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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Hauptsache Lied

… mögen sich Rai­ner Wiec­zo­rek und/​oder sei­ne Lek­to­rin gedacht haben, als er die­sen Absatz (auf Sei­te 92) in sei­ner Tuba-Novel­le schrieb, da kommt es auf Schu­bert oder Schu­mann doch nicht so an:

Ich grol­le nicht: Er leg­te das Mund­stück in die Fül­ler-Scha­le und ver­such­te an Suzan­ne und Beckett zu den­ken, wie sie ein­träch­tig den Schu­bert-Lie­dern lauschen.

Und ja, aus dem Zusam­men­hang der vori­gen Sei­ten geht ein­deu­tig her­vor, dass es sich um die Schu­mann-Lie­der han­deln soll – der ent­spre­chen­de Abschnitt eini­ge Sei­ten zuvor heißt auch „Dich­ter­lie­be“. Damit hier aber kein fal­scher Ein­druck ent­steht: Die Tuba-Novel­le ist ein durch­aus anspre­chen­des, anre­gen­des und, ja, auch ein­fach schö­nes Buch. 

Schubert oder Schumann—egal, Hauptsache Lied

… mögen sich Rai­ner Wiec­zo­rek und/​oder sei­ne Lek­to­rin gedacht haben, als er die­sen Absatz (auf Sei­te 92) in sei­ner Tuba-Novel­le schrieb:

Ich grol­le nicht: Er leg­te das Mund­stück in die Fül­ler-Scha­le und ver­such­te an Suzan­ne und Beckett zu den­ken, wie sie ein­träch­tig den Schu­bert-Lie­dern lauschen.

Und ja, aus dem Zusam­men­hang der vori­gen Sei­ten geht ein­deu­tig her­vor, dass es sich um die Schu­mann-Lie­der han­deln soll—der ent­spre­chen­de Abschnitt eini­ge Sei­ten zuvor heißt auch »Dich­ter­lie­be«.

ûf der worte heide #11

  • »Allerweltskrieg«—Franz Hes­sel, Heim­li­ches Ber­lin (1927)
  • »Bauphallomanisten«—nennt der Foto­graf Lois Hechen­blai­k­ner in einem taz-Inter­view die Architekten
  • »Bemerkungskunst«—Rainer Wiec­zo­rek, Tuba-Novel­le (2010), S. 65

Tagebücher

Tagebücher

beschrie­be­nes Papier

Yin-Zhen Jasmin: Grandioser Weißer Tee aus China

Blätter des Yin Zhen Jasmin

Blät­ter des Yin Zhen Jasmin

Traum­haft. Anders lässt sich die­ser Tee kaum beschrei­ben. Der chi­ne­si­sche Yin Zhen ist ein­fach herr­lich, wun­der­bar – eine Tee-Offen­ba­rung. Jas­min­tees sind ja – wenn sie gut gemacht sind – immer eine tol­le Sache, auch wenn ich sie irgend­wie nur nach­mit­tags im Win­ter­halb­jahr rich­tig genie­ßen kann: Kaum ein ande­rer Tee hat für mich so eine fes­te, spe­zi­el­le Tages- und Jah­res­zeit wie die Jas­min­tees. Wenn es dann noch ein wei­ßer Tee ist, der mit Jas­min beduf­tet wur­de, ist das ein­fach gran­di­os. So wie beim Yin Zhen Supe­ri­or Chi­na Fuding, den ich von Kolod­ziej & Lie­der bezo­gen habe. Das ist ein nicht ganz bil­li­ges Ver­gnü­gen, aber der Tee ist jeden Euro wert. 

Für den Yin Zhen wer­den rei­ne wei­ße, noch unge­öff­ne­te Blatt­spit­zen der Tee­pflan­ze Da Bai Hao der Regi­on Fuding nach der Ern­te mehr­mals mit Jas­min­blü­ten gemischt, so dass der Duft der Jas­min­blü­ten von dem Tee auf­ge­nom­men wird. Am Schluss wer­den alle Jas­min­blü­ten wie­der ent­fernt. Und übrig bleibt ein traum­haft zar­ter Tee mit wun­der­ba­rem Jas­m­in­duft und sanf­tem Jas­min­ge­schmack. Die wun­der­ba­re Ent­fal­tung des Geschmacks hängt natür­lich auch nicht ganz unwe­sent­lich mit dem „Grund­tee“ zusam­men – das ist eine ganz fei­ne Ern­te, die sicher­lich auch ohne Jas­m­in­duft schme­cken würde. 

Die Gran­des­se des Tees sieht man schon am tro­cke­nen Tee, den gro­ßen Sil­ber­spit­zen, also unge­öff­ne­ten Blatt­knos­pen, die in vol­ler Grö­ße erhal­ten sind und sich im Was­ser dann weit ent­fal­ten. Schon die tro­cke­nen Blät­ter duf­ten aus­ge­spro­chen ver­hei­ßungs­voll, sanft und zart, ele­gant und edel.

Tasse des Yin Zhen Jasmin

Tas­se des Yin Zhen Jasmin

Fürs ers­te Mal habe ich eine gro­ße Kan­ne zube­rei­tet, beim nächs­ten Mal wird er wie ein Oolong im klei­nen Känn­chen mit Mehr­fach­auf­guss pro­biert. In der Tas­se ist er dann eher unschein­bar, von blas­sem Gelb und zurück­hal­ten­dem, leich­ten Jas­m­in­duft. Aber auf den Geschmacks­knos­pen explo­diert er förm­lich, im typisch ele­gan­ten Under­state­ment, aber mit Prä­zi­si­on und anhal­ten­der Über­zeu­gungs­kraft: Weder ist die Jas­min­no­te zu auf­fäl­lig (das hat man oft bei bil­li­gen Tees, die die schlech­te Grund­la­ge mit über­mä­ßi­gem Par­füm zu ver­tu­schen suchen), noch ver­schwin­det sie im „nor­ma­len“ Tee: Das ist ein Meis­ter­werk der Balan­ce der Sinnlichkeit. 

Tee: Jas­mi­ne Yin Zhen Supe­ri­or Chi­na Fuding, wei­ßer Tee mit Jas­m­in­duft, Ern­te Früh­jahr 2012, von Kolod­ziej & Lieder
Zube­rei­tung: 16 Gramm Tee für 1,5 Liter Was­ser bei knapp 80 °C, 2:40 Ziehzeit.

Etikett des Yin Zhen Jasmin

Eti­kett des Yin Zhen Jasmin

Gil Scott-Heron

Jamie Bing hat im Früh­jahr 2010 ein Inter­view mit Gil Scott-Heron geführt, der viel von sich, sei­ner Her­kunft, sei­nem Weg erzählt. Und Micha­el Danie­le Dris­coll hat dar­aus einen schö­nen klei­nen sechs­mi­nü­ti­gen Film dar­aus gemacht, den man bei Vimeo anschau­en darf:

Kafka, die Lektoren und eine Verwandlung

wun­der­bar:

(via Astro­dic­ti­cum sim­plex.)

Zillertalarena – eine Rundfahrt

Weil ich es eh’ schon geschrie­ben habe, für das Mono­ski-Forum, kommt es hier auch noch ein­mal hin: Eine kur­ze Beschrei­bung der Zil­ler­tala­re­na. Los geht’s:

Die Zil­ler­tal-Are­na, ein klei­ner Teil des Ski­ver­gnü­gens im Zil­ler­tal, zer­fällt eigent­lich noch ein­mal in meh­re­re klei­ne­re Teil­ge­bie­te: Ger­los, Ger­los­plat­te, Königs­lei­ten­spit­ze und Kar­spit­ze. Aber die sind nahe bei­ein­an­der und (fast) per­fekt durch Lif­te und Pis­ten mit­ein­an­der ver­bun­den, so dass man das gar nicht beson­ders mer­ken muss. (Hier gibt es auch einen Plan: klick)

Ich stel­le sie trotz­dem mal getrennt vor, weil ich sie auch ein­zeln wahr­ge­nom­men und gefah­ren bin. Also, Start ist in Ger­los. Das ist ein­fach, da gibt es nur eine Mög­lich­keit: Die Iss­ko­gel­bahn am Dorf­en­de führt auf den Berg. Und bie­tet auch eine bzw. zwei net­te Tal­ab­fahr­ten: Im obe­ren Bereich ist die schwar­ze Vari­an­te für Monos schö­ner, weil sie weni­ger Weg hat. Und beson­ders schwarz ist sie auch über­haupt nicht. Die bei­den Pis­ten ver­ei­nen sich aber sowie­so bald zu einer roten Abfahrt, die mor­gens eine wun­der­ba­re Speed­pis­te war.
Auf dem Iss­ko­gel, im „Are­na Cen­ter“ ist in der Regel viel Betrieb. Zwei Ses­sel (Eben­feld-X-Press und Sto­amandl) sor­gen zusam­men mit dem Vor­ko­gel-Schlep­per (der vor allem für den groß aus­ge­bau­ten Fun­park läuft) für die nöti­ge Beför­de­rungs­ka­pa­zi­tät (und ein biss­chen mehr). Auch der Krumm­bach-X-Press füllt die eher unspek­ta­ku­lä­ren, fast lang­wei­lig brei­ten blau­en Pis­ten im Are­na Cen­ter noch zusätzlich. 

Nicht wun­dern muss man sich, wenn man Ski­fah­rer in genau die­sem Krumm­bach-X-Press berg­ab fah­ren sieht: Die ein­zi­ge Pis­ten­ver­bin­dung zur Ger­los­plat­te und zur Königs­lei­ten­spit­ze ist schwarz mar­kiert. Das ist durch­aus sinn­voll, weil der Hang oben doch recht steil ist. Da die Pis­te aber irr­sin­nig breit ist und – wie über­all im Zil­ler­tal – ihr Unter­grund erschöp­fend pla­niert wur­de, ist das kei­ne beson­de­re Her­aus­for­de­rung. Unten trifft man auf zwei kur­ze, hin­ter­ein­an­der geschal­te­te Ses­sel­lif­te, die hin­auf in Rich­tung Königs­lei­ten­spit­ze für Anschluss sor­gen. Der zwei­te, der Fussalm-X-Press, bie­tet auch noch eine net­te rote Car­ving­pis­te. Inter­es­san­ter wird es, wenn man oben zur Falsch­bach-Bahn quert. Die Gon­del­bahn führt ganz hoch auf die Königs­lei­ten­spit­ze. Dort hat man die Aus­wahl: außen führt eine schwar­ze Power­ab­fahrt, wie­der unsin­nig breit, ein­fach den Hang run­ter zur Tal­sta­ti­on der Falsch­bach-Gon­del: Da kann man aus­ge­spro­chen ordent­lich Tem­po machen. Und neben­dran, direkt unter der Gon­del, ist ein schö­ner Freeri­de-Hang (auch mit Buckeln …). Die Alter­na­ti­ve auf der ande­ren Sei­te der Bahn ist eben­falls schwarz mar­kiert, aber nicht so steil und hängt in der ers­ten Hälf­te sehr deut­lich zur Sei­te ab (wes­halb sie mir nicht zusag­te). Die drit­te Vari­an­te ist eine rote Abfahrt – das ist eine sehr schö­ne Fahrt, vor allem wenn man sie bis ganz unten abfährt (wo man damit wie­der an der Tal­sta­ti­on des Krumm­bach-X-Pres­ses ist, also zum Are­na-Cen­ter zurück­keh­ren kann oder wie­der den Fussalm-X-Press zur Königs­lei­ten­spit­ze nimmt. 

Von der Königs­lei­ten­spit­ze ganz oben gibt es noch mehr Mög­lich­kei­ten, da dort nicht nur die Falsch­bach-Gon­del ankommt, son­dern – von den ande­ren Sei­ten des Ber­ges – auch die Lar­mach­bahn und die Gip­fel­bahn. Die Lar­mach­bahn, ein Vie­rer­ses­sel, hat eine schö­ne schnel­le rote Abfahrt mit kna­ckig stei­lem Ein­stieg direkt an der Berg­sta­ti­on, die nach unten sehr schön ausläuft.
Die Gip­fel­bahn quert unter­wegs die Dorf­bahn (die von Königs­lei­ten, der künst­li­chen Feri­en­sied­lung am Hang) hin­auf kommt. Zusam­men mit dem Hoch­alm­kar-Schlep­per und dem Mit­ter­le­ger-Ses­sel erschlie­ßen sie die Sei­te der Königs­lei­ten­spit­ze mit roten und blau­en Pis­ten – und viel Betrieb, ähn­lich wie am Are­na-Cen­ter. Das liegt auch dar­an, dass sich die Pis­ten teil­wei­se kreuzen …

Schö­ner ist es, die Königs­lei­ten­spit­ze wie­der zu ver­las­sen, die­ses Mal in Rich­tung Ger­los­plat­te. Dafür muss man an der Tal­sta­ti­on der Lar­mach­bahn vor­bei, ent­we­der auf der roten oder der blau­en Pis­te hin­un­ter zum Ger­los­pass. Bei mir war die rote – wohl auf­grund der dün­nen bis löch­ri­gen Schnee­de­cke – nicht prä­pa­riert und in die­sem Zustand etwas ner­vig zu fahren …

Vom Ger­los­pass füh­ren der Plat­ten­ko­gel-X-Press 1 & 2 auf den Plat­ten­ko­gel, von wo aus sich das Teil­ge­biet der Ger­los­plat­te erschließt: Die Pis­ten unter den Plat­ten­ko­gel-Ses­seln sind eher lang­wei­lig. Inter­es­san­ter ist es auf der ande­ren Sei­te: Dort bie­tet der Schlep­per Handlalm eine schö­ne, abwechs­lungs­rei­che kna­cki­ge schwar­ze Pis­te. Und auf den roten Abfahr­ten zwi­schen Spee­dy (ja, der heißt wirk­lich so) und Duxeralm­bahn kann man ordent­lich Gas geben …

Am Nach­mit­tag muss man sich dann aller­dings recht­zei­tig wie­der auf den Rück­weg machen, denn nach Ger­los führt der Weg zunächst über Ger­los­plat­te und Königs­lei­ten­spit­ze sowie Krumm­bach­tal – das zieht sich.

Auch die Ver­bin­dung vom Are­na-Cen­ter in die ande­re Rich­tung, dem von Zell aus erreich­ba­ren Gebiet zwi­schen Kar­spit­ze und Rosen- bzw. Wie­sen­alm, zieht sich etwas: Vom Sto­amandl am Iss­ko­gel geht es hin­un­ter ins Teu­fel­tal, wo es teuf­lich zieht … Dann mit dem Krimml-X-Press auf das Über­gangs­joch – und der Lift scheint kein Ende zu neh­men. Dabei kann man in Ruhe die rote Pis­te unter ihm in Augen­schein neh­men, die man auf dem Rück­weg nut­zen muss, weil es die ein­zi­ge Ver­bin­dung ist. Das ist auch die Pis­te, wo man am deut­lichs­ten sieht, wie mas­siv so ein Ski­ge­biet in das Gebir­ge ein­greift – sie ist näm­lich fast durch­weg in den Fels gesprengt (und ent­spre­chend – für Zil­ler­ta­ler Ver­hält­nis­se – schmal). 

Auf der Zel­ler Sei­te erwar­ten einen dann eini­ge schö­ne Abfahr­ten, mehr oder weni­ger par­al­lel am Hang ver­teilt bei den Ses­seln Han­ser-X-Press und Kar­spitz-X-Press. Sehr schön ist auch die Abfahrt beim abge­le­ge­nen Kapauns (der noch ein alter Zwei­er­ses­sel ist). Neben der Kar­spitz­bahn, einer der bei­den Gon­del­bah­nen, die von Zell her­auf kom­men, führt die „Sport­ab­fahrt“ genann­te rote Pis­te zur Mit­tel­sta­ti­on – wo Schluss ist, weil Zell kei­ne Tal­ab­fahrt hat (bei einer Höhe von nicht ein­mal 600 Metern ist das auch ver­ständ­lich …). Beson­ders sport­lich fand ich sie nicht, dafür war hier mit Abstand die höchs­te Kunst­schnee­kon­zen­tra­ti­on des gan­zen Ski­ge­bie­tes – und nicht wenig Betrieb. Da bin ich doch lie­ber an den Rän­dern geblie­ben – eben am Kapauns oder bei der auch ganz net­ten Kreuzwiesenbahn. 

Von dem Zel­ler Teil der Zil­ler­tala­re­na kommt man, wie bereits ange­deu­tet, nur über das Teu­fel­tal zurück nach Ger­los. Oder von Zell aus mit dem Bus, der aber nicht ein­mal stünd­lich ver­kehrt und bis Ger­los 45 Minu­ten unter­wegs ist (also kei­ne wirk­li­che Alter­na­ti­ve bietet).

Netzfunde vom 8.2. bis zum 10.2.

Mei­ne Netz­fun­de für die Zeit vom 8.2. zum 10.2.:

Taglied 10.2.2013

Mam­bo (oder so ähn­lich …), von The Magic I.D.:

The Magic I.D. – Mambo

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