­nä­re, die gleich meh­re­re Alter­na­tiv­da­ten vor­her­sa­gen – man weiß ja schließ­lich nie.
Der endgültige Untergang

Der end­gül­ti­ge Untergang

Und das Schö­ne ist: Man kann das Buch auch nach dem 21.12.2012 lesen. Und wahr­schein­lich kann man auch noch nach den nächs­ten vor­her­ge­sag­ten Apo­ka­lyp­sen, im „frü­hen 21. Jahr­hun­dert“ oder 2017, dar­in mit Ver­gnü­gen blättern …

Rundbuch

Ein run­des Buch

Kers­tin Schi­man­dl: Les fins du mon­de. Welt­un­ter­gän­ge. Mainz: Her­mann Schmidt 2012. 720 Sei­ten (nicht num­me­riert). ISBN 978−3−87439−837−4.
Buchkunst am Weltende

Buch­kunst am Weltende

Seite 100 von 208

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén