Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Schlagwort: netz Seite 11 von 16

Netzfunde der letzten Tage (11.4.–13.4.)

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 11.4. zum 13.4.:

  • „Neger­kö­nig“ oder „Süd­see­kö­nig“ – Über Kin­der­bü­cher und Spra­che | Poli­ti­sches Feuil­le­ton | Deutsch­land­ra­dio Kul­tur – Der Kin­der­li­te­ra­tur-Spe­zia­list Hans-Hei­no Ewers noch ein­mal zu dem „Pro­blem“ „Kin­der­bü­cher und Sprache“:

    Zur Pfle­ge eines lite­ra­ri­schen Oeu­vres durch Ver­la­ge gehört es nicht zuletzt auch, für Lese­rin­nen und Leser zu sor­gen. Das ist kei­ne leich­te Auf­ga­be bei einem Lese­pu­bli­kum, das his­to­ri­sche Tex­te noch nicht als sol­che, son­dern nur naiv zu rezi­pie­ren ver­mag. Was geht ver­lo­ren, wenn es nicht mehr „Neger­kö­nig“, son­dern „Süd­see­kö­nig“ heißt und man dadurch neue Leser­ge­ne­ra­tio­nen gewinnt? 

  • Im Enten­teich – Der Medi­en­wan­del als inter­ne Revo­lu­ti­on – Thier­ry Cher­vel nimmt die Kün­di­gung der bei­den Spie­gel-Chef­re­dak­teu­re zum Anlass für eini­ge Gedan­ken über den Cha­rak­ter des momen­ta­nen Medi­en­wan­dels und sei­ne Kon­se­quen­zen für die Medienhäuser:

    Eigent­lich gibt es nur noch online. Die eigent­li­che Struk­tur der Öffent­lich­keit ist heu­te das Inter­net. Was nicht im Netz ist, ist nicht öffent­lich, kann nicht zir­ku­lie­ren, nicht auf Face­book dis­ku­tiert wer­den. Print ist eine der abge­lei­te­ten For­men, in denen Inhal­te auf­be­rei­tet wer­den kön­nen, TV eine ande­re. Eine Ein­sicht, die seit über fünf­zehn Jah­ren im Raum steht, lässt sich nun auch insti­tu­tio­nell nicht mehr abweh­ren: Alle Medi­en müs­sen von der neu­en Struk­tur der Öffent­lich­keit her gedacht wer­den. Die Angst­tech­nik der Medi­en­kon­zer­ne, die Online an die alten Insti­tu­te anbau­ten, statt die neu­en Leu­te von vorn­herei­en als inte­gra­len Bestand­teil des Unter­neh­mens zu inte­grie­ren, rächt sich heu­te. Die Abtei­lun­gen sind getrennt – die Medi­en haben aber allen­falls dann eine Über­le­bens­chan­ce, wenn sie sich als ein Gesam­tes denken.

  • Fir­ma Hal­de­mann: 70 Jah­re und kein biss­chen wei­se: Der klei­ne Prinz – Chris­ti­an Gott­schalk teilt mei­ne Ablehnung/​Abneigung gegen­über der Ver­göt­te­rung des ach-so-tol­len „Klei­nen Prinzen“:

    Ansons­ten: Wenn man will, dass Kin­der ver­blö­den und einen schlech­ten Lite­ra­tur­ge­schmack ent­wi­ckeln, dann lese man ihnen den klei­nen Prin­zen vor.

    Auch sehr schön: sei­ne Inhaltsangabe: 

    Der Inhalt: Ein nied­lich gemal­ter Jun­ge hält einen in der Wüs­te abge­stürz­ten Pilo­ten durch die Abson­de­rung von Poe­sie­al­bums­weis­hei­ten davon ab sein Flug­zeug zu reparieren. 

  • Dekan­tie­ren am Abgrund – Digital/​Pausen – Hans Ulrich Gum­brecht ist die­se Woche in Hoch­form und ver­dient des­halb ein aus­führ­li­ches Zitat:

    End­lich wird der kost­ba­re Trop­fen (den natür­lich seit den Rhein­wein-seli­gen Zei­ten von Kon­rad Ade­nau­er nie­mand mehr so nennt) ein­ge­schenkt, “wer mag pro­bie­ren,” sagt der Som­me­lier aus­nahms­wei­se leut­se­lig, und zu ant­wor­ten “die Dame!” gilt weni­ger als ein Zei­chen galan­ter Per­fek­ti­on denn als straf­wür­di­ges Des­in­ter­es­se (weil man sich bei jeder Stu­fe der Zere­mo­nie das Recht ver­die­nen muss, die teu­re Sor­te bestellt zu haben). In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten mehr noch als in Euro­pa, ist es wich­tig, zunächst mit leich­tem Druck auf das unte­re Ende des Gla­ses den Wein, als sei man ein wenig unge­dul­dig, in leicht krei­sen­de Bewe­gung zu schwen­ken. Man fasst die Flüs­sig­keit respekt­voll-ernst ins Auge, hebt das Glas unter die Nase, riecht, ohne das Rie­chen in ein Geräusch umschla­gen zu las­sen, führt es end­lich zum Mund – und nippt. Danach der stil­le Moment der Refle­xi­on, beglei­tet von einer ver­hal­te­nen Mund­be­we­gung. Schief­ge­hen kann nicht mehr viel. Jetzt aller­dings zu sagen, dass der Wein “korkt,” ent­spricht einem will­fäh­ri­gen Lösen der Not­brem­se im ICE – alle kom­men aus dem Rhyth­mus, sind frus­triert und kön­nen doch erst­mal nichts dage­gen tun. Pein­li­cher sind auch hier Aus­ru­fe aus dem Regis­ter der Ade­nau­er-Zeit wie “kost­ba­res Tröpf­chen” oder, prot­zig statt lau­schig: “ganz vor­züg­lich” und “Don­ner­wet­ter!” Als zuläs­sig gel­ten allein Seman­ti­ken (die­ses Plu­ral in ihr Lexi­kon auf­zu­neh­men, emp­feh­le ich den wah­ren Wein­ken­nern) des Sub­li­men – oder bered­te Sprach­lo­sig­keit. “Mein Gott,” “nicht zu fas­sen,” alter­na­tiv ein ein­ver­nehm­li­ches aber nur leich­tes Nicken hin zum Som­me­lier, die beglück­te Sekun­de in den Augen der Gat­tin oder ein Aus­druck fas­sungs­lo­sen Trans­fi­gu­riert-Seins (das den meis­ten Gäs­ten eher schwer fällt).

  • Vom Ver­such, Krie­ge zu quan­ti­fi­zie­ren – Deus ex Machi­na – Vom Ver­such, Krie­ge zu quan­ti­fi­zie­ren (via Published articles)

Netzfunde vom 2. & 3.4.

Mei­ne Netz­fun­de vom 2. & 3.4.:

  • Der Club der coo­len Stoi­ker – „ganz klar: Att­wen­ger sind coo­ler als der Tod.“ – Pico Be in der „skug“ über Att­wen­gers neue CD/​DVD „Clubs“
  • Hugo Rey setzt Mass­stä­be mit sei­nen Stre­cken­plä­nen « run​ning​.COACH Blog – Der Schwei­zer Kar­to­graf Hugo Rey ist zum Spe­zia­lis­ten für Kar­ten und Stre­cken­plä­ne von Sport­ver­an­stal­tun­gen gewor­den. Hier erzählt er, wie er arbeitet.
  • Bun­des­tags­wahl: Fremd im eige­nen Land | Poli­tik | ZEIT ONLINE -

    Eine Demo­kra­tie ist kein Ort, sie lässt sich nicht berei­sen wie eine Insel in den Tro­pen, sie ist nicht sta­tisch, „ein Ort des Über­gangs, nicht des Blei­bens“, hat der fran­zö­si­sche Eth­no­lo­ge Clau­de Lévi-Strauss im bra­si­lia­ni­schen Goiâ­nia ein­mal bemerkt, und viel­leicht erklärt das, war­um die Demo­kra­tie einem wenig hei­misch erscheint, wenn sie nur als abs­trak­te Insti­tu­ti­on gedacht wird und nicht auch als ein Netz aus Begeg­nun­gen und Gesprä­chen, aus dem, was erzählt und was erfun­den wird, aus dem, was gezeigt und was ver­bor­gen wird, aus den Gren­zen, die gezo­gen, und denen, die über­spielt wer­den, aus der Logik der Inklu­si­on und Exklu­si­on, aus den Grup­pen und Indi­vi­du­en, die dazu­ge­hö­ren, und den „Sub­al­ter­nen“, wie Anto­nio Gramsci sie nann­te, denen am Rand, die ihre Zuge­hö­rig­keit immer wie­der ein­kla­gen müs­sen. Eine Demo­kra­tie besteht aus all die­sen dis­kur­si­ven und nicht dis­kur­si­ven Prak­ti­ken und Über­zeu­gun­gen, die sich nur ver­ste­hen las­sen, wenn man im Modus des Suchen­den bleibt.

    Caro­lin Emcke, Spe­zia­lis­tin für Aus­lands­re­por­ta­gen, wird für die ZEIT den Bun­des­tags­wahl­kampf beob­ach­ten und beglei­ten. Hier fängt sie schon mal mit den ers­ten Pro­ble­men an …

  • Sili­con Val­ley: Ket­zer des Net­zes | Kul­tur | ZEIT ONLINE – Maxi­mi­li­an Probst hat sich mit Evge­ny Morozov unter­hal­ten, der offen­bar gemerkt hat, dass das Inter­net nicht die Lösung aller Pro­ble­me sein kann & darf …

    Solu­tio­nis­mus nennt Morozov die­se Geis­tes­hal­tung in sei­nem gera­de auf Eng­lisch im Ver­lag Publi­cAf­fairs erschie­ne­nen Buch To Save Ever­y­thing Click Here (»Wenn Sie alles ret­ten wol­len, kli­cken Sie hier!«). Ihre schöns­ten Blü­ten treibt sie im kali­for­ni­schen Sili­con Val­ley, jenem High­tech-Mek­ka, das im Ruf steht, zu den glo­bals­ten Orten welt­weit zu gehö­ren. Morozov hält das Sili­con Val­ley dage­gen für pro­vin­zi­ell (er kommt selbst aus der Pro­vinz, aus dem tiefs­ten Weiß­russ­land, und weiß, wovon er spricht). Er hält das Sili­con Val­ley für pro­vin­zi­ell, weil es in sei­ner Tech­nik- und Inter­net-Eupho­rie kei­nen Begriff habe von der Kom­ple­xi­tät der Welt.

  • Im Enten­teich – Ber­li­ner Zei­tung lässt Arti­kel ver­schwin­den – Unfein: Die FR und die BZ kür­zen einen Text nach der Ver­öf­fent­li­chung ohne Kenn­zeich­nung um eine kri­ti­sche Stelle:

    Die ver­le­ger­kri­ti­sche Pas­sa­ge in Arno Wid­manns Kolum­ne „Vom Nacht­tisch geräumt“ ist von bei­den Redak­tio­nen still­schwei­gend ent­fernt wor­den. Ein sol­cher tie­fer nach­träg­li­cher Ein­griff in einen online gestell­ten Arti­kel ohne jede Kenn­zeich­nung wider­spricht der „Neti­ket­te“.

Lieblingstweets März 2013


https://​twit​ter​.com/​g​i​e​s​b​e​r​t​/​s​t​a​t​u​s​/​3​1​2​1​1​1​4​2​2​1​1​0​8​2​6​497


https://​twit​ter​.com/​a​n​t​a​l​l​a​n​/​s​t​a​t​u​s​/​3​1​3​7​6​9​3​6​7​4​5​8​4​4​3​264


https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​3​1​4​4​8​1​0​1​7​1​6​1​4​1​2​608


https://​twit​ter​.com/​s​p​m​r​i​d​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​3​1​6​1​5​4​4​9​7​8​3​7​6​9​9​073

Netzfunde der letzten Tage (27.3.–1.4.)

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 26.3. zum 30.3.:

Lieblingstweets Februar 2013


https://​twit​ter​.com/​u​b​u​w​e​b​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​9​5​7​9​4​9​9​8​6​6​1​1​6​096


https://​twit​ter​.com/​j​a​n​b​o​e​h​m​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​0​3​4​1​9​8​2​5​8​3​2​0​9​985


https://​twit​ter​.com/​h​o​c​h​2​1​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​1​2​9​9​9​5​8​7​3​1​1​1​2​448
https://​twit​ter​.com/​_​L​u​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​2​1​5​2​2​2​6​0​6​6​0​0​6​017


https://​twit​ter​.com/​g​i​e​s​b​e​r​t​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​3​1​7​2​5​4​0​9​5​0​5​3​2​096
https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​3​9​4​6​5​9​4​3​8​0​8​1​2​288
https://​twit​ter​.com/​h​o​r​s​t​h​u​n​d​b​r​o​d​t​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​3​9​8​4​1​3​4​2​8​2​4​2​8​416
https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​4​3​1​8​6​5​4​4​4​9​8​6​4​704
https://​twit​ter​.com/​m​i​t​n​i​c​h​t​e​n​/​s​t​a​t​u​s​/​3​0​4​6​2​7​5​0​0​6​5​7​5​5​7​505

Netzfunde vom 8.2. bis zum 10.2.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 8.2. zum 10.2.:

Netzfunde vom 1.2. bis zum 7.2.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 1.2. zum 7.2.:

  • Anton Tant­ner: Wer­det Blog­ge­rIn­nen! Eine Replik auf Valen­tin Groeb­ner – Mer­kur. Blog der deut­schen Zeit­schrift für euro­päi­sches Den­ken – Auch Anton Tant­ner ‑ä im Netz sehr aktiv – repli­kiert auf Valen­tin Groebner:

    Ins­ge­samt man­gelt es dem Bei­trag Groeb­ners lei­der an der kon­kre­ten Aus­ein­an­der­set­zung mit den bereits bestehen­den wis­sen­schaft­li­chen Web­an­ge­bo­ten; statt­des­sen bevor­zugt er es, auf Papp­ka­me­ra­den zu schie­ßen, die, wenn über­haupt, dann in den Anfangs­zei­ten des Inter­nets bei man­chen Netz­theo­re­ti­ke­rIn­nen eine Rol­le gespielt haben mögen, aber für die der­zeit im Web akti­ve Gene­ra­ti­on von Wis­sen­schaf­te­rIn­nen – weder für mich noch für die Mehr­zahl mei­ner blog­gen­den Kol­le­gIn­nen – von Rele­vanz sind.

  • Ver­mit­teln Blogs das Gefühl rast­lo­ser Mas­tur­ba­ti­on? Eine Ant­wort auf Valen­tin Groeb­ner | Redak­ti­ons­blog – Klaus Graf setzt Valen­tin Groeb­ners Abwer­tung der Blogs in der Geschichts­wis­sen­schaft (in der FAZ vom 6. Febru­ar 2013 und auf der Tagung „Rezen­sie­ren – Kom­men­tie­ren – Blog­gen“) eine dif­fe­ren­zier­te Dar­stel­lung der Vor­tei­le des Publi­zie­rens im Netz entgegen.
  • Jazz Dis­co­gra­phy Pro­ject -

    A collector’s gui­de to jazz music CDs/​DVDs, iTunes/​MP3s and vinyl records (LPs/​EPs/​45s/​78s, etc.):
    Blue Note, Pres­ti­ge, River­si­de Records (the big three labels of modern jazz); bebop, cool/​west coast, hard bop, modal/​mode, free/a­vant-gar­de jazz musi­ci­ans; Miles Davis’ per­so­nal con­nec­tions, and more.

  • Kam­mer­mu­sik­füh­rer – Vil­la Musi­ca Rhein­land-Pfalz – Die Vil­la Musi­ca hat einen Kam­mer­mu­sik­füh­rer ver­öf­fent­licht – aus den Pro­gramm­heft­tex­ten der letz­ten zwan­zig Jahre:

    Im Online-Kam­mer­mu­sik­füh­rer der Vil­la Musi­ca sind Tex­te zu mehr als 4000 Wer­ken gesam­melt, die seit 1991 in den Pro­gramm­hef­ten der rhein­land-pfäl­zi­schen Lan­des­stif­tung abge­druckt wur­den. Sie stam­men fast durch­weg von Dr. Karl Böh­mer, dem lang­jäh­ri­gen Dra­ma­tur­gen und jet­zi­gen Geschäfts­füh­rer der Stiftung

  • Pfäl­zer­wald­läu­fer: 31 Grün­de – 31 Grün­de, immer wie­der lau­fen zu gehen (via Published articles)

Lieblingstweets Januar 2013


https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​8​0​5​1​1​2​2​5​8​3​7​7​3​184


https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​9​4​8​7​2​3​6​3​6​0​1​9​2​000
https://​twit​ter​.com/​_​K​r​e​i​d​l​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​1​5​0​3​0​4​3​1​9​3​7​3​3​121


https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​2​3​5​5​0​4​6​2​2​4​5​7​2​416
https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​2​7​0​2​9​8​2​7​9​6​0​9​5​489
https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​0​6​2​8​4​5​8​5​8​4​6​3​744
https://​twit​ter​.com/​w​o​r​t​f​e​l​d​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​1​1​1​5​5​3​4​5​9​3​7​6​128
https://​twit​ter​.com/​z​a​c​h​b​r​a​f​f​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​1​3​6​6​5​3​1​8​5​3​4​3​488
https://​twit​ter​.com/​b​u​s​c​h​h​e​u​e​r​/​s​t​a​t​u​s​/​2​9​3​8​5​9​0​7​4​2​6​3​6​1​7​537

Lieblingstweets Dezember 2012


https://​twit​ter​.com/​h​o​c​h​2​1​/​s​t​a​t​u​s​/​2​7​6​0​8​6​6​5​6​5​9​8​1​7​5​744


https://​twit​ter​.com/​3​4​3​m​a​x​/​s​t​a​t​u​s​/​2​7​7​7​6​2​3​4​8​7​1​2​8​8​2​176
https://​twit​ter​.com/​k​a​l​t​m​a​m​s​e​l​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​7​7​8​0​1​8​1​7​9​0​6​2​3​7​442


https://​twit​ter​.com/​z​a​g​6​9​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​1​7​7​2​9​1​9​5​1​0​6​8​7​744


https://​twit​ter​.com/​W​o​n​d​e​r​g​i​r​l​/​s​t​a​t​u​s​/​2​8​5​7​3​1​9​1​0​9​3​4​7​5​3​280

Jetzt auch hier: Ubernauten!

In den letz­ten Wochen bin ich mit mei­nen gesam­ten Inter­net­re­prä­sen­ta­tioen, mit allen Web­sei­ten und diver­sen Web­diens­ten, umge­zo­gen: Von All-Inkl zu den Uber­nau­ten. Nicht unbe­dingt, weil ich mit All-Inkl beson­ders unzu­frie­den gewe­sen wäre … Aber das Kon­zept der Uber­nau­ten, jeden Kun­den sei­nen Preis selbst (abge­se­hen von einem abso­lut nied­ri­gen Min­dest­be­trag) selbst fest­le­gen zu las­sen und dafür im Gegen­satz unheim­lich vie­le Frei­hei­ten und Mög­lich­kei­ten – inklu­si­ve einer voll­stän­di­gen Shell – zu geben, hat mich begeis­tert. Und natür­lich muss man die loka­len Main­zer Unter­neh­mer ja auch unterstützen …

Zunächst habe ich die ein­fa­chen Domains umge­zo­gen, die mei­nes Bru­ders (jma​der​.de) und von COMEDIAN SIXPACK – alles ohne Pro­ble­me. Aber das waren ja auch ein­fa­che Fäl­le. Mein eige­ner Kram wur­de etwas kom­ple­xer. Ich habe mit den Hin­ter­grund­diens­ten ange­fan­gen, den Web­ser­vices, die ich für mich selbst auf­ge­setzt habe. 

Feed-Reader

Das ist zunächst mal der RSS-Rea­der TTRSS (übri­gens wirk­lich eine groß­ar­ti­ge Sache!) Die Instal­la­ti­on war voll­kom­men pro­blem­los, nur der Trans­fer der Daten­bank klapp­te zunächst nicht. Das woll­te und muss­te ich aber hin­be­kom­men, sonst hät­te ich ja wie­der viel Arbeit gehabt, all die Feeds ein­zu­le­sen und zu orga­ni­sie­ren (ich bin momen­tan bei 448 Feeds, die ich ver­fol­ge). Und die alten Arti­kel woll­te ich auch behal­ten. Das Pro­blem war wohl ein­fach die Grö­ße der Daten­bank … Jeden­falls hat es weder mit PHPMy­Ad­min noch mit Admi­ner, die bei­de bei den Uber­nau­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, geklappt. Die Jungs gaben mir dann den Tipp, es direkt auf der Kon­so­le zu ver­su­chen – und da hat es tat­säch­lich geklappt. Und ab da lief alles wie geschmiert, mei­ne Infor­ma­ti­ons­sucht konn­te wie­der befrie­digt werden …

ThinkUp & Piwik

Eben­falls voll­kom­men ohne Pro­blem lief der Umzug der Think­up-Instal­la­ti­on, die die Tweets mei­ner drei Accounts, mei­ne G+- und Face­book-Akti­vi­tät archi­viert und ana­ly­siert: Ein­fach auf dem Uber­space neu instal­lie­ren, die alte Daten­bank expor­tie­ren und hier wie­der impor­tie­ren – fertig. 

Glei­ches gilt für Piwik, das ich zum Moni­to­ring mei­ner Web­sei­ten benut­ze. Auch da muss man nur ein­fach neu instal­lie­ren und die Daten­bank trans­fe­rie­ren. Alles kein Problem. 

Owncloud

Das nächs­te Pro­jekt war dann die eige­ne Cloud, die mit Own­cloud mög­lich wird. Oder zumin­dest simu­liert wird … Das hat übri­gens bei All-Inkl nie rich­tig funk­tio­niert, die Syn­chro­ni­sa­ti­on konn­te ich z.B. nie in Gang brin­gen, weil der Ser­ver offen­bar immer Lauf­zeit-Feh­ler pro­du­ziert hat. Und auch auf der Kon­tak­te- und Kalen­der­ebe­ne gab es reich­lich Feh­ler, so dass ich das nur mal kurz aus­pro­biert hat­te. Bei den Uber­nau­ten lief es gleich voll­kom­men pro­blem­los, alles funk­tio­niert (und funk­tio­niert imemr noch) ein­wand­frei – die Syn­chro­ni­sa­ti­on läuft tadel­los, die Kon­tak­te stim­men (von Goog­le expor­tiert und hier impor­tiert), auch die Kalen­der (eben­so dort­hin geschafft) sind in Ord­nung. Des­halb habe ich dann auch den nächs­ten Schritt gewagt und mein Han­dy von der Goog­le-Syn­chro­ni­sa­ti­on getrennt (was Kon­tak­te und Kalen­der angeht) und mit den bei­den klei­nen Apps „Cal­DAV Sync“ und „Card­DAV Sync“ über die OWn­cloud syn­chro­ni­siert – auch das funk­tio­niert gran­di­os, eigent­lich ganz ein­fach (und kos­ten­güns­tig). So habe ich nun die Daten­ho­heit über Ter­mi­ne und Adres­sen & Tele­fon­num­mern. Auch Thun­der­bird gleicht jetzt die­se Daten mit mei­ner Own­cloud-Instanz ab – toll, wie das alles klappt!

Etherpad

Ether­pad-lite hat zunächst nicht funk­tio­niert, obwohl ich mich an die Anlei­tung hielt. Aber offen­bar habe ich irgend­wo einen Tipp­feh­ler oder so ein­ge­baut. Beim drit­ten Ver­such, bei dem ich beson­ders auf­merk­sam war, ging das dann auch alles durch, so dass ich jetzt auch für kol­lo­bar­a­ti­ve Tex­terstel­lun­gen (und Noti­zen oder so) Goog­le den Rücken keh­ren kann.

Runalyze

Zu der von mir ver­wen­de­ten Lauf­sta­tis­tik-Soft­ware Runa­ly­ze habe ich im Lauf­blog etwas geschrie­ben – zum Umzug und zur Instal­la­ti­on auf dem Uber­space. Das ist aber auch voll­kom­men unpro­ble­ma­tisch abge­lau­fen, wer schon ein­mal eine Web­an­wen­dung instal­liert hat, bekommt das auch ohne Anlei­tung hin …

WordPress mal drei

Der letz­te Schritt vor der Domain­por­tie­rung zu den Uber­nau­ten war dann aber der schwie­rigs­te. Auf mat​thi​as​-mader​.de lie­fen bis­her drei Word­Press-Instal­la­tio­nen: Für das hier, also für „Nächs­tens mehr.“, für das Lauf­blog und für die Feh­ler­höl­le. Im Rah­men des Umzugs woll­te ich das auf eine redu­zie­ren und Word­Press im Mul­ti­si­te-Modus betrei­ben. Das ist an sich auch wie­der kein Hexen­werk (auch wenn es etwas manu­el­les Gefum­mel in der wp-config.php und der .htac­cess benö­tigt), mach­te dann das Por­tie­ren aber etwas umständ­li­cher, weil ich nicht ein­fach die SQL-Daten­bank impor­tie­ren konn­te. Viel­leicht geht das auch irgend­wie, ich habe es jeden­falls nicht rich­tig hin­be­kom­men. Also bin ich den Umweg über den Word­Press-eige­nen WXR-Ex- & ‑Import gegan­gen. Das hat aber beim Haupt­blog mit etwas über 1000 Arti­keln nicht voll­stän­dig funk­tio­niert, des­halb muss­te ich das noch in Etap­pen jah­res­wei­se machen, was dann letzt­end­lich auch funktionierte.

Ergän­zend dazu habe ich noch die The­mes- und Plug­ins-Ord­ner aus der alten in die neue Instal­la­ti­on kopiert. Dann waren die Datei­en schon ein­mal da, trotz­dem muss­te ich aber noch alle Optio­nen und Ein­stel­lun­gen wie­der an „mei­ne“ Stan­dards anpas­sen – hät­te ich die Daten­bank kom­plett impor­tiert, wäre mir das natür­lich erspart geblie­ben. Das dau­er­te dann doch recht lan­ge, vor allem, weil ich bei vie­len Sachen erst in der alten Instal­la­ti­on nach­schau­en muss­te, wie ich das vor­her ein­ge­rich­tet hat­te – vie­les muss man ja nur ein­mal ein­stel­len und lässt es dann ein­fach so. Und „Nächs­tens mehr.“ gibt es jetzt ja auch schon ein paar Jahre. 

Etwas Hand­ar­beit erfor­der­te aber die Next­Gen-Gal­lery, die ich teil­wei­se als Ersatz für die Word­Press-Bil­der­ga­le­rie benut­ze. Die Tabel­le habe ich aus der alten Daten­bank sepa­rat expor­tiert und ent­spre­chend in die neue impor­tiert. Dann müs­sen aber auch noch die Datei­en in die neue Instal­la­ti­on kom­men, NGG spei­chert „sei­ne“ Bil­der in einem eige­nen Ord­ner unter wp-con­tent, näm­lich direkt in wp-con­ten­t/­gal­lery, nicht im Uploads-Ver­zeich­nis von Word­Press. Knapp 500 MB waren das (hät­te ich nicht gedacht, das das so viel gewor­den ist), die ich aus der Siche­rung der alten Datei­en, die ich mir lokal gemacht habe, gezippt und per scp im Ter­mi­nal auf den Uber­space geschafft habe. 

Dann hat­te ich noch die Freu­de, das gan­ze gleich wie­der im gro­ßen Stil zu aktua­li­sie­ren, weil genau jetzt natür­lich Word­Press 3.5 her­aus­kam und auch vie­le Plug­ins aktua­li­siert wur­den … Aber irgend­wann war auch das geschafft und läuft jetzt – soweit ich das sehe – auch zufriedenstellend.

Domainwechsel

Der eigent­li­che Domain­wech­sel ist das ein­fachs­te: Dafür benö­tigt man nur den auth-code des bis­he­ri­gen Pro­vi­ders und eine kur­ze mail an die Uber­nau­ten, den Rest über­neh­men die …
Word­press hat mir da aber noch einen Stein in den Weg gelegt. Weil ich die Aus­fall­zeit von mat​thi​as​-mader​.de ja mög­lichst gering hal­ten woll­te, hat­te ich Word­Press schon unter mei­nem Uber­space instal­liert und ein­ge­rich­tet. Dann, dach­te ich, muss ich nach der Domain-Por­tie­rung nur noch Base-URL und Home-URL in den Ein­stel­lun­gen ändern, damit alles wie­der unter *.mat​thi​as​-mader​.de zu errei­chen ist. Das habe ich auch pro­biert – und kam in einen Teu­fels­zir­kus, der mich kom­plett aus der Word­Press-Instal­la­ti­on raus­ge­schmis­sen hat, ich konn­te mich nir­gends­wo mehr ein­log­gen. Das Pro­blem ließ sich dann aber auch lösen: Die Mul­ti­si­te-Vari­an­te von Word­Press schreibt die Basis-URL nicht nur in die Daten­bank (dort auch gleich in meh­re­re Tabel­len: wp_​options, wp_​site und wp_​blogs), son­dern auch noch in die wp-config.php – das hat­te ich nicht gewusst. Ändert man die auch noch, funk­tio­niert auf ein­mal wie­der alles und man kann mun­ter weiterarbeiten …

E‑Mail

Mit der Domain zie­hen ja auch mei­ne E‑Mail-Adres­sen und ‑Post­fä­cher zu den Uber­nau­ten um. Weil ich zuerst die Come­di­an-Six­pack-Domain umge­zo­gen habe, bin ich auf ein kurio­ses Pro­blem gesto­ßen: Man­che Mails an deren Adres­se kamen ein­fach nicht an. Jonas hat dann ver­mu­tet, dass All-Inkl offen­bar noch alte Infor­ma­tio­nen lokal gespei­chert hat­te, denn dort im Post­fach waren die Mails noch, nur nicht in dem „neu­en“ von come​di​an​-six​pack​.de. Aber so sehr mich das zunächst beun­ru­higt hat, das eini­ge Mails ein­fach nicht ankom­men, so erlei­chert war ich dann über die ein­fa­che Erklärung.

Für mei­ne Haupt­do­main war der E‑Mail-Umzug aller­dings etwas auf­wän­di­ger: Zunächst müs­sen die Post­fä­cher ein­ge­rich­tet wer­den – weil ich mei­ne Kor­re­spon­denz je nach Zweck ger­ne auf ver­schie­de­ne Adres­sen auf­tei­le, ist das ein­fach ein biss­chen Arbeit (na gut, 11 Accounts sind noch handhabbar …).

Dann habe ich noch die eigent­li­chen Mails umge­zo­gen: Mit „ima­psync“ geht das auch fast von allei­ne – man muss ihm nur Bescheid­sa­gen (und die Syn­tax rich­tig hin­be­kom­men, das hat natür­lich bei mir wie­der zwei Fehl­ver­su­che gebraucht, weil ich Anlei­tun­gen ja prin­zi­pi­ell nur über­flie­ge und nicht lese …). Und ein paar tau­send Mails inklu­si­ve ein paar Anhän­gen zu trans­fe­rie­ren dau­ert dann auch etwas, selbst wenn es mit ima­psync direkt von Ser­ver zu Ser­ver geschieht (bei ca. 2MiB/​S).

Der rich­ti­ge Spaß kommt dann aber erst zum Schluss: Alle Mail­cli­ents müs­sen ange­passt wer­den, weil sich die Zugangs­da­ten (Benutzername/​Passwort und auch die Ser­ver­adres­sen) geän­dert haben. Da ich ja alles vier­fach haben will (PC, Net­book, Han­dy & Tablet) war ich damit eine gan­ze Wei­le am wer­keln. Auch wenn ich immer­hin die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei zwi­schen Han­dy und Tablet ein­fach kopie­ren konn­te, weil ich auf bei­den Gerä­ten K9 benut­ze. Aber da ich beim PC Thun­der­bird bevor­zu­ge, auf dem Net­book aber Syl­pheed (weil es res­sour­cen­scho­nen­der ist), hat das dort nicht so ein­fach geklappt. Nicht, dass die Sache beson­ders schwie­rig wäre – es kos­tet ein­fach nur ein biss­chen Zeit, all die Daten zu ändern …

Aber jetzt ist alles wie­der im Rei­nen, die Ser­ver brum­menn, mei­le Mails flie­gen hin und her und ich bin glücklich …

Seite 11 von 16

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén