Ein Wiener Streichquartett – klar, Mozart und Beethoven, nicht? Von wegen. Das radio.string.quartet.vienna spielt eher in der tradition des kronos-quartet: alles, was ihnen unter die Bögen kommt. Viel Pop- und Jazzstandards (nicht ohne Grund veröffentlichen sie auf dem ACT-Label), aber auch ganz anderes – allerdings immer in eigenen Arrangements, mit viel Klangspiel und vor allem Musikalität. Das macht Spaß und regt an. Zum Beispiel der fantastische Liebestraum von Franz Liszt, auf der 2011 erschienen CD „radiodream“:
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Heute mal etwas ganz anders, auch für mich neues: Minimal music (gemäßigte Variante) für Bass-Blockflöte. Habe ich in den Weiten des Internets beim „Lucky Psychic Hut“ gefunden, komm von Laurens Tan und trägt den schlichten, aber passenden Titel „Bass Recorder“. Dort gibt es auch die komplette LP zum herunterladen – ist auf jeden Fall einen Versuch wert, hier gibt es als Kostprobe die „Composition No. 11“:
Heute mal etwas ganz anderes, nichts winterliches oder weihnachtliches, dafür aber aus dem Norden Europas:
„Postyr Project“ nennt sich diese Formation aus Dänemark. Ihre erste, unbetitelte CD hat mich ziemlich begeistert, auch wenn das nicht unbedingt das ist, was die meisten unter dem Label „a‑capella“ erwarten. Anhören (und kaufen!) lohnt sich!
Jauchzet, frohlocket! auf, preiset die Tage,
Rühmet, was heute der Höchste getan!
Lasset das Zagen, verbannet die Klage,
Stimmet voll Jauchzen und Fröhlichkeit an!
Heute ist es – aus Anlass der Aufführung im Mainzer Dom – das Bach’sche Weihnachts-Oratorium, das meine Musik des Tages ist. Und immer wieder stelle ich fest: Die Sinfonia der zweiten Kantate ist einfach genial:
Nach dem Lauf heute vormittag und wil ich gerade Lust darauf habe (und weil es irgendwie natürlich auch passt): „Wide White Horizon“ (finde ich online allerdings nirgends – macht auch nix, muss man eh in vernünftiger Qualität und angemessener Lautstärke hören ;-) – nur die „Sketches of Spring“ gibt es bei Youtube, aber der passt heute nicht …), von Thomas Wilbrandts grandioser Doppel-CD „The Electric V“. Und ganz nebenbei: wahrscheinlich die beste Version/Interpretation der Vivaldischen Jahreszeiten der letzten Jahrzehnte: 1984 erstmals aufgenommen, aber immer noch frisch und begeisternd, dieser – natürlich sehr freie – Umgang mit den alten Noten … Unbedingte Empfehlung (nicht nur im Winter …)
heute natürlich eine ganz offensichtliche Wahl (aber das schadet ja nicht unbedingt …): Stormy Weather (am liebsten mit Billie Holiday – oder etwas sanfter: Ella Fitzgerald)
Don’t know why there’s no sun up in the sky
Stormy weather
[…] Life is bare, gloom and mis’ry everywhere
Stormy weather
Just can’t get my poor self together
I’m weary all the time, the time
So weary all the time
(zitiert nach instalyrics)
„Auch das Leben hat seinen Paratext, und die Nachwelt ist ein langes Nachwort, das man nicht selber schreiben kann.“ (Gérard Genette, Paratext, 249)
„Gedanken sind gefährlich. Sie graben sich Gänge, viele Gänge, in denen man sich aufhalten kann, ohne mehr das Gesamtgebilde zu erfassen.“ (Nicole Kegan, Schwimmen)
Was ein Erstklässer nie fragt: Geisteswissenschaft, gibt’s das noch? Dietmar Dath, Eisenmäuse, 9
„Goethe war ein leidenschaftlicher Deutscher, nur die Deutschen mochte er nicht.“ (Henning Ritter, Notizhefte, 340)
