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Schlagwort: nepal

Exklusiver Tee aus Nepal

Der „Nepal Hima­la­yan Spring“ von Jun Chi­ya­ba­ri ist schon län­ger einer mei­ner Lieb­lings­tees. Mein Dea­ler, Kolod­ziej & Lie­der, hat den jetzt aber noch in einer neu­en Vari­an­te. Oder bes­ser gesagt, in zwei: Nach Abtei­lun­gen des Tee­gar­tens sor­tier­te Pflü­ckun­gen, also so etwas wie die Lagen beim Wein­bau. „First Flush – Exclu­si­ve“ nennt sich das. Dar­an konn­te ich natür­lich nicht vor­bei­ge­hen … Als ers­tes pro­bie­re ich gra­de den Tee der „Ram­che-Divi­si­on“, wie das auf der Packung heißt.

Der Tee gilt offi­zi­ell als Oolong, ist aber nur sehr leicht oxi­diert. Das sieht man schon am Blatt, mit hel­len, grü­nen und sil­ber­nen Spit­zen, sehr locker und etwas auf­ge­rollt fällt das Blatt in mei­ne Kan­ne und ver­strömt schon tro­cken den fruch­ti­gen Geruch, den ich von den Chi­ya­ba­ri-Tees ken­ne. Erst im feuch­ten Zustand sieht man dann, wie groß das Blatt die­ser Pflü­ckung wirk­lich ist.

Die Tas­se ist dann ganz unauf­ge­regt, ein hel­les, nur dezent gold-gelb schim­mern­des Braun. Und ein zar­ter, ver­füh­re­ri­scher Duft nach Früh­ling und nach drau­ßen, fri­scher Luft und wei­ter Land­schaft … Und er schmeckt auch wun­der­bar deli­kat: Das ist mehr Ver­hei­ßung als Erfül­lung, ein Traum ein­fach. Vor allem, wenn man sol­che unauf­ge­reg­ten, unauf­dring­li­chen, aber wohl­kom­po­nier­ten Tees mag. Das Aro­ma ist ein­fach da, rund und aus­ge­wo­gen, nie auf­dring­lich, aber inten­siv – ein­fach betö­rend. Und noch einen Tick „bes­ser“ als die gewöhn­li­che Ern­te. Das ist natür­lich nicht ganz bil­lig, aber jeden Cent wert!

Tee: Nepal Hima­la­yan Spring 2011 Ram­che-Exclu­si­ve, Jun Chi­ya­ba­ri First Flush von Kolod­ziej & Lie­der.
Zube­rei­tung: 15 Gramm Tee für 1,5 Liter kochen­des Was­ser, 2:30 Minu­ten Ziehzeit.

nepal jun chiyavari 2009 himalayan orange sftgfop1

man meint, in der weich wabern­den duft­wol­ke die­ses tee einen hauch oran­ge wahr­zu­neh­men. aber das ist ver­mut­lich eine täu­schung, die bloß dar­auf beruht, dass die­se sor­te aus dem nepa­le­si­schen tee­gar­ten jun chi­ya­ba­ri die zitrus­frucht im namen trägt: hima­la­yan oran­ge nen­nen die anbau­er ihren tee (sftgfop1, first flush, ern­te 2009). wie sie auf die­sen namen kamen, weiß ich nicht. was ich aber unmit­tel­bar erfah­ren durf­te: das ist aus­ge­spro­chen wohl­schme­cken­der, rund­um gelun­ge­ner tee. die dunk­le tas­se hält, was das fruch­ti­ge bou­qet ver­spricht: ein kräf­ti­ger, durch­set­zungs­star­ker tee mit aus­ge­spro­chen gerin­ger ten­denz zur bit­ter­heit – also schon in der zube­rei­tung sehr gut­mü­tig. und wie die meis­ten oolongs, die ich bis­her in der kan­ne hat­te, aus­ge­spro­chen lecker. (ich wer­de sowie­so gera­de zum oolong-fan. die haben meist auch ein ziem­lich gutes preis-leistungs-verhältnis ;-),)

zube­rei­tung: 14g tee für ca. 1,5 liter was­ser, zieh­zeit (1. auf­guss) 2:30 minuten

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