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Lesen. Hören. Und ein bisschen schreiben.

Taglied 18.1.2012

wir­re Wege … Über den Per­len­tau­cher bin ich heu­te auf eine Bar­ber­shop-Ver­si­on (naja, zumin­dest eine Vokal­quar­tett-Ver­si­on) von Nir­va­nas „Smells like teen spi­rit“ gesto­ßen – gesun­gen von den Mup­pets. Das hört sich hier schon bescheu­ert an, klingt auch der­ma­ßen blöd, das es schon wie­der lus­tig wird:


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Taglied 17.1.2012

weil es ges­tern so schön war, habe ich noch wei­ter gekramt und einen ande­ren Tri­kont-Sam­pler her­vor­ge­holt: Flash­back #6 – Ame­ri­can War Songs: Hit­ler & Hell. Dar­auf ist auch wie­der eine Men­ge span­nen­der und außer­ge­wöhn­li­cher (oder heu­te so schei­nen­der) Musik. Zum Bei­spiel das hier, Texas Jim Robert­son mit „The Last Page of Mein Kampf“:

Taglied 16.1.2012

Irgend­wo bin ich heu­te mal wie­der über „Der Führer’s Face“ von Spike Jones gestol­pert (und kann mich nicht mehr erin­nern, wo das war …). So klingt das:

Spike Jones & His City Slickers – Der Fuerher’s Face

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Die ori­gi­na­le Ver­si­on mit Spiel­zeug­instru­men­ten ist aller­dings noch bes­ser. So fängt das an:
[wpau­dio url=„http://www.trikont.de/basics/tracks/0276/0276%20-%2026.mp3“ text=„Spike Jone, Der Führer’s Face“ dl=„0“]

Das ist – neben ganz viel ande­rer groß­ar­ti­ger, kurio­ser Musik – auch auf dem Tri­kont-Sam­pler „Novel­ty Songs 1914–1946 – cra­zy & obscu­re“ zu fin­den. Die gan­ze Rei­he, aus der die­se CD stammt, die „Flash­backs“, sind auch sehr emp­feh­lens­wer­te Tonträger.

Und übri­gens ist auch der Dis­ney-Film dazu (oder umge­kehrt eigent­lich) ziem­lich sehenswert!

Klangmagier

Von den Mazur­ken blieb nicht viel übrig. Das war aber fast zu erwar­ten, nach dem, was Ale­xej Gor­latch in der ers­ten Hälf­te sei­nes Kla­vier­abends im Frank­fur­ter Hof geleis­tet hat­te. Gor­latch, der jun­ge, mit Wett­be­werbs­er­fol­gen reich geseg­ne­te Pia­nist, der die undank­ba­re Auf­ga­be über­nom­men hat­te, bei der Rei­he „Inter­na­tio­na­le Pia­nis­ten“ für die erkrank­te Mihae­la Ursu­lea­sa ein­zu­sprin­gen, spiel­te näm­lich einen im eigent­li­chen Sin­ne roman­ti­schen Kla­vier­abend. Und zwar von Anfang bis Ende, trotz der frü­hen Beet­ho­ven-Sona­te am Beginn. Zunächst, bei Beet­ho­ven und dem ers­ten Her­an­tas­ten an Fré­dé­ric Cho­pin, das Zen­trum des Abends, war das noch eine geklär­te Romantik.

Dann aber sieg­te zuneh­mend Gefühl – bis ins Extrem, bis alle Musik nur noch Emo­ti­on war. Vie­les, etwa die etwas ver­lo­ren im Pro­gramm ste­hen­de d‑Moll-Bal­la­de von Johan­nes Brahms, zer­fühl­te er voll­kom­men. Zer­dehnt und zer­fa­sert, auf­ge­löst in bedeu­tungs­lo­se Klän­ge wirk­te die­ses Juwel reich­lich trost­los und arm­se­lig. Aber nicht immer war das so trau­ri­ge Kada­ver­fled­de­rei wie hier. Denn Gor­latch ist ein Klang­ma­gi­er, ihm steht ein beein­dru­cken­der Farb­raum mit uner­schöpf­lich wir­ken­den Nuan­cie­rungs­mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung. Dabei bevor­zugt er vor allem wei­che Klän­ge, deren Schat­tie­run­gen stän­dig wech­seln, die unauf­hör­lich in zar­ten Über­gän­gen inein­an­der flie­ßen. In die­sen Details ist Gor­latch ein gro­ßer Meis­ter. Er tüf­telt feins­te Klän­ge aus, zau­bert immer neue Momen­te rei­ner Schön­heit und abso­lu­ter Kunst, die alle Bin­dun­gen an die schnö­de Rea­li­tät des All­tags hin­ter sich lassen. 

Nur bleibt oft der Ein­druck, dass er nicht weiß, was er damit machen soll: Das ist rei­ner Selbst­zweck. Schön anzu­hö­ren ist das unbe­dingt, aber auch ermü­dend. Denn Span­nung ent­steht bei ihm nicht durch Struk­tu­ren, son­dern höchs­tens – sel­ten genug – durch die Rei­he der Klang­wech­sel und über­ra­schen­de Tönun­gen. Er spielt vor allem eine Rei­he schö­ne Momen­te. Die acht Mazur­ken aus op. 67 und 68 von Cho­pin sind bei ihm nur noch ein gren­zen- und form­lo­ses Wabern, ein ver­lo­re­nes Umher­ir­ren im Laby­rinth der Klän­ge. Er zer­reißt die Musik, um an den Schnitt­kan­ten beson­de­re Schön­hei­ten zu zei­gen. Nur lässt er die Res­te dann ein­fach lie­gen, er gibt ihnen ihre Form nicht zurück und formt auch selbst nichts neu­es dar­aus. Das ist immer wie­der fas­zi­nie­rend und in der Poe­sie der Klang­au­gen­bli­cke betö­rend schön. Aber den Wer­ken Cho­pins wird es kaum gerecht. 

(geschrie­ben für die Main­zer Rhein-Zeitung.)

Taglied 15.1.2012

Heu­te bin ich end­lich dazu gekom­men, die Harald-Schmidt-Show vom 10. Janu­ar anzu­schau­en – da hat­te er nicht nur Olli Dittrich, son­dern vor allem die ziem­lich gute Gei­ge­rin Julia Fischer zu Gast. Die spiel­te am Ende auch was, näm­lich das Capric­cio Nr. 24 a‑moll von Nic­colò Paganini:


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Und hier noch das vor­an­ge­hen­de Geplauder:


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Verständigung

„Wozu sich die Men­schen so furcht­bar mit­ein­an­der abpla­gen, dach­te sie, immer wol­len sie sich „ver­stän­di­gen“, und es klappt nie­mals.“ (Gina Kaus, Mor­gen um Neun, 98f.)

Wozu?

„Die Fra­ge Wozu? ist eine uner­träg­li­che, eine voll­kom­men unfrucht­ba­re Fra­ge. […] Fra­gen Sie noch zwei­mal wozu?, und sie fra­gen bereits nach den Sinn des Lebens, und das wäre und allen ent­setz­lich pein­lich.“ (Gina Kaus, Mor­gen um Neun, 73)

Taglied 14.1.2012

Heu­te gibt es – lei­der aus aktu­el­lem Anlass – einen Hin­weis auf „Das gefühl­vol­le Lied“ von Lukas:

Taglied 12.1.2012

Schmal­zi­ger Schmacht­fet­zen vom Meis­ter Ennio Mor­rico­ne höchst­per­sön­lich – manch­mal muss das auch mal sein … (mehr davon: klick):

Taglied 11.1.2012

weil’s ges­tern so schön war, heu­te gleich noch ein­mal der Lei­er­mann, die­ses Mal in einer Ver­si­on von Port­noy, von der sehr net­ten Mash-Up-Dop­pel-CD „Schu­bert is not dead“ (da ist noch eini­ges skur­ri­les drauf …)

Port­noy – Der Leiermann.avi

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