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Luxus

In Lon­don. Wo die Muse­en umsonst waren. Dass das ein Luxus war. Und dass alle Muse­en in der gan­zen Welt gra­tis sein muss­ten. Sonst waren sie gar kei­en Muse­en. Dass nur ein Muse­um ein Muse­um | war, wenn es kei­nen Ein­tritt kos­te­te. Dass nur in so einem Muse­um die Kunst­wer­ke Kunst blie­ben. Wenn man zah­len muss­te, dann muss­te die Kunst gleich wie­der etwas leis­ten. Dann wur­den die alten Mecha­nis­men wie­der ein­ge­setzt und Wunsch­er­fül­lun­gen ein­ge­kauft. Bezah­lung. Das gab den Din­gen Sinn. Den fal­schen Sinn, aber Sinn. Dann war die Sinn­lo­sig­keit von Kunst ver­lo­ren. Und nichts blieb.

—Mar­le­ne Stre­eru­witz, Nach­kom­men., S. 424f.

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  1. matthias mader (@matthias_mader)

    Frisch gebloggt: Luxus > http://t.co/kuB3d4JU1F

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