Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Kategorie: kleinkram Seite 41 von 45

Taglied 21.12.2011

Ein Wie­ner Streich­quar­tett – klar, Mozart und Beet­ho­ven, nicht? Von wegen. Das radio.string.quartet.vienna spielt eher in der tra­di­ti­on des kro­nos-quar­tet: alles, was ihnen unter die Bögen kommt. Viel Pop- und Jazz­stan­dards (nicht ohne Grund ver­öf­fent­li­chen sie auf dem ACT-Label), aber auch ganz ande­res – aller­dings immer in eige­nen Arran­ge­ments, mit viel Klang­spiel und vor allem Musi­ka­li­tät. Das macht Spaß und regt an. Zum Bei­spiel der fan­tas­ti­sche Lie­bes­traum von Franz Liszt, auf der 2011 erschie­nen CD „radio­d­ream“:

Taglied 20.12.2011

Heu­te mal etwas ganz anders, auch für mich neu­es: Mini­mal music (gemä­ßig­te Vari­an­te) für Bass-Block­flö­te. Habe ich in den Wei­ten des Inter­nets beim „Lucky Psy­chic Hut“ gefun­den, komm von Lau­rens Tan und trägt den schlich­ten, aber pas­sen­den Titel „Bass Recor­der“. Dort gibt es auch die kom­plet­te LP zum her­un­ter­la­den – ist auf jeden Fall einen Ver­such wert, hier gibt es als Kost­pro­be die „Com­po­si­ti­on No. 11“:

Taglied 19.12.2011

Heu­te mal etwas ganz ande­res, nichts win­ter­li­ches oder weih­nacht­li­ches, dafür aber aus dem Nor­den Europas:

Elpa (Breath) by Pos­tyr

Pos­tyr Pro­ject“ nennt sich die­se For­ma­ti­on aus Däne­mark. Ihre ers­te, unbe­ti­tel­te CD hat mich ziem­lich begeis­tert, auch wenn das nicht unbe­dingt das ist, was die meis­ten unter dem Label „a‑capella“ erwar­ten. Anhö­ren (und kau­fen!) lohnt sich!

Taglied 18.12.2011

Jauch­zet, froh­lo­cket! auf, prei­set die Tage,
Rüh­met, was heu­te der Höchs­te getan!
Las­set das Zagen, ver­ban­net die Klage,
Stim­met voll Jauch­zen und Fröh­lich­keit an!

Heu­te ist es – aus Anlass der Auf­füh­rung im Main­zer Dom – das Bach’sche Weih­nachts-Ora­to­ri­um, das mei­ne Musik des Tages ist. Und immer wie­der stel­le ich fest: Die Sin­fo­nia der zwei­ten Kan­ta­te ist ein­fach genial:

Taglied 17.12.2011

Nach dem Lauf heu­te vor­mit­tag und wil ich gera­de Lust dar­auf habe (und weil es irgend­wie natür­lich auch passt): „Wide White Hori­zon“ (fin­de ich online aller­dings nir­gends – macht auch nix, muss man eh in ver­nünf­ti­ger Qua­li­tät und ange­mes­se­ner Laut­stär­ke hören ;-) – nur die „Sket­ches of Spring“ gibt es bei You­tube, aber der passt heu­te nicht …), von Tho­mas Wil­brandts gran­dio­ser Dop­pel-CD „The Elec­tric V“. Und ganz neben­bei: wahr­schein­lich die bes­te Version/​Interpretation der Vival­di­schen Jah­res­zei­ten der letz­ten Jahr­zehn­te: 1984 erst­mals auf­ge­nom­men, aber immer noch frisch und begeis­ternd, die­ser – natür­lich sehr freie – Umgang mit den alten Noten … Unbe­ding­te Emp­feh­lung (nicht nur im Winter …)

Taglied 16.12.2011

heu­te natür­lich eine ganz offen­sicht­li­che Wahl (aber das scha­det ja nicht unbe­dingt …): Stor­my Wea­ther (am liebs­ten mit Bil­lie Holi­day – oder etwas sanf­ter: Ella Fitz­ge­rald)

Don’t know why there’s no sun up in the sky
Stor­my weather
[…] Life is bare, gloom and mis’ry everywhere
Stor­my weather
Just can’t get my poor self together
I’m wea­ry all the time, the time
So wea­ry all the time
(zitiert nach instalyrics)

Paratext

„Auch das Leben hat sei­nen Para­text, und die Nach­welt ist ein lan­ges Nach­wort, das man nicht sel­ber schrei­ben kann.“ (Gérard Genet­te, Para­text, 249)

Gedanken

„Gedan­ken sind gefähr­lich. Sie gra­ben sich Gän­ge, vie­le Gän­ge, in denen man sich auf­hal­ten kann, ohne mehr das Gesamt­ge­bil­de zu erfas­sen.“ (Nico­le Kegan, Schwimmen)

Geisteswissenschaft

Was ein Erst­kläs­ser nie fragt: Geis­tes­wis­sen­schaft, gibt’s das noch? Diet­mar Dath, Eisen­mäu­se, 9

Goethe

„Goe­the war ein lei­den­schaft­li­cher Deut­scher, nur die Deut­schen moch­te er nicht.“ (Hen­ning Rit­ter, Notiz­hef­te, 340)

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