Die ers­ten Schrit­te sind getan. Und die sind immer etwas beson­de­res für die Eltern. So ist es kein Wun­der, dass das Grün­dungs-Trio Begeis­te­rung ver­ström­te: Die Stif­tung Phil­har­mo­ni­sches Staats­or­ches­ter Mainz ist auf ihrem Weg. Staats­se­kre­tär Joa­chim Hof­mann-Göt­tig, Micha­el Cori­daß von der Stif­tung Main­zer Thea­ter­kul­tur und Gene­ral­mu­sik­di­rek­to­rin Cathe­ri­ne Rück­wardt freu­ten sich, mit der Ein­rich­tung der Stif­tung für das Main­zer Orches­ter die Struk­tur­re­form, die das Orches­ter in den letz­ten Jah­ren umge­baut hat, nun zum Abschluss zu brin­gen. Das Ver­mö­gen dafür stammt aus den Ein­spa­run­gen, die das Orches­ter zwi­schen 2004 und 2006 umge­setzt hat: Etwas mehr als 172.000 Euro sind so zusam­men gekom­men. „Ein soli­des Stif­tungs­fun­da­ment ist damit geschaf­fen”, fin­det Hof­mann-Göt­tig, und wünscht der Stif­tung stei­gen­de Zin­sen, damit sich ihr Kapi­tal rasch ver­mehrt. Das ist übri­gens mehr, als die bei­den ande­ren rhein­land-pfäl­zi­schen Orches­ter in Koblenz und Lud­wigs­ha­fen erreichten.
Das Ziel der neu­en Stif­tung ist klar und, da sind sich alle einig, von beson­de­rer Bedeu­tung für Gesell­schaft und Bevöl­ke­rung: Kin­der und Jugend­li­che sol­len mit ihrer Hil­fe an die Musik her­an­ge­führt wer­den und Nach­wuchs­mu­si­kern Sti­pen­di­en und Erfah­rungs­mög­lich­kei­ten gebo­ten wer­den. Hof­mann-Göt­tig betont dabei die Bedeu­tung der Jugend­ar­beit für das Land genau­so wie die spar­ten­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit ande­ren Ein­rich­tun­gen, die durch die Stif­tung ermög­licht wer­den soll. Auch Cathe­ri­ne Rück­wardt ver­spricht, sich mit den zusätz­li­chen Gel­dern ganz beson­ders um das zukünf­ti­ge Publi­kum zu küm­mern und nicht nur das Bil­dungs­pro­gramm zu erwei­tern, son­dern auch ver­mehrt Nach­wuchs­mu­si­kern Chan­cen in und mit dem Main­zer Orches­ter zu geben: „Wag­ners Opern und Bruck­ners Sin­fo­nien kann man nicht im stil­len Käm­mer­lein ler­nen, das geht nur im Orches­ter.” Außer­dem gibt es bereits ers­te Über­le­gun­gen, ein Kon­zert in der Phö­nix­hal­le für eine CD-Pro­duk­ti­on auf­zu­zeich­nen – das schei­ter­te bis­her stets am feh­len­den Geld. 
Nun ist zwar ein Anfang gemacht, doch Micha­el Cori­daß, der als Vor­sit­zen­der der Main­zer Thea­ter­stif­tung auch die Orches­ter­stif­tung treu­hän­de­risch ver­wal­ten wird, hofft noch auf vie­le Spen­den und Zustif­tun­gen: „Bür­ger und Wirt­schaft sind nun auf­ge­ru­fen, die Stif­tung zu stär­ken und zu ünter­stüt­zen.” Denn mit dem momen­ta­nen Jah­res­er­trag von unge­fähr 7000 Euro las­sen sich kei­ne gro­ßen Sprün­ge machen.