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Schlagwort: partei

Parteien

Nie­mand mag poli­ti­sche Par­tei­en, und das ist nichts Neu­es. Ihr Auf­kom­men war ein theo­re­tisch nicht vor­ge­dach­ter Betriebs­un­fall prak­ti­zier­ter Demo­kra­tie. […] Ihre Funk­ti­on, zwi­schen einem ein­ge­ses­se­nen gesell­schaft­li­chen Estab­lish­ment und dem demo­kra­ti­schen Wahl­volk zu ver­mit­teln, bestä­tigt den Ver­dacht, dass Par­tei­en demo­kra­ti­sche Herr­schaft weni­ger ermög­li­chen als ver­hin­dern, indem sie eine wei­te­re Ebe­ne kor­po­ra­tis­ti­scher Olig­ar­chie in die Poli­tik ein­bau­en. Der Wider­spruch zwi­schen all­ge­mei­ner Abnei­gung und der schwer zu bestrei­ten­den prak­ti­schen Not­wen­dig­keit von Par­tei­en für Demo­kra­tien ließ sich solan­ge über­de­cken, wie Par­tei­en zumin­dest Teil­ha­be an Macht ver­spra­chen. Heu­te haben sie in west­li­chen Demo­kra­tien auch des­we­gen einen so schlech­ten Ruf, weil nie­mand mehr an die­ses Ver­spre­chen glaubt. Im Ver­fall poli­ti­scher Par­tei­en ver­bin­det sich die poli­ti­sche Selbst­ent­mäch­ti­gung der­je­ni­gen, die von ihrer Herr­schaft pro­fi­tie­ren könn­ten, mit einer Radi­ka­li­sie­rung mora­li­scher Anfor­de­run­gen an Politik.
Chris­toph Möl­lers, Wir, die Bürger(lichen), in: Mer­kur 818, 7

Ins Netz gegangen (10.10.)

Ins Netz gegan­gen am 10.10.:

  • Fleu­ron → coo­le sache: eine daten­bank von orna­men­ten des buch­drucks des 18. jahrhunderts

    Fleu­ron is a data­ba­se of eigh­te­enth-cen­tu­ry prin­ters’ orna­ments. Eigh­te­enth-cen­tu­ry books were high­ly deco­ra­ted and deco­ra­ti­ve. Their pages were ador­ned with orna­ments that ran­ged from small flo­ral embel­lish­ments to lar­ge and intri­ca­te head- and tail­pie­ces, depic­ting all man­ner of peo­p­le, places, and things. Fleu­ron includes orna­ments cut by hand in blocks of wood or metal, as well as cast orna­ments, engra­vings, and fleu­rons (orna­men­tal typography).

    Prin­ters’ orna­ments are of inte­rest to his­to­ri­ans from many disci­pli­nes (learn more here), not least for their importance as examp­les of ear­ly gra­phic design and craft­sman­ship. The­se minia­tu­re works of art can help sol­ve the mys­te­ries of the book trade, and they can be used to detect pira­cy and fraud.

  • We Need to Save the Inter­net from the Inter­net of Things | Mother­board → bruce schnei­er über die sicher­heits­pro­ble­me, die – schon jetzt abseh- und spür­bar, in naher zukunft aber um ein viel­fa­ches poten­ziert – das „inter­net of things“ darstellt

    What this all means is that the IoT will remain inse­cu­re unless govern­ment steps in and fixes the pro­blem. When we have mar­ket fail­ures, govern­ment is the only solu­ti­on. The govern­ment could impo­se secu­ri­ty regu­la­ti­ons on IoT manu­fac­tu­r­ers, for­cing them to make their devices secu­re even though their cus­to­mers don’t care. They could impo­se lia­bi­li­ties on manufacturers

    we need to build an inter­net that is resi­li­ent against attacks like this. But that’s a long time coming.

  • „vor­wärts“ und nicht ver­ges­sen? | car­ta → klaus vater über den „vor­wärts“, mit inter­es­san­ten anekdoten
  • Was läuft: Musik war immer wich­tig | der Frei­tag → über die musik, die seri­en für die end-cre­dits benutzen …
  • Wei­ma­rer Repu­blik: Hat­te Wei­mar eine Chan­ce? | ZEIT ONLINE → die „zeit“ stellt zwei bewer­tun­gen der wei­ma­rer repu­blik gegen­über – von tim b. mül­ler und andre­as wir­sching. inter­es­sant die unter­schie­de (mül­ler wie­der­holt, was er seit zwei jah­ren auf allen kanä­len mit­teilt …), aber auch die gemein­sam­kei­ten. und viel­leicht soll­te man die bei­den ansätze/​bewertungen über­haupt gar nicht so sehr als gegen­sät­ze, son­dern als ergän­zun­gen betrachten …

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